Nicht genügend Aufmerksamkeit vom Partner.

Benutzer123399  (28)

Ist noch neu hier
Hallu Leute :smile:

Ich bin neu hier und habe mich angemeldet, weil ich einen Rat bräuchte. Habe auch einige Themen gelesen, aber viel hat mir das noch nicht geholfen. Aber nun zu meinem Problem:

Also erstmal etwas allgemeines ich bin 19 Jahre und hab einen Freund (21) seit ich 16 bin, also knapp 3 Jahre sind wir nun schon zusammen aber es ist eine Fernbeziehung. Zwischen uns liegen mehr als 500 km.
Mein Problem ist, dass ich dass Gefühl habe, dass er mich und unsere Beziehung als selbstverständlich ansieht, d.h. ich fühle mich nicht wirklich geliebt, weil ich, wie ich finde, nicht genügend Aufmerksamkeit erhalte. Klar , es ist schwierig über die Entfernung, das bestreite ich keineswegs. Nur war ich es auch anders von ihm gewöhnt. Nette SMS oder kleine Liebesbekundungen waren all die Zeit immer drin, ich erwarte ja auch keine Geschenke von ihm. Nur kommt von seiner Seite aus zur Zeit einfach nichts von selbst und ich stell mir immer wieder die Frage warum. Auch ihn habe ich das bereits gefragt, aber ohne befriedigende Antwort zu erhalten. ("Es ist einfach so, ich weiß nicht warum. Es tut mir Leid. Ich werd' mir wieder mehr Mühe geben") Es würde mich ja nicht stören, wäre ich nicht anderes gewohnt.
Zu unserer Beziehung muss ich anmerken, dass wir , wie ich glaubte, auch ganz glücklich waren. Klar hatten wir kleine und auch große Schwierigkeiten. Zum Beispiel hatte er Gefühle für seine engste Freundin, er sagt es war nur 'ne Schwärmerei, weil es bei uns nicht so lief zu der Zeit und sie mehr seinem Ideal entsprach. Sie war für mich immer ein rotes Tuch, weil ich es die ganze Zeit über geahnt habe, so wie er über sie sprach. ("Mit ihr hab ich viel mehr Spass, weil sie genauso bekloppt ist wie ich oder noch schlimmer" oder " Ihr Aussehen ist echt toll, hättest du auch Tattoos oder Piercings wie sie, dann würde dich das echt perfekt machen " so oder so ähnlich ging das seitdem er sie kennt) Ich hab ihn gesagt, dass ich Angst habe, er würde mich für sie verlassen und dass ich eifersüchtig sei. Aber er hat das immer runtergespielt.
Ich hab auch meine Fehler gemacht z.B. meinen Ausrutscher, der unter Umständen passiert, die ihn veranlasst haben mir zu verzeihen und er weiß selbst dass es mir unendlich Leid tut -- heute noch 2 Jahre danach. Daher dieses Geschichten waren eigentlich abgeschlossen, haben sie wirklich geklärt. Ich hab damals trotzdem immer noch das Gespräch gesucht, weil ich glaubte zu ahnen, dass es nicht alles gewesen sein kann als nur einmal ein bisschen darüber zureden aber er meinte es ist alles okay. Wir haben uns zusammen gerauft und es lief dann auch eine Weile ganz gut. Bis vor circa einem Jahr.. wir fingen immer mehr an zu streiten, immer aus den selben Gründen.. ich hab mich vernachlässigt gefühlt, weil wir kaum bis gar nicht geredet haben.. zumindest nicht über Dinge, die mir wichtig sind. Er war generell nie jemand der 'ne Schulter als Stütze brauchte, ich aber schon.

Naja um es kurz zufassen, wir stritten eben sehr viel, weil ich unzufrieden war --> haben darüber geredet, dann lief es ein paar Tage beziehungsweise Woche ganz gut, bis dann wieder ein Streit ausbrach, der umso heftiger war. Wenn wir uns sehen, dann kann man gar nicht glauben, dass wir uns so streiten können. Ich glaube die Komponente der Fernbeziehung spielt dabei auch eine große Rolle, aber es war ja nie ein Problem bisher. Achso mir fällt grad ein, bei einem dieser "klärenden" Gesprächen, kam halt heraus, dass er sich mir gegenüber verschlossen hat um nicht noch einmal verletzt zu werden. Daher könne er nicht für mich da sein, mich trösten oder mit mir reden, weil er nichts bzw. kaum etwas empfindet wenn es mir schlecht geht. Zumindest waren das seine Worte. Seitdem er das gesagt hat (Sept.), haben wir zwar nicht mehr gestritten, aber ich fühle mich nicht erfüllt genug durch unsere Beziehung, weil es sich einfach nicht geändert hat, aber ich weiß warum es so ist und deswegen mach ich ihm auch keine Vorwürfe mehr.
Er sagt, er arbeitet daran und es wird wirklich besser, das soll heißen, dass er sich mir wieder öffnen könne. Aber um ehrlich zu sein, merk' ich davon rein gar nichts. Wir waren auch eine Woche getrennt, nicht sehr lange aber wir können beide einfach nicht ohne den anderen. Ich weiß dass er mich liebt, und er weiß dass ich ihn liebe. Er sagt auch selbst, dass er glaubt, dass ich für ihn deutlich mehr empfinde, als er an Gefühlen für mich aufbringt. Aber das reicht mir nicht, ich brauche einfach jemanden der mir Halt geben kann, wenn ich den Boden unter meinen Füssen verliere und dazu gehört eben auch zu reden und getröstet zu werden.
Sorry wurde doch nicht kurz. Ich weiß nun nicht wie ich damit umgehen soll, nicht das zu bekommen was ich mir von ihm wünsche, weil ich es anders von ihm kenne.
Wie soll ich ihm helfen, sich mir wieder richtig zu öffnen? Geht das überhaupt? Erwarte ich zuviel? Ich bin echt ratlos, vor allem was funktionierende Beziehungen angeht. Es ist die Längste und die Ernsteste, die ich je hatte, daher kann ich ihn nicht einfach aufgeben, aber ich will auch nicht zur Zynikerin werden, nur weil ich all die Jahre unzufrieden mit dem bin, was ich mit ihm habe. Kann sich da noch was ändern, oder muss ich meine Ansprüche runterschrauben. Es ist nur so schwer, wenn man daran gewöhnt ist.

Hoffe ihr könnt mir helfen. Danke für's Lesen der Wall of Text. :grin: :grin:

Ach und ich möcht' nicht hören, dass jemand von euch an seiner Stelle mit mir Schluss gemacht hätte, wegen meines Seitensprunges oder ähnlichem. Wir haben unsere Gründe, bzw. er hat seine Gründe mir verziehen zu haben und es noch einmal mit mir zu probieren und darum soll es hier ja auch nicht gehen. Es dient lediglich dazu, dass ihr etwas Background zu unsere Beziehung habt.

Liebe Grüße Mynx
 

Benutzer102211 

Öfter im Forum
Wegen eines Seitensprunges macht man heutzutage nicht gleich Schluss.
Aber wenn eine Beziehung keine Zukunft hat, dann wäre es am besten, sie im gegenseitigen
Einvernehmen schnell zu beenden, einfach um nicht noch weitere Jahre in diesem Zustand zu
verbringen.
Wenn Ihr beide Euch aber sicher seid, gemeinsam das Leben meistern zu wollen, dann
kann das Problem auf die Frage: Wie könnt Ihr die nächste Zeit bestmöglichst bestehen?
eingrenzen.
Dann geht es nur um solche Dinge wie: mehr Zeit füreinander, mehr Aufmerksamkeit, mehr Spaß,
Finanzen, Beruf, Familiengründung ...

Also frage ich dich jetzt,
wie sieht denn die Zukunft eurer Beziehung aus ?

Das Faultier
 

Benutzer106548 

Team-Alumni
Nein, ich werde nicht auf dem Seitensprung rumhacken, aber unerwähnt kann man ihn auch nicht lassen.
Sorry, dass ich ein Mann bin :zwinker: und eher analytisch an die Sache herangehe: ich finde nicht den Punkt in Deinem Beitrag, der mir irgendwie sagt, dass Ihr jemals eine wirklich schöne Beziehung hattet:
- Dein Seitensprung
- seine offensichtliche Schwärmerei für seine Freundin
- seine Versuche, Dich umzuerziehen, damit Du in sein Bild einer Frau passt
- Deine Erwartungshaltung, dass eine Beziehung immer so neu und spannend wie am Anfang sein muss
- Eure kommunikative Inkompabilität (s. auch hier, sehr interessant für Euch)
- Ihr hattet schon diverse Pausen, ein deutlicher Hinweis, dass bei Euch etwas nicht stimmt
Das Alles in der Summe kann eine Fernbeziehung kaum aushalten. Und dann noch das hier von Dir:
nur weil ich all die Jahre unzufrieden mit dem bin, was ich mit ihm habe.
Ich denke, Du solltest ruhig auch mal das Undenkbare denken: kann es nicht sein, dass Du ohne ihn und diese stressige Beziehung auf Dauer nicht besser d'ran wärst?
Ich möchte Dir nicht dazu raten, Schluss zu machen, lediglich, auch in diese Richtung auch mal zu denken. Vll merkst Du ja dann selber, dass sich der Gedanke gar nicht mehr so grauslig anfühlt.

Einen Rat für den Moment weiß ich leider nicht. Um eine Beziehung zu ändern, müssen beide Partner am gleichen Strang ziehen. Für mich sieht es aber so aus, als ob er sich prima in der Opferrrolle des Betrogenen eingerichtet hat und sich jetzt zurücklehnt und Dich immer wieder alleine kommen lässt. Keine Ahnung, ob und wie Du ihn da wieder raubekommen kannst, sorry.
 

Benutzer123399  (28)

Ist noch neu hier
Also erst einmal vielen lieben Danke für die Antworten :smile:

@ Das Faultier
Wenn Ihr beide Euch aber sicher seid, gemeinsam das Leben meistern zu wollen, dann
kann das Problem auf die Frage: Wie könnt Ihr die nächste Zeit bestmöglichst bestehen?
eingrenzen.

Also dazu kann ich sagen, dass wir wenn es gut läuft über Dinge sprechen, wie zum Beispiel zusammenzuziehen. Da ich nächstes Jahr anfange zu studieren und bei ihm in der Nähe eine Studienplatz finden könnte, der zu mir passt. Und er sagt auch immer wieder, dass er sich freut, wenn ich endlich bei ihm bin, für immer, ohne Abschied und so weiter.
Auch ich finde den Gedanken nicht schlecht, trotz der Streitereien. Wir haben ein halbes Jahr circa auch schon mehr oder weniger zusammen gewohnt, er hatte beruflich in meiner Nähe zutun und hat sich bei uns einquartiert. Es gab damals auch keinen Streit, generell wenn wir uns richtig Sehen, was momentan nicht so häufig ist, dann gibt es auch keine Probleme. Wir haben dann eine tolle gemeinsame Zeit und genießen das Zusammensein sehr, daher verwerfe ich diesen Gedanken zu ihm zu ziehen einfach noch nicht.
Ich merke auch, wenn wir zusammen sind und Dinge unternehmen, dass er einfach ganz anders ist, als wenn wir nur telefonieren. Zärtlicher, also was die Dinge angeht, die er zu mir sagt oder eben auch das Interesse an meinem Tag und an meinen Problemen ist dann auch da. Nur leider sehen wir uns zu selten, und mir fehlt das.
Ich weiß nicht woran es liegt, dass er nicht immer so sein kann, wie gesagt er selbst sagt es liegt daran, dass er sich verschlossen hat. Ansonsten zu anderen Zukunftsplänen kann ich sagen, dass wir darüber auch reden, zwar seltener als früher aber wir sind da grundsätzlich einer Meinung. Wir können uns beide eine gemeinsame Zukunft, dennoch, also trotz unsere momentanen Problemen, vorstellen. Wir wissen aber beide, dass es so nicht gehen kann, weil ich nicht zufrieden bin.

Aber wenn eine Beziehung keine Zukunft hat, dann wäre es am besten, sie im gegenseitigen
Einvernehmen schnell zu beenden

Darüber haben wir auch lange Telefonate geführt, sogar Pro und Contra aufgeschrieben um einen Überblick zubekommen, was wir eigentlich noch an einander haben. Das war erst vor Kurzem, wir sind zu dem Schluss gekommen, dass wir einfach zusammenbleiben möchten und beide an uns arbeiten müssen; Ich an meinen zu hohen Erwartungen und er an seinem mangelndem Interesse.. Nur ich bin mir nicht sicher, wie ich das schaffen soll und vor allem wie ich ihn unterstützen kann. Es ist ja auch merkwürdig, dass er dieses Interesse zeigt und mir Aufmerksamkeit gibt, wenn wir uns sehen.

Er bedeutet mir wirklich sehr viel und ich kann mir Dinge mit ihm vorstellen, was die Zukunft angeht, von denen ich nicht einmal gedacht hätte, dass ich sie überhaupt will. Daher fällt es mir schwer, diese Beziehung eventuell aufzugeben, auch wenn ich drüber nachgedacht habe.

Nun zu dir Mark11
Danke auch an dich! Ich werde mir den gelinkten Beitrag bei Zeit mal durchlesen. Heute wird das nichts mehr, schreibe morgen eine wichtige Klausur. Aber vielen lieben Dank dafür.

ich finde nicht den Punkt in Deinem Beitrag, der mir irgendwie sagt, dass Ihr jemals eine wirklich schöne Beziehung hattet

Ja ich glaube, dass ich auch mal unsere schönen Zeiten hätte beleuchten müssen. Das tut mir jetzt echt Leid. Jetzt wo du es sagst, habe ich nicht ein Beispiel genannt dafür. Wie dumm von mir :tongue: :kopfwand:
Wir haben wirklich schöne Zeiten, z.B. wie bereits erwähnt die Zeit in der wir uns sehen. Das sind dann meistens 1- 2Wochen am Stück, je nachdem wie er Urlaub bekommt und so weiter. Es lief seit dem September auch ganz gut, es war wieder mehr Kommunikation vorhanden. Haben wieder, wie oben erwähnt über mein Studium gesprochen, alles mögliche eben. Plötzlich hatte er aber keine Lust mehr viel zu reden, hörte weniger zu, und ich musste vieles mehrmals erzählen und wenn ich ihn bat mit mir über Dinge zusprechen, die ihn beschäftigen, entgegnete er mir nur, er wisse nicht was o.ä. So nach 'ner Woche indem es so blieb, habe ich ihn natürlich darauf angesprochen und naja man kann es sich denken, es kam zu Streit und ich bin mir sicher, dass ich definitiv sachlich geblieben bin und ihn keine Vorwürfe gemacht habe obwohl ich es doch manchmal tat, aber bei diesem Gespräch nicht. Das ist jetzt glaube ich circa eine Woche oder etwas länger her und ich bin seitdem wieder verunsichert. Bin mir nicht sicher, ob er dafür einfach nicht gemacht ist, aber es geht halt auch anders. Das macht mich ja jedesmal so stutzig.

Ich denke, Du solltest ruhig auch mal das Undenkbare denken: kann es nicht sein, dass Du ohne ihn und diese stressige Beziehung auf Dauer nicht besser d'ran wärst?

Ja, das hab' ich auch schon in Betracht gezogen, habe ihn das auch so gesagt. Er sagte, dann nur er möchte mich keineswegs verlieren und wird sich Mühe geben, daran etwas zu ändern, damit ich zufriedener werde. Und es klappt dann ja auch einige Tage und dann ist wieder alles wie zuvor. Da ich weiß, dass er so sein kann, wie ich es mir wünsche, er war ja früher auch so und wenn wir uns sehen läuft auch alles super, möchte ich nicht gehen ohne einen richtigen Rettungsversuch gewagt zuhaben. Er sagt dann ja, wie bereits erwähnt, es liege an ihm und ich könne da erstmal nichts machen. Naja ich würde ihm ja auch gerne alle Zeit der Welt lassen, wenn ich nicht ständig so deprimiert deswegen wäre. Auf Dauer möchte ich mich so natürlich auch nicht fühlen, daher würde ich ihm halt gerne helfen.
Aber wir wissen beide nicht wie das funktionieren soll.
An mir versuche ich ja schon zu arbeiten, aber ich fühl mich leider immer noch nicht besser in solchen Situation. Das wird 'ne Weile dauern bis meine Erwartungen runtergeschraubt sind und mich das nicht mehr so sehr stört.
Achso, genau. Als wir getrennt waren, hatte ich Schluss gemacht aus ebendieser Begründung heraus, dass ich ohne den Stress wegen unserer Beziehung besser dran sei. Nur er ließ nicht locker, hat mir zu Entschuldigung tolle Gedicht geschrieben und mir ' ne tolle Überraschung zu meinem Geburtstag bereitet. (Hatte in der Woche eben auch Geburtstag). An sich war genau das etwas, das mir gezeigt hat, hey du bedeutest ihn ja doch was. Er gibt sich Mühe und will für dich da sein, genau das was ich möchte. Im Endeffekt hab ich gesagt, okay raufen wir uns wieder zusammen, wir lieben uns doch und es wird schon wieder werden, das schien zumindest so. Kaum waren wir wieder zusammen, war nach 2 Tagen wieder alles Banane und beim Altem. Und das kann ich nun gar nicht verstehen, es scheint mir so als will er nur das, was er nicht haben kann und wenn er das hat, dann will er es nicht mehr.

Hoffe ich bringe nun etwas mehr Licht ins Dunkle.
Keine Sorge ich erwarte ja auch nicht den ultimativen Rat oder die Lösung all meiner Probleme, daher ich bin ja auch genauso ratlos. Ich bin nur total verunsichert und grobe Denkanstöße können manchmal wahre Wunder wirken, wenn man mal wieder den Wald ( die Lösung) vor lauter Bäumen nicht sieht.

Vielen Dank nochmal !
Liebe Grüße Mynx
 
Zuletzt bearbeitet:

Benutzer123446 

Beiträge füllen Bücher
Hm, vielleicht hab ich was übersehen, aber was hast du denn ganz konkret für Erwartungen an ihn?

Also, Erwartungen...
--> Soll er am Telefon kommunikativer sein?
--> ... er mehr von sich erzählen?
--> ... dir mehr zuhören?
--> ... dir kleine Aufmerksamkeiten (Anruf oder SMS zwischendurch, eine nette Mail...) zuteil werden lassen?
Ich finde bei sowas immer hilfreich, die eigenen Erwartungen und Bedürfnisse möglichst genau benennen zu können.

Und was bedeutet genau
Er sagt auch selbst, dass er glaubt, dass ich für ihn deutlich mehr empfinde, als er an Gefühlen für mich aufbringt.
?
Ich würde das spontan so lesen, dass du ihn "mehr" liebst als umgekehrt, falls man Liebe quantitativ messen kann. Oder aber, dass du ihn mehr brauchst (bzw. seine Aufmerksamkeit, das Gefühl geliebt zu werden) als umgekehrt, was an sich noch kein Problem darstellt, wenn beide Partner damit umgehen können.
Ersteres empfände ich als schwierig, zweiteres bedeutet Arbeit, aber ist nicht unbedingt ein Problem. Im zweiten Fall sind wieder möglichst genaue Formulierungen wichtig und eine genaue Beobachtung, WANN das Gefühl einer enttäuschten Erwartung eintritt (zum Beispiel: du hast ein Problem zuhause, er reagiert rational/ gar nicht/ muss am Telefon gleich auflegen; du wünschst dir aber: dass er dir genau jetzt zuhört, dir einen Ratschlag gibt etc.)

Das hier
Es ist ja auch merkwürdig, dass er dieses Interesse zeigt und mir Aufmerksamkeit gibt, wenn wir uns sehen.
finde ich übrigens gar nicht sooo merkwürdig. Es gibt einfach Menschen, die am Telefon völlig anders kommunizieren als real, weil die Kommunikationsart auch so anders ist. Man kann sich nicht anlachen, zuzwinkern, durch das Haar wuscheln, die Hand des anderen nehmen... da fehlen so viele Kanäle, die man nur "real" abdecken kann.

Deine Bedürfnisse werden immer erfüllt, wenn ihr euch seht - richtig?

Ich glaube, in einer Fernbeziehung wird es immer dann furchtbar schwierig, wenn man sich über die Zukunft oder über die Beziehung an sich nicht ganz sicher ist.
Beim Lesen kam es mir auch so vor, als wäre das ein bisschen ein Knackpunkt. Nicht so extrem, aber bei sowas liegt für mich (lebe auch in ner Fernbeziehung) oft der Hund begraben.


Also dazu kann ich sagen, dass wir wenn es gut läuft über Dinge sprechen, wie zum Beispiel zusammenzuziehen. (...)
Auch ich finde den Gedanken nicht schlecht, trotz der Streitereien.
1. Nur drüber reden wenn es gut läuft kann schwierig sein, finde ich. Grade sowas wie in die Nähe ziehen/zusammenziehen nach Fernbeziehung - zumal das für dich ja eher ein großer Schritt ist, weit weg zu ziehen - sollte IMHO auch feststehen, wenn es eben mal nicht so glatt läuft, weil man sich sicher ist, dass man das will. Dass man diese Zukunft will, auch wenn es grade schwierig ist.
2. Du findest "den Gedanken nicht schlecht" - das hört sich jetzt auch nicht nach uneingeschränkter Freude an.

Er hat ja schon mal gesagt, dass er dicht macht, um nicht verletzt zu werden. Aus den Zeilen spricht für mich persönlich eine Unsicherheit, die genau das schwierig macht, denn bei solcher Unsicherheit liegt eine Verletzung eben im Rahmen des Möglichen.

Hm. Nur ein paar Gedanken dazu! Vielleicht kannst du ja was Brauchbares rausziehen.
 

Benutzer123399  (28)

Ist noch neu hier
Hm, vielleicht hab ich was übersehen, aber was hast du denn ganz konkret für Erwartungen an ihn?
Ja stimmt du hast recht, konkret formuliert habe ich sie nicht, daher hol ich das jetzt nach:
1. Ich möchte dass er mir zuhört wenn ich meine Sorgen mit ihm teile und er mir dann einen Rat geben kann, ob er hilfreich sein soll, spielt dabei keine Rolle sondern mir geht's um das Gefühl nicht alleine mit alle dem dazustehen. Das Gefühl, da ist jemand für mich da.
2. Mir sagt, was ich ihn bedeutet, weil von selbst kommt beim Telefonieren fast nichts z.B. sagt er nur dann, dass er mich liebt wenn ich es zuerst getan habe, also in Form eines Ich dich auch. Das reicht mir nicht. Wenn wir uns nach nem Streit vertragen haben, dann ist es vorerst anders, dann kann er mir das nicht genug sagen, nur hab ich dann das Gefühl, er sagt es einfach nur daher so nachdem Motto: Ich muss, damit ich sie nicht jetzt doch noch verliere. Und nach einigen Tagen ist das auch wieder weg.
3. Ich frage ihn oft nach seinem Tag, und er umreist ihn nur kurz oder es fallen Formulierungen wie: so wie immer etc. Das gibt mir einfach das Gefühl, er hat kein Interesse sich mit mir zu unterhalten. Und immer nur von mir selbst zureden finde ich echt blöd. Ich will ja an seinem Leben teilhaben, auch wenn ich nicht bei ihm sein kann und nicht nur am Rand stehen und zuzusehen, dass ich nicht dazu gehöre. Naja, das Schlimme daran ist jedoch, dass er dann ab und zu doch mal was erzählt und von Dingen ausgeht, die ich eigentlich wissen müsste, weil er glaubt sie mir erzählt zuhaben. Ich verstehe natürlich nur Bahnhof und ihm wird klar, er hat es mir einfach nicht erzählt.. also zum Beispiel: Der Freund x hat Freund y eingeladen ins Kino zugehen. Ich gehe auch mit. Erinnerst du dich noch an die beiden. Die beiden hab' ich doch so und so kennen gelernt. - Ich kenne beide nicht, Namen wirklich noch nie gehört, und sage ihm das. Er sagt dann: Oh du hast Recht, hab ich dir ja nicht erzählt. Naja und dann herrscht wieder Schweigen, weil er es nicht einmal nachholt. Auch wenn ich danach frage, dann so ach ist nicht so wichtig. Keine Ahnung, mir gibt es einfach das Gefühl, ich bekomme nichts mehr mit und dass er darauf aber auch keine Lust hat, dass ich mehr erfahre.
4. Wie du meintest Aufmerksamkeiten, ja das wäre ja übereinstimmend mit 2. Es muss aber nicht ständig eine SMS oder so sein.. nur zuhören was ihm an mir gefällt oder so, das hört doch jeder gern. Ich hab ziemlich wenig Selbstbewusstsein, das muss ich zugeben, daher ist mir das auch sehr wichtig aber daran arbeite ich zurzeit, weil an meinem Selbstbewusstsein kann er ja nichts ändern. Nur Bestätigung zu bekommen ist einfach echt schön.


Und was bedeutet genau
Er sagt auch selbst, dass er glaubt, dass ich für ihn deutlich mehr empfinde, als er an Gefühlen für mich aufbringt.​

Es ist so gemeint, dass ich ihn viel mehr brauche als er mich. Schließlich kann man Liebe nicht messen. Nur das war die Formulierung, die er benutzte als er das zu mir sagte. Ich brauche ihn als meinen letzten Strohhalm an dem ich mich klammern kann um nicht unterzugehen. Soll heißen, dass ich z.B. oft gestresst bin wegen der Schule oder meinen Eltern, und er es schafft mich zu beruhigen und mich wieder auf einen ordentlichen Weg zubringen. Als Beispiel, die Situation vor einer Biologieklausur (Leistungskurs --> also ziemlich wichtig), ich war nervlich ziemlich am Ende weil der Stoff einfach nicht mehr reinwollte, hab geweint, weil wir soviel Unterrichtsausfall hatten und ich kaum was kapiert habe. Naja es war später Abend und ich musste halt endlich Schlafen und er hat mich beruhigt, sodass ich dann auch einschlafen konnte. Wäre er nicht dagewesen hätte ich mir die Nacht um die Ohren gehauen, weil ich einfach nicht weiter wusste. So um's mal verständlicher zumachen: Ich bin im 13. Schuljahr und stehe kurz vor meinem Abitur, bin an sich auch keine schlechte Schülerin, eher das Gegenteil. Nur das Problem ist die Lehrer haben einen Riesenanspruch an einem, wenn man gut war/ist, dann darf man natürlich nicht mal so eben eine 5 schreiben. Man darf sich dann anhören, du bist ja sonst nicht so schlecht, was war los und so weiter. Ich kenne das auch aus den Jahren davor, habe ich mich in einem Fach verschlechtert und da war es egal ob ich mich in gleich 2 Fächern verbessert habe, es wurde natürlich vor der ganzen Klasse/Kurs nachgebohrt. Ich kann das nicht leiden, wenn man die Ganze Zeit deren Musterschüler war und nur weil es einmal nicht gut lief über den Kamm geschert wird mit denen die sonst nicht so gut sind. Anderer Punkt, meine Noten sind mir wichtig, weil ich Pharmazie studieren möchte oder etwas ähnliches, worauf es hinaus laufen wird, weil der NC einfach mega hart ist. Vor allem bei Jahrgängen mit Doppeljahrgang und so weiter, daher schieb ich leider auch immer große Panik, wenn es beim Lernen Probleme gibt.
So genug davon es sollte ja nur ein Beispiel sein, und er ist der einzige der mich dann beruhigen kann und mir Mut zuspricht. Und das brauche ich, ebenso wie Bestätigung wie bereits erwähnt. Warum das so ist weiß ich, aber das hol' ich jetzt nicht auch noch raus. Ich hoffe man konnte jetzt einigermaßen Verstehen, warum ich ihn brauche und ich ihn so sehr liebe.. er ist einfach mein Rückzugsort oder Ruhepol, wie auch immer man das nennen mag.


1. Nur drüber reden wenn es gut läuft kann schwierig sein, finde ich. Grade sowas wie in die Nähe ziehen/zusammenziehen nach Fernbeziehung - zumal das für dich ja eher ein großer Schritt ist, weit weg zu ziehen - sollte IMHO auch feststehen, wenn es eben mal nicht so glatt läuft, weil man sich sicher ist, dass man das will. Dass man diese Zukunft will, auch wenn es grade schwierig ist.
2. Du findest "den Gedanken nicht schlecht" - das hört sich jetzt auch nicht nach uneingeschränkter Freude an
Ja um zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen, ich habe es bewusst so formuliert, weil ich mir unter den momentanen Bedingungen nicht vorstellen kann hier alles hinter mir zu lassen und zu ihm zuziehen, weil ich glaube, ins offene Messer zulaufen. Was soll ich bei ihm, wenn ich nicht so glücklich bin, wie ich es eigentlich sollte. Er arbeitet und hat 'ne Ausbildung und ich bin nach dem Abitur ja frei genug, da zu studieren, wo ich möchte. Also bietet sich diese Richtung einfach besser an als umgekehrt. Aber ich möchte nicht zu ihm ziehen und dann auf den Arsch fallen, weil wir uns dann doch trennen, das wäre einfach völliger Nonsens, wenn es besser laufen würde, dann müsste ich mir nicht so viele Gedanken machen, denn was ich studieren will und welche Möglichkeiten ich in seiner Nähe habe, dass weiß ich eigentlich schon seit wir zusammen sind. Ich weiß, dass es ein großer Schritt ist, daher eigentlich will ich auch immer noch zu ihm, aber ich habe Angst, dass es ein großer Fehler ist.

Allgemein muss ich sagen, dass das was mir jetzt fehlt, früher da war trotz der Fernbeziehung, es ist nur einfach seit etwas mehr als einem Jahr so knifflig, natürlich hatten wir auch Wochen und Monate, wo wir weit entfernt davon waren zu streiten, aber das ist eher die Seltenheit gewesen in diesem Zeitraum. Er konnte halt anders und das sieht man eben daran, dass er genau so ist wie früher, wenn wir uns sehen. Und es ging damals auch am Telefon, obwohl das was du sagst, auch plausibel klingt, aber ich kenne es doch anders von ihm. Habe zum Beginn unserer Probleme immer gedacht, es ist nur eine Phase, es wechselte sich ja auch ab. Aber insgesamt läuft mir dieser Zustand schon viel zulange so, als dass ich ihn als noch Phase bezeichnen würde.

Vielen Dank für deine Antwort. Ich bin für jede noch so kleine Antwort froh, weil alles hilfreich ist, das eine mehr und das andere weniger. Aber es gibt einfach Dinge, die sieht man klarer, wenn andere einen drauf aufmerksam machen, vor allem dann, wenn Gefühle im Spiel sind.
 
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