Vorstellung vs Realität: Leben mit Kindern

Benutzer107106 

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Ihr Lieben,
wenn man sich ein Kind wünscht oder schwanger ist, dann stellt man sich das Leben mit Kind vor. Man fragt sich wie die Kinder aussehen mögen, welche Geschlechter sie haben, wie man die Wochenenden verbringen wird, was man mit ihnen spielt, wie man sie erzieht, etc. Irgendwann entwickelt man irgendwelche Ja und Neins, wie das Leben mit Kind auszusehen hat und verteufelt die Erziehungssünden. Bei vielen gibt es sogar einen Katalog was sie aufjeden Fall tun werden und was niemals, zb:
- Kein TV vor der Grundschule
- Nie vor dem Kind streiten
- Keine Süßigkeiten
- Der Versuch sich an eine bestimmte Erziehungsmethode zu halten
- Geschlechtsneutrale Erziehung
- Jeden Tag Obst und Gemüse
- keinen Schnuller
- Stillen bis das Kind nicht mehr will
- Nie schreien lassen
- etc. pp.
Gleichzeitig hat man eine Vorstellung, wie man selbst sein wird. Streng, locker, Glucke, Hahn im Korb,...

Und, wie war es, als die Realität euch eingehohlt hat? Was dürfen eure Kinder, was ihr nie gedacht hättet? Wo seit ihr doch viiiel strenger als gedacht? Was ist euch mittlerweile sowas von egal? Über was ärgert ihr euch, wenn ihr euch selbst betrachtet und was amüsiert euch?

Erzählt doch mal!
 

Benutzer58449  (32)

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Ich denke ich werde das mal wie meine Eltern machen. Beide haben mit vor ein paar Jahren mal eröffnet das die Null plan hatten und einfach rumprobiert haben bei mir und meinem Bruder ^^
Aus uns ist ja auch was geworden.

Große Pläne klingen ja erstmal nett aber 1. kommt es anders.....:zwinker:
 

Benutzer29410 

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Ich kann mich nicht mehr erinnern, ob ich bestimmte Erziehungsvorstellungen hatte. Falls ja, hat mir die schon meine eigensinnige Tochter ausgetrieben und mein leicht verrückter Sohn hat mir dann den Rest gegeben. :zwinker:
Ich hatte aber ein paar Vorstellungen, die dann in der Realität anders waren, z.B. dachte ich, dass alle Babys Schnuller haben (meine wollten keine), dass ein Kind mit 6 Monaten Brei isst (meine haben bis 12 Monate Milch getrunken und dann die scharf gewürzten Garnelen von Papas Teller gefuttert), dass Großeltern ganz verrückt nach Babys sind (meine waren zwar freundlich interessiert aber nicht vernarrt, haben ihr eigenes Leben als Priorität), dass Babys und Kleinstkinder sich auch mal selber beschäftigen können (meine wollten immer Mami, Action, frische Luft und was zu gucken haben), dass die Eltern sich nach der Geburt alles so gleichberechtigt aufteilen wie vorher in der kinderlosen Partnerschaft (pööööh :zwinker:), und überhaupt hatte ich gedacht, dass ich nach dem Abstillen wieder viel unabhängiger bin, aber das war nicht so, ist aber ok. :zwinker:

Ich muss aber schmunzeln, wenn ich Artikel in Hochglanzzeitschriften lese oder romantische Buchklappentexte, in denen die Mutter perfekt gestylt ihr aufregendes Abenteuerleben einfach so weiterlebt wie vorher und das Kind/ die Kinder finden das richtig prima und passen sich allen Ideen und Spontanitäten der Mutter flexibel an. Meine Kinder hingegen sind konservativ, brauchen Routine, ein ruhiges, berechenbares Leben mit viel "Elternzeit", eine kindgerechte Umgebung, einen sicheren Rahmen und viel Aufmerksamkeit und Auslauf.
Ach ja, und auch Reisen mit Kleinkindern fand ich längst nicht so toll in der Realität, wie ich mir das vorher ausgemalt hatte und wie es mit einem (!) Baby im Maxi Cosi auch noch (halbwegs) war. "Nicht so toll" ist noch untertrieben, "alptraumhaft" trifft es eher. :grin:
Mittlerweile geht`s aber besser.
 
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Benutzer107106 

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Ich war davon überezugt relativ streng zu sein, schließlich weiß ich, wie ich mit meinen Nachhilfeschülern und Kindergruppe Kiddis umgehe. Tja, Pustekuchen :grin: Dafür ist mein ruhiger Mann aufeinmal der harte Durchgreifer. Wir sind beide etwas erstaunt...
Thema Schnuller: Mir war klar: Mein Kind bekommt den früh abgewöhnt. Und jetzt habe ich ein Kind, das dermaßen schlecht und unruhig schläft und ich mich freue nur 2-3 mal nachts aufstehen zu müssen, dass ich mir das einfach nicht nehme.
Thema Kleidung; Zwar mag ich es nicht kleine Mädchen wie Modepüppchen anzuziehen, aber mal ein Kleidchen ist ja ganz niedlich, oder? Meine Tochter hasst Kleider und Röcke. Sie will eine Hose und ein T-Shirt oder Pulli mit Aufdruck: Minnie Mouse, Bären, Katzen, Eulen, Feuerwehrautos, Bagger, ...
Thema Draußen Spielen: Natürlich soll das Kind an die Luft. Nur doof, wenn es nicht will. Ich habe hier einen Stubenhocker. Spazierengehen ist doof, Laufräder sind doof und Dreiräder auch. Lesen, Puzzel, Malen, Puppen, das ist doch viel besser! Immerhin mag sie den Sandkasten.
Thema Baby ausquartieren: Man will die Ehe natürlich am Laufen halten und deshalb wird das Baby schnell ausquartiert! Tolle Idee. Nur doof, wenn man ein Kind hat, dass nachts ständig einen Schnullerlieferanten, Bauch streichler und Handchenhalter braucht. Mit ca einem Jahr ist sie dann ausgezogen, weil sie durch uns geweckt wurde.
Thema Flasche: Ich fand Fläschchenen geben so schön. Meine Tochter aber nicht. Mit dem 1. Geburtstag verweigerte sie die Flasche komplett und wollte das nicht mehr.
Thema geschlechtsneutrale Erziehung: Naja so ganz halte ich da nichts von, wollte aber das meine Tochter ihre eigenen Interessen verfolgen kann. Nun habe ich an Minnie Mouse Produkten alles was man sich vorstellen kann. Im Kinderzimmer stehen Puppenbuggy, Puppenbett und Puppenschrank. Allerdings mag sie ihre Autos, die Feuerwehrbücher und die Holzeisenbahn mindestens genauso gerne.

Natürlich sieht mein Mädchen auch gar nicht so aus, wie gedacht. Aber das war ja klar. Was allerdings genauso geworden ist wie erwartet: Sie ist ein ruhiges Kind, das gerne liest und sich gerne ruhig beschäftigt: Malen, puzzeln, Duplo bauen, Schienen verlegen, Puppen versorgen. Toben, laufen, springen, etc ist nichts für sie. Da kommt sie ganz nach den Eltern. Daher bin ich froh, dass sie einen tollen Bewegungskindergarten hat, der das gut auffängt, sie fördert aber nicht überfordert und sie dazubringt sich mehr zutrauen.
 

Benutzer44981 

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Ich fände es irgendwie seltsam, derart detailierte Pläne für mein noch nicht mal existierendes Kind zu machen, da eben nicht alle Kinder gleich sind und man da immer wieder auf die individuellen Besonderheiten, Bedürfnisse, usw. eingehen muss.

Aufgrund meiner Erfahrung im Umgang mit fremden Kindern und der Beobachtung des Verhaltens von Eltern und Kindern im Rahmen meines ehrenamtlichen Engagements habe ich eigentlich nur zwei Ansprüche an mich und mein Verhalten gegenüber Kindern, die natürlich auch für meinen Umgang mit meinem eigenen Kind gelten:
1. Ich nehme das Kind ernst (d.h. ich höre ihm zu, lasse ihm seine eigene Meinung, versuche ernsthaft, seine Fragen zu beantworten, usw.)
2. Ich bin generell eher locker und lasse Freiräume, aber wenn es nötig ist (z.B. weil es um Sicherheit, Verletzungsrisiken, etc. geht), stelle ich klare, verständliche Regeln auf, erkläre sie dem Kind möglichst verständlich und kindgerecht und achte dann auch konsequent auf deren Einhaltung.

Natürlich lässt sich das nicht immer in jeder Situation 100%ig umsetzen... aber ich werde zumindest versuchen, mich so zu verhalten, weil ich damit bisher sehr gute Erfahrungen im Umgang mit Kindern gemacht habe.
 

Benutzer58054  (39)

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Wir haben das alles vorher nicht so geplant. Gern wollte ich wenig Süßes geben und es gelingt soweit - eine Süßigkeit pro Tag ist erlaubt. Momentan muss ich ihn manchmal mit der kleinen Tüte Gummibärchen in den 2. Stock locken, denn Tragen geht einfach nicht.

Gesunde Ernährung war/ist mir wichtig. Ist zum Glück nicht schwer, denn das Kind isst gern und alles. Gemüse und sogar Salat sind kein Problem. Das heißt aber nicht dass Nr 2 auch so wird. Dann muss ich halt tricksen oder erpressen :zwinker:

Gern wäre ich noch disziplinierter beim Sauberwerden von M. Aber ich denke, ich leiste ganz gute Vorarbeit. Er geht gern und auch freiwillig aufs Töpfchen bzw Klo, nur eben oft zu spät, naja...

Mein Mann und ich waren und sind uns einig, dass wir sehr konsequent sind. Wenn wir etwas sagen (Sanktion androhen: "Essen kommt weg, wenn es absichtlich runter geschmissen wird; "Time out wenn mehrmals Spielsachen durch das Zimmer geschmissen werden ect.) ziehen wir es immer durch. Wir sagen nie "es gibt dann keinen Sandmann oder ..." und geben es dann doch. Das ist mir sehr wichtig!
 

Benutzer29410 

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Unsere Kinder dürfen selber entscheiden, wann sie auf`s Klo gehen wollen. Püppi wollte schon vor ihrem zweiten Geburtstag, Keksi will jetzt mit 2,5 noch nicht, er hat auch noch gar kein Gefühl für seine Ausscheidungen. Generell gilt bei uns: jeder DARF auf`s Klo gehen, keiner MUSS. Ist noch keiner mit Pampi zur Schule gegangen.
Bei Essen bin ich auch sehr lax: jeder darf essen, keiner muss, es muss kein Teller leergegessen werden, man darf auch Dinge nicht mögen. Ich bin selber sehr mäklig, esse viele Dinge nicht gern und habe als Kind unendlich darunter gelitten, Fleisch und Paprika essen zu müssen. Trotzdem oder grade wegen unserer laxen Einstellung dazu essen unsere Kinder alles, selbst die abartigsten Sachen wie Tintenfischringe, und polieren meist mit gutem Appetit ihren gesamten Teller leer.
Sonderlich konsequent sind wir auch nicht, geben zweite und dritte Chancen, leben nach der Devise "Choose your fights", trotzdem sind unsere Kinder meistens lieb und brav. Ich bin als Elterntyp irgendwie eher mein Vater als meine Mutter. :grin: So hatte ich mir das aber auch vorgestellt, bzw. wollte ich so sein, von daher sind Vorstellungen und Realität nicht divergierend gewesen.
 

Benutzer107106 

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Aufessen muss hier auch keiner und wenn man etwas nicht mag, dann ist das so. Ich habe mich im Kindergarten einmal übergeben, weil man mich zwang etwas zu essen. Das möchte ich meine Kindern niemal antun. Außer Erbsen und Fleisch (Schnitzel) isst Böhnchen auch alles, zumindest alles was sie darf. Und sie isst lieber Wurst als Kekse und lieber Nudeln als (soja-)Joghurt. Wenn es ihr nicht gut geht, kann ich sie mit Nudeln und roter Sose besser zum essen überreden, als mit Keksen. Und wehe es gibt nicht die tägliche Mandarine!
 
4 Woche(n) später

Benutzer76802  (30)

Verbringt hier viel Zeit
Ganz ehrlich? ich habe mir eigentlich nicht wirklich gedanken dadrüber gemacht, dazu hatte ich auch nicht wirklich viel zeit. auch heute mach ich mir nicht wirklich gedanken wie ich was machen werde.. außer was Schule angeht, in 1-2 Jahren (hoffentlich erst in 2 jahren :tongue: bin doch selbst erst seid 2 jahren das thema schule los xD)

Sollte er nach der Schule nicht in die Betreuung gehen, gibts erst Mittagessen und dann werden die Hausaufgaben gemacht, dann kontrolliert und danach darf er dann erst spielen. Denn ich finde sowas wichtig! ich hab selbst als kind oft geschludert bzw hatte dazu keine lust. Ich weiß nicht mehr wie das zu anfang war, aber zum schluss bzw als ich älter wurde hatte das meinen Eltern nicht mehr wirklich interessiert, klar lernen musste ich auch Hausaufgaben machen, aber sie haben es iwann nicht mehr "gründlich" kontrolliert.. in der Berufsfachschule eh nicht mehr, aber da war ich auch schon 16-18/19 da wars so gesehn meine sache, immerhin wurd ich älter find ich auch in orndung.. aber solange andré jünger ist und es wichtig ist für schule muss es so sein (so stell ich es mir jedenfalls vor) klar werde ich nicht bis er zur 10 sein abschluss macht daneben hocken, aber kontrollieren doch schon.

Ob ich das dann auch wirklich so durchziehn werde ist wieder was anderes, ansonsten erziehen wir aber so wie wir es uns denken, nicht wirklich streng aber auch nicht wirklich locker. ne gesunde mischung und zwar so wie wir es mögen. Zum glück sehen wir aber das meiste ziemlich gleich. :tongue:
 

Benutzer100557 

Meistens hier zu finden
Im Vorraus mache ich mir da noch keine wirklichen Gedanken darüber, Ich weiß zwar das ich im Gegensatz zu meiner Kindheit einiges anders machen möchte/werde aber konkrete Pläne oder Regeln habe ich da jetzt noch nicht.

Ich habe meiner Schwester damals geholfen ihre Tochter groß zu ziehen und aus ihr ist auch was geworden, wo gegen ich merke das ihr Sohn ein ziemlicher Rabauke geworden. Was gut möglich daran liegen kann das ich da nicht so da war wie bei meiner Nichte. Wer weiß.
 

Benutzer54399 

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Dauert ja noch ein paar Monate bei mir und habe mir eigentlich wenig konkretes vorgenommen: Es wird nicht gezwungen etwas zu essen, dass es nicht mag. Wird aber motiviert Dinge zu probieren und (später dann) soll beim Kochen helfen.
Religion möchte ich so lange wie möglich von meinem Kind fernhalten. Das wird bei der Schwiegerfamilie wohl nicht so einfach.
Der romantischste Punkt ist wohl: Ich will ihm/ihr erklären, warum sie etwas darf oder nicht darf. Denke der Punkt fliegt als erstes über Board. :grin:
 
3 Woche(n) später

Benutzer6874  (35)

Benutzer gesperrt
Meine Kinder werden mit den Eltern vorlieb nehmen müssen, wie sie sind, mit allen ihren Vorteilen und Unzulänglichkeiten.

Es kann interessant sein in Ratgebern zu lesen, und zu sehen wie sich die Ratschläge von einer Auflage zur andern wandeln. Aber ich werde mich spontan verhalten, aus dem Augenblick entscheiden. Ich hoffe ich kann immer drauf aufbauen dass ich die Kinder liebe. Prinzipien machen die Erziehung vrerkrampft.

Geschwister erziehen sich übrigens auch gegenseitig, und die Kinder können nie früh genug damit anfeangen, ihre Eltern zu erziehen!

Off-Topic:
Meine eigene Erziehung war unnachahmbar. Die Mam eine spontane Chaotin voller Liebe, wo auch etwa Milchtüten durchs Zimmer flogen. Der Pa mit ganz wenigen nicht verhandelbaren Regeln, und einem sehr weiten Bereich in dem er mit uns lustvoll diskutierte.
Das war kein bewusster Erziehungsplan, das hat sich einfach so ergeben.
 

Benutzer44981 

Planet-Liebe Berühmtheit
Der romantischste Punkt ist wohl: Ich will ihm/ihr erklären, warum sie etwas darf oder nicht darf. Denke der Punkt fliegt als erstes über Board. :grin:
Wirf diesen Punkt nicht leichtfertig über Bord!
Ich habe zwar keine eigenen Kinder, aber bin als Skilehrer immer wieder mit Kindern im Grundschulalter unterwegs und da habe ich auch nach einigen Jahren und ca. 100 Kindern den Anspruch an mich, Regeln und Verbote kindgerecht zu erklären und zu begründen, nicht aufgegeben und konnte ihm vielleicht nicht immer, aber doch meistens gerecht werden. - Und ich habe definitiv den Eindruck, dass Kinder Regeln und Verbote besser annehmen, wenn sie wissen, dass diese nicht einfach so vom Himmel fallen und auf reiner Willkür beruhen, sondern ihren Grund haben.
 

Benutzer85989 

Meistens hier zu finden
Ein sehr sehr schöner und interessanter Thread, weil ich mir ständig gerne meine Zukunft mit Kind/er ausmale und langsam anfange immer öfter davon zu träumen.

Ich kann vieles bei meiner Cousine beobachten, die nun ein 2 Jähriges Mädchen hat.
Für sie war klar gewesen, dass ihr Kind gestillt wird und mit 6 Monaten Brei isst und mit der Flasche gefüttert wird. Aber Pustekuchen! Die Kleine wollte immer noch gestillt werden und hat sich dem Breiessen und der Flasche verweigert. Zum Ende hin hat es dann doch gut geklappt, aber meine Cousine hat ihre Tochter mit 1,5 Jahren noch gestillt, allerdings nur in der Nacht, weil die Kleine 1x in der Nacht wach geworden ist und beim Stillen wieder schnell eingeschlafen ist.
Meine Cousine hat es sich auch leichter vorgestellt nach 1 Jahr wieder arbeiten zu gehen, aber sie sagte mir vor kurzem, dass sie es noch stressiger findet. Sie arbeitet Halbtags und bringt ihre Kleine früh morgens in die Kita und holt sie dann am Mittag wieder ab. Dieses ständige hin und herfahren, sich beeilen, nach der Arbeit noch Kochen und das Kind bespaßen, findet sie einfach zu viel und nervt sie. Dann doch lieber ganz Zuhause bleiben ohne dieses hin und her.
Sie wollte ihre Tochter auch eher geschlechtsneutral kleiden, aber durch die gebrauchten Klamotten von Verwandten und Freunden, gab es doch überwiegend rosa und pink. Und mittlerweile hat meine Cousine doch Gefallen daran gefunden, die Kleine in süße Kleidchen zu stecken und ihr ein Zöpfchen zu machen.

Meine persönlichen Vorstellungen sind wohl wahrscheinlich zu einfach gedacht :ROFLMAO:
Mein Freund und ich sind beide sehr ähnlich aufgewachsen. Unsere Eltern waren/sind selbstständig und deswegen sind wir beide mit arbeitenden Müttern aufgewachsen und wir beide haben das auch immer als sehr gut empfunden.
Für meinen Freund ist es eine absolute Selbstverständlichkeit selbst in Elternzeit zu gehen und die Vorstellung empfindet er auch als sehr schön. Und ich habe die Vorstellung nach dem Mutterschutz wieder arbeiten zu gehen, aber eher Halbtags.
Ich kann mir aber vorstellen, dass ich in der Realität doch das Bedürfnis empfinde, länger bei dem Baby zu bleiben und ich vielleicht physisch auch noch nicht ganz fit wäre, um wieder arbeiten zu gehen.
 

Benutzer107106 

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Verbolte begründen geht nur sehr bedingt :zwinker:
Kommt natürlich aufs Alter an, aber einer zweijährigen sind Begründungen auch einfach egal.
Wie gesagt, vor kurzem hatte sie einen Trotzanfall der aller höchsten Güte, weil sie sich auf dem Parkplatz nicht das Auto aussuchen durfte, mit dem wir nach Hause fahren wollten. (Nein Böhnchen, uns gehört das rote Auto nicht. Wir fahren mit unserem dunkelblauen - das war ihr doch egal.) Sie möchte auch gerne Auto fahren oder einen Hund haben. Die Begründung, dass wir das nicht möchten muss dann einfach reichen. Im Gegenteil: langes lamentieren kann die eigene Position schwächen, am Ende kann man dem Wunsch des Kindes trotzdem nicht entsprechen.
Off-Topic:
Ich überlege gerade, ob es bei uns viele Verbote gibt? Außer, dass sie nicht in Steckdosen greifen darf und sich nicht auf Spülmaschinenklappe setzen darf eigentlich kaum. Meistens ermöglichen wir recht viel oder ändern ihre Ideen so ab, dass der Schaden gering bleibt.
 

Benutzer58054  (39)

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Off-Topic:
Hier gibt es ein neues Verbot: dem Baby nicht ins Ohr oder sonst wohin zwicken, das Baby nicht mit Gummibärchen füttern. (Ich erkläre es halt immer wieder.) Außerdem darf M nicht mit seinem offen Trinkbecher rumlaufen, sondern muss sitzen oder am Tisch stehen zum Trinken und hopsen auf der Couch ist absolut Tabu, weil viel zu gefährlich.
 

Benutzer44981 

Planet-Liebe Berühmtheit
Verbolte begründen geht nur sehr bedingt :zwinker:
Kommt natürlich aufs Alter an, aber einer zweijährigen sind Begründungen auch einfach egal.
Bei so kleinen Kindern mag das noch schwierig sein... aber spätestens im Grundschulalter kann man doch eigentlich fast immer eine brauchbare Erklärung finden.
Und ich weiß auch garnicht, ob es so wichtig ist, dass das Kind die Erklärung vollständig und in allen Details nachvollziehen kann. Viel wichtiger dürfte das das Gefühl sein, dass ich kein "Willkürherrscher" bin und das Kind ernst nehme.
 

Benutzer109783 

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Mein Sohn ist erst 14 Monate alt. Viele Dinge werden sich erst noch zeigen. :zwinker: Bisher haben wir uns aber gut an unsere Vorstellungen "gehalten". Er hat noch nie Zucker bekommen, da wir nicht finden, dass man ihn so früh schon daran gewöhnen muss. Später soll es dann auch nur sehr wenig Zucker geben und es gibt keine Zuckergetränke (Cola, Eistee etc.). Da wir selbst auch ausschließlich Wasser trinken, ist das auch kein Problem.
TV haben wir nicht, daher ist das auch kein Thema. Auch McDonald’s & Co gibt es bei uns nicht.
Schnuller gab es bei uns auch nicht, das war nie ein Problem. Gestillt hat meine Frau bis er 1 Jahr alt war, geplant waren mindestens 6 Monate.

Eigentlich alles genauso, wie es meine Eltern auch mit mir gemacht haben.

Ich wollte mit G. von Anfang an zu Babykursen o.Ä., weil die das Kind fördern und blabla. Aber solche Kurse sind FURCHTBAR. Für mich unerträglich. Daher wurde daraus nichts richtig. Damit G. auch andere Babys kennenlernt, treffen wir uns lieber mit Freunden, die auch Kinder haben. Inzwischen geht er in den Kindergarten. Und da ist das nächste Problem:

Es ist verdammt schwer, sein Baby abzugeben!!! Jetzt, mit 14 Monaten fällt uns das schon leichter- zumindest der Kindergarten ist kein Problem mehr, weil unser Sohn dort auch verdammt gerne hingeht. Aber dass es einem SO schwer fällt, hätte ich nicht gedacht.

Es ist auch viel schwieriger das Haus zu verlassen, als ich mir das vorgestellt habe. Ich will am liebsten immer bei ihm sein. Am Anfang, kurz nach der Geburt, dachte ich, dass das noch besser wird, aber es ist nun immer noch so, dass ich oft nicht zur Uni gehe, weil ich lieber mit ihm kuscheln oder spielen will. Hätte ich einen typischen 9-5 Job, wäre ich wohl absolut unglücklich, so wenig Zeit mit ihm verbringen zu können. Mir fällt das ECHT unglaublich schwer. Manchmal kommen mir einfach die Tränen, wenn ich los muss und er an der Tür oder am Fenster steht und mir nach guckt. :frown: Mein Leben bzw. meine Prioritäten im Leben haben sich dadurch sehr stark geändert, Dinge, die ich vorher geliebt habe, denen gehe ich nicht mehr nach und vermisse sie auch gar nicht.

Wir hatten uns vorgestellt, dass G. relativ schnell in seinem eigenem Zimmer schläft und wir unser Bett für uns haben. :link::link:
G. ist auch ein guter Schläfer und schläft eigentlich überall, daher ist das kein Problem. ABER es ist einfach schön, wenn er bei uns im Bett liegt, obwohl das nie so geplant war und wir dafür auch kritisiert werden. :tongue:

Von der Erziehung bin ich nicht überrascht, da ich vorher schon immer viele Kinder gehütet habe und da immer super klar kam. Aber ich bin halt schon der Lockere, während meine Frau die Vernünftige ist. Während ich mit G. auf dem Arm Saltos auf dem Trampolin mache, erklärt sie, wie gefährlich das ist :grin: Ich glaube aber, das ist schon 'ne perfekte Mischung so.
 

Benutzer107106 

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Off-Topic:
Hier gibt es ein neues Verbot: dem Baby nicht ins Ohr oder sonst wohin zwicken, das Baby nicht mit Gummibärchen füttern. (Ich erkläre es halt immer wieder.) Außerdem darf M nicht mit seinem offen Trinkbecher rumlaufen, sondern muss sitzen oder am Tisch stehen zum Trinken und hopsen auf der Couch ist absolut Tabu, weil viel zu gefährlich.
Off-Topic:
Die Erklärung, dass das Baby noch keine Zähne hat, hat bei meinem Patenkind sehr gut geholfen. Die wollte ihre Babyschwester auch immer mit Brot füttern...

[DOUBLEPOST=1431975684,1431975355][/DOUBLEPOST] T Tobias Ich bin zu meinem Kind allerdings wirklich GANZ anders, als zu anderen Kindern. Das ist wirklich ganz krass. Ich kann bei anderen Kindern echt mega streng sein, aber bei Böhnchen werde ich schnell weich.

Oh bei uns gibt es doch einige Regeln, die sie gar nicht lustig findet: Roller- und Laufradfahren gibt es nur mit Helm. Sie darf nicht hauen und kneifen. Sie darf beim Wickeln nicht treten. Der Schnuller kommt nicht mit in den Kindergarten, sondern bleibt im Auto.
 

Benutzer76802  (30)

Verbringt hier viel Zeit
T Tobias : Das wird schon noch mit dem "schlechten" gewissen. er ist ja noch klein, aber jeder ist da anders.. Ich hatte eigentlich relativ schnell garkein Problem damit. Er ist im kiga seid er 1 Jahr alt ist.. die eingewöhnung hat sein papa mit ihm gemacht weil ich arbeiten war.. denke das hat damit vll auch was zu tun, ich hab 40h die woche gearbeitet seid er nen halbes jahr war.. ging auch nicht anders, aber ich finde es gut, von nichts kommt nichts und ich finde es wichtig das kinder wissen bzw merken "mama und papa müssen geld verdienen" bzw das sie merken "mama und papa haben auch noch ein leben... und holen mich aber immer wieder ab" egal ob das nun der Kiga ist oder wenn die kids von Oma,Tante etc pp fremdbetreut werden sollten, weil Mama und Papa mal eben für 1-2 std essen gehen oder ins kino. Sowas tut kindern gut, da musst du meiner meinung nach echt kein "schlechtes" gewissen haben. :grin:

Man ist ja nicht nur Mama und Papa sondern auch noch Selbst Mann oder Frau.
 
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