Partnersuche Interesse / Gefühle entstehen viel zu langsam

Benutzer44981 

Planet-Liebe Berühmtheit
Hallo allerseits,

ich bin mal wieder am Nachdenken über das Thema Partnersuche, bzw. insbesondere über das Thema Interesse entwickeln und Verlieben.

Wenn ich Freunden und Bekannten von meiner Gruppenreise und dem hohen Frauenanteil bei dieser Reise erzähle, kommt immer wieder die gleiche Frage: "Hey, Banane, war bei der großen Auswahl nicht auch eine passende Frau für dich dabei? :zwinker: "
Und dann merke ich, dass es mir sehr schwer fällt, eine sinnvolle Antwort auf diese Frage zu finden. - Nicht weil ich ein Problem damit hätte, über dieses Thema zu sprechen, sondern weil ich einfach nicht den Eindruck habe, die Frauen in dieser Woche gut genug kennengelernt zu haben, um ersthaftes Interesse entwickeln zu können.
Bei meinen früheren Gruppenreisen war das ähnlich. Und auch bei anderen Gelegenheiten, bei denen ich Frauen kennenlerne (z.B. beim Bouldern). Es gibt häufig mehr, als genügend Frauen, die ich grundsätzlich sympathisch und optich auch durchaus ansprechend finde. Je nach Umgebung kann das schon mal locker bei der Hälfte der Frauen so sein. - Aber wie kann sich ausgehend von einem solchen positiven, oberflächlichen Eindruck mehr entwickeln?

Andere Menschen erzählen, wie sie sich auf den ersten Blick verliebt haben, wie es beim Tindern nach 1-2 Dates gefunkt hat, wie sie sich im Urlaub, oder auf einer Party kennengelernt haben, Telefonnummern getauscht haben und nach einigen Treffen ein Paar waren. - Und ich frage mich, wie so etwas funktionieren kann.
Bei den wenigen Frauen, für die ich bisher Gefühle entwickelt habe und die ich weit über so einen oberflächlichen positiven Eindruck hinaus total attraktiv fand, hat es mindestens einige Monate, teilweise sogar Jahre gedauert, um diese Gefühle zu entwickeln. Da gab es vorher schon eine gute Bekanntschaft oder Freundschaft und regelmäßige Treffen, oder wir haben uns regelmäßig im Verein gesehen, so dass ich sie zuerst gut kennenlernen konnte, um dann irgendwann auch Gefühle zu entwickeln. Aber das dauert viel zu lange. So habe ich doch keine Chance, da ich bis dahin schon längst in der "friendzone" gelandet bin und jedes weitergehende Interesse, das sie vielleicht einmal gehabt haben könnte, schon lange wieder verschwunden ar?

Ich verstehe das einfach nicht.
Wie findet man in einer Menge nicht ganz unattraktiver Menschen so schnell heraus, welche dieser Personen man nicht nur "nicht ganz unattraktiv", sondern tatsächlich attraktiv findet? Wie können solche Gefühle so schnell entstehen, obwohl es doch überhaupt nicht möglich ist, eine Person so schnell richtig gut kennenzulernen?
 

Benutzer121281  (32)

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Weniger zerdenken, mehr machen und fühlen.
Ich glaube am Ende läuft es genau auf das simple raus.
 

Benutzer96053 

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So habe ich doch keine Chance, da ich bis dahin schon längst in der "friendzone" gelandet bin und jedes weitergehende Interesse, das sie vielleicht einmal gehabt haben könnte, schon lange wieder verschwunden ar?

Wenn eine Frau mal Interesse hatte und dann nicht mehr, wenn sie sich besser kennt, würdest du dich gar nicht mit ihr zusammen sein wollen, oder?
Du findest einige Damen sympathisch? Super, triff dich mit ihnen, lern sie kennen, schau, ob du sie dann noch toller findest oder nicht. Lass zu, dass die anderen dich kennenlernen, öffne dich. Auch unabhängig von einer eventuellen Beziehung, du könntest doch sowieso mehr Freunde vertragen. :smile: Versteif dich nicht darauf, ob eine mögliche Partnerin für dich dabei sein könnte, sondern hab erstmal einfach Spaß mit netten Menschen.
Mehr ergeben kann sich nach drei Treffen oder nach drei Jahren, völlig egal.
 

Benutzer164451 

Meistens hier zu finden
Ich glaube das hat schon auch mit Erfahrung zu tun. Wenn man viel datet, etc. weiß man irgendwann ungefähr welcher Typ zu einem passt. Ich kann schon einfach so vom Aussehen her erkennen, ob das ein Mann sein wird dem ich gefalle oder nicht. Einfach weil ich gelernt habe, welcher Typ Mann mich mag. Und ich weiß welchen Typ ich hab.

Ich glaub da hilft einfach mal ins kalte Wasser springen und daten, daten, daten.
 

Benutzer123832  (26)

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Das Kennenlernen ist mit dem Beginn der Beziehung ja nicht abgeschlossen. Auch Paare lernen sich noch kennen, einzeln und wie sie zusammen funktionieren.

Ich finde, es spricht auch nichts dagegen, wenn man jemanden sehr mag und die sexuelle Anziehung da ist, eine Beziehung einzugehen. Man muss nicht super heftig verliebt dafür sein. Bei mir kam es auch erst in der Beziehung. Wenn man erst mal zusammen ist, lernt man auch ganz andere Seiten kennen, die man vorher nicht kennen konnte :zwinker:
 

Benutzer171320 

Verbringt hier viel Zeit
Ich verstehe das einfach nicht.
Wie findet man in einer Menge nicht ganz unattraktiver Menschen so schnell heraus, welche dieser Personen man nicht nur "nicht ganz unattraktiv", sondern tatsächlich attraktiv findet? Wie können solche Gefühle so schnell entstehen, obwohl es doch überhaupt nicht möglich ist, eine Person so schnell richtig gut kennenzulernen?
Passiert es Dir nie, dass Du auf eine Gruppe triffst und von den 10 Menschen, die da sind, zieht es Dich in die Nähe von 2 oder 3 die Dir besonders interessant/anziehend erscheinen. Tja, da hast Du schon eine erste Auswahl. Oftmals sind doch Menschen dabei, mit denen man am meisten Spricht, sich am meisten abgibt am meisten lacht..... tja, da hast Du das nächste Indiz. Und ja, das sind nicht zwingend die, die am besten aussehen in der Gruppe. Aber die, die Dir am meisten geben... Und auf die konzentriert man sich.
 

Benutzer36171 

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Ich glaube auch, dass sowas immer ein bisschen Erfahrungs- und Übungssache ist. Ich wüsste jetzt vermutlich besser, was ich in einem Partner suche, wie sich echte Verliebtheit anfühlt, usw., als vor meiner (jetzigen und ersten) Beziehung.

Was du brauchst banane0815 banane0815 sind Kontakte, auch mal 1:1. Jetzt nach Corona gibt es wahrscheinlich jede Menge Menschen, die einsam geworden sind und die ihre Beziehungssuche auf Eis gelegt haben. Was hast du alles unternommen, um mehr Kontakte zu bekommen? Wie sieht deine Woche aus? Hast du 2-3 feste Termine, an denen du Menschen in deiner Freizeit triffst? Was machst du am Wochenende?

Deine Gruppenreisen sind eine tolle Möglichkeit, Leute kennenzulernen, aber die wenigsten werden nach 1 Woche wissen, ob da die Liebe ihres Lebens dabei war. Wenn dir jemand sympathisch ist, bleib dran. Es kann sich auch später noch was ergeben.
 

Benutzer163532  (37)

Verbringt hier viel Zeit
Mir geht es auch so. Ich finde Menschen einfach nicht so - zackbumm - einfach attraktiv oder interessant, also nicht so, dass ich weiß, ob ich mich für denjenigen näher interessiere(n kann) oder nicht. Das hat sich bei mir immer entweder aus einer längeren Freundschaft entwickelt oder zumindest erst nach längerer Zeit regelmäßigen Sehens und langsamen Kennenlernens.

Wenn ich eine Gruppe von Menschen treffe, merke ich meistens zwar schon, wer mir sympathisch ist, aber das Interesse, diese Sympathie zu vertiefen, ist nicht da - ich kenne die Leute doch kaum, wieso soll ich mich mit ihnen treffen?
Und ich glaube, das strahlen wir dann auch aus, dieses Zurückhaltende, wenig Offene, Verkopfte.
Wieso sollte da jemand sich "eingeladen" fühlen, uns näher kennen zu lernen?

Also ich fürchte, so wird es tatsächlich nichts, weil Menschen wie du und ich zu sehr auf den Zufall warten, auf das Zusammentreffen günstiger Faktoren und bis dahin alles Mögliche zerdenken.
Als ich meinen Mann kennenlernte, war er Student an einer technischen Uni mit sehr hohem Männeranteil. Hätte es dort mehr Frauen gegeben, vielleicht wäre er nicht mehr Single gewesen oder hätte kein Interesse gehabt, mit einer gemeinsamen Freundin mitzugehen und ich hätte ihn nie kennengelernt.
Bis wir ein Paar wurden, brauchte es ein Jahr. Ernsthaft, wer bitte macht so was mit?
Da waren schon viel Glück und Zufall im Spiel.

Ich schätze, da muss man sich irgendwie überwinden und aktiver auf Menschen zugehen, wenn man merkt, dass der glückliche Zufall einfach nicht passiert. Schon bei leichtem Interesse daten, nicht erst auf Schmetterlinge warten. Sorry, aber einen hilfreicheren Tipp hab ich leider auch nicht 😒.
 
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Benutzer87573 

Sehr bekannt hier
Mir geht es auch so. Ich finde Menschen einfach nicht so - zackbumm - einfach attraktiv oder interessant, also nicht so, dass ich weiß, ob ich mich für denjenigen näher interessiere(n kann) oder nicht. Das hat sich bei mir immer entweder aus einer längeren Freundschaft entwickelt oder zumindest erst nach längerer Zeit regelmäßigen Sehens und langsamen Kennenlernens.
Das ist bei mir auch so. Ich kann mir absolut nicht vorstellen jemanden nur ein, zwei mal zu sehen und dann gleich mit demjenigen in Richtung Beziehung zu gehen.

Meine Beziehungen haben sich alle über Freunde von Freunden, die man öfters gesehen hat, über gemeinsame Hobbies oder über die Arbeit ergeben.
Das kürzeste was ich jemanden kannte bevor es in Richtung beziehungsinteresse ging waren 3 Monate. In den anderen Fällen immer mindestens ein Jahr.
 

Benutzer172636 

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Ein Denkfehler, der aus meiner Sicht häufig auftritt, ist, dass Dates schon als etwas schwerwiegendes, fixierendes wahrgenommen werden. Dabei sind Dates einfach nur mit Menschen, die man gerne kennenlernt und mit denen man zumindest eine Partnerschaft/Sex/etc. nicht ausschließt. Was spricht denn dagegen, die Frauen, die du sympathisch findest, einfach näher kennenzulernen?
Wenn daraus nichts wird: macht nichts. Du lernst mit jedem Menschen, den du kennenlernst, etwas genauer zu verstehen, wonach du eigentlich bei anderen Menschen suchst. Dass du nicht schockverliebt bist, ist doch praktisch: du kannst rational beurteilen, ob dir das Treffen Spaß gemacht hat und du die Person im gleichen Kontext wiedersehen willst oder nicht.
Was du vielleicht ausblendest: Wie es auf dich wirkt, wenn es von der anderen Person genauso erwidert wird. Bei mir hat das oftmals dann auch nochmal zu einer Intensivierung geführt.
Versuche, das alles ein wenig lockerer, entspannter und weniger endergebnisorientiert zu sehen. Die Teilerfolge sind nette Menschen besser kennenzulernen und eine schöne Zeit zusammen zu haben. Das macht so vieles so unfassbar viel leichter :smile:
 

Benutzer89539 

Planet-Liebe-Team
Moderator
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Benutzer171320 

Verbringt hier viel Zeit
ich kenne die Leute doch kaum, wieso soll ich mich mit ihnen treffen?
Nun, dann wirst Du aber nie jemand neues näher kennenlernen. Und wie bei allem anderen auch, es hilft wenn man soziale Interaktionen übt, es geht von Mal zu Mal besser.

wenn Du kein Interesse hast, super. Dann lass es sein, aber dann darf man sich nicht wundern, dass man allein ist.
 

Benutzer163532  (37)

Verbringt hier viel Zeit
Off-Topic:
wenn Du kein Interesse hast, super. Dann lass es sein, aber dann darf man sich nicht wundern, dass man allein ist.
Off-Topic:

Es ging mir konkret um potenzielle Partner.

Verstehe diesen harten Hieb jetzt nicht. Ich habe Freunde.
Ich schließe relativ einfach lockere Bekanntschaften, aus manchen wenigen entwickeln sich Freundschaften. Ich bin überhaupt nicht allein.
Beziehungen sind für mich ein komplett anderes Thema. Aber schön für dich, wenn es bei dir anders ist.
 
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Benutzer96053 

Planet-Liebe Berühmtheit
Nun, dann wirst Du aber nie jemand neues näher kennenlernen. Und wie bei allem anderen auch, es hilft wenn man soziale Interaktionen übt, es geht von Mal zu Mal besser.

wenn Du kein Interesse hast, super. Dann lass es sein, aber dann darf man sich nicht wundern, dass man allein ist.
Off-Topic:
Der Satz steht doch in einem Kontext, aus dem du ihn nun gerade rausreißt. Ich glaube, dass das ein Missverständnis ist. :smile:
 

Benutzer36171 

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Nun, dann wirst Du aber nie jemand neues näher kennenlernen. Und wie bei allem anderen auch, es hilft wenn man soziale Interaktionen übt, es geht von Mal zu Mal besser.

wenn Du kein Interesse hast, super. Dann lass es sein, aber dann darf man sich nicht wundern, dass man allein ist.
Ich glaube, Velvet Velvet weiß das so vom Prinzip her schon, aber sie hat eben ihr Innenleben beschrieben. :zwinker:

Wenn alles so einfach wäre wie einfach zu machen, hätten nicht so viele Leute Probleme mit der Suche nach Partner und Freunden.
 

Benutzer184451 

Ist noch neu hier
Ich denke, das ist einfach Typensache. Ich bin genauso, nur das bei mir noch dazukommt, dass ich die meisten Kerle einfach weder charakterlich noch optisch attraktiv/interessant finde. Liebe auf den 1. Blick ist mir absolut fremd. Bist du eher ein Typ, der sich selten verliebt? Ich bin es auf jeden Fall, ich kann erst Interesse entwickeln, wenn ich die Person schon halbwegs kenne. Und dann verliebe ich mich, das kam in meinem Leben bisher aber erst zweimal vor. Meinen Freund kannte ich bereits fast 2 Jahre, bevor ich mich verknallte. Ich fand ihn immer sehr sympathisch, mehr aber auch nicht. Das Interesse kam erst, als ich ihn so gut kannte, dass ich gemerkt habe, was er für einen zauberhaften, außergewöhnlichen Charakter hat. Dinge, die mir anfangs nie aufgefallen waren.
Was ich dir raten würde? ich würde mich erstmal ohne Hintergedanken nähern, einfach Kontakt halten, sich treffen, näher kennen lernen. Es müssen ja nicht direkt Dates sein, können es aber. Vielleicht kommt dann irgendwann Interesse, vielleicht aber auch nicht. Die Friendzone würde ich da gar nicht so als Problem ansehen, wie du siehst gibt es auch Frauen, die so sind.
 
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Benutzer44981 

Planet-Liebe Berühmtheit
Wow! Danke für eure vielen Antworten!

Weniger zerdenken, mehr machen und fühlen.
Ich glaube am Ende läuft es genau auf das simple raus.
Weniger zerdenken und mehr machen - das hört sich ja noch nach Dingen an, die theoretisch irgendwie erreichbar sein könnten.
Aber mehr fühlen? Wie soll das denn gehen? Ich kann Gefühle doch nicht herbeizaubern.


Wenn eine Frau mal Interesse hatte und dann nicht mehr, wenn sie sich besser kennt, würdest du dich gar nicht mit ihr zusammen sein wollen, oder?
Du findest einige Damen sympathisch? Super, triff dich mit ihnen, lern sie kennen, schau, ob du sie dann noch toller findest oder nicht. Lass zu, dass die anderen dich kennenlernen, öffne dich. Auch unabhängig von einer eventuellen Beziehung, du könntest doch sowieso mehr Freunde vertragen. :smile: Versteif dich nicht darauf, ob eine mögliche Partnerin für dich dabei sein könnte, sondern hab erstmal einfach Spaß mit netten Menschen.
Mehr ergeben kann sich nach drei Treffen oder nach drei Jahren, völlig egal.
Der Begriff "Friendzone" war vielleicht blöd gewählt. Ich sehe ein freundschaftliches Verhältnis nicht als Ende aller Chancen auf eine Beziehung, sondern eher die lange Zeit, die ich brauche, um Interesse zu entwickeln und in der vielleicht ein freundschaftliches Verhältnis entstehen kann, als etwas, das die Chance auf eine Beziehung deutlich reduziert. In der ganzen Zeit kann sie ja schon lange einen anderen Partner finden, oder den Eindruck gewinnen, dass ich kein Interesse habe und nicht mehr, als eine Freundschaft möglich ist.

Und dann ist da noch die Sache mit der Auswahl, bzw. der Beliebigkeit. Je nach Umgebung gibt es schon mal sehr viele Frauen, die ich so vom oberflächlichen Eindruck her in Ordnung finde. Bei solchen Gruppenreisen mit sportlichen Menschen in meiner Altersklasse, oder in der Boulderhalle empfinde ich mindestens die Hälfte der Frauen als sympathisch und nett anzuschauen. Aber gerade weil das auf so viele Frauen zutrifft und so oberflächlich und nichtssagend ist, entsteht daraus auch kein gesteigertes Interesse, die jeweilige Frau kennenzulernen.
Da bräuchte es noch irgendwas, das über diesen Eindruck hinausgeht. Und ich brauche viel zu lange, um so etwas zu finden, so dass die Reise längst vorbei ist und sich das alles wieder verläuft.
Und auch bei meinen Online-Dating-Versuchen sah es ähnlich aus: Da gibt es unzählige Profile, die ich ganz in Ordnung finde, aber die Sache ist viel zu oberflächlich, um bei einer kleineren Zahl von Profilen an mehr, als nur "ganz in Ordnung" zu denken und irgendwie den Wunsch zu verspüren, diese Frau zu kontaktieren - und nicht die drölfzig anderen Frauen, die auch irgendwie ganz in Ordnung sind.

Und das ist auch kein Problem, das sich nur auf das Thema Beziehungsanbahnung beschränkt. Das betrifft durchaus auch die Intensivierung von platonischen Kontakten.

Ich glaube das hat schon auch mit Erfahrung zu tun. Wenn man viel datet, etc. weiß man irgendwann ungefähr welcher Typ zu einem passt. Ich kann schon einfach so vom Aussehen her erkennen, ob das ein Mann sein wird dem ich gefalle oder nicht. Einfach weil ich gelernt habe, welcher Typ Mann mich mag. Und ich weiß welchen Typ ich hab.

Ich glaub da hilft einfach mal ins kalte Wasser springen und daten, daten, daten.
Hm... irgendwie finde ich das schon ziemlich befremdlich. Das wirkt auf mich so oberflächlich und vorurteilsbehaftet.
Auch wenn ich bisher noch für wenige Frauen Gefühle entwickelt habe, waren es doch genügend, um festzustellen, dass ich Gefühle für total unterschiedliche Frauen entwickeln kann und dass ich daraus kein klar definiertes Beuteschema und nur wenige Ausschlusskriterien ableiten kann.

Das Kennenlernen ist mit dem Beginn der Beziehung ja nicht abgeschlossen. Auch Paare lernen sich noch kennen, einzeln und wie sie zusammen funktionieren.

Ich finde, es spricht auch nichts dagegen, wenn man jemanden sehr mag und die sexuelle Anziehung da ist, eine Beziehung einzugehen. Man muss nicht super heftig verliebt dafür sein. Bei mir kam es auch erst in der Beziehung. Wenn man erst mal zusammen ist, lernt man auch ganz andere Seiten kennen, die man vorher nicht kennen konnte :zwinker:
Ich glaube, ich gehe da schon irgendwie in Richtung "demisexuell". Auf dieser oberflächlichen Ebene entsteht bei mir einfach keine nennenswerte sexuelle Anziehung, die mich irgendiwe dazu motivieren würde, die Initiative zu ergreifen und etwas für Sex mit dieser Frau zu tun.
Ich würde bei einer Frau, die ich so vom oberflächlichen Eindruck her recht ansehnlich und sympathisch finde vielleicht nicht nein sagen, oder sie von der Bettkante schubsen, wenn sie unbedingt Sex mit mir will und die Initiative ergreift, weil ich es schon auch generell interessant fände, das endlich mal zu erleben. Aber um ernsthaftes Interesse im Sinne von "mit genau dieser Frau will ich Sex haben" zu entwickeln, brauche ich sehr lange und muss die Frau schon ziemlich gut kennen.

Passiert es Dir nie, dass Du auf eine Gruppe triffst und von den 10 Menschen, die da sind, zieht es Dich in die Nähe von 2 oder 3 die Dir besonders interessant/anziehend erscheinen. Tja, da hast Du schon eine erste Auswahl. Oftmals sind doch Menschen dabei, mit denen man am meisten Spricht, sich am meisten abgibt am meisten lacht..... tja, da hast Du das nächste Indiz. Und ja, das sind nicht zwingend die, die am besten aussehen in der Gruppe. Aber die, die Dir am meisten geben... Und auf die konzentriert man sich.
Hm... das ist bei mir eher schwach ausgeprägt.
Bei mir ist es bei Gruppen halbwegs Gleichgesinnter (die man bei einer Outdoor-Gruppenreise für junge Menschen, oder in der Boulderhalle einfach hat) eher so, dass ich dann mit 7 von 10 Menschen ganz gut zurecht komme, ohne dass es mit Einzelnen von Anfang an besonders gut harmoniert.
Und im Laufe der Zeit sehe ich dann, dass es mit 2 von diesen 7 Menschen doch nicht so gut passt, während sich einer von den dreien, die mir anfänglich nicht so sympathisch sind, doch noch als angenehm herausstellt.
Und dann habe ich immer noch 6 von 10, bei denen es ganz gut passt, aber keine 1-3 Favoriten.


(die Antwort auf die restlichen Beiträge kommt auch noch...)
 

Benutzer44981 

Planet-Liebe Berühmtheit
Ich glaube auch, dass sowas immer ein bisschen Erfahrungs- und Übungssache ist. Ich wüsste jetzt vermutlich besser, was ich in einem Partner suche, wie sich echte Verliebtheit anfühlt, usw., als vor meiner (jetzigen und ersten) Beziehung.

Was du brauchst banane0815 banane0815 sind Kontakte, auch mal 1:1. Jetzt nach Corona gibt es wahrscheinlich jede Menge Menschen, die einsam geworden sind und die ihre Beziehungssuche auf Eis gelegt haben. Was hast du alles unternommen, um mehr Kontakte zu bekommen? Wie sieht deine Woche aus? Hast du 2-3 feste Termine, an denen du Menschen in deiner Freizeit triffst? Was machst du am Wochenende?

Deine Gruppenreisen sind eine tolle Möglichkeit, Leute kennenzulernen, aber die wenigsten werden nach 1 Woche wissen, ob da die Liebe ihres Lebens dabei war. Wenn dir jemand sympathisch ist, bleib dran. Es kann sich auch später noch was ergeben.
Das ist ein interessanter Ansatz!
Leider habe ich nur ziemlich wenige Kennenlern-Möglichkeiten in meinem Alltag. Unter der Woche gehe ich arbeiten, bin 1-2 mal in der Boulderhalle und ansonsten alleine zu Hause, oder schaue vielleicht mal kurz bei meinen Eltern vorbei. Einerseits erscheit mir das schon als ziemlich wenig, aber andererseits fühle ich ich mich auch ziemlich ausgelastet und weiß nicht so recht, wo ich die Zeit und Energie für mehr Aktivität finden sollte.
Und am Wochenende bin ich auch manchmal in der Boulderhalle, besuche meine Eltern oder Großeltern, oder unternehme Dinge mit Freunden, die üblicherweise wenig Potential zum Kennenlernen neuer Leute bieten. Gelegentlich gibt es auch Vereins-Aktivitäten, wobei das deutlich zurückgegangen ist, da der eine Verein nur in bestimmten Jahreszeiten aktiv ist und schwer von Corona getroffe wurde und ich im andere Verein nicht mehr sportlich aktiv, sondern nur noch am Rande bei Veranstaltungen dabei bin, die jetzt auch alle Corona zum Opfer gefallen sind.

Da sind die Gruppenreisen schon etwas besonderes für mich. Aber danach denke ich mir: 7 von 10 Leuten waren schon ziemlich nett, aber sind auch übers ganze Land verteilt. Und ich habe keine Favoriten und auch keine Ahnung, wie ich da Kontakte aufrecht erhalten kann. Bisher hat sich das immer wieder verlaufen.

Mir geht es auch so. Ich finde Menschen einfach nicht so - zackbumm - einfach attraktiv oder interessant, also nicht so, dass ich weiß, ob ich mich für denjenigen näher interessiere(n kann) oder nicht. Das hat sich bei mir immer entweder aus einer längeren Freundschaft entwickelt oder zumindest erst nach längerer Zeit regelmäßigen Sehens und langsamen Kennenlernens.

Wenn ich eine Gruppe von Menschen treffe, merke ich meistens zwar schon, wer mir sympathisch ist, aber das Interesse, diese Sympathie zu vertiefen, ist nicht da - ich kenne die Leute doch kaum, wieso soll ich mich mit ihnen treffen?
Und ich glaube, das strahlen wir dann auch aus, dieses Zurückhaltende, wenig Offene, Verkopfte.
Wieso sollte da jemand sich "eingeladen" fühlen, uns näher kennen zu lernen?

Also ich fürchte, so wird es tatsächlich nichts, weil Menschen wie du und ich zu sehr auf den Zufall warten, auf das Zusammentreffen günstiger Faktoren und bis dahin alles Mögliche zerdenken.
Als ich meinen Mann kennenlernte, war er Student an einer technischen Uni mit sehr hohem Männeranteil. Hätte es dort mehr Frauen gegeben, vielleicht wäre er nicht mehr Single gewesen oder hätte kein Interesse gehabt, mit einer gemeinsamen Freundin mitzugehen und ich hätte ihn nie kennengelernt.
Bis wir ein Paar wurden, brauchte es ein Jahr. Ernsthaft, wer bitte macht so was mit?
Da waren schon viel Glück und Zufall im Spiel.

Ich schätze, da muss man sich irgendwie überwinden und aktiver auf Menschen zugehen, wenn man merkt, dass der glückliche Zufall einfach nicht passiert. Schon bei leichtem Interesse daten, nicht erst auf Schmetterlinge warten. Sorry, aber einen hilfreicheren Tipp hab ich leider auch nicht 😒.
Wow! Ich glaube, da sind wir uns ziemlich ähnlich.
Und selbst wenn es dann mal Menschen gibt, die auf mich zugehen, komme ich oft nicht wirklich aus mir raus und verstehe auch nicht, warum das so ist. Bisher ist mir das fast nur auf platonischer Ebene passiert (also mit Männern, oder vergebenen Frauen), aber trotzdem schaffe ich es auch da nicht, viel aus der Situation zu machen.
Ich bin da schon offen, beantworte Fragen, usw. Aber es fällt mir schwer, so etwas am Laufen zu halten, selbst genügend Interesse zu zeigen (selbst wenn ich die Person wirklich nett und interessant finde, bin ich da oft gehemmt), usw.

Vermutlich müssten wir wirklich aktiver auf die Menschen zugehen. Aber wie macht man das? Und wie entscheidet man, auf wen man zugeht, wenn man 7 von 10 Personen aus der Gruppe ähnlich sympathisch findet, ohne wenige Favoriten zu haben?

Ich finde es total faszinierend und beneidenswert, wie die damals noch recht neue Freundin (und inzwischen Ehefrau) eines Vereinskameraden als neue Person in unsere bestehende Gruppe reingekommen ist und mit ihrer offenen und interessierten Art ganz schnell Anschluss gefunden und die Leute kennengelernt hat, wie sie mit vielen Fragen Interesse gezeigt und die Leute kennengelernt hat, ohne dabei aufdringlich zu wirken, oder zu nerven. Für solche Dinge fehlt mir einfach das Gefühl. Ich weiß nicht, was ich sagen und fragen soll, halte mich zurück, weil ich nicht zu aufdringlich sein will und stehe so dann doch eher am Rand, als richtig dazuzugehören.

Ein Denkfehler, der aus meiner Sicht häufig auftritt, ist, dass Dates schon als etwas schwerwiegendes, fixierendes wahrgenommen werden. Dabei sind Dates einfach nur mit Menschen, die man gerne kennenlernt und mit denen man zumindest eine Partnerschaft/Sex/etc. nicht ausschließt. Was spricht denn dagegen, die Frauen, die du sympathisch findest, einfach näher kennenzulernen?
Ich glaube, da hast du Recht. Ich interpretiere schon viel zu viel in solche Dinge hinein, statt das alles einfach mal als unverbindliches Kennenlernen anzusehen.
Aber ich weiß auch einfach nicht so recht, wie das mit diesem unverbindlich näher kennenlernen funktioniert und wie ich das beswerkstelligen soll, wenn ich z.B. bei der Gruppenreise 6 von 10 Frauen sympathisch und ansehnlich finde, ohne darunter einzelne Favoritinnen bennennen zu können.

Wenn daraus nichts wird: macht nichts. Du lernst mit jedem Menschen, den du kennenlernst, etwas genauer zu verstehen, wonach du eigentlich bei anderen Menschen suchst. Dass du nicht schockverliebt bist, ist doch praktisch: du kannst rational beurteilen, ob dir das Treffen Spaß gemacht hat und du die Person im gleichen Kontext wiedersehen willst oder nicht.
Was du vielleicht ausblendest: Wie es auf dich wirkt, wenn es von der anderen Person genauso erwidert wird. Bei mir hat das oftmals dann auch nochmal zu einer Intensivierung geführt.
Versuche, das alles ein wenig lockerer, entspannter und weniger endergebnisorientiert zu sehen. Die Teilerfolge sind nette Menschen besser kennenzulernen und eine schöne Zeit zusammen zu haben. Das macht so vieles so unfassbar viel leichter :smile:
Das hört sich alles so sinnvoll und plausibel an. - Und doch habe ich keine Ahnung, wie sich so etwas bewerkstelligen lässt und wie man das alles so locker und entspannt sehen kann.

Ich denke, das ist einfach Typensache. Ich bin genauso, nur das bei mir noch dazukommt, dass ich die meisten Kerle einfach weder charakterlich noch optisch attraktiv/interessant finde. Liebe auf den 1. Blick ist mir absolut fremd. Bist du eher ein Typ, der sich selten verliebt? Ich bin es auf jeden Fall, ich kann erst Interesse entwickeln, wenn ich die Person schon halbwegs kenne. Und dann verliebe ich mich, das kam in meinem Leben bisher aber erst zweimal vor. Meinen Freund kannte ich bereits fast 2 Jahre, bevor ich mich verknallte. Ich fand ihn immer sehr sympathisch, mehr aber auch nicht. Das Interesse kam erst, als ich ihn so gut kannte, dass ich gemerkt habe, was er für einen zauberhaften, außergewöhnlichen Charakter hat. Dinge, die mir anfangs nie aufgefallen waren.
Was ich dir raten würde? ich würde mich erstmal ohne Hintergedanken nähern, einfach Kontakt halten, sich treffen, näher kennen lernen. Es müssen ja nicht direkt Dates sein, können es aber. Vielleicht kommt dann irgendwann Interesse, vielleicht aber auch nicht. Die Friendzone würde ich da gar nicht so als Problem ansehen, wie du siehst gibt es auch Frauen, die so sind.
Ich würde schon sagen, dass ich mich nur sehr selten verliebe.
Richtig verliebt war ich bisher eigentlich nur ein Mal - in eine Frau, die ich dann so lange untätig angehimmelt habe, bis ein anderer Mann nicht so zögerlich war und die Chance ergriffen hat. (Inzwischen sind sie längst verheiratet und erwarten gerade ein Kind.) Dazu gab es noch ein hin und her mit immer wieder aufkeimenden und wieder absterbenden Gefühlen für eine (platonische) Freundin, das sich inwzischen wohl endgültig erledigt hat, sowie ein paar Schwärmereien, aus denen überhaupt nichts wurde.
Und dann gab es noch ein paar Dates mit einer Frau, die ich zwar ziemlich sympathisch fand, aber für die ich auch keine großen Gefühle hatte. Da habe ich dann im Laufe der Zeit festgestellt, dass sie doch nicht so mein Fall ist.

Und irgendwie empfinde ich dieses unverbindliche, lockere Kennenlernen immer als anstrengende Gratwanderung, bei der ich vor lauter Angst, zu aufdringlich zu sein, zu viel zu fragen, usw. entweder zu zurückhaltend bin, oder zu viel von mir erzähle, ohne viel von der anderen Person zu erfahren.
 

Benutzer148761  (33)

Meistens hier zu finden
Hm, also bei mir war es immer so: Wenn ich mich mit jemandem gut unterhalten kann - also wie man so schön sagt, mit ihm auf einer Wellenlänge bin - und ihn auch attraktiv finde, dann entsteht da schnell so ein kribbeln, wo ich dann weiß, ich habe Interesse der Person sexuell näher zu kommen und dann auch Interesse an einer Beziehung.

Ich hatte das auch nicht so wahnsinnig oft, dass da einfach so ein kompletter Redefluss einfach da ist und man einfach stundenlang quatschen könnte. Aber wenn dem so ist, merke ich das innerhalb weniger Minuten und dann ist es Beziehungsmaterial für mich gewesen.
 
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