Ist es ein Problem wenn ein Partner Bisexuell ist in einer Beziehung?

Benutzer184331  (23)

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Hallo,

Ich habe mal eine theoretische Frage. Es kann ja vorkommen das ein Partner Bisexuell ist und der andere nicht. Ist es dann eventuell ein Problem. Weil ich mir denke das wenn du auf ein bestimmtes Geschlecht stehst, du die Nähe zu diesem dann Suchst/brauchst. Zumindest könnte ich mir als Heterosexuell keinen Verzicht auf das andere Geschlecht vorstellen. Wie ist das dann mit Bisexuellen die eine Beziehung zu einem Partner haben? Fehlt dennen was?
 

Benutzer184331  (23)

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Das hat halt nicht wirklich etwas mit der Sexualität zu tun. Auch ein heterosexueller oder homosexueller Mensch kann polyamor sein.

Wieso jetzt ausgerechnet bisexuelle (gilt das auch für pansexuelle und Co?) Menschen deutlich öfter mehrere Menschen wollen, erschließt sich mir nicht.
Es ging mir darum ob einem Bisexuellen etwas Fehlt. Er fühlt sich zu Geschlechtern hingezogen.
 

Benutzer172677 

Sehr bekannt hier
Es ging mir darum ob einem Bisexuellen etwas Fehlt. Er fühlt sich zu Geschlechtern hingezogen.
Das wirst Du halt nicht allgemeingültig beantworten können.
Wie Du an meinem Beispiel siehst, fehlt da manchen nichts, anderen wird es fehlen.
Ist aber halt auch nicht anders als bei hetero- oder homosexuellen Menschen, die ticken ja auch nicht alle gleich innerhalb ihrer Orientierung und auch da gibt es Beziehungen, in denen einem oder beiden bestimmte Facetten fehlen können.
 

Benutzer174589 

Meistens hier zu finden
Weil sie sich zu einem 2ten Geschlecht hingezogen fühlen und ein Partner das verlangen so nicht erfüllen kann.
Entweder hat man das Verlangen nach anderen Menschen oder nicht.

Unabhängig von sexueller Orientierung oder Geschlecht. Easy as that.
 

Benutzer184941  (16)

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ich bin selber bi und egal in welcher beziehung ich war hab da nie irgend was vermisst egal ob mein partner/in selber bi war oder nicht
 

Benutzer171033 

Öfter im Forum
Ein subjektiver Daseinsbericht:
Ich bin bi, und habe das vor meiner jetzigen Beziehung auch regelmäßig ausgelebt- eine sehr lange Zeit ohne es "bi" zu nennen, schlicht, weil ich mir des Labels auf meiner Stirn nicht bewusst war. Ich hab mich verliebt, hatte Beziehungen und Affären (nicht im Sinne von Seitensprüngen, sondern von romantischen Einlassungen mit Nicht-Beziehungspartnern), hab gevögelt. Mit beiden binären Geschlechtern.
Ich lebe mit meinem jetzigen Herzensmann und Nun-Ehemann im elften Beziehungsjahr, und lebe meine Sexualität monogam mit ihm aus. Er hat meine Bisexualität erst vor zwei, drei Jahren irgendwann aus einem beliebigen Gespräch bewusst erfahren, weil es für mich so natürlich ist, dass ich ich bin, dass ich es nie extra adressiert habe. Er war kurz erschrocken und hat sich ähnliche Fragen wie du gestellt. Fakt ist: Frauen haben es sehr viel leichter, als attraktiv von mir wahrgenommen zu werden als Männer. Fakt ist: Ich weiß von vielen Stock-hetero-Frauen, dass es ihnen ebenso geht. Fakt ist: In unserer Beziehung fehlt mir rein gar nichts. Ich habe keine Lust auf fremde Haut egal welchen Geschlechts. Genauso, wie mir Sexualität mit blonden Menschen nicht fehlt, obwohl ich schon in Blonde verliebt war, und er dunkle Haare hat.
 

Benutzer152937  (29)

Meistens hier zu finden
Off-Topic:

Naja es gibt einige Arten (vor allem Säugetiere!), die monogam leben. Und unsere Vorfahren haben immer wieder monogam gelebt (über tausende von Jahren). Die Annahme, dass sie nur polyarmor gelebt hatten bzw. ein Clanführer, der dann alle Weiber gehabt hat, ist je nach Zeitraum schlichtweg falsch. Und nein ich meine nicht das Mittelalter​
Säugetiere sind ein denkbar schlechtes Beispiel für Monogamie. Die allermeisten der rund 6000 Säugetierarten sind nicht monogam, darunter auch die meisten Primatenarten. Nur etwa 3 bis 5 % aller Säugerarten sind monogam und ähnliche Schätzungen gibt es auch zur Verbreitung von Monogamie unter Primaten. Wenn überhaupt, dann sind die Vögel ein Beispiel für Monogamie im Tierreich - und selbst bei denen hat sich in den letzten zwanzig, dreißig Jahren gezeigt, dass viele Vogelarten auch nur saisonal monogam sind. Selbst Störche und Pinguine, die immer als das Paradebeispiel für Monogamie galten, sind in den meisten Fällen nur für eine Brutsaison monogam und haben in der darauffolgenden dann einen anderen Partner. Viele monogame Vogelarten nutzen außerdem sich bietende Gelegenheiten für EPCs (extra pair copulations), sowohl Männchen als auch Weibchen. Sie sind dann also streng genommen nur sozial monogam, nicht aber sexuell. Man kann davon ausgehen, dass bei vielen Vogelarten bis zu einem Drittel der Nestlinge in einem Nest nicht die genetischen Nachkommen des sie versorgenden Männchens sind. Eine echte, zeitlebens bestehende Monogamie findet sich auch im Vogelreich hingegen eher selten, am ehesten noch bei einigen (nicht allen!) Greifvogel- und Albatrosarten. Insofern ist Horatio Horatio s Behauptung, Monogamie sei in der Welt der Lebewesen eher die Ausnahme nicht unbegründet.

Aber man darf nicht den Kardinalfehler begehen, diese Verallgemeinerung auf jede Spezies eines Taxon zu übertragen. Was allgemein üblich ist, muss für eine konkrete Spezies nicht zwangsläufig gelten. Viele Vögel sind nicht monogam - Wanderalbatrosse sind es. Viele Säugetiere sind es nicht - Nachtaffen sind es. Was "normal" ist kann für die einzelne Art also ganz unterschiedlich sein und man sollte das immer im Hinterkopf behalten. Nicht zu vergessen, dass die Biologie noch dazu die Wissenschaft ist, bei der die Ausnahme die Regel ist. Gibbons beispielsweise gelten als monogam. Was die soziale Monogamie betrifft, sind sie auch monogam. Einige Studien haben aber gezeigt, dass einige Gibbonmännchen Gelegenheiten für "Seitensprünge" durchaus nutzen.

Was den Menschen betrifft, gibt es das eine Paarungssystem nicht. Welches Paarungssystem bevorzugt wird, hängt stark von der jeweils vorherrschenden Kultur ab, teilweise auch von den Umweltbedingungen. Die überwiegende Mehrheit der menschlichen Kulturen (80 %) ist nicht monogam, sondern polygyn (Einmännchen-Vielweibchengruppen, Haremsstrukturen). In etwa 19 % der Kulturen, darunter unserer WEIRD-Kultur, ist Monogamie das vorherrschende Paarungssystem. In etwa 1 % der Kulturen ist Polyandrie (Einweibchen-Vielmännchengruppen) verbreitet, z. B. in einigen Regionen Tibets. Interessanterweise ist die bei unseren nächsten Verwandten (Schimpansen, Bonobos) vorherrschende Promiskuität (Polygynandrie, Vielmännchen-Vielweibchengruppen) in allen menschlichen Kulturen nur ein gesellschaftliches Randphänomen.
Was "normal" ist, hängt beim Menschen somit zusätzlich noch davon ab, welchen Kulturkreis man betrachtet. Und selbst innerhalb einer Kultur wird das Bild nicht einheitlich sein. In unserer Kultur herrscht Monogamie zweifelsohne vor. Das heißt aber nicht, dass es nicht trotzdem auch hierzulande einige Menschen gibt, die eine offene Beziehung führen oder polyamor leben.​


Für mich persönlich spielt die sexuelle Orientierung bei der Partnersuche überhaupt keine Rolle. Wenn meine Partnerin bi wäre, wär mir das egal, ich bin ja schließlich selbst bisexuell. Und wenn sie hetero wäre, wäre mir das auch recht. Umgekehrt habe ich leider schon den Eindruck, dass v. a. bisexuelle Männer es oft erheblich schwerer haben und manche (zum Glück aber nicht die meisten) Frauen ein Problem damit haben, einen bisexuellen Partner zu akzeptieren. Manche Frauen meinen wohl, die Tatsache, dass ein Mann (auch) auf Männer steht, würde ihn "unmännlich" machen. Andere finden die Vorstellung, ihr Freund könne schon mal jemanden in sich "hinten rein gelassen" oder einen Schwanz gelutscht haben "eklig". Und dann gibt es auch manche, die annehmen, dass ein Bisexueller grundsätzlich nicht treu sein könne und sie früher oder später für einen Mann verließe.
Ich will gar nicht abstreiten, dass es keine Bisexuellen gibt, die nicht monogam sein können. Ich persönlich bevorzuge auch eine offene Beziehung (für mich ist es aber eher ein "wäre schön, wenn" und kein "muss unbedingt sein", in einer monogamen Beziehung würde ich deshalb keineswegs etwas vermissen oder gar darunter leiden. Eine offene Beziehung ist halt etwas, was beide auch wollen müssen). Aber kann man daraus verallgemeinernd schlussfolgern, dass Bisexuelle grundsätzlich nicht monogam sind? Ich finde nicht! Auch Hetero- und Homosexuelle können nicht monogam leben wollen, für michist es daher keine Frage der sexuellen Orientierung, sondern der persönlichen Vorstellungen.​
 

Benutzer185396  (27)

Klickt sich gerne rein
Das sieht jeder Mensch anders. Ich bin auch Bi, habe bisher tolle Erfahrungen gemacht und einiges Erlebt.

Ich sehe mich zum Beispiel mehr in einer Beziehung mit einem Mann und in den bisherigen Beziehungen hat mir an nichts gefehlt.
 

Benutzer184214  (58)

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Nein. Ich bin auch Bi, habe bisher tolle Erfahrungen gemacht und einiges Erlebt.
Meine Frau weis es auch.
 

Benutzer181422 

Sorgt für Gesprächsstoff
Unsinn, nicht jede Beziehung ist offen. Die Regel ist immernoch Monogame Beziehung.
Nein! - Manche Menschen sind Monogam, aber die Regel, weder bei Menschen noch in der Tierwelt ist Monogam.

Wobei für mich der Begriff Monogam hier echt überstrapaziert wird. Monogam kannst du behaupten, wenn du bis an dein Lebensende mit ein und der gleichen Frau zusammen warst und dir selbst (oder sie sich) nie was zu Schulden hast kommen lassen. Also auch dann, wenn du dich von ihr oder sie sich von dir getrennt hat. Also nur EINEN EINZIGEN Sexualpartner.
Du kannst deine Erfahrung nicht auf alle anderen projizieren. Ich kenne viele Monogame Menschen.
Doch, kann ich. So wie die meisten Menschen es auch machen. Ist absolut menschlich. Weil wir Menschen meist so funktionieren.

Aber ja, du sprichst da einen interessanten Punkt an. Wie nehme ich meine Welt wahr?
Ich habe auch mal an so etwas wie Monogamie geglaubt.
Meine persönlichen Erfahrungswerte und diverse Studien und eben die Evolutionsbiologie sagen mir etwas anderes.
Speziell für dich: Schau dich mal um, wie viele Paare nach kurzer Zeit wieder auseinander gehen. Monogamie bedeutet: Einen Partner bis ans Lebensende.
Wie lässt sich das mit Trennungen vereinbaren? - Würde ja bedeuten, das mit der Nächsten/mit dem Nächsten nichts laufen kann, weil ich ja Monogam bin.

Die Wissenschaft hat dafür einen Namen: serielle Monogamie.
Es ging mir darum ob einem Bisexuellen etwas Fehlt. Er fühlt sich zu Geschlechtern hingezogen.

Ja, die Sehnsucht nach Sex kann ich beantworten.

Ich für meinen Teil kann dir sagen, so als rein heterosexueller Mensch, das mir eine Menge Sex fehlt. Ich hätte gerne mehr mit vielen Frauen. Ich bin nicht der Mensch für Prostituierte oder für ONS. Ich brauche eine vertrauenswürdige Basis, weil ich selbst ein eher unsicherer Mensch bin.

Mein letzter intensiverer Kontakt zu einer Frau hat sich zu einer wunderbaren besten Freundschaft entwickelt. Leider ohne jegliche sexuelle Komponente.

Insgesamt bin ich sehr stolz drauf, aber ich vermisse den Sex nach wie vor. Ist auch beiden Frauen durchaus bewusst, mit denen ich zusammen lebe.
 

Benutzer178050 

Öfter im Forum
Nein.

Gerade in der Tierwelt beobachtet man bei nicht monogamen Tierarten viel weniger Aggression und oft auch eine bessere Bindung der Gruppe untereinander.

Bei Menschen sind monogame Beziehung so lange von großer Bedeutung gewesen, wie es keine sicheren Verhütungsmethoden gab und daher beim Thema Besitz und Vererben klar sein musste wer wen gezeugt hat.

Anderweitig sehe ich Monogamie als bedeutungslos für die Menschheit an.
 

Benutzer171320 

Verbringt hier viel Zeit
Gerade in der Tierwelt beobachtet man bei nicht monogamen Tierarten viel weniger Aggression
Okay, dann ist ein Schwan aggressiver wie ein Tiger :whoot:

Darf nicht beides sein? Wer Poly leben will, soll das tun, wer Monogam leben will, soll sich einen solchen Partner suchen. Jeder so, wie es ihm entspricht.
Das hat meiner Meinung nach nichts mit Bi - Frage zu tun.
 

Benutzer178050 

Öfter im Forum
Okay, dann ist ein Schwan aggressiver wie ein Tiger :whoot:

Darf nicht beides sein? Wer Poly leben will, soll das tun, wer Monogam leben will, soll sich einen solchen Partner suchen. Jeder so, wie es ihm entspricht.
Das hat meiner Meinung nach nichts mit Bi - Frage zu tun.
Es ging um den Beitrag über mir, dass Monogamie ein evolutionärer Vorteil sei 🙃
 

Benutzer78484 

Planet-Liebe-Team
Moderator
Bei Menschen sind monogame Beziehung so lange von großer Bedeutung gewesen, wie es keine sicheren Verhütungsmethoden gab und daher beim Thema Besitz und Vererben klar sein musste wer wen gezeugt hat.
Und selbst das stimmt doch nur so halb. Zu aristokratischeren Zeiten wurde doch oft auch munter durch die Gegend gevögelt, teils mit, teils ohne Konsequenzen (In England rollten da so einige Köpfe, was die Leute aber scheinbar kaum von Untreue abgehalten hat).

Teils war es wohl für ein Adelshaus da auch wichtiger, dass es überhaupt einen männlichen Nachfahren gab als dessen genaue Abstammung (so selten sind Männer ja jetzt auch nicht zeugungsunfähig und in dem Fall konnte man das Haus ja trotzdem nicht vor die Hunde gehen lassen).
Fortpflanzung war damals auch einfach deutlich mehr Mittel zum Zweck als heute und Beziehungen aus Liebe auch eher die Ausnahme.
 

Benutzer131884 

Sehr bekannt hier
Monogamie gibt es auch in der Tierwelt.

Die Fähigkeit zu Monogamie beim Mensch bedeutet einen evolutionären Vorteil.
Welchen Vorteil? Und seit wann wissen, dass Menschen nachweislich monogam leben? Und wann in der Menschheitsgeschichte sind evolutionäre Vorteile relevant gewesen? Und welche Relevanz hat die Evolution ganz aktuell heute für mich?
 

Benutzer121281  (32)

Planet-Liebe ist Startseite
Serielle Monogamie ist eben der Klassiker und zu behaupten, dass das niemand ernsthaft so lebt ist… nunja, schwachsinnig.

Grösstes Misskonzept hier ist wohl wie so oft: Bisexuelle fühlen sich nicht konstant zu Männern und Frauen hingezogen und brauchen beide (klassischen) Geschlechter. Bisexuelle Personen können sich potentiell zu mehr als einem Geschlecht hingezogen fühlen.

Das hat 0 damit zu tun ob dies gleichzeitig oder nacheinander oder nie passiert.

Eine bisexuelle Person kann sein Leben lang eine monogame Hetero-Beziehung führen.
 

Benutzer178050 

Öfter im Forum
Ich meine mal dazu gelesen zu haben, dass bisexuelle Menschen tendenziell eher heterosexuelle Beziehungen führen und die gleichgeschlechtlichen „Beziehungen“ eher sexueller Natur sind falls sie ausgelebt werden.

Meinungen hierzu? Das war ne Studie, aber schon längere Zeit her.
 

Benutzer172677 

Sehr bekannt hier
Meinungen hierzu?
Passt in meinem Umfeld jedenfalls nicht.
Mein Mann hat gleichgeschlechtliche Erfahrungen ausschließlich in Beziehungen, in mehreren lesbisch lebenden Paaren gibt es mindestens eine Seite der Beziehung, die regelmäßig sexuelle Kontakte mit Männern hat..

Erscheint mir auch nicht logisch, das versucht doch wieder nur ein Spektrum auf einen Punkt zu reduzieren.
 

Benutzer178050 

Öfter im Forum
Ich glaube es ging spezifisch um bisexuelle Frauen. Das kann ich mir schon vorstellen wenn man nen Kinderwunsch hat 🙃🤔
 
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