Mache ich mir zu viele Sorgen um meine Familie? Fühle mich hilflos.

Benutzer11466 

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Moewmoew Moewmoew : Kurzer Nachtrag - diese Schnorrernummer kenne ich - leider - aus der unmittelbaren Verwandtschaft wie auch aus dem Bekanntenkreis. Solange die Leute Geld kriegen, haben sie null Motivation, was zu ändern. Das geht solange, bis man selbst pleite ist. Es ist in Deinem Interesse wie dem Deiner Eltern, daß es nicht dazu kommt. Da muß man einmal hart sein - dann ist Ruhe. Wenn Deine Eltern meinen, können sie Dich ja auf Unterhalt verklagen... :kopfwand:

Echt schlimm, wie doof manche Erwachsene sind. Aber das ist nicht Dein Problem. Es ist schon mehr als nett von Dir, daß Du anbietest, Dich um ihren Scheiß zu kümmern. Damit ist dann aber gut.
 
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Benutzer95651  (36)

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Danke euch.
Ich weiß das ja eigentlich alles, aber es sind halt einfach meine Eltern.
Und früher waren sie ja auch nicht so :seenoevil:

Es ist einfach dieses Unverständnis, was aus den beiden geworden ist, besonders aus meinem Vater.
Er bekommt keine Leistungen mehr, weil er nicht mehr zum Jobcenter ging, "weil er mit der Sachbearbeiterin nicht klar kam". Wtf, dadrauf komme ich echt nicht klar :what::ratlos:
Das ist jetzt wie lange her? 4-5 Jahre in denen es kein Geld gab?
Ich habe selber schon keinen Überblick mehr über die ganze Zeit.

Und bei dem ganzen scheiß Alkohol gehört er echt mal wieder in eine Entzugsklinik...
Wenn er zur Zeit überhaupt zum Arzt geht, geschweige denn überhaupt eine Krankenversicherung hat :schuettel:

Gut, ich habe keine Ahnung, wie eine Privatinsolvenz abläuft.
Aber ich kann mir nicht vorstellen, dass es da einfach so hingenommen wird, dass mein Vater Jahre lang arbeitslos ist.

Vielleicht sollte ich auch mal meine Schwester fragen, wie oft sie so angepumpt wird :unsure:
 
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Benutzer11466 

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aber es sind halt einfach meine Eltern.
Das ehrt Dich. Aber es hilft denen und erst recht Dir nix, wenn Du Dich weichkochen läßt. Hilf Ihnen (wenn's geht, zusammen mit Deiner Schwester) Ihr Leben wieder auf die Reihe zu kriegen. Aber beim Geld müßt Ihr beide hart bleiben.

Wenn Dein Papa gesundheitlich angeschlagen ist und vielleicht sogar eine Entziehungskur machen muß, wird ihm die Sachbearbeiterin vom Jobcenter wohl kaum Stellenangebote schicken...

Eure Ellis betrachten Euch scheint's als ihr privates Sozialamt - da müßt Ihr blocken. Und wenn sie stinkig werden sollten, zumindest vorübergehend den Kontakt abbrechen.

Anders geht das nicht...
 
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2 Monat(e) später

Benutzer95651  (36)

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Seit dem letzten Treffen macht mich die ganze Situation wieder sehr traurig.

Nachdem der Umzug nun feststeht und erste Renovierungsarbeiten begonnen haben, sollte auch meine Familie (Eltern + Tante) das Haus zum ersten Mal sehen.
Es kamen meine Mutter und meine Tante, mein Vater ist natürlich zu Hause geblieben :schuettel: Angeblich wollte er nicht mit, da er ja nicht hätte helfen können, mit seinen schmerzenden Händen usw.
Naja, das hätte schon jeder verstanden.

Aber dazu meinte meine Mutter, dass sie ihn einfach nicht zum Arzt bekommt. Sie hatte wohl schon mit der Hausärztin geredet, aber wer nicht will, den kann man halt nicht zwingen.
Sie erhofft sich jetzt, dass ich sie öfter besuchen komme, wenn ich näher dran wohne und so auf meinen Vater einwirken kann.

Etwas gutes scheint sich jedoch getan zu haben, und zwar wurde ihr Pfändungskonto aufgelöst und sie haben wieder Zugriff auf mehr Geld. Mehr konnte sie nicht sagen. Keine Ahnung, was das genau bedeutet für den weiteren Verlauf, aber ich habe gerade selber genug Dinge, die geregelt werden müssen.:hmm:

Mal sehen wie das alles weitergehen wird.
 
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4 Monat(e) später
Vater geht zum Arzt (?)

Benutzer95651  (36)

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So, nachdem meine Schwester Weihnachten zu Besuch kam und wohl ein sehr ernstes Wort mit unserem Vater geredet hat, hatte er versprochen endlich zum Arzt zu gehen. Sie war schon ein paar Tage vorher da, ich hatte mir aber auch schon eine kleine Rede zusammengestellt :ashamed:

Heute sollte der Termin laut meiner Muter sein.
Bisher habe ich noch nichts gehört.
Aber so wie er Weihnachten aussah, nicht mit uns gegessen hat, sondern den ganzen Tag auf der Couch gepennt hat, ahne ich schreckliches :geknickt:
Hoffentlich erkennt die Ärztin das Alkoholproblem.

Wahrscheinlich melden sie sich nun wieder nicht mehr, damit wir uns keine Sorgen machen :hmm:
 
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Benutzer95651  (36)

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Es gab eine Blutabnahme und die Aussage der Ärztin, laut meiner Mutter, dass sie meinen Papa nun so zwischen nehmen wird, dass er auf meiner Hochzeit wieder tanzen kann :ashamed:

Dienstag soll es die Ergebnisse der Blutuntersuchung geben. Ich bin gespannt.

Kein Wort zum Thema Alkohol.
 
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Benutzer113006 

Team-Alumni
Moewmoew Moewmoew : an den Blutwerten wird die Ärztin schon den Alkoholkonsum erkennen können.
 
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Benutzer95651  (36)

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1 Jahr(e) später

Benutzer95651  (36)

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Es gab eine Blutabnahme und die Aussage der Ärztin, laut meiner Mutter, dass sie meinen Papa nun so zwischen nehmen wird, dass er auf meiner Hochzeit wieder tanzen kann :ashamed:
Tja, war wohl nix.
Mittlerweile kann er kaum noch laufen und wir müssen uns gerade darum bemühen, ob er es im Standesamt die Treppe in die erste Etage schaffen wird :schuettel:
Ihn hochtragen wäre vermutlich einfacher, als recht umständlich zum Aufzug zu gelangen.

Wenn meine Mutter und Tante mich besuchen kommen, kommt er auch nie mit. Er war glaube ich zweimal hier, seitdem wir hier in unserem Haus wohnen.

Ja, er ist krank. Aber trotzdem bin ich sauer, weil er nichts dagegen tut und es so schlimm geworden ist.
Ich mein, er ist Mitte 60 und ich kann mir grade gut vorstellen, dass er am Ende die Hochzeit seiner Tochter auslässt, weil er so nicht gesehen werden will und eh kaum noch aus dem Haus geht.
 
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Benutzer69465 

Verbringt hier viel Zeit
Hey Moewmoew Moewmoew , ich habe gerade deinen Thread quergelesen und erkenne da ganz viel von meiner eigenen Geschichte und der meiner Eltern wieder. Von den Eltern angepumpt werden, Alkoholismus und Stress um Immobilien... Ich wollte dir einfach nur mein Mitgefühl aussprechen und dir alles erdenkliche Gute wünschen! :knuddel:

Genieße bitte deine Hochzeit und lass dir den Tag nicht von deinem Vater verderben. Ja es sind deine Eltern, aber du bist erwachsen und es ist dein Leben und deine Hochzeit. Du bist deinen Eltern in finanzieller Hinsicht nichts schuldig (von eventuellen Pflegeheim-Scherzen im Alter vielleicht mal abgesehen, aber damit kenne ich mich auch nicht wirklich aus).
 
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2 Woche(n) später

Benutzer95651  (36)

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Mittlerweile kann er kaum noch laufen und wir müssen uns gerade darum bemühen, ob er es im Standesamt die Treppe in die erste Etage schaffen wird :schuettel:
Also ich bin echt erschrocken, wie er zur Zeit aussieht und wie er sich bewegt. Ohne Unterstützung laufen geht gar nicht mehr, kriegt kaum einen Fuß vor den anderen.

Und um ehrlich zu sein, hat mir das ein bischen was von der Freude an der Hochzeit genommen.

Meine Eltern und Tante waren seit Freitagabend da und wollten im Hotel Essen gehen, wo sie auch übernachtet haben.
Meine Mutter musste meinen Vater dann erstmal aus dem Zimmer bitten, er wollte erst nicht runter kommen.
Schon mal sehr nett, da wir uns länger nicht gesehen hatten.
Aber am Ende war es dann doch noch ganz nett und er war auch aufmerksam und "anwesend".

Am Samstag dann, also am Hochzeitstag, war er den ganzen Tag total apathisch.
Im Restaurant nach der Trauung saß er neben mir und von sich aus hat er den ganzen Tag kein Wort von sich gegeben. Ich hab echt alles versucht, mal ein Gespräch aufzubauen :schuettel:
Beim Essen ist mir dann auch zum ersten Mal das starke Zittern der Hände aufgefallen, er konnte die Suppe eigentlich gar nicht mehr alleine löffeln.
Direkt nach dem Hauptgang hat er kurz zum Abschied gewunken und sich ins Hotel zurückfahren lassen :mad:

Er ist dann auch nicht mehr bis heute zu meinem Geburtstag geblieben und hatte sich Sonntagmorgen von meinem Schwager ganz nach hause fahren lassen, der Arme war dann erstmal zwei Stunden unterwegs.

Keine Ahnung, ich bin grade einfach nur sauer, weil er sich scheinbar so aufgegeben hat. :schuettel:
Meine Mama erzählte erst ganz stolz, dass sie für Ende November für in einen Termin beim Arzt gemacht hat. Jetzt meinte sie dann, dass sie sofort morgen nochmal anruft um ihn sofort "behandeln" zu lassen. Naja, als ob.

Das nächste Familientreffen wird dann wohl eine Beerdigung? Auch wenn es böse klingt.
Habe auch das Gefühl, dass der Rest meiner Familie den Zusammenhang zum Alkohol gar nicht sieht oder sehen/wahrhaben will.
Meine Tante war der Meinung, dass er einfach nur mehr Bewegung bräuchte, da er ja wirklich gar nicht mehr die Wohnung verlässt, bis vor wenigen Monaten ist er immerhin noch einkaufen gegangen.

Aber meine Mama schien immerhin sehr glücklich, die ganzen Tage hier gewesen zu sein :love:
 
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Benutzer107106 

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Alkoholismus kann eine Art von Demenz auslösen, die auch den Bewegungsapparat betrifft. Das Gehirn verlernt die Basis, dazu gehört auch das Laufen. Es klingt für mich ein bisschen danach. Es tut mir sehr leid.
 
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Benutzer95651  (36)

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Alkoholismus kann eine Art von Demenz auslösen, die auch den Bewegungsapparat betrifft. Das Gehirn verlernt die Basis, dazu gehört auch das Laufen. Es klingt für mich ein bisschen danach. Es tut mir sehr leid.
Ja, es gibt leider sehr sehr viele Symptome die einfach zutreffen.
In wie weit eine Behandlung da jetzt noch wieder etwas bessern kann, kann nur der Arzt sagen. Aber wenn der Patient nicht mehr will, dann kann auch keiner mehr helfen.
 
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Benutzer107106 

Planet-Liebe ist Startseite
Redakteur
Ja, es gibt leider sehr sehr viele Symptome die einfach zutreffen.
In wie weit eine Behandlung da jetzt noch wieder etwas bessern kann, kann nur der Arzt sagen. Aber wenn der Patient nicht mehr will, dann kann auch keiner mehr helfen.
Ja, das ist leider die ganz, ganz schreckliche Wahrheit. Es tut mir vor allem leid, dass deine Familie das nicht sieht und du mit dieser traurigen Erkenntnis alleine bist. Das muss sehr belastend sein. Meinst du, er weiß es tief in sich drin?
 
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Benutzer95651  (36)

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Ja, das ist leider die ganz, ganz schreckliche Wahrheit. Es tut mir vor allem leid, dass deine Familie das nicht sieht und du mit dieser traurigen Erkenntnis alleine bist. Das muss sehr belastend sein. Meinst du, er weiß es tief in sich drin?
Ich habe leider wirklich keine Ahnung, was da noch vorgeht.
Aber immerhin hat er gerade alles mit seiner Rente geregelt und soll diese ab Dezember bekommen.
Schon ein großer Schritt, dafür das er jetzt so viele Jahre überhaupt nichts bekommen hat, weil er sich um nichts kümmern wollte.
Dass meine Mama das auch so mitgemacht hat.

Bei ihm ist immer alle Welt gegen ihn und er verkriecht sich dann in sein Schneckenhaus.
 
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6 Monat(e) später

Benutzer95651  (36)

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Heute Morgen ist mein Vater verstorben.
Meine Mutter hat noch den Notarzt gerufen, aber Wiederbelebungsmaßnahmen haben nichts gebracht.
Herzversagen.

Er lag noch im Wohnzimmer, als ich ankam.
Das letzte Mal habe ich ihn an meiner Hochzeit Ende Oktober gesehen.
An meinem Geburtstag war er nicht da, Weihnachten kam er nicht mit zum Essen und meine Mutter und Tante kamen wie immer nur alleine zu Besuch.
Das nächste Mal hätte ich ihn am 60. Geburtstag meiner Mama nächste Wochen sehen sollen.
Wobei, er wäre sicher auch nicht mit essen gekommen. Meine Mutter hatte dann auch geplant, meine Schwester besuchen zu fahren. Alleine, weil er nicht mit wollte.

Und so war es die letzten Jahre schon. Er war also irgendwie schon gar nicht mehr da.
Aus dem Grund vermisse ich ihn auch gerade nicht wirklich, das hat sich die letzten Jahre schon langsam ausgeschlichen.
Ich bin eher traurig, weil meine Mama jetzt alleine ist. Als ich sie heute sah, kamen auch die ersten Tränen bei mir. Nach ihrem Anruf war ich eher nur erstarrt und irgendwie... wütend? Keine Ahnung.

Da sie dann irgendwann alleine sein wollte, sind wir alle wieder gefahren und nu sitze ich wieder zuhause.

Als wir dann vorhin in ihrer Wohnung gesessen haben, nachdem der Bestatter meinen Vater abgeholt hatte, fühlte es sich eigentlich so wie jeder andere Besuch auch an. Nur meine Mutter, Tante, mein Mann und ich.

Einerseits hatte ich damit schon länger gerechnet, aber jetzt bin ich doch erschrocken, dass ich so wenig Emotionen fühle. Normalerweise heule ich bei jeder Kleinigkeit, der Tod meiner Großeltern und Haustiere hat mich mehr getroffen, als der meines Vaters.

Vielleicht kommt es noch oder vielleicht hat mich das Verhalten und die Krankheit von ihm die letzten Jahre zu sehr abgestumpft.
Aber Trauer ist ja auch immer anders.


R.I.P Papa 🕯️
 
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Benutzer87573  (34)

Sehr bekannt hier
Das tut mir sehr leid und ich wünsche Dir für die nächste Zeit viel Kraft.
Ich finde es völlig legitim wie du fühlst, für dich war es ja bisher schon ein Abschied auf Raten, da hat man vielleicht einiges schon vorher verarbeitet.
 
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Benutzer106548 

Team-Alumni
Jeder trauert anders und jede Trauer ist anders. Und nur, weil Du bei diesem Tod weniger Tränen hast, heißt das nicht, dass da irgend etwas falsch wäre an Deiner Trauer.

Ich :knuddel: Dich mal!
 
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Benutzer95651  (36)

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Jetzt sind schon ein paar Tage vergangen und ich fühle immer noch nicht viel.
Die Planung der Bestattung ist vorbei und jetzt kann es noch gut 2 Wochen bis zur eigentlichen Beerdigung dauern.

Ich sitze hier und muss arbeiten, meine Mutter beschäftigt sich mit Ausmisten der Wohnung und will renovieren.

Sie war in ihrem ganzen Leben nie alleine. Die Tatsache macht mich trauriger als der Verlust meines Vaters. Die beiden waren 37 Jahre zusammen, mein Vater war erst 65...

Da werde ich eher wütend, wenn ich an den Alkoholismus denke. Er nahm Tabletten gegen Wasser in den Beinen, also deutliche Anzeichen für das immer schwächer werdende Herz, er konnte kaum noch laufen, aber überall standen Bierdosen in der Wohnung.
Und wenn ich jetzt weiter denke, dass er ja nicht alleine an den Alkohol kam... Aber das kam man natürlich nicht aussprechen.

Meine Tante hat erzählt, dass sie meine Mutter zum Notarzt auch zum ersten Mal ausgesprochen gehört hat, dass mein Vater Alkoholiker war.
Er ist wohl nachts auch schon gefallen und kam nicht mehr alleine hoch. Vielleicht hätten sie da den Arzt schon rufen sollen.
Oder er hätte dann eher noch ein paar Tage an Geräten im Krankenhaus verbringen müssen. Auch nicht gut.

Da wäre langfristig nicht mehr viel reversibel gewesen.

Ich war schon so häufig traurig und habe geweint, was der Alk aus ihm gemacht hat. Aber jetzt?

Was mich noch wütent gebracht hat war die Tatsache, dass ich erfahren habe, dass seine Mutter noch lebt. Eine schreckliche Person, und sie lebt von allen meinen Großeltern am längsten.
Sie könne ja verstehen, wenn sie nicht zur Beerdigung kommen soll.
Der Kontakt war seit fats 20 Jahren abgebrochen und nu sowas? Plötzlich tut ihr alles Leid, was sie meinem Vater angetan hat und zeigt Reue? Dickes fuck you von mir. Die schmeiß ich vom Friedhof, wenn sie auftaucht.
Die Frau war einen Großteil Schuld an den Problemen meines Vaters.
Aber er ist das auch nie angegangen, außer zum Alkohol zu greifen.

Und ich darf mir jetzt von jedem anhören, wie gefasst ich doch bin.
 
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Benutzer95651  (36)

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Nach heute muss ich leider wieder ein paar Gedanken los werden.

Haben meine Mama besucht, sie hat dann erzählt, dass ihre Ärztin ihr versichert hat, dass man wirklich nichts mehr hätte machen können letzte Woche und mein Papa an dem Morgen einfach im Sterben lag. Hätte die Wiederbelebung funktioniert, wäre er sicher an Geräte im KH gelandet für den Rest.
Meine Tanta hat dann später noch erzählt, ohne dass meine Mama dabei war, dass die Ärzte auch meinte, dass mein Papa in nächster Zeit auch richtig zum Pflegefall geworden wäre.

Was mich aber am meisten irritiert hat, war die Frage meiner Mama an mich, ob ich glaube, dass Papa seinen Tod geahnt hätte.

Ich musste echt aufpassen, dass mir nicht alles entgleist. Das war doch seit Jahren abzusehen! Der Alkohol, die Hände, die er immer weniger bewegen konnte, die Beine und dass er immer weniger laufen konnte, und ganz besonders, dass er so mental abgebaut hatte.

Ich habe lange geglaubt, dass er unsere Hochzeit schon gar nicht mehr erleben wird.

Hat sie es nicht gesehen? Wollte sie es nicht wahrhaben?

Jetzt ist es ja eh alles zu spät, aber ich habe keine Ahnung, wie ich damit umgehen soll.
 
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