Diverse Probleme im Studium, Arbeits-Standort wechseln?

Benutzer130514 

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Hallo,

ich habe Probleme beim Studium. Und zwar absolviere ich ein duales Studium, das ich 2016 abschließen werde. Allerdings ist das alles derzeit nicht so einfach für mich. Ich bin jetzt bis Ende Juni auf der Arbeit (in Darmstadt). Da findet regelmäßig Unterricht mit Studenten aus RLP (auch von der Firma) statt, mit denen ich absolut nicht klar komme. Hochnäsig, arrogant, selbst überschätzend, intrigant...all das passt, wenn ich meine Kolleginnen beschreiben müsste.

Beim Studium sind bundesweit alle Studenten unseres Jahrgangs immer in einer Stadt versammelt (das ist dann ab Ende Juli für 3 Monate der Fall). Und da verstehe ich speziell mit meinen Kollegen von einem anderen Standort extrem gut. Die meinen die ganze Zeit dass ich wenn möglich sofort einen Antrag auf Umsetzung an ihren Standort stellen soll. Allerdings habe ich Bedenken.

Ich denke dass es blöd kommt wenn ich beim Ausbildungsleiter diesen Wechselwunsch äußern würde. Das wirft sicher ein schlechtes Licht auf mich. Er weiß zwar, dass es zwischen uns nicht gut läuft und dass es da kriselt. Aber ich denke er unterschätzt das ganze etwas.

Ich habe wegen diesen Konflikten echt jegliche Freude und Motivation an der Arbeit und am Studium verloren. Es lässt mir keine Ruhe und ich werde so nicht glücklich. Manchmal dachte ich mir schon alles hinzuschmeißen und etwas neues anzufangen.

Argumente für einen Wechsel wären anderweitig halt dass ich mich hier in Darmstadt nicht so wirklich heimisch fühle und von der Stadt, an der der Standort der Firma zu dem ich wechseln wollen würde liegt, habe ich eigentlich schon immer geträumt.

Wie soll ich damit jetzt umgehen? Ich weiß nicht mit wem ich darüber reden kann in der Firma ohne dort für Aufruhr zu sorgen.

Wenn ich schon daran denke dass ich morgen wieder den ganzen Tag in einem Raum mit diesen Kolleginnen sitzen werde könnte ich anfangen zu heulen. Das hält man nicht aus. Das ist Mobbing, wobei ich mich im Normalfall nicht davon unterkriegen lasse. Ich stehe eigentlich darüber, aber wenn ich daran denke dass alles woanders so schön sein könnte, dann zieht mich das alles trotzdem runter.

Was soll ich tun?
Liebe Grüße
babo95
 

Benutzer96466 

Planet-Liebe Berühmtheit
Ich denke dass es blöd kommt wenn ich beim Ausbildungsleiter diesen Wechselwunsch äußern würde. Das wirft sicher ein schlechtes Licht auf mich. Er weiß zwar, dass es zwischen uns nicht gut läuft und dass es da kriselt. Aber ich denke er unterschätzt das ganze etwas.

Ich habe wegen diesen Konflikten echt jegliche Freude und Motivation an der Arbeit und am Studium verloren. Es lässt mir keine Ruhe und ich werde so nicht glücklich. Manchmal dachte ich mir schon alles hinzuschmeißen und etwas neues anzufangen.
Bevor du schmeißt ist doch der Wechsel die bessere ENtscheidung. Und auch die Erwachsenere - du siehst die Probleme und nimmst die Lösung in Angriff, mit den Methoden die dir zur Verfügung stehen.

Ich glaube nicht, das dir das negativ angekreidet wird.
 

Benutzer130514 

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Bevor du schmeißt ist doch der Wechsel die bessere ENtscheidung. Und auch die Erwachsenere - du siehst die Probleme und nimmst die Lösung in Angriff, mit den Methoden die dir zur Verfügung stehen.

Ich glaube nicht, das dir das negativ angekreidet wird.

Ja, aufgeben werde ich nicht. Diesen Erfolg gönne ich denen nicht :smile:

Naja, negativ wird mir dann vielleicht ausgelegt, dass ich vor dem Problem davon laufe und dass ich vielleicht nicht teamfähig sei...
 

Benutzer141862 

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Argumente für einen Wechsel wären anderweitig halt dass ich mich hier in Darmstadt nicht so wirklich heimisch fühle und von der Stadt, an der der Standort der Firma zu dem ich wechseln wollen würde liegt, habe ich eigentlich schon immer geträumt.
Als Argument käme es mMn ziemlich kindisch und zu persönlich rüber. Wenn man ein Dualstudium macht, wird ja davon ausgegangen, dass man genug flexibel ist, um den Beruf als Prio eins zu haben :zwinker:

Ein gutes Argument wäre ein qualitativer Vergleich von Standorten. Wenn du deinem Ausbildungsleiter beim Wechselwunsch beweisen kannst, dass du am anderen Standort z.B. viel bessere Chancen hast, eine für dich interessante Spezialisierung zu machen oder ein konkretes Thema/Projekt tiefer zu bearbeiten, wäre es ein gutes Argument gewesen.
 

Benutzer97517 

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Naja, negativ wird mir dann vielleicht ausgelegt, dass ich vor dem Problem davon laufe und dass ich vielleicht nicht teamfähig sei...

Quatsch... Lass dir eine gute Begruendung einfallen... Am besten eine fachliche.. private geht auch....

Bloss nicht...
Da findet regelmäßig Unterricht mit Studenten aus RLP (auch von der Firma) statt, mit denen ich absolut nicht klar komme.

Und schon sollte es besser werden... Das was du machst sollte doch auch Spass machen...

Es gibt manchmal solche Konstellationen das man mit den Leuten einfach nicht klar kommt... Ich habe mal in einer Stadt gelebt und konnte keine Freunde finden... Umgezogen, ~60km entfernt und innerhalb von 6 Monaten hatte ich einen Freundeskreis...
 
2 Woche(n) später

Benutzer130514 

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Update: Meine Kollegin schafft aller Voraussicht nach ihre Zwischenprüfung nicht, weswegen ich vermutlich bald alleine an meinem Standort ausgebildet werde. Wäre das ein Argument zu wechseln? Denn alleine, ganz ohne Austausch, ist ja auch nicht optimal...:/
 

Benutzer149590  (21)

Benutzer gesperrt
Mach dir nicht so viele Gedanken, wechsel einfach. Am neuen Standort kannst du dann deine Teamfähigkeit besser unter Beweis stellen.
 
U

Benutzer

Gast
Wenn du dich nicht wohlfühlst, dann wechsel einfach ohne dir Gedanken in Form von Rechenschaft zu machen.
Verbuch es einfach unter Erfahrung und geh dein Weg.
Das mit der Arroganz merke ich aber auch bei den Koops in meinem Semester.
Sind aber nach der Ausbildung ruhiger geworden, da se sich nimmer nur auf 2 Fächer konzentrieren müssen.
Keine Ahnung was in solchen Köpfen abgeht.
Ausbildung und nur 2 Module ist wie Urlaub :smile:
Von daher auch was Neues und Wechsel einfach.
 

Benutzer130514 

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UPDATE :grin:

Also: Meine Kollegin, die aller Voraussicht nach ihre Prüfung nicht schafft scheint meine Erlösung zu sein (so mies es klingt und so leid es mir für sie tut)

Unser Ausbildungsleiter war heute im Rahmen einer anderen Klausur von uns bei uns und hat mit uns über diverse Dinge geredet. Soweit so gut.

In einem Gespräch unter vier Augen kam er dann auf das Thema zu sprechen, dass meinr Kollegin ja eventuell ihre Prüfung vergeigt haben könnte und damit auf gut deutsch gesagt "weg vom Fenster" wäre...

Ich fasse mal das Gespräch zusammen (Er = A, Ich = I

A: "Haben Sie sich schon Gedanken gemacht wie es weiter geht, wenn Ihre Kollegin die Prüfung nicht bestanden haben sollte? Dann wären Sie ja bekanntlic der einzige verbliebene Student an diesem Standort. Wären Sie prinzipiell flexibel an einen anderen Standort zu wechseln? Ich weiß, dass Sie ja schon von zuhause ausgezogen sind und Wochenendheimfahrer sind."
Ich (ganz verdutzt in dem Moment):
"Um ehrlich zu sein habe ich mir darüber noch keine Gedanken gemacht (naja, gab ich natürlich schon aber weckt sicher nicht so den guten Eindruck denke ich mir :tongue:). Ich hoffe natürlich erstmal, dass sie ihre Prüfung bestanden hat und dass sie hier weitermachen kann. Ich habe derzeit natürlich hier eine Wohnung auf Miete, wäre allerdings prinzipiell schon in der Lage an einen anderen Standort zu wechseln."
A: "Ich weiß wie Ihre Beziehung zu den Studenten vom Standort S (Abk. für den grauenhaften Ort mit den beschaubaren Kolleginnen :grin:), an diesen müssten sie selbstverständlich nicht unbedingt wechseln. Macht für uns wohl auch keinen Sinn, da es dann eh nur Stress gibt vermutlich (lacht). Man muss natürlich abwarten (Montag kommt aller Voraussicht nach das Ergebnis meiner Kollegin). Aber wenn der worst case eintritt, dann ist es natürlich suboptimal, wenn sie hier komplett auf sich allein gestellt wären. Denken Sie dass dies trotzden möglich wäre?"
Ich: "Ich würde mir das schon zutrauen, aber ich denke Sie verstehen sicherlich auch, wenn ich sage, dass ich schon eigentlich lieber in einem Umfeld mit anderen Studenten wäre, mit denen ich mich gut verstehe und ich mich auch mit ihnen über das Studium und die Arbeit sowie sonst auch private Dinge austauschen könnte."
A: "Klar, das kann ich sehr gut nachvollziehen."

So...das alles klingt natürlich extrem vielversprechend...

Wie ist eure Meinung?
 

Benutzer130514 

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Meine Kollegin hat die Prüfung bestanden -.-

Das war es dann wohl mit der schnellen und einfachen Lösung :frown:

Ach mist...
 

Benutzer71015 

Planet-Liebe-Team
Moderator
Wie oft triffst du denn auf die Leute mit denen du so schlecht klarkommst?
 

Benutzer130514 

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Wie oft triffst du denn auf die Leute mit denen du so schlecht klarkommst?

2-3 pro Woche. Ist jetzt auch nicht so, dass ich ausschließlich wegen denen gerne wechseln will...Ganz im allgemeinen wäre der andere Standort aus meiner Sicht reizvoller. Stadt + Kollegen und alles....:/

Hier an meinem Standort habe ich die Kollegin, mit der ich so an sich keine Probleme habe, aber wenn man in Relation sieht wie super ich mich mit den Leuten vom anderen Standort verstehe ist das auch eher bitter ^^

Ich kann aber schlecht zu meinem Ausbildungsleiter sagen: "Ich will trotzdem wechseln"...:/ Frühestens nach Beendigung des Studiums und selbst dann nur problematisch vermutlich. Ich meine hier werden überall Leute gebraucht aber an meinem aktuellen Standort halt auch :/

Alles doof...
 

Benutzer150857 

Sehr bekannt hier
Ich kann aber schlecht zu meinem Ausbildungsleiter sagen: "Ich will trotzdem wechseln"...:/
Und warum nicht?

Vielleicht gehst du nochmal auf den Beitrag von Hedonistin Hedonistin ein - ist die fachliche Ausrichtung an dem anderen Standort anders? Vielleicht könntest du damit für einen Wechsel argumentieren. Private Beweggründe würde ich nicht erwähnen.
 

Benutzer141862 

Sehr bekannt hier
Ich verstehe das Problem nicht mehr. Du möchtest wechseln und zweifelst seit einem Monat, ob du mit dem Ausbildungsleiter sprechen muss. Jetzt hat er dich selbst dazu angesprochen und deine Reaktion war "naja, wäre möglich". An der Stelle von Ausbildungsleiter hätte ich deine Antwort so verstanden "unter Umständen wäre er bereit zu wechseln, will es aber nicht". Jetzt gibt es diese Umständen nicht mehr (deine Kollegin hat die Prüfung bestanden und du bleibst nicht allein), deswegen hat er das Problem für sich abgehakt.

Wie wäre es, wenn du einen konkreten von dir ausgehenden Wunsch äußerst? Du kannst zum Ausbildungsleiter kommen und sagen "Herr A, nachdem sie das Thema Standortwechsel angesprochen haben, habe ich mir überlegt und zum Schluß gekommen, dass B-Stadt für mich tatsächlich viel attraktiver wäre. Die Gründe davon sind...1...2...3.... Wäre es möglich, diese Idee umzusetzen?".
 

Benutzer132552 

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Tja, da bin ich leider der Meinung, dass Du Dich jetzt verzockt hast. Deine Antwort auf die Wechselmöglichkeit war viel zu vage, Du hast es da versäumt, die Chance mutig beim Schopfe zu packen, sondern Dich eher so ausgedrückt, dass Du Deinem Ausbildungsleiter mit Deinem Wechsel entgegen kommen würdest, wenn es denn erforderlich wäre.

Jetzt sieht das ganze 100 % andersrum aus - wenn Du wechseln würdest, wäre die Kollegin allein. Schlechte Voraussetzungen, jetzt in die Offensive zu gehen.

Lessons (to be) learned:

1) Wenn Du (nicht nur) in Deiner Firma langfristig über einen Sachbearbeiterstatus hinaus beruflich weiter kommen willst - und das willst Du ja, sonst würdest Du nicht studieren - darf Dein Standortwunsch nicht an erster Stelle stehen. Das hast Du bisher ja aber auch beherzigt und gehst bisher den für Dich schwierigeren Weg.

2) Wenn sich Chancen ergeben, packe sie beim Schopf und kommuniziere offen und ehrlich. Die richtige Antwort wäre gewesen: "Wenn sich die Chance auf einen Wechsel ergibt, würde mich das sehr freuen, da der andere Standort immer mein langfristiges Ziel war und ich viele gute Kontakte dorthin habe. Natürlich bin ich auch hier mit vollem Einsatz dabei, wenn es für die Firma erforderlich ist, aber ein Wechsel wäre schon eine feine Sache."

Noch ein dezenter Hinweis: Dein Ausbildungsleiter hat Dein Problem sehr wohl erkannt, sonst hätte er Dich nicht darauf angesprochen. Deine Situation ist also durchaus unter Beobachtung. Das kann eine Chance sein, wenn Du doch noch einmal einen Wechsel thematisieren würdest, kann aber auch durchaus eine Gefahr darstellen, wenn es um Deinen weiteren Weg geht. Dein Ausbildungsleiter hat im von Dir zitierten Satz nicht gesagt, auf welcher Seite er das Problem sieht...
 

Benutzer130514 

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Ja, es wäre vermutlich besser gewesen. Aber in dem Moment habe ich mich nicht getraut mit der Wahrheit ans Licht zurück, weil ich in der Situation Angst hatte alles zu sagen. Wobei ich felsenfest davon ausging, dass meine Kollegin sehr sicher durchfallen würde. Es ist quasi ein Wunder...

Ich weise hiermit mal auf die zu diesem Thema dazu gehörende Umfrage im Umfrage-Forum hin -> https://www.planet-liebe.com/thread...sel-bitten-ja-oder-nein.544031/#post-12201687
 

Benutzer150964 

Öfter im Forum
An deiner Stelle würde ich einen Weg finden, damit klarzukommen. So ist das Leben nun mal - der Job ist nicht der Freundeskreis. Du wirst immer (vielleicht sogar ausschließlich) nervige Kollegen haben. Da muss man eben drüberstehen und sich auf seine Arbeit konzentrieren. Im Beruf (außer in sozialen Berufen, versteht sich) ist es in einem gewissen Maße immer ein Machtkampf. Besser, du lernst damit umzugehen.
Einen Standortwechsel zu beantragen zeigt Schwäche. Ich weiß nicht, wo genau du dein duales Studium machst aber sowas kommt in keiner Personalakte gut.
Was dich nicht umbringt macht dich stärker.
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Zeig Stärke, erbring Leistung, arbeite dich hoch.
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