Warum fragt man nicht einfach mal nach?

Kommunziert Ihr direkt Eure sexuellen Erwartungen?

  • Ja - und ich habe damit positive Erfahrungen gemacht

    Stimmen: 15 65,2%
  • Ja - die Erfahrungen waren aber eher negativ

    Stimmen: 0 0,0%
  • Ja - die Erfahrungen sind mal positiv, mal negativ

    Stimmen: 6 26,1%
  • Nein - und ich habe damit positive Erfahrungen gemacht

    Stimmen: 0 0,0%
  • Nein - die Erfahrungen waren eher negativ

    Stimmen: 0 0,0%
  • Nein - die Erfahrungen sind mal positiv, mal negativ

    Stimmen: 1 4,3%
  • Trifft alles nicht zu - ganz was anderes...

    Stimmen: 1 4,3%

  • Anzahl der Umfrageteilnehmer
    23

Benutzer38570 

Planet-Liebe Berühmtheit
Jetzt muss ich doch mal genauer nachfragen. Angeregt durch "Die meisten Frauen können nicht blasen"... stellt sich mir die Frage, wie viele hier eigentlich konkret ihre sexuellen Wünsche, Vorlieben und Neigungen überhaupt thematisieren, wenn sie mit jemanden ins Bett wollen. Ich will da auch gar nicht mal unterscheiden, ob man nun ein reines Sexdate oder einen Partner sucht - auch mit dem Mann oder der Frau "fürs Leben" will man ja vögeln....

Also: Wie handhabt Ihr das? Benennt Ihr konkret Eure Erwartungen und Wünsche? Und ich meine auch konkret. Nicht in dem Stil wie "ich will mal wieder richtig guten Sex haben", sondern eher im Stil von: "ich erwarte einen Blowjob mit Schlucken", "ich will harten Analverkehr", "ich will JETZT von hinten gefickt werden"... Und natürlich auch die Benennung von Abneigungen: "ich finde große oder kleine Schamlippen häßlich", "ich will keine Zungenküsse" - whatever.

Sagt Ihr das so ganz direkt und konkret? Wann? Wenn nicht, warum fragt Ihr nicht nach? Wie würdet Ihr das Ergebnis Eurer Strategie - direkt oder doch lieber auf Hoffnung basierend - bewerten? Zufrieden oder unzufrieden?

Aber was mich hauptsächlich interessiert: WARUM fragen viele nicht direkt? Man will doch Spaß haben. Ich sehe mir doch auch keinen Horrorfilm an und ärgere mich hinterher, dass da keine Pornoszene enthalten war.

Bin gespannt...
 

Benutzer155480 

Sehr bekannt hier
Ich habe zu wenig Lebenszeit, um sie mit Herumdrucksen zu versauen. Daher kommuniziere ich klar, was ich will und was ich mag oder nicht mag. Meine Erfahrungen waren damit gut - entweder es gab guten Sex oder ich habe die Person ziehen lassen. Das finde ich beides positiv.
 

Benutzer135804 

Planet-Liebe Berühmtheit
ja,das tue ich und zwar so schnell wie möglich.also ich kläre zb beim texten vorm ersten date oder eben bei den allerersten dates schon mal ab,ob wir ähnliche vorlieben haben.und beim sex sage ich natürlich immer,was ich will,wenns grad so ist.hat bisher nur genützt und nie geschadet,da 1.ich mir so (weitere) dates mit männern,die sexuell eh nicht zu mir passen würden,spare (lebenszeit ist kostbar) und 2.bekomme ich beim sex,was ich will.
 

Benutzer38570 

Planet-Liebe Berühmtheit
Daher kommuniziere ich klar, was ich will und was ich mag oder nicht mag.
War das schon immer so oder hat sich diese Direktheit erst nach und nach entwickelt? Ich selbst kenne das irgendwie gar nicht anders, ich habe das von Anfang an so beigebracht bekommen...
 

Benutzer120063 

Planet-Liebe Berühmtheit
Meiner Meinung nach gibt es da schon sinnvolle und weniger sinnvolle Erwartungen, die man formulieren kann. Und dann gibt es natürlich Dinge, die ich gar nicht in der Lage bin zu formulieren, weil ich gar nicht weiß, wie ich da "im Moment" bin - ich hatte z. B. länger eine Fernbeziehung und konnte gar nicht sagen, wie oft Sex die Woche ich gerne hätte, wenn ich das jede Woche haben könnte. Genauso kann ich jetzt nicht sagen, wie oft Sex ich gerne hätte, wenn ich mit meinem Freund zusammen wohnen würde. Ich weiß es schlicht nicht und denke, dass sich sowas auch verändert, je nach Lebenssituation.

Dinge, die man meiner Meinung nach mit einem festen Partner nicht benannt werden müssen/sollten: Was für Präferenzen man bezüglich Optik und Haptik bestimmter Körperteile hat, die nicht veränderlich sind. Ich fänd es auch sehr wenig hilfreich zu wissen, dass meine Schamlippen größer, kleiner, dunkler oder heller sein sollten. Ebenso wird er nicht unbedingt wissen wollen, dass sein Schwanz dicker, dünner, größer oder kleiner sein sollte. Natürlich gibt es Fälle, in denen man es trotzdem sagen kann (so hören ja Männer manchmal ganz gerne, dass sie "eigentlich ein bisschen zu groß" sind), aber in der Regel nützt es eben nichts. Anders ist das bei veränderlichen Parametern - da sollte man meiner Meinung nach keinen Druck aufbauen, aber man kann schon durchsickern lassen, dass man nichts dagegen hätte, wenn der Partner mehr Sport machen würde/ein paar kg weniger hätte. Jedenfalls und gerade dann, wenn der Partner selber nicht so ganz zufrieden ist. Das mache ich auch so - ich will natürlich nicht, dass er denkt, ich finde ihn unattraktiv. Aber ich muss da auch nichts schönreden.

In Bezug auf Verhaltensweisen kann man natürlich mehr sagen, aber auch da gibt es "schwierige" Gebiete: Alles was einfach "die Art des Partners" ist z. B., weil man Gefahr läuft, dass der Partner den Eindruck hat, man nimmt ihn nicht an. Oder wenn es Sachen sind, die dem Partner schwer fallen (z. B. den Mann aufzufordern, später zu kommen) und die entsprechend Druck aufbauen.
Außerdem gibts natürlich Vorlieben, die nicht jeder hören will, weil er/sie Angst hat, dass ein bestimmtes Bild von Rollenverteilung dahinter steht/ es eklig findet etc. pp. Auch da taste ich mich vorsichtig ran.

Leicht und gern gemacht wird alles, was nicht darunter fällt: "Anweisungen", die leicht umsetzbar sind und nichts mit der Art des Partners zu tun haben, keine kritischen Vorlieben betreffen: Hier doller, da langsamer etc. Das wird natürlich kommuniziert, manchmal währenddessen, manchmal hinterher.
 

Benutzer155480 

Sehr bekannt hier
Ich hatte in meiner Jugend einige sehr negative Erfahrungen mit Sex, weil mein Selbstbewußtsein am Boden lag. Erst mit Mitte 20 habe ich begriffen, dass man auch Nein sagen darf und seitdem wir es immer leichter, meine Wünsche zu kommunizieren.
 

Benutzer89539 

Planet-Liebe-Team
Moderator
Bis jetzt: Eigentlich immer. Außer vielleicht beim ersten Mal. Wer mit mir im Bett war (und das waren nicht so viele), wusste über meine Vorlieben und Tabus zumindest ungefähr Bescheid.

Im konkreten Hier und Jetzt gibt es eher selten Regieanweisungen. Da lasse ich es eher auf mich zukommen, meist ergibt sich das ja im Wechselspiel. Und wenn etwas nicht passt, kann man immer noch den Mund aufmachen.

Sonderfall sind natürlich BDSM-Sessions, da bestimmt der dominante Part, wo es langgeht. Voraussetzung ist natürlich, dass er über die Vorlieben und Tabus des anderen im Bilde ist.

Alles in allem habe ich gute Erfahrungen mit Kommunikation gemacht. Ist in meinen Augen halt auch das A und O.
 

Benutzer114808  (34)

Beiträge füllen Bücher
Ich bin sehr direkt, habe das von Anfang an von meinen Männern "beigebracht" bekommen. Hat funktioniert, das Ergebnis ist immer guter Sex.

Heute muss ich eher aufpassen, dass ich nicht zu direkt bin...
 

Benutzer135804 

Planet-Liebe Berühmtheit
Dinge, die man meiner Meinung nach mit einem festen Partner nicht benannt werden müssen/sollten: Was für Präferenzen man bezüglich Optik und Haptik bestimmter Körperteile hat, die nicht veränderlich sind. Ich fänd es auch sehr wenig hilfreich zu wissen, dass meine Schamlippen größer, kleiner, dunkler oder heller sein sollten. Ebenso wird er nicht unbedingt wissen wollen, dass sein Schwanz dicker, dünner, größer oder kleiner sein sollte.
naja-wenn einem der partner nicht genauso wie er ist gefallen hätte (auch was intimbereich angeht),wäre er ja erst gar nicht der partner geworden.
über sowas zu reden macht daher mMn vor beginn von was ernstem schon sinn.
 

Benutzer120063 

Planet-Liebe Berühmtheit
naja-wenn einem der partner nicht genauso wie er ist gefallen hätte (auch was intimbereich angeht),wäre er ja erst gar nicht der partner geworden.
über sowas zu reden macht daher mMn vor beginn von was ernstem schon sinn.

Ich kenne viele Menschen, die bestimmte "Traumvorstellungen" haben, bei denen es aber einen weiten Rahmen dessen gibt, was sie bei einem Partner mögen können. Ein Mann kann bspw. Körbchengröße B bevorzugen, aber auch gut mit A und C zurecht kommen - schließlich ist der Busen nicht für jeden Mann das wichtigste an einer Frau. Ich sehe irgendwie keinen großen Gewinn, wenn er ihr sagt, dass er eigentlich auf B-Körbchen steht, ihre C-Körbchen "aber auch okay" sind. Wenn einem danach ist, kann man sowas in gewissen Grenzen natürlich trotzdem sagen - hilfreich ist es aber nicht so richtig, höchstens informativ.
 
Zuletzt bearbeitet:

Benutzer38570 

Planet-Liebe Berühmtheit
Man thematisiert natürlich dann Dinge, die eine hohe Priorität für einen selbst haben. Ich finde unbeschnittene Schwänze zum Beispiel optisch ansprechender, mein Mann ist beschnitten. Ich habe aber dadurch jetzt keinen subjektiven Qualitätsverlust - also war es kein Auswahlkriterium. Die Schwanzgröße hingegen schon - wäre der Schwanz meines Mannes zu klein, verliert der Sex an Qualität - ergo wäre er nicht als Partner passend.

Es gibt ja vieles, was einem eher egal ist - darum geht's auch nicht, sondern eher um Dinge, die einem schon wichtig sind. Aber vielleicht wissen auch viele gar nicht, was ihnen wichtig ist, weil sie das für sich selbst nie hinterfragt haben?
 

Benutzer135804 

Planet-Liebe Berühmtheit
Ich kenne viele Menschen, die bestimmte "Traumvorstellungen" haben, bei denen es aber einen weiten Rahmen dessen gibt, was sie bei einem Partner mögen können. Ein Mann kann bspw. Körbchengröße B bevorzugen, aber auch gut mit A und B zurecht kommen - schließlich ist der Busen nicht für jeden Mann das wichtigste an einer Frau. Ich sehe irgendwie keinen großen Gewinn, wenn er ihr sagt, dass er eigentlich auf B-Körbchen steht, ihre C-Körbchen "aber auch okay" sind. Wenn einem danach ist, kann man sowas in gewissen Grenzen natürlich trotzdem sagen - hilfreich ist es aber nicht so richtig, höchstens informativ.
richtig,in dem fall stimme ich dir zu-wenn es für denjenigen eben ok ist,wenn der andere körperlich etwas anders ist als die eigene idealvorstellung.in deinem beispiel ist eine bestimmte brustgröße für ihn eben kein muss.
aber es gibt eben fälle,bei denen das nicht so ist.beispiel:ich kann zb mit kleinen schwänzen nichts anfangen.durchschnittsgröße ist ok für mich,ideal sind aber große.kleine aber geben mir gar nichts,da spür ich beim sex einfach zu wenig.also macht für mich persönlich das daten mit einem sehr gering ausgestatteten mann von vornherein keinen sinn.
 

Benutzer89539 

Planet-Liebe-Team
Moderator
Es gibt ja vieles, was einem eher egal ist - darum geht's auch nicht, sondern eher um Dinge, die einem schon wichtig sind. Aber vielleicht wissen auch viele gar nicht, was ihnen wichtig ist, weil sie das für sich selbst nie hinterfragt haben?
Äh, was mir wichtig ist wird selbstverständlich kommuniziert. Alles andere wäre ja auch blödsinnig. Dafür ist mir mein Sex dann auch zu schade. :zwinker:
 

Benutzer38570 

Planet-Liebe Berühmtheit
Äh, was mir wichtig ist wird selbstverständlich kommuniziert. Alles andere wäre ja auch blödsinnig. Dafür ist mir mein Sex dann auch zu schade. :zwinker:
Ja, natürlich ist das sachlich betrachtet blödsinnig. Aber viele scheinen da ja nun nicht konkret genug zu werden. Bei dem Blasen-Thread geht ja auch hervor, dass einige unzufrieden mit der Ergebnisqualität sind - aber konkretisieren, wie es die Partnerin besser machen soll, macht kaum einer.
 

Benutzer50955 

Sehr bekannt hier
Ich nehme stark an, dass das direkte Kommunizieren und die daraus ggf. folgende Ablehnung eines Partners (wenn es halt nicht passt) für viele ok ist, solange sie selber die Auswahl treffen. Wird man selber abgelehnt, sieht es schon wieder anders aus.

Erstellt Maria Mustermann hier einen Thead mit dem Tenor "Mein Date hat mich fallen lassen, weil ich nicht schlucken will" dauert es keine Millisekunde, bis die erwartbaren "Was für ein Arschloch. Sei froh, dass du ihn los bist!!1!1!1"-Beiträge kommen.

Da sagt auch niemand: Na ja...wenn du seinen Präferenzen nicht entsptichst ist das total legitim, dich sofort abzuschießen.
 

Benutzer135804 

Planet-Liebe Berühmtheit
Ich nehme stark an, dass das direkte Kommunizieren und die daraus ggf. folgende Ablehnung eines Partners (wenn es halt nicht passt) für viele ok ist, solange sie selber die Auswahl treffen. Wird man selber abgelehnt, sieht es schon wieder anders aus.
wer selbstbewusst ist,hat damit kein problem.wären zb einem mann meine brüste zu klein,weil er eben nur große mag,ists für mich vollkommen ok,wenn er das sagt.ich versteh sowas und wüsste nicht,was daran schlimm sein sollte,diesen anspruch an (sex)partner klar zu formulieren.

Erstellt Maria Mustermann hier einen Thead mit dem Tenor "Mein Date hat mich t fallen lassen, weil ich nicht schlucken will" dauert es keine Millisekunde, bis die erwartbaren "Was für ein Arschloch. Sei froh, dass du ihn los bist!!1!1!1"-Beiträge kommen.

Da sagt auch niemand: Na ja...wenn du seinen Präferenzen nicht entsptichst ist das total legitim, dich sofort abzuschießen.
ähm doch,genau das schreibe ich zu sowas.denn es ist legitim.
 

Benutzer38570 

Planet-Liebe Berühmtheit
Vielleicht ist da auch falsche Rücksichtnahme ein Grund, weil einige mit Ablehnung nicht umgehen können. Aber wirklich nachvollziehen kann ist das trotzdem nicht.
 

Benutzer135586 

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Redakteur
Meine ganzen sexuellen Erfahrungen habe ich bisher mit meinem jetzigen Freund gesammelt. Natürlich war ich am Anfang sehr unsicher und nervös, wollte alles richtig machen. Aber ich hab auch ihm von Anfang an deutlich gemacht, dass ich gesagt bekommen möchte, was ich gut mache und was ich nächstes mal anders machen könnte. Und das hat mein Freund auch getan, war aber auch sehr geduldig und hat mich immer wieder aufgemuntert, wenn ich es mal nicht geschafft hatte, ihn zum Kommen zu bringen.
Das war wahnsinnig wichtig für die Entwicklung meiner Fähigkeiten im Bett und unserer Kommunikation. Sonst wär ich heute bestimmt nicht so viel besser beim Blasen, also vor 2,5 Jahre. *hustfrauenkönnennichtblasen-threadhust* :zwinker:

Bei ihm war es ähnlich, nur mit dem Unterschied, dass ich es überhaupt nicht kannte, geleckt zu werden. Deswegen hat es erstmal ein wenig gedauert, um für mich rauszufinden, was mir gefällt und was nicht.

Wir sagen auch heute manchmal mittendrin, wenn etwas nicht passt, natürlich je nachdem, wie sehr etwas störend/nicht gut ist. Manchmal macht das leider die Stimmung ein wenig kaputt, aber so ist es uns immer noch lieber, als das dann die ganze Sex-Session "aushalten zu müssen.

Es hat uns im Grunde genommen nur Gutes gebracht, gleich den Mund aufzumachen. Und das würde ich auch nie anders machen. Von daher ist Kommunikation für uns das Wichtigste im Bett. Dafür ist uns guter Sex und die Befriedigung des Partners einfach zu kostbar.
 
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