Alltag in Zeiten von Corona VI

Benutzer59943  (39)

Verhütungsberaterin mit Herz & Hund
Also meine Frisörin hat das mit den Corona-Tests meiner Meinung nach ganz gut gelöst:
Man kann einen Selbsttest mitbringen und vor Ort machen oder auch dort einen kaufen und dann machen.
Spart einem den Weg und die Wartezeit im Testzentrum :smile: Finde ich einen tollen Kompromiss.
 

Benutzer20579  (37)

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Geht es euch eigentlich auch manchmal so, dass ihr nicht wisst, ob ihr im Freundes- oder Bekanntekreis einfach unbeliebter geworden seid oder ob es wirklich nur Corona ist? Ich denke da manchmal drüber nach - z.B. ist mein Baby ja nun schon 6 Monate alt und eine Familie von engen Freunden von uns machen wirklich gar keine Anstalten, dass wir uns mal treffen. Egal, wie oft ich "draußen mit Abstand" vorschlage. Oder Kita-Mütter, von denen ich dann weiß, dass sie sich mit anderen auf dem Spielplatz treffen, aber mit uns nicht - wegen Kontaktreduzierung. Sehr oft Mütter aus der anderen Gruppe, sodass ich das schon nachvollziehen kann - aber irgendwo schwingt natürlich schon immer ein bisschen das Gefühl mit, zurückgesetzt zu sein oder nicht so "begehrt", wie andere. Nach dem Motto: "Wenn ich Kontakte reduzieren muss, seid ihr nicht dabei" :zwinker:

Manchmal frage ich mich dann, inwiefern Corona dazu beiträgt, dass wir hier im Dorf eben schwieriger Anschluss finden - wir sind ja erst 2017 zugezogen, viele andere sind einheimisch oder haben ältere Kinder, die sich daher schon länger kennen. Mit einer Kita-Mutter war es zuletzt auch immer eher anstrengend, deren Kinder verkündeten heute, sich mit einer anderen Familie zu treffen - da denke ich dann, na toll, bei denen sind wir jedenfalls nicht mehr "Partnerfamilie für die Pandemie".

Ich finde es schwer, dass nicht persönlich zu nehmen und das nicht nur auf die notwendigen Kontaktbeschränkungen zu schieben. Irgendwie blöd, dabei sollte ich ja nachmittags mit meinen Kindern zu Hause bleiben und meinen Hintern hierbehalten - und nicht neidisch sein, wenn andere sich verabreden.
 

Benutzer149155 

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Dreizehn Dreizehn I feel you. :knuddel:

Wir haben ja kein "Partnerpaar" oder ähnliches, sondern isolieren uns noch stärker, was natürlich ohne Kinder leichter fällt.

Allerdings habe ich meine Schwimmfreundin Ende Februar einmal mit ihrem Baby (damals ca. 7 Wochen alt) getroffen. Mit Tests vorher etc. Und damals meinte sie, wir müssen das unbedingt bald wieder einmal wiederholen. In der zweiten Märzhälfte habe ich "angefragt" und einen "Termin" für vor einer Woche bekommen. Als ich vor 10 Tagen nach der besten Uhrzeit (also am besten für ihren Tagesablauf mit Baby) fragte, durfte ich mir die Absage abholen. Sie hätten die Woche davor einen Termin absagen müssen, weil es Baby nach der Impfung nicht so gut ging und darum müssten sie den Termin nun eine Woche später wahrnehmen und mir absagen.

Da dachte ich mir schon auch... Hm. Ich frage an, bekomme einen Termin für einen ganzen Monat (!) später und dann wird abgesagt. Dann frage ich mich, wann das nächste Treffen anvisiert wird. Wenn das wieder einen Monat nach "Anfrage" wird und wieder vertagt wird, kommen wir dieses Jahr vielleicht auf 3 Treffen. Obwohl sie es angeblich auch unbedingt will und in Elternzeit ist. Da frage ich mich wirklich, welche Relevanz ich in ihrem Leben wirklich habe, wenn ich mich einen Monat vorher anmelden muss.

Andererseits weiß ich auch, dass der Alltag als Jungmutter sehr stressig sein kann, viel zu tun ist, viele Arzttermine, sie wollen den Kleinen taufen lassen etc., er hat immer wieder mal mit der Verdauung zu kämpfen und wir beide kennen einander erst gut 15 Monate. N bisschen verletzt mich das halt trotzdem. :frown:

Ich versuche es jetzt pragmatisch zu sehen: Dann treffe ich eben bis zu meiner vollständigen Immunisierung gar niemanden mehr und gefährde mich weniger (geimpfte Verwandtschaft ausgenommen, aber auch das ordentlich reduziert). Ich will ja auch keinen Druck bei ihr ausüben, dass sie sozusagen mein einziger Realkontakt ist und ich habe ja auch kein "Recht" auf sie.

Aber als ich beim Gyn im März ne schlechte Verdachtsdiagnose bekam, waren meine ersten positiven Worte zu meinem Mann: "Wenigstens darf ich in einem Monat zu X und Baby Y gehen".
 

Benutzer122533  (32)

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In der zweiten Märzhälfte habe ich "angefragt" und einen "Termin" für vor einer Woche bekommen.
Das ist bei uns auch eine Weile so gewesen und hat rein gar nichts mit den betroffenen Freunden zu tun gehabt!
Wir haben vor Oma- oder Elternbesuchen konsequent 2 Wochen ohne Kontakte "Quarantäne" gemacht (also wirklich nur einkaufen). Und es lag so blöd, dass wir diese beiden Besuche auch noch nacheinander machen mussten. Plus dann auch zum nächsten Treffen mit den Freunden wieder 2 Wochen Abstand, schon muss man 6 Wochen lang alles absagen...
Fanden wir selbst mega scheiße, aber wir wollten sicher gehen.
 

Benutzer149155 

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E efeu ja ich weiß, dass das dahinter stecken kann, aber kann mich leider nicht zu 100 % davon frei machen, dass ich mich zurückgewiesen und etwas verletzt fühle. :frown: Ich kann da nur schwer aus meiner Haut...
 

Benutzer113006 

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Wir sind kurz vorm Dauerlockdown in die Heimat umgezogen. Eine Freundin und die Familie sehen wir regelmäßig. Andere Freunde sehen wir kaum und es gibt keine Bemühungen von deren Seite, zumindest mal spazieren zu gehen. Stattdessen lerne ich fleißig Leute über Plattformen kennen und gehe eben mit diesen Personen spazieren. In meinem Fall hat Corona definitiv einen separierenden Effekt.
 

Benutzer107106 

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Wir haben tatsächlich bis auf ganz wenige Ausnahmen alles auf null gesetzt, dafür durfte unser Sohn für eine Zeit in die Kita und wir sehen meine Eltern sehr regelmäßig. Das ist der Preis, den ich dafür zahle.
Ich habe im Sommer zu meinem Geburtstag Freunde draußen getroffen. Im Herbst war ein Freund und mein Cousin zu Gast. Dann war ich je mit einem Freund draußen spazieren, einmal war eine besondere größere Sache (auch nur mit Maske, Tests und quasi immer draußen) und das war dann auch alles. Seit Juli. Die einzigen, die wir sehen sind unsere Eltern. Unsere Tochter trifft sich ab und an mit einer (immer die selbe) Freundin, die hatte aber bereits Corona.
Solange meine Kinder ungeimpft sind, werden wir weiter sehr vorsichtig sein. Das wird also noch länger so gehen.
Ich halte allerdings mit meinen wichtigsten Menschen weiterhin digitalen Kontakt. Ich habe tatsächlich niemanden "verloren", der mir vorher wichtig war.
 

Benutzer30735 

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Wow, ihr seid ja richtig konsequent :ninja:
Find ich aber voll gut. Und verstehe ich auch absolut, gerade wenn man selbst ein hohes Risiko hat und/oder Kinder hat die betreut werden müssen.
Ich selbst hab es nie sooo extrem gemacht, "notfalls" hab ich mich halt draußen beim Spaziergang mit jemanden getroffen, letzten Sommer habe ich ziemlich "normal" gelebt, da waren auch Freunde (Kleingruppe) das ganze WE hier in meiner Wohnung zu Besuch, da hatte ich keine Bedenken.
Im Herbst war ich dann vorsichtiger ab der 2. Welle und dann so ab Dezember gab es gute Testmöglichkeiten.
Vor Weihnachten hab ich mich auch relativ gut isoliert. Aber so als Dauerzustand, nein.
 

Benutzer18889 

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Geht es euch eigentlich auch manchmal so, dass ihr nicht wisst, ob ihr im Freundes- oder Bekanntekreis einfach unbeliebter geworden seid oder ob es wirklich nur Corona ist?

Mein engeres Umfeld handhabt Corona zum allergrößten Teil genau wie ich, also nein. :zwinker: Ich habe keine Person im Freundes- oder auch nur Bekanntenkreis, die ein Treffen deshalb ablehnen würde. Eine einzige Freundin handhabte es ganz zu Anfang so, dass sie niemanden groß treffen wollte, was sich aber nach kurzer Zeit wieder normalisiert hat.

Personen, die diesbezüglich ganz anders als ich agieren (Angst vor Treffen, Verlangen eines Tests, Isolation, ...), würden nicht zu mir passen, jedenfalls nicht im Freundeskreis, beruflich wäre ja was anderes. Würde mir eine Freundin sagen, dass sie mich aus Angst vor Corona nicht treffen mag, dann bitte. Ohne arrogant zu sein, aber ich habe so viele Freunde, bin den ganzen Tag real und per WhatsApp in Kontakt mit so vielen Personen, da kann ich notfalls auf eine einzelne Person verzichten, wenn es zu unterschiedliche Auffassungen gibt.

Ach, jetzt fällt mir doch eine Person ein, die im Sommer zu mir meinte, dass sie mich "wegen Corona" bzw. aufgrund meines Umgangs mit diesem Thema nun nicht mehr mögen würde. Tja, was soll ich sagen: Ich fand die Person vorher schon seltsam und kann gut damit leben, dass sie mich nun eben nicht mag. :grin:
 

Benutzer77547 

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Immer mal was Neues. Meine Wohngemeinde (Österreich, Tirol, ca. 14.000 Einwohner, ca. 130 bekannte Infizierte) ist ab übermorgen, also Freitag, in Quarantäne. Wir dürfen dann das Gemeindegebiet nur noch mit negativem Antigentest (max. 48 stunden alt) bzw. PCR-Test (max. 72-Stunden alt) verlassen.

Sowas habt Ihr in D nicht, oder? Hier bei uns uns gibts das öfters. Wobei sich das hier nicht an einem spezifischen Inzidenzwert fest macht, sondern von der Landesregierung bzw. der "Landessanitätsdirektion" (sowas tolles habt Ihr in D auch nicht, oder?) entschieden wird.

Hm, muss jetzt persönlich überlegen wie ich damit umgehe: Testen oder (betriebsbedingt ziemlich problematisches) Homeoffice?

By the way: Auch wenn es jetzt nervt. Aber im Prinzip finde ich diese Gemeindequarantänen echt gut. Ich glaube, dass sie sich hier auch einigermaßen bewährt haben. Ist halt eher für ländliche Regionen eine Option (für großstädtische Ballungszentren wohl eher weniger).
 

Benutzer68775  (36)

Planet-Liebe Berühmtheit
Mein Kontaktverhalten hat sich mit Corona nicht groß verändert - ich sehe auch so Freunde eher in großen zeitlichen Abständen real, und da am ehesten meine "Studiums-Wahlfamilie". Die wohnen aber so weit weg jeweils, dass wir uns auch generell nur so zwei, drei Mal im Jahr sehen. Es hat in diesem Umfeld aber auch niemand einen so angespannten Umgang mit Regeleinhaltung :grin:
Davon ab hab ich nur Familie gesehen, aber mit denen hab ich jetzt auch wieder Monate zusammen gelebt, da war jetzt nichts anders als ohne Corona. Denn nein, innerhalb des Hausstandes halten wir keinerlei betonten Abstand.

Digital kommuniziere ich auch kaum, aber das kennt man von mir und keiner wundert sich, Monate lang nichts von mir zu hören. In dem andern Freundeskreis zirkelt auch einfach sowieso jede Kleinfamilie um sich selbst, da fehle ich niemanden, und finde das völlig ok so.
Meine "ich brauch ganz viel sozialen Anschluss" Zeit ist irgendwie vorbei, ich find Menschen generell ziemlich anstrengend, und digital noch viel mehr. Ich rede lieber gar nicht, als z telefonieren - ich hab aber auch einfach grade nicht viel Energie übrig für Gespräche :confused:
 

Benutzer20579  (37)

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Was Kontakte angeht, werden sich die Kinderlosen auch hier wieder von denen mit Kindern unterscheiden - zu unseren kinderlosen Freunden ist der Kontakt fast wie immer, auch die entfernt wohnenden Freunde treffen wir immer mal wieder. Aber die, die näher dran sind oder die vorher noch nicht so fest waren und die mit anderen Kitas oder in anderen Kitagruppen, mit denen ist es schwerer. Eine enge Freundin sagt, dass ihr Sohn in die eine Schule geht, ihre Tochter in die Kita, ihr Mann ist Lehrer - sie möchten uns mit Baby nicht treffen. Toll, aber ich würde wollen. :rolleyes:

Bei uns im Kreis sinken die Zahlen gerade langsam. Ich hoffe, der Trend verfestigt sich, die Kita-Schließungen sind jedenfalls noch weit weg bei uns.
 

Benutzer64981  (33)

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Wir sind ein halbes Jahr vor Corona Beginn umgezogen. Bis ich selbst mal klar kam, waren wir in der ersten Welle. Ergo kenne ich hier niemanden. Hatte mir aber auch schon überlegt, wie Noir Désir Noir Désir , digital Leute kennen zu lernen um sich auf nen Spaziergang zu treffen. Das wurde über FB auch fleißig gemacht zu Beginn. Mittlerweile bin ich da sehr misstrauisch geworden... ich hoffe einfach drauf, dass das dann zum Ende des Jahres bzw. bis Mitte 2022 mit Baby auch mal anläuft, dass man hier Leute kennen lernt.
 

Benutzer160853  (34)

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Im Ort liegt eine ganze Familie im Sterben. Er 72, ein langjähriger Freund meines Vaters, hat sich beim Schülertransport angesteckt. Er hat das Virus dann in die Familie eingeschleppt und liegt er, seine Frau und die beiden erwachsenen Kinder, die im Haus leben, auf der ITS und es sieht wohl sehr schlecht aus. Ich muss sagen, dass ich zutiefst traurig und schockiert bin. Es ist dann doch nochmal anders, wenn "Indien" nach dem 2:34 Nachrichtenfilm wieder ganz weit weg ist. Dieser Fall aber keine 10 Gehminuten von uns weg passiert.

Vor diesem Hintergrund empfinde ich zurzeit Berichte mit dem Grundton "Ich muss neidisch sein, weil ich in Eindhoven ein Eis essen dürfte" noch wesentlich befremdlicher. Je länger diese Zeit dauert, um so betroffener machen mich solche Schicksale.
 

Benutzer137391  (46)

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mein Sohn muss nun 24 Std vor jeder Abiprüfung in die Schule fahren, sich testen lassen und falls er (falsch) positiv ist, direkt hier in eine Klinik fahren.. die Abiturienten bekommen ein Schreiben der Schule, damit der PCR TEST "sofort" gemacht wird und sie am nächsten Tag die Prüfung schreiben dürfen.. (oder auch nicht.. wenn sie positiv bleiben)

wer sich nicht freiwillig testen lässt, muss in andere Räume, zusammen mit den anderen ungetesteten.. :confused:
kann man nur hoffen, dass es dann die schon geimpften Lehrer trifft, die Aufsicht machen müssen..

für jeden Raum sind aber nur 10 Schüler vorgesehen.. die Hauptfächer brauchen dann ca. 7 bis 8 Räume

ach ja, da einige Termine am Montag sind, begrüßt man die Schüler natürlich auch mal am Sonntag zum testen - 10 Uhr..
mein Sohn war selten so gestresst wie gestern nach dem Erhalt der Info.. :ninja:
er ist eh in einer "Art Quarantäne" seit Wochen und hat einfach nur Sorgen, dass er falsch positiv sein könnte..

und mein Exmann kann mal gleich HO machen an allen Testtagen.. weil mit Öffis dürfte Sohnemann dann gar nicht zum PCR Test ..🙈 oder wie läuft das dann praktisch? (ich habe kein Auto)
 
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Benutzer15352 

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So, ich habe eben die Spritze in den Arm gejagt bekommen. Beim Hausarzt läuft das schon nicht so geil ab und ich musste eine halbe Stunde mit mehreren Leuten im Wartezimmer hocken, aber naja, Hauptsache, der Stoff ist drin ☺️.
 

Benutzer20579  (37)

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So, ich habe eben die Spritze in den Arm gejagt bekommen. Beim Hausarzt läuft das schon nicht so geil ab und ich musste eine halbe Stunde mit mehreren Leuten im Wartezimmer hocken, aber naja, Hauptsache, der Stoff ist drin ☺️.
Was hast du bekommen? Wir sind dann quasi Impfkumpanen, ich habe meins um 10:45 bekommen.

Bin ganz schön beduselt, fühle mich wie besoffen - und darf jetzt erstmal mit Baby zur Kita. Das wird ein langer Tag. :upsidedown:
 

Benutzer77547 

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Wieso bekommt ihr jungen Mädels alle schon Impfstoff und ich alter Sack darf wohl noch Wochen warten. NEID!!! :depri:
 
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