Woher kommen die niedrigen Krebsraten in Mexiko, Indien, und Bolivien?

Benutzer98402 

Verbringt hier viel Zeit
Also wieviele letzten Endes auch an Krebs sterben, meinst Du?
Gibt's:Worldwide cancer mortality statistics
Auf dieser Karte gilt, je blauer, desto niedriger die Sterblichkeitsrate an Krebs.
Naaaaaa, meinte, was aber eigentlich eh schon erwähnt worden ist, wie viele Krebsfälle von 100 echten Krebsfällen auch wirklich auch aufgedeckt, also diagnostiziert werden.
Was ich mir auch noch danke, da ich auch mal von einer Diätologin gehört hatte, dass neuere Erkenntnisse auch oft Vitamin D Mangel mit einer Vielzahl von Krebserkrankungen in Verbindung bringen, ob die höhere Sonneneinstrahlung im Mittel übers Jahr Einflüsse hat, jedoch kenn ich mich da geografisch/meteorologisch zu schlecht aus.
Gibt es keine Statistik die z.B. eher Stadtgebiete miteinander vergleicht, mit ungefähr gleicher Aufklärungsrate und altersabhängig die Krebszahlen darstellt.
 

Benutzer35148 

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Da wird nur eine Zahl herausgepickt und dann schöngerechnet.
Über Mexiko und Bolivien kann ich nix sagen, aber über Indien.
Schön dass sie scheinbar weniger an Krebs erkranken.
Aber man muss die Verhältnisse sehen. Wieviele Einwohner haben wir, hat Europa? In Indien tummeln sich > 1 Milliarde Menschen!
Klar, die medizinische Versorgung hat da (u.a. dank der Engländer und der Globalisierung) auch große Fortschritte gemacht.
Aber dafür sterben immernoch sehr viele Inder bei Verkehrsunfällen, durch Umweltgifte, Umweltkatastrophen usw.
Viele Inder sind Vegetarier, aber auch diese essen oft in Teigmantel frittierte, in Öl getränke oder pappsüße Speisen, trinken Tee oder Kaffee oder auch andere Dinge.
So extrem gesund sieht das auch nicht alles aus, und mit dem Wohlstand kommt auch der entsprechende Bauch.

Und ganz ehrlich, in Indien kann man zwar eine Weile leben, aber hier ist es doch am schönsten.
Wir haben Jahreszeiten, und auf dem Land und in den Wäldern ist es ruhig.
In Indien ist überall etwas los.
 

Benutzer133456  (49)

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Naaaaaa, meinte, was aber eigentlich eh schon erwähnt worden ist, wie viele Krebsfälle von 100 echten Krebsfällen auch wirklich auch aufgedeckt, also diagnostiziert werden.
Was ich mir auch noch danke, da ich auch mal von einer Diätologin gehört hatte, dass neuere Erkenntnisse auch oft Vitamin D Mangel mit einer Vielzahl von Krebserkrankungen in Verbindung bringen, ob die höhere Sonneneinstrahlung im Mittel übers Jahr Einflüsse hat, jedoch kenn ich mich da geografisch/meteorologisch zu schlecht aus.
Gibt es keine Statistik die z.B. eher Stadtgebiete miteinander vergleicht, mit ungefähr gleicher Aufklärungsrate und altersabhängig die Krebszahlen darstellt.
Hmmm, diese hier vielleicht: Fact Sheets by Cancer
Auf der kann man sehen, wie viele der diagnostizierten (blau) letzten Endes toedlich verlaufen (rot). Und die zeigt an, dass man in "South Central Asia" (Indien) die zweitniedrigste Wahrscheinlichkeit hat, an Krebs zu erkranken - wenn auch die Wahrscheinlichkeit dort hoeher ist, daran dann auch zu sterben. "Central America" duerfte die Rubrik sein, unter der Mexiko steht; ebenfalls bemerkenswert niedrige Wahrscheinlichkeit (und wie gesagt: Lebenserwartung 77 Jahre).
 
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Benutzer160853  (34)

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Wetter/Klima: In der Rheumatologie fällt auf,dass beispielsweise die Türkei, diverse Insel im Mittelmeer und Atlantik durch höhere Erkrankungszahlen auffallen als kontinentaleuropäische Regionen. Warum sollte eine solche These nicht auch in der Onkologie zumindest möglich sein?
 

Benutzer133456  (49)

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Wetter/Klima: In der Rheumatologie fällt auf,dass beispielsweise die Türkei, diverse Insel im Mittelmeer und Atlantik durch höhere Erkrankungszahlen auffallen als kontinentaleuropäische Regionen. Warum sollte eine solche These nicht auch in der Onkologie zumindest möglich sein?
Yep. Genau darum geht's hier.
Mir sieht mittlerweile Mexiko wie das Wunderhuhn hier aus, und Indien weniger.
Kann es sein, dass die Mexikaner irgendwas wahnsinnig schlau machen, ohne es zu wissen?
Sind's womoeglich die vielen Bohnen?
 

Benutzer154731 

Verbringt hier viel Zeit
Man darf ja nicht vergessen: der Mensch ist sterblich. Und irgendwo dran müssen wir sterben.
Auch mit der perfekten Ernährung (die aus meiner Sicht viel weniger Einfluss hat als ihr zugeschrieben wird) leben wir nicht bis zum Sanktnimmerleinstag.

Krebs und Herzkreislauf sind eben hier die häufigsten Todesursachen. Wäre es nicht der Krebs wäre es etwas anderes.
 

Benutzer133456  (49)

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Wäre das Resultat ein gelöstes Rätsel oder, dass ihr euren Ernährungsplan umstellt und ab jetzt nur noch Bohnen mit Mayo esst? :ninja:
Diese beiden Dinge koennten geschehen.
:smile:
Aber im Ernst, ich faende das faszinierend, wenn man sagen koennte "so, guckense! Die Mexikaner machen's richtig, die kriegen keinen Krebs. Leben Sie auch so, und zwar bedeutet das jeden Tag Maismehlprodukte, Bohnen und Reis, und jede Menge Gewuerze." Wenn's das denn ist.
 
G

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Die Mexikaner machen's richtig, die kriegen keinen Krebs. Leben Sie auch so, und zwar bedeutet das jeden Tag Maismehlprodukte, Bohnen und Reis, und jede Menge Gewuerze."

Dafür sind sie Spitzenreiter in Fettleibigkeit und Diabetes. Haben einer der höchsten Mordraten, einen Drogenkrieg und Korruption und Bestechung liegt an der Tagesordnung.

Was bringts mir, wenn ich ich nicht mal die Chance habe an Krebs zu erkranken, weil ich vorher in Streifen geschnitten werde und an einem Autobahnschild hänge?
 

Benutzer133456  (49)

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Dafür sind sie Spitzenreiter in Fettleibigkeit und Diabetes. Haben einer der höchsten Mordraten, einen Drogenkrieg und Korruption und Bestechung liegt an der Tagesordnung.

Was bringts mir, wenn ich ich nicht mal die Chance habe an Krebs zu erkranken, weil ich vorher in Streifen geschnitten werde und an einem Autobahnschild hänge?

Trotzdem werden sie 77 Jahre alt. Die sterben also nicht vorher an was anderem. Und ob die Tortillas zu Drogenkrieg fuehren, muessen wir noch sehen.
:smile:
 
G

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Trotzdem werden sie 77 Jahre alt. Die sterben also nicht vorher an was anderem. Und ob die Tortillas zu Drogenkrieg fuehren, muessen wir noch sehen.
:smile:

Die lebenserwartung in Mexico ist auf grund der besseren medizinischen Versorgung in den letzten Jahrzehnten stark gestiegen.
Ich finde 77 als Durchschnittswert jetzt nicht so den Hit. Sterben müssen wir alle einmal.
 

Benutzer133456  (49)

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Die lebenserwartung in Mexico ist auf grund der besseren medizinischen Versorgung in den letzten Jahrzehnten stark gestiegen.
Ich finde 77 als Durchschnittswert jetzt nicht so den Hit. Sterben müssen wir alle einmal.
Und doch bleibt die Frage, wieso kriegen die so wenig Krebs?
 
G

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Gast
Und doch bleibt die Frage, wieso kriegen die so wenig Krebs?

Also ich finde einfach, dass man das in solchen Ländern nicht sagen kann. Die haben doch ein sehr eingeschränkten Zugang zum Gesundheitssystem und ich kenne das von Freunden in Südamerika, dann geht man halt nicht zum Arzt, weil man es sich nicht leisten kann.

Da stirbt dann die Maria Garcia im Dorf, da kommt maximal der Prister, es gibt ne Party bei der sich alle den aufgebahrten Leichnam nochmal ansehen dürfen und dann gehts unter die Erde. Das ist eine Erlösung, der liebe Gott hat sie zu sich geholt. Da fragt keiner was Maria Garcia denn hatte. Deshalb taucht sie auch in keiner Statistik auf.
 

Benutzer78484 

Planet-Liebe-Team
Moderator
Und doch bleibt die Frage, wieso kriegen die so wenig Krebs?
Mexiko hat einfach im Verhältnis extrem viele junge Leute. Guck dir die Alterspyramide an. Die sieht wie die irgendeines (schnackselfreudigen :tentakel: ) Landes in Afrika aus. Da sind einfach die meisten gerade nicht in dem Alter, um Krebs zu bekommen.
Imho wird die Lebenserwartung da auch eher sinken. Die haben extreme Probleme mit Diabetes/Fettleibigkeit und das ist auch ein massiver Risikofaktor für Krebs.
[doublepost=1481272557,1481272244][/doublepost]Wenn man sich angucken will, wo Leute lange und gesund Leben, sollte man sich sowas wie Sardinien oder Japan anschauen. Vielleicht interessant für dich Tahini Tahini :
Blue Zone - Wikipedia
 

Benutzer32843 

Sehr bekannt hier
Im Endeffekt: an einer Herzinsuffizienz oder Nierenversagen oder Leberversagen zu sterben ist genauso scheisse wie an Krebs zu sterben. Nur kennen die Leute das weniger und haben hauptsächlich Angst vor Krebs. Ob die Leute in Mexiko nun 77 werden und weniger an Krebs sterben heisst daher nicht besonders viel, wenn die alle terminales Herzversagen haben wegen Fettleibigkeit etc. spielt das am Ende keine Rolle.
 

Benutzer89563 

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Hmmm, diese hier vielleicht: Fact Sheets by Cancer
Auf der kann man sehen, wie viele der diagnostizierten (blau) letzten Endes toedlich verlaufen (rot). Und die zeigt an, dass man in "South Central Asia" (Indien) die zweitniedrigste Wahrscheinlichkeit hat, an Krebs zu erkranken - wenn auch die Wahrscheinlichkeit dort hoeher ist, daran dann auch zu sterben. "Central America" duerfte die Rubrik sein, unter der Mexiko steht; ebenfalls bemerkenswert niedrige Wahrscheinlichkeit (und wie gesagt: Lebenserwartung 77 Jahre).

Hallo!

Ich glaube, das verstehst du falsch. Es geht nicht um die diagnostizierten Fälle, sondern um die unentdeckten Fälle.
Hier in Deutschland hat jeder Zugriff auf gute medizinische Versorgung. Wir gehen wegen jedem Zipperlein zum Arzt, daher wird bei vielen Menschen der Krebs frühzeitig entdeckt.
Wenn du in ein Land gehst, in dem die Hälfte der Menschen niemals zum Arzt geht, ist die Anzahl der Krebsfälle auch nur noch halb so hoch.
Gleichzeitig zeigt deine Statistik, daß die Anzahl der Krebs-Toten eigentlich überall etwa gleich hoch ist. Man könnte sich auf den Standpunkt stellen, daß die Menschen in diesen Ländern zwar seltener an Krebs erkranken, aber wenn, dann gleich so richtig. Das glaube ich allerdings nicht. Ich denke viel mehr, daß einerseits die Behandlungsmöglichkeiten nicht so gut wie bei uns sind und andererseits, daß auch die Leute, die medizinische Versorgung bekommen können, erst dann zum Arzt gehen, wenn es nicht mehr anders geht. Und dann ist es meistens zu spät.
 
J

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Gast
Das hat zwei einfache Gründe:
1) Es wird dort weniger Diagnostiziert (also einfach statistisch nicht so gut erfasst erfasst wie bei uns)

2) Die Lebenserwartung ist dort, wie du selbst angibst, schon deutlich geringer als bei uns, und Krebs kommt eben meist in höherem Alter. Sterbe ich also schon mit 66 und nicht erst mit 83 habe ich natürlich statistisch ein geringeres Krebsrisiko.


Ansonsten gilt wie immer: nicht rauchen (Lungenkrebs), nicht mehr als 2x pro Woche Fleisch (Darmkrebs) und allgemein normal gesund ernähren und regelmäßig Sport machen.
[doublepost=1481379513,1481379234][/doublepost]
Ich würde Tatsächlich auf Ernährung und positive Lebenseinstellung tippen.
Das halte ich aber für ein sehr verträumtes Bild. Also nicht dass Ernährung und Lebenseinstellung nicht wichtig wären, aber in den angegeben Ländern ist weder die Ernährung besonders toll (eher im Gegenteil), und die positive Lebenseinstellung sehe ich in Mumbai oder Mexico City auch eher nicht.
 
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