Werden Frauen immer oberflächlicher?

Benutzer155109  (31)

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Servus liebes Forum,

ich bin nun mittlerweile zwei Jahre Single und seit gut einem halben Jahr wieder auf der Suche nach einer Partnerin, leider eher mit bescheidenem Erfolg. Mich selbst würde ich als athletischen Typen beschreiben, der gerne viel Sport treibt und dazu viel liest. In den letzten Jahren eher mehr Sachbücher als irgendwelche Romane, denn die Realität ist in meinen Augen wesentlich spannender, als der beste Krimi.

Der Grund warum ich nun im Internet meine Frage stelle und nicht meinen Freunden und bekannten resultiert aus dem Geburtstag meines Vaters, welcher am Samstag seinen 50. gefeiert hat. Neben Familie und Nachbarn haben meine Schwester und ich jeweils paar gute Freunde eingeladen, damit es nicht ganz so sperrlich ist, da ein Großteil meiner Verwandtschaft in der Welt verteilt lebt. Im Laufe der Feier, als es irgendwann Abend wurde kamen meine Eltern, sowie mein Onkel und meine Nachbarn auf Themen wie Wirtschaftskrise, Griechenland und Mindestlohn zu sprechen. Eine heiße Debatte entstand in die sich auch meine Freunde einklinkten, die alle wie ich Studenten sind und meist Maschbau, Wirtschaftsing. oder BWL als Studienrichtung haben.

Ich selbst habe alles eher von der ferne Beobachtet und fand es spannend, wie sich die Diskussion im Ganzen entwickelt, jedoch viel mir irgendwann auf, dass die Freundinnen meiner Schwester, im Gegensatz zu meiner Schwester irgendwann als Einzige überhaupt nichts sagten. Stattdessen widmeten sie ihre Aufmerksamkeit ihren Smartphones, bis irgendwann die Nachbarin meiner Eltern, welche auch in der Lokalpolitik mitmischt sie darauf ansprach. Sie wollte wissen, warum sie sich aus dieser Unterhaltung raushalten. Die Antwort war simpel: Sie interessieren sich nicht für Wirtschaft und Politik. Daraufhin wollte die Nachbarin wissen wofür sie sich denn interessieren, woraufhin die Mädels antworteten, dass sie gerne Reisen und viel für Mode, sowie Musik übrig hätten.

Die Nachbarin meiner Eltern war etwas baff, schließlich studieren, die Freundinnen meiner Schwester allesamt Medizin oder Veterinärmedizin und gerade in der ersten Branche gäbe es laut ihr massive Probleme. Dann kam der Knaller, der alle geistig von den Stühlen riss, die Mädels sagten ganz unverblümt, dass sie eigentlich nie vorhaben zu arbeiten. Die Wortführerin meinte sie studiere nur, um einen vernünftigen Mann kennenzulernen, der dann später ein entsprechendes Einkommen besitzt, um sie mit zu finanzieren. Die daraus entstandene Debatte war noch spannender als die vorherige und ich spare euch die Ausführung, ihr könnt euch sicherlich denken was die restliche Tischgesellschaft von dieser Aussage hielt.

Entsprechend sehe ich in meinem nähren Umfeld keine Möglichkeit eine sachliche Unterhaltung über dieses Thema zu führen, weswegen ich nun hier gelandet bin. Ich selbst verurteile die Mädels eigentlich gar nicht so sehr, da ich ehrlichweise als Frau vermutlich das selbe machen würde und das ohne mit der Wimper zu zucken. Wenn man die Möglichkeit hat ohne großen Arbeitsaufwand ein bequemes Leben zu führen, warum denn nicht die Chance wahrnehmen.


Seit Samstag lässt mich der Gedanke aber nicht los, dass die Frauen meiner und der nachfolgenden Generation zu großen Teilen extrem oberflächlich sind. In der Uni kenne ich nicht eine Frau, mit der ich ansatzweise über Gesellschaft, Politik oder Wirtschaft reden kann, wie mit meinen Freunden oder meiner Familie. Auch meine Schwester, welche sich viel für Tierrechte einsetzt erzählt mir sehr oft, wie interessenlos ihre Freundinnen sind. Konträr dazu sind alle Frauen, die sie über Peta und den Tierschutzbund kennegelernt hat, ziemlich extremistisch und für sie kein Umgang.

Gestern habe ich mal bei uns auf die Internetseiten der lokal angesiedelten Parteien geschaut und festgestellt, dass selbst in den Jugendorganisationen es gerade mal zwei Frauen unter 30 gibt. Meine Mutter, meine Großmutter und auch die Nachbarin meiner Eltern sind langjährige SPD Mitglieder und sind sehr politisch, sowie viele ihrer Altersgenossen. Meine Oma ist der Partei 1964 beigetreten, da war sie gerade mal 26. Gerade wo ich das alles hier schreibe, kann mein Vater froh sein, dass sie an seinem Geburtstag verhindert war, sonst hätte ihre Standpredigt den Mädels gegenüber vermutlich die Feier beendet.


Täusche ich mich oder haben die Digitalisierung und das Frauenbild, welches im Privatfernsehen propagiert wird die jungen Frauen in unserem Land so gepolt, dass sie für bestimmte Themen einfach nicht offen sind? Natürlich gibt es auch reichlich Männer, die absolut oberflächlich sind, keine Frage. Mir selbst geht es aber um ein gewissen Gleichgewicht, was das Verhältnis innerhalb der Geschlechter betrifft.

Bitte um reichlich Meinungen :smile:
 

Benutzer129180  (35)

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Die Wortführerin meinte sie studiere nur, um einen vernünftigen Mann kennenzulernen, der dann später ein entsprechendes Einkommen besitzt, um sie mit zu finanzieren.
Naja der Mann kann ihr jetzt schon leid tun. Aber andererseits brauchen manche Männer ja auch das Gefühl der Alleinverdiener zu sein, von daher passt es wieder. So ne Frau wäre für mich ein absolutes No-Go, könnte da einfach keinerlei Respekt haben.
 

Benutzer20579  (37)

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Also ich kann mich jetzt in dem Bild der von dir beschriebenen Frauen nicht wiederfinden. Wir hatten schon zu meiner Zeit Mädels an der Uni, die nie arbeiten wollten, genauso wie die, die einen normalen Job haben möchten und die, die Karriere machen möchten. Die, die nicht arbeiten wollen und nur einen Mann finden wollen, waren aber an einer Hand abzählbar. Bei den ganzen Männern die ich kenne, die sich von einer Frau, die einen guten Job hat, mehr als eingeschüchtert fühlen und ein Egoproblem entwickeln, wenn die Frau mehr verdient, bin ich mir aber sicher, dass es auch für solche Frauen einen Markt gibt. Und angesichts der Tatsache, dass bei vielen die (frühe) Familienplanung wichtig ist und viele Menschen gerne wollen, dass die Mutter zu Hause bleibt, sehe ich da auch kein großartiges Problem, wenn sich dazu ein Partner findet.

Zu der von dir beschriebenen Konstellation kann ich sagen, dass ich persönlich die von dir genannten Themen auf Partys auch mehr als meide, da ich das neunmalkluge Gelaber häufig schon leicht angetrunkener Leute, die angelesenes Wissen zum Besten geben und dabei häufig auch nur Stammtischparolen austauschen, nicht abkann. Das ist jetzt absichtlich drastisch formuliert, aber so empfinde ich es persönlich auf den meisten Partys. Da wird dann ein Allgemeinplatz gegen den nächsten ausgetauscht und gerade Themen wie Griechenland und Mindestlohn gehen mir sowas von auf den Zeiger, dass ich da überhaupt gar keinen Bock mehr hätte, ausgerechnet darüber zu diskutieren.

Ich hatte noch letzte Woche eine tolle Diskussion auf einer Party über Frauenquote und Frauen in Führungspositionen, in deren Verlauf ich schon fast überlegt habe, die Feierlichkeit zu verlassen, weil immer irgendwer dabei ist, der soviel Mist von sich gibt, dass sich in mir ein extremer Fluchtreflex bemerkbar macht. Entweder diskutiere ich dann mit oder ich rege mich auf - aber in beiden Fällen habe ich hinterher schlechte Laune. :grin:

Für mich ist es häufig auch so ein typisches Verhalten junger Männer, insbesondere Studenten, die sich mit ihrem angelesenen Wissen wichtig machen wollen und imponieren wollen. Haben wir auch im Verwandtenkreis, nervt mich. Wenn der eine was sagt, weiß ich, was der nächste sagt. Die Diskussionen sind völlig beliebig und austauschbar, aber jeder denkt, er habe gerade das Rad neu erfunden. Ich setze mich dann lieber zu den Omas und Tanten und rede über Katzen und Eichhörnchen. Habe mir dann auch schon anhören müssen, wie oberflächlich ich bin, aber ich finde einfach, der Geburtstagskaffeetisch einer Großtante eignet sich nicht für eine lautstarke Debatte über Amerikas Geheimdienste.

So, und das war jetzt absichtlich genauso verallgemeinernd und drastisch formuliert. :grin: Bitte nicht bierernst nehmen, aber vielleicht als Eindruck einer anderen Ansicht. :zwinker:
 
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Benutzer155109  (31)

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Ich könnte jetzt wirklich einen langen Text zu der Position schreiben, die du vertrittst, aber da du meintest, nicht so bierernst nehmen, lasse ich das einfach und packe an diese Stelle einfach mal eine Phrase: Wenn die Klugen immer nachgeben, passiert nur das was die Dummen wollen!

Die Frage, die ich mir aber angesichts deiner Haltung stelle ist, wann ist denn deiner Meinung nach der richtige Zeitpunkt, um über solche Themen zu reden, wenn nicht auf solchen Veranstaltungen, wo Generationen aufeinander treffen, die sonst mit einander nichts zu tun haben?
 

Benutzer129180  (35)

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Für mich ist es häufig auch so ein typisches Verhalten junger Männer, insbesondere Studenten, die sich mit ihrem angelesenen Wissen wichtig machen wollen und imponieren wollen. Haben wir auch im Verwandtenkreis, nervt mich.
So wie es für ungebildete die Stammtischparolen sind, so ist es bei den Studenten oftmals dieses neunmalkluge Wissen, insbesondere dann sehr interessant wenn man genau weiß, dass die Person noch nie länger als 4 Wochen am Stück gearbeitet hat aber trotzdem bestens Bescheid weiß wie große Unternehmen funktionieren :-D
 

Benutzer20579  (37)

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Wenn die Klugen immer nachgeben, passiert nur das was die Dummen wollen!
Und was genau ändert sich durch eure Diskussionen? Wo genau haben die Einfluss auf irgendwas?
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So wie es für ungebildete die Stammtischparolen sind, so ist es bei den Studenten oftmals dieses neunmalkluge Wissen, insbesondere dann sehr interessant wenn man genau weiß, dass die Person noch nie länger als 4 Wochen am Stück gearbeitet hat aber trotzdem bestens Bescheid weiß wie große Unternehmen funktionieren :-D
Da haben die was im Internet zu gelesen. :grin: Sorry, ich war ausreichend arrogant für heute. Ich rede ja genauso neunmalklug daher, indem ich mich drüber lustig mache.
 

Benutzer129180  (35)

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Da haben die was im Internet zu gelesen. :grin: Sorry, ich war ausreichend arrogant für heute. Ich rede ja genauso neunmalklug daher, indem ich mich drüber lustig mache.
Man muss nur mal in einer S-Bahn mitfahren die in Richtung einer Uni liegt. Da habe ich auch schon erfahren wie Informatiker so sind, ich habe daraufhin direkt mein Leben umgekrempelt damit ich dem richtigen Bild entspreche.
 

Benutzer155109  (31)

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Und was genau ändert sich durch eure Diskussionen? Wo genau haben die Einfluss auf irgendwas?

In dem man sie auf Trugschlüsse aufmerksam macht, denen sie auferliegen. Man kann jeden Menschen überzeugen, dass ist überhaupt kein Problem, nur wollen die meisten andere von sich überzeugen und nicht von der Position, die sie vertreten. Ich kann jemanden unsympathisch finden und dennoch seiner Meinung sein, aber mir kommt es vor, als wird das in unserer Gesellschaft immer seltener!
 

Benutzer20579  (37)

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Die Frage, die ich mir aber angesichts deiner Haltung stelle ist, wann ist denn deiner Meinung nach der richtige Zeitpunkt, um über solche Themen zu reden, wenn nicht auf solchen Veranstaltungen, wo Generationen aufeinander treffen, die sonst mit einander nichts zu tun haben?

Ich finde es ja nicht schlimm, dass ihr das tut. Ich gehe auch davon aus, dass dieser Wunsch, sich auszutauschen, durchaus einer guten Intention entspringt und keinesfalls schadet. Man sollte sich aber selbst nicht so wichtig dabei nehmen.

Was ich schon meinte: Diese Diskussionen sind nur zu häufig beliebig und austauschbar. Nur die Themen ändern sich. Die Titel ändern sich. Man kann das diskutieren, klar. Und es ist auch wichtig, dass man sich ein Bild macht.

Aber wenn jemand sagt: "Ich habe da keinen Bock drauf! Ich finde eure Diskussion öde!" dann muss man nun auch nicht so arrogant sein, und fragen, ob "die Frauen immer oberflächlicher werden"...Denn ganz ehrlich: Das sind solche Diskussionen doch häufig auch. Ich kenne das selbst auch aus meinem Umfeld: Ich quatsche nett mit meiner Oma über irgendeine doofe Fernsehserie. Mein Cousin hat ein weltbewegendes Thema zu diskutieren. Dann wird lautstark lamentiert. Und wenn ich dann sage, dass ich da gerade kein Interesse dran habe, heißt es: "Dann redet ihr doch über eure blöden Filme! Seid ihr oberflächlich!"

Was ich damit sagen möchte: Kann ja sein, dass es oberflächliche Menschen gibt. Mir ist es aber auch lieber, jemand gibt zu, nicht sonderlich politisch interessiert zu sein, als dieser Trend, dass jeder zu allem eine Meinung haben muss. Deswegen ist man weder dumm, noch oberflächlich.
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Man muss nur mal in einer S-Bahn mitfahren die in Richtung einer Uni liegt. Da habe ich auch schon erfahren wie Informatiker so sind, ich habe daraufhin direkt mein Leben umgekrempelt damit ich dem richtigen Bild entspreche.
Das finde ich gut von dir. :smile: Sei froh, dass du mitfahren durftest.
 

Benutzer129180  (35)

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Obwohl ich mich gern bei solchen Diskussionen beteilige muss ich eins mal sagen: Wenn man beispielsweise stundenlang in Meetings sitzt und über Themen diskutieren muss die sich ewig im Kreis drehen ist es oft durchaus verständlich dass diese Person abends auf ner Geburtstagsfeier auf Diskussionen einfach keinerlei Bock mehr hat, das hat nicht immer was mit mangelndem Interesse zu tun sondern damit, dass man solchen Diskussionen einfach überdrüssig wurde.
 

Benutzer155109  (31)

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Was ich damit sagen möchte: Kann ja sein, dass es oberflächliche Menschen gibt. Mir ist es aber auch lieber, jemand gibt zu, nicht sonderlich politisch interessiert zu sein, als dieser Trend, dass jeder zu allem eine Meinung haben muss. Deswegen ist man weder dumm, noch oberflächlich.

Dann entzieht sich dieser Mensch, aber das recht sich zu beschweren. Ist doch im Endeffekt, wie bei einer Gruppenarbeit, bei der jemand nicht mitarbeitet und sich dann am Ende darüber aufregt, dass er den beschissenen Teil zum Vortragen bekommen hat.

Das ist das, was mir persönlich überhaupt nicht passt. Jeder Mensch darf so unpolitisch sein wie er möchte, aber dann soll er auch mit den Konsequenzen, die daraus resultieren klarkommen. Wer dann rumheult, dass Ärzte an Kassenpatienten zu wenig verdienen, aber die letzten Jahre nicht einen Fachbeitrag zur Abrechnung gelesen hat, der muss in meinen Augen leise sein!
 

Benutzer129180  (35)

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Dann entzieht sich dieser Mensch, aber das recht sich zu beschweren. Ist doch im Endeffekt, wie bei einer Gruppenarbeit, bei der jemand nicht mitarbeitet und sich dann am Ende darüber aufregt, dass er den beschissenen Teil zum Vortragen bekommen hat.
Und du denkst mit deiner Diskussion arbeitest an diesem Thema?! Du änderst rein gar nichts daran wenn du auf 10 Geburtstagen im Jahr über Griechenland und sonstige Themen diskutierst. Wenn ich 10 Bücher über Sportwagen lese dann habe ich trotzdem keinen in der Garage.
 

Benutzer20579  (37)

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Dann entzieht sich dieser Mensch, aber das recht sich zu beschweren. Ist doch im Endeffekt, wie bei einer Gruppenarbeit, bei der jemand nicht mitarbeitet und sich dann am Ende darüber aufregt, dass er den beschissenen Teil zum Vortragen bekommen hat.
Also bitte. Du meinst jetzt nicht im Ernst, dass jemand, der keinen Bock auf politische Diskussionen in illustren Studentenrunden hat, sich am Ende nicht beschweren darf? Was genau ändert sich denn daran, ob Max Mustermann und Lieschen Müller zu Hause die tausendste: "Die da oben machen doch eh, was sie wollen"-Diskussion führen?
 

Benutzer155109  (31)

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Obwohl ich mich gern bei solchen Diskussionen beteilige muss ich eins mal sagen: Wenn man beispielsweise stundenlang in Meetings sitzt und über Themen diskutieren muss die sich ewig im Kreis drehen ist es oft durchaus verständlich dass diese Person abends auf ner Geburtstagsfeier auf Diskussionen einfach keinerlei Bock mehr hat, das hat nicht immer was mit mangelndem Interesse zu tun sondern damit, dass man solchen Diskussionen einfach überdrüssig wurde.

Aber doch nur, weil keiner sich von seiner Position entfernt. Die meisten Menschen argumentieren doch mittlerweile meist auf einer ideologischen Basis und nicht auf einer faktenorientierten. Wer ein wenig öffentlich rechtliche Talkrunden verfolgt weiß sicherlich was ich meine.

Volker Pisper beschreibt das doch ziemlich gut, mit dem Glauben an den Kapitalismus... :zwinker:
 

Benutzer129180  (35)

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Aber doch nur, weil keiner sich von seiner Position entfernt. Die meisten Menschen argumentieren doch mittlerweile meist auf einer ideologischen Basis und nicht auf einer faktenorientierten. Wer ein wenig öffentlich rechtliche Talkrunden verfolgt weiß sicherlich was ich meine.
Warst du schonmal in einem Meeting wo es einfach kein richtig und kein falsch gab? Wo verschiedene Prozesse noch nicht abgeschlossen sind und man daher zu keinem Ergebnis kommen kann? Anscheinend nicht.

Sorry wenn ich das so sage, aber dir fehlt die praktische Erfahrung. Diskussionen auf Partys sind eben nicht Meetings im Unternehmen. Und nach sowas habe ich auch oft keinen Bock mehr auf sinnloses Gelaber.
 

Benutzer155109  (31)

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Also bitte. Du meinst jetzt nicht im Ernst, dass jemand, der keinen Bock auf politische Diskussionen in illustren Studentenrunden hat, sich am Ende nicht beschweren darf? Was genau ändert sich denn daran, ob Max Mustermann und Lieschen Müller zu Hause die tausendste: "Die da oben machen doch eh, was sie wollen"-Diskussion führen?

Dann führt ihr die falschen Diskussionen, bei dem Geburtstag meines Vaters ging es darum, was können wir als einfache Bürger unternehmen. Selbst meine Mutter und ihre Nachbarin als Jahrelange SPD Mitglieder sind sich eins, dass alle Parteien bis auf die Linke Wirtschaftspolitisch Einheitsbrei vertreten. Bevor wir aber aus einer Gesellschaftsdiskussion eine politische Machen, will ich das an dieser Stelle abhaken.

Man kann immer Unterhaltungen führen, die sich im Kreis drehen, dass geht doch mit allem. Fernsehserien, Mode und Sport. Nichts anderes geschieht, wenn sie die Jungs aus der Fußballmannschaft über aktuelle Transfergerüchte austauschen. Demjenigen dem das auf den Sack geht, der kann gehen, sollte sich nicht aber darüber beschweren, dass dem so ist. Er hat schließlich ein Gehirn und einen Mund, ist also somit in der Lage seinen Unmut zu äußern und die Unterhaltung auf die nächte Ebene zu bringen.

Einfach mal probieren, lösungsorientierte Unterhaltungen sind kein Regenbogenfarbenes Einhorn, sondern schlicht eine Frage der Lenkung. Es obliegt dem einzelnen Teilnehmer einer Debatte in welche Richtung sie driftet. Ganz platt würde ich mich sogar sehr oft wünschen, dass jemand mal herausstellt, dass die Diskussionen sich im Kreis dreht. Sobald das allen Teilnehmer klar wird, kann man eine neue Richtung einschlagen!
 

Benutzer129180  (35)

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Also zusammengefasst kann man sagen, dass ihr am Wochende Geschichte geschrieben habt und die Welt um ein ordentliches Stück besser gemacht habt!
 

Benutzer102673 

Beiträge füllen Bücher
Ich könnte mir fast auch vorstellen, dass die Aussage des Mädels, überhaupt nicht arbeiten zu wollen, eine geschickte Provokation gewesen sein könnte...

Aber im Ernst: politische Diskussionen mit lösungsorientierten Ansätzen und konkreten Handlungsideen gehören für mich gar nicht auf eine Geburtstagsfeier bzw. (die Formulierung war doof) finde ich einen solchen Anspruch für eine Feier schon eher befremdlich.

Edit: Aber Dein idealistischer Eifer und Deine Abneigung gegen Oberflächlichkeit - selbst auf einer Feier - ehrt Dich, ganz ehrlich.
 

Benutzer68775  (36)

Planet-Liebe Berühmtheit
Ich muss eigentlich gar nichts dazu sagen, da ich glaube ich voll auf Hexes Standpunkt stehe :grin:

Mich langweilen diese "ICH hab die Welt verstanden, ICH erklär euch das mal!" Diskussionen extrem. Es führt zu nichts, und unbedingt eine feste Meinung haben zu wollen, lässt sich alle nur noch wichtiger vorkommen. Mich nervt generell diese Haltung, wie unsagbar wichtig der einzelne doch ist.
Ist er nicht, in meinen Augen.
Ich muss auch nicht diskutieren, um Meinungen zu bilden, oder Ansichten zu haben. Ich muss nur denken.
Selbsttätig. Nicht von Büchern angeleitet.

Wenn mir jemand erklärt, dass in der Pädagogik Vorlesung Vorgang a und b exakt beschrieben wurden, und dazu Lösung c geliefert wurde, frag ich mich WO zum Geier bleibt der gesunde Menschenverstand.
Einfach mal das selbst denken, ohne Schema Vorgaben, die man nachplappert weil sie gut ankommen, und jemand wichtiges das mal gesagt hat.

Also nein. Ich halte mich auch aus jeglichen Möchtegern wichtigen Diskussionen raus, weil ich niemanden brauche, der mir meine Meinung erklärt. Und ich niemanden von meiner überzeugen möchte, weil mir komplett egal ist, wer welche Ansicht zu etwas hat, so lange ich mit dieser Person nicht direkt zusammen lebe.

Ich rede liebe über Anekdoten und Schwänke aus dem Leben, über psychologisch analytische Überlegungen zum sozialen Umfeld, wo es tatsächlich spannend für mich ist, wer was wie sieht.
Oder Themen, die direkt meinen Alltag betreffen, wie gewisse Entwicklungen in der Branche, wo es auch interessant sein kann, wer was wie mit bekommt. Was hingegen der Herr neunmalklug von Griechenland hält ist mir sowas von egal, das kann ich gar nicht verbal ausdrücken.

Ich bin deswegen nicht politisch, weil ich mich nicht für sonderlich wichtig halte, keinerlei revolutionäre Gene habe und mich lieber anpasse als mich sinnlos aufzuregen. Und ich bin lieber entspannt oberflächlich, als genervt "so als ob tiefgründig".
 
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