Ich weiß nicht, warum ich gerade so bin

Benutzer149613  (27)

Benutzer gesperrt
Hallo zusammen…

Ich komme gerade einfach nicht mehr klar und ich weiß nicht, warum. Ich weiß nicht, was das Problem ist, weil da eigentlich keins sein sollte. Ich fühle mich von dem ganzen Unikram komplett erschlagen, wobei das echt nicht problematisch wäre, wenn ich einfach jeden Tag zwei Stunden was machen würde. Aber nicht mal das kriege ich hin. Ich kann mich nicht dazu motivieren, richtig mit dem Arbeiten anzufangen und hab jetzt auch ewig gebraucht, um zumindest mal einen Termin mit einem Dozenten auszumachen, für die Themenabsprache einer Hausarbeit. Ich hab meine letzte Klausur, die an sich nicht mal schwer war, vermutlich komplett in den Sand gesetzt, weil ich es nicht hingekriegt habe, vernünftig dafür zu lernen. Das Problem ist nicht mal der Workload an sich, sondern meine Unfähigkeit, mich zu motivieren und einfach was zu machen. Und so bin ich eigentlich normalerweise nicht. Ich habe eigentlich ein recht gutes Abi und in den letzten Semestern bin ich auch gut zurechtgekommen. Der Stoff ist auch nicht schwerer geworden, ich habe nur einfach keine Lust mehr. Nicht aufs Lernen und auch sonst nicht. Ich habe keine Lust mehr, was zu unternehmen oder überhaupt groß das Haus zu verlassen. Lust auf Sex habe ich seit zwei Wochen ca. auch nicht mehr so sehr und deshalb jetzt Stress mit meinem Freund, was ich gerade am wenigstens gebrauchen kann. (Nicht, weil er mich bedrängt oder so, sondern weil er einfach wissen möchte, was mein Problem ist und mir scheinbar nicht so ganz glaubt, dass ich es nicht weiß. Und es liegt definitiv nicht an ihm.) Ich würde am liebsten den ganzen Tag nur noch im Bett liegen und gar nichts mehr machen. Ich bin einfach müde. Ich weiß nicht, ob das einfach eine Art Winterdepression ist, und wenn ja, wie ich das wieder loswerde. Mir ist auch andauernd schlecht und ich war mir immer sicher, dass das stressbedingt ist, aber jetzt habe ich Angst, dass doch was anderes dahinterstecken könnte, weil ich seit zwei Monaten ca. ständig Hämatome und Petechien an meinen Beinen habe, nach jedem Zähneputzen Zahnfleischbluten und nach jedem Naseputzen leichte Blutspuren im Taschentuch finde. Meine Beine schmerzen die ganze Zeit und ich fühle mich so wie man sich fühlt kurz bevor man krank wird. Nur das eben schon seit Wochen. Mir ist klar, dass es nicht so kompliziert ist, einfach zum Arzt zu gehen und das mal abklären zu lassen – und dass die Wahrscheinlichkeit, dass es etwas Schlimmes ist, wirklich gering ist - aber mir macht das ehrlich gesagt Angst, weil ich ein super Immunsystem habe und so gut wie nie krank bin und das nicht einordnen kann. Anstatt also einfach das Naheliegenste zu tun und das abklären zu lassen, mache ich mir noch mehr Stress, weil die Liste an Dingen, mit denen ich gerade nicht klarkomme, ja nicht schon lang genug ist.

Ich weiß einfach nicht, wie ich da wieder rauskommen soll. Ich hab ja nicht mal die Energie, mal zwei Stunden zu lernen oder mit meinem Freund was zu unternehmen. Mir ist das gerade einfach alles zu viel.
 

Benutzer10802 

Planet-Liebe Berühmtheit
Evslin, nimm's mir nicht böse, aber ich komme da wieder auf den Rat zurück, den ich Dir schon in Deinen letzten Threads gegeben habe. Für mich klingt das inzwischen mehr als besorgniserregend - und so schwer es dir auch fällt: Du solltest das ernst nehmen, nicht kleinreden, und etwas unternehmen. Bevor Du gar nicht mehr aus dem Bett und vor die Haustür kommst.

Reiß Dich zusammen, lass die gesundheitlichen Probleme ärztlich abchecken und sprich mit der psychologischen Beratung von Deiner Uni. Ich will hier keine unzulässigen Fern-Diagnosen abgeben, aber die Gedanken "Burnout" und "Depression" liegen bei dem was Du schilderst alles andere als fern. Und das in den Griff zu bekommen sollte jetzt für Dich oberste Priorität haben. Es zu verdrängen wäre keine Lösung. Nichtstun und abwarten auch nicht. Mach die entsprechenden Termine und geh hin.
 

Benutzer107106 

Planet-Liebe ist Startseite
Redakteur
Ich habe einige Freunde die die psychologische Studierenden Beratung oder andere ähnliche Beratungsstellen (Kirche, AWO, Caritas, ...) in Anspruch genommen haben. Ausnahmslos ALLEN haben die unglaublich gut geholfen, so auch mir!
Nimm dich ernst. Geh dahin. Gerade die Unileute sind auf "Uni-Probleme" spezialisiert.
 

Benutzer109511  (27)

Planet-Liebe Berühmtheit
Ich kann mich brainie brainie nur anschließen.

Es wird höchste Zeit, dass du dir Hilfe suchst.

Es kann durchaus sein, dass du an einer Winterdepression leidest, auch eine nicht saisonal bedingte Depression oder ein Burnout könnten die Ursache für deine Probleme sein. Ein Laie aus dem Internet kann dir aber keine Ferndiagnose stellen, von daher führt an einem Gang zum Arzt nichts vorbei. Und du solltest das besser heute als morgen angehen!

Weißt du, letzten Winter ging es mir ähnlich wie dir. Ich war antriebslos, schwach, habe nichts mehr geschafft, war andauernd müde. Dazu kam eine tiefe innere Traurigkeit… ich hab auch erst gedacht, dass es vielleicht eine jahreszeitlich bedingte Verstimmung ist… bis meine Beschwerden immer schlimmer wurden, ich immer öfter weinend zusammen gebrochen bin, Suizidgedanken hatte, mich immer hoffnungsloser gefühlt hab und immer weniger und weniger Kraft hatte. Zum Arzt getraut und zur psychologischen Beratungsstelle hab ich mich erst letzten Sommer, da ging es mir schon über ein halbes Jahr schlechter und schlechter und am Winter konnte es definitiv nicht mehr liegen. Irgendwann hatte ich einen regelrechten Nervenzusammenbruch, der mich dann letztlich zum Arzt getrieben hat. Das Ergebnis: mir wurde eine depressive Episode diagnostiziert, ich wurde zum Psychiater überwiesen, der mir Antidepressiva verschrieben hat und ich muss mich um eine ambulante Psychotherapie kümmern. Muss nicht sein, dass es bei dir auch so ist, aber von der Hand weisen lässt sich die Vermutung beim besten Willen nicht!

Nimm deine Beschwerden also unbedingt ernst, spiel sie nicht herunter und geh zum Arzt damit! Sicherlich kannst du deine Probleme gut in den Griff kriegen, nur dafür musst du den ersten Schritt machen und dich an einen Arzt und/ oder eine Beratungsstelle wenden. Die Beratungsstelle der Uni ist für Menschen wie dich da!

Und auch was deine körperlichen Beschwerden (Krankheitsgefühl, wiederholtes Nasenbluten etc.) angeht, solltest du dringend zum Hausarzt. Das würde mir an deiner Stelle keine Ruhe lassen!
 

Benutzer12529 

Echt Schaf
Lass klären, ob du einen Vitamin D-Mangel hast, dein Ferritin (Eisenspeicher) leer ist und auch, wie deine Schilddrüsenwerte (TSH, ft3, ft4) in Ordnung sind oder da eine Dysfunktion (eher Unterfunktion, so wie du klingst) hinterstecken. Das sind recht typische körperliche Ursachen für Antriebslosigkeit und Co und kann sogar zu Depressionen/depressionsartigen sachen führen. Eine Blutabnahme reicht dafür, Vitamin D-Test musst du evtl selbst zahlen (meist 20-30 Euro - sind ihr Geld aber Wert, wenn du es hast!).

Wenn da nichts ist, und andere körperliche Ursachen auch ausgeschlossen werden, wende dich an die Beratungsstelle deiner Uni und deinen Hausarzt, zwecks Ansprechpartner, falls es was psychisches ist.
 

Benutzer149613  (27)

Benutzer gesperrt
Danke. Ja, ich weiß, dass ich das machen sollte... keine Ahnung, warum ich es trotzdem nicht hinkriege. Ich schaffe es nicht mal, mich morgens zusammenzureißen und in die Sprechstunde zu gehen. Bin einfach zu müde. Sorry, ich weiß, wie wehleidig das klingt. Wenn das wirklich was Psychisches ist, verstehe ich nicht, wo das herkommt. Die Probleme, die ich jetzt habe, sind ja nur die Konsequenz meines derzeitigen Handelns. Ich würde gar keinen Unistress haben, wenn ich einfach mal MACHEN würde, anstatt nur noch im Bett zu liegen und die Wand anzustarren. Und ich hätte auch keinen Stress mit meinem Freund, wenn ich nicht so lustlos und gereizt wäre die ganze Zeit. Mir tut das auch leid für ihn, aber mich nervt das dann, dass er ständig fragt, was los ist. Ich weiß es halt nicht. Ich will ja bei ihm sein, aber ich will nichts unternehmen und möglichst nicht reden und auch sonst nichts machen. Ich will nur mit ihm im Bett liegen (wirklich nur "liegen", nicht mehr) und vor mich hin dämmern. Ich kann verstehen, dass er da langsam genervt von ist. Aber ich krieg mich kaum dazu überwunden, mal was zu machen. Ich will einfach nur schlafen.
 

Benutzer12529 

Echt Schaf
Klingt eher nach SD-Unterfunktion, wenn du auch noch so müde bist... also ab zum Arzt. Sag sonst deinem freund, d ass er mit dir da hin soll - einfach, damit du wirklich dort in der Praxis bist.
 

Benutzer149613  (27)

Benutzer gesperrt
Ich werde versuchen, nächste Woche zum Arzt zu gehen.
Ich weiß gerade nicht, was ich mehr fürchte - dass es psychisch ist und ich mir das einfach einbilde und dann nicht weiß, wie ich das wieder loswerden soll, oder dass es eine körperliche Ursache geben könnte. Dass lässt sich wahrscheinlich leicht klären, aber mir macht das ehrlich gesagt Angst. Vielleicht stelle ich mich auch einfach an, aber ich habe in meinem ganzen Leben nie irgendwelche gesundheitlichen Probleme gehabt, die über einen grippalen Infekt hinausgingen, und jetzt kann ich nicht einordnen, woher das plötzlich kommt. Jedes Mal, wenn ich denke, dass es sich erledigt hat, finde ich ein paar Tage später ein neuen blauen Fleck oder mir wird wieder plötzlich schlecht. Ich denke da natürlich sofort an Leukämie oder sowas... wobei es wahrscheinlich eine völlig harmlose Erklärung gibt.
Ich versuche zumindest, irgendwie gegen diese Müdigkeit anzugehen, aber so langsam gebe ich auf, weil es nicht funktioniert. Ich sortiere alle Unterlagen auf meinem Schreibtisch, stelle mir einen Wecker bis wann ich lernen muss, und dann sitze ich da und versuche, irgendwie den Stoff in meinen Kopf zu kriegen. Wenn überhaupt, bleiben vielleicht 5% hängen. Ich werde sämtliche Abgabetermine verpassen und meine Prüfungen verhauen, wenn ich mich nicht bald zusammenreiße. Aber selbst der Gedanke hilft nicht, mich zu motivieren.
 

Benutzer10802 

Planet-Liebe Berühmtheit
Ich sortiere alle Unterlagen auf meinem Schreibtisch, stelle mir einen Wecker bis wann ich lernen muss, und dann sitze ich da und versuche, irgendwie den Stoff in meinen Kopf zu kriegen. Wenn überhaupt, bleiben vielleicht 5% hängen. Ich werde sämtliche Abgabetermine verpassen und meine Prüfungen verhauen, wenn ich mich nicht bald zusammenreiße.
Und deshalb...
Ich werde versuchen, nächste Woche zum Arzt zu gehen.
...streichst Du hier besser ganz schnell das "werde versuchen". Du gehst nächste Woche zum Arzt. Beschließe es, mache es. Ohne wenn und aber.

Wir können hier zwar keine genaue Diagnose abgeben, was da momentan genau bei Dir los ist, aber dass ein bloßes "Ich muss mich zusammenreissen" gerade nicht mehr funktioniert, merkst Du doch selbst. Und eigentlich ist die Ungewissheit darüber, was dahinter steckt doch eh schlimmer als jede mögliche Diagnose. Wenn man weiß was es ist, kann man dagegen was tun. Vorher nicht.

Deshalb: Schieb's nicht noch länger vor Dir her. Du bist halt keine Maschine. Irgendwas funktioniert gerade nicht. Und je länger Du es vor Dir herschiebst, etwas dagegen zu tun, desto mehr schiebst eben vor Dir her, weil sich da eben dann auch immer mehr ansammelt - das kostet unnötig Kraft, bis irgendwann nichts mehr geht.

Es ist keine Schande mal nicht so ganz zu funktionieren. Das passiert im Laufe des Lebens jedem mal, auf die ein oder andere Art. Es ist aber verdammt wichtig zu lernen, dann etwas dagegen zu machen. Es zu akzeptieren, dass man auch mal "schwach" sein darf. Und auch mal Hilfe braucht. Es ist viel stärker als sich einzugraben, nichts mehr gebacken zu kriegen, Gedankenkarussel zu fahren und den eigenen Ängsten das Steuer - und die Bremse - zu überlassen.
 

Benutzer107106 

Planet-Liebe ist Startseite
Redakteur
Vitamin B12-Mangel und Eisenmangel führen bei mir zu starker Müdigkeit, sodass ich 14 Std am Tag schlafen kann.
Ebenso bringt zu viel Schlaf mich dazu nur noch müder zu werden. Ich darf nicht länger als 8 Std schlafen, sonst bekomme ich Migräne und werde müde. 7 -8 Std Schlaf ist für mich gut.
Genauso wie täglich nach draußen zu gehen. Nur so bildet man Vitamin D, was wichtig ist.
Auch Männer können Hormonprobleme haben! Und das kann wiederum zu Müdigkeit, Gereiztheit und Lustlosigkeit führen.

Du versuchst deine Emotionen zu rationalisieren. Das geht nicht. Das ist auch häufig mein Problem: da kämpfen 2 Seiten in einem: Die eine nimmt die andere nicht erst. Trotzdem lähmt die emotionale Seite, deine rationale. Die Verkettung ist also viiiiiel enger, als du annimmst. Du hast nämlich gar nicht 2 Seiten, du bist ja nur ein Mensch, mit nur einer Seele.
 

Benutzer135804 

Planet-Liebe Berühmtheit
ich kann mich nur anschließen,du solltest so schnell wie möglich zum arzt gehen!und lass dir gesagt sein,tust du es nicht und dein zustand verschlimmert sich weiter (wovon auszugehen ist),dann kannst du vllt bald gar nichts mehr tun.und fdas für monate.ich selbst hatte bereits 2 mal einen burnout und brauchte beide male 6 monate (!) um wieder zu kräften zu kommen.also nimm dir die zeit für deine gesundheit,denn tust du es nicht,kannst du bald weder was für uni tun noch wirst du dann sowas wie ein leben haben.
 

Benutzer12529 

Echt Schaf
Ich werde sämtliche Abgabetermine verpassen und meine Prüfungen verhauen, wenn ich mich nicht bald zusammenreiße. Aber selbst der Gedanke hilft nicht, mich zu motivieren.
Zusammenreißen funktioniert derzeit aber offensichtlich nicht. Deshalb - scheiß drauf, ob du die Prüfungen packst.
DU bist jetzt an der Reihe.
Geh zum Arzt. Morgen früh, direkt. Fahr mit Taxi hin, damit du wirklich dort ankommst und es dir nicht anders überlegst.

Ich musste gesundheitsbedingt mein Studium auch überziehen. Ich war nicht in der Lage, die geforderten Prüfungsleistungen zu bringen - gesundheitlich bedingt.
Es ist noch nicht rum, aber ich denke, dass das schlimmste vorbei sein dürfte von dieser gesundheitlichen Sache. Aber es ist deutlich besser geworden.
Und das "nur", weil ich damals, als ich gemerkt habe, dass ich nicht mehr kann und zusammenreißen nicht funktioniert etc, zum Arzt gegangen bin, um mir Hilfe zu holen.

Geh zum Arzt, und lass dir endlich helfen!
 

Benutzer149613  (27)

Benutzer gesperrt
Ich habe es hinbekommen, heute um zehn Uhr aufzustehen und zum Arzt zu gehen. Dass ich sowas mal als Erfolgserlebnis werten würde, hätte ich vor ein paar Monaten auch nicht gedacht...

Ich hoffe schon fast, dass der jetzt irgendwas findet. Wenn das nämlich was Psychisches ist, dann weiß ich nicht, wie ich das wieder wegbekommen soll. Ich hab keinen Grund, mich schlecht zu fühlen. Ich habe keinen Stress, nichts, was mich wirklich belastet. Und die paar Probleme, die ich habe, mache ich mir selbst. Ich verschwende einen Tag nach dem anderen, indem ich zuhause rumhänge und Löcher in die Luft starre. Dabei weiß ich genau, was ich zu tun hätte und diese Dinge sind an sich nicht mal schwer. Und ich krieg trotzdem nichts auf die Reihe.
Sorry, ich weiß, ihr könnt mir da auch keine Antwort geben. Mich macht das nur einfach fertig, dass ich gerade so bin und nicht verstehe, warum. Ich habe Angst, dass ich mir gerade alles kaputt mache - meine Zukunft, meine Beziehung, mein Studium. Nur weil ich plötzlich nicht mehr klarkomme.
 

Benutzer109511  (27)

Planet-Liebe Berühmtheit
Was ist denn bei dem Arztbesuch heraus gekommen?
Gut dass du das auf jeden Fall schon mal geschafft hast! :smile:
 

Benutzer10802 

Planet-Liebe Berühmtheit
Sehr gut, dass Du beim Arzt warst. :jaa: Und auch wenn's Dir verständlicherweise schwer fällt - versuche zumindest, Dich da jetzt nicht ganz festzugrübeln, in Sachen "Oh Gott, was kommt da raus? Und was dann?".

Lenk Dich ab, schau, ob Du nicht doch was für die Uni gemacht kriegst, wenn das nicht klappt, geh mal raus, spazier 'ne Runde, lass Dich von der Sonne kitzeln und halte die Nase in den Wind. Oder geh ne Runde rennen. Klingt doof, hilft aber gerne mal.

Die Erkenntnisse von ärztlicher Seite werden schon früh genug kommen - und mei, wenn's keine körperlichen Ursachen gibt, dann lässt man sich hat von psychotherapeutischer Seite helfen. Rauskommen kann man da denke ich auf jeden Fall wieder, wenn man was dagegen macht, sich nicht einfach "ergibt" und nichts tut.

Das wichtigste ist eben gerade, erstmal herauszufinden wo überhaupt der Kern des Problems - oder der Probleme - sitzt. Da bist Du jetzt dran, bleib auch da dran. Gerade auch, falls von körperlicher Seite alles ok ist - dann gehst Du halt mal zur psychologischen Beratung und schaust gemeinsam mit denen, was Du tun kannst. Egal was da rauskommt, Du bist der Diagnose nicht "ausgeliefert", sie ist die Grundlage dafür, da rauszukommen. Die geeigneten Helfer dafür zu finden, dass Du das schaffst. Und das wirst Du.
 
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Benutzer12529 

Echt Schaf
Super, dass du das geschafft hast! Kannst zurecht stolz darauf sein, ich weiß, wie schwer das sein kann.

Wie wäre es, wenn du dir jetzt überlegst, welche Prüfungen an der Uni du jetzt am ehesten hinbekommen kannst, und die anderen knickst? Oder alle? damit der Druck wegfallt, lernen zu müssen (zumal derzeit eh zu wenig in den Kopf geht)? konzentrier dich auf das, was klappen kann (weil der Stoff schon sitzt/dir Spaß macht) und schaff dir freie Freizeit um tun zu können, was dir gut tut. Lern-Auszeit in den lernphasen kann sehr gut tun.
Vielleicht nimmst du dir (zusätzlich? ) auch einfach eine Woche lernfrei, und machst danach weiter mit den Prüfungen, die du am ehesten bestehen kannst, und scheißt auf die anderen.
Auch darauf, dass du vielleicht dadurch 1-2semester länger studieren musst - dafür weniger Druck und die kommenden Semester weniger lernen müssen, kann dir denke ich sehr gut tun.
 
Zuletzt bearbeitet:

Benutzer135804 

Planet-Liebe Berühmtheit
ich stimme schafforpeace da total zu,du solltest unbedingt deine arbeiten für uni reduzieren.das ist auch kein problem,falls du durch erkrankungen deshalb länger brauchst fürs studium,solange du das mit attesten belegen kannst.(stichwort nachteilsausgleich wird hier auch relevant;auf den haben nämlich behinderte oder chronisch kranke studenten anspruch.udn das betrifft natürlich auch psychische erkrankungen,sollte das bei dir der fall sein.dazu berät dich zb die behindertenberatung der uni.)
 

Benutzer149613  (27)

Benutzer gesperrt
Der Arzt konnte mir noch nicht viel sagen. Ultraschall war ok. Blutwerte müssten morgen da sein.

Eine Seminararbeit kann ich auch nächstes Semester einreichen, was ich auch tun werde. Die anderen Prüfungen kann ich nicht aufschieben ohne dass ich die Kurse noch mal machen bzw. ein Jahr warten müsste bis ich den zweiten Teil des Kurses belegen könnte. Und das möchte ich nicht, weil ich die Zeit für meine Bachelorarbeit und Praktika etc. nutzen wollte. Das würde mir meine ganze Planung kaputt machen. Ich würde die Prüfungen wahrscheinlich auch irgendwie bestehen, aber eben nicht mit guten Noten. Und das stresst mich, weil meine eigene Faulheit Grund dafür ist, dass ich mir den Schnitt versaue.

Zurzeit lerne ich ja eigentlich überhaupt nicht. Das einzige, was ganz gut geht, sind Vokabeln. Ich muss aber bis Mitte nächsten Monat die komplette Lateingrammatik drin haben und noch drei Hausarbeiten schreiben, und damit habe ich noch nicht mal angefangen. Ich hatte fünf Wochen Zeit um einen dreiseitigen Essay zu schreiben und hab den gestern eine halbe Stunde vor Abgabeschluss eingereicht. Normalerweise schreibe ich sowas nebenbei, jetzt habe ich das bis zum letzen Tag aufgeschoben und hab dann mehrere Stunden gebraucht um das Ding zu schreiben und kann froh sein, dass es dafür keine Note gibt.

Ich kann einfach nicht klar denken. Und ich versuche auch, der Müdigkeit nicht nachzugeben, aber das ist verdammt schwer. Ich zwinge mich fast jeden Tag dazu, zumindest eine halbe Stunde zu laufen oder wenigstens spazieren zu gehen. Nur aufwecken tut mich das überhaupt nicht. Ich bin danach genau so müde wie vorher. Ich würde echt am liebsten alles hinschmeißen und ein paar Monate schlafen. Wobei das wahrscheinlich nicht mal helfen würde.
 

Benutzer135804 

Planet-Liebe Berühmtheit
also erstmal:bezeichne dich nicht als faul!dir gehts scheiße,du bist wohl krank.das hat nichts mit faulheit zu tun.

dann:wenn du nicht klar denken kannst,kannst du auch keine arbeiten für uni gut hinbekommen.an deiner stelle würd ich mindestens alle hausarbeiten nach hinten verschieben und maximal die anderen prüfungen machen,wenn ich mir zutrauene würde,diese nicht zu schlecht hinzubekommen (man will sich ja nicht den schnitt verderben).und weißt du,ich bin jetzt am ende meines masterstudiums und habe etliche hausarbeiten geschrieben in all den jahren.auch statt klausuren hausarbeiten,was mir eben hilft (nachteilsausgleich sei dank).und für die meisten hausarbeiten brauchte ich länger als geplant-und ich hab immer (!) die abgabefrist verlängert bekommen,indem ich eben mit den dozenten offen über meine problematik gesprochen habe.die meisten wollten nicht mal meine atteste sehen,die ich immer dabei hatte...

also tue,was vernünftig ist und für deine gesundheit das beste!sprich:arbeit auf ein minimum reduzieren;dich weiter untersuchen lassen und der sache auf den grund gehen;dir ein umfassendes attest ausstellen lassen und die dozenten darüber informieren,was los ist und um fristaufschübe bitten.(die sind oft weniger streng als gedacht,es wurden bei mir sogar hausarbeiten nach über einem jahr noch angenommen.,..)
 
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