Wie kann ich andere Menschen motivieren/Mut machen?

Benutzer143676  (27)

Benutzer gesperrt
Hallo,

immer, wenn mir jemand etwas anvertraut und gerne einen Tipp, Ratschlag oder einfach nur Motivation möchte, habe ich das Gefühl, diesem Menschen nicht das zu geben, was er von mir erwartet/erhofft. Ich selber bin ein sehr leidenschaftlicher Mensch. Ich brenne richtig für Dinge und es fällt mir leicht mich selbst zu motivieren. Jedoch habe ich den Eindruck, dass ich das nicht bzw. nicht genug auf andere übertragen kann., wenn sich Freunde das von mir erhoffen. Ich möchte nicht diese pauschalen Floskeln wie z. B. "Du schaffst das schon" oder "Das wird schon wieder". Ich möchte ein Feuer in diesen Menschen auslösen wie ich es auch in mir spüre. Da ich mich selber sehr gut motivieren kann, fällt es mir schwer nachzuvollziehen was andere in dieser Richtung an Motivation brauchen. Zudem bin ich ein meist sehr gut gelaunter Mensch, der auch schon morgens guter Laune ist. Aber wie kann ich das alles auf andere übertragen??? Das sind doch schon so gute und positive Dinge von denen man sich leicht anstecken lässt. Aber wie kann ich die Leute damit anstecken?

Für eure Ratschläge wäre ich sehr dankbar.
 

Benutzer91095 

Team-Alumni
Zeige Verständnis. Wenn du immer gut drauf und gut gelaunt bist, ist das zwar ne schöne Sache, kann aber Leute auch vor den Kopf stoßen, die sich von deinem Optimismus unverstanden fühlen. Versuch dich in die Lage der Leute hineinzuversetzen, dann kannst du sie auch am besten verstehen und die richtigen Worte finden.

Und am Ende ist es so: Ein fröhlicher, lebenslustiger Mensch, der dabei aber nicht naiv und ignorant ist, tut schon mal grundsätzlich gut. Manchen Leuten kann man aber eben einfach nicht helfen, egal wie man es anstellt. Hab also nicht zu hohe Ansprüche an dich selber.
 

Benutzer138875 

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Manchmal kann die Hilfe tatsächlich schon darin bestehen, dass man einfach zuhört.

Um einen guten Ratschlag zu erteilen muss man die Situation, in der ein Mensch sich befindet, nachvollziehen können. Manchmal gelingt das nicht, dann ist es schwierig jemanden mit helfenden oder motivierenden Worten zu stützen.
Das muss keine Schwäche sein und ist der ehrlichere Weg, als eine halbherzige Durchhalteparole zu äußern.
 

Benutzer137391  (46)

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was bekommst du denn für ein feedback von der anderen seite??

ich sehe es ansonsten wie HoldenC HoldenC
zuhören kann so hilfreich sein.. man erkennt dann manchmal schon selbst wo das problem liegt oder entdeckt eine neue sichtweise..
ich weiß was du meinst. ich habe einige junge kollegen um mich herum (sehr junge.. 20/23) die fragen mich auch ab und an nach rat wenn sie nicht weiterwissen.
nicht immer kann ich dann eine KLUGEN ratschlag geben.. manchmal muss man auch mal zugeben, dass man selbst nicht weiter weiß oder man kann nur zuhören und trost spenden.. je nach situation.
mach dir nicht so viele gedanken.. du kannst nicht immer der perfekter helfer in allen lebenslagen sein! :zwinker:
 

Benutzer91095 

Team-Alumni
Könntest du bitte genauer erläutern was du damit meinst?

Damit meine ich, dass es manche Menschen gibt, die nicht zu verstehen scheinen, dass manche Sachen auch einfach unabänderlich scheiße sind. Die können sich nicht in die Situation von jemand anderen hineinversetzen, verstehen das Problem nicht, nehmen es nicht ernst, und erwecken grundsätzlich den Anschein, dass es ihnen immer gut geht, sie auf alles ne Lösung haben, nie auch nur einen schlechten Moment erlebt haben und für die das Leben einfach eine ununterbrochene Party ist.

Deswegen meine ich: Zeige Verständnis, hör zu, nimm die Sachen ernst, die die Leute dir im Vertrauen erzählen. Kombiniert mit einer optimistischen Ader hilfst du ihnen dann vielleicht mehr als du denkst.
 

Benutzer143676  (27)

Benutzer gesperrt
was bekommst du denn für ein feedback von der anderen seite??

Feedback bekommt man da generell eher wenig. Aber darauf bin ich auch nicht aus. Ich persönlich fühle mich auch sehr unwohl, wenn ich gelobt werde. Es ist wohl nicht so meine Art im Vordergrund zu stehen.

Aber auf der anderen Seite ist es durch das fehlende Feedback auch schwer zu sehen, was man verbessern/ändern kann.
 

Benutzer137391  (46)

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Feedback bekommt man da generell eher wenig. Aber darauf bin ich auch nicht aus. Ich persönlich fühle mich auch sehr unwohl, wenn ich gelobt werde. Es ist wohl nicht so meine Art im Vordergrund zu stehen.

Aber auf der anderen Seite ist es durch das fehlende Feedback auch schwer zu sehen, was man verbessern/ändern kann.
hm.. also irgendwas wird das gegenüber dir ja wohl mitteilen?? :ratlos:
 

Benutzer143676  (27)

Benutzer gesperrt
hm.. also irgendwas wird das gegenüber dir ja wohl mitteilen??

Es kommt selten ein "Danke das hat mir sehr geholfen" oder "Das fand ich etwas überzogen". Oft bleiben meine Freunde/Bekannten in ihrer Resignation wenn ich ihnen versuche zu helfen. Das hinterlässt den Eindruck, als ob ich es gar nicht es schaffen würde zu helfen.
 

Benutzer11466 

Sehr bekannt hier
Ich möchte ein Feuer in diesen Menschen auslösen wie ich es auch in mir spüre. Da ich mich selber sehr gut motivieren kann, fällt es mir schwer nachzuvollziehen was andere in dieser Richtung an Motivation brauchen.
Eines der ersten Dinge, die man im Leben lernen muß, ist, daß andere Menschen anders ticken als man selbst. Das fängt bei unwichtigen Dingen wie der Begeisterung für einen bestimmten Musiker oder 'ne Fernsehserie an, geht über das Engagement in gesellschaftlichen Dingen weiter und endet bei der individuellen Fähigkeit, sich selbst zu motivieren und Dinge anzupacken. Im besten Falle ist es nur unterschiedlicher Schwung, im schlimmsten Fall sind andere Leute depressiv - denen kann man dann nur helfen, indem man sie - behutsam - zu professioneller Hilfe überredet.
Aber wie kann ich das alles auf andere übertragen???
Nur, indem Du so bleibst, wie Du bist, und andere eben nicht drängst und akzeptierst, daß Leute bereit sein müssen, sich motivieren oder helfen zu lassen.

Dazu gehört auch, es irgendwann gut sein zu lassen...

Ich halte es so: Im Rahmen meiner Möglichkeiten helfe (und motiviere) ich gern (und biete das auch von mir aus an, wenn ich es für angebracht halte). Aber wer nicht will, der hat schon.
 
Zuletzt bearbeitet:

Benutzer133456  (49)

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Ich muss beruflich tagtaeglich viele junge Menschen motivieren, von denen viele oft ganz schoen niedergeschlagen sind. Der Trick ist, sie zum Reden zu bringen. Und das macht man am besten in einer Weise, die ihnen den Eindruck gibt, sie haben meine volle Aufmerksamkeit, und ich stehe erst dann wieder auf und gehe weg, wenn ihr Problem geloest ist. Das mache ich so:
  1. immer mit Becher Kaffee bewaffnet sein
  2. sobald die Konversation beginnt, hinsetzen und quasseln lassen. Dabei vollen Augenkontakt halten, nicken, zuhoeren, Zwischenfragen einwerfen, hie und da vom Kaffee trinken, den Eindruck vermitteln, man hat nichts anderes im Leben zu tun, als diesem Menschen zuzuhoeren
  3. wenn der Betroffene dann vom Reden erschoepft langsam zur Ruhe kommt, und man den Eindruck bekommt, er weiss jetzt auch nichts mehr zu sagen, fragen, was er zu tun gedenkt. Und das ist dann der Punkt, wo sie meistens selbst auf Ideen kommen. Die unterstuetzen, denjenigen wegschicken, sobald man den Eindruck hat, er will jetzt aktiv werden... fertig.
  4. davon ausgehen, der kommt wieder, irgend wann mal. In dem Fall, siehe Punkt eins.
 

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