Wie erfüllt ist ein Leben ohne wahre Liebe?

Benutzer179634  (43)

Sorgt für Gesprächsstoff
Ich habe noch nie verstanden, warum 'nur' die Liebe zu einem Partner erfüllend sein soll.
Wieso sollte ich weniger Wert sein, wenn ich keinen Partner habe, der mich liebt? Mal davon abgesehen, daß ein Partner nicht automatisch bedeutet, daß mein Leben jetzt plötzlich voller Liebe ist.

Ich habe den Großteil meines Lebens alleine gelebt. Wäre aber zu keinem Zeitpunkt darauf bekommen, zu sagen, das mir Liebe in meinen Leben fehlt.
Ich habe mich immer geliebt gefühlt. Durch meine Eltern, meine Freunde, Kollegen. Und ich habe immer geliebt. Ich gehe sehr großzügig mit meiner Liebe um. Ich liebe (mehr oder weniger) alle Menschen in meinem direkten Umfeld.
Die Liebe wird ja nicht weniger. Im Gegenteil.
Ich weiß, daß mich meine Freundin 'liebt'. So nimmt, wie ich bin. Und umgekehrt.
Ja, ich liebe meinen Freund. Ich liebe aber auch meine Freundin. Der einzige Unterschied zwischen den beiden ist der sexuelle Kontext. Die Körperlichkeit, die ich mit meinen Freund austausche. Wobei auch meine Freundin schon mal einen (platonischen) Kuss bekommt, wenn ich ihr in diesem Moment zeigen möchte, wie gern ich sie habe. Und umgekehrt.

Und kann man wirklich vollkommen erfüllt und glücklich sein, wenn man keinen Partner hat, sich aber diese Art von Liebe und Zuneigung sehr wünscht?
Ja, man kann vollkommen erfüllt und glücklich sein ohne Partner (siehe oben).
Wenn ich natürlich davon ausgehe, daß ich das nur mit einem Partner erreichen kann, werde ich nicht glücklich sein.

Ich bin auch glücklich mit meinem Leben. Es könnte nicht besser laufen bis auf in diesem einen Lebensbereich – der Partnerschaft.
Und da ist es. Das Aber....
Du bist nicht komplett zufrieden mit deinem Leben, weil du schlicht glaubst, daß dir etwas fehlt.

Für mich hatte Liebe schon immer einen extrem hohen Stellenwert. Für mich ist ein Leben ohne Liebe nicht erfüllend.
Das klingt so traurig. Ein Leben ohne Liebe.
Warum glaubst du, daß dir das nur ein Partner geben kann?
Wieso sollte die Liebe, die mir meine Eltern geben, meine Freunde, meine Kollegen, meine Tiere "schlechter" sein, als die Liebe, die ich von einem Partner bekomme.

Ich möchte niemanden für mein Wohlbefinden verantwortlich machen, aber ich wünsche mir jemanden der mich liebt einfach aus tiefsten Herzen.
Aber genau das tust mir dieser Aussage. Du glaubst dich nur wohl fühlen zu können, wenn du einen Partner hast, der dich liebt. Und du Bestätigung von ihm bekommst, das du etwas wert bist. Immerhin liebt er dich ja.

Wenn ich darüber nachdenke, dass ich niemals auf eine romantische Art und Weise geliebt habe und geliebt wurde, macht mich das unendlich traurig.
Da ist jetzt sicher auch sehr viel Verklärung und romantisierung mit dabei.
Du wirst vermutlich auf die Schmetterlinge im Bauch warten.
Aber was ist, wenn die nicht kommen? Was ist, wenn sich ein Mann still und heimlich in dein Leben schleicht? Als Freund? Und dann entwickelt sich etwas. Aus guten Gesprächen heraus? Ganz langsam.
 

Benutzer171320 

Verbringt hier viel Zeit
analog Menschen kennen lernt, dann hat man ja beim ersten Alleine-Treffen schon ein gewisses Bild von dem Menschen, man kennt ihn/sie schon ein wenig.
Ist das so? Wenn ich jemanden auf einer Party anspreche, dann denke ich (wie im Netz auch), dass ich aufgrund der Austrahlung, Kleidung etc. ihn etwas einschätzen kann.... aber auch hier kann ich komplett daneben liegen. Ich denke, es hat beides seine Vor- und Nachteile und ich für meinen Teil bin zwar sehr sozial, aber kein Typ für in einen Verein. Nur schon regelmässige Termine, die für das ganze Jahr fix sind (Treffen jeden Mittwoch oder so), da krieg ich ne Krise.....
 

Benutzer174969  (28)

Verbringt hier viel Zeit
aber kein Typ für in einen Verein.
Plus ich persönlich würde mich super unwohl finden jemanden im Verein kennen zu lernen. Ggf. muss ich später noch den Verein wechseln, wenn das nicht klappt bzw. es herrscht eine ungute Stimmung :ninja:

Auch wenn das hier immer empfohlen wird und ich durchaus verstehe warum. Aber nicht jeder ist dafür geschaffen.
 

Benutzer185131  (25)

Ist noch neu hier
Ich habe mich immer geliebt gefühlt. Durch meine Eltern, meine Freunde, Kollegen. Und ich habe immer geliebt. Ich gehe sehr großzügig mit meiner Liebe um. Ich liebe (mehr oder weniger) alle Menschen in meinem direkten Umfeld.
Das klingt so traurig. Ein Leben ohne Liebe.
Warum glaubst du, daß dir das nur ein Partner geben kann?
Wieso sollte die Liebe, die mir meine Eltern geben, meine Freunde, meine Kollegen, meine Tiere "schlechter" sein, als die Liebe, die ich von einem Partner bekomme.
Liebe hat viele Facetten und Gesichter. Ich möchte die Liebe zu meiner Familie und meinen Freunden nicht abwerten. Dennoch ist es eine andere Form von Liebe und nicht mit der Liebe zu einem Partner gleichzusetzen. Und ich denke, dass muss ich nicht noch an Beispielen verdeutlichen.

Und da ist es. Das Aber....
Du bist nicht komplett zufrieden mit deinem Leben, weil du schlicht glaubst, daß dir etwas fehlt.
Kann man mir das übel nehmen? Ja, es ist so. Komplett glücklich bin ich nicht und deswegen schreibe ich hier ins Forum.
Das Bedürfnis nach Bindung ist eines der menschlichen Grundbedürfnisse. Dieses Bedürfnis ist bei mir nicht erfüllt und logischerweise fehlt mir dann etwas (das Freunde und Familie eben nicht komplett kompensieren können). Widerspricht mir da jemand?

Wie gehe ich damit um, dass mir diese Form von Liebe im Leben fehlt? Wie lerne ich trotzdem glücklich zu sein? Ich weiß nicht mehr was ich tun soll und bin in so vielen Momenten einfach nur noch verzweifelt aufgrund dieses Schmerzes.

Aber was ist, wenn die nicht kommen? Was ist, wenn sich ein Mann still und heimlich in dein Leben schleicht? Als Freund? Und dann entwickelt sich etwas. Aus guten Gesprächen heraus? Ganz langsam.
Das wäre sehr schön, wenn das passiert. Ich schließe das ja nicht aus.
 

Benutzer177622 

Verbringt hier viel Zeit
Du kannst nur das in deinem Rahmen mögliche und vertretbare dafür tun.
Mehr kannst du halt nicht machen.
Nicht jedem Menschen werden alle Lebensträume erfüllt. Da kannst du langfristig nur deine eigene Einstellung anpassen. Es gibt kein Recht auf Liebe und Beziehung.

Beziehungen stehen in der Bedürfnispyramide nicht ganz unten - gehören jedoch zu den Defizitbedürfnissen.
Damit sind aber alle Beziehungen gemeint. Liebe ist nur ein Teil davon.
Ist ein Defizitbedürfnis nicht erfüllt, kann Unzufriedenheit entstehen. Damit umzugehen kann unduss jeder lernen und es ist - ich schrieb es bereits - eine Sache der persönlichen Einstellung. Die kann man ändern und daran kann man arbeiten.
 

Benutzer171320 

Verbringt hier viel Zeit
Wie gehe ich damit um, dass mir diese Form von Liebe im Leben fehlt? Wie lerne ich trotzdem glücklich zu sein? Ich weiß nicht mehr was ich tun soll und bin in so vielen Momenten einfach nur noch verzweifelt aufgrund dieses Schmerzes.
Ich denke niemand spricht Dir ab, dass Dir die Liebe fehlt. Nur meiner Ansicht nach, wenn mir etwas fehlt, dann arbeite ich daran, dass ich es in mein Leben bringen kann.

Es gibt ganz viele Möglichkeiten, aber grundsätzlich musst Du Dich auf irgendeine Art und Weise sichtbar machen, damit Dich jemand sieht. Dein Traumpartner/in wird kaum bei Dir klingeln und Dich um ein Date bitten. Also musst Du raus gehen und Dich zeigen.
 

Benutzer185131  (25)

Ist noch neu hier
Nicht jedem Menschen werden alle Lebensträume erfüllt. Da kannst du langfristig nur deine eigene Einstellung anpassen. Es gibt kein Recht auf Liebe und Beziehung.
Wir reden hier aber nicht von einem utopischen Traum. Ich frage euch ja nicht nach einem Rat, wie ich in einer Woche fünf Millionen verdienen kann ohnen einen Finger zu krümmen...
Wie passe ich denn meine Einstellung an?

ch denke niemand spricht Dir ab, dass Dir die Liebe fehlt. Nur meiner Ansicht nach, wenn mir etwas fehlt, dann arbeite ich daran, dass ich es in mein Leben bringen kann.

Es gibt ganz viele Möglichkeiten, aber grundsätzlich musst Du Dich auf irgendeine Art und Weise sichtbar machen, damit Dich jemand sieht. Dein Traumpartner/in wird kaum bei Dir klingeln und Dich um ein Date bitten. Also musst Du raus gehen und Dich zeigen.
Ich glaube halt nicht, dass meine Beziehungslosigkeit an "fehlender Sichtbarkeit" liegt. Versteht mich nicht falsch, aber ich bin eben nicht dieser stereotypische Fall eines sehr introvertieren, zurückgezogenen Menschens, der wenig soziale Kontakte pflegt, lieber Zeit zu Hause mit einem Buch oder Videospiel verbringt und nicht viel aus sich macht. Damit will ich keinen angreifen. Es ist ja total fein, wenn man dem entspricht.
Aber ich würde mich als ein hübsches Mädchen beschreiben, dass einige Freunde hat, gerne neue Leute kennenlernt und häufig unterwegs ist. Ich bin offen, witzig, sensibel, empathisch und zugänglich, wenn ich mich unter Leuten befinde bei denen ich mich wohl fühle.
 

Benutzer179634  (43)

Sorgt für Gesprächsstoff
Widerspricht mir da jemand?
Ja, ich wiederspreche dir da. Weil ich es nicht so empfinde.

Liebe hat viele Facetten und Gesichter. Ich möchte die Liebe zu meiner Familie und meinen Freunden nicht abwerten. Dennoch ist es eine andere Form von Liebe und nicht mit der Liebe zu einem Partner gleichzusetzen. Und ich denke, dass muss ich nicht noch an Beispielen verdeutlichen
Für mich ist die Liebe zu meinem Partner gleichbedeutend zur Liebe zu meiner besten Freundin.
Ich mache hier (und fühle) keinen Unterschied. Lediglich der sexuelle Kontext ist ein anderer.
Nein, must du nicht verdeutlichen. Es ist dein Leben, wenn du etwas über etwas anderes stellst.

Das Bedürfnis nach Bindung ist eines der menschlichen Grundbedürfnisse.
Für dich mag das zutreffen.
Für andere nicht (in diesem Fall spreche ich von mir).
Mein Partner ist eine wunderbare Bereicherung meines Lebens. Aber er muss keine Lücke oder ein Grundbedürfniss füllen.
 

Benutzer138994  (40)

Meistens hier zu finden
Ich weiß, daß mich meine Freundin 'liebt'. So nimmt, wie ich bin. Und umgekehrt.
Ja, ich liebe meinen Freund. Ich liebe aber auch meine Freundin. Der einzige Unterschied zwischen den beiden ist der sexuelle Kontext. Die Körperlichkeit, die ich mit meinen Freund austausche. Wobei auch meine Freundin schon mal einen (platonischen) Kuss bekommt, wenn ich ihr in diesem Moment zeigen möchte, wie gern ich sie habe. Und umgekehrt.

Das klingt so traurig. Ein Leben ohne Liebe.
Warum glaubst du, daß dir das nur ein Partner geben kann?
Wieso sollte die Liebe, die mir meine Eltern geben, meine Freunde, meine Kollegen, meine Tiere "schlechter" sein, als die Liebe, die ich von einem Partner bekomme.
Naja. Eine Liebesbeziehung hat doch für die meisten doch schon einen höheren Stellenwert als Freundschaften. Warum wird denn sonst so oft gesagt, für eine Freundschaft reicht es, für eine Beziehung aber nicht. Oder warum heißt es denn dann, ich will "mehr" von dir. Außerdem verbringt man ja in den meisten Fällen sein Leben mit dem Partner. Die Freunde sieht man nicht so oft und da ist auch nicht solch eine extreme Kompatibilität notwendig, um befreundet zu sein.
 

Benutzer36171 

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Off-Topic:
Darf man verkuppeln? :tongue: banane0815 banane0815 sucht doch auch jemanden.

Ich verstehe deinen Wunsch und ich glaube, das passt auch soweit alles. Du hattest halt einfach noch nicht das Glück den passenden Partner kennenzulernen. Da hilft nur eins: weiter Augen offen halten, neue Kontakte knüpfen, um die Wahrscheinlichkeit zu erhöhen einen passenden Menschen zu treffen.
 

Benutzer179634  (43)

Sorgt für Gesprächsstoff
Naja. Eine Liebesbeziehung hat doch für die meisten doch schon einen höheren Stellenwert als Freundschaften. Warum wird denn sonst so oft gesagt, für eine Freundschaft reicht es, für eine Beziehung aber nicht. Oder warum heißt es denn dann, ich will "mehr" von dir. Außerdem verbringt man ja in den meisten Fällen sein Leben mit dem Partner. Die Freunde sieht man nicht so oft und da ist auch nicht solch eine extreme Kompatibilität notwendig, um befreundet zu sein.
Aber hier geht es um das Gefühl der Liebe. Und da ist für mich kein Unterschied.

Mir ist bewußt , daß 'die meisten', einer Beziehung einen sehr hohen Stellenwert einräumen. Vielleicht sind aber deswegen auch einige davon nicht glücklich? Weil ihnen gefühlt etwas fehlt? Weil sie an einer Beziehung festhalten, die sie nicht glücklich macht, 'nur' weil sie nicht allein sein wollen? Weil es dem gesellschaftlichen Standard nicht entspricht?
Das sind jetzt nur Vermutungen meinerseits. Viele Menschen konzentrieren sich viel zu sehr auf das, was ihnen vermeintlich fehlt, anstatt auf das was sie haben.

Und Kompatibilität hat ja nicht unbedingt etwas mit Liebe zu tun.
Ich kann ja jemanden lieben und trotzdem nicht kompatibel mit diesem Menschen sein. Dann wird es halt schmerzhaft.
 

Benutzer99399 

Beiträge füllen Bücher
Es muss sich für mich relativ schnell intensiv anfühlen, aufgrund der Gespräche und der Verbindung, die man dadurch aufbaut. Das kam bisher sehr selten vor.
Vielleicht bist du aber auch einfach nicht der Typ dafür? Ich persönlich kann für niemanden nach wenigen Treffen intensiv empfinden. So funktioniert mein Gehirn nicht. Ich brauche eine längere Kennenlernphase und erst dann können sich starke Gefühle entwickeln. Vielleicht tickst du ja ähnlich?
Versuche vielleicht mal deinen Anspruch in "Es muss sich für mich schnell Sympathie einstellen." zu ändern und gestehe einem Mann, der einigermaßen vielversprechend ist, eine längere Kennenlernphase als 2-3 Dates zu.
Wer weiß. Vielleicht kommt die Verbindung, die du suchst ja doch noch.
 
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