Wie spreche ich SIE an? - Ein Guide von Ali Mente

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Wie spreche ich SIE an?
Ein Guide von Ali Mente

Wem sich das hier zu doof liest: PDF


Inhaltsverzeichnis

0. Vorwort – Motivation und Allgemeines
1. Die Herangehensweisen

1.1. Gibt es die „ultimative“ Methode?
1.2. Direkt, oder: Die Karten sofort auf den Tisch legen
1.3. Indirekt – oder: Unter dem Radar
1.4. Was wann?
2. Was beachten? (common mistakes)
2.1. Die Einstellung/das Auftreten
2.2. Nicht von hinten ansprechen
2.3. Abstand halten
2.4. Laut und deutlich reden
2.5. Korb akzeptieren
2.6. So offensiv wie nötig, so diskret wie möglich
2.7. Immer sozial sein / Ansprechen als Alltagshandlung
2.8. Keine unglaubwürdige Masche
3. Erfahrungen
4. Kontaktaufnahme im eigenen Umfeld
5. Schlusswort





0. Vorwort – Motivation und Allgemeines

Immer wieder wird hier die Frage gestellt: „Wie spreche ich sie am besten an?“.

Ich hatte schon lange vor, darüber mal einen allgemeinen Text zu verfassen, bin jedoch nicht dazu gekommen – bzw. hatte bisher keine Lust. Doch nun gehe ich es endlich mal an, denn wie wir alle wissen: „Es gibt nichts Gutes, außer man tut es!“

Ich danke an dieser Stelle @vry en gelukkig ganz herzlich für's drüberlesen und ausmerzen der zumindest gröbsten Fehler.

Natürlich werde ich das Rad hier nicht neu erfinden. Alles was hier steht wird sich in der einen oder anderen Form irgendwo bereits in den Weiten des World-Wide-Web oder entsprechender Literatur wiederfinden. Ich möchte es einfach einmal für das Forum hier aufarbeiten, und ein Stück weit auch für mich, denn in letzter Zeit fehlt mir etwas die Motivation auf irgendwen zuzugehen – beim Schreiben erinnere ich mich hoffentlich an die vielen lustigen Momente der letzten Jahre und kann mich zukünftig wieder etwas häufiger aufraffen.

Ich werde die „Theorie“ hoffentlich ab und zu mit dem ein oder anderen Erfahrungswert spicken.

Wie dem auch sei. Ich glaube, viele Leute schreiben dem „Ansprechen“ einen zu hohen Stellenwert zu. Deshalb sei erst einmal gesagt: Es gibt keine „magic line“, mit der man jede Frau rumkriegt.

Eigentlich ist es meistens sogar recht egal, wie ich ein Gespräch beginne; wichtig ist nur, dass ich es beginne. Es ist und bleibt schlicht der allererste Schritt. Die harte Wahrheit ist auch: „It's a numbers game.“ Ich kann gut und gerne davon ausgehen, dass die Hälfte der Frauen, die ich anspreche, kein Gespräch mit mir führen wird. Um das nochmal zu verdeutlichen: In der HÄLFTE der Fälle, in denen ich eine Frau anspreche, kriege ich SOFORT einen Korb. Das ist normal, da sollte sich niemand Illusionen machen, aber sich von diesen Körben auch nicht herunterziehen lassen. Die allerwenigsten sind besser, und wenn, dann sehen sie in der Regel sehr gut aus.

Das heißt: Ein Fehlschlag ist garnichts. Zehn Fehlschläge sind garnichts. Auch hundert Fehlschläge sind noch kein Grund, den Kopf in den Sand zu stecken (ich sollte dann aber zumindest schonmal ein Gefühl dafür entwickelt haben, was bei mir nicht läuft).

Das bringt mich zum nächsten Punkt. Ich kann durch das, was ich sage, nur bedingt beeinflussen, ob sie mich attraktiv findet, oder nicht. Im Moment der Kontaktaufnahme falle ich entweder durchs Raster – und bin raus – oder nicht. Der eigentliche Tanz beginnt erst danach. Dagegen kann ich wenig bis gar nichts tun. Die einzigen Möglichkeiten, die sich hier bieten, liegen darin, mein Aussehen durch Kleidung, Style, Sport etc. zu verbessern und auch Körpersprache und meine Interaktion mit der Umwelt (=“Ausstrahlung“) spielen mit herein. Das alles entscheidet jedenfalls bereits VOR meinem ersten Wort, ob ich überhaupt eine Chance habe oder nicht.

Wenn ich im Spiel bin, gibt es weitere Faktoren, die darüber entscheiden können, wie weit ich komme, aber nur bedingt von mir beeinflussbar sind. Zum Beispiel: Ist sie gerade überhaupt offen für ein Gespräch oder nicht? (z.B. weil vergeben, schlecht gelaunt, ihr Zug fährt in 2 Minuten, ...) Für den durchschnittlichen Mann, und dazu zähle ich mich auch, wird es in der Regel so laufen, dass ich zwar oft ersteinmal nicht durch's Raster falle, ihr Höschen bei meinem Anblick aber nun wirklich auch nicht sofort feucht wird. Hier gilt es dann, durch einen positiven Vibe „Überzeugungsarbeit“ zu leisten. Manchmal bin ich auch voll ihr Typ – dann gilt es, es nicht zu verkacken.

Mit dem „Ansprechen“ lege ich so oder so „nur“ den Grundstein für eine Interaktion – und beeinflusse in einem gewissen Rahmen auch die ersten Minuten des Gesprächs zu meinem Vor- oder Nachteil. Trotzdem wird - wie gesagt – das „Was-ich-sage“ oft überschätzt. Das dies nicht so wichtig ist, ergibt sich theoretisch z.B. aus der Bedeutung der verschiedenen Kommunikationsebenen: Auf den „verbalen Inhalt“ entfallen lediglich <10%.

Nun gut.
 
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1. Die Herangehensweisen

1.1. Gibt es die „ultimative“ Methode?
Ich mache es kurz: Nein. Erstens ist jeder verschieden. Der eine kommt generell damit besser klar, der andere hiermit. Dann gibt es Situationen, in denen eine Sache besser funktioniert als eine andere. Das hat viel mit sozialen Konventionen und Gewohnheiten zu tun, mit Erwartungshaltung, Konkurrenzsituation etc.

Ich muss also einfach für mich herausfinden, was bei mir gut funktioniert und was nicht, und auch ein Gespür für die Situation entwickeln. Das lerne ich jedoch nicht aus einem Text. Versuch macht klug.

Ich selbst glaube zwar einen Favoriten zu haben, ob der jedoch wirklich besser funktioniert, weiß ich nicht. Kann ich auch nicht. Solange die Zeitreise noch nicht erfunden ist, werde ich den direkten Vergleich bei der gleichen Frau in der gleichen Situation nie machen können.

Was meine ich eigentlich, wenn ich hier von besser bzw. schlechter funktionieren spreche? Die Antwort findet sich im „Gesetz der großen Zahlen“. Für den Einzelfall hat das alles nicht soviel Bedeutung, schon weil es, wie schon erwähnt, nur ein Zahnrad ist, in einem Getriebe, in dem sich viele Rädchen drehen. In der Summe gibt es halt Vorgehensweisen, die etwas besser funktionieren, als eine andere. Für die eine, ganz bestimmte, Frau gibt dies jedoch keine Erfolgsgarantie. Nie.


1.2. Direkt, oder: Die Karten sofort auf den Tisch legen
Hey, ich find dich echt süß und würde dich gern kennenlernen!“
Hey, warte mal. Ich hab dich hier gerade gesehen und mir gedacht „wow“ - und deshalb MUSSTE ich dir jetzt einfach Hallo sagen – sonst hätte ich mich wahrscheinlich den ganzen Tag geärgert.“
Ficken?!“

Beispiele für die direkte Variante. Gemeinsamkeit? Genau: Ich bekunde sofort mein Interesse und dass dies der Grund ist, aus dem ich sie anspreche. Ich mag diese Herangehensweise deshalb, weil sie ehrlich und authentisch ist. Deshalb ist sie auch „einfach“. Ich muss nichts konstruieren oder überlegen, sondern gehe einfach gerade heraus auf sie zu und sage was ich denke. Außerdem zeugt es von einem gewissen Mut und nicht wenige Frauen freuen sich über diese Courage – und natürlich über das Kompliment, das da implizit (oder auch direkt) mitschwingt. Andererseits erzwinge ich damit quasi sofort eine Entscheidung: Ja/Nein. Bleibt sie, ist das gut – denn das zeigt, dass sie nicht uninteressiert ist. Geht sie, muss ich mich fragen, ob ich durch eine weniger direkte Variante vielleicht länger die Chance gehabt hätte, mich mit ihr zu unterhalten und ihre Entscheidung dann eventuell anders ausgefallen wäre.

Es gibt soziale Situationen, in denen so viel Direktheit weniger erfolgversprechend ist. Das gilt meiner Erfahrung nach vor allem in Situationen, in denen man von vielen Leuten beobachtet wird. Zum Beispiel in Bus oder Bahn. Ich glaube bei etlichen Frauen, die ich in so einer Situation direkt angesprochen habe, hätte ich durchaus Chancen gehabt – wegen des miesen Timings aber doch sofort einen Korb bekommen.

Für mich ist dieses Vorgehen vor allem im Club relevant. Flirten ist dort sozial akzeptiert. Ich kann schnell Nägel mit Köpfen machen. Es passt einfach rein. Tagsüber dagegen hat es sich bei mir nicht bewährt. Allgemein würde ich sagen, dass direkt immer dann gut gewählt ist, wenn ich a) wenig Zeit habe (hektisches Umfeld, sie ist in Bewegung, …), ich b) schon vorab glaube, dass ich ihr ohnehin gut gefalle (Gefühl dafür entwickelt sich durch Erfahrung) oder ich c) einfach brutales Numbers Game betreiben will und möglichst schnell und ohne Aufwand eine finden will, die ich mit nach Hause nehmen kann. Das heißt, ich spreche einfach solange Frauen an, bis ich eine finde, mit der es quasi „von alleine“ läuft, ohne mir bei den anderen groß Mühe zu geben. „Kopf oder Zahl“ sozusagen, ein „Münzwurf des Kennenlernens“.


1.3. Indirekt – oder: Unter dem Radar
Lass mich raten: Du kommst aus Spanien.“
Mann, das dauert ja heute wieder mit dem Essen!“
Hey! Ich brauch mal 'ne weibliche Meinung: Riecht das [Parfüm] gut?“
Dich hab ich hier ja noch nie geseh'n. Bist du das erste Mal hier?“
Naaa? Auch hier?“

Die indirekte Variante ist das Gegenteil der direkten Variante. Unverbindlicher Smalltalk. Scheinbar – oder wirklich - um der Unterhaltung willen. Optimalerweise situativ eingeleitet. Ich persönlich habe damit die bessere Quote, aber nicht immer ist das so anwendbar. Jedoch umgeht man damit einige Probleme, die auftreten können, wenn ich es direkt probiere. Das Schöne ist außerdem, dass ich Smalltalk immer und überall üben kann – denn das ist eine Fähigkeit, für die ich keine jungen und gut aussehenden Frauen brauche. Unterhalten kann ich mich schließlich mit jedem.

Indirekt heranzugehen eignet sich besonders gut in statischen Situationen. Etwa beim gemeinsamen Warten auf dem Bus/an der Kasse/..., in der Vorlesung/Schule und so weiter. Situationen, in denen man schon deshalb etwas gemeinsam hat, weil man zur gleichen Zeit am selben Ort ist. Bedient auch ein Stück weit die Hollywood-Klischee-Vorstellung von der zufälligen Begegnung. Ich glaube, viele Frauen finden das im Nachhinein cool wenn es sich „einfach so“ ergeben hat.

Indirektes Ansprechen sollte ich als einen mehrminütigen Prozess betrachten, bevor ich wirklich im Gespräch bin. Es erstreckt sich nämlich nicht nur auf den ersten Satz – zumindest wenn ich damit möglichst erfolgreich sein will.

Das Ganze erfordert etwas Improvisationskunst und gutes Assoziationsvermögen, um schnell etwas zu finden, auf das man sich beziehen kann und andererseits, um genau dieses Thema dann erst mal möglichst lange auszuquetschen und das Gespräch am Laufen zu halten (Üben: Assoziationsketten). Es hilft, dabei ein Grundgerüst zu haben.

Als generelle Faustregel gilt für mich, dass es zuerst möglichst um die Situation/eine Sache geht – nicht um sie selbst. Der Grund ist folgender: Ich bin für sie ein Fremder – und die meisten Menschen fühlen nicht wohl dabei, mit Fremden über persönliche Dinge zu reden. Je länger man dann redet, desto wärmer wird man miteinander und es stellt weniger ein Problem dar.

Hey, wohin gehst du?“ (z.B. wenn sie gerade an in der Fußgängerzone an mir vorbeiläuft) ist deshalb z.B. a) kein echter „indirect opener“ (weil sofort persönliche Frage) und b) gleichzeitig weniger erfolgversprechend als eine echte direkte Variante – weil ich mich zwar den „Gesetzen der Direktheit“ aussetze, gleichzeitig aber gar nicht so richtig direkt bin. Wenn das Ding klappt, dann nur weil sie mich echt gut findet, und dann wäre ich mit einem direkten Opener besser gefahren – mit einer sofortigen persönlichen Frage ist es jedenfalls wahrscheinlicher, dass ich sie in eine Art „Abwehrmechanismus“ dränge („Was will DER denn?!“).

Weiterhin: Es werden keine Fragen gestellt, bis sie eine Frage stellt. Das klingt erst einmal asozial und bescheuert, macht aber Sinn. Anders als der beim „Direct Approach“ ist die bloße Tatsache, dass sie bleibt und sich mit mir unterhält, nämlich kein Indikator dafür, dass sie auch Interesse an mir als Mann hat. Wir führen schließlich nur eine unverfängliches Unterhaltung. Sobald sie jedoch beginnt Fragen zu meiner Person zu stellen, ist das ein gutes Zeichen. Dann erst ist das eigentliche Ansprechen abgeschlossen. Beginnt man als erster, also zu früh, mit dem Fragen stellen, tötet man meistens das Gespräch und beraubt sich so außerdem eines bzw. des vorerst einzigen Interesseindikators.

Es empfiehlt sich unbedingt, darauf zu achten, ob sie Interesse durch Fragen bekundet – sonst läuft man Gefahr, seine Zeit zu vergeuden. Frauen sind oft freundlicher, als sie sein müssten, und das kann von mir falsch interpretiert werden. Ich kann mich eine halbe Stunde mit einer Frau unterhalten, ohne dass sie wirklich interessiert wäre an mir. Das merke ich aber daran, dass sie nicht oder nicht wirklich Fragen stellt.

Also merke: Wenn sie auch nach einigen Minuten keine persönliche Frage stellt, dann hat sie kein Interesse und ich kann das Ganze abbrechen.

Übrigens ist das generell ein großer Minuspunkt im Nachtleben: Es kann vorkommen, dass man zwei Stunden mit einem Mädel redet, die scheinbar Interesse zeigt, flirtet, einem das Gefühl gibt es laufe gut – die einem dann aber offenbart, sie müsse jetzt los zu ihrem Freund. Dagegen kann man sich in einem gewissen Rahmen schützen, in dem man einige weitere Indikatoren beachtet, und außerdem zu gegebener Zeit weiter geht (Körperkontakt, Kuss). Dann werden aus 2 oder 3 Stunden vielleicht nur eine halbe. Das ist soll hier jetzt aber nicht Thema sein.

Selbstverständlich wird sie in der Regel nicht einfach anfangen mir Fragen zu stellen. Deshalb werfe ich gewissermaßen „Köder“ aus, indem ich beiläufig etwas „Interessantes“ erwähne. In der Regel passiert das ein paar mal, bis sie etwas fragt. Deshalb werde ich normalerweise die ersten Minuten mehr reden als sie – man könnte sagen ich texte sie regelrecht voll (es sollte nur nicht gezwungen wirken). Später gleichen sich die Gesprächsteile dann an. Scheint mir irgendwo logisch zu sein – schließlich habe ich sie ja angesprochen, und erst wenn es einen Grund für sie gibt, wirklich mit mir zu reden („Der ist ja eigentlich ganz nett. :smile:“), wird sie richtig ins Gespräch einsteigen.

Wie sieht das jetzt z.B. aus:
Sie sitzt auf einem Barhocker an der Bar und guckt in den Raum, ich stehe daneben, als ich sie sehe:
Hey! Was trinkst du da? Ist das [der Cocktail] gut?“
Öhm <irgendein Cocktail>. Ist ganz ok. Wieso?“
Ach ich bin unentschlossen, was ich trinken soll. Wenn ich das so sehe kriege ich eigentlich auch Lust auf einen Cocktail, aber es gibt da immer so viel Auswahl und wenn ich mal was Neues probiere greif ich damit meistens ins Klo.“
Haha, ja das kenn ich!“
Ich komm auf diese Cocktailkarten auch wirklich nicht klar. Als ich vor zwei Wochen in London war hab, waren wir einen Abend in einer Cocktailbar. Die hatten da gefühlt echt hunderte Cocktails auf der Karte stehen. Da war ich total überfordert, weil ich mir auch immer überhaupt nicht vorstellen kann, wie das schmeckt, wenn ich da ein paar Zutaten lese. Nach 15 Minuten überlegen habe ich dann am Ende doch, wie immer, einen stinklangweiligen Caipi genommen. Voll dumm eigentlich.“
Warum warst du denn in London?“
(Einfacher als gedacht :zwinker: Sie fragte schon beim ersten Anlauf – geschah aber auch in einer Bar bzw. Club. Da ist es, wie gesagt, generell leichter, weil Leute offener für Kontaktaufnahmen durch Fremde sind. Tagsüber rede ich schon gerne mal ein paar Minuten bis sie etwas über mich fragt)

Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass die Geschichte mit der Cocktailbar frei erfunden war (nicht aber, dass ich mich bei großer Cocktailauswahl nie entscheiden kann und dann was nehme, das ich schon kenne). Es ist gerade am Anfang voll ok, ein bisschen auszuschmücken. Ich bin halt auch noch nicht in dem Alter, in dem mir zu jeder Sache immer eine echte Anekdote einfällt (aber immer öfter :zwinker: ). Generell sieht man hieran: Es hilft ungemein, ein interessantes Leben zu haben, in dem man auch was erlebt. So habe ich viele Geschichten und Erfahrungen zum Besten zu geben, was einfach extrem hilft im Verlauf einer Unterhaltung.

Was man sich unbedingt merken sollte: Die Frage „Ist das gut?“. Quasi die Allzweckwaffe. Geht immer, ich muss nur etwas an ihr finden, nach dem ich fragen kann – manchmal (in Läden) kann ich auch selbst mit irgendwas um die Ecke kommen und sie fragen, ob das gut ist. Besser ist aber, wenn es etwas an ihr ist.

Nochmal zurück zu der Sache mit persönlichen Fragen am Anfang des Gesprächs: Ich sollte da unterscheiden, wo ich bin. Tagsüber – im Alltag – empfehle ich das nicht. Im Nachtleben kann das schon wieder ganz anders aussehen.


1.4. Was wann?
Ich hab es ja schon angedeutet. Für mich habe ich festgestellt, dass indirekt in der Summe mehr Erfolge bringt. Warum, dazu unter Drittens ein bisschen mehr.

Deshalb präferiere ich diese Variante, nur wenn es nicht sinnvoll ist, mache ich es direkt.
Es ist zum Beispiel oft schlicht nicht möglich, die indirekte Schiene so „beiläufig“ rüberzubringen, wie es nötig ist, damit sie funktioniert. Zum Beispiel kommt es schlicht dumm, wenn ich am helligsten Tag in der Einkaufspassage einer Frau hinterher sprinte um sie dann zu fragen, ob sie mit ihrer Handtasche zufrieden ist, weil meine beste Freundin sich immer über ihre ärgert und blablubs … ihr versteht. Frauen sind nicht dumm. Das dümmste, was ich machen kann, ist indirekt rangehen, obwohl meine Intention sofort glasklar erkennbar ist. Damit oute ich mich in der Regel eher als Wussi und disqualifiziere mich dadurch. Wenn ich nicht sofort den Mut habe in so einer Situation, dann sollte ich eben z.B. nach dem Weg fragen, dann aber sofort auf direkt umschwenken. Z.B. durch „Du, eigentlich ging's mir gar nicht um den Weg zur Post, ich fand dich nur super hübsch und würde dich gerne kennenlernen.“. Finde ich aber ehrlich gesagt dumm – hat bei mir auch nie allzu gut eingeschlagen.

Eine andere mehr oder minder häufige Ausnahme ist, wie schonmal erwähnt, wenn ich erkenne, dass sie (wahrscheinlich) ohnehin auf mich steht. Dann gibt es keinen Grund, um den heißen Brei herumzureden.

Generelle Faustregel:
Eher statische, ruhige Situation → indirekt.
Eher dynamische, hektische, unruhige Situation → direkt

„Situation“ bezieht sich vor allem auf ihre Situation. Auch in einer hektischen Umgebung wie einer Disko kann es durchaus statische Situationen geben, z.b. wenn sie irgendwo alleine steht/sitzt. Tanzt sie, ist das dagegen nicht der Fall.
 
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2. Was beachten? (common mistakes)

2.1. Die Einstellung/das Auftreten
Ich sollte selbstbewusst an die Sache herangehen. Gerade beim „indirekten Ansprechen“. Es wirkt schlicht nicht glaubwürdig, wenn ich nur nach einer sachlichen Meinung frage, dabei aber in Schweiß ausbreche und anfange zu stottern. Das würde mir schließlich auch nicht passieren, wenn ich im Baumarkt den bärtigen Mann mit Bierbauch neben mir nach seiner Meinung zum Schlagbohrer in seiner Hand frage. Hier hilft wie gesagt: Smalltalk üben. Mit der alten Frau an der Ampel, mit dem Kassierer, dem Dönermann, wem auch immer. Wenn ich beim direkten Versuch etwas nervös bin, ist das dagegen in einem gewissen Rahmen ok und nicht das allergrößte Problem. Ansonsten gilt: Kopf hoch, Bauch rein, Brust raus! :zwinker:

Mir hat folgender Tipp geholfen: Stell dir einfach vor, du würdest sie schon jahrelang kennen.


2.2. Nicht von hinten ansprechen
Wird oft leider nicht beachtet. Sollte es aber. Ist nämlich gruselig. Wenn ich hinter ihr laufe/stehe sollte ich mich erst vor ihr oder zumindest seitlich positionieren, bevor ich sie anspreche. Wenn sie in Bewegung ist hilft z.B. („Hey! Warte mal!“). Wenn sie dann anhält/langsamer wird (tun gerade im Alltag viele nicht, deshalb erst einmal daneben laufen),: In Position bringen, und erst DANN weiter reden.


2.3. Abstand halten
Ich bin ein fremder und potentiell bedrohlich. Deshalb nicht zu nah auf die Pelle rücken! Ganz wichtig. Abstand halten. Was wäre der natürliche Abstand, wenn du nur nach der Uhrzeit fragen würdest? Genau das ist auch der Abstand, den ich beim Ansprechen zunächst halte.


2.4. Laut und deutlich reden
Es ist totaler Mist, wenn sie mich erst mal fragen muss: „Was hast du gesagt?!“ Deshalb entsprechend laut, klar, und deutlich artikulieren. Am Anfang – ohne Übung – spreche ich gerne zu schnell und zu leise. Es hilft dann erst einmal bewusst langsamer zu sprechen, als ich es gerne tun würde, bis ich es verinnerlicht habe.


2.5. Korb akzeptieren
Wenn du einen Korb kriegst: Akzeptieren, sich freundlich verabschieden, gehen. Nicht um die Nummer betteln, nicht fragen „Warum nicht?“, nicht verfolgen, nicht bedrängen. Stattdessen selbstbewusst damit umgehen. Es gehört zum Spiel. In der Disko bekommt man sehr selten evtl. später nochmal eine Gelegenheit, irgendwie „kennt“ man sich dann ja schon. Benehme ich mich nach einem Korb scheiße, bleibe ich nicht nur ihr als Idiot in Erinnerung, sondern verscherze es mir evtl. auch gleich noch bei denen, die das Geschehen beobachten.


2.6. So offensiv wie nötig, so diskret wie möglich
Ich sollte nie mehr Aufmerksamkeit auf mich ziehen, als unbedingt nötig. Das bringt sie evtl. in eine unangenehme Situation und mich auch, weil alle auf uns schauen. Deshalb nicht wie der Elefant im Porzellanladen benehmen, sondern sich der Situation anpassen. In einer Bibliothek flüstert man z.B., und brüllt nicht wie mit der Marktschreier auf'm Fischmarkt. Mangelndes Sozialverhalten steigert nicht wirklich die Attraktivität.


2.7. Immer sozial sein / Ansprechen als Alltagshandlung
Fällt gewissermaßen in den Punkt „Smalltalk“ üben. Es ist unheimlich hilfreich, wenn ich mich generell sozialisiere und meine Hemmschwelle zur Kommunikation mit Fremden senke. Das Ansprechen fällt dann viel leichter.

Wer sich bisher nicht getraut hat, Frauen anzusprechen, für den ist oft die Disko der erste Anlaufpunkt. Hier kann ich aus eigener Erfahrung sagen: Die erste Gelegenheit entscheidet (gilt aber eigentlich sobald ich einen Fuß aus der Tür setze). Es ist echt hilfreich, wenn ich an so einem Abend die erste Gelegenheit zur Kommunikation mit anderen nutze. Am besten schon in der Bahn auf dem Weg zum Ziel oder in der Schlange am Eingang. Mit jeder Minute, die ich warte, wird die Hemmschwelle größer und es kostet mehr Überwindung. Wenn ich „erst mal ein Bier“ trinken will, dann wird es oft gar nichts mehr. Das hat einfach damit zu tun, in welche Stimmung ich mich bringe. Es ist dabei völlig egal, wie die erste Interaktion läuft. Einfach das „sich überwunden haben“ reicht. Wenn ich das so früh wie möglich mache, wird es statt schwerer immer leichter auf Leute zuzugehen.


2.8. Keine unglaubwürdige Masche
Habe ich oben schon angedeutet. Ich will da mal ein besonders „schönes“ Erlebnis erzählen, dass ich im Dezember im Zug hatte. Verdeutlicht nicht nur diesen Punkt, sondern auch so ziemlich alle anderen Punkte. Es ist Donnerstagabend, ich fahre in die Heimat weil am Freitag morgen Termin beim Zahnarzt des Vertrauens. Man muss wissen: Dazwischen liegen im Prinzip nur Dörfer. Jedenfalls sitze ich da so und habe es mir bequem gemacht, will lesen (daraus wurde nichts, aber ich wurde anderweitig unterhalten). Der Zug fährt los. Da kommt ein Typ durch den Waggon gelaufen – Bierflasche in der Hand – und mustert auffällig die Sitzreihen. Hinter mir scheint er fündig geworden zu sein, und spricht sehr laut (siehe 2.6) – da sich alles hinter mir abspielt, habe ich die ganze Zeit leider nur „Audio“

Hi! Sag mal, weißt du wo heute Abend in <Abfahrtsort> noch was geht?“
Wieso?“
<Hier abenteuerliche und scheinbar endlose Geschichte die erklären soll, warum die Frage an sich nicht völlig bescheuert ist – immerhin sitzen er, seine Kumpels, sie und ich gerade im Zug, der irgendwo in die Walachei fährt. Kumpels besuchen und blabla.>

Aha. Naja ihr könntet bla … sonst ist heute nichts Großes los.“
(Das Gespräch ist jetzt eigentlich schon zu Ende, ihm fällt offensichtlich nichts mehr ein).

Hmm. Darf ich mich setzen?“
(Sie erklärt sich hörbar „begeistert“ einverstanden; Wenn das eine Fußgängerzone wäre, hätte sie sich jetzt verabschiedet)

Was jetzt folgt sind wilde Themensprünge beim verzweifelten Versuch, das Gespräch am Laufen zu halten. Offensichtlich wird, dass er trotz irgendwie gegenteiliger Darstellung aus der Region kommt und bis zum Sommer auch noch hier war. Da fällt das Kartenhaus zusammen: Selbstverständlich weiß er, wo heute was geht. Es folgen peinliche Aussagen über Stripperinnen (findet er total doof), Schlechtmachen seiner Kumpels (alles dumme Teenager), der schlechte Versuch seine Ausbildung als Studium zu verkaufen und die Klassenfahrt als Tagung auf der er einen Vortrag hält, und was weiß ich nicht noch – ich überlege die ganze Zeit ob ich lachen oder weinen soll und wundere mich, dass sie so freundlich bleibt obwohl er ihre subtilen Hinweise, dass es jetzt auch genug sei, freilich ignoriert. Er stellt ständig Fragen, sie antwortet aber nur das Allernötigste – dann schwafelt wieder er. Irgendwann kommt dann ein Kumpel und sagt, sie müssten jetzt raus, weil Zug zurück nach <Abfahrtsort> (das war dann wohl der Auftritt des Wingman??). Jedenfalls ist er zehn Minuten später wieder da, sie führen jetzt doch nach YYY nach Hause. Überraschung! Das Spiel geht dann noch ein bisschen weiter – irgendwann (insgesamt sicher ne Stunde) muss sie raus und er fragt nach ihrer Nummer. Sie sagt, er sei zu jung (sie zehn Jahre älter) und außerdem sei sie verheiratet (erstaunlich freundliche Abfuhr!). Dann wird’s nochmal richtig lustig:
Ach was, das glaub ich dir nicht! Und wieso bin ich zu jung? Du weißt doch gar nicht wie alt ich bin!“
Du hast mir vorhin gesagt du wärst 21“
Ich bin doch keine 21!“
Wie alt bist du denn?“ (jetzt das erste Mal hörbar genervt → siehe 2.5.)
24!!“
Ah ja. Na gut ich geh jetzt zur Tür.“
Ach komm! Gib mir doch deine Nummer! Biiittee!“
Es folgen weitere 5 Minuten verzweifeltes Betteln um ihre Nummer, bis sie endlich aussteigen darf.

Insgesamt eine sehr dürftige Performance. Aber, um jetzt mal den Punkt zu verdeutlichen: Das Ding war unabhängig von allem anderen schon mit dem ersten Satz gelaufen, weil sie (schien mir auch generell recht intelligent) sofort durchschaut hatte, was er vorhat. Indirekt ist im Zug keine schlechte Idee, aber das war einfach null glaubwürdig und es wirkte alles super gespielt – und dann wird es irgendwie awkward.

Deshalb nochmal: Indirekt muss natürlich rüberkommen. Entweder man sagt in einer „gemeinsamen Situation“ etwas, weil man einfach kommunikativ ist, oder man schauspielert eben gut. Ist das authentisch nicht möglich, dann lieber direkt zum Punkt kommen.
 
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3. Erfahrungen

Zum Ende noch ein paar Sachen die ich woanders nicht unterbringen konnte.

Da wären zum einen Nummern beim direkten Ansprechen (insbesondere tagsüber, wo die Interaktion danach meist endet). Die Reaktionen sind oftmals positiver gewesen, als ich geglaubt hätte, und ich konnte nach relativ wenig Gespräch Nummern bekommen. Die Erfahrung zeigte jedoch: Je kürzer das Gespräch, aus dem die Nummer resultierte, desto weniger war eine Nummer in der Regel wert. Sprich: Sie wird nicht antworten und/oder ich kann kein Date ausmachen (Ausreden) oder ausgemachte Dates werden abgesagt. Das liegt daran, dass sie sich zwar in dem Moment entschieden hat, mir die Nummer zu geben, mich dann aber doch noch nicht gut genug kennt (und ein paar Minuten später an der Entscheidung zweifelt). Dieses fehlende Vertrauen muss ich dann später nachholen, was aber viel, viel schwieriger ist. Erst Recht per SMS o.Ä. (und wenn sie garnicht reagiert gar unmöglich).

Es sollten als Richtwert schon mindestens zehn Minuten Gespräch gewesen sein, wenn man sie wirklich wiedersehen will. Direktes Ansprechen mit positiver Resonanz verleitet dazu, zu früh die Nummer zu nehmen. Das Optimum ist, wenn man sich sofort auf einen Kaffee oder Ähnliches zusammensetzt und das „1. Date“ quasi sofort hat. Das ist aber aus logistischen Gründen selten möglich. Indirektes Ansprechen hat demgegenüber den Vorteil, dass ich eben schon von Natur aus länger reden muss und daher am Ende „bekannter“ bin.

Generell eine Sache zu Telefonnummern: Immer Nummerntausch! Das heißt, tippt sie ihre Nummer in mein Handy, rufe ich sie kurz an. Erstens sehe ich dann sofort, ob die Nummer echt ist, zweitens weiß sie dann, wer da anruft.

Eine weitere Sache ist die Körpersprache. Ich habe jetzt viel über das Verbale geschrieben, obwohl ich am Anfang gesagt habe: „Das ist eigentlich nicht so wichtig.“ Das stimmt auch nach wie vor. Viel wichtiger ist bei allem Gerede, dass meine Körpersprache, meine Mimik, meine Tonlage zu dem passt, was ich transportieren will. Hier kann ich aber nur sagen: Üben.
Kommunikative Ausstrahlung“ ist eine Fähigkeit, die ich trainieren kann. Und diese Fähigkeit entscheidet, ob man mir abnimmt, was ich sage, oder nicht. Wenn ich hölzern und nervös bin, dann wirkt das lockere Gespräch über Busfahrermacken und Bahnverspätungen eben nicht glaubwürdig.

Dieser Text hier ist nur eine Anregung dazu, was man machen kann. Konkret rüberbringen muss es jeder selbst. Du sitzt jetzt vielleicht auch hier und malst dir aus, wie du das selbst tust. Ging mir auch so. Dann habe ich es selbst versucht und festgestellt, dass ich es nicht annähernd so rüberbringen konnte, wie ich es wollte und alles war meilenweit von meiner Vorstellung entfernt. Ist leider so.

Nächste Sache: Im Zweifel erst mal „Hallo!“ sagen. Es gibt Chancen, die kommen sehr plötzlich, und ich muss sie ergreifen – oder der Moment zieht vorbei. Es passiert, dass ich irgendwo bin und ein Mädel lächelt mich an. Dabei hatte ich früher oft Gedanken wie: „Kenn ich sie irgendwoher?“, „Warum lächelt sie?“, .... Und obwohl es völlig natürlich erschien etwas zu sagen, habe ich in Gedanken verharrt und den Moment vorbeiziehen lassen. Das ist dumm. Dumm im Sinne von „Wie kann man dem 2m vor'm Tor stehen, und vorbeischießen?!“ Eigentlich verspürt man in dieser Situation einen regelrechten Drang, etwas zu sagen. Ich kenne keinen besseren Indikator dafür, dass ich etwas tun sollte, als dieses Gefühl. Intuition nennt man es wohl – und die Intuition ist mächtig und liegt selten falsch. In diesem Fall also einfach sofort dem Bauchgefühl folgen, zurück lächeln, „Hi!“. Sich selbst ins kalte Wasser werfen und einfach schauen wohin es führt. Dann steh ich zwar erstmal da und habe keinen Plan, aber das ist cool. Einfach weil es keinen „natürlicheren“ Weg gibt, eine Frau zu treffen.
 
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4. Kontaktaufnahme im eigenen Umfeld

Ich habe mich jetzt ziemlich auf das Ansprechen von Fremden konzentriert. Für viele liegt, steht, oder sitzt das „Subjekt der Begierde“ aber im Umfeld: Schule, Verein, Bekanntenkreis. Prinzipiell ist das gut, denn man ist kein unbekanntes Gesicht. Prinzipiell ist das auch schlecht, denn oft steigt die Hemmschwelle (Mehr Angst vor Korb).

Es sei gesagt, dass sich die Kontaktaufnahme nicht wesentlich unterscheidet. Ich empfehle sich in diesem Fall der indirekten Variante zu bedienen. Es bietet sich förmlich an: Durch das Umfeld ist man ohnehin schon durch eine Gemeinsamkeit verbunden, und das ist quasi ideale Voraussetzung. Es sollte jedem leicht fallen, einen Ausgangspunkt für ein Gespräch zu finden. Ansonsten läuft alles gleich: Ansprechen → gute Stimmung + sympathischen Vibe erzeugen → Date. Nur Mut!
 
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5. Schlusswort

So. Insgesamt irgendwie viel zu lang und doch zu kurz. Es gäbe sicher noch genug zu sagen.

Bei aller Technik sollte ich eine Sache nicht vergessen: Flirten ist kein Algorithmus, den ich einfach abarbeite und am Ende steht ein Ergebnis. Es ist natürlich irgendwo ein Spiel – ein Spiel das Spaß macht. Und doch: Hinter jeder Frau, die ich anspreche, steckt ein Mensch. Es ist diese Menschlichkeit, die es zu einer so schönen Sache macht. Bei all den Körben, die ich kassiere, stehen auf der anderen Seite so schöne Momente, die mich die Abfuhren vergessen lassen. Ich muss auch keine Angst davor haben, Körbe zu kassieren. Die härtesten Körbe sind die Geschichten, über die ich heute am meisten lache.

Zum Abschluss mal noch eine Geschichte aus den „Tagen meiner Anfänge“: Ich hatte tierischen Schiss davor, Frauen anzusprechen. Ich wollte das ändern – zurückblickend aus den falschen Gründen – aber das Warum ist heute egal. Jedenfalls bin ich an einem Samstag in eine benachbarte Großstadt gefahren, um dort zu üben. An meinem Wohnort habe ich mich nicht getraut. Ich bin dort also dort den halben Tag durch die Stadt marschiert und habe Mädels angesprochen, 50-60 vielleicht. Am Ende stand ich ohne eine einzige Nummer da. Ein paar oberflächliche Gespräche, die meisten sind einfach weitergegangen. Es war frustrierend.Eine Woche später habe ich das Gleiche gemacht, es sah lange so aus, als würde es wieder genauso laufen. Die Körbe waren mir da irgendwie schon gleichgültig – einer mehr oder weniger, who cares - es war nur unheimlich schwer immer wieder die positive Energie zu finden und unbefangen in den nächsten Versuch zu gehen (ohne zu denken: „Klappt eh nicht.“ - gelang mir selbstredend nicht so ganz). Am liebsten wäre ich einfach wieder nach Hause gefahren und hätte mich für immer unter meiner Bettdecke verkrochen. Ich habe aber zum Glück weitergemacht. Dann, aus dem Nichts, kam mein erstes Erfolgserlebnis: Ein wirklich hübsches Mädel, lange, dunkelblonde Haare. Ein bisschen unkonventionell gekleidet. Sie hat so toll gelächelt, schien irgendwie ein bisschen verträumt und hatte eine unheimlich positive Ausstrahlung. Das habe ich ihr gesagt. Und dann passierte das Unfassbare: Sie rannte nicht weg, sondern blieb, strahlte mich an, wir haben uns ein paar Minuten mit einem super tollen Vibe unterhalten und viel gelacht. Am Ende gab sie mir ihre Nummer. Auch wenn ich sie nie angerufen habe (dumm!), hat mich dieses Erlebnis so geflasht, dass ich die 100 Körbe vorher vergessen hatte (Ja: 100 Mal nicht erfolgreich bis zum ersten Mini-Erfolg!). Da habe ich das erste mal wirklich daran geglaubt, dass das tatsächlich funktionieren kann.


Ich hoffe wie immer, wenigstens ein einziger nimmt aus diesem Post was mit :zwinker:

Grüße,

Ali Mente
 
Zuletzt bearbeitet:

Benutzer68775  (36)

Planet-Liebe Berühmtheit
:grin: sehr cool - werde ich ab jetzt bei den "wieso krieg ich keine ab" Threads verlinken :zwinker:

Off-Topic:
die Zugperformance kenn ich in verschiedenster Ausführung. Ich sag inzwischen bei "darf ich mich zu Ihnen setzen" schon automatisch. "Ähm. Nein." :tongue: das wird immer sehr mühsam sonst.
 

Benutzer116134 

Planet-Liebe Berühmtheit
Das ist eine wirklich, wirklich gute Zusammenfassung. Gerade die "Regeln" während des Gespräches lassen sich auch gut auf Leute anwenden, die z.B. Schwierigkeiten damit haben, Bekanntschaften und Freundschaften zu schließen. Denn es sind ganz normale, "zwischenmenschliche" Regeln, die auch von Frau zu Frau oder Frau zu Mann funktionieren.
 

Benutzer10802 

Planet-Liebe Berühmtheit
Wo sind Danke-Funktion und Foren-Schatzkästchen wenn man sie braucht? :zwinker: Toller, hilfreicher und gut geschriebener Guide - und Respekt vor der Arbeit, die da reingeflossen ist. Kompliment, Herr Mente.
 

Benutzer140332  (33)

Planet-Liebe ist Startseite
Ich bedanke mich auch für diesen Text und auch für deine Mühe.:zwinker:

Ich stimme dir auch weitestgehend zu, nur ein Beispiel für indirektes Ansprechen kann meiner Meinung nach nicht wirklich funktionieren:
Naaa? Auch hier?“
Das ist mitunter die schlechteste Frage, die Man(n) nur stellen kann. Eine offensichtliche Frage zu stellen kommt bei mir wirklich nicht gut an, sondern führt eher zu einem reflexartigen Korb.

Mal ein Beispiel:
Ich saß an der Bar, meine Freundin sprach gerade mit einer andere Dame, ich saß also 'allein' da und trank eine Cola.
Da setzte sich ein (attraktiver) Typ zu mir, lächelte mich an und fragte: 'Trinkst du gerne Cola?'
Meine impulsive Reaktion darauf war: 'Ne, ich bestelle sie mir, weil sie mir nicht schmeckt - ist doch klar.':rolleyes:

Genau so bei der Frage 'Na? Du auch hier? - 'Ne, ich bin eigentlich woanders.':confused:

Was also soll so eine Frage? Reagieren da Frauen positiv darauf oder bin ich so abnormal?:grin:
 

Benutzer115625 

Beiträge füllen Bücher
Ich bedanke mich auch für diesen Text und auch für deine Mühe.:zwinker:

Ich stimme dir auch weitestgehend zu, nur ein Beispiel für indirektes Ansprechen kann meiner Meinung nach nicht wirklich funktionieren:

Das ist mitunter die schlechteste Frage, die Man(n) nur stellen kann. Eine offensichtliche Frage zu stellen kommt bei mir wirklich nicht gut an, sondern führt eher zu einem reflexartigen Korb.

Mal ein Beispiel:
Ich saß an der Bar, meine Freundin sprach gerade mit einer andere Dame, ich saß also 'allein' da und trank eine Cola.
Da setzte sich ein (attraktiver) Typ zu mir, lächelte mich an und fragte: 'Trinkst du gerne Cola?'
Meine impulsive Reaktion darauf war: 'Ne, ich bestelle sie mir, weil sie mir nicht schmeckt - ist doch klar.':rolleyes:

Genau so bei der Frage 'Na? Du auch hier? - 'Ne, ich bin eigentlich woanders.':confused:

Was also soll so eine Frage? Reagieren da Frauen positiv darauf oder bin ich so abnormal?:grin:
Das war wie "Ficken?!" bei Direkt ein Gag und sollte natürlich unterlassen werden :zwinker:
 

Benutzer140332  (33)

Planet-Liebe ist Startseite
Das war wie "Ficken?!" bei Direkt ein Gag und sollte natürlich unterlassen werden :zwinker:
Achso, das habe ich dann missverstanden. Vielleicht solltest du es dann lieber so kennzeichnen?
'Ficken?' hätte auf jeden Fall mehr Erfolg, als das bei mir.:tongue:
 

Benutzer147032  (24)

Sorgt für Gesprächsstoff
Hab noch einen kleinen eingeschlichenen Fehler gefunden :zwinker:
Also merke: Wenn sie auch nach einigen Minuten keine persönliche Frage stellt, dann hat sie kein Interesse und ich kann das Ganze abbrechen.

Übrigens ist das generell ein großer Minuspunkt im Nachtleben: Es kann vorkommen, dass man zwei Stunden mit einem Mädel redet, die scheinbar Interesse zeigt, flirtet, einem das Gefühl gibt es laufe gut – die einem dann aber offenbart, sie müsse jetzt los zu ihrem Freund. Dagegen kann man sich in einem gewissen Rahmen schützen, in dem man einige weitere Indikatoren beachtet, und außerdem zu gegebener Zeit weiter geht (Körperkontakt, Kuss). Dann werden aus 2 oder 3 Stunden vielleicht nur eine halbe. Das ist soll hier jetzt aber nicht Thema sein.
Ganz am Schluss meines zitierten Abschnitts (Indirektes Ansprechen)
Kurz darauf kommt ein weiterer Satzbaufehler :whistle:
 

Benutzer142299 

Verbringt hier viel Zeit
Ich weiß nicht, ich finde die Idee ja ganz nett und 1-2 Sachen kann man sich sicherlich abgucken...aber aus dem bloßen Ansprechen einer Frau oder gar einer anderen Person eine solche Wissenschaft zu machen...ich weiß nicht, ich bevorzuge eher das "ins kalte Wasser geworfen werden". Es kostet eine Menge Überwindung, keine Frage. Aber wenn man einfach mal ohne große Hintergedanken "mal macht", kann man denke ich auch was dabei lernen. Nämlich indem man einfach sieht, was für einen selber funktioniert, was gegenüber anderen funktioniert und was eben nicht.
 

Benutzer150532  (39)

Benutzer gesperrt
F Ferrarist

Seh ich auch so..

Dass sogar Frauen hier zugeben, dass man nur eine bestimmte Anleitung befolgen muss um ihnen zu gefallen, schockiert mich dann doch schon ein bisschen :geknickt:
 

Benutzer115625 

Beiträge füllen Bücher
Ich weiß nicht, ich finde die Idee ja ganz nett und 1-2 Sachen kann man sich sicherlich abgucken...aber aus dem bloßen Ansprechen einer Frau oder gar einer anderen Person eine solche Wissenschaft zu machen...ich weiß nicht, ich bevorzuge eher das "ins kalte Wasser geworfen werden". Es kostet eine Menge Überwindung, keine Frage. Aber wenn man einfach mal ohne große Hintergedanken "mal macht", kann man denke ich auch was dabei lernen. Nämlich indem man einfach sieht, was für einen selber funktioniert, was gegenüber anderen funktioniert und was eben nicht.

F Ferrarist

Seh ich auch so..

Dass sogar Frauen hier zugeben, dass man nur eine bestimmte Anleitung befolgen muss um ihnen zu gefallen, schockiert mich dann doch schon ein bisschen :geknickt:

Srsly?

Eigentlich ist es meistens sogar recht egal, wie ich ein Gespräch beginne; wichtig ist nur, dass ich es beginne.

Ich muss also einfach für mich herausfinden, was bei mir gut funktioniert und was nicht, und auch ein Gespür für die Situation entwickeln. Das lerne ich jedoch nicht aus einem Text. Versuch macht klug.

Dieser Text hier ist nur eine Anregung dazu, was man machen kann.

Nächste Sache: Im Zweifel erst mal „Hallo!“ sagen. Es gibt Chancen, die kommen sehr plötzlich, und ich muss sie ergreifen – oder der Moment zieht vorbei. Es passiert, dass ich irgendwo bin und ein Mädel lächelt mich an. Dabei hatte ich früher oft Gedanken wie: „Kenn ich sie irgendwoher?“, „Warum lächelt sie?“, .... Und obwohl es völlig natürlich erschien etwas zu sagen, habe ich in Gedanken verharrt und den Moment vorbeiziehen lassen. Das ist dumm. Dumm im Sinne von „Wie kann man dem 2m vor'm Tor stehen, und vorbeischießen?!“ Eigentlich verspürt man in dieser Situation einen regelrechten Drang, etwas zu sagen. Ich kenne keinen besseren Indikator dafür, dass ich etwas tun sollte, als dieses Gefühl. Intuition nennt man es wohl – und die Intuition ist mächtig und liegt selten falsch. In diesem Fall also einfach sofort dem Bauchgefühl folgen, zurück lächeln, „Hi!“. Sich selbst ins kalte Wasser werfen und einfach schauen wohin es führt. Dann steh ich zwar erstmal da und habe keinen Plan, aber das ist cool. Einfach weil es keinen „natürlicheren“ Weg gibt, eine Frau zu treffen.

Bei aller Technik sollte ich eine Sache nicht vergessen: Flirten ist kein Algorithmus, den ich einfach abarbeite und am Ende steht ein Ergebnis. [...] Hinter jeder Frau, die ich anspreche, steckt ein Mensch. Es ist diese Menschlichkeit, die es zu einer so schönen Sache macht.
 
L

Benutzer

Gast
Ich empfinde den Thread weder als Wissenschaft noch als Anleitung sondern mehr als Erfahrungsbericht. Und wenn man sich den als solches durchliest, schadet das sicherlich nichts.
 

Benutzer140332  (33)

Planet-Liebe ist Startseite
Dass sogar Frauen hier zugeben, dass man nur eine bestimmte Anleitung befolgen muss um ihnen zu gefallen, schockiert mich dann doch schon ein bisschen :geknickt:
Eigentlich sollte dich das doch freuen, so hast du es leichter.:rolleyes:

Da fällt mir nur 'Haters gonna hate' ein.
 
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