Wieder arbeiten und das schlechte Gewissen...

Benutzer81223 

Verbringt hier viel Zeit
Hallo,

wann seit ihr nach der Geburt/der Elternzeit zum 1. mal wieder arbeiten gegangen?
Für wie viele Stunden?
Wo blieb euer Kind in der Zeit?
Und wie ging es euch und eurem Kind dabei?

*seufz* :geknickt:

Meine Elternzeit war im März diesen Jahres beendet. Weil es mir zusteht, wir das Geld brauchten und ich im Prinzip auch damit konform ging, meldete ich mich arbeitslos und stellte mich somit dem Arbeitsmarkt auch wieder zur Verfügung.

Nun sagt sich das immer so leicht, doch findet man als Mutter eines immer noch sehr kleinen Kindes gar nicht so leicht Arbeit. Zumindest habe ich diese Erfahrung gemacht. Es kamen viele Absagen, bei den wenigen Vorstellungsgesprächen wurde es eher ungemütlich, wenn es (überhaupt) um das Thema Kind, Unterbringung u.s.w. ging. Ich hatte das Gefühl, dass die damit überhaupt nichts zu tun haben wollen. Daher kam wohl auch nie was zustande. Und damit hatte ich mich eigentlich auch abgefunden und arrangiert...

Von August bis Oktober finanzierte mir das Arbeitsamt eine Weiterbildung für halbtags, was auch kein größeres Problem darstellte. Mein Sohn blieb in der Zeit bei den Großeltern, ich gewöhnte mich schnell daran und es machte mir auch Spaß.

Eine Woche später schrieb ich eine Bewerbung und wurde auch prompt eingeladen und was soll ich sagen? Nun liegt hier ein Arbeitsvertrag für 20 Stunden die Woche zur Unterschrift. Da möchte man sagen: "Ist doch super!" Aber... :schuettel:

Ich bin nun richtig zwiegespalten...
Bei der Weiterbildung wusste ich, dass es in knapp 3 Monaten vorbei ist. Danach konnte ich also wieder Vollzeitmama und für mein Kind voll und ganz da sein. Doch nun... Habe ich das Gefühl, ich lasse mein Kind im Stich. Es ist so schade. Ich würde so gerne noch mehr Zeit mit meinem Kind verbringen. Ich habe ein richtig schlechtes Gewissen und freue mich nicht wirklich...

Nach der Weiterbildung sagt mein Sohn fast nur noch "Oma" zu mir. Ich muss ihn richtig daran erinnern, dass ich die "Mama" bin. Ja wirklich. Es geht nur noch "Oma" und "Opa" den ganzen Tag. Wird das noch schlimmer? :cry:

Dabei bin ich vorher gerne arbeiten gegangen. Ich wollte früher auch keine Kinder. Unser Sohn war ein "Unfall". Vorher hätte ich mir nie vorstellen können, dass ich einmal eine solche "Glucke" werden würde... :hmm:

Unser Sohn wird jetzt 20 Monate und würde dann bis er nächstes Jahr in den Kindergarten kommt bei den Großeltern bleiben während ich arbeite...

Sorry, ich musste mal jammern. :flennen:
Ich glaube, je länger man zu Hause beim Kind bleibt, desto schwerer fällt es auch, wieder arbeiten zu müssen... :frown:

Grüße
Livia
 

Benutzer69081  (35)

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:knuddel:

In dem Alter wird Oma/Opa/Mama und Papa gerne durcheinander geworfen. Wie wäre es, wenn du ihm ein Bild von dir mitgibst und die Großeltern können mit ihm zusammen das Bild anschauen und ihm sagen, dass das Mama ist?

Ich würde arbeiten gehen. Dein Sohn ist es ja nun schon gewohnt von den Großeltern betreut zu werden, ich vermute mal das klappt auch sehr gut sonst würdest du in dem Punkt mehr hadern, oder?

Du lässt ihn ja nicht im Stich, du tust das ja indirekt auch für deinen Sohn. Mehr Geld in der Kasse bedeutet auch für ihn ein besseres Leben.
 

Benutzer48102 

Verbringt hier viel Zeit
Ich bin arbeiten gegangen, als die Maus 10 Monate alt war. Die Kleine ging anfangs in die Krippe, dann Tagesmutter und nun Kindergarten. Es gefällt ihr dort super. Ich hatte Anfangs eine 40h Woche, jetzt 48h. Ich arbeite viel abends wenn Sie im Bett liegt, von daher kommt sie nicht zu kurz.
Sie braucht den Kindergarten und ich meine Arbeit. So läuft alles super.
 

Benutzer75021 

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Off-Topic:
Mein Sohn sagte im Alter von etwa 2 Jahren zu jedem Mann Papa-nur soviel dazu. Kinder hauen Mama, Papa, Oma und Opa auch gern durcheinander :zwinker:


Also ich schreib mal wie das bei mir bisher alles ablief:
Nach der Geburt meines 1. Kindes blieb ich 10 Monate daheim und bin dann wieder Teilzeit arbeiten gegangen. Das klappt ganz gut da mein Ex morgens um 4 Uhr das Haus verließ und mittags daher wieder früh da war. So konnte ich dann nachmittags bis abends arbeiten (habe Hotelfachfrau gelernt und da sind das eh die Hauptarbeitszeiten).
Als meine Kleine dann kam, bin ich sogar nur den Mutterschutz (also 8 Wochen nach der Geburt) zu Hause geblieben und hab dann wieder gearbeitet. Man brauchte mich im Hotel und wir brauchten natürlich das Geld.
Ich hatte kein schlechtes Gewissen weil die Kinder ja eh zu Hause waren, ob nun Papa oder ich daheim war ist doch eingentlich Latte.
Ach da fällt mir ein das ich meine Tochter sogar das erste halbe Jahr mit zur Arbeit nehmen konnte, da ich gestillt habe. Danach blieb sie dann beim Papa.

Das schlechte Gewissen kam bei mir erst als es mit der Fremdbetreuung los ging. Kindergarten war ja noch okay, aber als ich dann alleinerziehend war und trotzdem arbeiten wollte und musste, bekamen wir eine Tagesmutter.
Ich muss sagen das die Tagesmutter eine ganz liebe Frau war, aber ICH würde es nicht mehr machen wollen. Wir haben die vom Jugendamt vermittelt bekommen und eigentlich zog das alles noch einen ganzen Rattenschwanz hinter sich her und war vom Jugendamt alles scheiße überlegt und geplant.
Mittlerweile haben wir die zweite Tagesmutter (auch eine sehr liebe Frau), aber ich bin froh wenn der Scheiß im Dezember vorbei ist! Wir haben immer nur Ärger mit dem Jugendamt wg der Betreuung. Ne, das möchte ich nicht mehr.

Im Dezember gehe ich eh in Mutterschutz da im Februar unser Baby kommt und dann werde ich ein Jahr Elternzeit nehmen. Danach kommt für mich nur noch die Ganztagsbetreuung in der Kita in Frage.
Ich denke aber das wir damit gut zurecht kommen werden.
 

Benutzer32811  (34)

...!
Puh, ich kann mir gut vorstellen, dass das Ganze auch etwas weh tut.
Dein Knirps ist ja nur wenige Monate älter als meine Knirpsin und ich könnte mir das zur Zeit auch nicht wirklich vorstellen.

Richtig Vollzeitmama war ich eigentlich nur 8 Wochen.
Eigentlich gar nicht, drei Wochen nach Maras Geburt hatte ich Abgabetermin für zwei schriftliche Arbeiten für die Uni :grin:
Danach ging das Semester wieder los.

Bei uns fängt der Papa all die Stunden auf, die bei mir für die Uni gebraucht werden.
Im Moment ist das Donnerstags von 8 bis 20 Uhr und noch einige Stunden, die fürs Lesen "draufgehen"
Ich versuch das abends zu schaffen, wenn Madame schläft, aber das reicht längst nicht immer.
Anders kann ich mir das auch noch gar nicht vorstellen.

Ich nehme an für dich ist das Ganze schlimmer als für deinen Sohn, hm?
'Mit zunehmender Reife kann er euch alle bald auseinanderhalten.
Im Moment ist sprachlich noch wichtig, mit wem er viel Zeit verbringt, nicht wer ihn geboren hat.
 

Benutzer51829  (36)

Verbringt hier viel Zeit
Schwieriges Thema...also ich hab nach der Geburt für ein Jahr Elternzeit genommen, es war geplant dass ich danach dann wieder arbeiten gehe. Bei meinem alten Arbeitgeber hätte ich zunächst nur für 1-2 Tage wieder einsteigen können und das dann später aufstocken. Von den Arbeitstagen wäre ich auch flexibel gewesen und wenn ich mal spontan nicht zum Arbeiten hätte kommen können wärs auch kein Problem gewesen, mein Chef war echt super. Leider ist das alles nicht zustande gekommen weil das Labor verkleinert wird, vielleicht auch ganz geschlossen. Echt sehr schade, bis auf den etwas längeren Anfahrtsweg wärs echt optimal gewesen :frown:
Nunja, ich hab mich dann auch arbeitslos gemeldet als die Elternzeit vorbei war ( das war Mitte Juli) und bin jetzt immer noch auf der Suche nach einem Job. Wie du schon geschrieben hast, es ist nicht einfach. In meinem Beruf ist es ziemlich schwer überhaupt ne offene Stelle zu finden, und wenn hab ich mit meinen 2 Jahren Berufserfahrung oft eh keine Chance den Job zu bekommen :geknickt:
Ich möchte eigentlich nur Teilzeit arbeiten gehen, in der Zeit würden dann auch Oma und Opa auf meine Tochter aufpassen. Wenn ich einen Betreuungsplatz in einer Krippe hätte würde ich auch Vollzeit nicht ganz ausschließen.
400-Euro-Jobs gibts sehr viele, aber das kann man ja auch vergessen wenn man Arbeitslosengeld bekommt, die Zeit verbring ich dann lieber mit meiner Tochter.

Mittlerweile würde Jessica glaube ich keine Probleme mehr damit haben von anderen betreut zu werden, bis vor wenigen Monaten war das noch überhaupt nicht vorstellbar. Finanziell würden wir auch weiterhin auskommen wenn ich noch eine Weile daheim bleibe, allerdings würde ich schon gerne wieder etwas arbeiten und nicht mehr nur Mama sein. Es ist wunderschön, aber für mich ist es auf Dauer glaube ich nichts wenn ich nur zuhause bin. Ich weiß natürlich nicht wie ich mich dann letztendlich fühlen würde wenn ich wieder einen Arbeitsplatz hätte, vielleicht möchte ich dann doch wieder nur fürs Kind da sein. Aber das weiß man erst hinterher.

Wir möchten ja noch ein zweites Kind haben, mittlerweile bin ich jetzt doch am Überlegen ob Jessica nicht doch erst ein Geschwisterchen bekommen soll und ich danach dann erst wieder anfange zu arbeiten. Wenn ich jetzt eine Stelle finden würde würde ich die wahrscheinlich sowieso bald wieder verlassen, eben weil wir ja noch ein Kind wollen und das nicht in allzu ferner Zeit.

Tipps kann ich dir also nicht wirklich geben, aber ich an deiner Stelle würde den Job annehmen. Du hast Glück und eine Tätigkeit gefunden, wer weiß wie es dann später aussieht, vielleicht findest du dann lange nichts mehr. Außerdem hast du ja geschrieben dass ihr das Geld braucht. Und dein Sohn ist gut aufgehoben bei Oma und Opa, das ist ja auch ein super Ausgangspunkt.
Wenn du dann wirklich total unglücklich bist wenn du wieder arbeitest, dann kannst du ja immer noch aufhören, aus einem Arbeitsvertrag kommt man ja auch wieder raus :smile:



Off-Topic:

Dein erster Sohn? Kommt jetzt etwa der zweite? :zwinker:

Ich tippe ja auf nen Jungen! :zwinker:
Aber wahrscheinlich wollte sie uns mit der Aussage nur verwirren, oder Sweety? :tongue:
 

Benutzer76802  (30)

Verbringt hier viel Zeit
Da ich noch nicht mit der ausbildung fertig bin, werde ich im märz nach 6 monaten elternzeit wieder anfangen zu arbeiten.

40h woche, wegen ausbildung. ab dann ist auch der papa da und nimmt die nächsten 6 bzw 8 monate elternzeit. und sucht sich in der zeit dann hier nen job. da wir zur zeit ja noch ne fernbeziehung haben...

nach seiner elternzeit geht der kleine dann in die krippe damit er auch wieder arbeiten gehen kann und meine ausbildung ja noch net vorbei ist.

danach werd ich dann auch nur halbtags erstmal arbeiten gehen.
aber ausbildung ist halt wichtig immerhin will ich mein kind auch was bieten können.
 

Benutzer99306  (44)

Öfter im Forum
Hallo Livia228..

Ich bin nach 1 Jahr wieder arbeiten gegangen. Allerdings nur auf 400 Euro Basis. Die Kleine war dann bei der Oma. Als sie dann in den Kindergarten kam, bin ich jeden morgen gegangen. Das ist wirklich schwer nach so langer Pause wieder arbeiten zu gehen. Aber da ich vom Typ her sowieso so bin, dass ich nicht nur Hausfrau und Mutter sein kann, hat sich das schnell eingespielt. Ich bin froh, dass ich auch arbeiten gehe. Nur zuhause würde mich verrückt machen...
Viele Grüße
 

Benutzer70186 

Verbringt hier viel Zeit
Im Julli wurde Ben 1Jahr alt, und am 1.September hab ich wieder angefangen zu arbeiten :smile:
Ben geht in die Krippe, da wir hier leider keine andere Möglichkeit haben.
Im Moment arbeite ich Teilzeit, 30Stunden die Woche, werde aber wenn alles klappt nächstes Jahr wieder Vollzeit starten :smile:
 

Benutzer29410 

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Ich bin ja Beamtin und kann nach 1 Jahr Elternzeit wieder ganz normal einsteigen. Ich denke mal, bis das Kind in den Kindergarten kommt mit ner halben Stelle (ich könnte natürlich auch gleich wieder ne ganze haben, wenn ich will, ich muss mal gucken wie alles mit dem Kind so läuft).

Nahezu alle meine Kolleginnen handhaben das so, außer eine Kollegin die ein behindertes Kind bekommen hat und ein paar Jahre mehr zu Hause geblieben ist.

Ich habe schon viele Familienkonstellationen beobachten können, und mir ist nicht aufgefallen, dass Kinder mit Vollzeitmama besser oder schlechter dran gewesen wären als Kinder von berufstätigen Müttern. Eigentlich möchte ich kein absolut mamafixiertes Kind (davon kenne ich einige und ich hatte keinen sehr angenehmen Eindruck von ihnen) haben, ich würde mich freuen, wenn mein Kind mehrere Bezugspersonen hat und aufgeschlossen gegenüber anderen ist. Außerdem finde ich es wichtig, dass mein Kind sich frühzeitig daran gewöhnt, mit anderen Kindern in ner Krabbelgruppe zu spielen (bei einer Tagesbetreuung), ohne dass ich unbedingt immer dabei sein muss. Und dass ein Kind selbstverständlich da rein wächst, dass jeder seine Pflichten hat (Mama und Papa gehen zur Arbeit, großer Bruder geht zur Schule, ich geh in die Betreuung/Kindergarten) und dass man nachmittags/abends die freie Zeit als Familie gemeinsam genießt.

Ich möchte auch, dass mein Kind, sollte es ein Mädchen sein, die Ergreifung und Ausübung eines qualifizierten Berufs als ganz selbstverständliches Rollenvorbild begreift. Nicht nur große Jungen und Papas gehen zur Arbeit, große Mädchen und Mamas auch, und die Hausarbeit teilen sich alle. Das ist mir als "Mitgabe" für mein Kind sehr wichtig.

Meine Mutter war immer berufstätig und ich hab mich total gefreut, wenn sie mich um vier von der Tagesmutter abgeholt hat und mit mir auf den Spielplatz und zum Einkaufen gegangen ist. Weniger lieb hätte ich sie um keinen Preis der Welt gehabt, oder gar die Tagesmutter ihr vorgezogen. Die Mama ist halt die Mama, und die ist unersetzlich! Ich wurde auch genügend geschmust und geknuddelt und bis zum Insbettgehen haben unsere Eltern ganz uns gehört. Ich hatte nie das Gefühl, vernachlässigt zu sein.

Und, nicht zu vergessen: wenn die Finanzlage nicht so angespannt ist, ist auch das Familienklima viiiieeel besser.

Und, wenn man als Frau komplett auf das Erwerbsleben verzichtet, ist man mitsamt den Kindern nur einen Mann entfernt von bitterer Armut, das sollte man nie vergessen.
 

Benutzer2160 

Beastialische Beiträge
ich bin auch beamtin und wollte eigentlich drei jahre zu hause bleiben. ging auch nich anders, weil wir in der zeit ganz woanders gewohnt haben.
naja,.. jedenfalls sind wir früher zurückgekommen und ich war zusehends genervt vom zu hause bleiben und bin dann nach zweieinhalb jahren wieder los.

sollte noch eins kommen, weiß ich gar nicht, ob ich überhaupt zuhause bleiben würde oder eben der liebste. ich hab jedenfalls gemerkt, dass mir der kontakt mit leuten fehlt, die nich den ganzen tag nur gequatsche über kinder drauf haben. also spätestens nach einem jahr würde ich wieder losgehen und das kind inne krippe.

allerdings finde ich schon, dass das erste jahr jemand zu hause bleiben sollte.
 

Benutzer69341 

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Unser kleiner Schatz ist noch unterwegs, im Dezember ist erst der Geburtstermin :smile: aber ich weiß jetzt schon, dass ich so schnell wie möglich wieder arbeiten gehen werde.
Nicht nur, weil mir wahrscheinlich irgendwann die Decke zuhause auf den Kopf fallen würde, wir brauchen auch das Geld, da das Gehalt meines Freundes zu wenig ist. Und ich möchte auch mein eigenes Geld verdienen und wenn es erstmal "nur" ein 400€-Job ist.

Ein schlechtes Gewissen sollte keine Frau dabei haben, wenn sie wieder arbeiten gehen muss/ möchte. Heutztage kommt man mit nur einem Verdiener meist einfach nicht aus. Ich kenne so viele Familien, wo beide arbeiten gehen. Wenn mir da einer mit dem Begriff "Rabenmutter" kommen würde, das fände ich einfach nur unmöglich.

Meine Mama ist auch halbtags arbeiten gegangen als ich klein war und es hat mir überhaupt nicht geschadet.
 

Benutzer65313 

Toto-Champ 2008 & 2017
Ich denke nicht, dass du ein schlechtes Gewissen haben musst. Nach der Geburt irgendwann wieder zu arbeiten ist völlig normal, manche machen es, wenn das Kind 8 Wochen alt ist, andere erst 8 Jahre später. Es ist deine Entscheidung, du brauchst dir da von niemandem reinreden lassen.
Ich denke auch nicht, dass du dir Sorgen machen musst, dass dein Sohn dich weniger kennt oder ähnliches. Ich glaube, dass die Kind-Mutter Beziehung so stark ist dass du nichts kaputt machen kannst, wenn du dich ein paar Stunden täglich abkapselst um zu arbeiten. Meine Mutter ging wieder arbeiten, als ich ungefähr 4 war - ich weiß, das ist ein kleiner Unterschied :zwinker: Ich erzähle das aber deshalb, weil wir in der Zeit von unsere Großeltern betreut wurden, immer abwechselnd. Wir fanden das sehr toll und hatten dadurch eine sehr innige Großeltern-Beziehung - das wäre doch ein Vorteil, den man daraus erkennen könnte :smile:
 

Benutzer75021 

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Off-Topic:
meine Mutter hat auch immer gearbeitet, seitdem ich denken kann. Als wir kleiner waren hat auch die Oma auf uns aufgepasst und ich fand das immer ganz toll. Hab auch heute noch ein sehr gutes Verhältnis zu meiner Oma :smile:
 

Benutzer81223 

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Ich erzähle das aber deshalb, weil wir in der Zeit von unsere Großeltern betreut wurden, immer abwechselnd. Wir fanden das sehr toll und hatten dadurch eine sehr innige Großeltern-Beziehung - das wäre doch ein Vorteil, den man daraus erkennen könnte :smile:

Ja sicher, das ist auch schön. Ich habe auch ein sehr gutes Verhältnis zu einer meiner Omas, auch wenn ich nicht oft und regelmäßig von ihr betreut wurde, aber sie ist halt auf mich eingegangen und wir hatten sehr viel Spaß und viele gute Gespräche.

Zu meiner anderen Oma jedoch habe ich kein so gutes Verhältnis, da sie zu meinen Eltern sagte als wir noch Babys und Kleinkinder waren: "Euch kann ich jetzt nicht gebrauchen. Ihr könnt wiederkommen, wenn ihr sauber seid."... :ratlos:

Allerdings kenne ich auch Fälle, bei denen das Kind ein besseres Verhältnis zur Oma als zur Mutter hat, weil die Mutter entweder nur am Arbeiten war und hauptsächlich mit ihrem eigenen Leben beschäftigt oder anderweitig oft mit Abwesenheit geglänzt hat.

So was kann durchaus passieren. Und ich habe schon den Wunsch, die 1. Bezugsperson meines Kindes zu sein und nicht die Oma... :schuettel:



P.S.: Schon mal Danke für eure zahlreichen und lieben Antworten. :smile:
 

Benutzer82516  (36)

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hm...das ist ein thema für sich! :smile: ich hab ja auch die diplomarbeit über dieses thema geschrieben und geschaut, warum eltern/mütter wieder arbeiten gehen

ich selbst muss mich ja auch bald damit auseinandersetzen :smile: aber ich möchte es momentan so handhaben, dass ich so lang wie es geht zuhause bleibe und das kind frühestens mit 3, wenn nicht erst mit 4 in außerfamiliäre betreung geben möchte. klar, so spielgruppen oder eltern-kind treffs, babyschwimmen etc.möchte ich auf jeden fall machen, aber nicht mein kind an den vm. oder so die ganze woche irgendwo unterbringen.
ich bekomm nach der geburt 20 monate beihilfen und in dieser zeit geht es sich finanziell auf jeden fall aus, und mein freund hat außerdem immer wieder gute chancen vom gehalt her aufzusteigen. und er möchte mein vorhaben unterstützen.
ich persönlich und momentan - könnte es mir nicht vorstellen, unser kind mit einem jahr in außerfam. betreuung zu geben....oma und opas und sonst wer ist bei mir dann wo ich vorerst wohne auch nicht greifbar.
aber wahrscheinl.denke ich auch so darüber, da meine mama immer zu hause war...wir waren 4 kinder und sie ging nie arbeiten.
aber mal schaun wie s mir dann dabei geht...vl.denk ich dann anders, aber zur zeit möchte ich die zeit daheim so lange nutzen wie es nur geht.
 

Benutzer75021 

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@ Livia:

DU hast es in der Hand wie die Beziehung zu deinem Kind ist.
Es gibt auch noch was anderes als gestresste Mutter die kaum Zeit für ihr Kind hat (und klar hat es dann eine bessere Bindung zur anderen Betreuungsperson) und einer Hausfrau die immer greifbar ist.
Wenn man ganz normal arbeitet, also nachmittags wieder zu Hause ist, dann liegt es an einem selber wie man die Zeit mit dem Kind verbringt. Genauso an den Wochenenden...liegt man lieber auf der Couch und überlässt das Kind sich selber, oder ergreift man die Initiative und unternimmt als Familie etwas?
Man sagt ja nicht umsonst das die Qualitätszeit wichtiger ist als die Quantitätszeit :zwinker:
 
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