Wenn ein Kommunikationsproblem ausufert, oder: Bald 20 und total unerfahren

Benutzer106285 

Sorgt für Gesprächsstoff
Hallo,

mehr durch Zufall bin ich auf eure Community gestoßen und hoffe, dort einige Tipps, hilfreiche Anmerkungen und Hinweise zu einem Problem zu bekommen, das in letzter Zeit immer intensiver an mir nagt.


Im Groben stellt sich das folgendermaßen dar: Ich werde bald 20 und habe noch keinerlei Erfahrungen mit einer Frau, sieht man mal von einem Rumgeknutsche in der Disco mit 16 auf einem Schüleraustausch ab. Zunächst könnte man natürlich sagen, dass ich entweder nicht gut aussehen würde oder ein Doofie sei, mit dem sich keine Frau freiwillig abgibt, aber beides ist bei mir wohl nicht zutreffend. Leider ist das Problem viel facettenreicher:

Die aktive Beschäftigung damit begann, als ich vergangenen Sommer mit einem Kumpel aus meinem Abi-Jahrgang ein bisschen durch die Gegend fuhr und wir auf das Thema Frauen zu sprechen gekommen sind. Er war vollkommen überrascht, als ich ihm beichtete, noch keinerlei Erfahrungen mit Frauen zu haben. Nachdem er recht schnell sagte, dass es wohl nicht am Aussehen liegen könne, bot er mir an, seine Freundin, die in unserem Abi-Jahrgang als wandelnde Bild-Zeitung galt, ein bisschen nachforschen zu lassen, was die Frauenwelt unseres Abi-Jahrganges über mich denkt. Das Ergebnis: "Echt okay, aber weiß zu viel und macht einen ziemlich arroganten Eindruck"
Diese Diagnose hat mich schon ein wenig betroffen gemacht. Gut, ich habe zwar mit äußerst geringem Aufwand ein sehr gutes Abitur bekommen, aber nie damit geprahlt. Indirekt ergibt sich das natürlich daraus, dass die Leute meinen Abi-Schnitt kannten, aber auch wussten, dass ich auf nahezu jeder Party, auch unter der Woche, zugegen war und deshalb meine Anwesenheit in einigen Kursen nicht mehr als ganz so vorbildlich durchgehen konnte. :zwinker: Und zu dem "zu viel wissen": Wenn im Unterricht eine Detailfrage, die auf einen (gesellschafts-)historischen Kontext abstellt (habe dafür ein großes Interesse entwickelt), gestellt wird, soll ich mich dann etwa nicht zu Wort melden, obwohl ich Brauchbares beitragen kann? :grin:

Vertieft machte ich mir darüber aber keine Gedanken, schließlich bin ich dann zum Studium in eine andere Stadt gezogen, wo ich damals noch niemanden kannte und im Studium werden die Karten bezüglich Wissen und Noten bekanntermaßen neu gemischt.

Ich fand in der Uni-Stadt dann auch relativ schnell Anschluss und konnte mir einen Bekanntenkreis, allerdings nur aus Männern bestehend, aufbauen. Frauen waren, wenn wir etwas unternommen haben, zwar auch dabei, aber nur solche, die von den anderen Männern dann mitgebracht wurden. Es hat sich auch stets ein Smalltalk mit ihnen entwickelt. Kürzlich hat mich sogar eine, die neu in unserem Bekanntenkreis war, gefragt, ob ich nicht mit ihr in eine Hockey-Mannschaft will. Leider wäre das nicht vereinbar mit anderen Verpflichtungen auf der Uni gewesen. Darauf zu kommen, irgendwie "dranzubleiben", gelang mir nicht (Beweis für meine Unerfahrenheit), aber so ganz uninteressant kann sie mich ja nicht gefunden haben, wenn sie quasi aus heiterem Himmel wissen möchte, ob ich nicht Lust hätte, mit ihr in ein Team zu gehen. Ich hätte, um ehrlich zu sein, auch gar nicht gewusst, wie ich es hätte anstellen sollen, sie nach einem Treffen im Café oder ähnlichem zu fragen, denn ich bin da einfach viel zu schüchtern.

Andere interessante Begebenheit: Im Dezember hat ein Kumpel von mir jemandem, mit dem wir zusammen in einer Übungsgruppe saßen, zu sich nach Hause genommen und dabei ein wenig über ein paar Leute in unserem Semester geredet. Über mich fiel die Bemerkung: "Der (mein Vorname) ist ein ziemlicher Snob!" (habe davor nur ein Mal kurz mit ihm geredet, sonst kein Kontakt) - jeder mag "Snob" anders definieren, aber meine Eltern sind nicht überaus wohlhabend und das, was an Wohlstand vorhanden ist, stelle ich auch nicht offensiv zur Schau. Ironie des Ganzen: Mittlerweile verstehe ich mich mit ihm echt gut, wenngleich er vergangene Woche konstatiert hat, ich würde einen arroganten Ersteindruck hinterlassen.

Erst kürzlich saß ich in der Uni mit einigen Bekannten in einer Übungsgruppe beisammen, als dem Kurs eine Arbeit in Kleingruppen auferlegt wurde. Da kamen zwei Mädchen auf mich zu, direkt mit einer Frage und der Bemerkung: "Der (mein Vorname) weiß das hundertprozentig!" Woher sie diese Sicherheit nahm, ist mir ein Rätsel, denn die ganzen Monate über, die ich jetzt in meiner Uni-Stadt bin, habe ich nur auf einer zehnminütigen Taxifahrt von einem Club zu ihr (sie wohnt nicht weit von mir entfernt) mit ihr gesprochen und fachliche Kompetenz kann man einem doch nicht ansehen. :zwinker:

Damit zeigen sich mir auch unangenehme Parallelen zur Denkweise der Mädels in meiner Heimatstadt:

"Echt okay": Ich werde schon ab und an von Mädels gefragt, ob ich in der Mittagspause nicht mal mit ihnen essen gehen will - in zwei Fällen folgte auf die erste "Einladung" auch eine zweite. Wenn mir ein Mädchen in der Uni beispielsweise auf dem Gang begegnet, werde ich stets (lächelnd) gegrüßt.

"weiß zu viel": siehe die Begebenheit aus dem Kurs. Bezeichnenderweise habe ich anfangs die Anforderungen meines Studiums unterschätzt, sodass ich mich auch gar nicht in den Übungen und Vorlesungen mangels Wissen einbringen konnte. In den Klausuren habe ich dank Powerlernen unmittelbar davor zwar überdurchschnittlich abgeschnnitten, dennoch gibt es eine ganze Reihe Kommilitonen, die besser sind als ich. Also, woher die Annahme, ich sei so furchtbar allwissend?

"macht einen arroganten Eindruck": siehe das mit dem Snob, gut, stammt zwar von einem Mann, aber dennoch :zwinker:

Im Frühjahr 2010 lernte ich bei einem Ausflug in Berlin zwei gleichaltrige Mädels kennen, mit denen ich dann einen Abend weg war und die mich dann auch zu sich nach Hause (bzw. an die Schule, war sowas internatsähnliches) eingeladen haben. Ich bin der Einladung gefolgt und habe mich dann mit einer der beiden stundenlang über alles mögliche, auch über Beziehungen, unterhalten. Ohne dass ich dann überhaupt Gelegenheit hatte, zu sagen, dass Beziehungen für mich bislang eher theoretischer Natur sind, sagte sie: "Ich würde gerne mal deine Ex-Freundinnen kennenlernen, die müssen ja perfekt gewesen sein!". Es ergab sich dann leider nicht mehr eine passende Gelegenheit, aufzudecken, dass ich völlig unerfahren sei, es fällt einem ja auch nicht leicht, wenn das von ihr quasi vorausgesetzt wurde. :zwinker:

Im Sommer 2010 schrieb mich bei Knuddels (war dort, weil bei einem guten Freund MSN auf dem damals neuen Laptop nicht funktionieren wollte) ein um ein Jahr älteres Mädchen an, mit der sich dann über Monate hinweg eine intensive Chat-Freundschaft entwickelte. Leider trennten sich unsere Wege, da sie seit Jahren an Bulimie leidet und sich in eine stationäre Therapie begeben hat. Im Bezug auf Beziehungen sind mir folgende Bemerkungen von ihr besonders hängengeblieben:
"Überflieger finden schwer eine perfekte Frau"; "Dich will ich in 20 Jahren sehen, bestimmt Single, wegen zu hoher Ansprüche"; "Man muss ja als Frau fast schon eine Heilige sein, um nur in deiner Nähe 'abzuhängen'!". Ich habe ihr gegenüber nie einen Anspruchskatalog formuliert, sodass mir auch schleierhaft ist, woher sie die Gewissheit nimmt, ich hätte kaum erfüllbare Ansprüche. :zwinker: Ich habe ihr gegenüber nie meine völlige Unerfahrenheit gestanden, im Gegenteil, ich habe ihr sogar etwas von zwei Ex-Freundinnen vorgelogen. Ich weiß, das war einfach nur doof! :frown:

Genau da sehe ich mein Dilemma: Die Grundanlagen wie Aussehen und Intelligenz dürften keine Frau verschrecken. Jedoch umgibt mich scheinbar eine Art "Aura des Unberührbaren" (soll keinesfalls arrogant, sondern nur feststellend gemeint sein, gerne könnt ihr eure Einschätzung dessen abgeben), vor der Frauen irgendwie "zurückschrecken", also nicht wirklich offensiv baggern, wohl aus Angst, wegen meiner vermeintlichen Arroganz eine böse Abfuhr zu kassieren. Auf meiner Seite steht erfolgreichem Flirten meine Schüchternheit und Unerfahrenheit entgegen; die Null-Erfahrung hebt das Selbstvertrauen auch nicht gerade. :zwinker: Die Unsicherheit wird noch dadurch verstärkt, dass (siehe oben) scheinbar stillschweigend angenommen wird, ich sei schon mega-erfahren. Umso mehr beschäftigt mich dann der Gedanke, wie sie dann wohl reagiert, wenn ich die Karten auf den Tisch lege und ob ich dann auch noch ihre Vorstellungen von einem festen Freund erfülle.


Deshalb meine Fragen: Wie kann ich unterschwellig vermitteln, dass ich keine Über-Ansprüche habe und ein im Grunde gelassener und offener Typ bin, dem Arroganz eigentlich fern liegt? Das würde mir das Flirten schon sehr erleichtern, denn eigentlich bin ich schon kommunikativ - und wie sehen es insbesondere die Frauen meines Alters, einen völlig unerfahrenen Freund zu haben?

Oder seht ihr mein Problem gar ganz woanders?

Vielen Dank und beste Grüße,
stud_iur
 

Benutzer48617 

Meistens hier zu finden
Intelligenz ist kein Manko. Aber mir gehen Typen, die ständig hochtrabendes Zeug reden, auch auf Dauer auf die Nerven. Das müssen ja keine wissenschaftlichen Theorien sein, aber dein Schreibstil zeugt schon von einem gewissen Wortschatz - der natürlich nicht negativ ist. Wenn man allerdings tagein, tagaus mit Uni zu tun hat, möchte man sich auch "normal" mit jemandem unterhalten können. Vielleicht unterstell ich dir jetzt was, vielleicht merkst du auch einfach selbst nicht, "wie" du redest - und auf keinen Fall ist das eine Aufforderung, anders zu sein, als du bist.

Was mir aufgefallen ist, du schreibst ständig, dich sprechen Mädels an, laden dich zum Mittag ein, zum Sport ... aber kommt von dir auch was zurück? Jemand, der einerseits gute Noten hat, sich gut benehmen kann, auch gepflegte Konversation betreibt, sich aber meist ansprechen lässt und nie von sich aus kommt, kann auch irgendwann arrogant wirken. Und so etwas spricht sich ja rum. Da musst du nicht irgendjemandem direkt von deinen Ansprüchen erzählt haben, das machen die sozialen Kontakte schon ganz von allein. So kommen auch Gerüchte auf, du würdest nur eine Superfrau haben wollen - eben eine, die dir ebenbürtig scheint.

Vielleicht solltest du üben, locker auf Mädels zuzugehen und sie ihrerseits mal zu fragen, ob sie mit in die Mensa kommen. Du scheinst an sich ja gut anzukommen, nur die Eigen- und Fremdwahrnehmung passt nicht zusammen. Du könntest auch mit einem guten Freund ganz im Vertrauen mal darüber sprechen, warum du so wirkst, wie du wirkst und wie du selbst dich einschätzt - da könnten Dinge zum Vorschein kommen, die dich zum Nachdenken bringen.
 

Benutzer91095 

Team-Alumni
Deshalb meine Fragen: Wie kann ich unterschwellig vermitteln, dass ich keine Über-Ansprüche habe und ein im Grunde gelassener und offener Typ bin, dem Arroganz eigentlich fern liegt? Das würde mir das Flirten schon sehr erleichtern, denn eigentlich bin ich schon kommunikativ - und wie sehen es insbesondere die Frauen meines Alters, einen völlig unerfahrenen Freund zu haben?

Oder seht ihr mein Problem gar ganz woanders?

Vielen Dank und beste Grüße,
stud_iur

Ich sehe das Problem nicht bei der Intelligenz. Das wirkt eher bei Frauen abschreckend als bei Männern.

Und zur Arroganz: Einfach öfters lächeln, öfters mal einen kleinen Witz machen und den Gegenüber necken. Momentan liest es sich so, als würdest du permanent mit einem ausdruckslos-gelangweilten Gesicht durch die Gegend rennen, wärst zwar höflich und freundlich, aber ansonsten auch nicht mehr.

Und, mit dem "keine Freundin": Ist in deinem Alter noch komplett unproblematisch.
 

Benutzer106316  (31)

Sorgt für Gesprächsstoff
hey,

also für mich klingt das ein bisschen so, als hättest du bissher einfach nur etwas pech.
Ich bin mir jetzt nicht sicher aber wegen der Arroganz. Was ich mach, und was ich denke auch sympatisch bei Frauen ankommt, wenn man ab und zu ein Witz über sich selbst macht. Stichwort Selbstironie. Wenn ich da falsch liegen kann man mir auch gerne hier widersprechen.

Für Intelligenz oder Bildung würde ich mich aber nie schämen, glaube das ist aber auch kein Problem besonderst an der Uni. Ich finde Intelligenz bei Frauen sexy und ich denke das ist auch meistens umgekehrt der Fall.
 

Benutzer106285 

Sorgt für Gesprächsstoff
Intelligenz ist kein Manko. Aber mir gehen Typen, die ständig hochtrabendes Zeug reden, auch auf Dauer auf die Nerven. Das müssen ja keine wissenschaftlichen Theorien sein, aber dein Schreibstil zeugt schon von einem gewissen Wortschatz - der natürlich nicht negativ ist. Wenn man allerdings tagein, tagaus mit Uni zu tun hat, möchte man sich auch "normal" mit jemandem unterhalten können. Vielleicht unterstell ich dir jetzt was, vielleicht merkst du auch einfach selbst nicht, "wie" du redest - und auf keinen Fall ist das eine Aufforderung, anders zu sein, als du bist.

Einerseits gehört eine gewähltere Ausdrucksweise in gewisser Hinsicht schon zu meinen Markenzeichen, ich mache das auch nicht aus übertriebener Eitelkeit, denn dass ich eloquent sei, stand schon im Zeugnis der 1. Klasse. :zwinker: Andererseits formuliere ich mündlich kaum in den mir immer nachgesagten "Schachtelsätzen", gut, "boah, unnormal, ey" wird man von mir eher weniger hören, aber sämtliche Register des Fremdwörterbuches ziehe ich auch nicht. :grin:
Und ganz gewiss langweile ich niemanden mit irgendwas wissenschaftlichem, ich weiß, dass man sich damit nicht die große Freude macht, hatte erst letzte Woche auf ein Party ein Gespräch, in dem ein Mädchen meinte, mir um 23 Uhr etwas von einem Verwahrungsvertrag erzählen zu müssen - na ja. :zwinker:


Was mir aufgefallen ist, du schreibst ständig, dich sprechen Mädels an, laden dich zum Mittag ein, zum Sport ... aber kommt von dir auch was zurück? Jemand, der einerseits gute Noten hat, sich gut benehmen kann, auch gepflegte Konversation betreibt, sich aber meist ansprechen lässt und nie von sich aus kommt, kann auch irgendwann arrogant wirken. Und so etwas spricht sich ja rum. Da musst du nicht irgendjemandem direkt von deinen Ansprüchen erzählt haben, das machen die sozialen Kontakte schon ganz von allein. So kommen auch Gerüchte auf, du würdest nur eine Superfrau haben wollen - eben eine, die dir ebenbürtig scheint.

Ja, ich gebe dir vollkommen Recht. Als ich den Eröffnungsbeitrag dieses Threads geschrieben habe, dachte ich mir auch, dass ich nicht immer erwarten könne, dass Frau einen Schritt voraus geht. Allerdings fehlt mir mangels Erfahrung ein bisschen der Mut, dies zu tun. Aber das könnte ich mir ja mit deinem Übungsvorschlag unten ein bisschen abtranieren. Vielen Dank! :smile:

Vielleicht solltest du üben, locker auf Mädels zuzugehen und sie ihrerseits mal zu fragen, ob sie mit in die Mensa kommen. Du scheinst an sich ja gut anzukommen, nur die Eigen- und Fremdwahrnehmung passt nicht zusammen. Du könntest auch mit einem guten Freund ganz im Vertrauen mal darüber sprechen, warum du so wirkst, wie du wirkst und wie du selbst dich einschätzt - da könnten Dinge zum Vorschein kommen, die dich zum Nachdenken bringen.

Beste Grüße,
stud_iur
 

Benutzer42813 

Beiträge füllen Bücher
Das wäre auch meine Empfehlung. Hey, eine Frau lädt dich in die Mensa ein - dafür hat sie Mut gebraucht. Sie unterhält sich mit dir, lädt dich sogar ein zweites Mal ein - aber von dir kommt nichts zurück?

Die Arme! Spätestens jetzt denkt sie: "Oh Gott, ich habe mich peinlich gemacht... Ich habe mich ihm aufgedrängt und er wollte mich gar nicht, er war nur höflich. Na ja, gut, zwei Mal Mensa kann man noch locker unter 'freundschaftlich' abhaken, ich habe mich noch nicht blamiert. Dann zieh ich mich jetzt mal dezent wieder zurück - für den bin ich wohl einfach nicht gut genug. Dumm von mir, so was geglaubt zu haben, nur weil er so höflich war, mit mir mitzukommen."

Mach dir mal ein paar Gedanken darüber, was wohl in den Frauen vorgeht ^^. Im Moment machst du den Eindruck auf mich, zu sehr in dir selbst gefangen zu sein. Wenn du ständig denkst, hoffentlihc merkt sie nicht, wie unerfahren ich bin - dann kommst du ja gar nicht mehr dazu, darüber nachzudenken, was wohl gerade in der Frau vorgeht. Die ist doch auch bloß ein Mensch mit Gefühlen und kann sich schnell sehr unsicher fühlen!

Nimm da doch mal ein bisschen mehr Rücksicht drauf?
 

Benutzer40590  (42)

Sehr bekannt hier
So wie ich das lese habe auch ich das Gefühl, dass Du in den Gesprächen einfach zu distanziert wirkst und keinerlei Ambitionen zeigst an der Frau interessiert zu sein.
Wie die Frauen selbst nach kurzen Unterhaltungen zu dem Schluss kommen das Du wohl eine "perfekte" oder "heilige" suchst und Dir das nach sehr kurzer Gesprächszeit sogar unverblümt sagen müssen die Alarmglocken angehen. Solche Aussagen musst DUu "locker" kontern und Dich spätestens dann nicht in Ausflüchten verlieren.
Wenn Du so distanziert bleibst bestärkt das den Eindruck.

Dadurch das Sie Dich angesprochen hat und Du etwas mit Ihr unternimmst hast Du doch die beste Möglichkeit den allgemeinen Ersteindruck zu beseitigen - für nichts anderes sind diese Treffen gedacht. Lad eine von Dir aus ein, auch das wird helfen zu zeigen das Du Dich nicht nur aus Höflichkeit mit ihnen getroffen hast.
 

Benutzer86978  (33)

Sorgt für Gesprächsstoff
Ohja das kommt mir doch verdammt vertraut vor.

Das größte Problem bei dir wird hier weder deine Intelligenz noch deine gewählte Ausdrucksweise sein. Ich selber bevorzuge es häufiger auch ein wenig bedachter zu artikulieren; das ist einfach eine Altlast aus dem Deutsch LK.
Der Casus Knaxus wird, wie oben schon erwähnt, die große Differenz zwischen Selbst- und Außenwahrnehmung sowie eine gewisse Distanz.

Also zur Wahrnehmung: Setz dich wirklich mal mit ein bis drei sehr guten Kumpels zusammen - fast noch besser wenn du ne Freundin im Bekanntenkreis hast bei der du dir auch trauen würdest offen zu sein - und mit denen sprichst du mal ganz offen darüber.
Sag halt einfach mal was Sache ist: du würdest Dinge zu Ohren bekommen wie du würdest für arrogant gehalten, für einen Snop etc. und du könntest dir nicht erklären woher. Deine selbstwahrnehmung sei eine Andere. Frag an der Stelle dann aber nicht "Wie seht ihr das?" oder Ähnliches sondern bitte in dem Moment einfach um Hilfe, deine selbst- und außenwarhnehmung mal annährend auf einen Nenner zu bringen.

Und da wären wir auch beim nächsten Thema: Distanz.

Du wirkst nun hier im Forum sicherlih noch etwas Anders als an der Uni oder im Bekanntenkreis, da du vor "uns" ja, im Schutze der Annonymität, deine Probleme anvertraust und von ihnen erzählst.
Aber um ehrlih zu sein, ich schätze Dich nun eher so ein, dass du so auf dich selbst bezogen bist im Kopf und daruaf bedacht keine Fehler zu machen, dass du A. nicht merkst was um dich herum passiert und wie die Personen auf dich reagieren was für zeichen sie geben. B und du automatisch distanziert wirkst weil du nur einen zuvor stark gefilterten Teil deiner Selbst nach außen trägst.
Ich meine damit nicht, dass du jedem alles auf die Nase binden musst. Allerdings machen Fehler Menschen menschlich. Wobei du vorsichtig sein solltest Jammern auf einem Hohen Niveau ist auch eher schädlich.

Ich für meinen Teil war früher als kleiner Junge sehr naiv und immer frei heraus bin damit zum einen vielen Menschen auf die Füße getreten zum anderen durch meine Naivität so ziemlich allem auf den Leim gegangen und wurde obendrein noch gemoppt. Dass ih verschloßen und verstellt in vielerlei Hinsicht bin sollte da ganz offensichtlich sein. Das ist wirklich schwer wieder los zu werden.

Selbstironie war auch ein wichtiges Stichwort. Über sich selbst und seine Fehler lachen können macht einen Sympathisch ich vermute es liegt daran, dass es einen Offenen Umgang mit den eigenen Problemem impliziert (bzw. vorraussetzt) und dem Gegenüber auch suggeriert dessen Fehler nicht ganz so ernst zu sehen und ihn somit sicherer werden lässt.

Grüße
der Lord
 

Benutzer13901  (45)

Grillkünstler
Ok du studierst Jura soviel dazu aber was mich interessieren würde was genau ist deine Frage: Möchtest du wissenw as du bisher flasch gemacht hast oder möchtest du wissenw as du in Zukubft besser machen kannst oder möchtest du wissen wo du Frauen im Unialltag finden kannst ?
 

Benutzer106285 

Sorgt für Gesprächsstoff
Zunächst mal ein großes Dankeschön an euch für die Beiträge, die mir tatsächlich ein wenig die Augen öffnen konnten. :smile:

Wie ich schon geschrieben habe: So langsam wächst die (späte?) Einsicht, dass ich nicht immer nur erwarten kann, dass die Frau einen Schritt voraus geht. Ich habe jedoch gar kein Augenmerk auf ihre Befindlichkeiten gelegt, dass sie sich "abgewiesen" fühlt, wenn von mir nichts mehr kommt, aber ich das keinesfalls als Abfuhr verstehen lassen will. Dann werde ich meine Kommunikation etwas auf den Prüfstand stellen müssen, denn von mir zurück kam in der Tat wegen beschriebener Gründe bisher in der Tat wenig. :confused:

Danke nochmals für eure Anmerkungen und Tipps,
stud_iur
 
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