Gesundheit Wie steht ihr zum Thema Impfen?

Impfen: Ja? Nein?

  • Ja, gegen so viel wie möglich!

    Stimmen: 75 31,1%
  • Gegen das Meiste

    Stimmen: 113 46,9%
  • Nur das Wichtigste

    Stimmen: 44 18,3%
  • Totaler Impfgegner!

    Stimmen: 7 2,9%
  • Sonstiges

    Stimmen: 2 0,8%

  • Anzahl der Umfrageteilnehmer
    241

Benutzer68775  (36)

Planet-Liebe Berühmtheit
Also da ich erwähnt wurde :grin: ich bin an SICH Impfbefürworter, für Impfungen die man versteht.
Ich bin gegen alles mögliche für mich Sinnvolle geimpft, mag aber schon gerne wissen, was die Impfstoffe sind, und was sie tun.
Sei zig Jahren spielt sich die Entwicklung mit mRNA und aus gutem Grund wurde bisher nichts davon zugelassen... man baut etwas, das in Zellen abgelesen und exprimiert wird, und Proteine verändert... (edit, weil exakter nachgelesen).
WIE es das tut weiß man nicht genau und kann es nicht kontrollieren, man weiß nicht ob es Auswirkungen auf Gonaden haben wird, und welche Langzeitfolgen es geben kann.
Oder ob es Folgen für spätere Kinder hat - und wie GENAU es welche Zellen eigentlich sonst noch so beeinflusst. Man weiss heute ja noch nicht mal, was genau und wie genau Cortinson tut, was es tut, vom Wirkungen von Fremd mRNA auf den Gesamtorganismus ganz zu schweigen.

Egal mit welchem Mediziner meines Umfelds ich spreche, alle würden das dankend ablehnen. Und das sind alles ehrlich überzeugte Impfbefürworter, weil Impfungen PER SE durchaus sinnvoll sind. Wenn man weiß, was der Impfstoff tut und man nicht mehr Ausfall (meistens so um die 0,8% wenn ich mich richtig erinnere) durch die Impfungen als durch die Krankheit hat.

Eine gute Freundin ist Ärztin und hat tatsächlich ein ganz mieses Gefühl dabei, sollte für sie eine Impfpflicht kommen. Ich bin ja in der entspannten Lage mich nicht impfen lassen zu müssen, wenn ich nicht will. Hoffentlich bleibt das so.
 
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Benutzer168370 

Planet-Liebe-Team
Moderator
Off-Topic:
man baut etwas, das sich ins Genom einbringt und dieses verändert.
Aber man impft doch keine Reverse Transkriptase und Integrase wie bei Retroviren mit? So wie ich es bisher verstanden hatte, sollen die Zellen nur aus der mRNA das Protein synthetisieren, das als Antigen das Virus simuliert und so das Immunsystem auf den Plan ruft. Aber nicht, dass man Retrovirus-artig etwas dauerhaft im Genom hat :confused:
 

Benutzer68775  (36)

Planet-Liebe Berühmtheit
Off-Topic:

Aber man impft doch keine Reverse Transkriptase mit? So wie ich es bisher verstanden hatte, sollen die Zellen nur aus der mRNA das Protein synthetisieren, das als Antigen das Virus simuliert und so das Immunsystem auf den Plan ruft. Aber nicht, dass man Retrovirus-artig etwas dauerhaft im Genom hat :confused: Es umgeht einfach den Prozess, reproduktionsunfähige Versionen des Virus zu kreieren wie für andere Impfstoffe mit seit Jahrzehnten bekannten und erforschten Viren.

Off-Topic:
Das wäre an SICH der Plan, soweit ich weiß. Das ist schon seit über 10 Jahren ein Plan. Aber es klappt halt einfach nicht so richtig - zumindest kenne ich sogar Menschen, die in der Entwicklung arbeiten, die sich nicht impfen lassen würden :zwinker:
und da ich weiß, wie viel man einfach nicht weiß, und wie viel in jedem Körper schlicht unerwartet passiert, denke ich persönlich mir mit der medizinischen Bildung die ich hab - nein, danke.
Gestern mit einer Klinikleitung telefoniert und beim Small Talk zur Impfung kam nur ein "och, das können die gern machen.Ich schau mir das an. Und wenn das in 15 Jahren noch so ist, dass es als gefahrlos proklamiert wird, DANN vielleicht..."
 

Benutzer72433 

Planet-Liebe ist Startseite
Vielleicht einen "effektiveren" Schutz dagegen wie bei Masern? Das ist aber auch hinfällig, wenn alle geimpft wären :tongue:
naja, aber es können nicht alle und unter allen umständen geimpft werden.

die allerallerfrüheste masernimpfung (was schon off-label-use ist) wäre mit 6 monaten. bei müttern, die die masern durchgemacht haben, besteht bis dahin durchaus der schutz. bei müttern, die nur geimpft wurden, bei denen ist das nicht so. eine durchgemachte erkrankung bei der mutter gibt also eher die möglichkeit eines permanenten schutzes als eine impfung.

quelle: RKI - Bedeutung von Impfungen - Antworten des Robert Koch-Instituts und des Paul-Ehrlich-Instituts zu den 20 häufigsten Einwänden gegen das Impfen
Anders ist das bei Masern: Das Kind einer gegen Masern immunen Mutter ist bis längstens 6 Monate nach der Geburt vor Masern geschützt, wobei der Nestschutz bei Kindern geimpfter Mütter kürzer ist als bei Kindern von Müttern, die die Maserninfektion durchgemacht haben.

also, ja, würde ich jetzt nen kind kriegen wollen, ich wäre froh, sie durchgemacht zu haben. ist aber in anbetracht aller anderen aspekte dennoch kein grund, sich nicht impfen zu lassen.

Off-Topic:
wobei ich es interesant finde: alle berichteten maserninfektionsausbrüche in waldorfschulen haben keine toten zu verzeichnen, soweit ich solche berichte beim rki finden konnte (waren schon nicht ganz wenige). wenn man da ein bestimmtes klientel als vermutlich annimmt (was man wohl allein aufgrund der menge ungeimpfter kinder kann) sehe ich da durchaus mögliche zusammenhänge, so zwischen allgemeinem verhalten, einem gesunden immunsystem und solchen dingen.


Ishtar nimms mir nicht übel, aber "ich find deine meinung kacke" nehme ich jetzt nicht als diskussionsgrundlage. du hast deine erzählungen von vorfahren, dein wissen, ich hab meine erzählungen von vorfahren, mein wissen und meine persönliche erfahrung. ich sprech dir deine nicht ab, du mir meine nicht, ok? am ende sind wir, was die zu bevorzugende handlungsweise angeht, ja eh einer meinung :smile:
 

Benutzer123832  (26)

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die allerallerfrüheste masernimpfung (was schon off-label-use ist) wäre mit 6 monaten. bei müttern, die die masern durchgemacht haben, besteht bis dahin durchaus der schutz. bei müttern, die nur geimpft wurden, bei denen ist das nicht so.
Ich weiß. Ich meinte ja auch, dass Neugeborene keinen Schutz brauchen, wenn alle geimpft wären, bzw. Herdenimmunität bestünde.
 

Benutzer32843 

Sehr bekannt hier
Der fehlende Masern-Impfschutz bei ganz kleinen Kindern ist halt primär ein Problem wenn es Impfgegner gibt. Das sind genau solche Fälle, für die dann der Herdenschutz einer gut durchgeimpften Bevölkerung voll Sinn macht.

Dass es in den letzten Jahren trotz mehreren Masernausbrüchen wenige Todesfälle an Masern (aber so weit ich im Kopf habe einige an SSPE, der Folgeerkrankung) gab, liegt insbesondere an den Zahlen: Masern » Krankheitsfälle in Deutschland » Monitoring & Daten » Nationale Lenkungsgruppe Impfen (NaLI) »

Man geht bei Masern von einer Mortalität von ca. 1 Promille aus, mit einer Hospitalisationsrate von ca. 10%. Da passt das bei diesen Zahlen recht gut, dass da nicht dutzende Kinder gestorben sind. Die, die die SSPE bekommen werden so oder so erst in der Zukunft noch sterben. Um von diesen geringen Zahlen dann Rückschlüsse auf eine bessere Gesundheit bei Waldorfkindergartenkindern zu schliessen ist halt epidemiologischer Blödsinn.
 

Benutzer72433 

Planet-Liebe ist Startseite
Der fehlende Masern-Impfschutz bei ganz kleinen Kindern ist halt primär ein Problem wenn es Impfgegner gibt. Das sind genau solche Fälle, für die dann der Herdenschutz einer gut durchgeimpften Bevölkerung voll Sinn macht.
soweit stimme ich dir zu. die zahl derer, die nicht geimpft werden können, ist ja nicht sooo wahnsinnig hoch.

ansonsten: meine aussage war, dass personen mit einem guten, gesunden immunsysten tendenziell einen weniger gefährlichen verlauf haben (also: lebensweise, kontakt mit erregern). das gegenstück zu
https://www.rki.de/SharedDocs/FAQ/Impfen/MMR/Masernerkrankung/FAQ-Liste_Masernerkrankung.html schrieb:
Besonders schwer und bisweilen tödlich können die Masern bei Patienten mit einer angeborenen oder erworbenen Immunschwäche verlaufen.
- das findest du echt sooo unglaubwürdig? also ich nicht. ich halte es schon für wahrscheinlich, dass überbehütete kinder die nie im dreck spielen dürfen und deren händchen vor jeder mahlzeit desinfiziert werden von masern schwerer erwischt werden als welche mit einem trainierten immunsystem. immerhin ists das, was gegen die erreger amkämpfen muss.

das ist aber auch garnichts, worüber wir uns streiten müssen (oder wofür wir uns worte wie "blödsinn" an den kopf werfen müssen). es betrifft auch garnicht das masernthema direkt, sondern ist eine ganz allgemeine sache. deshalb wars auch im offtopic.
 

Benutzer32843 

Sehr bekannt hier
Nein, natürlich verlaufen Infektionen bei Kindern mit "angeborener oder erworbener Immunschwäche" schwerer, das ist keine Diskussion. Dabei handelt es sich aber um ernsthafte Erkrankungen (z.B. SCID, etc.), und keine Kinder die ein bisschen zu wenig im Dreck gespielt haben. Das hat halt dann auch nix mit Waldorf-Kindergärten zu tun, sondern sind häufig Geburtsgebrechen, Erbkrankheiten oder Infektionen (z.B. bei HIV)/Krebserkrankungen/Autoimmunerkrankungen.

Ich habe nicht gesagt dass du irgendwie blöd bist, aber dass man halt aus den vorliegenden Zahlen schlicht aus statistischen Gründen nicht ableiten kann dass Kinder aus Waldorfkindergärten gesünder wären als andere. Das ist so.
 

Benutzer96053 

Planet-Liebe Berühmtheit
ich halte es schon für wahrscheinlich, dass überbehütete kinder die nie im dreck spielen dürfen und deren händchen vor jeder mahlzeit desinfiziert werden von masern schwerer erwischt werden als welche mit einem trainierten immunsystem. immerhin ists das, was gegen die erreger amkämpfen muss.
Immunschwäche hat NICHTS mit Desinfektion oder übertriebener Hygiene zu tun. Beispiele für erworbene Immunschwächen sind Aids oder Diabetes. Das Immunsystem kann notwendigerweise durch Medikamente unterdrückt werden, zum Beispiel bei einer Schuppenflechte Arthritis.
 

Benutzer36171 

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Nevery Nevery Aus meiner absoluten Laiensicht würde ich vermuten, dass da ein kleines Missverständnis besteht. Man bringt das Desinfizieren und übertriebene Reinlichkeit ja mit Allergien in Verbindung. Das heißt ja, das Immunsystem funktioniert nicht richtig / es reagiert auf ungefährliche Dinge wie z. B. Pollen. Dass es nicht richtig funktioniert, heißt aber nicht, dass es schlecht funktioniert - also, in Bezug auf Krankheiten.
Off-Topic:
Ich habe zum Beispiel mal eine Studie gelesen, aus der hervorging, dass Menschen mit Asthma seltener an Lungenkrebs erkranken. Die Vermutung: Weil das Immunsystem der Lunge überreagiert, ist es in dem Fall im Vorteil und erkennt Krebszellen besonders frühzeitig. (Das war nur eine Studie, andere Studien kommen vielleicht zu anderen Ergebnissen, Risiko- und Schutzfaktoren für Krebserkrankungen sind ja alles andere als einfach zu erforschen.)

Eine Immunsschwäche ist etwas ganz anderes als ein zu Allergien neigendes Immunsystem. Ich glaube nicht, dass man da einfach so Rückschlüsse ziehen kann, weil die Mechanismen ganz andere sind.
 
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Benutzer32843 

Sehr bekannt hier
Ja, das ist leider ein ziemliches Problem, dass in der Bevölkerung häufig ein komplett falsches Bild des Immunsystems herrscht. Wird auch ordentlich angefeuert durch die ganzen Leute die irgendwelche Dinge zur Stärkung des Immunsystems verkaufen wollen.
Das Immunsystem funktioniert im Normalfall so wie es soll. Dass man ab und zu krank wird gehört da auch einfach dazu. Klare Störungen des Immunsystems führen zu wesentlich stärkeren Problemen als häufigere Erkältungen, wie sich das halt der Laie so ausmalt. Das kann dann halt unterschiedliche Gebiete betreffen, man kann vermehrt Infektionen haben (z.B. Pilzinfektionen, auch hier ist nicht der herkömmliche Vaginalpilz gemeint sondern z.B. eine invasive Aspergillose; aber auch Lungenentzündungen, grössere Infekte), Allergien, Autoimmunerkrankungen, Krebs, etc.pp. Häufig ist es auch so dass Immundefekte einerseits ein erhöhtes Risiko an Infekten mit sich bringen, gleichzeitig aber auch das Immunsystem überreagiert. Sich das Immunsystem also einfach als Kontinuität von "schlecht - gut" vorzustellen ist halt einfach falsch, es ist viel komplexer. Demnach ist es halt auch einfach falsch sich vorzustellen dass man mit Kurkumadrinks o.ä. das System generell besser regulieren kann.
 

Benutzer72433 

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Hryna Hryna ich glaube, wir reden da aneinander vorbei. ich rede nicht von dem mist, den ein immunsysten anstellen kann, wenn es garnichts zu tun hat - ich spreche davon, dass es ungeübt halt auch nicht so effektiv reagieren kann. üben kann es aber nur, wenn es auch bakterien, viren und sonstigem ausgesetzt wird.

grade etwas im stress, deshalb nur kurz dieses als beispiel:
https://www.n-tv.de/panorama/18-24-Bordelle-in-Sachsen-Anhalt-duerfen-wieder-oeffnen--article21626512.html schrieb:
Zudem könne eine Grippeimpfung einen positiven Effekt auf das Corona-Risiko haben. "Jede Impfung ist ein Trainingsprogramm für das Immunsystem. Die Grippeschutzimpfung führt zwar nicht zu einer spezifischen Immunisierung gegen das Corona-Virus, kann aber das Immunsystem so stärken, dass eine Infektion harmloser verläuft", sagte der Ärztepräsident.
so, und entsprechend wirkt halt nicht nur eine impfung, sondern auch eine infektion, oft sogar intensiver. deshalb sehe ich da einen kontrast zwischen kindern die auch ordentlich mit diversen keimen in kontakt kommen und denen, die das nicht tun.
 

Benutzer32843 

Sehr bekannt hier
Hryna Hryna ich glaube, wir reden da aneinander vorbei. ich rede nicht von dem mist, den ein immunsysten anstellen kann, wenn es garnichts zu tun hat - ich spreche davon, dass es ungeübt halt auch nicht so effektiv reagieren kann. üben kann es aber nur, wenn es auch bakterien, viren und sonstigem ausgesetzt wird.

grade etwas im stress, deshalb nur kurz dieses als beispiel:

so, und entsprechend wirkt halt nicht nur eine impfung, sondern auch eine infektion, oft sogar intensiver. deshalb sehe ich da einen kontrast zwischen kindern die auch ordentlich mit diversen keimen in kontakt kommen und denen, die das nicht tun.

Ich bin solchen Aussagen gegenüber immer etwas skeptisch. Einerseits ist grundsätzlich jeder Fremdkörper mit dem wir in Berührung kommen (also z.B. ne Banane) ein Trainingsprogramm für das Immunsystem - es muss nämlich lernen dass eine Banane nichts schlimmes ist. Genauso sind alle Bakterien/Viren etc. auch Trainingsprogramme (und natürlich Impfungen). Immunologisch gesehen spielt da der Punkt ob man eine Krankheit durchgemacht hat oder nicht eher weniger eine Rolle, da der Kontakt mit dem Antigen ja da war und eine Immunantwort entwickelt wurde. Wir lernen aber eben mit unserem Immunsystem nicht immer nur eine grosse Attacke zu fahren gegen alles was uns begegnet, sondern auch viel von dem was uns begegnet zu tolerieren - schliesslich sind wir mit hunderten verschiedenen Bakterienspezies besiedelt, auf die wir nicht ständig panisch losgehen können.
Im Endeffekt ist halt eine Immunantwort hochspezifisch - nur weil ich gegen Keim X schon einmal reagiert habe, heisst das nicht, dass ich das gegen Keim Y dann besser kann (ausser die Beiden sind verwandt).
 

Benutzer123446 

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Nevery Nevery Nur kommen Kitakinder quasi grundsätzlich mit Keimen in Kontakt. Du siehst das Waldorfklientel glaube ich etwas zu positiv. Das sind nicht zwingend alles unhelikopterige Eltern und alle anderen Helis. Da gibt es jede Menge Schattierungen. Ich würde mein Kind im Leben nicht in ne anthroposophische Einrichtung bringen, trotzdem halte ich den Kontakt mit Dreck etc. für notwendig.

ProximaCentauri ProximaCentauri
Ich weiß nicht, aber ich hab jetzt schon mehrfach gelesen - auch in "Gesundheitsbüchern" für Kinder - dass das Spielen mit Dreck bzw. das Draußen-Spielen und eben nicht alles sterilisieren, desinfizieren etc. für das kindliche Immunsystem total förderlich ist. Da geht es ja dann auch darum, wie das Immunsystem auf eindringende Erreger reagiert usw.
Finde das grade etwas verwunderlich, dass das so stark negiert wird? Ist jetzt nicht so, dass das irgendwelche Schwurbler schreiben würden, sondern z.B. Renz-Polster schreibt das durchaus auch.
 

Benutzer32843 

Sehr bekannt hier
Nevery Nevery Nur kommen Kitakinder quasi grundsätzlich mit Keimen in Kontakt. Du siehst das Waldorfklientel glaube ich etwas zu positiv. Das sind nicht zwingend alles unhelikopterige Eltern und alle anderen Helis. Da gibt es jede Menge Schattierungen. Ich würde mein Kind im Leben nicht in ne anthroposophische Einrichtung bringen, trotzdem halte ich den Kontakt mit Dreck etc. für notwendig.

ProximaCentauri ProximaCentauri
Ich weiß nicht, aber ich hab jetzt schon mehrfach gelesen - auch in "Gesundheitsbüchern" für Kinder - dass das Spielen mit Dreck bzw. das Draußen-Spielen und eben nicht alles sterilisieren, desinfizieren etc. für das kindliche Immunsystem total förderlich ist. Da geht es ja dann auch darum, wie das Immunsystem auf eindringende Erreger reagiert usw.
Finde das grade etwas verwunderlich, dass das so stark negiert wird? Ist jetzt nicht so, dass das irgendwelche Schwurbler schreiben würden, sondern z.B. Renz-Polster schreibt das durchaus auch.

Es ist halt immer die Frage wovon man ausgeht. Man wird nicht mit zu viel oder zu wenig Dreck jemandem eine schwere Immunsystemstörung anzüchten können. Die Hygienehypothese bezieht sich insbesondere auf Allergien, da ist das ganz ok belegt, aber die meisten Allergien sind in dem Sinne "leichte" Gesundheitsstörungen (auch wenn sie sehr ärgerlich sein können) und mehr unangenehm als gefährlich. Ausserdem sind viele schwere Allergiker auch genetisch vorbelastet.
Primär ist es wohl eher so: wenn man einfach "normal" lebt, dann funktioniert das Immunsystem im Normalfall einfach. Man kann es aber auch sabotieren, indem man eben z.B. sich mangelernährt, oder jeglichen Kontakt mit neuen Antigenen meidet indem man alles totsterilisiert - dann bremst man das Immunsystem aus. Aber wenn man quasi lebt wie sinnvoll, dann kann man das Immunsystem halt nicht einfach so "stärken", wie einem das immer vermittelt wird.
 

Benutzer174909  (65)

Sorgt für Gesprächsstoff
naja, aber es können nicht alle und unter allen umständen geimpft werden.

die allerallerfrüheste masernimpfung (was schon off-label-use ist) wäre mit 6 monaten. bei müttern, die die masern durchgemacht haben, besteht bis dahin durchaus der schutz. bei müttern, die nur geimpft wurden, bei denen ist das nicht so. eine durchgemachte erkrankung bei der mutter gibt also eher die möglichkeit eines permanenten schutzes als eine impfung.

quelle: RKI - Bedeutung von Impfungen - Antworten des Robert Koch-Instituts und des Paul-Ehrlich-Instituts zu den 20 häufigsten Einwänden gegen das Impfen


also, ja, würde ich jetzt nen kind kriegen wollen, ich wäre froh, sie durchgemacht zu haben. ist aber in anbetracht aller anderen aspekte dennoch kein grund, sich nicht impfen zu lassen.

Off-Topic:
wobei ich es interesant finde: alle berichteten maserninfektionsausbrüche in waldorfschulen haben keine toten zu verzeichnen, soweit ich solche berichte beim rki finden konnte (waren schon nicht ganz wenige). wenn man da ein bestimmtes klientel als vermutlich annimmt (was man wohl allein aufgrund der menge ungeimpfter kinder kann) sehe ich da durchaus mögliche zusammenhänge, so zwischen allgemeinem verhalten, einem gesunden immunsystem und solchen dingen.


Ishtar nimms mir nicht übel, aber "ich find deine meinung kacke" nehme ich jetzt nicht als diskussionsgrundlage. du hast deine erzählungen von vorfahren, dein wissen, ich hab meine erzählungen von vorfahren, mein wissen und meine persönliche erfahrung. ich sprech dir deine nicht ab, du mir meine nicht, ok? am ende sind wir, was die zu bevorzugende handlungsweise angeht, ja eh einer meinung :smile:
[doublepost=1599171056,1599170518][/doublepost]diese Farmalobbyisten würde ich nicht mal eine gemeine Ratte impfen lassen...
Glaube da dreht sich gerade Robert Koch im Grabe um, seit er mitbekommen hat was für Pharisäer seinen Namen schänden !!!
 

Benutzer179094  (29)

Ist noch neu hier
Ich bin auch ganz klar für das Impfen, zumindest für die nötigsten Sachen, gerade bei Kindern. Ich würde mich bzw mein Kind jetzt aber nicht gegen irgendwas impfen lassen, was in meinen Augen keinen Sinn macht, zum Beispiel eine Krankheit in einem Riskiogebiet, wo ich niemals in meinem Leben sein werde
 

Benutzer36171 

Beiträge füllen Bücher
diese Farmalobbyisten würde ich nicht mal eine gemeine Ratte impfen lassen...
Glaube da dreht sich gerade Robert Koch im Grabe um, seit er mitbekommen hat was für Pharisäer seinen Namen schänden !!!
?

Ich glaube, da macht die Pharmaindustrie schlimmere Sachen mit Ratten als sie zu impfen. :ninja:




Was mich an Impfgegnern - auf rein emotionaler Basis - immer traurig macht, ist diese Verleugnung und Kleinredung von gigantischen Erfolgen der Menschheit. Impfen ist eine der wenigen Sachen, wo die Menschheit es halbwegs geschafft hat, zusammenzuarbeiten und damit Millionen von Leben zu retten.

Ich möchte jedem Impfskeptiker nahelegen, sich doch mal über die Pocken zu informieren. Pocken – Wikipedia und Pockenimpfstoff – Wikipedia Die Pocken waren eine derart üble Krankheit, dass man schon vor über 3000 Jahren versuchte zu "impfen". (Überraschung, Impfen ist keine neuzeitliche Erfindung.) Kinder zählten früher zum Teil erst zur Familie, wenn sie die Pocken überlebt hatten. Bis zu 10 Prozent aller Kleinkinder starben im 18. Jahrhundert in Europa alleine an den Pocken.
 
Zuletzt bearbeitet:

Benutzer136306 

Planet-Liebe Berühmtheit
Du übersiehst die wertvollen Erfahrungen, die so ein Immunsystem machen kann, wenn es die Pocken überlebt.
 
3 Monat(e) später

Benutzer11466 

Sehr bekannt hier
Ich möchte jedem Impfskeptiker nahelegen, sich doch mal über die Pocken zu informieren.
Und dann gleich noch die Masern. Ich hab mir bisher darüber nie Gedanken gemacht - ich hatte sie als Kind ohne großes Gedöns.

Kann aber auch ganz anders enden - ProximaCentauri ProximaCentauri erwähnte es weiter oben schon kurz:

Subakute sklerosierende Panenzephalitis (SSPE)

Die weiße und graue Nervensubstanz wird durch einen entzündlichen Prozess langsam abgebaut.

Aufgrund der Masernimpfung tritt die Erkrankung heute nur noch selten auf. Es gibt etwa 1 bis 5 Fälle pro 1 Million Einwohner. Betroffen sind in der Regel Kinder und Jugendliche.

Im EEG finden sich typische Veränderungen. Mit der Computertomografie und der Magnetresonanztomografie lassen sich Veränderungen in der Hirnregion optisch darstellen. Im Blutserum und im Liquor lassen sich stark erhöhte masern-spezifische IgG- und IgM-Antikörper nachweisen bei gleichzeitig fehlenden Antikörpern gegen das Matrixprotein des Masern-Virus.

Der Verlauf führt über 3 Stadien innerhalb von 1 bis 3 Jahren, manchmal auch länger unaufhaltsam zum Tode:

1. Stadium: Verhaltensveränderung und Demenz
2.Stadium: Bewegungsstörungen und Muskelzuckungen (Myoklonien), sowie epileptische Anfälle
3.Stadium: Wachkoma


Auf gut Deutsch: Man kann seinem Kind ein paar Jahre beim qualvollen Krepieren hilflos zusehen - und das alles nur, weil man irgendwelchen Hysterikern auf den Leim gegangen ist?

Bevor jemand meint, das sei unwahrscheinlicher als ein Sechser im Lotto - da gibt es durchaus unterschiedliche Zahlen:

Masern – Wikipedia

Die Häufigkeit der SSPE wurde früher mit 5 bis 10 pro 1 Million Masernfällen angegeben. Die neuere Literatur geht jedoch von einer Häufigkeit von etwa 1:1.000 bis 1:5.000 oder 1:10.000 Infizierten aus, bei Kindern unter 5 Jahren liegt das Risiko bei 2 bis 6:10.000. Auswertungen aus Kalifornien haben sogar ein Risiko von 1:1367 für Kinder unter 5 Jahren und von 1:609 für Kinder unter einem Jahr ergeben.
 
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