Alltag in Zeiten von Corona V

Benutzer72433 

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Dies ist der Thread, in dem v.A. persönliche Erlebnisse, persönliche Emotionen, Fragen, Probleme, Sorgen, aber auch durchaus lustige Begebenheiten erzählt, geteilt oder diskutiert werden können.

Eher medizinische, politische oder statistische Themen werden weiter in diesem Thread diskutiert: Corona 7
 

Benutzer72433 

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brauchte den thread grade mal neu - vielleicht interessant für jemanden, die warnapp hat ein update bekommen mit dem sie auch auf etwas älteren iphones läuft:
Mit Version 1.12 können nun auch Nutzer*innen, die ein iPhone 5s, 6 oder 6 Plus haben, die Corona-Warn-App nutzen. Schätzungen haben ergeben, dass wir dabei von maximal 1,7 Millionen Geräten ausgehen können. Bislang setzte die von Apple und Google entwickelte Contact-Tracing-Schnittstelle, auf die auch die Corona-Warn-App zugreift, auf Apple-Seite mindestens iOS 13.5 voraus. Mit einem im Dezember veröffentlichten Update auf das Betriebssystem iOS 12.5, beziehungsweise 12.5.1, erweiterte Apple die Unterstützung für die Schnittstelle und machte sie für ältere iPhones verfügbar.
 

Benutzer75021 

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brauchte den thread grade mal neu - vielleicht interessant für jemanden, die warnapp hat ein update bekommen mit dem sie auch auf etwas älteren iphones läuft:
Na ganz toll.
Die ganze Zeit hatte ich ein altes iPhone und konnte die App deshalb nicht nutzen.
Nun hab ich seit knapp 2 Wochen ein neues, modernes und da rüsten die auf :grin:
 

Benutzer109594  (27)

Verbringt hier viel Zeit
So, vorweg es wird mal wieder ein Auskotz Post. Wer sich das nicht antun möchte, bitte weiter scrollen.

Einige haben ja vielleicht schon mitbekommen, dass mein Sohn auf der Frühchenintensiv liegt. Seit vorgestern gibt es nun die Regel, jeder Besucher muss sich alle 24 std. Testen lassen. Das finde ich soweit sinnvoll. Auch wenn es nur ein schnelltest ist. Habe mich schon gewundert, dass man nie getestet wird, trotzdem ist der Sprung irgendwie krass von nie zu täglich.

Aber die Umsetzung ist der reinste Witz. Erstens stapeln sich in einem kleinen Eingangsbereich gut 30 Leute. Die, die auf den Test warten, die die aufs Ergebnis warten. Besucher und Patienten jeglicher Art. Wenn man den Abstand einhält 3 Sitzplätze. Ist bestimmt toll für die ältere Generation oder Mütter mit frischem KS dort ewig zu stehen, allein die Auswertung dauert 15 Minuten. Und es gibt sage und schreibe ein Test Team dort. Aber Hauptsache ich darf nicht mit meinem negativ getesteten Partner gleichzeitig zu unserem Kind, weil zu viele Menschen... Aber dort alles stapeln.
Witz Nummer 2, man darf sein Kind von 7:30 bis 21 Uhr besuchen. Wochentags, am Wochenende. Jeden Tag. Halt abwechselnd aber ansonsten ist man da frei.
Öffnungszeiten vom Testzentrum: Montag bis Freitag, 7:00 Uhr bis 14:30 Uhr. Berufstätige Väter und Mütter die wegen der Fahrerei auf ihren Mann angewiesen sind haben das Nachsehen. Zumal die Station selber die Info hatte, dass das Zentrum von 8 bis 16 Uhr besetzt ist.

So ist das, wenn Anordnungen von der Leitung ganz oben kommen, die einfach mal keinen Plan von der Realität da draußen haben, oder davon wie wichtig beide Elternteile für ihr Kind sind. Und umgekehrt ja auch.

Inzwischen gibt es ein schlupfloch, eine Ausnahme, damit auch Väter ihre Kinder sehen dürfen. Und auch ich werde es mir nicht nehmen lassen am Wochenende zu meinem Kind zu fahren. Aber diese Planung macht mich einfach nur wütend. Hauptsache sparen. Ist für mich nur leider das falsche Ende, wenn dadurch Vätern ihre Kinder vorenthalten werden. Ich bin froh, dass sich die Station dafür einsetzt, dass das nicht passiert. Sogar der leitende Oberarzt persönlich. Und auch die Schwestern, die ich darauf angesprochen habe, haben das sofort in die Hand genommen, damit das geklärt wird.

Wirklich, mein größter Respekt dem Personal, welches von oben die Anweisungen erhält und von unten die Beschwerden und die trotzdem noch lächeln und gute Laune haben. Die leisten wirklich wahnsinnig viel und kümmern sich nicht nur um die kleinsten, sondern auch super um die Eltern.
 

Benutzer20579 

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F Fledermaus93 Ich finds völlig unhaltbar, dass die "normalen" Besucher und Eltern der Frühchenstation als eine Gruppe gehandelt werden. Eltern sind ja gerade bei kleinen Kindern in aller Regel Begleitpersonen und nicht zu vergleichen damit, dass jemand täglich wechselnden Besuch bekommt. Dadurch, dass ihr dann dort jeden Tag einer anderen Gruppe Besucher begegnen könnt, habt ihr jeden Tag eine komplett wilde Mischung anderer Infektionsrisiken mit deren Kontaktketten - und gleichzeitig auch das Risiko der Inkubationszeit. Bis ihr wisst, dass ihr dort jemanden getroffen habt, der positiv ist, ist der Drops schon gelutscht und ihr wart womöglich schon infiziert auf Station (worst case Szenario). Gerade mit den Mutationen und vor dem Hintergrund, dass ihr noch einige Zeit dahin müsst, ist das eine ganz gefährliche Mischung.

Ich bin der Meinung, dass die für sämtliche Eltern der Frühchenstation eigene Zeitfenster anbieten müssten bzw. ein eigenes Team in einem eigenen Raum - ggf. auch Termine vereinbaren, wo dann eben jemand hingeschickt wird, der den Test abnimmt. Denn dass ihr euch jeden Tag mit allen möglichen anderen Besuchern in so einem Raum trefft, geht nicht.

Ich würde da eine Mail an die Klinikleitung schreiben und auch vor Ort direkt klarstellen, dass du nicht mit 30 Leuten zum Warten in den gleichen Raum stellst, da deine Adresse immerhin die Frühchenstation ist. Oder man muss den Frühcheneltern einen eigenen kleinen Raum zum Warten aufs Testergebnis anbieten, damit ihr nicht mit 30 Mann in einem Raum warten müsst. Das geht einfach nicht.

Ich will dir bei deinem Stresslevel keinen Druck machen, dass du das so handhaben musst, ihr habt genug um die Ohren. Ich kann nur schreiben, wie es sich für mich als einigermaßen ausgeschlafene Außenstehende liest - und ich finde das haarsträubend. :hilfe:
 

Benutzer59943  (39)

Verhütungsberaterin mit Herz & Hund
Kurzes Update zum Mann meiner Kollegin: Es geht ihm nach wie vor sehr schlecht und es ist unrealistisch, dass er aus dem KH entlassen wird. Wenn, dann nur in ein Hospiz. Da er aber 3x die Woche Blutwäsche braucht, weiß ich nicht wie umsetzbar das tatsächlich wäre.
Wie auch immer, seine Frau hat die Zusage vom Arzt, dass sie rein darf, wenn ihr Mann stirbt. Mehr aber auch nicht.
Ansonsten ist sie auf telefonische Infos angewiesen und man kann verstehen, dass das Krankenhauspersonal am Limit arbeitet und natürlich nicht für jeden Angehörigen endlos Zeit am Telefon hat. Da ihr Mann sie aber teilweise am Telefon nicht mehr erkennt, kann sie mit ihm selbst nur sehr begrenzt sprechen und natürlich schätzt er seinen Zustand auch nie ganz realistisch ein :hmm:
Und das sich selbst ein Bild machen und vor Ort sein fällt einfach komplett weg :frown:

Einen Menschen zu verlieren ist schlimm genug, aber unter diesen Bedingungen... es ist so verdammt schwer und ich glaube sie wünscht sich inzwischen auch, dass er möglichst schnell möglichst schmerzfrei einschläft und sie sich einfach nur noch von ihm verabschieden darf.
 

Benutzer77547 

Planet-Liebe Berühmtheit
Schon krass: Die älteste Frau Europas, Schwester André, eine Nonne aus Toulon in Frankreich, feiert heute ihren 117. Geburtstag:whoot:....und das, nachdem sie im Januar an Covid-19 erkrankt war (wie einige ihrer Mitbewohner*innen im Altenheim, von denen auch einige verstorben sind).

Die Frau ist 1904 geboren. Sie hat also als 10-14 jährige wohl ziemlich bewusst den 1. Weltkrieg miterlebt und auch die Spanische Grippe. Der schönste Moment in ihrem Leben sei das Ende des 1. Weltkriegs gewesen als ihre 2 Brüder unversehrt nach Hause kamen.

 

Benutzer113006 

Planet-Liebe-Team
Moderator
krava krava was du schreibst macht traurig.

In der ZDF Mediathek ist eine traurige Doku über diese Situation. Ärzte von der Intensivstation berichten, dass die Arbeitsbelastung zu hoch ist, um jeden Angehörigen eines Verstorbenen die Zeit zu widmen, die er verdient hat. Die Doku zeigt eine 35 Jährige, die an corona erkrankte und sich von ihrem Partner verabschiedete, aber nach 3 Monaten wieder aufwachte. Und es wird eine Frau aus dem Pflegeheim gezeigt, deren Mann stirbt und direkt am nächsten Tag kommen drei neue Bewohner in ihr Zimmer, weil sie sozusagen in der Corona Isolierung war und die anderen ebenfalls an Corona erkrankt. Sie durfte nicht aus dem Pflegeheim als der Mann ins Krankenhaus kam. Er sagte im Krankenhaus, dass er nicht intubatiert werden möchte und dann starb er kurz darauf. Sie musste das entscheiden. Naja, was soll ich sagen? War keine schöne Doku und erstmal die Letzte der Art. Sowas kann ich nicht oft anschauen.
 

Benutzer162226 

Verbringt hier viel Zeit
Ich merke einmal mehr, wie dankbar wir für das Krankenhaus sein können, in dem meine Oma behandelt wurde. ❤️
Meine Mutter konnte jederzeit anrufen, die Ärzte und Schwestern haben sich Zeit genommen, alle Fragen beantwortet. Man hat ihr einen Passierschein ausgestellt, sodass sie meine Oma auf der Corona-Intensivstation besuchen konnte - sogar mehrfach. Auch wenn das jedes Mal erheblichen Aufwand bedeutete, da sie natürlich komplett eingepackt werden musste.
Aber es tut gut zu wissen, dass meine Oma in ihren letzten Tagen und Stunden nicht alleine war.
 
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Benutzer30735 

Sehr bekannt hier
Mein aufrichtiges Beileid *Kolibri* *Kolibri*
Es ist schön zu hören, dass deine Oma so gut aufgehoben war und deine Mama bei ihr sein konnte.

Das Schicksal deiner Oma finde ich nach wie vor so bitter und wenn ich daran denke wie viele unzählige Male das so furchtbar unglücklich passiert ist, wird mir ganz anders.
EDIT: Sorry, beim Namen vertippt!
 

Benutzer162226 

Verbringt hier viel Zeit
Danke! Das ist lieb von euch.
Wisst ihr, was noch bitterer ist? Mittlerweile wird in ihrem Pflegeheim geimpft. Drei Wochen zu spät für sie....

Für mich hat das Schicksal meiner Oma auch noch einmal ein ganz anderes Bild auf Corona geworfen. Es ist, als erlebe man auf einmal die Nachrichten. Und letztlich ist es ja auch genau das. Für mich ist es noch immer nicht greifbar. Es fühlt sich trotz des Schmerzes noch nicht real an.
 

Benutzer30735 

Sehr bekannt hier
Das ist wirklich so hart :frown:

Ich nehme mal an die Antwort wird "nein" sein (und ändert leider auch nichts), aber gibt es in irgendeiner Form Konsequenzen für den Pfleger der mit Fieber (!) in die Arbeit gekommen ist?
Ich finde das einfach unfassbar dass durch solche Fahrlässigkeit Menschen sterben müssen :frown:
 

Benutzer59943  (39)

Verhütungsberaterin mit Herz & Hund
Ich hab tatsächlich am 1.März einen Frisörtermin :grin: :grin:

Ich hätte zwar auch noch 1-2 Wochen warten können, aber ich war die zweite Kundin, die heute angerufen hat, also hab ich gleich den zweiten Termin genommen. Sicher ist sicher :zwinker: Nicht dass eine Woche später schon wieder geschlossen werden muss. Ist alles möglich.
 

Benutzer124226 

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*Kolibri* *Kolibri* Wie furchtbar! Auch von mir noch mein herzliches Beileid! :frown: Was für ein Glück, dass deine Mama bei ihr sein konnte.
 

Benutzer3277 

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Ich muss feststellen, immer fauler zu werden. Ich stehe oft erst um 10 auf. Im Homeoffice gibts fast nichts mehr zu tun. Kein Wunder: Was soll man für Veranstaltungen planen, wenn man nicht weiß wann es überhaupt mal wieder damit losgeht? :what:

Ein Arzt sagt zu einem Künstler: "Sie haben nur noch ein Jahr zu leben." Darauf der Künstler: "Und wovon?" 🩺💉
 
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Benutzer78484 

Planet-Liebe-Team
Moderator
Ich muss feststellen, immer fauler zu werden. Ich stehe oft erst um 10 auf. Im Homeoffice gibts fast nichts mehr zu tun. Kein Wunder: Was soll man für Veranstaltungen planen, wenn man nicht weiß wann es überhaupt mal wieder damit losgeht? :what:
Wecker, joggen, nicht vergammeln 💪💪
 

Benutzer3277 

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Ein Bekannter ist der festen Überzeugung, dass Außerirdische vor über einem Jahr unerkannt auf die Erde gekommen sind und die Viren mitgebracht haben, um uns auszurotten. 👽 Möglich ist heutzutage alles.
 
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