Wie verhalten bei unfreundlichen Autoritätspersonen?

Benutzer78109 

Sehr bekannt hier
Hallo...Ich hatte heut mal wieder eine richtig schreckliche Begegnung :frown: Habe in einer wichtigen mündlichen Prüfung etwas falsch gemacht und wurde danach vom Prüfer richtig fertig gemacht. Ich war total nervös, deswegen hab ich mich auch wirklich doof angestellt und das hab ich dann auch als Begründung für meine Blödheit genannt (sonst konnte ich die Aufgabe halt echt immer gut). Aber der Mann hat immer weiter auf mir rumgehackt, warum ich meinen Kopf nicht einschalte und warum ich es denn falsch machen würde, so ginge das ja nicht und alles andere war ja auch nicht gut und alle würden es ja falsch machen (der vor mir auch) und was denn los sei, dass ich es nicht verstehen würde, es sei doch wohl nicht schwer mal nachzudenken, usw. Mir gings schon voll schlecht und ich meinte ich hätte es doch verstanden und auch selber bemerkt und ich konnte es halt nicht, weil ich mega nervös war und ich wisse auch nicht, warum ich ein dermaßiges blackout hatte. Aber er machte immer weiter, was spiele es für eine Rolle, ob ich nervös sei, das zähle doch nicht, ich müsse es einfach können, meinen kopf einschalten, blablabla. Und nach 5 minuten des niedermachens fragte er dann noch, ob ich es denn auch verstanden hätte, was er gesagt hat. Als wär ich total dumm und als hätte ich seine wiederholungen immer noch nicht verstanden.

Mich hat das echt fertig gemacht, denn 1. bin ich mir selber darüber bewusst, dass ich einfach ein brett vorm kopf hatte und es nicht konnte und mich richtig blöd angestellt habe, 2. habe ich selber gemerkt, wo der Fehler lag und fühlte mich deswegen schon mies und 3. habe ich ihm das auch reumütig mehrfach zu verstehen gegeben, aber er hörte nicht auf mich zu behandeln, als wäre ich völlig unfähig und beschränkt.

Ich hätte ihm so gerne gesagt, dass er endlich aufhören soll so zu tun, als wäre ich dumm und uneinsichtig und er doch nicht so auf jemandem rumhacken kann, der bereits gesagt hat, dass er es jetzt verstanden hätte und der eh schon voll fertig und nah an den Tränen ist. Aber kann man sowas bei einer Autoritätsperson machen? Er ist ja schließlich der am längeren Hebel. Aber muss man sich wirklich niedermachen lassen? Was tut ihr in solchen Situationen?

Ich mein, es ist ja gut, dass er es einem erklärt, was man falsch gemacht hat, aber dann 5 minuten so unfreundlich darauf rumreiten und einen niedermachen, ist doch wohl zu viel des Guten. Ich hab dann runtergeschluckt und angefangen zu heulen, sobald ich da weg war. Jetzt hab ich total Panik vor der neuen Prüfung. Ich bin doch echt nicht blöd, habe Abitur und gute Noten im Studium, aber es gibt doch Momente, wo man einfach mal etwas nicht hinbekommt, weil man aufgeregt ist...Ich hab Angst, dass der nächste Prüfer mich wieder so runterputzt und will schon mal wissen, was ihr in so einer Situation tun würdet und wie ich mich am besten verhalten soll, wenn noch mal sowas passiert...:frown: Die Meinung sagen, oder lieber einfach schlucken?
 

Benutzer29410 

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Ich hab mal was beim Bezahlen des Studentenwerksbeitrages falsch gemacht (Überweisung für Sparkasse einer anderen Stadt in den Briefkasten der Sparkasse reingeworfen, ach das war alles so kompliziert damals noch! *gg), und wurde nicht zurückgemeldet --> exmatrikuliert! Ich bin zum höchsten Tier an der Uni und hörte schon, wie der Typ vor mir so richtig von dem fertig gemacht wurde, er hatte das gleiche Verbrechen begangen wie ich. Er verliess das Zimmer mit der Ansage, dieses Semester könne er nicht mehr an die Uni zurück und machte zu mir im Vorbeigehen den Daumen nach unten.

Da brauchte ich mich gar nicht zu verstellen (die Krokodilstränen hatte ich schon geplant), ich brach in Tränen aus wie ein wahrer Springbrunnen. :grin: Das hohe Tier versuchte immer wieder, was zu sagen, aber ich heulte immer lauter (Leute, ihr kennt meine Mutter nicht, die hätte Kleinholz bei einer Exmatrikulation aus mir gemacht), bis ich mich rückmelden und den Betrag direkt bei der Kasse einzahlen durfte.
Gewonnen!
Will damit sagen, du hast verschiedene Möglichkeiten, wichtig ist, dass du damit selber klarkommst.

Ich hätte ihm so gerne gesagt, dass er endlich aufhören soll so zu tun, als wäre ich dumm und uneinsichtig und er doch nicht so auf jemandem rumhacken kann, der bereits gesagt hat, dass er es jetzt verstanden hätte und der eh schon voll fertig und nah an den Tränen ist. Aber kann man sowas bei einer Autoritätsperson machen? Er ist ja schließlich der am längeren Hebel. Aber muss man sich wirklich niedermachen lassen? Was tut ihr in solchen Situationen?

Ich persönlich bin eher der Heul- und Entschuldigungstyp, das "liebe Mädchen". Ich würde niemals einer Autoritätsperson (Prüfer "gehen" ja grade noch, die ist man ja irgendwann los, aber einen Chef hast du ewig) über den Mund fahren oder zurückkritisieren. Eher arbeite ich wirklich ganz doll an mir, um die Kritikpunkte aus dem Weg zu räumen. Und auch ansonsten habe ich mein Leben lieber stressfrei und mit möglichst wenigen kraftraubenden Konfrontationen, ich konzentriere mich lieber auf das Wesentliche.

Mich hat neulich vor der Turnhalle ein aufgeblasener Turnheini runtergeputzt, dass ich unverschämterweise über den Rasen bin (ich war es, so wie 10 andere vor mir auch). Mir schwoll innerlich der Kamm, denn ich bin erwachsen und lasse mich nicht abkanzeln wie eine 10jäjhrige bei der Turnfreizeit, aber ich hatte keine Lust auf Streit und entschuldigte mich zuckersüß. Der Typ war einmal in Fahrt und schimpfte weiter, ich sagte ihm, dass ich ihn vollkommen verstehen könne, es ginge echt gar nicht, +über den (mickrigen) Rasen zu fahren und ich würde es nie nie wieder tun. Was sollte er da noch sagen? Mit so einer Reaktion hatte er offensichtlich nicht gerechnet.Er klappte den Mund zu und sah mich seltsam an, gab mir den Weg frei und ich kam pünktlich zur Turnstunde meiner Tochter und hatte weiter keinen Ärger. *ggg*

Wahrscheinlich hatte der Typ die Nase voll von "euch" und eurer Begriffsstutzigkeit bei dieser Aufgabe, persönlich würde ich das nicht nehmen, seinbe Aufregerei hat er umsonst, ein mögliches Streitgespräch lohnt sich da in meinen Augen nicht, kann aber böse nach hinten feuern. Ich kenne Leute, die ihr Studium mit großem Aufwandf in einer anderen Stadt fortgesetzt haben, weil sie sich mit einem Professor überworfen haben.
Ich habe auch schon erlebt, wie sich Studenten lautstark über "doofe" Prüfer beim Prüfungsgespräch aufgeregt haben, da ging`s denen hinterher auch nicht besser deswegen.
Frage dich: was willst du mit deiner Gegenkritik erreichen? Dir Luft machen? Mehr Gerechtigkeit in der Welt? Dass der Prüfer sich entschuldigt? Deine Ruhe? Beim nächsten Mal bessere Noten? Und dann dementsprechend handeln, sei es jetzt, dass du ihm die Meinung geigst oder denkst "Ja, du mich auch" und weiter nichts sagst, woraufhin er dich bis zur Miuttagspausae wieder vergessen hat.
 
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Benutzer82517 

Verbringt hier viel Zeit
Ich hab da irgendwie eine Art eingebaute Grundsicherung und werde immer gelassener, wenn jemand anderes meint, sich aufspielen zu müssen. Für mich ist das ein eindeutiges Anzeichen von Schwäche und wahrscheinlich ging deinem Prüfer die Düse, dass der Schnitt so schlecht wird, weil er zu dämlich war, um euch das beizubringen?!
Es kommt natürlich auch ganz auf den Typ an. Vielleicht ist das auch sein Versuch, jemanden aus der Reserve zu locken. Bei manchen funktionierts vielleicht, bei sensiblen Typen geht es natürlich nach hinten los. Ich würde versuchen, mich da nicht reinzusteigern, das Missgeschick abzuhaken, ihm notfalls einmal meine Nervosität begründen und wenn er weiter macht, nur noch auf seine inhaltlichen Fragen konzentrieren und bei den Psychospielchen auf vollen Durchzug zu schalten.
 

Benutzer78109 

Sehr bekannt hier
Frage dich: was willst du mit deiner Gegenkritik erreichen? Dir Luft machen? Mehr Gerechtigkeit in der Welt? Dass der Prüfer sich entschuldigt? Deine Ruhe? Beim nächsten Mal bessere Noten? Und dann dementsprechend handeln, sei es jetzt, dass du ihm die Meinung geigst oder denkst "Ja, du mich auch" und weiter nichts sagst, woraufhin er dich bis zur Miuttagspausae wieder vergessen hat.
Ich will einfach nicht respektlos behandelt werden...Er sitzt am längeren Hebel, aber ich frage mich halt, ob er einen deswegen runterputzen darf, bzw. ob man das mit sich machen lassen muss. Mich hat das so geärgert. Aber ich bin nicht der Typ, der dann heult...Den Triumph wollte ich ihm dann nicht gönnen...Letztendlich kann es mir ja auch egal sein, was so ein Typ von mir denkt, ich sehe den Mann ja eh nicht wieder...Aber mir geht es echt nah, wenn man mich behandelt als sei mein IQ bei 50. Aber ich bin immer zu lieb und zu eingeschüchtert um was zu sagen...Dann heule ich lieber im stillen Kämmerlein...:-/
 

Benutzer70315  (33)

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So wie ni_hau sollte man es wahrscheinlich machen.

Ich hatte vor nicht allzu langer Zeit eine ähnliche Horrorgeschichte, an deren Ende ich dann an der Bahnhaltestelle der uni saß und heulte. (worst case für mich, in der Öffentlichkeit)
Es war keine wichtige Prüfung, sondern nur ein mündliches Referat in Englisch. Aber die Frau betonte seit jeher schon, dass sie 6 Sprachen fließend beherrscht und das auch von uns erwartet . Ich also meganervös und schlecht vorbereitet habe mein Referat gehalten (okay, es war wirklich keine Glanzleistung aber verglichen mit dem, was danach kam, echt akzeptabel)
Tja, die Frau nahm sich danach ein paar Minuten für jeden Referenten Zeit um mit ihm unter vier Augen das Referat zu besprechen (auf die Sprache wolle sie auch eingehen, aber daruaf gäbe es keine Note)
Was dann folgte, waren wohl die 5 schlimmsten Minuten meiner Uni Zeit (und ich stehe jetzt vorm letzten Semester) : "Ich könne kein Englisch, was ich mir einbilde. Später, unter den Referendaren (ich studiere Lehramt) werde ich immer die Schlechteste sein. Wenn sie die Sprache bewerten würde, wäre ich durchgefallen. Ich hätte einen "huuuuuge amount" an Fehlern gemacht." Mit anderen Worten : Ich könne mein Englischstudium am besten vergessen.
Wohlgemerkt, ich habe nur 10 (!) Minuten gesprochen, am Stück.

Danach ging es mir erstmal extrem scheiße. Mein Selbstvertrauen, das ich bisher bezüglich der Sprache hatte, war weg.

Was hat mir geholfen? Ich glaube irgendwann half es mir, mir immer wieder klarzumachen, dass sie unrecht hat. (Ich war z.B. unter den 10 Prozent der Uni, die den schwierigen Sprachtest, der Voraussetzung für den Master war, auf Anhieb bestanden hat). In meiner Englischstunde an der Schule hatten die Schüler keine Probleme mich zu verstehen.

Das Problem ist diese unkonstruktive Kritik. Dieses Rumgenöhle. So wie du es beschreibst, war der Typ auch einer von dieser Sorte. Mich hat es auch extrem gestört, dass ich keine Zeit hatte mich zu rechtfertigen, irgendwas zu sagen. Sie sprach ununterbrochen.
Weißt du dieser Typ "glaubt nur" dich durchschaut zu haben. Er hat aber keine Ahnung.

Also vllt hilft es dir auch, dir immer wieder klar zu machen, was du bereits erreicht hast. Du sagst, die Aufgabe kannst du normalerweise, dann war es wirklich nichts anderes als ein schlechter Tag. Sowas passiert! Mach dir klar, wo deine Stärken liegen und kümmere dich nicht mehr um diesen einen Prüfer.
 
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Bei Autoritätspersonen bin ich eigentlich immer kleinlaut. Ich hab erstens Angst wirklich was zurückzufeuern und bin dafür auch viel zu lieb und wahrscheinlich würde mir nicht mal wirklich was einfallen. Grundsätzlich glaube ich aber auch, dass es sinnvoller ist, nicht zu versuchen, voll dagegenzuhalten, sondern konstruktiver als der Gegenüber zu sein.

Grundsätzlich versuche ich solchen Situationen aber aus dem Weg zu gehen. Ich hab ein Modul in der Uni so lange vor mir her geschoben, bis der Dozent (bösartiges Wesen, einige haben seinetwegen die Uni gewechselt oder das Modul an einer anderen Uni abgelegt) ein Forschungssemester macht und jetzt hab ich einen ganz lieben und freundlichen Dozenten, der mit die Prüfung abnimmt. Aber das geht natürlich nicht immer und ich wäre in deiner Situation auch ganz still sitzen geblieben.

Gegenhalten tue ich eigentlich nur, wenn es mir entweder sehr wichtig (also für mein Leben bedeutsam) ist, worüber wir streiten (das ist es in der Uni eigentlich nie, bloß weil ein Prof. Dr. Dr. meint, ich wisse zu wenig über irgendein Thema bedeutet das doch nix) oder wenn es nicht um Autoritätspersonen geht. Zum Beispiel Spaziergänge mit meinem unangeleinten Hund oder solche Sachen wie bei Piratin. Da macht mir das dann auch richtig Spaß die Person gegenüber zu ärgern. (Letztens stand eine Bekannte mit ihrem Hund mit einer anderen Person mit Hund zusammen, die ich nicht kannte. Da hab ich Luna hinrennen lassen und die war total erbost, dass ich meinen Hund nicht an der Leine habe. Daraufhin hab ich ihr den Berliner Gesetzestext vorgetragen, was sie nur noch mehr verärgert hat, aber keine sachlichen Argumente mehr hatte und nur noch sagte: "Das kann ja wohl nicht wahr sein." und diverse Flüche ausgesprochen hat. :grin:)
Aber das ist natürlich eine ganz andere Situation. Ich würde daher versuchen ganz ruhig zu bleiben und sich der Situation neu zu stellen.
Ich war in so einer Situation aber noch nie, bei uns sind die Dozenten eigentlich immer sehr nett und auch bei der einen Stunde in meinem Praktikum, die wirklich nicht gut war, hat der Dozent danach mir halt Tipps gegeben, was besser sein könnte, aber was dennoch freundlich. Das schlimme an Dozenten, die dann rummeckern ist ja auch nicht, die spezielle Situation, sondern die Angst, dann noch einmal zu Ihnen zu müssen und eine Prüfung erneut zu bestehen, ich glaube, ich würde sterben. :grin: Daher wünsche ich dir dafür alles alles Gute!
 
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Ich sehe das ähnlich wie ni_hau.

Wenn jemand konstruktive Kritik äußert und sich gemessen an meinem Fehlverhalten nicht allzu übertrieben echauffiert, akzeptiere ich jede Zurechtweisung, übe mich in Demut und schlucke das dann auch alles kommentarlos. Sobald aber jemand aus einer Mücke einen Elefanten macht, gar nicht auf meine Erklärungsversuche eingeht und sich einfach nur total künstlich aufregt und reinsteigert, dann kippt bei mir ein Schalter, ich verliere den Respekt und finde es nur noch lächerlich. Da muss ich dann auch aufpassen, dass meine Mundwinkel nicht zucken, weil ich mich innerlich schon totlache.

Dass man aus Frust danach mal losheult, passiert mir trotzdem, klar, weil ich Ungerechtigkeit einfach nicht leiden kann. Aber auch falls das Theater gerechtfertigt sein sollte, fände ich es nie zielführend, jemanden derart niederzumachen. So schlimm kann gar kein Fehler sein und selbst wenn, irren ist menschlich.

Ich hatte mal so einen Chef, der wegen Kleinigkeiten in die Luft gegangen ist und mich zusammengestaucht hat. Dem konnte man, trotz anfänglicher Bemühungen meinerseits, rein gar nichts recht machen. Die ersten paar Male war ich einfach nur fassungslos, wie man so gemein sein kann, und geheult hab ich natürlich auch ständig (hinter geschlossenen Türen, versteht sich), aber als ich dann gekündigt hatte, hab ich 'ne Gegenansage gemacht und erhobenen Hauptes diesen Laden verlassen. Und wenn ich an ihn zurückdenke, dann nicht als angsteinflößende Autoritätsperson, sondern als Witzfigur, der auf dem Rücken anderer sein Ego aufpolieren musste.

Ich kann mir auch keine Situation vorstellen, in der ich auf "kleines Mädchen, dem man nicht böse sein kann" machen und Tränen gezielt einsetzen würde, da stünde mir wohl mein Stolz im Weg. Und ich muss auch sagen, es wäre mir irgendwie zu blöd, einen Choleriker auf diese primitive Weise auch noch weichzukochen. Ich gehe dann eher auf (innerlichen) Konfrontationskurs und fühle mich demjenigen charakterlich - in dieser Hinsicht zumindest - überlegen.
 

Benutzer29410 

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Ich kann mir auch keine Situation vorstellen, in der ich auf "kleines Mädchen, dem man nicht böse sein kann" machen und Tränen gezielt einsetzen würde, da stünde mir wohl mein Stolz im Weg.

Falls das auf meinen Beitrag abzielt: lieber heule ich einen ganzen Eimer voll und vergesse meinen "Stolz", als dass ich überlegen grinse, ihm die Meinung geige und mich wie in meinem Fall ein halbes Jahr lang exmatrikulieren lasse, mit allen Konsequenzen. Ich bin da sehr ergebnisorientiert. Aber das bleibt natürlich jedem selber überlassen.

Ich will einfach nicht respektlos behandelt werden...Er sitzt am längeren Hebel, aber ich frage mich halt, ob er einen deswegen runterputzen darf, bzw. ob man das mit sich machen lassen muss. Mich hat das so geärgert. Aber ich bin nicht der Typ, der dann heult...Den Triumph wollte ich ihm dann nicht gönnen...

Zum Thema Respekt: Ich finde dieses Wort sowieso sehr schwierig. Erinnert mich immer ein bisschen an Hauptschüler, die das ständig im Mund führen. "Der respektiert misch nicht, Alta...." Wenn eine Verkäuferin an der Kasse dich vollappt, "respektiert" sie dich dann auch nicht? Es gibt Leute, die immer freundlich und gelassen zu anderen sind, egal wie hoch ihr Status ist. Und es gibt andere, die sind es nicht. Beide Menschenschläge gibt es in allen Berufen und Machtverhältnissen.

Er war unfreundlich und doof, vermutlich behandelt er andere Leute mitunter auch so. Wie willst du seinen "Respekt" einfordern?

Zum Thema "Triumph": warum sollte es ein "Triumph" für ihn sein, dich heulen zu sehen? Würdest du triumphieren, wenn jemand heult, selbst wenn du ihn nicht ausstehen kannst? Ich hab in meinem ganzen Leben noch keinen solchen Sadisten getroffen. Ich wäre vermutlich eher erschrocken, wenn jemand heult, es zeigt doch , dass man selber zu weit gegangen ist, dass der andere verletzt ist.
 
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Falls das auf meinen Beitrag abzielt: lieber heule ich einen ganzen Eimer voll und vergesse meinen "Stolz", als dass ich mich wie in meinem Fall ein halbes Jahr lang exmatrikulieren lasse, mit allen Konsequenzen. Aber das bleibt natürlich jedem selber überlassen.
Klar bleibt das jedem selbst überlassen. Ich finde so ein Verhalten auch nicht grundsätzlich blöd (sondern eher den, der sich von diesem Trick tatsächlich einlullen lässt :zwinker:) und in Deinem Fall hatte es ja durchaus seine Berechtigung, ich kann's mir nur für mich nicht vorstellen - zum Großteil auch deshalb, weil ich denke, dass mir die Nummer eh niemand abkaufen würde.

Und davon ab ging's ja eher um überzogenes, grundloses Angemotze und nicht um Möglichkeiten, Selbstverschuldetes wieder gerade zu biegen, zumindest ist mein Beitrag die Antwort auf Ersteres. :zwinker:
 

Benutzer76250 

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Sobald aber jemand aus einer Mücke einen Elefanten macht, gar nicht auf meine Erklärungsversuche eingeht und sich einfach nur total künstlich aufregt und reinsteigert, dann kippt bei mir ein Schalter, ich verliere den Respekt und finde es nur noch lächerlich. Da muss ich dann auch aufpassen, dass meine Mundwinkel nicht zucken, weil ich mich innerlich schon totlache.
Warum eigentlich nicht? Stell Dir eine Situation vor, in der Du völlig sauer auf jemanden bist, ihn runterputzt, er sagt nichts, sondern lächelt nur. Und lächelt weiter. Und lächelt weiter... Würde Dich das nicht irritieren?
 
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Warum eigentlich nicht? Stell Dir eine Situation vor, in der Du völlig sauer auf jemanden bist, ihn runterputzt, er sagt nichts, sondern lächelt nur. Und lächelt weiter. Und lächelt weiter... Würde Dich das nicht irritieren?
Man muss in so einer Situation ja nicht noch mehr Öl ins Feuer gießen. Ich denke, es würde vor allen Dingen in irgendeiner Form eskalieren, wenn man seinen Vorgesetzten belächelt, er sitzt ja immer noch am längeren Hebel. Ich kann über sowas ruhig auch nur für mich den Kopf schütteln, ich muss demjenigen nicht unbedingt auf die Nase binden, wie ich sowas finde. I believe in karma. :grin:
 

Benutzer107327 

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Kommt auf die Situation an und auf die Konsequenzen, die enstehen können und wie ich die Person einschätze. Normalerweise mache ich eins der folgenden Dinge:

a) Demjenigen höflich, mit einem Lächeln direkt sagen, dass ich ihm sachlich völlig Recht gebe (wenn das so ist), er aber durchaus normal mit mir reden kann also auch Grenzen zeigen. Variante: Ganz unschuldig-harmlos fragen, warum er/sie eigentlich so schreit?
b) Direkt hinknallen, dass ich zwar (meist) jünger bin aber nicht blöder und er/sie mit jemand anderem so umspringen kann, gerne mit Sarkasmus in Richtung "was musst du eigentlicih kompensieren, dass du hier so rumzeterst.." Bonus: Um ironische Witze zu verstehen bedarf es einer gewissen Intelligenz, Möchtegernalphacholeriker kapieren sie häufig nicht und degradieren sich damit selbst um intellektuellen Zwerg - ist irgendwie einen Genugtuung.
c) Extrem (übertrieben) freundlich und schuldbewusst ihm/ihr Rechtgeben, seine/ihre Großartigkeit preisen und ihn/sie dabei zuschwallen, wie enorm dankbar und zerknirscht man doch ist - das nimmt oft den Wind aus den Segeln, die Leute sind froh wenn man wieder abhaut und aufhört sie zu nerven, manche kapieren auch, dass sie verarscht werden, aber die meisten tatsächlich nicht.
d)
:grin:
 

Benutzer101233  (39)

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Die Meinung sagen, oder lieber einfach schlucken?
Zum Thema Schlucken haben wir ja schon so viele Themen, das musst du wirklich selbst entscheiden. :zwinker:

Immer schön gelassen bleiben, es kann einfach und wird immer wieder mal in deinem Leben passieren, dass erlernte Sachen nicht sofort abrufbar sind, gerade wenn du sie so dringend brauchst. :hmm:
 

Benutzer119185  (36)

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Also bei dem würde ich auf jeden Fall schön die Schnauze halten. :grin:

Letztendlich ist es halt doch situationsabhängig, wie man bei wem wann reagiert. Habe ich Mist gebaut? Verdiene ich diese Standpauke? Oder ist das längst unangemessen? Der Eine findet es gut, wenn man genug Rückgrat beweist und Konter gibt und bei dem Nächsten kommt ein derartiges Verhalten einem eigenen Todesurteil gleich.
 
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Autorität ist bei mir ganz schwierig... Vorallem, wenn Personen meinen sie hätten aufgrund gewisser Umstände mehr "Macht", den längeren Hebel oder wat weiß ich. Ersteinmal respektiere ich jeden so gut es geht Urteilsfrei. Mit gewissen Dingen kann man sich bei mir aber ganz schnell ins aus befördern. Da spielt es keine Rolle obs der Chef oder sonst wer wichtiges ist. Ich lasse mich von niemandem klein machen, anpampen oder irgendwie anderweitig im Wert herabsetzen lassen.
 

Benutzer56469  (36)

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Bei mir ist es so dass ich Angst vor Autoritätspersonen habe weil ich mich klein fühle bei meinem letzten CHef war es allerdings so dass er dachte er würde am längeren Hebel sitzen was aber nicht der Fall war und ich mich darin bestärkt gefühlt habe und mich am Ende gegen ihn behaupten konnte. Gottsei dank bin ich den jetzt los und er ist vermutlich auch froh mich NIE wieder sehen zu müssen. :grin:

Zuhause sage ich dann immer ich hätte dies und jenes gesagt und im Endeffekt ist es aber dann doch nicht so. Momentan bzw. seit meiner SS ist es aber so dass ich generell genervt bin :grin: dh wenn mich jemand nervt dann kriegt derjenige sein Fett ab und es kam in der SS jetzt auch schon ein paar mal vor. Also mit mir braucht sich keiner anlegen ^^ :ashamed:

Gut das alles wird dir jetzt natürlich nicht helfen im Grunde genommen würde ich sagen dass selbst eine Autoritätsperson SO nicht mit einem Menschen reden darf bzw. sollte und ich denke man braucht sich auch nicht fertig machen sondern kann auch ruhig mal was sagen was aber trotzdem höflich ist sodass er es einem nicht vorwerfen kann.
 

Benutzer107327 

Planet-Liebe Berühmtheit
Ach nochwas:

Absichtlich unfair sein, sich an dem kleinen bißchen Macht aufgeilen, dass man sich einbildet, bewusst anderen eins reindrücken und ihnen das Leben schwer machen nur weil man selbst nur ein kleines Würstchen ist, nicht mit berechtiger Kritik umgehen können..
das hat doch alles mit AUTORITÄT nicht das geringste zu tun - eigentlich ist so jemand doch genau das Gegenteil einer Autoritätsperson, oder?
 

Benutzer78109 

Sehr bekannt hier
Zum Thema Respekt: Ich finde dieses Wort sowieso sehr schwierig. Erinnert mich immer ein bisschen an Hauptschüler, die das ständig im Mund führen. "Der respektiert misch nicht, Alta...." Wenn eine Verkäuferin an der Kasse dich vollappt, "respektiert" sie dich dann auch nicht? Es gibt Leute, die immer freundlich und gelassen zu anderen sind, egal wie hoch ihr Status ist. Und es gibt andere, die sind es nicht. Beide Menschenschläge gibt es in allen Berufen und Machtverhältnissen.
Er war unfreundlich und doof, vermutlich behandelt er andere Leute mitunter auch so. Wie willst du seinen "Respekt" einfordern?

Zum Thema "Triumph": warum sollte es ein "Triumph" für ihn sein, dich heulen zu sehen? Würdest du triumphieren, wenn jemand heult, selbst wenn du ihn nicht ausstehen kannst? Ich hab in meinem ganzen Leben noch keinen solchen Sadisten getroffen. Ich wäre vermutlich eher erschrocken, wenn jemand heult, es zeigt doch , dass man selber zu weit gegangen ist, dass der andere verletzt ist.

Ich assoziiere mit dem Thema Respekt irgendwie überhaupt keine Menschen mit geringem Bildungsniveau. Respekt ist etwas, das alle Gesellschaftsklassen durchzieht und natürlich hat jeder verschiedene Vorstellungen davon. Für mich bedeutet das, sich an normale zwischenmenschliche Umgangsformen zu halten und sein Gegenüber so zu behandeln, wie man selbst behandelt werden will. Natürlich behandelt der Typ andere genauso, aber wenn nie jemand etwas sagt, dann wird sich doch erst recht nichts ändern, oder? Und dann nur anfangen zu heulen, ist auch nicht gerade Konstruktiv und mich hätte es in dem Fall auch nicht weitergebracht, da mein Fehler nunmal da war. Und ich unterstelle dem Mann einfach mal, dass er genau weiß, dass er unfreundlich und verletzend ist (die Person vor mir kam heulend aus dem Raum), also scheint er es mit Absicht zu sein und es forcieren zu wollen, dass sein Gegenüber sich mies fühlt und von daher wäre es dann vermutlich schon ein Triumph für ihm, wenn er jeden zum Heulen bringt. Zumindest aber scheint es ihm so oder so am Allerwertesten vorbeizugehen. Ich gönne es jedenfalls keinem dahergelaufenen Tyrann, in meine Seele zu blicken.

Die Masche mit dem Geheule mag ja manchmal ziehen, aber so berechnend bin ich dann doch nicht und außerdem möchte ich auf normale und faire Art zu meinem Recht kommen und nicht deswegen, weil ich in Tränen ausbreche..Irgendwie kann ich sowas nicht.
 
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