Aus Wir ist Du und Ich geworden.

Braus375   (31)

Öfters im Forum
Hallo liebes Forum,

ich muss mir mal wieder was von der Seele schreiben oder einfach meine Gedanken sortieren. Vielleicht habt ihr Ratschläge oder einfach liebe Worte für mich.

Für die Leute, die die Vorgeschichte noch mal lesen möchten:
Der kleine, dicke Junge ist tot.
Wie soll es weitergehen?

Meine Frau und ich haben uns vor 1,5 Wochen getrennt. Wir waren beide nicht mehr glücklich als Paar. Trotzdem fühlt es sich jetzt komisch an. Ich leben noch mit ihr und meinen beiden Stieftöchtern (17 und 19) zusammen.

Ich habe schon lange gemerkt, dass sie mich nicht mehr glücklich ist. Aber ich habe die Hoffnung gehabt, dass das eine Phase ist und natürlich mein Möglichstes gegeben um es iihr schön zu machen. Wir haben uns aber im Laufe der Zeit aber immer weiter auseinander entwickelt. Mein Akku war zum Schluss einfach leer. Und ihrer ebenfalls.

Ich hatte vor der Trennung eine Woche Urlaub. Ich war in letzter Zeit viel Arbeiten und brauchte diese Zeit auch einfach um runterzukommen und nachzudenken. Aber im Hinterkopf hatte ich auch immer, dass ich die Zeit nutzen möchte um mit meiner Frau über unsere Zukunft zu sprechen. Ich habe das Gespräch natürlich bis zum letzten Tag meines Urlaubs rausgezögert, weil ich schon wusste, worauf es hinauslaufen würde. Unser Gespräch über die Zukunft war dann unser Trennungsgespräch. Bzw. das erste von mehreren, die wir bisher geführt haben. Es sind dabei auf beiden Seiten Tränen geflossen. Weil wir uns beide gegenseitig noch sehr gern haben. Aber der Kopf weiß, dass wir zusammen nicht mehr glücklich werden. Nur muss das Herz das noch richtig begreifen.

Es gibt melancholische Momente, in denen ich sehr traurig bin. Aber die gehen eigentlich schnell wieder vorbei. Eigentlich hat sich in unserem Zusammenleben seither nicht viel verändert. Und genau das bestärkt mich darin, dass wir uns mit der Trennung richtig entschieden haben. Von einer liebevollen, erfüllenden Beziehung erwarte ich einfach mehr, als sich gut zu verstehen und gemeinsam Lachen zu können.
Was für mich schwierig ist, sind die liebgewonnenen Rituale abzulegen. Der Kuss am Morgen, bevor ich zur Arbeit radel. Der Kuss zur Begrüßung.
Der Sex fehlt mir natürlich auch, aber da steht uns beiden im Moment einfach nicht der Sinn nach.

Eigentlich gehts mir also sogar relativ gut dafür, dass meine Ehe am Scheitern ist. Das ist ja jetzt die erste Trennung in meinem Leben. Vielleicht gehts mir auch einfach gut, weil ich noch nicht ganz realisiert habe, dass ich bald ohne sie sein werde.

Allerdings weiß ich noch nicht wann das überhaupt sein wird. Wir wohnen gemeinsam mit den Kindern im von mir bezahlten Haus. Meine Frau sagte, wenn sie mit den beiden Mädels gehen soll, würde sie das machen ohne Vorwürfe mir gegenüber. Aber so bin ich nicht. Die Jüngere macht nächstes Jahr Abi und ist von Natur aus emotional empfindlich. Außerdem hängen wir sehr aneinander.
Die beiden Mädels wissen auch noch nichts von der Trennung. Im Moment weiß es noch keiner, außer meiner Frau und mir.
Das Familienleben werde ich schon vermissen. Wir lachen zu viert immer sehr viel und sind, von ein paar pubertären Aussetzern mal abgesehen, ziemlich harmonisch.

Wir waren jetzt fast 8 Jahre zusammen, die letzten ~3 Jahre davon verheiratet. Es war eine (meistens) schöne Zeit, die mich zu dem gemacht hat, der ich heute bin. Aber da ist auch etwas in mir, dass raus will. Das Freiheit will. Das Abenteuer will.

Tut mir leid, dass der Text so wirr und durcheinander ist, aber in meinem Kopf siehts im Moment halt nicht viel anders aus.
 

ugga  

Verbringt hier viel Zeit
Oooh Braus375 Braus375 das tut mir echt leid zu lesen. :knuddel:Du klingst immer wie so ein süßer Stiefpapa für die zwei und als Radler bist du sowieso sympathisch :bier:

Trennungen sind Mist. Es hilft aber, wenn man gute Gründe dafür sehen kann. Die Rituale haben mir nach der letzten langen Beziehung auch zuerst am meisten gefehlt. Und die zerbrechenden Träume, die man so zusammen oder füreinander hatte, schmerzten. Eigene vier Wände ohne gemeinsamen Alltag hilft beim Loslassen, finde ich. Vielleicht kann deine demnächst Ex-Frau die Miete des Hauses übernehmen, so lang die Mädels noch daheim wohnen wollen? Dann könntest du eine Wohnung mieten und sie müssten nicht raus.
In meinem eigenen Reich habe ich die Rituale schon nach einem Monat kaum noch vermisst. Cool fand ich auch, wie sich plötzlich Optionen für einen ganz anderen Alltag und eine ganz andere Zukunft boten.
Die Mädels werden natürlich Teil dessen bleiben. Aber ihr könnt auch neue Dinge ausprobieren. In Stiefpapas Wohnung gibt es dann immer Pfannkuchen oder so :smile:

Und solche Trennungsgespräche fand ich auch stets sehr hilfreich und heilsam.
Es ist gut, dass ihr so gut miteinander sprechen könnt. Das wird vieles Organisatorische einfacher machen. Fühl dich gedrückt :knuddel:
 
Zuletzt bearbeitet:

Reaper0309   (24)

Öfters im Forum
Schade, hab mir nochmal deine anderen Threads durchgelesen.

Die erste Frau ist bei mir auch immer "die erste Frau" geblieben und auch wenn es weh tut, kannst du froh sein, dass sie es war. Unterm Strich geht ihr beide damit finde ich sehr gut um und wie ugga ugga gesagt hat ist es ja eher ein "auf wiedersehen" als ein "lebe wohl".

Du bist ja erst 30. Tob dich vielleicht mal aus?

Das du die noch in deinem Haus wohnen lassen willst ist sehr nett. Aber wenn du das Haus an sich bezahlst (ich weiss ja nicht was du so verdienst) und dir dann eine Wohnung nehmen solltest, werdet ihr auch mal über Geld sprechen müssen. Ich drücke dir die Daumen, dass das auch glatt läuft.

Aber Kopf hoch :winkwink:
 

Braus375   (31)

Öfters im Forum
Danke für eure lieben Worte! Tut gut zu lesen.

ugga ugga Ich nehme viel aus deinem Text mit. Das Radfahren möchte ich in nächster Zukunft auch wieder mehr betreiben. Das tut mir einfach gut und macht den Kopf herrlich frei.

Meine Frau wird die Miete für das Haus alleine nicht stemmen können. Sie ist ja früh Mutter geworden und hat leider keinen Berufsabschluss. Sie jobbt im Mindestlohnbereich und hat ein Kleingewerbe, das leider nur sehr saisonal läuft.
Aber davon abgesehen hab ichs auch nicht eilig aus dem Haus auszuziehen. Klar, mir alleine ist es viel zu groß. Die Lage ist aber super und zu meiner Arbeitsstelle kann ich locker radeln.

Ich kann mir eher vorstellen, dass sie sich eine Wohnung nimmt und ich erstmal dort wohnen bleibe. Zumindest bis die jüngere ihr Abi hat und auf eigenen Beinen stehen kann. Die ältere spricht eh schon oft davon auszuziehen :zwinker:

Ich blicke eigentlich vorsichtig optimistisch in die Zukunft. Auch wenn der Moment schwer ist. Ich habe echt keine Lust allen die ich kenne zu erzählen, dass wir uns getrennt haben :/
 

Tahini  

Beiträge füllen Bücher
Solange Ihr quasi als "WG Genossen" weiterlebt, sehe ich da schon Möglichkeiten, dass sich die neue Realität als gangbar einpendeln könnte. Ich hatte auch schon solche Situationen, und Du wirst sehen, man gewöhnt sich daran.

Aber kompliziert wird es, sobald neue Partner auf einer oder beiden Seiten auftauchen.

Die muesste man dann wohl auf beiderseitigem Uebereinkommen als Externe handhaben, sprich, meiden, die dann auch noch ins gemeinsame Zuhause zu bringen - zumindest nicht dauerhaft. Wobei Dir als Bezahlender des Hauses da vermutlich gewisse Sonderrechte zustehen könnten.

Ich finde es vernuenftig, dass Ihr auf grosses Drama verzichtet.

Das Zusammenleben mit anderen Menschen, wenn man die gern hat, ist auf jeden Fall der Einsamkeit vorzuziehen, wie ich nach meiner Scheidung auch feststellen konnte. Aber wie gesagt, sieh Dich vor mit neuen Partnern. Die können das Idyll in Gefahr bringen, wenn man die nicht richtig handhabt.
 

Sun-Fun  

Verbringt hier viel Zeit
Auch von mir eine dicke Umarmung.

Scheiden tut weh, wie man so schön sagt und ja, das ist so. Aber es scheint mir auch, dass ihr Euch im guten Trennen könnte und ich wünsche Euch von Herzen, dass ihr das auf längere Zeit schafft.

Wegen dem Kundtun an die Kollegen. Wir haben damals auf meine Adressänderung (ich bin ausgezogen) einfach geschrieben: C. bleibt an der alten Adresse.
Damit war allen klar, dass ich ausgezogen war und das wir kein Paar mehr sind.
Fand ich noch gut, weil so waren alle Freunde auf einen Schlag informiert und nach 24 Jahren hatten wir ein grosses gemeinsames Umfeld.

Ich wollte auch noch sagen, Du wirst es schaffen und ich wünsche Dir, dass Du gestärkt und gewachsen daraus hervorgehst.
 
Zuletzt bearbeitet:

Braus375   (31)

Öfters im Forum
Über das Thema neue Partner hab wir auch schon gesprochen. Allerdings nicht in der Tiefe. Wir haben uns jetzt erstmal darauf geeinigt, dass wir das besprechen, falls es dazukommt, dass jemand von uns jemanden Neues kennenlernt.
Aber ja: Meine Vorstellung ist schon, dass diese nicht mit "nach Hause" genommen werden.

Naja, nächste Woche verbringe ich zwei Tage allein mit meinem besten Freund. Dann werde ich ihm das mitteilen und viel Zeit haben mit ihm zu reden.
 

Lollypoppy   (53)

Planet-Liebe ist Startseite
Ich knuddel dich mal.
Ich bin nun wahrlich keine Expertin für Trennungen, aber ich hab das Gefühl du hast das gut reflektiert und überlegt hast und tust das richtige. Daher auch alles Gute für die Umsetzung und eine spannende neue Lebensphase.
 

Mark11  

Team-Alumni
Ok, jetzt mal ein paar Worte mehr.

Erstens: ich halte absolut, überhaupt, gar nichts davon, dass Du weiter mit ihr in dem Haus wohnst.
Du hast quasi Deine gesamte Erwachsenenzeit als Partnerin dieser Frau verbracht. Ergo: Du hast Dein eigenes Leben noch nie gelebt. Damit solltest Du mal anfangen, denn ich denke schon, dass einige Eurer Probleme auch aus Deiner Unerfahrenheit heraus entstanden sind. Ist aber nur eine Vermutung, dazu hast Du zu wenig detailliert geschrieben.

Das, was Du jetzt machst, ist nichts weiter, als die Beziehung weiter zu leben. Gut, ohne Sex, aber den gibt's in Millionen anderer, auch glücklicher, Beziehungen, auch nicht mehr. Anonsten aber willst Du, dass Alles so bleibt, wie es immer war, sich nichts verändert, sich nichts entwickelt.
Und in 10 Jahren sind die Kinder schon lange aus dem Haus, Deine Frau hat schon lange einen Neuen und Du bist mittlerweile 40 und immer noch der Zahlonkel und der, der so tut, als ob Ihr noch ein glückliches Paar seid und harmonisch zusammen lebt.

Du hast m.E. überhaupt noch nicht realisiert, dass Ihr getrennt seid. Das kann erst kommen, wenn Du die erste Nacht alleine in Deinem Haus verbringst. Aber auch erst dann kann bei Dir der Prozess beginnen, die Beziehung zu verarbeiten. Jetzt im Moment fokussierst Du Dich darauf, möglichst wenig von Deinem bisherigen Leben zu verlieren. Aber das klappt so nicht.
Spätestens dann wird es Dir klar werden, wenn Du sie nebenan mit einem anderen Typen f*** hörst. Bitte mach' Dir klar, dass dieser Kuschelkurs früher oder später zu ziemlichen Herzeleid führen wird, der richtig weh tut. Und je länger Du diesen Moment hinaus zögerst, desto schmerzhafter wird er werden.
Du musst sie ja nicht sofort raus schmeissen, man kann eine Trennung auch im Einvernehmen, mit gegenseitigem Verständnis und Respekt durchführen. Aber man sollte doch schon straight darauf achten, dass man dabei nicht "verliert". Und das machst Du, zumindest im Moment noch, nicht. Du achtest viel zu sehr auf Wahrung des Status Quo, aber der ist nur noch ein Schein, den gibt es nicht mehr.

Es tut mir leid, das sind mit Sicherheit nicht die Worte, die Du in diesem Moment lesen magst. Aber irgendwann müssen sie fallen. Zumindest, dass Du eine andere Seite mal bedenkst.
 

Braus375   (31)

Öfters im Forum
Vielen Dank für deinen Beitrag Mark11 Mark11 . Ja, ich musste beim Lesen erstmal schlucken. Aber es steckt viel drin, dass mir weiter hilft.
Erstens: ich halte absolut, überhaupt, gar nichts davon, dass Du weiter mit ihr in dem Haus wohnst.
Du hast quasi Deine gesamte Erwachsenenzeit als Partnerin dieser Frau verbracht. Ergo: Du hast Dein eigenes Leben noch nie gelebt. Damit solltest Du mal anfangen, denn ich denke schon, dass einige Eurer Probleme auch aus Deiner Unerfahrenheit heraus entstanden sind. Ist aber nur eine Vermutung, dazu hast Du zu wenig detailliert geschrieben.

Darüber habe ich die letzten Tage sehr viel nachgedacht. Meine bisherige Erwachsenenzeit ist tatsächlich komplett durch meine Frau geprägt. Kennengelernt haben wir uns als ich 19 war. Und ja, ich will jetzt mein eigenes Leben leben. Ich habe das Gefühl, dass ich einiges nachholen muss.
Die mangelnde Erfahrung spielt mit Sicherheit eine große Rolle bei unserer Trennung. Ich glaube meine Frau konnte das Bild von mir als unerfahrenem, unsicheren Mann nie ganz ablegen.

Das, was Du jetzt machst, ist nichts weiter, als die Beziehung weiter zu leben. Gut, ohne Sex, aber den gibt's in Millionen anderer, auch glücklicher, Beziehungen, auch nicht mehr. Anonsten aber willst Du, dass Alles so bleibt, wie es immer war, sich nichts verändert, sich nichts entwickelt.

In dem Punkt muss ich dir allerdings widersprechen. Ich will ganz bestimmt nicht, dass alles so bleibt wie es jetzt ist. Wären die beiden Mädels nicht, dann würde ich drauf bestehen, dass sie geht.

Und in 10 Jahren sind die Kinder schon lange aus dem Haus, Deine Frau hat schon lange einen Neuen und Du bist mittlerweile 40 und immer noch der Zahlonkel und der, der so tut, als ob Ihr noch ein glückliches Paar seid und harmonisch zusammen lebt.

Uns ist beiden bewusst, dass die Zeit, die wir noch gemeinsam wohnen "müssen" begrenzt ist. Spätestens in einem Jahr, wenn die jüngere ihr Abi bestanden hat, werden wir unseren gemeinsamen Haushalt aufgelöst haben.
Ein weiterer Grund für die Trennung ist, dass meine Noch-Frau alleine leben möchte. Am allerliebsten in ihrer Heimatstadt Berlin.
Es besteht also von ihrer Seite kein Interesse daran, länger als nötig bei mir zu wohnen.

Du musst sie ja nicht sofort raus schmeissen, man kann eine Trennung auch im Einvernehmen, mit gegenseitigem Verständnis und Respekt durchführen. Aber man sollte doch schon straight darauf achten, dass man dabei nicht "verliert". Und das machst Du, zumindest im Moment noch, nicht.
Damit hast du recht. Im Moment mache ich das tatsächlich noch nicht. Das ist ein wertvoller Hinweis. Dankeschön:smile:

Dein Beitrag ist sehr drastisch geschrieben, aber das rüttelt mich definitiv auch ein bisschen wach. Vielleicht sollte ich mir den ausdrucken und einrahmen:grin:
 

BlackAskavi  

Öfters im Forum
Vorab, lass dich auch von mir mal :knuddel:
Eine Trennung tut immer weh, aber ich stimme Tahini Tahini da zu vorerst ist ein WG-Leben durchaus möglich, auch wenn es komisch ist wenn man merkt man lebt zwar noch zusammen aber man muss Respektieren das jetzt jeder auch ein wenig sein eigenes leben lebt. Wenn aus wir ein ich und du wird wie es bei dir der Fall war, weil man sich auseinander gelebt oder andere Vorstellungen von der Zukunft hat, dann gewöhnt man sich recht schnell daran das der Kuss zum Abschied oder der Kuss zum heimkommen fehlt.

Das einzige was ich dir noch raten würde, sollte es nicht schon der Fall sein. Sorgt für getrennte Schlafzimmer. Das entspannt die Situation und macht das zusammenleben für eine gewisse Zeit machbar. Denn so wie ich es aus deinem Text raus lese ist dir deine Frau ja nicht plötzlich egal und die Fronten verhärtet, ob das wirklich ein ganzes Jahr funktioniert bis die kleine ihr Abi hat, wird sich wahrscheinlich erst zeigen.

Ich wünsche dir auf jeden Fall viel Kraft für die nächste zeit! :knuddel:
 

Braus375   (31)

Öfters im Forum
Das einzige was ich dir noch raten würde, sollte es nicht schon der Fall sein. Sorgt für getrennte Schlafzimmer. Das entspannt die Situation und macht das zusammenleben für eine gewisse Zeit machbar. Denn so wie ich es aus deinem Text raus lese ist dir deine Frau ja nicht plötzlich egal und die Fronten verhärtet, ob das wirklich ein ganzes Jahr funktioniert bis die kleine ihr Abi hat, wird sich wahrscheinlich erst zeigen.
Sobald die Mädels eingeweiht sind, werden wir wohl auch umräumen. Wir haben zum Glück ein "Extrazimmer". Das ist im Moment unser gemeinsamer Hobbyraum/Leseraum. Darin werde ich mich dann breit machen. Ist auch der gemütlichste Raum im ganzen Haus:ninja:
 

BlackAskavi  

Öfters im Forum
Das ist ein guter Plan, dann wird es auch leichter, und es kehrt ein anderer Alltag ein. Das mit dem neuen Partner solltet ihr aber dennoch klären. Das war bei mir damals der Fehler und schlussendlich der Grund warum das zusammenleben mit dem Ex nicht mehr in der gemeinsamen Wohnung funktioniert hat.
 

Mark11  

Team-Alumni
Off-Topic:
Vielleicht sollte ich mir den ausdrucken und einrahmen
Das freut mich wirklich, dass ich Deine Gedanken anstupsen konnte, aber sieh es bitte nur als Vorschlag zum Nachdenken in eine bestimmte Richtung an.


Meine Ex-Frau und ich haben uns, nach eher schwierigen und auch mal lauten 2 letzten Beziehungs-Jahren sehr friedlich getrennt. Ab dem Moment, an dem die Worte dann ausgesprochen waren, hatten wir keinen wirklichen Streit mehr, haben uns wieder viel netter und v.A. respektvoller gegenseitig behandelt.
Sie hatte relativ schnell eine neue Wohnung gefunden, ich wollte erstmal in dieser Wohnung bleiben (und bin es heute noch, ohne es zu bereuen - im Gegenteil, die Entscheidung war goldrichtig, wie man vll auch am Garten-Thread heraus hören kann :zwinker:. Schon lange habe ich die Wohnung zu meiner gemacht, es ist gefühlsmäßig nicht mehr die ehemalige gemeinsame - es geht also auch so :jaa:), also lebten wir noch 4 Monate zusammen. Getrennte Schlafzimmer hatten wir eh, das wäre, wenn, die einzige Änderung gewesen. Wir haben weiter häufig gemeinsam gegessen, Abende miteinander verbracht, am WE etwas unternomen. Fühlte sich gut an. Wäre nicht der Berg Umzugskartons in einem Zimmer ständig gewachsen, wäre das Alles gar nicht groß aufgefallen.
Klar, da war immer im Hinterkopf, dass es ja zu Ende ist und die Situation auch bald. Aber das war eher so schwammig. Ich war traurig, niedergeschlagen, aber so wirklich schlimm ging es mir nicht.

Und dann kam der Tag ihres Auszugs. Verabschiedung, Tränen bei Beiden. Und dann saß ich auf dem Sofa. Schaute auf das halbleere Bücherregal, den Fernsehtisch ohne Fernseher (wir haben zwar sehr fair unseren Haushalt getrennt, aber nicht immer logisch :grin:) und da wurde mir bewusst, dass sie nie mehr mit auf diesem Sofa sitzen wird. Dass ein 19-jähriges gemeinsames Leben genau jetzt sein Ende gefunden hat. Ein Schlag mitten in die - äh, sorry - Fresse eines Profiboxers könnte nicht viel schmerzhafter sein.

Ich weiß nicht, wie es bei Dir sein wird. Vielleicht hilft ein ganzes Jahr oder mehr ja sogar, dass Du besser vorbereitet bist. Das einzige, das ich mit dieser kleinen Geschichte möchte, ist, dass Du Dir bewusst machst, dass das, was Du gerade empfindest und erlebst u.U. erst der ganz milde Anfang ist. Es muss nicht schlimmer werden, es kann aber.
Von daher wäre es gut, wenn Du Dir Gedanken machst, was Du möchtest, wo Deine Grenzen sind, wie Du da hinkommen kannst, wo Du hin willst. Dass Du die Zeit auch versuchst, zu nutzen, um für die Zeit danach vielleicht ein bisschen besser gewappnet zu sein, als ich es war.
Jedenfalls drücke ich Dir alle Daumen dafür.
 

Noir Désir  

Planet-Liebe-Team
Moderator
Off-Topic:
ihre Kinder sind an der Volljährigkeit und damit reif genug, ggf auf eigenen Beinen stehen zu können. :hmm: Natürlich musst du dich nicht hässlich trennen, aber auch keine falsche Rücksicht nehmen.
 

Braus375   (31)

Öfters im Forum
Von daher wäre es gut, wenn Du Dir Gedanken machst, was Du möchtest, wo Deine Grenzen sind, wie Du da hinkommen kannst, wo Du hin willst. Dass Du die Zeit auch versuchst, zu nutzen, um für die Zeit danach vielleicht ein bisschen besser gewappnet zu sein, als ich es war.
Jedenfalls drücke ich Dir alle Daumen dafür.
Das sind die Fragen, die ich mich in nächster Zeit beschäftigen werden. Ich muss mich ja jetzt ein Stück weit neufinden.
Der Tag des Auszüge wird mit Sicherheit ein komischer Tag. Egal wann der nun ist.

ihre Kinder sind an der Volljährigkeit und damit reif genug, ggf auf eigenen Beinen stehen zu können. :hmm:
Manche Menschen sind das in dem Alter bestimmt. Bei den Mädels hab ich nicht das Gefühl. Zumindest nicht bei der jüngeren :zwinker:

Aber wenn wir unsere Trennung mit ihnen besprechen, werden wir sie natürlich auch fragen, wie sie sich die nächste Zukunft weiter vorstellen.
 

carmen46   (48)

Öfters im Forum
Lieber Braus375 Braus375 , ich möchte dich auch mal ganz lieb Drücken :knuddel:

Da wir ja immer in Kontakt sind , hast Du es mir schon vor ein paar Tagen erzählt, das es es bei Euch aus ist. :confused:
Ich erinnere mich das Du immer sehr liebevoll von deiner Frau gesprochen hast. Vor allem deine Frau muß toll sein , das Sie Dich als jungen Mann angenommen hat und Dich zu dem gemacht hat was Du heute bist.:herz:

Ihr seid 8 Jahre zusammen gewesen, 8 Jahre gemeinsam durch Höhen und Tiefen. Und jetzt? Jetzt seid ihr wieder Du & Ich.

Was Dich auszeichnet ist das Du Dir Gedanken machst, um die Momentane Situation deiner Stieftöchter. Vorbildlich, auch in dieser Zeit bist Du für deine Familie da.
Aber bitte achte auch für Dich.
Ob und wie ihr diese Jahr in der WG aushalten und bestreiten werdet, wird sich zeigen. Möglich ist es!
Aber bevor Du merkst, das es Dich innerlich zerfrisst, zieh die Reißleine .

Ich hab nicht nah am Wasser gebaut. Aber wie du mir das vor ein paar Tage erzählt hast , sind mir schon die Tränen gekullert. :geknickt:
Auch wenn es lächerlich klingt, es hat mich einfach bewegt . Grund hierfür sind deine Äußerungen, wie Du dato über deine Ehe, Kinder , Frau etc gesprochen hast, so voller Freude und Liebe.:love:

Ich wünsche Dir viel Kraft für die Zukunft!
Und Kraft , es langsam zu akzeptieren, das aus dem Wir ein Du und Ich geworden ist . :knuddel::rose:
 

cassiopeia  

Öfters im Forum
Ich möchte gar nicht viel dazu schreiben.....ich kenne die Situation - Trennung nach 19 Jahren....natürlich ist das alles andere als einfach.
Der Auszug meines Mannes erfolgte 14 Tage nachdem wir die Trennung beschlossen haben.
Diesen Tag werde ich nie im Leben vergessen, die Bilder haben sich eingebrannt in meinen Kopf und in mein Herz. Reden kann ich bis heute nicht darüber.
Und trotzdem bereue ich nichts.
Wir haben einen respektvollen Umgang miteinander....auf Drama haben wir beide bis zum heutigen Tag verzichtet.
Es ist machbar und man kann es tatsächlich schaffen, sich auf dieser Ebene zu trennen.
Wir unterstützen uns nach wie vor gegenseitig....eine Trennung ist hart genug....wir wollen uns gegenseitig unterstützen anstatt die Situation noch schwerer zu gestalten als sie ohnehin ist.

Ich wünsche dir von Herzen alles Gute und vor allen Dingen, dass ihr alle im Rahmen der Möglichkeiten gut durch diese schwierige Zeit kommen werdet !
 
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