Mit anderen schlafen, aber nur als Option/Neujustierung

P
Benutzer177173  (44) Sorgt für Gesprächsstoff
  • #1
Ich habe mal eine Frage, die ich gerne zur Diskussion stellen würde. Vor allem interessiert mich die Meinung von Frauen, die in längeren Beziehungen sind (aber auch alle anderen Meinungen sind natürlich herzlich willkommen :zwinker:)

Also: Ich bin mit meiner Partnerin 20 Jahre zusammen und seit mehr als 15 Jahren verheiratet. Wir haben Kinder, viele schöne Erlebnisse und einige Herausforderungen gemeistert. Es passt so weit alles. Ich will mehr Sex als sie, aber wir haben regelmäßig guten Sex. Ich schaue regelmäßig Pornos, das weiß sie und hat auch kein Problem damit.

In letzter Zeit kam ich auf den Gedanken (den genauen Anlass weiß ich nicht mehr), was für mich die Beziehung ausmacht (bin eher verkopft 😁) und ich finde, dass sexuelle Treue gar nicht mehr so sehr der wichtigste Stellenwert ist. Es ist vielmehr das Vertrauen, das gemeinsame Meistern von Schwierigkeiten, die Kinder und eine tiefere Liebe (schreibe ich jetzt mal, auch wenn es ein bisschen kitschig klingt.) Vielmehr könnte ich mir sogar vorstellen, dass es spannend sein könnte, noch mal mit jemand anderem zu schlafen (sowohl für sie als auch für mich).

Es gibt keinen konkreten Anlass, es ist auch nicht so, dass ich eine Art "Absolution" haben möchte, weil ich morgen "auf die Pirsch" gehen will und ich war/bin jetzt auch nicht der Womamizer, der jetzt die riesigen Angebote hätte. Es ist eher so, dass mich ihre Einstellung bzw. Ansicht zu dem Thema interessieren würde.

Erstmal ist klar: Die Antwort kann ich natürlich nur von ihr bekommen. Ich weiß nicht genau, wie ich das mal Anspreche, aber vielleicht ergibt sich mal die Gelegenheit.

Was mich nun von euch interessieren würde:
Wie würde es bei euch ankommen, wenn euer Partner - quasi aus dem Nichts - mit einem solchen Thema ankommt?
Wärt ihr verletzt? Oder alarmiert?
Wie steht ihr zu dem Thema? Ist meine Überlegung normal oder ungewöhnlich?
Lüge ich lir eventuell was vor? Wäre ja eigentluch besser, ein solches Thema mal abzukloofen, bevor es einen konkreten Anlass gibt.

Was meint ihr? Ich freue mich auf eure Antworten und Einschätzungen 🙂
 
celavie
Benutzer58054  (41) Sehr bekannt hier
  • #2
Für mich total normal nach so langer Zeit der sexuellen Treue. Und weil ich mir für mein Leben nie vorstellen konnte, dass der Reiz des Neuen nie kommt, habe ich mich mit 21 für eine nicht-monogame Beziehung entschieden. Wir sind nun knapp 20 Jahre zusammen und haben auch nicht vor das zu ändern. Zumindest nicht aus Gründen wie „Lust auf fremde Haut/ein Abenteuer/andere sexuelle Vorlieben“. Ich halte nichts von serieller Monogamie, schon gar nicht, wenn ich einen Partner habe, der wirklich gut zu mir und meinen Lebensvorstellungen passt.

Generell hat nur jeder damit ein anderes Tempo und man ist selten auf einer zeitlichen Linie. Oft stößt der eine den anderen vor den Kopf. Daher ist eine vorherige Absprache natürlich besser. Ich würde sagen, je eher desto besser. Ich finde alles ist besser als heimlich fremdgehen - tun aber irre viele, der Joyclub ist voller vergebener Männer um die 40 mit Frau und (kleinen) Kindern.

Wobei es auch oft so ist, dass der andere eher in seinem Ego/Selbstwert gekränkt ist wenn der Partner mit „sowas“ um die Ecke kommt. Und vielleicht selbst heimlich Lust auf etwas Abwechslung verspürt. Da sind viele Menschen sehr verletzlich und es geht oft nicht mehr wirklich um Sex, sondern um Verlustängste und „was ist wenn die andere/der andere etwas besser kann“? UND JA, bei heißem, leidenschaftlichen, wiederholten Sex mit einem attraktiven Partner kann man sich natürlich auch verknallen/verlieben. Da kannste nix machen außer reflektiert damit umgehen. Der Gefahr und den diversen Handlungsmöglichkeiten sollte man sich vorher auch bewußt sein. Natürlich kann jede Situation in der Realität auch anders sein, aber man sollte so etwas ruhig vorher mal von allen Seiten beleuchten.

Vielleicht ist dir deine Frau auch dankbar, dass du das Thema ansprichst.
 
Zuletzt bearbeitet:
Sklaen
Benutzer175418  (41) Verbringt hier viel Zeit
  • #3
Wie wäre denn deine Reaktion wenn sie absolut dagegen sein sollte?
Würdest du es akzeptieren und wärest danach trotzdem noch genau so glücklich und zufrieden mit deiner Ehe?
Oder käme dann eher der Gedanke an einen Betrug auf, weil du dir das einfach so sehr wünschst?

Du wirst nicht umhin kommen mit ihr zu reden. Musst es ihr natürlich nicht so krass an den Kopf knallen. Aber du riskiert natürlich das sie sich gekränkt fühlt. Oder eben auch nicht. Das wirst du einfach versuchen müssen.
 
distracted
Benutzer182842  Sorgt für Gesprächsstoff
  • #4
Da deine Überlegungen schon so weit fortgeschritten sind, musst du es unbedingt ansprechen.
Das nistet sich im Kopf ein und nagt an einem. Ruck zuck wird daraus Frust, der den Alltag
vergiftet.

Wie sie reagiert weiß niemand. Was kommen könnte, hat celavie celavie in ihrem Beitrag mMn sehr gut zusammengefasst.
Ich drücke Dir die Daumen. Und vielleicht überrascht dich deine Frau ja auch.

.
 
Zuletzt bearbeitet:
G
Benutzer Gast
  • #5
Nur als Hinweis. Hier ist ein Thread mit einer ähnlichen Fragestellung:
Wie Du es ansprichst ? Vielleicht indem Du Dich erstmal ganz neutral mit ihr über das Thema Monogamie bzw. „Was ist Treue ?“ unterhältst ? Vielleicht empfindet Ihr es ja ähnlich. Du mußt da ja nicht gleich mit der Tür ins Haus fallen. Das wäre sicher unsensibel und nicht der beste Weg.
 
housedrache
Benutzer192233  (48) Sorgt für Gesprächsstoff
  • #6
Wir sind auch seit über 20 Jahren zusammen, fast 19 Jahre verheiratet und haben drei Kinder (18,16,16). Generell würde ich auch sagen, dass mein Mann derjenige ist, der eher mehr Sex braucht / möchte als ich.
So wie ihr haben wir aber regelmäßig (1 bis 2 Mal pro Woche) wirklich guten Sex.

Wenn mein Mann mit einem solchen “Anliegen“ ankäme, wäre ich sehr verletzt, verunsichert und würde mich fühlen, als ob ich ihm nicht mehr ausreiche. Ich würde mich fragen, ob er mich nicht mehr attraktiv findet, ob ich ihm nicht mehr „knackig“ genug bin, etc. pp

Ich möchte damit nur sagen, dass du eine solche Sache äußerst vorsichtig ansprechen, bzw. erst einmal behutsam ausloten solltest, wie deine Frau zu einer Öffnung eurer Ehe steht. Nicht, dass am Ende das Vertrauen weg ist, sie es ablehnt und du zukünftig unter einem „Generalverdacht“ stehst, nach anderen Frauen zu schauen. Wie du ja schriebst, habt ihr eine schöne liebevolle Beziehung und guten Sex. In unserem weiteren Umfeld haben wir „erschreckend“ viele Paare, die sich getrennt haben - alle Mitte / Ende 40, Kinder aus dem Gröbsten raus etc…..

Alles Gute für euch!
 
O
Benutzer181927 (55) Öfter im Forum
  • #7
Vielleicht wäre für Euch der Besuch eines Swingerklubs erstmal eine Alternative?
 
Sorceress Apprentice
Benutzer89539  (37) Team-Alumni
  • #8
Für mich ist es ganz normal, dass man auch andere Menschen interessant/attraktiv findet. Ein Leben lang ausschließlich die eine Person ist für mich eher eine bedrückende Vorstellung. Darum würde ich auch gar nicht mehr erst eine monogame Beziehung eingehen.

Aber das sehen natürlich die meisten anders.
 
V
Benutzer163532  (38) Beiträge füllen Bücher
  • #9
Ich finde die Vorstellung schön, ein Leben lang nur einen (Sex-)Partner zu haben. Vermisse einfach auch nichts, weder fremde Haut noch Bestätigung noch irgendeinen Kick. Andere Menschen finde ich schon mal interessant oder attraktiv, aber nicht so, dass ich mir Sex mit ihnen wünschen würde.
Mein Mann ist da nach seinen Aussagen genauso eingestellt und klar würde es mich stark überraschen, käme er jetzt plötzlich nach 17 Jahren mit der Idee an, die Beziehung sexuell zu öffnen. Fände ich wirklich uncool und klar wäre ich alarmiert, zumal wir wirklich offen über solche Themen sprechen und er nie Ähnliches auch nur angedeutet hat, sondern immer deutlich gemacht hat, dass er keinen solchen Wunsch hat.
Ich würde schon unsere Beziehung in Frage stellen, ja. Weil es einfach gar nicht zu ihm passen würde.
 
Zauberschnitte
Benutzer189381  Verbringt hier viel Zeit
  • #10
Absolut Monogame Ehe.

Ich möchte gar nicht mit einem anderen Sex haben.

Puh, wenn mein Mann nun plötzlich damit um die Ecke kommen würde. Schwierig.

Denn er ist Typ Mensch der eigentlich emotionale Bindung braucht um Sex zu haben. Daher würde es wahrscheinlich das Ende der Ehe bedeuten.

Wenn er dagegen wirklich nur Sex mit einer anderen Frau haben wollen würde, wäre Swinger oder puff für mich ok.

Auf die Pirsch gehen, geht dagegen gar nicht.
 
Meli1976
Benutzer189133  (46) Sorgt für Gesprächsstoff
  • #11
Ich habe sexuelle Monogamie für mich schon lange abgelehnt. Als ich vor fast 20 Jahren meinen Mann kennengelernt habe, habe ich ihn vom ersten Moment an gesagt, dass ich niemals exklusiv zu haben bin und Besitzansprüche sowie monogame Einschränkung meiner Sexualität nicht akzeptiere und auch von ihm nie erwarten würde. Damit waren von Anfang an die Karten auf dem Tisch und er konnten sich entscheiden, ob er sich darauf einlassen möchte oder nicht.

Jetzt sind wir seit mehr als 17 Jahren glücklich verheiratet und ich liebe ihn sehr. Vor 6 Jahren ist dann meine Freundin in unser Leben getreten und seitdem würde ich uns als Polyamore Beziehung bezeichnen.

Ich neige nicht zu Eifersucht und wenn ich sehe, dass mein Mann Spaß mit einer anderen Frau (oder einen Mann, das dürfte er auch, will er aber nicht) hat, dann freue ich mich drüber, dass er Genuss erlebt und eine schöne Zeit hat.

Uns ist es aber extrem wichtig, dass jegliche sexuelle Handlungen mit anderen Personen niemals ungeschützt passieren. Das ist etwas, was wir für uns vorbehalten und da gibt es auch keine Ausnahmen.

Wir haben unser ungewöhnliches Lebensmodell nie bereut und sind sehr glücklich 🥰
 
ferdl
Benutzer171790  Verbringt hier viel Zeit
  • #12
Ich ließ mich im 3. Ehejahr zu einem ONS verführen, den ich meiner Frau nicht erzählte, obwohl wir uns eine einmalige Sache, unter besonderen Umständen einräumten - b'soffene Geschichte sozusagen. Desweiteren hatte ich noch vor der Ehe meiner Frau angeboten, sollte sie mit meiner Potenz oder meinen Qualitäten als Liebhaber zu kurz kommen, wir die Mängel durch Swingerclubbesuche ausgleichen, aber nicht durch Alleingänge d h Seitensprünge.
In einem SC waren wir bis heute nicht. Meine Frau sagte mir einmal auf Rückfrage, erst durch mich habe sie Vielfalt und Befriedigung beim Sex gefunden, zuvor war sie nur benützt worden.
Angebote zu Seitensprüngen gab es wiederholt, z T mehr als 30 Jahre Altersunterschied, aber wie verhältst du dich als Mann? Lässt du dich darauf ein und bietest ihr weltmeisterlichen Sex, bingst du sie nicht mehr von deinem Hosentürl weg oder du rutscht einfach nur zur eigenen Triebbefriedung drüber - hält sie dich für einen Stümper. Schlechte Nachrede will man aber auch nicht, also was bleibt unterm Strich über? Die eigene Partnerin und wenn es an die 45 Jahre sind. Obwohl 3 Kinder im Haus, dann einige Zeit sogar die Fastschwiederkinder, hatten wir wirklich ein erfindungsreiches, abwechslungsreiches Sexleben.
Nach langen Ehejahren mit so Flausen daherkommen, hätte ich sie vielleicht gefragt ob sie wo angerannt ist.
 
krava
Benutzer59943  (41) Verhütungsberaterin mit Herz & Hund
  • #13
Wie würde es bei euch ankommen, wenn euer Partner - quasi aus dem Nichts - mit einem solchen Thema ankommt?
das ist schon unrealistisch, weil ich das Thema schon von mir aus ansprechen würde bzw. das wäre in einer Beziehung kein totgeschwiegenes Thema. Sondern wir würden da von Anfang an drüber reden.

wenn ich eine Beziehung habe, in der das Thema nie aufkam und sexuelle Treue vereinbart ist, dann würde mich so ein Vorschlag von meinem Partner definitiv überraschen.

Wie steht ihr zu dem Thema? Ist meine Überlegung normal oder ungewöhnlich?
ich finde die Überlegung normal, aber eine komplett sexuell treue Beziehung kann ich mir heute auch nicht mehr vorstellen. Das war vor 20 Jahren noch anders.

Wenn in deiner Beziehung dieses Thema nie aufkam und deine Frau ohnehin eine etwas gezügeltere sexuelle Einstellung hat, dann halte ich es für sehr unrealistisch, dass sie den Vorschlag von dir toll findet. Damit könntest du viel kaputt machen.

Andererseits halte ich noch viel weniger davon, wenn du dein eigenes Glück und deine Entwicklung noch weitere 20 Jahre hinten anstellst. Du musst eben entscheiden wie hoch der Stellenwert von sexueller Treue für dich ist und was du bereit bist zu riskieren.
 
P
Benutzer177173  (44) Sorgt für Gesprächsstoff
  • Themenstarter
  • #14
Hey, danke für die vielen Antworten. Das hilft mir alles sehr 🙂 Ich merke, dass ich das sehr sensibel angehen und sehr viel genauer ausdrücken muss, was ich meine ... Im Grunde geht es hierrum:
... In unserem weiteren Umfeld haben wir „erschreckend“ viele Paare, die sich getrennt haben - alle Mitte / Ende 40, Kinder aus dem Gröbsten raus etc…..

Alles Gute für euch!
Ich glaube, viele Paare trennen sich, weil sich die äußeren Umstände ändern und dann etwas fehlt.

Was ich möchte, ist zu "überprüfen" was unsere Werte sind und was sich verändert hat und was wir eventuell neu ausrichten. Sexuelle Treue war mir mal wichtig, ist aber jetzt nicht mehr Prio 1.

Ich will ein Beispiel geben, in dem ich jetzt bewusst meine Frau untreu werden lasse (ginge aber natürlich auch in vertauschten Rollen). Mal ganz klischeehaft: Meine Frau ist auf einer Firmenweihnachtsfeier und es ergibt sich die Gelegenheit, mit einem der Gäste zu schlafen, den sie heiß findet. Dann wäre das für mich nicht nur kein Supergau oder Trennungsgrund, sondern ich würde es sogar befürworten, dass sie die Gelegenheit nutzt, weil das sexuelle Verlangen in dem Moment für mich in keiner Weise unsere Beziehung in Frage stellen würde. Ich fände es eher belastender, wenn sie auf das Abenteuer verzichtet und sich über die verpasste Gelegenheit ärgert. Und eine andere Sache: als wir zusammengekommen sind war sie 20 und ich 24, also beide noch jung. Das heißt, es kann ja durchaus unerfüllte Wünsche geben, die plötzlich erfüllt werden könnten. Sagen wir, sie wollte immer mal einen 3er haben (denke nicht, dass sie das wollte, aber wieder in dieser Richtung beschrieben, um meine Einstellung zu der Sache zu erklären). Jetzt kommt in 10 Jahre ein Pärchen und will mit ihr einen 3er mit ihr, und sie würde die Erfahrung gerne machen. Dann würde ich ihr nicht im Wege stehen wollenznd möchte auch, dass sie das grunddsätzluch weiß.

Es ist also viel "freundlicher" gemeint als es rübergekommen ist. Mein Wunsch ist, dass wenn irgendwann einem von uns in sexueller Sicht etwas fehlt, derjenige das offen anspricht und nicht heimlich fremdgeht. Weil ich ihr die "Erlaubnis" ohne weiteres geben würde (Safer Sex vorausgesetzt natürlich). Bei der beschriebenen Weihnachtsfeierszene auch blanko. Und ich würde gerne wissen, ob das von ihrer Seite auch so ist.

Das hier wäre kein Problem:
Wie wäre denn deine Reaktion wenn sie absolut dagegen sein sollte?
Würdest du es akzeptieren und wärest danach trotzdem noch genau so glücklich und zufrieden mit deiner Ehe?
Oder käme dann eher der Gedanke an einen Betrug auf, weil du dir das einfach so sehr wünschst?
Weil ich sie ja nicht überreden, sondern ihr vielmehr die Gelegenheit geben will, über ihre Einstellung zu den Werten in unserer Beziehung nachzudenken, um die Basis nachzuschärfen. Weil wir einfach so viel schon miteinander erlebt und gemeistert haben, dass sich Ansichten und Einstellungen auch ändern können.

Ist dieser Gedankengang in irgendeiner Weise nachvollziehbar? 🤔 (Und habe ich schon erwähnt, dass ich eher der verkopft-grübelnde Typ bin 🙈😁)
 
G
Benutzer Gast
  • #15
Ist dieser Gedankengang in irgendeiner Weise nachvollziehbar? 🤔 (Und habe ich schon erwähnt, dass ich eher der verkopft-grübelnde Typ bin 🙈😁)
Also für mich ist es nachvollziehbar. Nur müßtest Du eben irgendeinen Weg finden, mit Deiner Frau offen und ehrlich darüber zu sprechen, möglichst ohne sie zu verletzen. Dazu ist sehr viel Sensibilität nötig. Und die möglichen Reaktionen ihrerseits kann natürlich hier auch niemand vorhersagen. Du kennst Deine Frau am Besten.
 
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Sorceress Apprentice
Benutzer89539  (37) Team-Alumni
  • #16
Ich glaube, die Gefahr sie zu verletzen lässt sich nicht ganz vermeiden. Wenn schon das Aufbringen dieses Gedankens für sie ein echtes Problem sein sollte, kannst du es halt letztlich auch nicht schöner verpacken.

Wie ist denn sonst eure Kommunikation? Könnt ihr euch alles sagen? Oder gibt es Themen die man besser meidet?
 
P
Benutzer177173  (44) Sorgt für Gesprächsstoff
  • Themenstarter
  • #17
Also für mich ist es nachvollziehbar. Nur müßtest Du eben irgendeinen Weg finden, mit Deiner Frau offen und ehrlich darüber zu sprechen, möglichst ohne sie zu verletzen. Dazu ist sehr viel Sensibilität nötig. Und die möglichen Reaktionen ihrerseits kann natürlich hier auch niemand vorhersagen. Du kennst Deine Frau am Besten.
Ja, ich hab schon eine Idee. War auch jeden Fall gut, das hier nochmal klarer zu bekommen. Danke für deine Antwort 🙂
 
P
Benutzer177173  (44) Sorgt für Gesprächsstoff
  • Themenstarter
  • #18
Ich glaube, die Gefahr sie zu verletzen lässt sich nicht ganz vermeiden. Wenn schon das Aufbringen dieses Gedankens für sie ein echtes Problem sein sollte, kannst du es halt letztlich auch nicht schöner verpacken.

Wie ist denn sonst eure Kommunikation? Könnt ihr euch alles sagen? Oder gibt es Themen die man besser meidet?
Können über alles reden. Ehrlich gesagt hatte ich vor kurzem eine ziemliche seelische Krise. Da hat sie mir sehr geholfen und dadurch ist unsere Kommunikation noch mal deutlich offener und tiefer geworden.
 
V
Benutzer163532  (38) Beiträge füllen Bücher
  • #19
Ich fände es eher belastender, wenn sie auf das Abenteuer verzichtet und sich über die verpasste Gelegenheit ärgert.
Ist ja die Frage, wie sie da so tickt.
Ich hab mich z.B. noch nie über verpasste Chancen geärgert. Und fände es ehrlich gesagt auch unschön, wenn mein Partner nur verzichtet, weil es so zwischen uns abgemacht ist, und sich aber insgeheim ärgert.
Hat man solche Gedanken, sollte man reden, denke ich. Keine Ahnung, ob man sonst länger glücklich miteinander sein kann, wenn man sich insgeheim über verpasste Chancen ärgert.
 
Diania
Benutzer186405  (51) Meistens hier zu finden
  • #20
Vielleicht wäre für Euch der Besuch eines Swingerklubs erstmal eine Alternative?
Dazu muss erstmal grundsätzlich vorgefühlt werden, für mich z.B. käme Monogamie nicht mehr in Frage, ich hätte Lust auf Dreier oder mehr, ein Besuch im Swingerclub jedoch ist vollkommen ausgeschlossen. Ich glaube nicht, dass ich da die einzige Frau bin, die ähnlich tickt.
 
S
Benutzer188774  (47) Öfter im Forum
  • #21
...Das heißt, es kann ja durchaus unerfüllte Wünsche geben, die plötzlich erfüllt werden könnten. Sagen wir, sie wollte immer mal einen 3er haben (denke nicht, dass sie das wollte, aber wieder in dieser Richtung beschrieben, um meine Einstellung zu der Sache zu erklären). Jetzt kommt in 10 Jahre ein Pärchen und will mit ihr einen 3er mit ihr, und sie würde die Erfahrung gerne machen. Dann würde ich ihr nicht im Wege stehen wollenznd möchte auch, dass sie das grunddsätzluch weiß.

Ich würde ein Gespräch vermutlich eher in die Richtung lenken, ob es nicht möglich ist, dass Ihr gemeinsam Eure Welt etwas "erweitert". Um mal bei dem Beispiel mit dem 3er zu bleiben: es macht schon einen Unterschied, ob Ihr gemeinsam mit einer dritten Person Sex habt oder ob einer von Euch eine spontane "Gelegenheit" nutzt, mit 2 Fremden Sex zu haben (Beispiel Weihnachtsfeier), während der Partner unwissend zuhause sitzt. Gemeinsame Erlebnisse verbinden eher, Alleingänge können entfremden. Natürlich gibt es Menschen, die damit ganz locker umgehen und das auch so wollen. Um sich ranzutasten und überhaupt erstmal zu erfahren, was Deine Frau sich so vorstellen kann, würde ich aber eher gemeinsame Erlebnisse in den Vordergrund stellen. Ich finde die Idee mit dem Swingerclub oder einer frivolen Bar gar nicht so schlecht. Man muss da auch gar keinen Sex haben, aber einfach mal ein anderes lockeres Umfeld kann auch bewirken, dass man untereinander offener in Gesprächen wird.
 
Lanni
Benutzer104021  (31) Sehr bekannt hier
  • #22
Ich glaube, es wäre nicht schlecht, das Thema zuerst einmal ganz neutral anzusprechen - ohne eigene Wünsche und Vorstellungen zu äußern, um abzutasten, wie deine Frau prinzipiell darüber denkt.
Zum Beispiel: "Ich hab letztens eine Doku über Swinger/Seitensprünge/offene Beziehungen gesehen. Dabei hat mich xyz sehr verwundert, weil... Wie denkst du darüber?" - so oder so ähnlich könntet ihr in das Gespräch kommen, ohne dass es gleich verfänglich wird.

Wenn sie sofort abblockt, hast du deine Antwort eh gleich. ist sie hingegen interessiert und lässt sich auf eine Diskussion ein, kannst du das Gespräch auch in eine persönlichere Ebene überleiten und sicher auch auf Prioritäten in der Beziehung zu sprechen kommen, ohne dass sie gleich gekränkt ist. Vielleicht solltest du aber eher fragen, wie wichtig ihr Treue (im Allgemeinen) ist, als sofort von dir aus zu sagen, dass du Treue eigentlich nicht so vorrangig findest, das ist nämlich schnell missverständlich.

-----------------------
Zu deiner eingangs gestellten Frage: Wir sind jetzt seit 14 Jahren zusammen und besprechen das Thema Swinger/Beziehungsöffnung/Dreier etc. alle paar Jahre mal, um abzuchecken, ob sich da bei einem von uns etwas an den Ansichten geändert hätte. Bisher nicht. Der Stand ist: Unsere Beziehung ist monogam, das gefällt uns beiden gut so und wir wollen es nicht anders. Ich würde gerne mal zu einem Pärchenabend in einen Swingerclub gehen, nur um zu schauen, er will das nicht. Das ist okay für mich. Würden extreme Umstände eintreten, durch die gemeinsamer Sex nicht mehr möglich ist (zB durch einen Unfall), würden wir das Öffnen der Beziehung in Betracht ziehen.
 
P
Benutzer177173  (44) Sorgt für Gesprächsstoff
  • Themenstarter
  • #23
Es hat sich eine Gelegebheit ergeben, das Ganze ganz locker anzusprechen. Nicht in allen Details, aber so, dass es nicht verletzend war :smile: Klar ist: Heimlich geht gar nicht. Ansonsten hat sie sich noch nie Gedanken darüber gemacht, aber auch nichts komplett ausgeschlossen. Das Thema ist jetzt einfach ganz unterschwellig auf dem Tisch. Mal sehen, wo das dann nun hin führt🙂
 
Carmen72
Benutzer176107  (50) Öfter im Forum
  • #24
Kann alles funktionieren.

Du kennst deine Frau am besten und auch wie Sie eventuell, bei einem heiklen Thema regieren könnte.
Aber wer nicht Fragt, stirbt dumm.

Entweder , Du schweigst, oder, wie distracted distracted geschrieben hat, nistet es sich in deinem Kopf ein, und wird Frust daraus.

Du schreibst Du/ Ihr , bist /seid in eurer Ehe glücklich. Dazu spricht eure Lange Zeit, in der ihr zusammen seid.

Es gibt hier einige erwähnte Berichte und Meinungen über eine Öffnung der Ehe/ Beziehung.

Ich habe auch knapp 25 Jahre monogam gelebt und wäre es auch noch Heute. Wir hatten ein aufregendes und lebhaftes Sexleben in unserer Ehe, hatten immer Ideen, war nie langweilig.
Allerdings beendete das ganze , die Krankheit meines Mannes.
Wir litten anfangs beide sehr darunter, meine starke Libido erschwerte den Leidensdruck.
Ehebruch und Scheidung kamen für mich NICHT in Frage. Aber mein Mann kam plötzlich mit der Idee um die Ecke, unsere Ehe einseitig zu öffnen.
Das war für mich erst mal ein heftiger Schlag ins Gesicht und ich verließ erst mal heulend das Wohnzimmer und redete mit meinem Mann zwei Tage nichts. :schuettel:

Wir redeten danach vom frühen Abend bis in die frühen Morgenstunden über das Thema.
Mich beschäftigten so viele Fragen, ich wollte ja unsere Ehe nicht aufs Spiel setzen.

Kurz um , nach vielen Gesprächen und mit einem guten Gefühl ließ ich mich darauf ein. Heute kann ich sagen , bin ich meinem Mann dankbar, für die Möglichkeit, Vertrauen und Liebe die er mir erweist und es bereichert unsere Ehe. Es hat unserer Liebe und Vertrauen keinen Abbruch getan.

Ich finde eine einseitige offene Ehe ist gegenüber eine beidseitige geöffnete Ehe, heftiger und gewagter. Aber mit einer guten Basis , Vertrauen und offener Kommunikation kann das absolut funktionieren.
Es hat sich eine Gelegebheit ergeben, das Ganze ganz locker anzusprechen. Nicht in allen Details, aber so, dass es nicht verletzend war
Glückwunsch, jetzt gilt es mit Respekt und offenen Umgang die Sache gemeinsam wachsen zu lassen. Nichts überstürzen und kein Druck aufbauen.
 
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