Wie sensibel seid ihr?

Benutzer7314  (41)

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Ich höre von verschiedenen Seiten, ich sei öfters in Situationen/Zusammenhängen sensibel.

Ich kann mit sowas nur bedingt was anfangen. Was gilt denn als Mass? Ab wann ist man sensibel?

Mein Hintergrund ist jener, dass ich der 3 jahre jüngere Bruder bin. In Kindes- und Jugendtagen war das oft ein Kampf, und man kam nur auf seine Rechnung, wenn man sich nicht alles gefallen liess.

Heute als Erwachsener gelte ich als sensibel. Ich seh mich gar nicht so, oder nicht mehr als der Durchschnitt. Ich bins halt an gewissen stellen.

Bei meinen Nächsten kenne ich die Stellen auch, und wenn ich diese einbisschen piekse, ernte ich eher ein „wie kannst du nur“ als dass der/die andere als einfach sensibel tituliert wird.

Passiert euch das auch?
 

Benutzer172492 

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Wann wird dir das denn gesagt?

Ich bekomme sowas nur von Menschen zu hören, die keine Lust haben, sich mit meinen Grenzen auseinanderzusetzen. Ich hab dann umgekehrt keine Lust auf diese Menschen in meinem Leben.
 

Benutzer180126 

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Da gibt es wohl kein Maß, Wertskala, noch eine allgemein gültige Definition.
 

Benutzer183941 

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Am Ende des Tages ist es doch auch gut eine Sensible Seite zu haben. Ist keine Schande auch mal nicht mit dem Hammer zu Werke zu gehen.

Nuja wem die sensible Seite nicht passt muss weg bleiben.
 

Benutzer89539 

Planet-Liebe-Team
Moderator
Ich finde man muss nicht alles einfach so toll finden oder wegstecken.

Deutlich wichtiger finde ich es, sich der eigenen Grenzen bewusst zu sein. Um einerseits einschätzen zu können "da reagiere ich empfindlicher als andere", andererseits aber auch sowas klarer kommunizieren zu können.

In vielen Fällen ist ein "du bist zu sensibel" eigentlich ein "ich bin ein unsensibler Klotz".
 

Benutzer174969  (29)

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Wenn du dich nicht als sensibel siehst, sind vielleicht die anderen das "Problem" und passen nicht in dein Leben?
 

Benutzer174589 

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Ich bin mehr so Modell Holzklotz und merke in beide Richtungen nicht so viel.

Ist jetzt auch nicht unbedingt besser. Was solls.

Filter doch einfach mal für dich, warum dich das so sehr beschäftigt und was daran wäre eigentlich schlimm? Also so schlimm, dass du dich, obwohl du uns hier fragst ob du sensibel bist, die Rechtfertigung für deinen Charakter gleich mitlieferst. :smile:
 

Benutzer180160 

Sorgt für Gesprächsstoff
Ist doch nicht‘s schlimmes, wenn man Gefühle und Eindrücke stärker verarbeitet als andere. Manchen Leuten würde es nicht schaden, wenn sie auch etwas sensibel wären.
 

Benutzer174233  (33)

Öfter im Forum
Ich denke, (und das ist vielleicht auch der Grund warum dich das Thema beschäftig) dass wenn die eigene Sensibiltät von Außenstehenden angemerkt wird geschieht das meist in einem eher negativen Kontext oder hat zumindest den Anschein. Man könnte dann auch ebenso gut wehleidig oder empfindlich sagen.

Allerdings finde ich grundsätzlich nichts schlimmes daran sensibel zu sein. Das hat auch nichts mit Schwäche oder so zu tun, man kann sowohl eine starke und aber auch sensible Person sein.
Man sollte einfach nicht so viel ddarau geben, für wie sensibel andere einen einschätzen. Das eigene Maß ist entscheidender und wenn du dich mit deinen sensiblen Seiten und der Ausprägung davon wohl fühlst ist doch alles bestens.
 

Benutzer167118  (27)

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Allerdings finde ich grundsätzlich nichts schlimmes daran sensibel zu sein. Das hat auch nichts mit Schwäche oder so zu tun, man kann sowohl eine starke und aber auch sensible Person sein.

Das kann ich zu 100% so unterschreiben.
Wieso ist Sensibilität oft so negativ behaftet? Es ist absolut nichts schlimmes, hat nichts mit Schwäche zu tun und ist total menschlich.

Mir hat noch niemand gesagt, dass ich besonders sensibel sei. Bin ich glaube ich auch nicht. Es kam höchstens mal ein "Hab dich nicht so". Das ist aber nunmal meine Sache, wenn mit etwas gegen den Strich geht oder jemand eine Grenze überschreitet, dann mach ich das halt klar und zwar ganz deutlich.
 

Benutzer181361 

Sorgt für Gesprächsstoff
Ich würde mich gleichzeitig als sehr stark aber auch mega sensibel bezeichnen. An manchen Tagen fühle ich mich schneller als andere Menschen reizüberflutet und komplett überfordert von Geräuschen,Gerüchen,Menschen,Anwesenheiten,Gesprächen. Es gibt Tage wo ich unglaublich nah am Wasser gebaut bin und mich schnell angegriffen fühle.
Wenn ich mir aber meinen Alltag so gestalte,dass die Grundbedingungen für mich stimmen, fühle ich mich insgesamt selbstbewusster und weniger sensibel.
 

Benutzer7314  (41)

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vor allem - grad bei einem geschwister teil zählt zu beginn des lebens nur die regel aug um aug.....öfters war es so dass ich in den hinterhalt meines bruders geriet, und als ich zum Rachefeldzug aufbrach, sagte unsere Mutter „sei nicht so sensibel...“
 

Benutzer136760 

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Nenne doch bitte ein paar konkrete Beispiele. So ins Blaue hinein kann man nicht viel Brauchbares dazu sagen.
 

Benutzer7314  (41)

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Nenne doch bitte ein paar konkrete Beispiele. So ins Blaue hinein kann man nicht viel Brauchbares dazu sagen.
Also ein beispiel: (das beispiel ist grad sehr aktuell, ich öffne dazu eineb eigenen thread, bitte nicht verwirren lassen)

meine partnerin hat einen mühsamen anstrengenden konzern-job, und sie ist das Pflichtbewusstsein in Person. ihre arbeit ist für sie sehr unbefriedigend, sagen wir mal so, sie wäre eine Fischerin und wurde vom Konzern abkommandiert, eine Berghütte zu führen. So weit, so schlecht.

Wenn ich unter der Woche bei ihr im Homeoffoce bin (wir führen ein 100km fernbeziehung) bin ich halt zuhause wenn sie in die Arbeit fährt und von dort wieder zurückkommt.

Sowohl vor als auch nach der Arbeit ist sie vor allem eines: unleidlich. Ich kann das alles verstehen und wäre der letzte, der ihrem jobfrust nicht gehör verleihen würde. ich frag sie was warum wieso, wie sie Dinge sieht, empfindet etc. sie ist schlecht gelaunt, und diese Laune sucht sich ihren Weg nach draussen, sie pfaucht mich an.

ich seh das nicht tragisch, ich kenne das von meiner Mutter, aus deren Nase und Ohren rauchte es auch raus.

meine Konsequenz: ich zieh ab. ich schnapp mir ein Buch oder den laptop und verzupf mich. sie sieht dann fern, meistens setz ich mich dazu aber nicht immer, wenn sie ganz auf Krawall gebürstet ist.

Neulich hab ich ihr dann auch mich gesagt, dass mich das auch ganz ordentlich bremst, mit ihr Sex zu haben. Sie sagte drauf „na hui dann wird das ein Teufelskreis“

ich denk mir: ich könnte auch vom Job so „heimkommen“, gehe dann aber meist täglich sport machen. mit sport lösen sich alle Knoten des Frusts bei mir ziemlich gründlich und nachhaltig. und ich denk mir, meine Partnerin ist nicht dazu da, meinen Job frust zu verdauen. ok vielleicht ein bisschen schon, aber eigentlich nicht mal ein bisschen. ich mach das fast nie, durch meine ewige single zeit hab ich gelernt, solche Dinge mit mir selbst auszumachen.

So nun meine Frage: findet ihr meine reaktion „sensibel“ wenn ich an ihren unleidlichen Wochentagen keine Lust auf sex mit ihr mehr habe dann?
 

Benutzer136760 

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Nein. Du setzt eben Grenzen, das ist doch dein gutes Recht.

Nachtrag: Wenn ich es mir recht überlege, könnte man dich da auch als unsensibel bezeichnen, weil du nicht auf den Wunsch der Frau nach Sex eingehst.
 
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Benutzer172492 

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Ich kann schon sehr gut verstehen, dass sie durch den Job so viel gefrustet ist. Und sie ist auch nur ein Mensch, das kann sich immer auch in einer Partnerschaft zeigen. Immerhin nimmt der Job viel Zeit im Alltag ein.

Dass du da Abstand nimmst, bis sie wieder ruhiger ist, verstehe ich auch. Aber im Hinblick auf eure Familienplanung solltet ihr schon darüber reden, inwiefern ihr Jobstress da eine Rolle spielt. Du bist ja keine Maschine, sie natürlich auch nicht, und der Jobstress ist ein Problem bei eurem gemeinsamen Ziel, Kinder zu bekommen.
Es ist nicht lösungsorientiert, dich zum Problem zu machen, weil du sensibel seist, wenn es doch euer gemeinsames Problem ist (sie zurecht gestresst und du dadurch unter Druck).
 

Benutzer7314  (41)

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Ich kann schon sehr gut verstehen, dass sie durch den Job so viel gefrustet ist. Und sie ist auch nur ein Mensch, das kann sich immer auch in einer Partnerschaft zeigen. Immerhin nimmt der Job viel Zeit im Alltag ein.

Dass du da Abstand nimmst, bis sie wieder ruhiger ist, verstehe ich auch. Aber im Hinblick auf eure Familienplanung solltet ihr schon darüber reden, inwiefern ihr Jobstress da eine Rolle spielt. Du bist ja keine Maschine, sie natürlich auch nicht, und der Jobstress ist ein Problem bei eurem gemeinsamen Ziel, Kinder zu bekommen.
Es ist nicht lösungsorientiert, dich zum Problem zu machen, weil du sensibel seist, wenn es doch euer gemeinsames Problem ist (sie zurecht gestresst und du dadurch unter Druck).
Danke, sehr lieber Post!:smile:

Vor allem kenn ich sie ja wenn sie entspannt ist, und mit dieser Person bin ich so so so gerne zusammen <3

aber die Zeitspannen, wo sie entspannt ist sind eher kurz, und die Zeit wo sie irgendwas beschäftigt/stresst, sind eher lang.

Und als ihr Partner sehe ich es als meine Pflicht, ihr Ohren, Schulter und Stütze zu sein. Aber ich lerne, dass ich da nach oben hin nicht unbegrenzt Lust und Kraft habe.

Bzw ein bisschen muss sie auch selbst drauf achten, nicht pausenlos schlechte Laune unter der Arbeitswoche zu haben. Sie muss da schon selbet bisschen ausgleichen.

Denn wer nicht geniesst, wird ungeniessbar wie mein Vater immer zu sagen pflegt.:smile:
 

Benutzer172492 

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Naja, wenn du ihr wirklich stütze sein willst, solltest du als ihr Partner auch überlegen, wie du ihr da mittel- bis langfristig helfen kannst. Sprich: Liebevoll (!) ansprechen, was der Job mit ihr und euch als Paar macht, und welche Optionen ihr da habt. Denn so wie ich das sehe, muss sie da raus.

Da geht es jetzt nicht darum, dich zu rechtfertigen getreu dem Motto "Sie ist ungenießbar und muss erst für mich wieder genießbar werden". Find ich auch keinen partnerschaftlichen und schon gar keinen zielführenden Gedanken.
Sag ihr, dass du dir Belastung bei ihr siehst und du glaubst, dass es für sie besser wäre, da rauszukommen. Welche Optionen es da vielleicht gäbe (konzernintern bewerben, Stunden reduzieren, kündigen). Ob du ihr helfen kannst. Nimm sie in den Arm und hör ihr zu.
 
G

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Ich mag sensible Menschen weil sie einfach gefühlvoller, feinfühliger sind. Soziales Einfühlungsvermögen und emotionale Intelligenz zeichnet solche Menschen aus.
Leider wird das Wort "sensibel" wie viele andere Wörter oft negativ verwendet um Menschen zu etwas zu überreden oder einen Willen/Meinung aufzudrängen.
 
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