Einfach devot oder Wunsch nach Selbstbestrafung?

Benutzer180257  (26)

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Ich wusste nicht, wo meine Problematik am ehesten einzuordnen ist und hatte kurz überlegt, es in die Missbrauch/Gewalt-Rubrik zu packen.
Ich erwähne das als potenzielle Trigger-Warnung.

Mir fällt es aktuell schwer, zwischen Lust und Destruktivität zu unterscheiden.
Ganz deutlich habe ich das gestern gemerkt:
Ich habe einen Porno geschaut, in dem es relativ hart zuging. Ich bin schwul und mag es passiv und ich bin auch eher devot veranlagt. Was aber in diesem Porno abging, hätte meiner Meinung nach auch eine Vergewaltigung sein können.
Ich war nicht darauf vorbereitet weil der Titel nichts in der Richtung vermuten ließ. Eventuell bin ich auch etwas empfindlich, dass ich etwas rücksichtsloseren Sex direkt mit Vergewaltigung assoziiere.
Jedenfalls hatte ich beim Gucken ein seltsames Gefühl. Eine Mischung aus Erregung und Abscheu. Und: den Gedanken, dass ich das auch will.

Den problematischen Aspekt sehe ich darin, dass ich mir nicht vollkommen sicher bin, ob ich das will, weil ich es geil finde, oder weil ich mir damit selbst schaden möchte.

Ich bin psychisch aktuell leider nicht ganz auf der Höhe und ich bin nicht unbedingt gut darin, meine eigenen Grenzen zu wahren.

Vor ein paar Wochen hatte ich bereits ein ähnliches Erlebnis und bin eigentlich zu der Erkenntnis gekommen, dass ich besser aufpassen und meine Grenzen wahren muss. Wenn ich aber schlecht drauf bin, denke ich, dass ich selbst schuld bin und es verdient habe.

Jetzt bin ich unsicher, wie ich damit am besten umgehen soll. Am gesündeten wäre es wohl, vorerst abstinent zu bleiben und auf solche Experimente zu verzichten, bis ich sicher bin, dass ich in der Lage bin, zu entscheiden, was ich wirklich will.
 

Benutzer174589 

Meistens hier zu finden
Ich bin psychisch aktuell leider nicht ganz auf der Höhe und ich bin nicht unbedingt gut darin, meine eigenen Grenzen zu wahren.

Das ist deine Antwort.

Es wäre nicht gut für dich und unfair der Person gegenüber, die du dafür instrumentalisieren wollen würdest.

Bist du inzwischen in Therapie?
 

Benutzer180257  (26)

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Das ist deine Antwort.

Es wäre nicht gut für dich und unfair der Person gegenüber, die du dafür instrumentalisieren wollen würdest.

Bist du inzwischen in Therapie?
Ja, schon länger. Aber über Sexuelles spreche ich da nicht.
 

Benutzer178694 

Sorgt für Gesprächsstoff
Prinzipiell ist es weder abnormal noch ungesund auf die von dir beschriebene sexuelle Spielart zu stehen.
So komisch das klingen mag und egal wie man das persönlich finden mag, wenn beide Partner an dieser Spielart Spaß haben, ist das noch im normalen Rahmen.
Jetzt kommt das aber in deinem Fall..
Du bist in psychologischer Behandlung, weil du dir selbst schadest. Aus deinen bisherigen threads zu urteilen, ist diese Behandlung absolut sinnvoll und notwendig. Das du diesen Schritt gewagt hast, dich zu trauen, dich jemandem anzuvertrauen ist toll. Nun musst du aber einen Schritt weiter gehen, auch dieses Thema gehört auf den Tisch.
Diese Form von Sex ist nämlich nur unter einen Punkt im Rahmen, nämlich dann wenn man Spaß dran hat.
Diese Form von Sex ist nicht im Rahmen, wenn man sich selbst durch Ausleben dieser Spielart schaden möchte. Dann ist diese Form von Sex hoch problematisch für dich und für die gesamte Therapie die du gerade machst.
Du musst dich in diesem Punkt öffnen, das ist nichts was einen Therapeuten schockt.
Trau dich ruhig darüber zu reden, du hast schon so viel geschafft, da ist das tatsächlich ein Klacks.
 

Benutzer169922 

Öfters im Forum
Ich hatte mal so ein ähnliches Thema eröffnet, vll magst du da mal bisschen lesen:

 

Benutzer183259  (50)

Sorgt für Gesprächsstoff
Es gibt einen großen Unterschied zwischen Fantasie und Realität.

Laut Umfragen hat jede vierte Frau eine vergewaltigungsphantasie.
Davon wird das aber kaum eine in Realität erleben wollen.

Es ist halt nur Kopfkino. Da würde ich mir jetzt keine großen Gedanken drum machen.
 

Benutzer180257  (26)

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Mich wird das Thema leider nicht wirklich los.
Aktuell bin ich leider schon relativ dauergeil und habe beim Masturbieren sehr intensive Phantasien. Nachdem ich gekommen bin, schlägt es sofort ins Gegenteil um, und ich fühle mich schlecht.
Vorgestern habe ich mich mit einem getroffen, hatte vorab klargemacht, dass außer Blasen nichts laufen wird. Wären wir woanders gewesen und er hätte auf mehr gedrängt, hätte ich garantiert nachgegeben. Ich hätte alle Vorsätze über den Haufen geworfen und wahrscheinlich wäre es mir auch egal gewesen, ob mit Gummi oder ohne.
Scheinbar bin ich nicht mehr in der Lage, klar zu denken, wenn ich geil bin und mich scheiße fühle. Das ist einfach keine gute Kombi.
Mich kotzt es an, dass ich so bin.
Früher war Sex für mich etwas, das mir Spaß gemacht hat und das ich einfach genießen konnte. Jetzt ist es einfach ein weiterer Punkt auf meiner Liste an Dingen, mit denen ich mir selbst schaden kann.
 
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