Wie geht man mit den Menschen aus einem Seitensprung um?

Benutzer153297  (42)

Sorgt für Gesprächsstoff
Hallo zusammen! :smile:

Ich bin 35 und lebe bin seit über 10 Jahren mit meinem Partner glücklich liiert.
Mein Partner hat vor langer Zeit den einen und anderen Seitensprung gewagt, aber das ist jetzt nicht wichtig. Wir haben viel nachgedacht, geredet und führen seit dem nun eine offene Beziehung die auch bisher gut funktioniert.

Einige Kontakte hält er immer noch aufrecht, daraus haben sich Freundschaften entwickelt was mich nicht stört. Ich kenne die eine und andere Person inzwischen auch, und habe auch ein gutes und freundschaftliches Verhältnis zu ihr.

Was mich allerdings ein wenig stört ist: Die Leute sind damals ohne mit der Wimper zu zucken mit meinem Partner ins Bett gestiegen, obwohl sie wussten dass er liiert ist, und dass er gerade fremd geht. Sie kannten mich aber zu dem Zeitpunkt aber noch nicht.
Inzwischen sind wir aber auch gute Bekannte vielleicht auch Freunde.
Allerdings wird so getan, als ob es nie einen Seitensprung gegeben hätte, und das stört mich ein wenig. Sollte ich das Thema ansprechen? Kann ich ihnen denn wirklich etwas vorwerfen?
Wirkt es übertrieben ethisch, wenn ich ihnen jetzt Vorwürfe mache? Immerhin kannten sie mich damals ja noch nicht. Was ist eure Meinung dazu? Wie würdet ihr vorgehen?

Mein Partner meint, das sei "unfair" sie da jetzt in die Ecke zu drängen. Ich finde aber, wenn sie mein Vertrauen tatsächlich haben möchte, müssen sie durch da durch, auch wenn es weh tut. Das hat es mir damals auch.
 

Benutzer135804 

Planet-Liebe Berühmtheit
diese menschen hatten mMn damals,als sie dich nicht einmal kannten,schlicht keinen grund,nichts mit deinem partner zu haben.schließlich ging er dir fremd-und nicht sie.und nein,ich sehe keinen grund,das zu thematisieren-wie gesagt,damals wart ihr ja nicht miteinander befreundet,so dass dich keiner von ihnen hintergangen hat-das hat dein partner getan.
wie ich mit denen umgehen würde an deiner stelle?na du sagst,du verstehst dich gut mit ihnen und bist mit ihnen befreundet.also würd ich mich halt so verhalten,wie ich mich all meinen freunden gegenüber verhalte.
 

Benutzer71796 

Sehr bekannt hier
Mein Partner meint, das sei "unfair" sie da jetzt in die Ecke zu drängen. Ich finde aber, wenn sie mein Vertrauen tatsächlich haben möchte, müssen sie durch da durch, auch wenn es weh tut. Das hat es mir damals auch.
Ich bin da auf der Seite deines Partners. Ich finde auch, dass es jetzt total komisch wär, das ganze zum Thema zu machen. Hättest du es gleich am Anafang behandeln wollen, hätte ich dich komplett verstanden.
 

Benutzer123832  (26)

Beiträge füllen Bücher
Ich finde, dass es damals, als du sie noch nicht kanntest, allein die Sache deines Freundes war, dass er dich betrügt.
Er trägt dafür die alleinige Verantwortung meiner Meinung nach.

Und außerdem: Was versprichst du dir daraus, die Leute darauf anzusprechen?
 

Benutzer153297  (42)

Sorgt für Gesprächsstoff
Ja das stimmt schon mit der Verantwortung. Ich kann und werde ihnen nichts vorwerfen und werd's auch sein lassen das Thema unnötig nochmal zu thematisieren.

Danke sehr :smile:
 

Benutzer20579  (37)

Planet-Liebe ist Startseite
Wenn es dich umtreibt und dir Bauchweh bereitet, sprich es an.

Ich persönlich finde zwar nun nicht, dass jeder Mensch für eine Affäre verifizieren muss, ob da eine Beziehung vorliegt. Aber dieses "Mit dem Partner desjenigen, mit dem ich eine Affäre habe, habe ich nix zu tun!" finde ich auch recht wenig. Ich finde es schon eine Sauerei, mit jemandem ins Bett zu steigen, von dem man weiß, dass derjenige monogam vergeben ist.

Wenn du die Leute in deinem Umfeld hast und mit denen eine gute Bekanntschaft oder sogar Freundschaft pflegen möchtest, kann ich gut verstehen, dass du es mal ansprechen möchtest. Kann nach hinten losgehen, aber wenn du es nicht ansprichst, belastet es dich. Es hat dich ziemlich verletzt und traurig gemacht und das kann man ansprechen.

Als erwachsener Mensch sollte man damit umgehen können und das auch unter Erwachsenen mit einem Gespräch klären können - und dann ist das Thema hoffentlich für alle erledigt.
 

Benutzer135804 

Planet-Liebe Berühmtheit
Aber dieses "Mit dem Partner desjenigen, mit dem ich eine Affäre habe, habe ich nix zu tun!" finde ich auch recht wenig. Ich finde es schon eine Sauerei, mit jemandem ins Bett zu steigen, von dem man weiß, dass derjenige monogam vergeben ist.
kannst du denn auch rational begründen,warum jemand,der selber nicht fremdgeht und der nicht mit dem partner der affäre befreundet ist,da deiner meinung nach aus ethischer sicht einen fehler begeht?
 

Benutzer150418 

Verbringt hier viel Zeit
Allerdings wird so getan, als ob es nie einen Seitensprung gegeben hätte, und das stört mich ein wenig.
Naja, wie sollten sie auch sonst tun? Du hast deinem Partner verziehen und bist noch mit ihm zusammen. Du bist offen für Bekanntschaft und Freundschaft mit diesen Personen - diese Geste wirkt ja selbstverständlich so, als wäre alles gesagt bzw. nie was gewesen.

Sollte ich das Thema ansprechen? Kann ich ihnen denn wirklich etwas vorwerfen?
Wirkt es übertrieben ethisch, wenn ich ihnen jetzt Vorwürfe mache? Immerhin kannten sie mich damals ja noch nicht. Was ist eure Meinung dazu? Wie würdet ihr vorgehen?
Ich kann verstehen, dass dich das Thema noch plagt. Würde mich auch. (Abgesehen davon, dass ich meinen Partner nicht zurück wollen würde wenn ihm mehrfach Seitensprünge passiert sind. Und allgemein würde ich mit den Personen keinen Kontakt wollen, sondern mich fühlen wie ein Vollidiot, dem die Hörner aufgesetzt worden sind.)
Ich finde nicht, dass es übertrieben ethisch wirkt, wenn du sie darauf ansprichst.
Vorwürfe jedoch halte ich für nicht empfehlenswert.
Im Grunde willst du es ja einfach nur verstehen, denke ich mal, um Frieden für dich selbst damit zu schließen. Vorwürfe zu machen, wird dich da nicht weiter bringen, immerhin hat ja hauptsächlich dein Partner das verbockt und nicht die anderen. Das wirkt dann so, als hättest du ihnen nur Freundschaft vorgeheuchelt und es könnte der gute Umgang miteinander kaputt gehen, vermute ich.
Wenn diese Personen "ohne mit der Wimper zu zucken mit deinem Mann ins Bett steigen", werden sie -so denke ich aber auch- wohl hoffentlich offen für solche Themen sein und auch die Konfrontation vertragen.

An deiner Stelle würde ich mir also zunächst überlegen:
1) Was will ich mit dem Gespräch bezwecken?
2) Was würde es ändern, Antworten zu haben?
3) Was würde es ändern, ihnen meine Meinung gesagt zu haben?

Gefahr: Es könnte sein, dass die Antworten dir nicht gefallen und die Konfrontation nur für Zwist sorgt.

Für mich wirkt das irgendwie so, als hättest du deinem Partner noch nicht verziehen, warum sonst kommst du auf die Idee fremden Leuten Vorwürfe machen zu wollen? Der Groll den du da noch hegst ist keine Basis für eine gute Bekanntschaft oder Freundschaft.
Ich würde es, wenn du es (was ich verstehen kann) ansprechen möchtest, im Ruhigen tun und einfach ehrlich sein und sagen, dass es dich noch schmerzt und du das aus der Welt schaffen möchtest als guten Start in eine gute Bekanntschaft/Freundschaft und dich einfach besser fühlt, wenn du es verstehst, weil du es sonst nicht abhaken kannst.
Irgendwie macht mir die Geschichte auch den Eindruck, als hättest du nur aus Zuneigung zu deinem Mann heraus Kontakt mit diesen Personen und würdest dich vielleicht sogar unbewusst etwas dazu zwingen. Mir will nämlich nicht in den Kopf, warum du von Vorwürfen schreibst, wenn doch eigentlich alles gut ist. Das riecht mir nach ungesagten, unüberwundenen Vorwürfen an deinen Partner.

Edit: Sehr wohl hab ich gelesen, dass du von der Konfrontation absehen wirst - aber beschäftigen tut DICH das Thema ja sicherlich trotzdem noch... ist ja auch keine Lösung, oder?
 

Benutzer96053 

Planet-Liebe Berühmtheit
kannst du denn auch rational begründen,warum jemand,der selber nicht fremdgeht und der nicht mit dem partner der affäre befreundet ist,da deiner meinung nach aus ethischer sicht einen fehler begeht?

Auch, wenn du mich nicht gefragt hast (ich sehe das aber genauso wie Dreizehn Dreizehn ):

In dem Moment, wenn ich mit einem monogam vergebenen Menschen (von dem ich es weiß!) ins Bett gehe, mache ich mich zum Komplizen und riskiere, dass da eine Beziehung aufgrund unserer Affäre in die Brüche geht. Das die Hauptverantwortung selbstverständlich beim fremdgehenden Partner liegt, ist wohl allen klar, aber indem ich beim Regeln brechen "assistiere", mache ich mich, als erwachsener Mensch, der sein Handeln hinterfragen kann und zu nichts gezwungen wird, mitschuldig.

Es geht einfach um die Akzeptanz der anderseitig vereinbarten Regeln (soweit mir bekannt).

Das hat aber nichts damit zu tun, dass mir der betrogene Partner so furchtbar leid täte - sondern damit, dass ich dem Anspruch, den ich an mich selber habe, gerecht werden will.
 

Benutzer20579  (37)

Planet-Liebe ist Startseite
kannst du denn auch rational begründen,warum jemand,der selber nicht fremdgeht und der nicht mit dem partner der affäre befreundet ist,da deiner meinung nach aus ethischer sicht einen fehler begeht?
Sicher kann ich das. Ist nur die Frage, ob das was bringt, weil solche Themen naturgemäß jeder anders sieht. Für mich persönlich hört mein Bedürfnis, mich anderen Menschen gegenüber anständig zu verhalten, nicht dort auf, wo ich mit den Leuten befreundet bin. Wenn ich mit jemandem ins Bett steige, der monogam vergeben ist, weiß ich, dass mit diesem Verhalten der Partner verletzt wird. Denn in einer monogamen Beziehung ist so ein Betrug eine enorme Verletzung. Und das werte ich jetzt mal unabhängig davon, ob jemand davon erfährt, oder nicht. Letztendlich finde ich, dass die "mir doch scheißegal, sollen die unter sich ausmachen"-Einstellung vieler Leute von Ignoranz und fehlender Empathie zeugt. Wenn Freunde von mir sowas machen, sage ich denen auch, dass ich das kacke finde.

Und daher finde ich durchaus, dass der TE berechtigt ist, dass den Leuten gegenüber anzusprechen. Es hat ihn damals eben sehr verletzt und diese Leute spielen immer noch eine Rolle in seinem Leben. Von daher würde ich klare Verhältnisse wollen. Dass das seinen Partner, der immerhin fremdgegangen ist, nicht freut und er lieber den Mantel des Schweigens über die Sache hüllen möchte, liegt wohl in der Natur der Sache.

Ehrlich gesagt wundert es mich, dass ausgerechnet du diese Frage stellst, wenn du Signaturen für moralische Fragen beim Tierschutz hast und immer betonst, wie übersensibel du bist. Dann sollte dir der Kummer unbeteiligter Dritter bei bloßem Sex ja nun auch nicht total egal sein?

[Und ja, mir ist klar, dass es Leute gibt, die finden, dass Fremdgehen nicht automatisch Kummer oder Leid verursacht und es ja auch voll gut sein kann, fremdzugehen. Ich bin der Meinung, dass in einer monogamen Beziehung ein Betrug einen immensen Vertrauensbruch darstellt und sehr verletzend sein muss. Wer da auch noch wohlwissend mitmacht und sich Scheuklappen anzieht, ist für mich auch nicht unbedingt ein charakterlicher Held. Und wenn so jemand in MEINEM Freundeskreis ist, dann würde ich das ansprechen und die Sache klären.]
 

Benutzer38570 

Planet-Liebe Berühmtheit
Mir erschließt sich nicht ganz, welches Ziel Du damit verfolgst. Wenn mein Mann fremd geht und ich damit dann ein Problem habe, dann würden mir die Beteiligten Fremden nicht wirklich bei der Problemlösung helfen.

Wenn jetzt mein Mann auf die Idee kommen würde, meine Abenteuer dafür verantwortlich zu machen - nein, das ginge irgendwie gar nicht...
 

Benutzer96053 

Planet-Liebe Berühmtheit
Mir erschließt sich nicht ganz, welches Ziel Du damit verfolgst. Wenn mein Mann fremd geht und ich damit dann ein Problem habe, dann würden mir die Beteiligten Fremden nicht wirklich bei der Problemlösung helfen.

Wenn jetzt mein Mann auf die Idee kommen würde, meine Abenteuer dafür verantwortlich zu machen - nein, das ginge irgendwie gar nicht...

Wenn aber deine Abenteuer plötzlich ein Teil eures Freundeskreises wären, würde es auch keinen Sinn machen, das Vorgefallene peinlich berührt zu verschweigen.
 

Benutzer38570 

Planet-Liebe Berühmtheit
Wenn aber deine Abenteuer plötzlich ein Teil eures Freundeskreises wären, würde es auch keinen Sinn machen, das Vorgefallene peinlich berührt zu verschweigen.
Sind sie teilweise. Da gibt es nun nichts zu verschweigen, aber auch keinen Grund, da nun ein Drama draus zu machen. Entweder man hat verziehen und kommt wirklich mit klar, oder lässt es bleiben. Die Fickbuddys können jedenfalls nichts dafür.
 

Benutzer135804 

Planet-Liebe Berühmtheit
Sicher kann ich das. Ist nur die Frage, ob das was bringt, weil solche Themen naturgemäß jeder anders sieht. Für mich persönlich hört mein Bedürfnis, mich anderen Menschen gegenüber anständig zu verhalten, nicht dort auf, wo ich mit den Leuten befreundet bin.
nun ja-ethik beruht eben in 1.linie auf rationalität.und nur mit logisch begründeten argumenten kann man darüber diskutieren.
im fall der affäre fällt mir eben keinerlei grund ein,warum derjenige was falsches macht,denn derjenige hat keinem treue versprochen.dass es aus ethischer sicht falsch ist,seinen partner in einer monogamen beziehung zu betrügen,ist dagegen relativ leicht zu begründen.

Letztendlich finde ich, dass die "mir doch scheißegal, sollen die unter sich ausmachen"-Einstellung vieler Leute von Ignoranz und fehlender Empathie zeugt.
von fehlender empathie oder ignoranz kann bei mir auch nicht die rede sein.ich behaupte ja nicht,dass es was tolles ist,sich drauf einzulassen.aber rein logisch gesehen betrügt man da halt als dritte person,die selbst nicht in einer monogamen beziehung ist,nun mal niemanden.das "treue-versprechen" (eine bessere bezeichnung fällt mir grad auf anhieb nicht ein) gab es ja dann nicht zwischen der affäre und jemand anderem,sondern zwischen dem,der fremdgeht und seinem partner.

Und daher finde ich durchaus, dass der TE berechtigt ist, dass den Leuten gegenüber anzusprechen. Es hat ihn damals eben sehr verletzt und diese Leute spielen immer noch eine Rolle in seinem Leben. Von daher würde ich klare Verhältnisse wollen.
natürlich kann er das tun,da spricht ja nichts dagegen.nur werden diejenigen dazu nicht mehr sagen können als:"damals waren wir eben noch keine freunde,sonst wär das ja nicht passiert."aber gut,wenn ihm das was bringt,soll ers machen.


Ehrlich gesagt wundert es mich, dass ausgerechnet du diese Frage stellst, wenn du Signaturen für moralische Fragen beim Tierschutz hast und immer betonst, wie übersensibel du bist. Dann sollte dir der Kummer unbeteiligter Dritter bei bloßem Sex ja nun auch nicht total egal sein?
-ethik-auch tierethik-beruht eben auf rationalität.
-gerade weil ich fachwissen über ethik besitze,stelle ich solche fragen.ich diskutiere halt auch einfach gerne.und hab mir um genau dieses thema hier schon oft gedanken gemacht,welche ethische theorie dagegen spricht,was mit einem zu haben,der vergeben ist.bisher passte aber keine einzige (nicht mal der utilitarismus) dazu.
-ich bin nicht übersensibel,sondern hochsensibel.und die bedeutung dieses phänomens hat nichts.aber auch gar nichts damit zu tun,wie man sich selbst verhält.es bezeichnet lediglich eine starl erhöhte reizoffenheit durch neurlogische besonderheiten.

Und ja, mir ist klar, dass es Leute gibt, die finden, dass Fremdgehen nicht automatisch Kummer oder Leid verursacht und es ja auch voll gut sein kann, fremdzugehen. Ich bin der Meinung, dass in einer monogamen Beziehung ein Betrug einen immensen Vertrauensbruch darstellt und sehr verletzend sein muss.
das sehe ich ganz genauso.aber der vertrauensbruch geht eben vom fremdgeher aus,der ja zugesagt hat,treu zu sein.die affäre aber hat niemandem sowas zugesagt.
 

Benutzer72433 

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Off-Topic:
im fall der affäre fällt mir eben keinerlei grund ein,warum derjenige was falsches macht,denn derjenige hat keinem treue versprochen.
und warum fällt es dann unter strafbare handlungen, illegale drogen zu verkaufen? damit gibst du ja auch nur jemand willigem die möglichkeit etwas zu tun, was er nicht tun sollte.
 

Benutzer123446 

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im fall der affäre fällt mir eben keinerlei grund ein,warum derjenige was falsches macht,denn derjenige hat keinem treue versprochen.
"Ethisch/ moralisch korrekt" handeln bedeutet für mich, so zu handeln, dass meinen Mitmenschen dadurch kein Leid zugefügt wird.
Wenn ich mit jemandem eine Affäre anfange, der in einer festen Beziehung ist (und ich darüber Bescheid weiß), dann füge ich der dritten beteiligten Person allerdings Leid zu. Und das weiß ich, da ich ausreichend Empathie besitze, um mir das vorzustellen.
 
Zuletzt bearbeitet:

Benutzer20579  (37)

Planet-Liebe ist Startseite
nun ja-ethik beruht eben in 1.linie auf rationalität.und nur mit logisch begründeten argumenten kann man darüber diskutieren.
im fall der affäre fällt mir eben keinerlei grund ein,warum derjenige was falsches macht,denn derjenige hat keinem treue versprochen.dass es aus ethischer sicht falsch ist,seinen partner in einer monogamen beziehung zu betrügen,ist dagegen relativ leicht zu begründen.
Es gibt ja anderen Leuten gegenüber nicht nur Treueversprechen. Die gelten tatsächlich nur "bilateral" in der jeweiligen Beziehung. Aber der Grundsatz, keinen zu verletzen und keinem Schaden zuzufügen, kann auch gelten, ohne dass ich mit jemandem eine Beziehung führe. Ich nehme auch keinem fremden Kind das Dreirad weg, um eine Runde drauf zu drehen, nur weil ich es nicht kenne und kein Versprechen habe, das zu lassen. Auch wenn das womöglich kaum strafrechtlich geahndet werden würde, heult das Kind am Ende vermutlich. Vielleicht ist das am Ende ein blödes Beispiel, aber es verdeutlicht vielleicht, was ich meine. Genausogut könnte man theoretisch sagen, dass niemand fremdgehen kann, wenn er keinen zum mitmachen findet. Also hat man durch Menschen mit "Scheißegal-Einstellung" eben durchaus "Mittäter", die sich mittelbar an der Verletzung beteiligen. Sie nehmen in Kauf, dass sie am Ende immer "derjenige sind, mit dem er/sie mich betrogen hat".

Ganz ehrlich, ich finde, dass da schon auch etwas Dreistigkeit und viel fehlende Empathie dazu gehört, sich als ehemalige "Fremdgeh-Beteiligung" jetzt im Freundeskreis einzugliedern. Ich finde schon, dass ein erwachsener Mensch da auch von sich aus das Gespräch hätte suchen können. Würde ich mit einem Paar befreundet sein und hätte ich mit einem der Partner mal Fremdgeh-Sex gehabt, dann würde ich das Thema wohl von mir aus ansprechen, wenn ich nun auf einmal auch mit dem betrogenen Partner eine Freundschaft eingehen wollte.
 

Benutzer123446 

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Ganz ehrlich, ich finde, dass da schon auch etwas Dreistigkeit und viel fehlende Empathie dazu gehört, sich als ehemalige "Fremdgeh-Beteiligung" jetzt im Freundeskreis einzugliedern. (...)
Da bin ich mir nicht sicher, wie die Ex-Seitensprünge das wahrnehmen. Der TS hat ja jetzt eine offene Beziehung und seinem Partner verziehen. Ich nehme an, dass die Seitensprünge davon ausgehen - und zwar tatsächlich, wie ich finde, zu Recht, in Anbetracht der Ausgangslage - dass es für den TS kein größeres Problem war.

TS, wissen denn die Ex-Affären, dass es damals problematischer war, als es jetzt scheint?
Weißt du, wie dein Partner ihnen gegenüber die Beziehung geschildert hat?

Ganz ehrlich, ich würde das Gespräch jetzt nicht mehr unbedingt suchen. Du hast deinem Partner verziehen, der größeren Mist gebaut hat als die anderen, ihr führt eine offene Beziehung. Ich glaube, ein Gespräch ist nur dann notwendig, wenn du wirklich ein Vertrauensverhältnis im Sinne einer engeren Freundschaft mit einer der beteiligten Personen aufbauen möchtest. Ansonsten rührt man da glaub ich alte Dinge auf, die eigentlich kein Problem mehr sind. Und FALLS sie eines sein sollten, dann würde ich das anpacken. Aber mit deinem Partner. Nicht mit den Ex-Affären.
[DOUBLEPOST=1431626092,1431625749][/DOUBLEPOST]
Findest Du das nicht ein wenig zu optimistisch gedacht?
Na ja, wenn ich gerne einen Apfel essen möchte, es aber keine Äpfel und Apfelbäume gibt, dann kann ich keinen essen^^
Ich verstehe Hexes Aussage als theoretische Überlegung um zu sagen: derjenige, mit dem Person A fremd geht, stellt ebenfalls einen Teil des Problems dar. Einfach, weil er mitmacht und die Verantwortung für sein Handeln trägt.
 

Benutzer20579  (37)

Planet-Liebe ist Startseite
Findest Du das nicht ein wenig zu optimistisch gedacht?
Vor allen Dingen ist das völlig theoretisch gedacht und ist nur Teil meiner Überlegung, dass ich finde, dass man sich beim Fremdgehen nicht nicht auch noch beteiligen muss.

An Stelle des TEs hätten solche Leute aucc keinen Platz in MEINEM Freundeskreis, aber das muss jeder für sich selbst wissen.

Da bin ich mir nicht sicher, wie die Ex-Seitensprünge das wahrnehmen. Der TS hat ja jetzt eine offene Beziehung und seinem Partner verziehen. Ich nehme an, dass die Seitensprünge davon ausgehen - und zwar tatsächlich, wie ich finde, zu Recht, in Anbetracht der Ausgangslage - dass es für den TS kein größeres Problem war.
[/QUOT€]
Das kann schon sein, aber da gehören schon viele Scheuklappen dazu, um davon azusgehen, dass so ein Betrug in einer damals immerhin monogamen Beziehung kein großes Problem war.

Aber gut, ich denke, das ist jetzt schon weit ab und wir verdiskutieren uns hier, das kann ja wirklich jeder halten, wie er möchte. :smile:
 
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