Kinder und die neuen Medien

Benutzer54399 

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Dann mal abgeleitet aus dem anderen Thread:
https://www.planet-liebe.com/threads/vorstellung-vs-realität-leben-mit-kindern.546513/

Ich nehme mal den letzten Beitrag von H huhngesicht als Aufhänger:

Das halte ich fuer eine gewagte Unterschaetzung der Problematik. Man muss sich ja nur hier im Forum umsehen. In jedem zweiten Fall bei Beziehungsproblemen spielen die neuen Medien zumindest auch eine Rolle. Schon eine Email laesst sich nicht mit einem Zettelchen in der Schule zu vergleichen, weil die physische Naehe in der Regel gegeben ist. All diese Kommunikationsmoeglichkeiten, die wir vor 20 Jahren noch nicht hatten, stellen eine Revolution dar, die ich begruesse, wuerde aber nicht so tun, als waere Facebook mit Zettelchen vergleichbar. Wenn es in meiner Jugend schon Smartphones mit Kamerafunktion (Photos haetten auch schon gereicht) gegeben haette, muesste ich mich heute peinlichts beruehrt im Ausland verstecken :zwinker: Daraus sollte man einen eigenen thread machen. ich frage mich wirklich, wie die heutige Jugend noch normal feiern kann.

Das alles ändert aber ja nichts an der Tatsache, dass die neuen Medien nun einmal da sind. Die lassen sich nicht wegdiskutieren und auch nicht mehr aus dem Alltag verbannen. Die modernen Kommunikationsmöglichkeiten sind einfach weiter verbreitet und man erreicht mehr Menschen auf einmal, was natürlich in Summe auch mehr Konfliktpotential beinhaltet.

Ich finde auch nicht, dass man sein Kind schützt, wenn man ihm das alles dann so lange wie möglich vorenthält. Das heißt nicht, dass man seinem Kind schon im Kindergarten das erste Smartphone mitgeben soll, aber doch zumindest schon früh das Internet mit in die Erziehung einfließen lässt und in einem entsprechenden Alter dann auch auf Datenschutz und die möglichen Gefahren hinweist. Bei allem anderen, was später alltäglich ist, macht man es ja normal auch so: Man zeigt dem Kind früh die "Verkehrsregeln", man zeigt ihm in der Küche was heiß und was gefährlich ist, usw.
 

Benutzer137374  (49)

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Das alles ändert aber ja nichts an der Tatsache, dass die neuen Medien nun einmal da sind. Die lassen sich nicht wegdiskutieren und auch nicht mehr aus dem Alltag verbannen. Die modernen Kommunikationsmöglichkeiten sind einfach weiter verbreitet und man erreicht mehr Menschen auf einmal, was natürlich in Summe auch mehr Konfliktpotential beinhaltet.

Ich finde auch nicht, dass man sein Kind schützt, wenn man ihm das alles dann so lange wie möglich vorenthält. Das heißt nicht, dass man seinem Kind schon im Kindergarten das erste Smartphone mitgeben soll, aber doch zumindest schon früh das Internet mit in die Erziehung einfließen lässt und in einem entsprechenden Alter dann auch auf Datenschutz und die möglichen Gefahren hinweist. Bei allem anderen, was später alltäglich ist, macht man es ja normal auch so: Man zeigt dem Kind früh die "Verkehrsregeln", man zeigt ihm in der Küche was heiß und was gefährlich ist, usw.
Wobei die neuen Medien verglichen mit frueheren Veraenderungen extrem sind. Was hat sich zwischen dem Zweiten Weltkrieg und nehmen wir 1990 gross veraendert? Der Schwarzweissfernseher wurde bunt. Die Schallplatte wurde von der Kassette und die Kassette von der CD abgeloest. Es gab die ersten Computer und Spielekonsolen. Private Fernsehsender ergaenzten die OeRs. Es gab auch Videokameras, aber wer benutzte die schon in pikanten Situationen? Veraenderungen gingen langsam und waren nicht weltbewegend. Innerhalb von kaum zehn Jahren hatten wir internet, Handys, Digitalphotographie, Flachbildschirme, Computer, die diesen Namen auch verdienen :zwinker: usw. Das ist etwa so, als wuerde man das Mittelalter mit der Zeit nach der Industrialisierung vergleichen. Selbst der Buchdruck hat Jahrzehnte gebraucht, bis er gesellschaftsrelevant war. Das heisst, wenn man hier im Forum diskutiert und die Alterdiskrepanz ist 20 Jahre, dann ist das so als unterhielten sich Personen, die im Mittelalter geboren wurden mit Menschen aus dem 19. Jahrhundert. Das ist schon speziell.
 

Benutzer118204 

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Ich finde auch nicht, dass man sein Kind schützt, wenn man ihm das alles dann so lange wie möglich vorenthält.
Das ist mitunter ohnehin nicht möglich, da das Internet sogar schon in die die Grundschule Einzug gehalten hat.
Ich erwische mich auch dabei meiner Tochter zu erklären, dass ich meine Hausaufgaben noch ohne Google und Wikipedia erledigen musste. Aber abgesehen von etwas Nostalgie hilft das weder ihr noch mir. Die Zeit hat sich eben verändert, die neuen Medien existieren und deshalb muss man sich damit auseinandersetzten.
Ein Problem dabei ist halt auch die extrem schnelle Entwicklung. Während sich die Gesellschaft mit einem Phänomen auseinandersetzt wird schon wieder die nächste Sau durchs Dorf getrieben.
 

Benutzer29410 

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http://www.kfn.de/versions/kfn/assets/pisaverlierer.pdf

Hat mindestens ein Elternteil Abitur oder ein Studium absolviert,

verfügen nur 11,3 Prozent der Kinder über eine Spielkonsole und 16 Prozent über einen eigenen

Fernseher. Haben aber beide Eltern die Hauptschule besucht, besitzen ihre Kinder zu 43 Prozent

eine Spielkonsole und 57 Prozent einen Fernseher. Vor diesem Hintergrund sind auch die Befunde

zu interpretieren, wenn nach dem ethnischen Hintergrund differenziert wird. Während von

den Kindern mit Migrationshintergrund mehr als die Hälfte (51,6 %) in ihrem Zimmer einen

Fernseher im Zimmer besitzt, ist dies bei einheimisch deutschen Kindern nur bei knapp einem

Drittel der Fall (31,9 %). Die 10-jährigen Migrantenkinder verfügen ferner fast doppelt so oft

über eine eigene Spielkonsole wie die einheimischen deutschen 10-Jährigen (43,5 % zu 22,3 %).

In verschiedenen Studien wurden deutliche Belege dafür gefunden, dass mit wachsender Dauer

des Medienkonsums die Schulleistungen sinken, weil die Zeit für Hausarbeiten und Lernen

knapp wird.12 Dies könnte für die weniger guten Schulleistungen intensiver Fernsehnutzer verantwortlich


sein. Zu beachten ist ferner, dass von regelmäßiger sportlicher Betätigung anregende

Wirkung auf die kognitive Leistungsfähigkeit ausgeht.13 Die mit einem hohen Medienkonsum


einhergehende Bewegungsarmut reduziert auch aus diesem Grund die Chancen auf gute Schulleistungen.

Ein vielseitiges Freizeitverhalten vermittelt demgegenüber wichtige Lernerfahrungen, den Erwerb sozialer Kompetenzen und körperliche sowie psychische Gesundheit und kann

deshalb als wichtige Quelle schulischer und beruflicher Erfolge gelten.14

Die Schülerbefragung 2005 wie auch andere Studien kommen hier zu ähnlichen Befunden: Was

bereits bei der PISA-Studie im Hinblick auf die Verfügbarkeit über einen eigenen Computer

deutlich geworden ist15 , bestätigt sich im Hinblick auf die anderen Bildschirmgeräte16. Kinder


der vierten Klasse, die über keine eigene Medienausstattung bestehend aus Fernseher und Spielkonsole

im Kinderzimmer verfügen, stehen in den Schulfächern Deutsch, Sachkunde und Mathematik

um 0,2 bis 0,4 Notenpunkte besser da, als die Vergleichsgruppe mit dieser Medienausstattung.

http://www.spiegel.de/schulspiegel/wissen/schueler-je-mehr-am-computer-desto-duemmer-a-378164.html

Forscher: Internet ist keine Kulturtechnik

Eine Idee, der sich auch die Ifo-Forscher anschließen. Denn obendrein haben sie herausgefunden, dass Computer in Schulen so gut wie keinen Einfluss aufs Lernen haben. An deutschen Schulen teilen sich im Schnitt 17 Schüler einen Computerarbeitsplatz und 43 Schüler einen Internetzugang. Die OECD analysierte, Computer in Schulen wirkten sich extrem positiv auf die Schülerleistungen aus. Wößmann und Fuchs dagegen bezogen mit ein, dass Schulen mit vielen Computern meist generell besser ausgestattet sind. Mit neuen Büchern, genug Platz und vielen Lehrern schneiden allerdings auch Neuntklässler ohne Schulcomputer bei Pisa besser ab.Der Ansatz, in Schulen möglichst viele Computerarbeitsplätze einrichten zu wollen oder gar wie an US-Schulen Lehrbücher durch Laptops zu ersetzen, sei deswegen nicht nur falsch, sondern gefährlich, meint Fuchs. Denn würden Computer mehr als einmal in der Woche im Unterricht benutzt, fielen die Schülerleistungen deutlich ab: "In Computer zu investieren, lohnt sich für Schulen nicht. Sie sollten besser Bücher kaufen."

Meiner Meinung nach ist eine Kindheit zu kostbar, um sie mit Zocken als Freizeitbeschäftigung, Fernsehglotzen und Youtubevideosgucken zu verplempern. Man ist nur einmal 11 im Leben, und diese Zeit kommt niemals wieder. Und das Leben ist doch so vielseitig und wunderwunderschön.
 
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Benutzer135918 

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Nun ja , ich sehe darin einen sehr großen Faktor weswegn ich irgendwann als Familienvater total überfordert währe.
 

Benutzer54399 

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Ich finde nicht, dass das viel mit dem Thema zu tun hat. Als Fazit kann man die Studie ja mal vereinfacht mit: "Wer den ganzen Tag vor der Glotze (PC, Smartphone) hockt, der lernt auch nix."
Wie oft hängt das aber dann wieder mit der sozialen Situation der Eltern zusammen? Würden die Kinder auf einmal alle lernen und fleißig sein, wenn sie keinen Fernseher zur Verfügung hätten? Ich vermute eher nicht. Wer seine Kinder nicht erzieht und kein entsprechendes Vorbild ist, bei dem ist es dann auch egal, ob da ein Fernseher die ganze Zeit läuft oder nicht.

Deshalb: Erziehen, aufklären und ein gutes Vorbild sein!

Off-Topic:
Abgesehen davon steht Christian Pfeiffer ganz oben als Autor, der hat schon bei den "Killerspiel"-Debatten nicht gerade mit Sachverstand geglänzt.
 

Benutzer29410 

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Das hängt sehr viel mit der sozialen Situation der Eltern zusammen. Zumal viele Eltern überfordert sind und lieber nachgeben, als Grenzen setzen und durch gutes Vorbild voran zu gehen. Immerhin hat man dann seine Ruhe, und muss selber nicht so viel leisten. Ach ja, und viele Eltern aus bildungsfernen Schichten zocken selber gern, hängen den ganzen Tag am Iphone etc. pp., verplempern auch ihre eigene Freizeit, oder spielen mit dem Kind zusammen Computer (wie die Mutter vom Lütten), weil sie keinen Plan haben, was man sonst noch so mit einem großen Kind machen könnte. Oder sie haben ihr eigenes Leben im Sinn und sind froh, dass das Kind ruhig in seinem Zimmer sitzt.
 

Benutzer118204 

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Piratin Piratin
Die Grundaussage aller verlinkten Beiträge ist für mich eher das in bildungsfernen Bereichen entsprechend auch die Medienkompetenz nicht besonders ausgebildet ist, was keine sonderliche Überraschung ist.
Natürlich könnte man dafür jetzt allein die Medien verantwortlich machen, aber für mich geht das in die falsche Richtung.
Natürlich hilft es nichts wenn man die Medien einfach zur Verfügung stellt, man muss auch den Umgang damit schulen. Angesichts der rasanten Entwicklung ist das leider nicht so einfach.
 

Benutzer107106 

Planet-Liebe ist Startseite
Redakteur
Es ist wirklich eine schwere Sache und ich werde es auf mich zukommen lassen.
Es ist und bleibt aber eine Tatsache, dass das Internet ein Teil unseres Alltags ist. Meinen (zurzeitigen) Hauptjob würde es ohne Internet nicht geben. Den meines Mannes auch nur bedingt. Daher bin ich da vielleicht auch nicht ganz so kritisch.
Man muss lernen sich selbst zuschützen und damit umzugehen.
 

Benutzer29410 

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Also ich mache nicht die Medien dafür verantwortlich, sondern die Eltern, die den ganzen Mist kaufen und die Kinder einfach machen lassen.
Zumal diese Welt ungeheuer anziehend und attraktiv für Kinder ist. Man muss nicht raus, sich nichts selber ausdenken, nicht selber aktiv werden, noch nicht mal mit anderen Leuten interagieren, sich nicht bewegen, und die echte Welt ist auf den ersten Blick auch nicht so bunt, schnelllebig und toll wie die Bildschirmwelt. Man kann ein Held sein, und in Wirklichkeit gar nichts auf die Kette kriegen. Opium für`s Volk.
 

Benutzer54399 

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Das hängt sehr viel mit der sozialen Situation der Eltern zusammen. Zumal viele Eltern überfordert sind und lieber nachgeben, als Grenzen setzen und durch gutes Vorbild voran zu gehen. Immerhin hat man dann seine Ruhe, und muss selber nicht so viel leisten. Ach ja, und viele Eltern aus bildungsfernen Schichten zocken selber gern, hängen den ganzen Tag am Iphone etc. pp., verplempern auch ihre eigene Freizeit, oder spielen mit dem Kind zusammen Computer (wie die Mutter vom Lütten), weil sie keinen Plan haben, was man sonst noch so mit einem großen Kind machen könnte. Oder sie haben ihr eigenes Leben im Sinn und sind froh, dass das Kind ruhig in seinem Zimmer sitzt.
Ich weiß ehrlich gesagt nicht so genau, was ich mit dem Beitrag anfangen soll. "Eltern aus bildungsfernen Schichten zocken selber gerne", das klingt schon so herablassend:

https://www.uni-hohenheim.de/news/computer-konsole-jeder-vierte-deutsche-ein-spieler-3
26% der 30 bis 49 jährigen spielen Videospiele und diese haben anteilig den höheren Bildungsabschluss.

Überhöhter und unkontrollierter Medienkonsum ist ein Symptom der schlechten Erziehung, das macht aber nicht die neuen Medien schlecht. Ganz im Gegenteil, die neuen Medien sind etwas alltägliches und sie werden so schnell nicht verschwinden. Deshalb: Lernen damit umzugehen und ein gutes Vorbild sein. Sie als Werkzeug nutzen und nicht als Belohnung glorifizieren.

Dann kann auch gemeinsam mit dem Kind spielen eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung sein.
 

Benutzer29410 

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Ich weiß ehrlich gesagt nicht so genau, was ich mit dem Beitrag anfangen soll. "Eltern aus bildungsfernen Schichten zocken selber gerne", das klingt schon so herablassend:

https://www.uni-hohenheim.de/news/computer-konsole-jeder-vierte-deutsche-ein-spieler-3
26% der 30 bis 49 jährigen spielen Videospiele und diese haben anteilig den höheren Bildungsabschluss.

Mit solchen Leuten hab ich in meiner Freizeit nichts zu tun, sorry. Meine Freunde haben alle richtige Hobbys. Aber bei uns im Dorf bleibt nichts verborgen, und ich weiß, was viele Erwachsene so tun, und was bei denen zu Hause abgeht. Mein Mann macht mit unseren Kindern lieber abends eine Fahrradtour oder baut mit ihnen was, als zu zocken.
 

Benutzer54399 

Planet-Liebe Berühmtheit
Man muss nicht raus
Was, je nach Wetter, auch positiv sein kann.

sich nichts selber ausdenken
Das ist abhängig vom Spiel und meistens nicht wahr. Schließlich wollen viele Spiele gelöst werden und das machen sie nicht von selbst.

nicht selber aktiv werden
Von alleine spielt sich ein Spiel selten.

noch nicht mal mit anderen Leuten interagieren
Abhängig vom Spiel.

sich nicht bewegen
Dem kann ich größtenteils nicht Widersprechen.

und die echte Welt ist auf den ersten Blick auch nicht so bunt, schnelllebig und toll wie die Bildschirmwelt.
Spricht für eine gute Freizeitbeschäftigung.

Man kann ein Held sein, und in Wirklichkeit gar nichts auf die Kette kriegen. Opium für`s Volk.
Das kann man auch über Bücher sagen. Dafür hat man ja seine Freizeit.
[DOUBLEPOST=1433510297,1433510242][/DOUBLEPOST]
Mit solchen Leuten hab ich in meiner Freizeit nichts zu tun, sorry. Meine Freunde haben alle richtige Hobbys. Aber bei uns im Dorf bleibt nichts verborgen, und ich weiß, was viele Erwachsene so tun, und was bei denen zu Hause abgeht.
Was sind denn "richtige Hobbys"?
 

Benutzer29410 

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Richtige Hobbys: verreisen, Garten, Sport, reiten, wandern, segeln, surfen, klettern, Bergsteigen, Baumhäuser bauen, nähen, kochen, backen, lesen, in die Oper oder ins Theater gehen, ins Kino gehen, malen, handwerken, Freiwillige Feierwehr, Fußballtrainer bei der E Jugend sein, Motorradfahren, Mittelalterverein, zelten, Geochaching machen, Höhlenforschen, Rollstuhlbasketball unterstützen, basteln, Schnitzeljageden machen, am Lagerfeuer zur Gitarre singen, mit dem Hund spazieren gehen, Hundetraining, Tennis spielen, Kletterwald, Wildparks, Zoos, Freizeitparks, sich mit anderen Familien verabreden und grillen, Biogärtnern, Brot backen, Bierbrauen, ski fahren, Schwimmbad gehen.....ich könnte noch ne Weile so weitermachen. Karnevalsverein, Schützenverein, Suchritte machen, bei der Jungschar mithelfen, Agility Training, Kite-Surfen...Bücherschreiben, sich selber Spiele ausdenken, Lego-Technik bauen, Spieleabende, Pen- und Paperrollenspiel....Liverollenspiel, Band, Impro-Theater, Handballverein....Freunde einladen und Spaghetti Bolognese kochen (im Winter)...Burgen besichtigen, in Museen gehen, Flohmärkte, Fahrradtour machen, Picknicks machen....

Huch, die Kinder sind wach, Ende von Piratins Medienzeit. :zwinker:
 
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Benutzer118204 

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Und was macht diese Hobbys zu richtigen Hobbys, bzw. was disqualifiziert "nicht richtige Hobbys"?
 

Benutzer118204 

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Subway Subway Na da bekommt dann hinterher jeder was ab, oder man isst halt allein :zwinker:

Aber ich halte diese Wertung für ähnlich unnötig wie bei "richtiger" Arbeit, sobald der Beruf auf gesellschaftliche Akzeptanz stößt. Überraschenderweise finden sich dennoch immer genügen Kunden für Menschen mit "falscher" Arbeit.
[DOUBLEPOST=1433513838,1433513552][/DOUBLEPOST]
Off-Topic:
BTW - Ich hab kürzlich einen Artikel über Muggel-Quiddich gelesen. Da hab ich im ersten Moment auch gedacht, dass es etwas seltsam ist, aber im Grunde passt es gut in die Liste der Piratin Piratin
 

Benutzer137374  (49)

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Mit solchen Leuten hab ich in meiner Freizeit nichts zu tun, sorry. Meine Freunde haben alle richtige Hobbys. Aber bei uns im Dorf bleibt nichts verborgen, und ich weiß, was viele Erwachsene so tun, und was bei denen zu Hause abgeht. Mein Mann macht mit unseren Kindern lieber abends eine Fahrradtour oder baut mit ihnen was, als zu zocken.
Mir scheint dies schon ein wenig von Voreingenommenheit gepraegt zu sein. Ich habe frueher auf meiner Arbeitsstelle immer mittags gezockt. Egoshoter, bei dem sich alle gegenseitig umbringen. 80% hatten einen Doktortitel und 20% waren dabei ihn zu machen. Weit entfernt von bildungsfern. Mir faellt das zB eher bei Deiner Auflistung (siehe Karnevals- oder Schuetzenverein) ein. Gruseliges Dorfdeppenzeugs, erheblich schlimmer als Computerspiele.
 

Benutzer116134 

Planet-Liebe Berühmtheit
Ich kann nur (wie immer bei dem Thema) wiederholen, dass ich unnötiges Glorifizieren und "Besonders machen" von PC und Internet für gefährlich halte.
Ich hatte bereits in der Grundschule einen recht guten PC, allerdings ohne Internet. Darauf konnte ich meine Geschichten schreiben und ausgewählte Spiele spielen. Bei 95% davon waren andere Kinder involviert – mit meinem jüngeren Bruder habe ich zum Beispiel oft "Büro" gespielt und Zahlen in Excel Tabellen getippt :zwinker: Je älter ich wurde, desto besser wurden meine Fähigkeiten im Umgang mit dem PC und desto ausgeklügelter wurden auch unsere Spiele.
Off-Topic:
So gab es zum Beispiel das "Paparazzi-Spiel", bei dem ich meinen Bruder interviewt habe, bestimmte Aussagen von ihm aus dem Zusammenhang gerissen und Zeitungsartikel mit entsprechenden Fotos gestaltet habe.

Wenn Freunde zu Besuch waren, hatte ich oft gar nicht so das Interesse am PC, während die Freunde, die das von Zuhause nicht gewohnt waren, am liebsten nur damit alleine gespielt hätten.
Sicher ist es auch von Kind zu Kind unterschiedlich, aber man kennt es doch von Süßigkeiten, Fernseher und allem Möglichen: Wenn man das den Kindern zu lange vorenthält oder zu stark reglementiert, wird der Konsum irgendwann umso extremer. Ist natürlich auch nicht immer so, aber die Erfahrung habe ich schon recht häufig gemacht.
 
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