Mein Trainingstagebuch - Vorbereitung für einen 31km-Traditionslauf

jule-x3108

Benutzer178411  (20)

Verbringt hier viel Zeit
Vielen Dank für Euer Feedback und Eure Meinungen. Gerne möchte ich dazu auf den ein oder anderen Punkt eingehen.

Nur weil der Puls irgendwann nicht so war, wie er wohl hätte sein sollen, bist Du anscheinend schon in Panik geraten
Wenn man Angst bekommt vor den Rennen, ist es nicht mehr lustig.

In Panik bin ich ganz sicher nicht geraten. Auch glaube ich nicht, dass Nervosität oder Aufregung eine plausible Erklärung sind.

Allerdings halte ich es für sehr viel wahrscheinlicher, dass Dir Deine Psyche hier einen Streich gespielt hat.
Anderen hilft explizites Mentaltraining.
Klingt für mich wie eine ganz normale körperliche Reaktion auf psychischen Streß. Der Puls kann extrem steigen bei sowas.
Für mich, wie gesagt, alles eine Stressreaktion. An Prüfungen an der Hochschule habe ich auch massiv geschwitzt.

Ich kenne meinen Körper und ich kenne mich mit Druck- und Stresssituationen sehr gut aus. Darin bin ich „geübt" und auch ausgebildet worden. Ich hatte damit auch nie Probleme bei Prüfungen, Klausuren, oder in meinem sportlichen Vorleben.

Klar war ich etwas gespannt, aber eher vor Freude. Körperlich und mental war ich auch direkt am Start noch total entspannt. Meine HF am Start lag im ganz normalen Bereich.

Du hattest mal eine Kommentar zu meinem Thema „ Sex am Strand„ geschrieben:
Den Vergleich mit Sex am Strand finde ich nicht passend, das sind schon sehr unterschiedliche Dinge von denen wir hier reden.


Und hier ist etwas, das mich an den Trainingsplänen stört: es wird empfohlen, die langen Läufe auf leeren Magen zu machen (um die Fettverbrennung zu fördern.)
Ich stehe dem skeptisch gegenüber, es kann zu Verlust an Muskelmasse führen, und noch wichtiger:
Man rennt langsam und ohne etwas im Bauch zu haben.
Hmm, meine Longruns habe ich eigentlich nie nüchtern auf leeren Magen gemacht. Daher verstehe ich Deinen Beitrag in diesem Sinne ehrlich gesagt nicht. Läufe auf nüchternen Magen machen Sinn, aber keine Longruns, da hast Du Recht. Aber am Morgen nach einem Longrunm nachdem man gut gegessen hat, kann ein 30-60min Nüchtern-Lauf schon sehr wohl Sinn ergeben. Habe ich aber nur 3-4 mal gemacht in der Vorbereitung. Und das dürfte auch nichts hiermit (mehr) zu tun haben.

Willst Du irgendwem irgendwas beweisen ? Der ganze Bericht klingt für mich wie bei einem Leistungssportler der zum ersten und letzten Mal in seinem Leben die Chance hat, bei Olympia teilzunehmen und was zu gewinnen.
Nein, ich muss und möchte niemandem mehr etwas beweisen. Ich habe lang genug Leistungssport mit allem was dazu gehört, was das bedeutet, was das erfordert gemacht. Das ist vorbei. Bei dem, was ich jetzt sportlich mache, geht es nur noch um und für mich selber. Aber wenn ich es mache, mache ich es richtig. Nicht halbherzig. So gesehen will ich höchstens mir selber und meinem inneren Schweinehund noch was „beweisen".
Oder nach Pace.
Aber der Puls ist da nicht zuverlässig.
und nur nach Gefühl laufen
Welche Trainingsmethode nun die beste ist, darüber lässt sich sicherlich gut und breit diskutieren. Dass Trainingsmethoden von vor 5, 10 oder 20 Jahren heute nicht immer noch aktuell sind, sollte auch akzeptiert sein. Lauftraining nach pace, HF, Watt, etc. sind unterschiedliche Methoden, verfolgen aber die gleichen Ziele. Was für einen die „richtige" oder bessere oder einfachere Methode ist, ist bestimmt auch Geschmacksache. Für ein effizientes Training der Grundlagenausdauer aber auch für Intervalle und Tempoläufe sollte man aber seine HF-Bereiche aber schon kennen und auch entsprechend berücksichtigen.


Für mich, wie gesagt, alles eine Stressreaktion. An Prüfungen an der Hochschule habe ich auch massiv geschwitzt.
Infekt kann ich natürlich nicht ausschliessen, aber typischerweise geht es einem nach einer solchen Leistung unter Infekt nicht so rasch wieder besser. Da breitet sich der Infekt dann erst mal schön aus.

Im Nachgang ist es jetzt schwer, die genauen Ursachen zu identifizieren. Ist eh nicht mehr zu ändern. Wie schon gesagt, ich denke, es sind hier mehrere Faktoren zusammengekommen. Vergangene Woche habe ich mich mit einigen Leuten ausgetauscht und um auch von deren Erfahrungen und Meinungen was mitnehmen zu können. Aktuell bleiben für mich drei Hauptursachen stehen. Weniger Schlaf in den Tagen vor dem Lauf sowie die 10-12 Grad mehr als bei allen andern Longruns in diesem Jahr haben sicher auch eine Rolle gespielt. Meine körperlichen Symptome (HF, Schwindel, Magenkrämpfe, Übelkeit, usw.), sowie deren Auswirkungen im Lauf deuten aber eben ganz stark auf einen Infekt o.ä. im Körper hin. Was auch immer es war, muss an sich gar keine große Sache gewesen sein, aber bei der körperlichen Belastung hat das/der eben reingehauen. Dafür spricht auch, dass es nach dem auskotz*** direkt besser wurde, als alles aus dem Körper raus war.


Also Kopf auch wieder hoch
Ich würde es nicht überbewerten und mich nicht entmutigen lassen !
Natürlich stecke ich den Kopf jetzt nicht in den Sand und lasse mich natürlich auch nicht davon entmutigen. Wenn ich so gestrickt wäre, hätte ich den lauf nicht zu Ende gebracht. Dass ich dennoch auch etwas enttäuscht bin, sollte aber nachvollziehbar sein.

Natürlich werde ich weiter laufen, weitere Erfahrungen sammeln, mich weiter entwickeln. Ob ich den gleichen Lauf nächsten Jahr noch einmal mache, werde ich sehen. Nicht weil ich davor jetzt Angst hätte oder so, sondern weil ich einfach abwarten möchte, was bis nächstes Jahr alles passiert und wie es dann zeitlich auch in alle anderen beruflichen und privaten Planungen hineinpasst.

Nun werde ich erst mal schauen, ob ich mir für dieses Jahr noch andere Ziele setze, an anderen Läufen teilnehmen möchte. Die nächsten Tage, Woche wird aber erst einmal „nur" das Laufen nach Gefühl, Genusslaufen im Vordergrund stehen. Ohne konkrete Trainingsziele oder Trainingspläne. Danach sehe ich dann weiter. Wenn es neue Ziele zu berichten gibt, werde ich das hier in diesem Thread ganz sicher berichten.
 
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2 Monat(e) später
Auf zu neuen Zielen - und einer Revanche
jule-x3108

Benutzer178411  (20)

Verbringt hier viel Zeit
Die letzten Wochen sind sportlich eher semioptimal gelaufen: Krankheit, Blessuren, kleinen Verletzungen, Kniepunktion, usw. hoffe ich jetzt wieder konstanter und gezielter einsteigen zu können. Nach der Freigabe meines Arztes konnte ich in letzten 12 Tagen insgesamt 9 teils recht intensive Laufeinheiten (lDL, iDL, Steigerungsläufe, Tempoläufe, etc.) absolvieren. Das stimmt mich ganz zuversichtlich.
Daher habe ich mir auch Gedanken gemacht, ob und welche „Wettkämpfe" ich in der Zukunft machen oder anstreben möchte. Und vor allem ob ich im nächsten Jahr vom 31KM-Lauf eine Revanche einfordere… dabei rausgekommen ist folgende Idee:
- September: Start bei einem 10km-Lauf in der Nachbarstadt mit setzen eines persönlichen Zeitziels
- November: Halbmarathon ohne große Höhenmeter als Longrun im soliden Tempo unter WK-Bedingungen
- Anfang Dezember 15km-Trail-Berglauf
- Mitte Dezember bis Mitte Januar (aktive) Regeneration
- ab Mitte Januar langsam steigernd Kilometer und Höhenmeter sammeln
- ab März Tempotraining auf der Bahn einbauen
- März: Halbmarathon mit 700 HM als Standortbestimmung mitnehmen, Ziel: ankommen
- im April: die Revanche

So die Idee. Mal sehen, was mein Körper dazu sagt und wie der mitmacht. Versuche das ganze aber ganz entspannt anzugehen. Alles was geht ist ein Geschenk, die Kür. Und so werde ich auch versuchen, zu trainieren. Ob das alles so klappt, warten wir es einfach ab. Ich werde hier immer mal wieder Zwischenberichte as der „Vorbereitung“ Posten.
 
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