Wenn die Familie wichtiger ist als der Partner

Benutzer90320 

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Was würdet ihr denken, wenn Eurer Partner (in einem Streit) sagen würde, daß ihm die Familie wichtiger sei als ihr? Daß er sich im Ernstfall gehen Euch und für die Familie entscheiden würde?

Würdet ihr das neutral sehen?

Oder muß der Partner die Nummer Eins sein?
 
M

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Gast
Fände ich in Ordnung, auch wenn es nicht im Streit sondern im normalen Gespräch fallen würde.
 

Benutzer59943  (40)

Verhütungsberaterin mit Herz & Hund
Ich persönlich hätte damit ein Problem, weil ich es selbst von mir einfach nicht so kenne.
Meine Familie ist mir auch wichtig, aber über den Partner würde ich sie nicht stellen - zumindest nicht pauschal.

Ein Partner, der generell ein superenges Verhältnis zur Familie hat, ständig Kontakt halten muss, sich evtl. noch rein reden lässt oder alles meint, mit der Familie absprechen zu müssen, wäre für mich absolut ungeeignet und das würde nicht lange gut gehen.
 
G

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Gast
Ich fänd das sehr unschön, denn ich möchte als Partnerin natürlich zur Familie gehören!
 

Benutzer102673 

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Was würdet ihr denken, wenn Eurer Partner (in einem Streit) sagen würde, daß ihm die Familie wichtiger sei als ihr? Daß er sich im Ernstfall gehen Euch und für die Familie entscheiden würde?

Würdet ihr das neutral sehen?

Oder muß der Partner die Nummer Eins sein?

Für mein Leben könnte ich diese Frage nicht anwenden.
Ich würde meinem Partner diese Frage auch niemals stellen, weil man nur falsch antworten kann. Das führt nur zu Streit.

In normalen Leben, das seinen Gang geht, ist mein Partner die Nummer 1. Ich stimme meinen Lebensrhythmus auf ihn ab und nur er wird in wichtige Entscheidungen, die mein Leben betreffen, einbezogen, weil es halt unser gemeinsames Leben ist.

Im Ernstfall gelten auch Ausnahmen.
Wenn bei ihm mal ein Notfall eintreten sollte, muss er natürlich für seine Familie da sein, und ich muss halt zurückstecken. Das würde ich dann aber gerne machen. Solange, wie es notwendig wäre.

Umgekehrt denke ich auch nicht, dass ich mich rechtfertigen müsste, sollte mal der Zeitpunkt kommen, an dem meine Präsenz mehr als sonst bei meinen Eltern/Geschwistern gefragt ist.

Das ist aber ein echt heikles Thema und ich möchte nie in so eine Wahlsituation kommen müssen. Ich glaube, der Fall ist auch unwahrscheinlich.

Gruß,

cocos

PS: ich stimm auch Glashaus zu. Zu genau differenzieren tue ich auch nicht. Mein Freund IST auch Familie. Zum Glück sieht das meine Familie selbst auch so.
 

Benutzer49007  (34)

Sehr bekannt hier
Ich muss nicht die Nr. 1 in seinem Leben sein. Mir ist nur wichtig das er neben seiner Familie voll zu mir steht. Und wenn im Streit sowas fallen sollte ist dsa nicht ganz so schlimm. Im Streit sagt man viele Dinge die gar nicht so gemeint sind
 

Benutzer86779  (36)

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also ich denke mal bis anfang/mitte 20 ist das doch vollkommen normal weil partner halt häufig wechseln und man noch sehr viel kontakt mit der familie hat.

mit mitte 30 ist das dann vllt. anders weil man dann ja schon viele jahre aus dem haus ist und deshalb die familie nicht mehr so die dominante rolle spielt.
 

Benutzer102673 

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Das ist jetzt nicht böse gemeint.. Aber ihr seid ja erst kurz zusammen.. Gilt das Zitat auch schon für deine aktuelle Beziehung oder für eine Beziehung, die schon paar Monate dauert?

Natürlich gilt es für meine aktuelle Beziehung, die schon ein paar Monate dauert.
 

Benutzer50283 

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Total ok. Sobald allerdings (gemeinsame) Kinder vorhanden sind, sollten die Prioritäten etwas anders gelagert sein. Übrigens wäre auch jemand nach 5-jähriger Beziehung noch nicht "Familie" - bzw. genauso sehr "Familie", wie meine WG, die ich wirklich als 2. Familie ansehe.
 

Benutzer78109 

Sehr bekannt hier
Fänd ich zwar nicht schön zu hören, aber letztendlich wäre mir selbst meine Mutter wohl auch wichtiger als der Freund. Bis ich einen Mann wirklich als Familie ansehen kann, vergeht schon viel Zeit, vielleicht muss ich vorher auch noch ein Kind mit ihm haben.
 

Benutzer88899 

Verbringt hier viel Zeit
Fänd ich nicht schön, nicht dass ich umgekehrt erwarte, dass ich vor die engste Familie gesetzt werde, aber ich möchte zumindest etwa gleich bedeutend sein, sofern man da überhaupt Abstufungen macht. Aber wenn mir ein Partner deutlich sagen würde, dass ich auf jeden Fall erst nach der Familie komme fände ich das bedenklich, vor allem, wenn man selbst es anders handhabt und man ne wirklich ernste, längere Beziehung hat. Das entspricht einfach nicht meiner Denkens- und Lebeweise und ein Partner, der da anders tickt passt nicht zu mir. Wenn im Streit fällt würde ich mal hoffen, dass es nicht ernst gemeitn war, sondern nur so eine Verzweiflungsreaktion, vielleicht weil ich ihn zuvor verletzt habe.
 

Benutzer10855 

Team-Alumni
Wie darf man sich das denn vorstellen? Im Ernstfall vor die Wahl gestellt werden ob Familie oder ich - und ich ziehe dann pauschal den Kürzeren?

Eine Partnerin in den oben genannten Sinne wäre mir allein schon deswegen suspekt, weil sie mich da in irgendeine Hierarchie presst, in die ich nicht passe. Solche Vor-die-Wahl-stell-sachen finde ich ohnehin immer sehr kritisch. Zudem hat dieses "Familie den Vorrang geben" den Beigeschmack von: die Familie muss mich als Partner genauso akzeptieren und dulden wie sie! Sprich: meine Partnerschaft ist bspw. davon abhängig, ob mich ihre Mutter mag oder nicht.

Das spricht für mich irgendwie für einen sehr hörigen Charakter. Ich bin selbst sehr wenig "Familientier" und deswegen sehe ich da schon Konflikte.

Selbstverständlich fordere ich von meiner Partnerin nicht immer an erster Stelle zu kommen, aber wenn ich das Gefühl habe, sie wägt Konfliktsituationen nicht vernünftig ab sondern entscheidet sich (bspw. aufgrund von Autoritätshörigkeit) für ihre Mutter, ist das für mich kein gutes Zeichen. Ich möchte mit ihr eine Partnerschaft und nicht mit ihrer Familie.
 
D

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Gast
Ich bin da sehr einnehmend und möchte gern an der ersten Stelle stehen.
 

Benutzer36171 

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Nö, ich finde das nicht okay. Beides ist gleich wichtig. Außerdem gehört ein Partner für mich zur Familie dazu und ich wünsche mir, dass er das genauso sieht.
 
V

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Gast
Würden mich meine Eltern vor die Wahl "Wir oder dein Partner" stellen, dann würden sie den Kürzeren ziehen. Anders herum weiß ich nicht, ob ich mit einem Mann zusammen sein könnte, der von mir eine solche Entscheidung fordert.
Mein Partner IST meine Familie. Er ist mir nicht weniger wichtig als meine Blutsverwandten, aber auch nicht wichtiger. Daher wäre ich schon gekränkt, wenn er mir sagen würde, dass ich ihm weniger wichtig sei.
 

Benutzer75021 

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Oh dann wäre ganz schön viel bei uns schief gelaufen und ich wäre sehr beleidigt.
Wir sind nun 4 Jahre zusammen, haben ein gemeinsames Kind und ein Haus und ich BIN seine Familie!
Von daher wäre so eine Aussage ziemlich schockierend.
 
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