Welche Verpflichtungen?

Ist der Satz mit den Verpflichtungen einfach nur blöd?

  • w: ja

    Stimmen: 6 20,7%
  • w: nein

    Stimmen: 13 44,8%
  • m: ja

    Stimmen: 8 27,6%
  • m: nein

    Stimmen: 2 6,9%

  • Anzahl der Umfrageteilnehmer
    29

Benutzer83901  (36)

Planet-Liebe Berühmtheit
Rücksichtnahme und ein gewisses Maß an Rechenschaft dem Partner gegenüber sind für mich elementare Bestandteile einer Beziehung. Ich empfinde sie auch keineswegs als unangenehm, sondern nehme diese Art der Verpflichtungen gerne an.

Wer seine Beziehung unabhängiger und freier gestaltet, liegt damit nicht weniger richtig, nur für mich wäre das nichts. Als Single habe ich die Freiheiten genossen, liiert vermisse ich sie aber auch nicht, denn ich kann ja tun und lassen, was ich möchte, sofern ich unsere gemeinsam getroffenen Abmachungen nicht verletze (bspw. bezüglich sexueller Exklusivität). Dennoch bin ich natürlich nicht ganz so frei, wie ich es als Single immer war.

Und natürlich muss ich meinem Freund Bescheid sagen, wenn ich bspw. deutlich später nach Hause komme, weil ich mich spontan noch mit einer Freundin/Kollegin/etc. treffe. Allein schon wegen der Katzen und damit sich mein Schatz keine Sorgen macht. Wenn ich später von der Arbeit komme, ist das aber kein Problem, er kennt ja meine recht flexiblen Zeiten. Und auch finanziell bin ich nicht mehr ganz so unabhängig wie als Single - aber das stört mich eben auch nicht. Ich lebe gern in einer Beziehung und ich habe gerne einen verlässlichen Partner an meiner Seite, der seinerseits auch Rücksicht auf mich nimmt - natürlich ohne seine eigenen Bedürfnisse zu ignorieren.

Und vor allem der Punkt, einander Bescheid zu geben, wenn es mal später wird etc., ist mir persönlich sehr wichtig. So muss ich mir nicht unnötig den Kopf zerbrechen, ob nicht vielleicht etwas passiert ist.
 
Zuletzt bearbeitet:

Benutzer113076 

Verbringt hier viel Zeit
Auch, dass die Beziehung eh nicht lange halten würde bei unterschiedlichen Urlaubsgeschmäckern ist auch recht übertrieben. Menschen sind nicht gleich und haben nunmal unterschiedliche Geschmäcker, auch in sehr guten Beziehungen. Bei jeder unterschiedlichen Geschmackssache gleich Schluss zu machen würde auf Dauer wohl nicht gutgehen. Darum muss man sich einfach manchmal arrangieren.
Das ist nicht irgendeine Geschmackssache, das ist eine äußerst essentielle, weil man sehr häufig miteinander in Urlaub fahren wird. Mein Ziel wäre da schon zweimal im Jahr.

Du nicht für ihn - und er sicher auch nicht für dich?
Ich würde nie von jemandem verlangen, dass er meine Wäsche wäscht, mich vorher fragt ob er eine Freundin treffen darf oder meine Miete zahlt. :what:

Aber dafür dürfen wir beide größer und höher träumen, als wir es alleine könnten. Jeder von uns wird mehr schaffen als er alleine könnte - weil er sich eben darauf verlässt, dass der andere seine gefühlten Verpflichtungen erfüllt und man sich gegenseitig den Rücken freihält, sich stärkt und stützt. So wird das Ergebnis auf einmal viel größer als die Summe der Einzelteile.
Gewagte These, dass man zu zweit mehr erreichen kann als als Single oder "locker gebundeneres Paar". Ist fast ein wenig diskriminierend.

Dann handhabst du eben all diese Sachen vollkommen anders als ich und manch anderer, solange so was von Anfang an abgeklärt ist, ist daran ja auch nichts verkehrt.
Von Anfang an abklären? Habt ihr vorher abgeklärt, dass ihr damit 100 Verpflichtungen vereinbart?

Wenn ich gerne irgendwas unternehmen will und er bittet mich aber, ihn zu einem Familienessen zu begleiten, auf das ich eigentlich gar keine Lust habe, bricht mir ja kein Zacken aus der Krone, wenn ich trotzdem die zwei Stunden mitgehe und ihm so eine Freude bereite, außerdem ist so etwas ja allein dadurch nicht vollkommen scheiße, dass er immerhin auch mit dabei ist.
Ihr immer mit euren Familientreffen... in den vergangenen 10 Jahren hatte ich sowas 1x und auch da hatte ich meinen Exfreund gefragt ob er mit zur Hochzeit möchte und er wollte. Wenn nicht, dann hätte er auch daheim bleiben dürfen.

Eine Beziehung, wie du sie beschreibst, in der jeder alles allein macht, wenn man nicht gerade eh zufällig Bock auf dasselbe hat, verschiedene Urlaubsziele eine Inkompatibilität bedeuten, die unweigerlich zur Trennung führen muss und man schief angeschaut wird, wenn man interessehalber fragt, was der Partner den ganzen Tag über so gemacht hat, ist meine persönliche Horrorvorstellung (beziehungsweise frage ich mich da, wieso man sich nicht einfach nur eine Affäre anlacht, ein großer Unterschied besteht da meiner Auffassung nach eh nicht mehr).
Der Unterschied ist Liebe! Das ist ein riesen Unterschied! Und man schaut den anderen nicht schief an, wenn er fragt was man getan hat, man sagt höchstens, wenn man nicht erzählen will "och nichts besonderes".

Für mich klingt das ja ganz stark nach Beziehungsunfähigkeit :hmm:
Kann schlecht sein, wenn ich schon lange und glückliche Beziehungen hatte! Oder wie würdest du das definieren?

Ich lebe gern in einer Beziehung und ich habe gerne einen verlässlichen Partner an meiner Seite
Verlässlich und ohne Verpflichtungen schließt sich gegenseitig nicht aus!

Nicht im Bett furzen:grin:
Das ist bisher die einzige Verpflichtung, der ich zustimmen würde. Wenn man männlichen Besuch hat verkneife ich mir sowas tatsächlich. Ist natürlich in Ordnung wenn es mal passiert aber man hat die Verpflichtung nicht absichtlich einen fahren zu lassen. :grin:
 

Benutzer42813 

Beiträge füllen Bücher
Ich würde nie von jemandem verlangen, dass er meine Wäsche wäscht, mich vorher fragt ob er eine Freundin treffen darf oder meine Miete zahlt. :what:

Tja, und ich tue es und erwarte im Gegenzug, dass er es auch für mich tut.

Off-Topic:
(Es ging übrigens nicht um "fragen, ob man jemanden treffen darf", sondern um "abklären, ob dieser Zeitpunkt in Ordnung ist". Ich finde, zwischen diesen beiden Formulierungen gibt es noch mal einen recht bedeutsamen Unterschied.)


Off-Topic:

Zitat von Shiny Flame:
Aber dafür dürfen wir beide größer und höher träumen, als wir es alleine könnten. Jeder von uns wird mehr schaffen als er alleine könnte - weil er sich eben darauf verlässt, dass der andere seine gefühlten Verpflichtungen erfüllt und man sich gegenseitig den Rücken freihält, sich stärkt und stützt. So wird das Ergebnis auf einmal viel größer als die Summe der Einzelteile.
Gewagte These, dass man zu zweit mehr erreichen kann als als Single oder "locker gebundeneres Paar". Ist fast ein wenig diskriminierend.

Diskrimminierend ist es mit Sicherheit nicht, denn ich spreche hier dabei von mir und von dem, was ich erlebe. Nicht davon, wie es für andere sein kann oder für andere ist.
 

Benutzer111070 

Team-Alumni
Von Anfang an abklären? Habt ihr vorher abgeklärt, dass ihr damit 100 Verpflichtungen vereinbart?

Mit abklären meine ich auch keinen schriftlichen Vertrag, in dem alles punktgenau festgehalten wird, sondern eher ein Abklopfen, welche Auffassung der andere im Allgemeinen von Beziehungen hat; die Details kristallieren sich im Laufe der Beziehung heraus.
Ob jemand eher deine oder eher meine Vorstellung einer guten Beziehung hat, dürfte sich dem potenziellen Partner ja recht schnell offenbaren, wage ich zu behaupten.


Ihr immer mit euren Familientreffen... in den vergangenen 10 Jahren hatte ich sowas 1x und auch da hatte ich meinen Exfreund gefragt ob er mit zur Hochzeit möchte und er wollte. Wenn nicht, dann hätte er auch daheim bleiben dürfen.


Es war bloß ein Beispiel, meine Güte, meinetwegen kannst du im Satz "Er fragt mich, ob ich ihn zu einem Familienessen begleite, worauf ich eigentlich keine Lust habe" das Familienessen auch durch Paintball, ein JBO-Konzert oder Ponyreiten ersetzen, das spielt nun wirklich keine Rolle. :rolleyes:

Der Punkt bei der ganzen Sache: auch, wenn ich keine Lust habe, gehe ich wahrscheinlich trotzdem mit, weil ich ihm dadurch eine Freude bereite und zugleich seine Nähe in dieser Zeit genieße.
Für die Fortsetzung siehe gern nochmals meinen vorherigen Beitrag...

Der Unterschied ist Liebe! Das ist ein riesen Unterschied!

Dann formuliere ich den Satz so: Eine Beziehung nach deinen Vorstellungen (...) wäre für mich eine Horrorvorstellung, weil ich meine Liebe zu meinem Partner auf andere Weise äußere und mir dasselbe auch mir gegenüber so wünsche.
Hätte ich einen Freund, der so wäre wie du, käme ich mir ehrlich gesagt ziemlich ungeliebt vor - was keinesfalls bedeutet, dass es in einer solchen Beziehung keine Liebe gibt, es wäre eben einfach nichts für mich, ich sähe in so was keine Zukunft.

Und da wären wir wieder beim "Abklären" - ich möchte vorher wissen, ob ein potenzieller Partner sich zu nichts verpflichtet fühlt, nicht einmal mir zuliebe mal irgendwo mit hingehen kann, sich ausnahmslos selbst der Nächste ist und mich kein Stück weit in seine Planungen miteinbezieht, und zwar, um ihn von da an als potenziellen Partner ausschließen zu können. Ich hab noch mit keinem einen derartigen Fragenkatalog abgearbeitet, aber das wird wohl in den meisten Fällen auch gar nicht nötig sein, man merkt ja meist schon recht früh am Verhalten und in Gesprächen, ob ein Mensch so oder so drauf ist.
 

Benutzer83901  (36)

Planet-Liebe Berühmtheit
Verlässlich und ohne Verpflichtungen schließt sich gegenseitig nicht aus!
Korrekt, aber eben auch eine Frage der eigenen Definition. Ich erwarte von meinem Partner schlicht und ergreifend, dass er mich darüber informiert, wenn er ausgeht. Das ist also durchaus eine Verpflichtung, die er eingeht und die umgekehrt ebenso gilt.

Wobei ich nicht unbedingt zwangsläufig wissen muss, mit wem er etwas unternimmt. Er ist letztes Jahr bspw. ins Kino gegangen, als ich im Urlaub war. Und ich habe ihn dann nur gefragt, ob er etwa allein im Kino war (er war in meinen Augen nicht so der Mensch, der einfach mal allein ins Kino geht *lach*), worauf er meinte: "Nein, mit XY." Und dann ist das auch gut.

Mir geht es auch nicht darum, die exakte Uhrzeit zu wissen, wann er nach Hause kommt - es sei denn, wir haben gemeinsam noch etwas vor.
 

Benutzer107106 

Planet-Liebe ist Startseite
Redakteur
In einer Beziehung möchte ich mit diesem Menschen mein Leben teilen. Ich möchte mit ihm zusammen sein, ein Teil seines Lebens sein, wie er ein Teil meines Lebens sein soll. Da gehört es eben zu, dass ich Wochenenden opfere um zu seiner Verwandtschaft zu fahren, dass ich am ersten Weihnachtstag zu seiner Familie mit ihm gemeinsam quer durchs Ruhrgebiet gurke. Nein: Er da ich dort ist für uns bei solchen Feiertagen keine Option. Wir wollen das zusammen machen, dafür haben wir ja auch geheiratet. Und ja ich verlange von ihm in stressigen Zeiten mehr Haushalt zu machen und meinen Dreck weg zumachen wenn ich nicht kann, genauso wie ich ihm hinterräume, wenn er viel zu tun hat.
Und vor allem verlange ich Zeit und Rücksichtnahme. Als ich Schwangerschaftsbedingt 3 Wochen dauerkotzend im Bett lag und ich sogar Hilfe brauchte um zur Toilette zu kommen oder um mich vor den Arztbesuch zu duschen, war es für ihn ganz klar, dass er seinen Chef anrief und von zu Hause arbeitete um bei mir zu sein. Als ich dann eine Woche im Krankenhaus lag, war es klar, dass er täglich vorbei kam, außer ich sagte ihm, dass er zuhause bleiben könne.
Dafür habe ich ihm geholfen, als er letztes Jahr seine BA-Arbeit geschrieben hat und den ganzen Tag vor dem PC saß und komplizierte Formeln in Latex gehauen hat. Da habe ich geputzt, habe eingekauft, Aufbackpizza für ihn besorgt, ebenso Energydrinks und ihm die Familie vom Hals gehalten.
Und ob du es glaubst oder nicht, wir machen es beide gerne.
 

Benutzer96776 

Beiträge füllen Bücher
Verpflichtungen ist das komplett falsche Wort.
Aber in einer Beziehung macht man halt Dinge, die als Single wegfallen (würden)

-Rücksicht auf den Partner und dessen Bedürfnisse nehmen
-treu sein/ nicht mit anderen flirten
-etwas mit ihm unternehmen
-Dinge ihm zu Liebe tun, die man vl. alleine nicht machen würde
-Kompromisse eingehen
-Haushalt schmeisen für ihn bügeln, kochen, etc.
-sich absprechen müssen über Pläne - sei es Freizeitgestaltung oder Zukunftsplanung
-seine Familie/ Freunde besuchen
-Diskussionen führen oder auch mal streiten
-sich über den Partner ärgern
-sich anpassen

Vieles macht man bestimmt auch gerne und ist selbstverständlich sonst wäre man ja nicht mit ihm zusammen, das ist bei jedem Menschen individuell ob er diese Dinge sowieso gerne tut oder nicht aber all das würde halt ohne Freund wegfallen.
Aber so verschieden wie jede Beziehung ist, so individuell sind auch die "Verpflichtungen" oder viel besser Dinge, die man als single nicht tun würde. Und ich denke keine einzige unliebsame "Begleiterscheinung" einer Beziehung wiegt das auf, was man dafür zurückbekommt - nämlich im Idealfall das Gefühl von Geborgenheit, Sicherheit und geliebt zu werden.
Für mich persönlich überwiegen da definitiv die Pro-Beziehung Argumente und nicht diese, die dagegen sprechen denn es lohnt sich wirklich wenn man erstmal den Richtigen gefunden hat. Daran glaube ich fest!
 

Benutzer40590  (42)

Sehr bekannt hier
"Verpflichtung" ist das falsche Wort dafür. Aber in eine Beziehung gibt es immer Kompromisse die man eingehen "muss", wenn man eine halbwegs harmonische und dauerhafte Beziehung führen will.
Klar kann ich weiterhin "tun und lassen was ich will" und meinen Kopf durchsetzen - wird nur nicht lange funktionieren und ich es macht sicherlich weniger Spaß als mich hier und da zurückzunehmen.
Kein Mensch kann mir erzählen das der Partner in allen Bereichen genauso tickt und die Beziehung "glücklich" ist wenn beide nur nach ihrem Kopf leben (so manche Dinge die ich als Single tue würden mindestens 90% aller Frauen niemals akzeptieren. Mir fehlt allerdings auch nichts wenn ich da auch mal drauf verzichte).

Schwierig sind vor allem Situationen die für einen selbstverständlich sind, für den anderen aber nicht.
Ebenso wie ich sowas tue erwarte ich das auch von meiner Partnerin. Vieles macht man zwar dann auch gern oder es ist eigentlich selbstverständlich - aber dennoch kann ich da auch nicht einfach spontan mal ausbrechen.

Ganz besonders leidet die Spontanität und natürlich das Flirtverhalten (ich bin grundsätzlich treu - aber flirten ist in einem gewissen Rahmen okay. Allerdings erwarte ich das dabei auch meine Grenzen eingehalten werden, ebenso wie ich ihre einhalte).
Wie gesagt, das sind keine Dinge die ich nicht freiwillig so mache bzw Dinge die für mich selbstverständlich sind - aber dennoch sind es eine Art verpflichtungen die ich einhalten muss wenn mir was an der Beziehung liegt.
 

Benutzer119559 

Sorgt für Gesprächsstoff
Wenn ich das Wort Verpflichtungen bzw Kompromisse höre bekomme ich schon angst ,.. das alles habe ich nun neu kennengelernt bei meiner letzten und ersten richtigen Beziehung,....
Also ich würde es auch ehr Kompromisse nennen als verspflichtungen , es ist ja nicht meine Pflicht treu zu sein oder mit zu den Schwiegereltern oder sonst was mit zu gehen,....

na ja bei mir waren es ehr verbote die ER ausgesprochen hat ,... durfte nicht alleine auf Konzerte, ich musste meine Nachtschicht wechseln, ... da kann ich noch ellenlange Texte schreiben ,..
 

Benutzer95608 

Planet-Liebe Berühmtheit
Ich lese es andauernd im Forum, dass man als Single keinerlei Verpflichtungen hat, die man hätte, wenn man in einer Beziehung wäre.
Da frage ich mich welche Verpflichtungen das sind? Sich ab und zu zu treffen kann man doch nicht als Verpflichtung sehen, da man das doch gerne macht?

Das kommt doch auf die Beziehung an.

Zwischen "Sich-ab-und-zu-treffen" und beispielsweise "Gemeinsam-Haus-Hof-Kind/er-Hund-Katze-haben"
liegen ja wohl Welten.

Bei erster Beziehungs-Variante gibt es wohl eher wenig bis gar keine tatsächlichen Verpflichtungen, weder moralische noch praktische - in der zweiten schon. Denn dann lebe ich in einer Gemeinschaft, in der jeder seinen Teil beitragen muss, also praktische und moralische Pflichten hat, damit keiner überfordert wird, es jedem in der Gemeinschaft gut geht und sie nicht auseinander fällt und die Sicherheit und damit die Geborgenheit des Einzelnen gefährdet wäre.

Abgesehen davon: Praktische Verpflichtungen sind die eine Seite, moralische Verpflichtungen, wie Rücksicht, Ehrlichkeit, Treue usw. die andere. Denn da sollte jedes Paar in etwa gleiche Maßstäbe anlegen, sonst wirds schwierig, weils nicht harmoniert.

Goethe hat da was Nettes zum Thema gesagt: Wenn man von den Leuten Pflichten fordert und ihnen keine Rechte zugestehen will, muss man sie gut bezahlen. So siehts aus ...

Will man also von einer Beziehung profitieren (auch Nähe, Freundschaft, Geborgenheit ist ein Profit) - muss man in der Regel auch was dafür tun. Was immer das im Einzelfall auch sein mag - denn im Leben ist es meist so: ohne Dings kein Bumms ... ;-)
 

Benutzer54399 

Planet-Liebe Berühmtheit
Ich glaube, dass salexi einfach ein anderes Bild von einer Beziehung hat als ich. Ehrlichgesagt kommt ihr Bild einer Beziehung sehr egoistisch vor und ich würde wohl nicht mit glücklich werden.

Zu meiner Beziehung (verheiratet, gemeinsame Wohnung) gehören ein paar "Verpflichtungen", ob das jetzt das passende Wort ist oder nicht, darüber kann man sich streiten.
Wenn salexi z.B. sagt, dass sie sich doch nicht abmelden muss, wenn sie mit irgendwem was machen möchte. Ich würde es schon ziemlich seltsam finden, wenn meine Frau einfach mal ein paar Stunden später als sonst nach Hause kommt und mir nichts davon sagt. Schließlich würde ich mir auch sorgen machen oder hätte vielleicht Essen vorbereitet.

Vielleicht wäre "Rücksicht" ein besseres Wort als "Verpflichtung". Wenn ich in einer Beziehung bin, dann sollte ich an vielen Stellen Rücksicht auf meinen Partner nehmen und diese Rücksicht müsste ich nicht nehmen, wenn ich Single wäre.

edit: Den Teil mit "richtiges Umfrageergebnis anklicken", den muss ich noch üben.
-1 bei w: Nein und +1 bei m: Nein. :smile:
 
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Benutzer107106 

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Redakteur
Und diese Punkte machst du in einer Freundschaft nicht?
Nein, nicht so intensiv. Ich verbringe mit meinen Freunden weder den heiligen Abend, noch sehe ich sie JEDEN TAG. Meine 2 besten Freundinnen leben in den USA. Da kann man sich denken wie häufig man sich sieht. Mit etwas Glück schaffen wir ein Treffen einmal im Jahr. Sie sind nicht Teil meines Alltags und nein, ich teile mein Leben nicht mit ihnen. Ich brauche im Alltag nicht auf sie Rücksicht nehmen, muss nicht bedenken, dass sie bestimmte Kochgerüche nicht ab haben können, oder muss damit rechnen, dass ihre Sachen in meiner Wohnung rumfliegen, denn sie wohnen ja nicht dort. Sie bekommen auch nicht meine spontanen Gefühle und Emotionen mit, wie mein Partner, der neben mir am Telefon steht, wenn man mir etwas mitteilt, sondern bekommen alles nur nacherzählt und ggfs. reflektiert erklärt.
 

Benutzer36171 

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Und diese Punkte machst du in einer Freundschaft nicht?
Also, ich kann nur für mich sprechen, aber nein, mit meinen Freunden teile ich mein Leben nicht. Ich tausche mich aus, verbringe einen kleinen Teil meiner Freizeit mit ihnen, stehe bei Problemen mit Rat und Tat zur Seite - aber jeder geht seinen eigenen Weg. Ich beziehe meine Freunde nicht in wichtige Entscheidungen wie Studienwahl, Berufswahl, Umzug, Hochzeit, ... mit ein und würde es merkwürdig finden, wenn sie das für mich täten. Wir reden natürlich über solche Sachen, aber meine Entscheidung treffe ich unabhängig. Bei meinem Beziehungspartner sieht das anders aus.

Ich für meinen Teil finde das auch normal. Schließlich plane ich mit meinem Mann eine Familie zu gründen (selbst wenn diese nur aus uns beiden und einem Hund und einer Katzen bestehen sollte :grin: ), nicht mit meinen Freunden. Und ich wohne mit meinem Mann zusammen und teile den Alltag (mit allem, was dazu gehört) mit ihm. Meine Freunde wohnen teilweise viele Kilometer weit entfernt und möchten mit ihrer Zukunft ganz andere Dinge anstellen als ich.
 
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Benutzer40590  (42)

Sehr bekannt hier
Und diese Punkte machst du in einer Freundschaft nicht?

Nein, bei meinen Freunden sieht die Welt ganz anders aus. Natürlich macht man vieles ähnlich - aber wenn ich es mal nicht tue ist es trotzdem gut.
Meine Freunde sind mir nicht böse wenn ich lieber mit ner anderen einen saufen gehe statt mit Ihr nen Film zu gucken, denen kann ich am Telefon auch sagen "hey, ich ruf dich später zurück - bin gerade am zocken" und die interessiert es nicht (naja interessieren schon, aber auf ner anderen ebene) wo ich die Nacht verbracht habe wenn ich spontan mal nicht nach Hause gekommen bin oder mich nicht melde :zwinker:.
Es sind einfach viele Dinge die man in einer Beziehung anders handhabt und die man beim Partner anders sieht. Wäre das nicht so wäre ich mit einer meiner besten Freundinnen (mit gewissen Vorzügen) zusammen - wir verstehen uns super und auch beim Sex funktioniert es ganz gut , aber eine Beziehung würde NIE gut gehen da ich dann über bestimmte Verhaltensweisen und Eigenschaften nicht hinwegsehen könnte (was mich aber bei ner Freundin eben gar nicht interessiert) und sie wohl auch mit mir nicht klarkommen würde.

Mit meinen Freunden wohne ich auch nicht zusammen, und wenn es im Zuge einer WG wäre herrschen auch ganz andere Regeln als in einer Beziehung.
 
D

Benutzer

Gast
Na ja, was erwartest du denn jetzt. Du merkst ja selbst, dass du da ein ganz anderes Beziehungsverständnis besitzt, als die meisten hier. Da können wir dir 100 Vorschläge machen, du wirst alle anders sehen, da du dich einfach nicht so "nah" (mir fällt kein anderes Wort ein, eng, stark, irgendwie sowas^^) binden möchtest, das Kompromisse nötig sind. Ist ja völlig okay, aber für die meisten gehört in eine normale Beziehung eine gewisse Verantwortung/Kompromissbereitschaft oder eben Verpflichtung. Mir fallen auch keine Beispiele ein, die dich jetzt überzeugen könnten (warum sollten sie auch), da du letztlich solche Sachen grundsätzlich anders regelst. Ich fände es aber beispielsweise total arschig von mir, wenn meine Freundin mir am Mittwochabend Abendbrot macht, weil ich immer 19.20 Uhr vom Sport komme und ich dann ohne mich zu melden einfach noch eine Stunde länger bleiben. Wenn ich das mache, gehe ich immer etwas früher aus dem Dojo und schreibe kurz eine SMS.
Aber man kann eben nicht zu einer gemeinsamen Lösung kommen, wenn die Prämissen ganz unterschiedlich sind, und wenn deine lautet, du möchtest dein Leben möglichst weiter uneingeschränkt und frei leben und meine, ich möchte mich dem Partner mehr annähern, mehr Zeit mit ihm verbringen, mit ihm zusammen wohnen usw., dann ist doch klar, dass man daraus keine befriedigende Lösung ziehen kann, was aber eben nichts über den Wert der Prämissen aussagt. :smile:
 

Benutzer43798  (41)

Sehr bekannt hier
Warum haben alle hier so eine negative Ansicht des Wortes "Verpflichtung"? Laut Duden bedeutet Verpflichtung: Abkommen, Vereinbarung, Engagement, Bürgschaft. Was ist daran so negativ?

Ich finde "Abkommen" sind in Beziehungen unerlässlich. Kein Mensch ist exakt wie der andere. Immer wenn Menschen miteinander zu tun haben müssen sie sich aufeinander einstellen um beide das optimalste Zusammensein zu erreichen. Egal ob mit dem Chef, der Partnerin oder einem Freund.

In der Beziehung brauche ich das und erwarte es genauso vom Partner. Wir sind nunmal anders und haben andere Meinungen. Der eine liebt Erdbeereis, der andere steht mehr auf Schnitzel. (Ja abstraktes beispiel). Nun muss man sich eben einigen was man nun essen will. Für einen von beiden wird es nicht das optimale sein. Ok beide könnten antürlich sagen, gut du gehst Schnitzel essen, ich geh zur Eisdiele. Aber ganz ehrlich? Das ist doch keine Beziehung. Eine Beziehung bedeutet für mich, dass ich mein Leben mit jemand anderem TEILE (Teilen= etwas an jemand anderen abgeben). Wir leben nicht nebeneinander her, wir TEILEN es. Das bedeutet auch, dass man Dinge gemeinsam macht. Und da sind Kompromisse zwingend notwendig. Sei es bei Terminen oder beim Thema. Ich geh gern zu ihrer Familie, aber sie mag meinen Schwager nicht. Trotzdem kommt sie mit zu meiner Familie Feiern. Und ja Familie ist ein Zwang, mehr oder weniger. Ich kann nicht einfach für meine Freundin meine Familie abhängen, will ich auch gar nicht.
Und wenn der andere weggeht erwarte ich auch zumindest ungefähr zu wissen wann sie wiederkommt. Zum einen mache ich mir durchaus Sorgen, wenn der andere stunden später immer noch nicht wieder da ist, obwohl er nur Brötchen holen wollte. Zum anderen habe ich zb für uns beide gekocht und das Essen wird kalt. Dass ich mir die Mühe für beide einzukaufen, Tisch herzurichten und zu Kochen sparen könnte, mal ganz nebenbei.

Sobald man Familie hat ist Verpflichtung sofort da. Man aht ein gemeinsames Haus, also muss man auch gemeinsam dafür Sorge tragen. Und noch ärger gehts mit Kindern. Das ist nix freiwilliges mehr. Wer Kinder hat hat denen gegenüber massig Verpflichtungen. Aussuchen kann man sich da gar nix mehr.

Also ums kurz zu sagen: bei einer langfristig angelegten Beziehung (ich will mit dir mein Leben verbringen) gehe ich mit dem anderen ein Engagement ein das von uns beiden erfordert Absprachen zu treffen und diese einzuhalten. Da ist es egal wie gut man zusammen passt. Wenns gut kommt decken sich diese Einstellungen, aber irgendwo muss man Kompromisse eingehen, damit es langfristig klappt.
 
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