Wenn die Erwartungen an den Sex über die Jahre auseinander gehen?

Benutzer185639  (50)

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Nun hab' ich mich schon durch recht viele Threads gelesen, welche sich um das Thema drehen, daß sich die Erwartungen wie oft und wie man Sex zusammen hat gerade nach langen Zeiten der Beziehungs doch bei einigen von uns hier verändern.

Auch ich muß mich hier einreihen. Über die vielen Jahre des Zusammenlebens hat sich einfach viel auch in und mit uns verändert.

Dabei hab' ich hier so oft gelesen, daß man doch einfach "miteinander reden" solle. Und auch wenn ich ein großer Fan, Unterstützer und Befürworter von offener Kommunikation bin, so sehe ich bei uns selbst, daß man hier doch auch an Grezen stößt.

Das soll jetzt nicht resigniert klingen. Aber gerade wenn man seinen Partner über eine lange Zeit in und auswendig kennengelernt hat, macht es einem gerade dieser Umstand nicht zwingend einfacher.

Bei uns ist es so, daß wir beide wissen und auch offen darüber reden, daß sich unterschiedliche Erwartungshaltungen an unser Sexleben entwickelt hat. Vielleicht ein Beispiel: Ich hätte nichts dagegen, wenn unsere Kinder mitbekommen, daß wir Sex haben. Für meine Partnerin war es immer ein absolutes No-Go. Oder: Ich kann durchaus über einen längeren Zeitraum auch mit Quickies zurechtkommen. Meiner Partnerin ist das zu wenig. Lieber verzichtet sie auf den ein oder anderen möglichen Quickie und wartet lieber auf eine Möglichkeit intensiven, langen Sex mit mir haben zu können. Der gravierendste Erwartungs-Unterschied: Eine lange Zeit ohne Sex sind für mich Tage oder Wochen. Für meine Partnerin treten erst nach Wochen oder Monaten erste Entzugserscheinungen auf.

Daß wir gegenseitig über unsere unterschiedlichen Erwartungshaltungen wissen hilft insofern nicht, weil wir des anderen Haltung respektieren, wissen, daß er / daß sie nicht aus ihrer Haut kann und wir den anderen aber kein schlechtes Gewissen machen möchten, indem wir ständig davon reden, daß man selber leider anders tickt.

Doch will ich nicht, daß sich das hier jetzt so hochdramtisch anhört. Es ist es nur zwischendrin oder phasenweise. Unser beider Leben ist über die vielen Jahre so vollgestopft mit anderen Dingen, daß der gemeinsame Sex tatsächlich nicht mehr den Stellenwert einnimmt, den er einmal zu Anfang unserer Beziehung hatte. Die Sorge und Pflege der Kinder und Eltern. Der Beruf von uns beiden. Der gewachsene Kreis an Nachbarn, Freunden, Bekannten, Ehrenämtern, Vereinen und Mitgliedschaften. Und das soll jetzt nicht einmal den Sex abwertend klingen. Aber er hat einfach über die Jahre ganz schön Konkurrenz auf Augenhöhe bekommen.

Vielleicht ist das auch meine Aussage, warum ich diesen Thread hier gestartet habe:
Einfach den Sex nicht mehr so wichtig nehmen! . . . es gibt mittlerweile noch andere Dinge.

Beizeiten funktioniert das! Dann, zu anderen Zeiten halt nicht mehr so gut. Ein auf und ab. Manchmal nervt's. Manchmal ist's egal.
Ich schätze, solange es sich die Waage hält geht das so in Orndung und ist vielleicht bei vielen von Euch ähnlich.
Unsere Beziehung "nur wegen des Sex" in die Tonne zu klopfen, dazu reicht's auf alle Fälle nicht.
Vielleicht hilft's einfach auch von einigen von Euch lesen zu können, daß es Euch ähnlich geht und ich gerade nichts anderes als Jammern auf hohen Niveau betreibe . . . vielleicht.
 

Benutzer185579  (59)

Ist noch neu hier
Zwei Fragen. Wie alt sind denn Eure Kinder?
Wenn Du schreibst, sie braucht monatelang keinen Sex, ist es also schon zu solch langen Pausen gekommen?
 

Benutzer182727  (42)

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Der Sex in einer Partnerschaft ist nur dann nicht so wichtig, wenn man entweder generell darauf verzichten kann oder diese nicht monogam geführt wird.
 

Benutzer185639  (50)

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ist es also schon zu solch langen Pausen gekommen

Ja, doch, es gab schon mal "Monate", wo es einfach nicht . . . ich sag' mal "gepaßt" hat.

Das hat jetzt nicht zwingend nur an unseren Kindern gelegen (die im übrigen alle zwischen 10 und 17 Jahren sind). In solchen Phasen kamen einfach sehr viele "anderen" Dinge zusammen (Arbeit, Familie, etc.).
 

Benutzer185639  (50)

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Grüß' Dich A AnnKa78 ,

soweit gehen zu müssen von "generell aus Sex zu verzichten" oder "nicht monogam" die Lösung zu suchen, empfinde ich als zu heftige Extreme . . . ich glaube zwischen diesen beiden Polen gibt es - natürlich für jeden und jedes Paar individuell - unendlich viele Grau-Töne, oder?
 

Benutzer83901  (36)

Planet-Liebe Berühmtheit
Wo es geht, Kompromisse suchen, wo es nicht geht, verzichten oder Beziehung öffnen.

Bei mir hat es auch schon zur Trennung beigetragen.
 

Benutzer97853 

Planet-Liebe Berühmtheit
Du nennst keinen konkreten Zeitraum, in dem ihr keinen Sex habt. "Zwischen Wochen und Monaten" - reden wir hier von zwei Wochen oder elf Monaten? Das ist ein riesiger Zeitraum.
Gleichzeitig kann ich 100% nachvollziehen, dass sie von ihren 10-17 Jahre alten Kindern nicht beim Sex gehoert werden will. Fuer mich ist das ein Abturner hoch zehn. Kommt es nie vor, dass ihr mal alleine und ungestoert seid? Koennt ihr nicht Moeglichkeiten schaffen?
 

Benutzer182727  (42)

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Grüß' Dich A AnnKa78 ,

soweit gehen zu müssen von "generell aus Sex zu verzichten" oder "nicht monogam" die Lösung zu suchen, empfinde ich als zu heftige Extreme . . . ich glaube zwischen diesen beiden Polen gibt es - natürlich für jeden und jedes Paar individuell - unendlich viele Grau-Töne, oder?
Lösungen hatte ich auch nicht genannt, sonst hätte ich Trennung erwähnt.👀 Es waren nach meiner Vorstellung Gründe, warum man auf Sex in einer Beziehung verzichten kann.

Ich halte Sex jedenfalls für ein Grundbedürfnis und wenn das Sexleben in einer Beziehung/Ehe eine erhebliche Schieflage hat, dann wird es einen oder alle auf Dauer nur unglücklich machen. Egal, wie toll auch sonst die Partnerschaft sein mag. Oder man redet sich nur ein, wie gut alles funktioniert, weil man auf ein ansonsten stabiles Umfeld nicht verzichten möchte.

Ich habe selbst eine Scheidung hinter mir. Auch viel Gerede und sogar eine Eheberatung versucht, aber wenn alles nicht hilft, dann gibt es am Ende halt nur eine Lösung, wenn man glücklich sein will.
 

Benutzer185579  (59)

Ist noch neu hier
Gleichzeitig kann ich 100% nachvollziehen, dass sie von ihren 10-17 Jahre alten Kindern nicht beim Sex gehoert werden will. Fuer mich ist das ein Abturner hoch zehn. Kommt es nie vor, dass ihr mal alleine und ungestoert seid? Koennt ihr nicht Moeglichkeiten schaffen?
Es geht ja nicht darum gehört zu werden. Es geht darum sich Freiräume zu schaffen, in denen auch Sex stattfinden kann. Das sollte in dem Alter der Kinder möglich sein. Meine Töchter wollten mit 17 auch ihre Privatsphäre. Das sollte auf Gegenseitigkeit beruhen.
Und, das große Loslassen bezüglich der Kinder kommt ja noch. Fällt dann meist noch mit den Wechseljahren zusammen. Also, rechtzeitig anfangen, sonst ist da auf einmal ein großes Vakuum.
 

Benutzer185639  (50)

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Grüß' Dich Spiralnudel Spiralnudel ,
bei uns ist es eine Mischung aus Kompromissen, die sich aus Verzicht auf meiner Seite und ungeliebten Quickies auf ihrer Seite zusammensetzen. Von Trennung wollen wir einfach nicht reden. Da hängen wir zu sehr aneinander.

Grüß' Dich vry en gelukkig vry en gelukkig ,
entschuldige, daß ich mit den Zeiträumen so vage geblieben bin. Das längste war wohl einmal drei Monate. War aber tatsächlich die Ausnahme. Zwei Monate kommen selten, aber schon auch mal vor. Ja, sicher man versucht sich Auszeiten zu organisieren. Aber das klappt halt mal besser und dann gibt es Halbjahre, da klappt es nicht so gut. Da sind die Abstände dann eben so wie oben beschrieben.

Grüß' Dich A AnnKa78 ,
ob wir es uns nur einreden oder wir tatsächlich nicht auf unser gewohnt-vertrautes Umfeld verzichten können, kann ich Dir aus unserem Innenverhältnis heraus schlecht objektiv sagen. Aber das stabile Umfeld ist sicher ein Grund, der uns verharren läßt. Ich würde uns beide ja auch nicht als richtig unzufrieden bezeichnen wollen . . . als richtig glücklich halt aber auch nicht . . . so mitten drin halt . . .
 

Benutzer83901  (36)

Planet-Liebe Berühmtheit
Ja, also Trennung ist für mich wirklich immer der allerletzte Schritt, wenn gar nichts mehr hilft, mike80993 mike80993 – und da müsste sexuell schon viel passieren (oder auch nicht passieren).
 

Benutzer172677 

Sehr bekannt hier
Klingt für mich irgendwie nach einem “Problem“ bei der Setzung und dem Teilen von Prioritäten.

Denn, ganz ehrlich, wenn ihr beide wirklich wollen und die gemeinsame Sexualität höher priorisieren würdet, gäbe es da schon sehr viele Möglichkeiten, oder?

Ich kann mir für uns jedenfalls nicht vorstellen, dass Hobbys, Freunde, noch nichtmal dauerhaft die Berufe soviel wichtiger wären als eine erfüllende gemeinsame Sexualität. Es ist uns aber eben beiden auch wichtig.
Und doch, da hilft reden uns ungemein, um eine gemeinsame Strategie zu entwickeln und anzupassen, für Wasserstandsmeldungen zwischendurch, um Missverständnisse zu vermeiden, um uns Lust und Neugierde zu machen.
 

Benutzer185639  (50)

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Da hast Du natürlich Recht, Armorika Armorika , miteinander reden stufen auch wir nach wie vor als die große Chance ein, um an unserer Beziehung zu arbeiten . . . und wir wollen das auch. Einfach ist es dennoch nicht und es bedarf Fingerspitzengefühl und Respekt, um Schuldgefühlen erst garnicht entstehen zu lassen und Verletzung zu vermeiden . . . aber es hat ja auch niemand gesagt, daß es leicht wäre :zwinker:
 

Benutzer172677 

Sehr bekannt hier
Einfach ist es dennoch nicht..
Das ist schade.
Ich kann mir das super schwer vorstellen, warum das so schwer sein sollte, ich glaube, dazu bin ich dahingehend zu unsensibel.
Man kennt sich doch ewig, weiß um die Bedürfnisse des anderen, der Partner weiß, dass man ihn nicht bewusst verletzen würde, es ist Vertrauen da, man weiß, dass man sich gegenseitig respektiert und Bedürfnisse gleich bewertet..
Warum dann nicht frei von der Leber weg erzählen, wie man empfindet, was man sich wünscht, was einem fehlt, was einem so dazu durch den Kopf geht?
Könnte es sein, dass euch da eine Verbesserung und Veränderungen in der Kommunikation helfen könnten?
Wie kommt es, dass da Schuld eine Rolle spielt? Woher kommen die Verletzungen, wie kann man sie vermeiden und trotzdem offen sprechen?
 

Benutzer185639  (50)

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Ach Armorika Armorika , aber die von Dir beschriebene Vertrautheit und der gegenseitige Respekt ist doch genau der Grund, warum man haargenau weiß, was für den anderen möglich ist und was nicht.
Nehmen wir diesen einen Punkt (es sind ja eine Vielzahl von solchen Unterschieden), daß meine Partnerin keinen Sex haben kann, wenn die Kinder mit in der Wohnung sind, weil sie einfach eine innere Sperre verspürt, daß sie es mitbekommen könnten und sie das nicht will, beziehungsweise es bei ihr zu einem regelrechtem Lust-Killer wird. Ich hingegen habe für mich festgestellt, daß es den Kindern nicht schadet mitzubekommen, daß ihre Eltern auch Sex miteinander haben. Meine Parternerin weiß, daß ich so empfinde. Und ich weiß, daß sie anders empfindet. Beispielhafte Situation gestern morgen: Ich werde wach und bin - wie so oft - sofort heiß auf meine Liebste. Wir knuddeln, kuscheln, küssen uns. ABER: Kein Sex. No way. Ich weiß es, ich respektiere es. Sie weiß daß ich könnte, kann aber nicht aus ihrer Haut - - > Schuldgefühle! PLUMPS . . . da sind sie! Niemand hat sie gerufen. Niemand braucht oder will sie. Aber sie sind einfach da.

Wir kommen damit zurecht. Dafür haben wir jetzt einfach schon zu lange und zu viel Übung. Aber in diesen Situationen, wenn ich eben wort-wörtlich wieder meinen Schwanz einziehe und wir irgendwie beide unbefriedigt den Tag beginnen, dann ist's halt gerade nicht leicht.

Die Lösung: Wir organisieren Freiräume . . . . ja, natürlich, das tun wir, so gut es eben geht. Und ja, wir haben da sicher auch nochmal andere, individuelle Prioritäten. Aber so sind wir halt . . . und das meinte ich halt mit: es ist manchmal nicht leicht.
 

Benutzer148761  (33)

Meistens hier zu finden
Also ich stimme dir da komplett zu, was du hier sagst Mike. Ich bin seit fast 12 Jahren mit meinem Mann in einer Beziehung, wir haben ein 5-jähriges Kind, sind Unternehmer und dadurch beruflich sehr eingebunden, haben viel im Haushalt zu tun etc. sodass leider oft nicht die Zeit/Energie zum Sex bleibt und ich es toll finde, dass ihr es so hinbekommt, weitestgehend zu verstehen, woran es hakt, dem anderen nicht zum Vorwurf zu machen und einfach Kompromisse einzugehen und die Bedeutung der Beziehung nicht nur über Sex zu definieren. ❤️
 

Benutzer10752 

Beiträge füllen Bücher
Ich kann das sehr gut nachvollziehen, was du schreibst, weil vermutlich gerade Eltern, die voll im Berufsleben stehen und Kinder haben, diese Zwänge und diese Priorisierungsfragen sehr gut kennen: Wofür nehme ich mir noch Zeit, was ist mir wirklich wichtig, was fehlt mir, wovon brauche ich wieder mehr?

Darüber gießt sich dann der Alltagstrott und die Routine, die ja teilweise extrem wichtige Errungenschaften sind, denn nur mit Routine lässt sich das Pensum an Arbeit, Familie, Eheleben überhaupt bewältigen (wie wichtig und hilfreich Routine ist, weiß jeder, der mal in eine andere Stadt umgezogen ist und plötzlich sämtliche Routinen sich erst mühsam wieder aufbauen muss). Aber gleichzeitig verhindert Routine eben auch, aus den aktuellen Gewohnheiten auszubrechen, weil läuft ja alles gut. Macht man erst dann, wenn es wirklich weh tut, oder wenn man irgendwie drauf gestoßen wird - oder wenn es zu spät ist.

Ich habe in den ersten Corona-Monaten 2020 zum Beispiel wieder angefangen, mit dem Rennrad unterwegs zu sein, mehrmals die Woche, weil ich gemerkt habe, wie gut es mir getan hat, weil ich aus dem Home Office raus musste, und weil plötzlich dieser Schwenk auf eine neue Routine (beziehungsweise das Wiederaufleben eines alten Hobbys) ungeahnte Energien freigesetzt hat.

Meine Vermutung wäre, ihr müsstet eigentlich mal etwas ähnliches tun: Nicht mehr nur euch "Freiräume" schaffen im Rahmen eures festgefahrenen Alltags, sondern wieder richtig Lust an euch entdecken und Sex wieder als wichtigen Bestandteil eurer Beziehung mit einbinden. Wenn ich so aus der Vogelperspektive auf meine Beziehung schaue, dann bin ich eigentlich fast ein wenig verblüfft und dankbar, wie gut uns das unterbewusst gelungen ist, und dass sich herausgestellt hat, dass uns beiden Sex so wichtig ist und so viel Spaß macht, dass wir ihn auch trotz all dieser oben beschriebenen Zwänge und Alltagsherausforderungen noch sehr regelmäßig haben, um nicht zu sagen sehr häufig. Aber so etwas weiß man ja nicht, wenn man zusammenkommt, kann man gar nicht wissen, weil Menschen sich ja auch verändern.

Wie auch immer, ich lese bei dir einen Leidensdruck heraus, den du dir ein wenig damit betäubst zu sagen "Es ist nicht so wichtig." Das ist sicherlich eine Möglichkeit, damit umzugehen, und auch besser, als jetzt in Ärger oder Panik zu verfallen, aber vielleicht gibt es ja auch noch die Möglichkeit, eure Sexualität wieder zu kickstarten. Vielleicht mal durch ein Wochenende zu zweit, wo ihr ganz viel Sex habt, und dadurch einfach wieder mehr Lust darauf bekommt, solche Zweisamkeit möglich zu machen. Ohne Schuldzuweisungen, ohne Vorwürfe, aber einfach mit dem Bewusstsein, dass Sex halt was Schönes ist und meiner Ansicht nach auch sehr viel positives für den Beziehungszusammenhalt beitragen kann. Eine Frau, die ich begehre, ist eben nochmal etwas anderes, als eine Partnerin, mit der ich gemeinsam ein Projekt manage, auch wenn das Projekt "Familie und Haus" heißt.
 

Benutzer180757  (46)

Öfter im Forum
Also von den Kindern belauscht werden will ich auch nicht. Die Sache mit den Quickies, na gut, ist auch Geschmackssache. Für mich sind das aber Nebenschauplätze und das Kernthema, dass das Verlangen Deiner Frau deutlich abgenommen hat - und sich nicht mehr mit Deinem deckt.

Beides ist bei uns (zum Glück) nicht der Fall. Ich stimme zu, dass wir auch entspannter geworden sind, wenn nicht alles nach Fahrplan funktioniert etc. Aber grundsätzlich sind wir da auf demselben Level, auch weil „es“ uns immer wieder zusammenschweißt, wie es andere Sachen kaum könnten. 🥰 Schon deshalb sollte man als Paar dranbleiben.

Unser beider Leben ist über die vielen Jahre so vollgestopft mit anderen Dingen, daß der gemeinsame Sex tatsächlich nicht mehr den Stellenwert einnimmt, .... Sorge und Pflege der Kinder und Eltern. Der Beruf .... Der gewachsene Kreis an Nachbarn, Freunden, Bekannten, Ehrenämtern, Vereinen und Mitgliedschaften.
Oh ja! Allerdings haben wir gerade in den letzten Jahren einige Äste vom „Belastungsbaum“ radikal abgeschnitten. Im Job z.B. verlockende Chancen ausgelassen. Oder nicht mehr jede Erwartung der Schwieger-/Eltern erfüllt. Nicht jede Freundschaft kann man auf dem Level weiterpflegen und nicht in jedem Verein mitmischen. Und die Kiddies haben gesunde Beine, die brauchen nicht immer Elterntaxi (mein Lieblingsthema 😆)....

Das widerspricht oft Wünschen und Erwartungen anderer, und z.T. den eigenen. Aber das war es wert und rückblickend hätten wir manches sogar früher zurückschneiden sollen! Letztlich muss man priorisieren, und das tut Ihr offenbar auch schon. Nur muss man die Sortierung der Prios immer mal überprüfen. 🙂
 
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