Wurzelbehandlung - und das jetzt schon seit Wochen

Benutzer20579  (37)

Planet-Liebe ist Startseite
Huhu,

vielleicht kann mir ja jemand was zu seinen Erfahrungen sagen.

Vor ein paar Wochen hatte ich plötzlich Zahnschmerzen an einem Zahn, der schon länger Karies hatte und immer wieder neu gefüllt wurde.

Nach neuer Füllung etc. hatte ich weiter Schmerzen, so dass eine Wurzelbehandlung gemacht wurde. Dann war erstmal alles super, bis die provisorische Füllung reinkam.

Hatte dann immer wieder Klopfen, Pochen und andere Schmerzen, was mich ziemlich genervt hat. War dann alles paar Tage wieder beim Zahnarzt, der den Zahn abwechselnd auf und wieder zu machte, es wurde gespült, es kamen Medikamente rein, neue provisorische Füllungen, dann wieder auf... das jetzt so seit 3-4 Wochen.

Seit Mittwoch hatte ich wieder eine provisorische Füllung, leider klopfte und pochte es weiterhin, dazu tat es beim Zusammenbeißen weh. Bin dann heute wieder hin, da mir die Helferin am Telefon sagte, man könne die Füllung ein bisschen abschleifen und dann wäre gut. Der Zahnarzt hat jetzt schon wieder alles aufgemacht, so dass ich nun übers WE schon wieder einen offenen Zahn habe, wo sich alles Essen drin fängt und dergleichen. :mad:

Jede Behandlung am Zahn tut weiter weh, obwohl der längst tot sein sollte, er meint, da wäre eine Entzündung drin und man müsse da Luft dran lassen, eine Füllung würde da keinen Sinn machen.

Der Beste Satz war dann allerdings, dass der Patient ja auch mal einsehen müsse, wenn es keinen Sinn mehr macht und er den Zahn ja lieber ziehen würde. :ratlos: Was dann mit der Lücke passiert, wusste er aber auch nicht, das müsse man "dann gucken". Implantat oder Brücke, würde man dann sehen.

Ich persönlich habe ja keine große Lust jetzt hier Zähne ziehen zu lassen, so lange ich keine Lösung für die Lücke habe. Mal abgesehen davon dass ich im Moment auch so genug zu tun habe, als dauernd beim ZA zu sitzen.

Außerdem soll das bei dem alles ein Heidengeld kosten. Die erste Füllung - die ja schon lange wieder draußen ist - sollte 70 € kosten, 50 € will er für eine elektrometische Längenbestimmung des Wurzelkanals, Brücken und Implantate sollen ja sowieso entsprechend teuer sein. Geld habe ich keins, dafür aber ein lückenloses Bonusheft :zwinker:

Ich weiß, dass hier keine 100 Zahnärzte versammelt sind, aber vielleicht kann mir ja jemand seine Erfahrungen schildern. Mich nerven die ewigen Schmerzen, aber ich weiß auch nicht, ob der Zahnarzt gut ist. Die geben sich da zwar viel Mühe, aber dieses ewige auf-zu-rumprobieren nervt schon. Ich hatte schonmal eine Wurzelbehandlung bei einem anderen Zahnarzt, der hat einfach alles getötet und dann zugemacht - von dem Zahn habe ich nie wieder was gespürt. Ich weiß nicht, ob das einfach ein anderer Fall war oder ob der andere ZA einfach besser ist?

Leider ist der 80 km weit weg, am Wohnort meiner Eltern, ich überlege trotzdem, ob ich da mal hinfahren soll. Allerdings fällt dann die doppelte Praxisgebühr in diesem Quartal an.

Ach, mich nervts. Vielleicht hat ja mal jemand ne gute Idee.
 

Benutzer59943  (40)

Verhütungsberaterin mit Herz & Hund
Also dieses Pochen hatte ich nach Abschluss meiner Wurzelbehandlung auch: War dann eine Entzündung, ich hab Antibiotika und Enzymtabletten bekommen und nach 2 Tagen waren die Schmerzen weg. :smile:
Von Luft ranlassen hat meine Zahnärztin nie was gesagt, gespült oder neue Füllungen gemacht hat sie auch nie.

Jede Behandlung am Zahn tut weiter weh, obwohl der längst tot sein sollte, er meint, da wäre eine Entzündung drin und man müsse da Luft dran lassen, eine Füllung würde da keinen Sinn machen.
Na wenns eine Entzündung ist, dann läge ein Antibiotikum ja sehr nahe. Wie soll die denn nach Meinung deines Arztes verschwinden?
 

Benutzer20579  (37)

Planet-Liebe ist Startseite
Es wurde mal kurz über ein AB gesprochen, allerdings meinte er, das würde wenig Sinn machen. Ich habe auch erst vor Kurzem AB genommen, da ich eine Bronchtis hatte. Jetzt nochmal wäre es ja nicht so gut, oder?

bzw. hatte ich ja die Wurzelbehandlung schon, als ich die Bronchtis hatte - hätte das AB da nicht doppelt gewirkt?
 

Benutzer59943  (40)

Verhütungsberaterin mit Herz & Hund
bzw. hatte ich ja die Wurzelbehandlung schon, als ich die Bronchtis hatte - hätte das AB da nicht doppelt gewirkt?

Puh das weiß ich nicht. Kommt auf die Bakterienarten bzw. die Antibiotika-Arten an.
Zumindest würde ich es erst mit dem AB probieren wollen, bevor ich mir den Zahn ziehen lasse. Großartig schaden kanns ja nicht und evtl. Durchfall oder so kann man verschmerzen.
 

Benutzer66223  (35)

Planet-Liebe Berühmtheit
bzw. hatte ich ja die Wurzelbehandlung schon, als ich die Bronchtis hatte - hätte das AB da nicht doppelt gewirkt?

Ich glaube das kommt immer auf das AB drauf an und welche Wirkungsweise es hat:smile:

Ich rate dir mal zu einem anderen Zahnarzt zu gehen, dein Zahnarzt scheint mir doch etwas inkompetent zu sein. Bei mir dauert die ganze Behandlung und alles drum und dran ca. 4 Monate aber schon nach der ersten Behandlung, gingen die Schmerzen deutlich zurück und kamen auch nicht wieder...
 

Benutzer20579  (37)

Planet-Liebe ist Startseite
Jetzt ist ja erstmal Wochenende. :frown: Ich ärgere mich einfach, dass ich das mit dem AB nicht eher gesagt habe. Habe eben im Internet gelesen, dass Ibuprofen entzündungshemmend wirkt und bei Zahnschmerzen empfohlen wird - ich denke, ich werde mir fürs WE nochmal welches kaufen. Montag gehe ich zu meinem alten Zahnarzt, hoffe, der nimmt mich dazwischen.
 

Benutzer18889 

Beiträge füllen Bücher
Ich hatte auch mal das Problem, dass 'ne Wurzelbehandlung nicht den gewünschten Erfolg brachte, weil die Wurzelspitze trotzdem entzündet war. Meine Auswahl hieß dann: Wurzelspitzenresektion oder Zahn ziehen. Ich habe mich für den unkomplizierten Weg entscheiden und den Zahn ziehen lassen. Von da an waren die Schmerzen natürlich weg und es war alles wieder gut.
 

Benutzer37284 

Benutzer gesperrt
Ich kann dir nur raten auf jeden Fall erstmal noch einen anderen Zahnarzt zu besuchen. Wie ist das denn mit deinem Arzt, ist er Implantonologe(heißt das so? :ashamed:).

Meine Mutter hat gerade auch so eine Erfahrung hinter sich - totale Zahnschmerzen und das auch noch im Urlaub, sie bekam den Zahn aufgebohrt und wieder geschlossen.
Ihr Zahnarzt hat dann den Zahn erneut aufgebohrt, was auch richtig ist denn bei Entzündungen kann sich auch Eiter bilden (sowie bei ihr im Urlaub passiert) und dieser kann dann nicht ablaufen wenn der Zahn geschlossen ist und es entsteht Druck.
Wenn allerdings eine Wurzelbehandlung gemacht worden und wieder gefüllt worden ist, sollte der Zahn keine Schmerzen mehr bereiten (Außer natürlich kurz danach) :ratlos:

Was ich aber sagen wollte: Der ZA meiner Mutter wollte ihr 5 Zähne ziehen (!!!) und Implantate setzen und das nur, weil ein Zahn betroffen war, er hielt das für "langfristig" die beste Entscheidung.
Sie ist schon jahrelang dort und war immer zufrieden, hat jetzt aber gewechselt und siehe da:
Der andere Zahnarzt hat ihr gesagt, es müsse gar kein Zahn gezogen werden, Implantate sind sowieso sehr teuer und er setzt ihr jetzt auf den Zahn eine Teleskopkrone drauf.

Mal abgesehen davon, dass Zähne ziehen immer die letzte Lösung sein sollte. Wenn gar nichts mehr geht und der Zahn total zerstört ist, ok aber nicht wenn es sich um gesunde Zähne handelt, die noch gerettet werden können.

Ach ja: Ibuprofen helfen wirklich am Besten gegen Zahnschmerzen (am Besten ab 400).

Also lange Rede, kurzer Sinn :grin:: Auf jeden Fall mal noch einen anderen Zahnarzt befragen! Gerade bei Implantaten wird gerne die große Kohle gemacht..
 
V

Benutzer

Gast
Oh Gott, du Arme :frown:.
Helfen kann ich dir nicht, ich hatte auch schon ganz schlimme Erfahrungen damit.
Erst wurde der Zahn wurzelnbehandelt, das half aber nichts. Also kam dann eine Wurzelspitzenresektion.
Half auch nichts.
Heute hab ich leider ein Implantat (mit nur 26 Jahren :frown:).
Die ganze Prozedur zog sich über fast ein halbes Jahr und ich hatte weder davor noch danach jemals wieder so schlimme Schmerzen wie während dieser Zeit.

Ich kann aber auch Ibuprofen empfehlen (je nach Schmerzen könnte aber 400 zu lasch sein), mir hat das gut geholfen.
Ich wünsche dir, dass du bald beschwerdefrei sein wirst.
 

Benutzer48403  (51)

SenfdazuGeber
Als ewig mit kaputten Zähnen geplagter kann ich Dir nur folgende persönliche Meinung sage: Wenn der Zahn schon seit Wochen einfach keine Ruhe gibt, muss er in der Regel gezogen werden. Aus eigener Erfahrung hatte bei das dauernde Rumdoktern Aufmachen/Zumachen und allem Pipapo nie zufriedenstellende Ergebniss gegeben. Über kurz oder lang musste irgendwann der Zahn gezogen werden.
Dauernd Schmerzen und wiederkehrende Entzündungen sind keine Lösung, um auf Biegen und Brechen einen Zahn zu retten. Desweiteren ist es bei mir schon zweimal vorgekommen, dass die Behandlung zwar irgendwann endlich abgeschlossen war, aber ein Entzündungsherd sich im Zahn erhalten hat.
Sieht man auf Röntgenbilder als kleinen dunklen Fleck.
Das sind tickende Zeitbomben, die Dir irgendwann, nach Monaten oder gar nach Jahren, über Nacht höllische Schmerzen inkl Hamsterbacke bereiten. Da hift dann nur noch Aufschneiden zwecks Eiterabfluss, Antibiotika und Zahn ziehen.

Mein Rat:
Baldmöglichst anderen Zahnarzt aufsuchen, damit der sich die Sache ansieht. Ein guter Zahnarzt kann Dir sagen, ob es Sinn macht, den Zahn zu behandeln oder besser zu ziehen.

Für die Lücke kann ich Dir empfehlen, eine Brücke machen zu lassen. Für Implantate solltest Du Dich gut beraten lassen. Bei mir waren zwei Versuche, ein Implantat zu setzen, fehlgeschlagen. Mit Brücken bin ich bisher sehr zufrieden.

Desweiteren scheint es wohl nicht oft wirklich gute Zahnärzte zu geben. Ich musste meinen zweimal wechseln, jetzt hab ich endlich nen kompeteten Arzt, dessen Behandlungen bisher stets erfolgreich waren.
 

Benutzer37284 

Benutzer gesperrt
Wenn der Zahn schon seit Wochen einfach keine Ruhe gibt, muss er in der Regel gezogen werden. Aus eigener Erfahrung hatte bei das dauernde Rumdoktern Aufmachen/Zumachen und allem Pipapo nie zufriedenstellende Ergebniss gegeben. Über kurz oder lang musste irgendwann der Zahn gezogen werden.

Verallgemeinert werden kann das aber nicht. Vielleicht wurde einfach nicht richtig behandelt? Deshalb muss aber nicht gleich gezogen werden, das kann natürlich sein, muss aber nicht.

radl_django schrieb:
Desweiteren ist es bei mir schon zweimal vorgekommen, dass die Behandlung zwar irgendwann endlich abgeschlossen war, aber ein Entzündungsherd sich im Zahn erhalten hat.
Sieht man auf Röntgenbilder als kleinen dunklen Fleck.
Das sind tickende Zeitbomben, die Dir irgendwann, nach Monaten oder gar nach Jahren, über Nacht höllische Schmerzen inkl Hamsterbacke bereiten. Da hift dann nur noch Aufschneiden zwecks Eiterabfluss, Antibiotika und Zahn ziehen.

Wenn ein Entzündungsherd im Zahn ist, dann sollte das behandelt werden und somit sollte die Behandlung nicht einfach abgeschlossen werden :ratlos:
Damit rumzulaufen ist natürlich falsch, weil es dann zu starken Schmerzen kommen kann, deshalb sollten Entzündungen eben immer behandelt werden!
Auch muss der Zahn nicht unbedingt wegen eines Entzündungsherdes gezogen werden, manchmal geht das auch mit AB weg.:zwinker:

radl_django schrieb:
Desweiteren scheint es wohl nicht oft wirklich gute Zahnärzte zu geben. Ich musste meinen zweimal wechseln, jetzt hab ich endlich nen kompeteten Arzt, dessen Behandlungen bisher stets erfolgreich waren.

Da muss ich dir Recht haben.
Ich leide unter einer Zahnarztphobie und habe tierische Angst. Bisher habe ich schon bestimmt 5mal gewechselt und im Moment weiß ich auch nicht, wo ich noch hingehen soll, war nie zufrieden..
 

Benutzer7157 

Sehr bekannt hier
ich hatte auch mal das problem, dass ich wahnsinnige schmerzen hatte, als ein zahn nach der wurzelbehandlung geschlossen wurde. sobald die betäubung weg war, war es nicht mehr auszuhalten und ich musste direkt wieder zum arzt. die wurzel wurde dann auch nocmal behandelt und der zahn offen gelassen. der arzt meinte, durch die entzündung am zahn entstünden gase, die dieses pochen und die schmerzen beim geschlossenen zahn entstehen ließen. ich hatte dann auch antibiotikum bekommen und beim nächsten schließen gab der zahn zum glück ruhe. nach dieser sache habe ich auch den zahnarzt gewechselt, denn ich denke, ein arzt sollte wissen, wann er den zahn schließen kann.

ich würde auf jeden fall einen anderen zahnarzt zu rate ziehen, bevor ich mir den zahn ziehen lassen würde. immerhin ist das nicht mehr rückgängig zu machen und so eine brücke mit kosten verbunden, die man sich gerne sparen würde.
 

Benutzer20579  (37)

Planet-Liebe ist Startseite
Ich war heute bei einer anderen Ärztin und die war einfach super! Hat ungelogen 45 Minuten am Zahn gearbeitet, mit Mikroskop und allem, hat alle 3 Sekunden gefragt, obs geht, obs wehtut - und das Beste, es hat nicht wehgetan!

Sie hat da richtig ordentlich gearbeitet- zumindest mein Gefühl - nicht so wie der andere, 5 Minuten rumbohren, zumachen, "Kann nicht wehtun". Seit heute morgen ist einigermaßen Ruhe, klar, ich spüre den Zahn aber meine Laune ist seit 5 Wochen echt auf dem Hochpunkt :smile: Ich bin sooo erleichtert.

Zahn ziehen möchte sie nicht, sie findet den Zahn nämlich ansonsten prima :zwinker: Sie findet "Luft dranlassen" eine schlechte Behandlungsmethode, da sich dort Speichel, Essensreste und nur noch mehr Bakterien sammeln, man sollte immer zumachen. Nur für die, die es noch vor sich haben. Es ist jetzt ein Schmerzmittel drin und eine provisorische Füllung.

Es kommen dann noch etwas Kosten auf mich zu, für eine Wurzelkanalbestimmung und eine gute Füllung, beides zahlt die Kasse nicht. Eine Brücke oder ein Implantat wäre aber teurer gewesen!

Ich kann nur jedem raten, der sowas hat, sucht euch jemanden, der im Verband für Endodontologie ist, das war zum "normalen" Zahnarzt sooo ein großer Unterschied. Und dass, obwohl ich "nur" Kassenpatient bin - direkt heute einen Termin bekommen und endlich quasi schmerzfrei.

Danke für eure Tipps.

Ich bin jetzt zwar nicht so naiv, zu glauben, dass jetzt endlich alles erledigt ist, aber ich fühle mich einfach erstmal besser. Bei dem anderen ZA wurde nie betäubt, weil er meinte, das dürfte nicht mehr wehtun. Wenn er doch betäubt hat, stand ich einen Tag neben mir und war fahruntüchtig etc. Heute hielt die Betäubung nur eine Stunde, danach war ich wieder fit - und trotzdem habe ich währenddessen nichts gespürt, auch jetzt die Einstichstellen nicht. Ich heirate sie :zwinker:
 

Benutzer64981  (33)

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Hey :zwinker:

Schön dass es so gut ausgegangen ist. Hatte das selbe wie du, bin damit zu meiiner Zahnärztin und die hat 3 ma versucht, 3 Kanäle ruhig zu stellen mit örtlichem AB. Einer hat bis zuletzt gezickt, so meinte sie:" Tja, Wurzelspitzenresektion, denn ich zieh Ihnen den sicher nich!"
Super sache, auf zum chirurgen, der hat an mir rumgemetzelt, 4 tage dicke backe, aber der zahn ist ruhig. naja, is ja auch tot nu.
war, imho, die beste lösung, wenn auch nicht die schmerzfreieste. :smile:

ich drück dir die daumen, dass er ruhig bleibt :zwinker:
 
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