Was muss ich an mir und meinem Leben noch ändern, um eine Freundin zu finden?

Benutzer122983  (36)

Sorgt für Gesprächsstoff
WulfricD schrieb:
Wieso ergibt sich bei mir nichts ganz von alleine? Was mache ich den falsch? Ich verstehe die Welt nicht mehr.

Ich glaube das Menschen wie und und ich unbewusst etwas ausstrahlen, dass andere/Frauen auf Abstand hält.

Wenn du von all den befreundeten Paaren sprichst: Hast du denn eigentlich wirkliche Freunde, oder bist du bloß immer Anhängsel von Päärchen?
 

Benutzer65676 

Verbringt hier viel Zeit
Mann oh Mann! Dieser Beitrag ist wieder viel länger geworden, als gedacht! Eigentlich hätte ich gleich auf eure Beiträge antworten können. Naja, ich mache es dann eben demnächst. Aber gelesen habe ich sie, und sie enthalten interessante Gedanken, auch wenn ich nciht mit allem einverstanden bin.
Warum ist er das? Weil du in einer absoluten Endlosschleife festhängst, gedanklich wie in deinen Taten. Das wirkt sich auch auf deine Ausstrahlung aus und das merken Frauen sofort.

Insofern, mit deiner Verbissenheit und dem ganzen Negativen, das dich umgibt, wirst du tatsächlich nie oder nur mit extrem viel Glück eine Freundin finden.
Ich wage das beurteilen zu können, weil es mir oft selbst so geht, aber so verbissen wie du rüberkommst, bin nichtmal ich...

Ist nicht böse gemeint, soll nur zu einer grundlegenden Verhaltensänderung anregen. Aber wahrscheinlich hängst du dafür schon viel zu sehr in deiner Denkweise fest.
 

Benutzer114418 

Verbringt hier viel Zeit
Sicherlich gibt es Gruppen von Leuten, die keine Lust auf Kontakt mit anderen, bisher unbekannten Leuten haben... aber es gibt auch Gruppen, die offen für neue Leute sind.Von daher halte ich es nicht für völlig aussichtslos, dass du bei diesem Tatort-Café neue Leute kennenlernen kannst. - Auch wenn sicherlich so manches Grüppchen keine Lust auf dich hat.

Ich finde, du solltest trotzdem dort hin gehen. Du schreibst dich im Kopf und Kragen und steckst so viel Mühe in theoretisches Gerede, aber sobald es um tatsächliche Aktivitäten geht, gibst du viel zu schnell auf. Vielleicht kannst du das Problem auch offensiver angehen und einfach auf eine Gruppe zugehen. Sag' doch "Hey Leute, ich bin heute alleine hier, kann ich mich zu euch setzen?" oder so ähnlich. Das passt natürlich nicht immer, aber ich glaube schon, dass sich so manche Gruppe über neuen "Zuwachs" freuen würden.

Versuchen kann ich es ja mal, aber wenn ihr wüsstet, wie viel Überwindung mich so etwas kostet! Das ist wirklich nicht mehr normal. Aber vielleicht ist das eine der wenigen für mich, doch noch eine Freundin zu finden – wenn auch nicht direkt, zumindest indirekt, indem ich mit ganz anderen Leuten zusammenkomme.

Es gibt durchaus auch Sportgruppen, in denen der Leistungsgedanke relativ unwichtig ist und wo es einfach nur darum geht, sich gemeinsam zu bewegen und dabei Spaß zu haben.
Auch im Unisport gab es zumindest an meiner Uni genügend Angebote für Anfänger und Leute ohne große Ambitionen. Wie wäre es z.B. mal mit einem Kletter-Anfängerkurs? (falls es so etwas bei dir gibt)

Sowas gibt es durchaus auch in meiner Stadt. Bei den Sportgruppen, wo es wie du sagst „nur darum geht, sich gemeinsam zu bewegen und dabei Spaß zu haben“, ist es aber so, dass nicht unbedingt nur/vorrangig Leute aus meiner Altersgruppe daran teilnehmen. Ich habe es ja sogar bei meinen Schwimmkursen gesehen. Und um es hart zu formulieren: Mir geht es nicht darum, einfach nur unter Menschen zu kommen, sondern eine Freundin zu finden. Wenn das nicht mein Ziel wäre, bräuchte ich mir gar keine Mühe zu geben, da ich schon genug unter Menschen komme.

Beim Unisport muss ich zugeben, dass ich es in der Tat noch nicht versucht habe, und zwar aus Gemütlichkeit. Die Uhrzeiten sind nicht unbedingt die besten (die Schwimmgruppe trifft sich beispielsweise immer nur zwischen 12 und 14 Uhr) und das Sportzentrum befindet sich am anderen Ende der Stadt. Aber für nächstes Semester überlege ich es mir ernsthaft, es ist bestimmt eine gute Gelegenheit, Frauen kennenzulernen.

Aber um was handelt es sich den konkret bei diesem Lehrer-Schüler-Verhältnis?
Bist du einfach nur ein Doktordand, der nebenher eine Übungsgruppe leitet oder einen Praktikums-Versuch betreut? - Da hätte ich nun wirklich keinerlei Bedenken in Sachen Rufschädigung oder "Ich darf mich als Lehrer nicht an Schülerinnen ran machen.", weil du doch eigentlich nicht viel mehr als ein Student bist, der eben schon ein wenig weiter im Studium ist... Insbesondere wenn zwischen euch dann erst nahc dem Ende des Lehrer-Schüler-Verhältnisses etwas läuft, so dass nicht der blöde Eindruck entstehen kann, dass sie sich möglicherweise eine gute Note oder einen Schein erschlafen will, sehe ich da nun wirklich nicht das geringste Problem.

Das ist schon ein richtiges Schüler/Lehrer-Verhältnis. Doktoranden, die an der Uni Übungen oder Proseminare leiten, werden wie richtige Dozenten behandelt: Das Verhältnis zu den Studenten ist daher das gleiche, wie bei anderen Dozenten, und die Atmosphäre in den Kursen ist nicht unbedingt lockerer, wobei letzteres sehr stark vom Dozenten selbst abhängig ist. Es wird übrigens nicht gerne gesehen, wenn Doktoranden allzu locker mit ihren Studenten umgehen.

Aber in einem Punkt hast du vielleicht Recht: Bei ehemaligen Studentinnen müsste ich mir eigentlich keine allzu großen Gedanken machen. Nur: Wie könnte ich an sie herankommen? Ich sehe sie ja nur noch im Flur oder auf der Straße. Eigentlich ist es aber auch so – das muss ich ehrlicherweise sagen –, dass ich Angst davor habe, dass sich besagte Studentinnen über mich lustig machen würden, wenn ich einen solchen Annäherungsversuch unternehmen würde. Dabei kann das nur der Dozent tun. Ich habe es ja selbst erlebt, als ich mich im Sommer 2011 in eine ehemalige Dozentin, die Doktorandin war, verliebt habe: Sie hatte mir das „Du“ angeboten, sie hatte mir ein Treffen vorgeschlagen. Der Unterschied war nur, dass es dafür einen guten Grund gab, was im Falle meiner ehemaligen Studentinnen nicht der Fall ist. Aber vielleicht hast du ja Ideen, wie ich es schaffen kann, an sie heranzukommen…

[quote="banane0815, post: 11246590, member: 44981"]Wenn du bisher eben eher als Langweiler, der keine Lust auf Parties hat, bekannt bist, wird kaum jemand auf dich zugehen und dich zu einer Silvesterparty einladen... da musst du eben selbst die Initiative ergreifen, die Leute fragen, was sie an Silvester machen und sie fragen, ob du dich nicht irgendwo mit anschließen kannst.[/quote]
Als Langweiler bin ich bei meinen Freunden nicht bekannt; als jemanden, der keine Lust auf Partys hat, schon. Wobei ich gestehen muss, dass sich auch viele einfach nur von einem falschen Eindruck haben täuschen lassen. Bei Freunden, die mich seit dem Gymnasium kennen, ist es durchaus nachvollziehbar, dass sie so reagieren: Immerhin war das eine Zeit, in der ich immer wieder betont habe, dass ich kein Interesse habe. Bei einigen Freunden, die ich in den letzten 3 Jahren kennengelernt habe, wundert es mich mehr. Da habe ich längst nicht mehr behauptet, ich hätte keine Lust auf Partys. Wahrscheinlich war es aber so, dass sie in mir nur den guten und fleißigen Studenten gesehen haben, der (fast) allen Dozenten positiv aufgefallen ist. Als wir uns ein bisschen besser kannten und ich ihnen erzählt habe, dass ich durchaus Interesse hätte, mal mit ihnen auszugehen, waren sie sehr überrascht. Seitdem haben wir es zwar ein-, zweimal gemacht, aber das war’s auch schon.

Die Silvesterfrage ist noch mal etwas Anderes: Da gehen viele meiner Freunde einfach davon aus, dass ich für die Weihnachtsferien nach Hause fahre und daher eh nicht da bin. Und so kommen sie nicht auf die Idee, mich zu fragen, auch wenn ich durchaus bereit wäre, für Silvester zurückzukommen. Andere haben dagegen feste Traditionen: Sie feiern immer mit den gleichen Leuten. Ein weiteres Problem bei mir ist, dass ich kein Auto habe und dadurch sehr beeinträchtigt bin.

Würdest du aber an meiner Stelle jetzt noch, zwei Wochen vor Silvester, irgendwelche Leute, die du so halbwegs kennst, fragen, ob du mit denen feiern kannst?

Das ist aber keine Stärke - jedenfalls nicht, wenn es darum geht, Menschen für sich zu gewinnen.

Du bist also dafür, dass man seinem Gegenüber etwas vormacht? Dass man ihm, wenn er beispielsweise konservative Thesen vertritt, obwohl man sozialdemokratisch ist, zustimmt, nur um ihn für sich zu gewinnen? Dass man behauptet, „Twilight“ zu lieben, obwohl man es hasst, nur um ihm einen Gefallen zu tun? Dass man ein Kleid als sehr schön bezeichnet, obwohl es überhaupt nicht seinem Geschmack entspricht? Fühlt sich besagte Person dann nicht verarscht, wenn sie später – zwangsläufig! –die Wahrheit erfährt? Kann sie, falls es zu einer Beziehung kommt, nicht etwa den Eindruck haben, dass alles auf Lügen beruht, was unter Umständen dazu führt, dass sie kein Vertrauen mehr zu einem hat?

Du sagst, du unterhälst dich mit deinen Mitmenschen gerne über diese Themen. Ich weiß es nicht dasselbe, aber bist du denn in der Hinsicht auch im Internet aktiv, in Foren o.Ä.?

Das war ich früher mal, und ich habe tatsächlich ein paar Leute kennengelernt und zwei davon auch schon im wirklichen Leben getroffen. Aber abgesehen davon, dass es neben diesem einen Interesse keine wirkliche gemeinsame Grundlage gab, wohnten sie weit weg, sodass es selbst für eine Freundschaft sehr hinderlich war.

Wenn schon, dann müsste ich ein Forum finden, in dem Menschen unterwegs sind, die in meiner Gegend leben. Ob es sowas gibt, weiß ich nicht.

[quote="Hryna, post: 11247124, member: 36171"]Na, das ist doch toll. Was heißt hier "trotz deines Alters"? Ich kenne viele Leute, die solche Vorlieben haben. Und mit Harry Potter hättest du bei meinen Freundinnen sofort einen Riesenvorteil. Jemand, der Harry Potter nicht mag, käme bei manchen gar nicht als Partner in Frage. [/quote]
Bist du bei diesen Themen irgendwo im Internet unterwegs?

Mir haben Foren enorm geholfen, meine sozialen Kontakte zu erweitern und auch meine Interessen mit anderen zu teilen. Denn ich meiner Umgebung finde ich kaum noch Leute, mit welchen ich eine tiefgründige Unterhaltung pflegen kann, und die Problematik verschärft sich umso mehr, je mehr ich mit Hilfe des Web mit Wissen, Bildung und Informationen bereichere.

Ich war früher in sehr vielen Foren zu den unterschiedlichsten Themen aktiv, aber das hat dazu geführt, dass ich sehr viel Zeit dort verbracht habe und den Eindruck hatte, ein soziales Leben zu haben, wobei das natürlich überhaupt nicht stimmte. Als ich es eingesehen habe, habe ich angefangen, mich verstärkt unter Menschen zu begeben, was mir wirklich sehr gut getan hat.

Das Problem bei Foren zu solchen Themen ist aber sowieso, dass die Leute in ganz Deutschland verstreut sind und somit kaum eine Chance besteht, darunter einen Partner zu finden. Oder siehst du das anders?

Ich hab's vergessen: wohnst du in einer größeren Stadt? Wenn nicht wäre ein dringender Rat für deine mittelfristige Planung: in eine größere Stadt ziehen.

Ich wohne in einer typischen Studentenstadt, die für mich von der Größe her ideal ist. Nicht allzu klein, aber auch nicht zu groß: So gibt es schon sehr viele Freizeitangebote, das Leben ist aber nicht so anonym wie in einer Großstadt.

Mache ich mit Leuten Treffs aus, welche ich über Foren kennengelernt hatte, kommt in quasi allen Fällen wirklich ein konkretes Treffen dabei raus, und ich habe dann auch wirklich eine unternehmungsreiche und schöne Zeit mit ihnen. Selbst bei Entfernungen >200km.

Ich habe überhaupt kein Problem, Freunde zu finden, die Zeit und Lust haben sich mit mir zu treffen. Innerhalb einer Woche habe ich mindestens zwei solcher Treffen. Nein, mein Problem ist, dass ich keine Freundin finde.

Ich kann aus eigener Erfahrung sagen, dass ein grosses soziales Netz sehr vorteilhaft sein kann, um auch Kontakte zu Frauen zu küpfen. Und da sind mit Sicherheit die Chancen 1000x grösser als in einer Singlebörse, Bekanntschaften zu Frauen zu knüpfen.

Ja, aber was bringt es mir, wenn ich eine Frau kennenlerne, die am anderen Ende Deutschlands wohnt? Nehmen wir mal an, ich verliebe mich in sie (was sicherlich nicht passieren wird, weil ich jemanden sehr oft sehen muss, damit sowas passiert): Was passiert dann? Auf eine Fernbeziehung habe ich keine Lust, und ich bin sowieso nicht bereit, alles, was ich hier habe, aufzugeben.

Und auch das "Verkuppeln" muss nicht schlecht sein.

Aber da muss man schon sehr viel Glück haben, um sich ausgerechnet in diese Person zu verlieben…

Weiss zwar nicht, ob Du was mit meinem Beitrag anfangen kannst, aber was Dein Problem angeht, geht mir nicht mal so eben am Arsch vorbei, da ich selbst alles durch habe. Von daher hüte ich mich, mit Sprüchen wie "die Richtige kommt noch" um mich zu werfen.

Es tut schon gut, zu wissen, dass es Menschen gibt, die mein Problem verstehen und die nicht einfach die typischen Ratschläge geben, die nur dazu dienen, das Thema so schnell wie möglich wieder abzuschließen, in Wirklichkeit aber nichts bringen. Daher bin ich dir schon dankbar!

Deine Wände sind aber ziemlich eng und ziemlich hart. Dieser Freund, von dem ich eingangs geredet habe, hatte auch solche Wände. Er hat sie bei vielen Gelegenheiten anderen Menschen regelecht vors Gesicht geschlagen. Eine andere Meinung schien dabei garnicht zu zählen. Sie wurde vielleicht noch angehört und dann fatalistisch niedergestreckt. Nichts ist unattraktiver. Er ist damit eigentlich jeder Frau (und auch fast jedem Mann) so dermaßen auf die Füße getreten, dass keiner mehr bock hatte mit ihm zu reden.

Ganz ehrlich verstehe ich nicht ganz, worauf du hinauswillst. Aber ich versuche trotzdem, dir zu antworten (sage es mir, falls ich dich vollkommen falsch verstanden habe).

Bei mir ist es keineswegs so, dass Freunde oder Bekannte keine Lust mehr haben, sich mit mir zu treffen. Ganz im Gegenteil! Es ist eher so, dass ich mich immer mehr mit ihnen treffe, sodass die Abende, an denen ich alleine bin, deutlich seltener sind, als noch vor einem Jahr. Das bedeutet aber auch, dass ich so schlimm nicht sein kann.

Dass ich feste Meinungen habe, werde ich sicherlich nicht bestreiten, zumal ich zumindest bei einigen von ihnen davon überzeugt bin, dass es sogar positiv ist. Menschen, die keine eigene Meinung haben und nur das sagen, was andere hören wollen, sind auch nicht unbedingt beliebt. Ich bin aber durchaus auch jemand, der sich überzeugen lässt, wenn die Argumente des Anderen gut sind.

Auch bin ich durchaus bereit, mich zu verändern. Aber du musst zugeben, dass es frustrierend ist, wenn man solange an sich arbeitet und trotzdem seinem Ziel, nämlich einer Beziehung, kaum einen Schritt nähergekommen ist.

Vielleicht wäre das Gegenteil von dem, was du zur Zeit machst eine Idee...zuhören. Zu einem Gespräch gehört beides. Wenn dir jemand zuhört, fühlst du dich ja auch wohl. Zum Zuhören gehört aber auch ein verstehen, nicht nur ein nicken...oder zumindest der ehrliche Wille es zu verstehen. Du musst es damit nicht akzeptieren oder gar für richtig befinden, aber dich doch dem Menschen zuwenden und zuhören. Man lernt dabei sooo viel.

Wenn du mich im richtigen Leben kennen würdest, hättest du mir niemals so etwas empfohlen. Weißt du, wie oft ich schon zugehört habe? Auf dem Gymnasium und am Anfang meines Studiums habe ich Leute, die jemanden brauchten, der ihnen zuhört, regelrecht angezogen. Da ich fast der einzige Mann in meiner Klasse, bzw. meinem Studiengang war, waren es natürlich Frauen. Wenn man alles zusammennimmt, habe ich ihnen so viel zugehört, wie die wenigsten Menschen meines Alters. An der Uni hat eine Kommilitonin, die ich etwas näher kannte, sogar mal zu mir gesagt, dass man mir so gut von seinen Problemen erzählen kann, weil es mir so gut geht. Ab dem Tag habe ich beschlossen, nicht mehr so zu tun, als wäre alles in Ordnung, und es durchaus zu zeigen, wenn es mir schlecht geht. Ich würde zwar nicht sagen, dass ich von allen nur ausgenutzt wurde, aber von einigen schon. Und selbst heute höre ich gerne zu, wenn es Freunden schlecht geht. Man sagt mir immer noch nach, dass ich gut zuhören kann. Es ist nicht so, als wäre ich ein egoistisches du egozentrisches Arschloch.

Auch wenn ich vllt der einzige mit dieser Meinung bin: Ich denk du bist jetzt an einem Punkt angekommen, an dem dich dieses ganze Analysieren nicht mehr weiterbringt. I
ch bin sicher, dass dir dieses Forum bis jetzt viel geholfen hat, deine Situation zu verstehen. Aber: du lernst keine Menschen kennen, wenn du Zeitung liest, dich mit irgendwelchen Krimis amüsierst oder ellenlange Beiträge in diesem Forum schreibst.
Wenn du einen ernsthaften Rat von mir willst: Ignorier dieses Forum für ein paar Wochen und versuch zu leben, anstatt alles zu zerdenken.

Ich komme sehr viel unter Menschen. Vergangene Woche habe ich mich beispielsweise insgesamt viermal mit zum Teil unterschiedlichen Freunden getroffen! Man kann also nicht sagen, dass ich immer nur vor dem PC sitze und mich nur selbst bemitleide.

Du kannst mir doch auch nicht empfehlen, meine Interessen einfach so zu wechseln. Das geht doch nicht! Kennst du viele Menschen, die das können? Ich nicht. Außerdem habe ich gar keine Lust darauf, denn es würde gewiss auch dazu führen, dass ich mit meinem Leben deutlich unzufriedener werden würde. Oder wie ist es, wenn jemand auf alles vieles von dem verzichtet, was ihm wichtig ist?

Das Problem ist auch nicht, dass ich nicht genug unter Menschen komme, sondern dass ich keine Frauen kennenlerne, die als Partnerin in Frage kommen könnten. Das ist glaube ich schon ein großer Unterschied. Die Frauen aus einem Freundeskreis sind entweder vergeben, oder interessieren mich sowieso nicht, und unter den Kommilitoninnen, mit denen ich Kontakt habe, gibt es jetzt auch keine, die mich vom Hocker reißt. Sie sind zwar sympathisch, aber das reicht als Grundlage für eine Beziehung ja soweit ich weiß nicht aus.

Dass ich zu viel nachdenke und analysiere, stimmt allerdings. Aber weißt du, warum ich das tue? Erstens weil ich von Natur aus jemand bin, der sich über alles viel zu viele Gedanken macht, und zweitens, weil sich bei mir im Gegensatz zu 95% meiner Mitmenschen nichts von selbst ergibt. Also versuche ist, zu untersuchen, woran mein Versagen liegen könnte und wie ich doch noch dafür sorgen kann, dass mein Leben keine einzige Niederlage ist.

Such dir ein, zwei Hobbys bei denen du unter Menschen kommst. Fußball, Laufen, Schwimmen, Hockey oder meinetwegen ein Debattier-Club. Es interessiert niemanden (!) ob du darin gut bist, jeder hat mal angefangen. Ich habe gute Erfahrungen in Laufvereinen bzw. Lauftreffs gemacht, da treffen sich in den Anfängergruppen genau solche Leute wie du und ich, die Menschen kennenlernen möchten und ein wenig Spaß an Sport haben.

Das kann ich versuchen, auch wenn ich nicht so viel Zeit zur Verfügung habe. Daher ist es wohl besser, dass ich versuche, meine derzeitigen Hobbys in einer solchen Gruppe auszuüben. Unisport, wie von „banane0815“ vorgeschlagen, ist vielleicht eine sehr gute Idee.

Ich persönlich habe, da ich in letzter Zeit ebenfalls in einer neuen Umgebung gestartet habe, sogar eine Art Kennenlern-Gesprächs-Programm: Im Prinzip spult man dieses oberflächliche Programm immer wieder ab, und lernt das Gegenüber dabei immer mehr kennen. Irgendwann ist man soweit, dass man dann mit ihr/ihm auch zu tiefgründigeren Themen übergeht

Vielleicht sollte ich selbst so etwas entwickeln…

Insofern, mit deiner Verbissenheit und dem ganzen Negativen, das dich umgibt, wirst du tatsächlich nie oder nur mit extrem viel Glück eine Freundin finden.

Da magst du Recht haben. Die Frage ist nur: Wie komme ich das raus? Bei mir war es bisher immer so, dass ich diese negativen Gedanken nur dann aus dem Weg räumen konnte, wenn ich gemerkt habe, dass ich zumindest ein bisschen Erfolg habe. Erfolge haben mich in eine Art Aufwärtsspirale geführt, Niederlagen oder Stillstand in eine Abwärtsspirale. Und Fakt ist, dass ich in Sachen Liebe seit Beginn (in diesem Fall seit dem 10. Lebensjahr) nur Niederlagen zu verzeichnen habe: fast 15 Jahren Niederlagen ohne jeglichen Erfolg, das ist nicht wenig!



Zum Schluss hätte ich noch eine Frage an alle:

Auch wenn ich diese Frage schon öfters gestellt habe: Wie kann ich denn dafür sorgen, dass ich in absehbarer Zeit (sagen wir mal, zwischen 6 Monaten und einem Jahr) eine Freundin finden kann, und zwar unter Berücksichtigung folgender Umstände: Ich bin jemand, der sich nur sehr schwer verliebt; ich bin von sehr viel vergebenen Frauen umgeben, durch meine Freunde und Bekannten lerne ich nur sehr wenig Frauen kennen und wenn doch, sind sie vergeben; letzteres hängt auch damit zusammen, dass ich selbst über 24 Jahre bin und vor allem mit Leuten zu tun habe, die 2 bis4 Jahre älter sind (ein erheblicher Unterschied!); ich habe Interessen, die nicht unbedingt typische Fraueninteressen sind; ich bin nun Doktorand, was bedeutet, dass ich kaum noch Kurse belege und somit noch weniger Frauen kennenlerne, als vorher?

Trotzdem habe ich folgende Vorteile: Ich begebe mich mehr unter Menschen, als früher, habe Dinge ausprobiert (Partys, Abende in der Bar), die mir noch vor einem Jahr als unmöglich erschienen; ich habe mein Aussehen durch einen neuen Kleidungsstil und eine neue Frisur etwas verbessert; des Weiteren gibt es mittlerweile zumindest die eine oder andere Frau, die an mir Interesse gezeigt hat, was bedeutet, dass das prinzipiell möglich ist; es gibt schließlich noch Dinge, die ich ausprobieren kann (Unisport oder sonstige Sporttreffen, Organisieren von Kinoabenden, usw.).

Ich bin mir also bewusst, dass es Menschen gibt, die auch in dieser Hinsicht deutlich schlimmer dran sind, als ich. Es ist aber nach wie vor so, dass ich nicht einmal die erste Etappe hin zu einer Beziehung schaffe, nämlich das nähere Kennenlernen einer Frau. Das ist eben darauf zurückzuführen, dass ich im Alltag mit zu wenig Frauen zusammenkomme, die mich interessieren UND die alleinstehend sind. Da wären wir wieder bei meinem Hauptproblem.

Das zu lösen ist nicht ganz einfach, denn auch wenn ich noch einiges versuchen kann, sind meine Möglichkeiten aus Zeit-und Geldgründen nicht unerschöpflich. Und ich gebe es auch zu: Ich bin nicht zu allem bereit, um eine Freundin zu finden, sonst kommt es vielleicht dazu, dass ich eine Freundin finde, aber trotzdem nicht glücklich bin, weil ich wegen ihr mein Studium vernachlässigt habe, auf wichtige Hobbys verzichtet habe und unter Umständen meine Freunde vernachlässigt habe.

Bei anderen stellt sich dieses Problem nicht, da sich alles ganz von alleine ergibt, bei mir aber nicht. Die Gründe dafür sind mir zum Teil auch klar: Ich musste nie arbeiten, um mein Studium zu finanzieren, habe auch in den Sommerferien in meiner Schulzeit nie gearbeitet; ich habe jahrelang ein Einzelgängerleben geführt, auch wenn ich durchaus ein paar Freunde hatte; als sich die meisten Paare in meinem Umfeld gebildet haben, hatte ich überhaupt kein Interesse an einer Beziehung, usw. Nun sind die meisten Leute fest vergeben, oder haben zumindest wertvolle Erfahrungen sammeln können. Ich dagegen habe vielleicht Chancen einfach verschwendet. Das ist alleine meine Schuld. Aber nun ist es so, dass es trotz großer Bemühungen immer noch nicht klappt. Ist es da nicht fast logisch, dass man sich die Frage stellt, ob der Zug nicht schon abgefahren ist, ob es nicht schon fast zu spät ist für eine erste Beziehung.

Ich weiß, dass ich mir zur Zeit nur im Kreis drehe, aber ich bin wirklich in einer Situation, in der ich nicht mehr weiterweiß und unbedingt darüber reden muss, wie ich mich fühle, weil ich sonst noch verrückt werde. Dabei habe ich aber das Gefühl, dass Menschen, die seit Längerem in einer Beziehung sind und bei denen sich alles einfach von sich selbst ergeben hat, mir nicht wirklich helfen können. Aber ich weiß wirklich nicht, wie ich alles alleine schaffen soll…
 
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Benutzer123421  (30)

Sehr bekannt hier
Du versuchst total verklemmt mit allen mitteln eine Freundin zu bekommen. Meinst du das ist der richtige weg? Ich denke nicht!
Mein Tipp für dich wäre: Lebe dein leben wie du es möchtest und mach dinge die dir Spaß machen. Da wirst du 100% auf eine treffen die du magst und mit der es dann was wird.
Das du sogar dein Kleidungsstil änders. :O Wow ok... Natürlich sollte man sich "chic" kleiden aber so ein auf gezwungen der sich nicht wohl fühlt in seinen Sachen...
Natürlich, gepflegt und Spaß an dem was er macht! <-- Versuchs damit!
 

Benutzer114418 

Verbringt hier viel Zeit
Keine Sorge, ich bin auch nicht zu allem bereit, um eine Freundin zu finden. Meinen Kleidungsstil habe ich geändert, weil ich mich nicht mehr wohl gefühlt hatte, ebenso mit der Frisur. Dass ich mehr Sport treibe, liegt auch daran, dass ich mich in meinem Körper wohler fühle. Ich habe aber eine Zeit lang gebraucht, um zu verstehen, dass die Voraussetzung, um eine Freundin zu finden, es ist, dass ich selbst nicht allzu unzufrieden mit meinem Leben bin.

Dein Tipp finde ich an sich nicht unklug. Nur: Ich habe jetzt schon sehr viel Spaß. Ich habe wunderbare Freunde, habe Hobbys, die mich erfüllen, fühle mich nach dem Sport oft wie neu geboren, usw. Das Problem ist nur, dass ich bisher weder durch meinen Freundes- und Bekanntenkreis, noch durch meine Hobbys irgendwelche Frauen kennengelernt habe, die alleinstehend waren und/oder die mich interessiert hätten. Aber ich werde deinen Tipp weiterhin befolgen, und sei es nur deswegen, weil ich gerne Spaß habe! Ob das reicht, um irgendwann eine Freundin zu finden, wage ich auf Grund der genannten Umstände jedoch zu bezweifeln...
 

Benutzer123421  (30)

Sehr bekannt hier
Ok dann hatte ich das nur falsch verstanden. Na aber dann ist ja das wichtigste schon getan! :smile: Du hast Spaß an deinem Leben!
Wenn ich fragen darf. Was sind den deine Hobbies? Vielleicht kann ich dir ja noch helfen wie du jetzt sagen wir mal aus deinem normalen Freundeskreis ein wenig raus brichst für neues.
 

Benutzer91095 

Team-Alumni
Das willst du jetzt nicht hören, aber: Dein Ziel sollte es nicht sein, in 6 Monaten auf Teufel komm raus ne Freundin zu finden, sondern in 6 Monaten glücklicher und zufriedener zu sein - mit oder auch ohne Freundin. Finde dich mit dem Gedanken ab, dass man Liebe nicht erzwingen oder planen kann. Finde dich damit ab, dass es nicht gesund ist sein Glück von einem anderen Menschen abhängig zu machen. Komm mit dir selbst ins Reine, lerne deine Schwächen zu akzeptieren und offener zu werden für andere Menschen und auch deine Freunde. Teile deine Probleme mit, suche Verständnis und Akzeptanz. Arbeite dran, vllt auch mit einem Therapeuten, wenn du nicht mehr weiter weißt (anstatt dich hier ans Forum zu wenden). Manche Menschen hatten mit 30 oder 40 noch nie eine Beziehung. Du bist nicht der einzige, der alleine ist. Außerdem bist du erst 24 und du redest und verhältst dich so, als wärst du Mitte 50.

Achso, und such dir andere Freunde (zusätzlich zu den jetzigen), die andere Lebensperspektiven haben. Ich hab das Gefühl, dass du zu sehr von den Lebenswelten deiner jetzigen Freunde eingenommen bist, dass du dir keine Alternativen dazu vorstellen kannst. Du scheinst extrem unflexibel diesbezüglich zu sein und denkst, du müsstest es auch haben wie die, sonst ist der Zug abgefahren. Wenn du mal merkst, dass es viele andere Menschen gibt, Männer wie Frauen, die mit Mitte oder Ende 20 noch Single sind, und damit viel lockerer und gelassener umgehen, dann kannst du das vllt auch lockerer sehen.
 

Benutzer122983  (36)

Sorgt für Gesprächsstoff
Ich glaube ein Problem von dir ist auch deine absolut unflexible Denkweise. Das kenne ich von mir selbst - wenn auch dies bei mir noch lang nicht so krass ist wie bei dir. Bezüglich dieser Denkart bist du dann auch wirklich keine 24 Jahre jung, sondern wirkst wie ein 63jähriger Bedenkenträger aus dem Vorstand eines internationalen Großkonzerns :zwinker:.

Du hast ein paar festgefahrene Glaubenssätze, die du verteidigen willst, koste es, was es wolle. Selbst, wenn es dich dein Glück kostet.
 
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Benutzer36171 

Beiträge füllen Bücher
Du hast geschrieben, dass du zu dieser oder jener Gruppe nicht gehen möchtest, weil du da nicht mit Leuten zusammen kommst, die als Freundin in Frage kommen bzw. nicht in deiner Altersklasse sind. Was du dabei vergisst, ist der Zufall. Du hast nämlich recht: der Zufall hilft sehr vielen Menschen, den passenden Partner zu finden. Aber man kann dem Zufall auf die Sprünge helfen (und genau das tun viele Leute ganz automatisch und finden deswegen vollkommen "zufällig" einen Partner), in dem man sehr, sehr, sehr viele Möglichkeiten schafft, in denen der Zufall auftauchen kann. Du musst raus gehen, Leute kennen lernen, mit ihnen ins Gespräch kommen, ihnen zufällig über den Weg laufen, ... Und natürlich darfst du auch nicht vergessen, dass diese Dinge deiner persönlichen Entwicklung gut tun! Dazu auch der Beitrag von Lotusknospe.

Du bist wie jemand, der unbedingt abnehmen möchte und das möglichst schnell. Du probierst die Schokoladendiät und die Kohlsuppenkur aus und wirfst es bald hin (und handelst dir obendrein eine Essstörung ein), weil es sowieso nichts nützt, anstatt das nahe liegenste zu probieren: gesunde Ernährung und Sport. Wenn du so weiter machst, wie bisher, wirst du wohl nie eine Freundin finden, so wie die "Ich esse jetzt zwei Wochen lang nur Quark"-Menschen nie ein vernünftigen Essverhalten erlangen werden. Wenn du aber dein Leben umkrempelst, deine starren Überzeugungen über Bord wirfst (zumindest teilweise) und wirklich versuchst, einfach ein glücklicher Mensch zu werden, egal ob mit Freundin oder ohne, dann wirst du nicht nur ein zufriedenerer Mensch sein, sondern auch die Wahrscheinlichkeit, eines Tages eine tolle Beziehung zu führen, wird größer. Vielleicht nicht in 6 Monaten oder 1 Jahr, aber vielleicht in 2 oder 3 oder 4 oder, ja, 10 Jahren. Aber wenn dir das vorherige gelungen ist, wird das in Ordnung sein. :smile:

Ich will dich damit nicht entmutigen. Du hast schon viel geschafft, aber du musst jetzt vollkommen davon ablassen, immer irgendwelche "Ausreden" zu finden, warum dieses oder jenes "nichts bringt". Das mit der Freundin solltest du hintenan schieben. Sei ein lebensfroher, glücklicher, zufriedener, ausgefüllter Mensch, danach schauen wir weiter. (Und sag jetzt nicht, du wärst schon vollkommen glücklich... das liest sich hier nämlich ganz, ganz anders.)
 
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Benutzer65676 

Verbringt hier viel Zeit
Auch wenn ich diese Frage schon öfters gestellt habe: Wie kann ich denn dafür sorgen, dass ich in absehbarer Zeit (sagen wir mal, zwischen 6 Monaten und einem Jahr) eine Freundin finden kann, und zwar unter Berücksichtigung folgender Umstände: Ich bin jemand, der sich nur sehr schwer verliebt; ich bin von sehr viel vergebenen Frauen umgeben, durch meine Freunde und Bekannten lerne ich nur sehr wenig Frauen kennen und wenn doch, sind sie vergeben; letzteres hängt auch damit zusammen, dass ich selbst über 24 Jahre bin und vor allem mit Leuten zu tun habe, die 2 bis4 Jahre älter sind (ein erheblicher Unterschied!); ich habe Interessen, die nicht unbedingt typische Fraueninteressen sind; ich bin nun Doktorand, was bedeutet, dass ich kaum noch Kurse belege und somit noch weniger Frauen kennenlerne, als vorher?

Bei dir herrscht eine ziemliche Diskrepanz zwischen deiner Selbsteinschätzung und der Art und Weise, in der du hier über dich und dein Leben schreibst.
Einerseits gibts du vor, eigentlich glücklich zu sein, andererseits scheint die Tatsache, keine Freundin zu haben, schon genug zu sein um dich absolut unglücklich werden zu lassen.

So etwas beispielsweise
Versuchen kann ich es ja mal, aber wenn ihr wüsstet, wie viel Überwindung mich so etwas kostet! Das ist wirklich nicht mehr normal. Aber vielleicht ist das eine der wenigen für mich, doch noch eine Freundin zu finden – wenn auch nicht direkt, zumindest indirekt, indem ich mit ganz anderen Leuten zusammenkomme.
klingt schon stark nach sozialer Angst. Da solltest du vielleicht auch mal darüber nachdenken, ob eine Therapie nicht hilfreich sein könnte. Auch um deine Gedankenspirale mal abzustellen.

Ansonsten ist deine Zielsetzung meiner Meinung nach auch völliger Quatsch. Wie willst du denn auf einem garantieren Weg innerhalb von 6-12 Monaten zu einer ich nehme an liebevollen Beziehung kommen?! Im Katalog bestellen? Einen anderen Haarschnitt zulegen und plötzlich klappt es mit den Frauen?
Du bist halt Doktorand und es kommt immer wieder raus, dass dir das so wichtig ist, wie kaum etwas anderes im Moment. Schön und gut, aber solange muss dein Privatleben eben zurücktreten. Oder wie hat es James Watson, der Entdecker der Molekularstruktur der DNA einmal formuliert: "If I had been married earlier in life, I wouldn't have seen the double helix. I would have been taking care of the kids on saturday. On the other hand, I was lonely a lot of the time."
Man kann nicht alles haben im Leben, das Leben ist kein Wunschzettel, man muss es einfach leben, Prioritäten setzen und dementsprechend werden gewisse Dinge passieren und andere halt nicht.
Damit möchte ich nicht sagen, dass dein Studium eine Beziehung unmöglich macht, ist ja Unsinn. Aber wenn du die genannten Defizite aus deiner Jugend hast (fehlende Erfahrung) und jetzt aus genannten Gründen dein Weg zum Doktor und deine momentanen Freunde wichtiger sind, dann kannst du doch nicht verlangen, innerhalb einer festgelegten Zeit eine Freundin zu finden, nur weil du es jetzt ganz toll willst.
 

Benutzer70451  (40)

Verbringt hier viel Zeit
Ich würde mal ganz schnell an meiner sozialen Kompetenz arbeiten, die du scheinbar gar nicht hast.
Die meisten Frauen wollen jemanden der auch "Führen" kann und kein ängstliches Häschen.
Die "hochkalibrigen" Frauen wollen auch entsprechend einen Mann....

Jetzt mal zu 100% ehrlich: Was kannst du denn einer Frau MÄNNLICHES (anziehendes, besonderes...) bieten?
Politisches Wissen und Interesse KANN evtl. mal als Thema ganz nett sein, aber damit werden dir die (auch gebildeten :zwinker:) Frauen nicht nachlaufen.

Und dieses ganze "Ich will meine Persönlichkeit nicht ändern" ist nur Gejammere und Angst.
Du sollst kein anderer Mensch werden, du sollst das Beste aus DIR machen! Und zwar FÜR DICH...
Erst DANN hast du wirklich eine Chance...
Du kannst hier weiter deinen Standpunkt verteidigen, kannst dich beklagen das du nicht die Richtige findest, kannst beteuern wie toll dein Leben ist... ...oder du tust nun echt mal was.
 
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Benutzer122983  (36)

Sorgt für Gesprächsstoff
Matthias3000 hat vollkommen Recht - das sind alles Ausreden. Du hast Angst,ins kalte Wasser zu springen. Geht mir auch oft so. Und dazu erfindest du die absurdesten Ausreden.

Du willst eigentlich ja nichts ändern. Du willst neues Land entdecken, aber deinen alten Kontinent nicht verlassen, weil es dort so wunderbar ist. Ja, was willst du dann in der neuen Welt ??
 

Benutzer44981 

Planet-Liebe Berühmtheit
[...] Wenn ich mir jetzt noch ein weiteres Hobby zulegen würde, müsste ich die anderen darüber hinaus etwas bis deutlich reduzieren, worauf ich ehrlich gesagt keine grosse Lust habe. Selber schuld!, werdet ihr mir vielleicht sagen. Aber gibt es wirklich keine andere Lösung? Muss man wirklich auf Dinge verzichten, die einem sehr wichtig ist, um einen Partner finden zu können?
Sofern du nicht auf irgendeine wundersame Veränderung der äußeren Umstände oder eine überaus glückliche, Zufälige Begegnung hoffen willst, sofern dir dein derzeitiges Leben (Studium, Hobbies, usw.) kaum Möglichkeiten bietet, interessante Frauen kennenzulernen und sofern du keine Zeit dazu hast, einfach so andere Dinge anzufangen, musst du eben irgendwo Platz für neue Dinge in deinem Tagesablauf schaffen, wenn du Frauen kennenlernen willst.
Der Tag hat nun mal nicht mehr als 24 Stunden und die Woche nicht mehr als 7 Tage - auch wenn ich selbst auch gerne die dauer der Tage und Wochen ein wenig ausdehnen würde, um mehr Zeit zu haben...

Als rationaler Realist müsstest du so etwas doch eigentlich auch selbst erkennen... :zwinker:

Versuchen kann ich es ja mal, aber wenn ihr wüsstet, wie viel Überwindung mich so etwas kostet! Das ist wirklich nicht mehr normal. Aber vielleicht ist das eine der wenigen für mich, doch noch eine Freundin zu finden – wenn auch nicht direkt, zumindest indirekt, indem ich mit ganz anderen Leuten zusammenkomme.

Je öfter du es machst und je öfter du erfährst, dass dir die Leute entgegen deiner Befürchtungen weder den Kopf abschrauben, noch dich auslachen, desto leichter wird dir so etwas fallen.
Aber erst mal musst du eben irgendwie deinen inneren Schweinehund überwinden. - Daran führt kein Weg vorbei, wenn du neue Leute kennenlernen willst.

Beim Unisport muss ich zugeben, dass ich es in der Tat noch nicht versucht habe, und zwar aus Gemütlichkeit. Die Uhrzeiten sind nicht unbedingt die besten (die Schwimmgruppe trifft sich beispielsweise immer nur zwischen 12 und 14 Uhr) und das Sportzentrum befindet sich am anderen Ende der Stadt. Aber für nächstes Semester überlege ich es mir ernsthaft, es ist bestimmt eine gute Gelegenheit, Frauen kennenzulernen.

Dann geh einfach mal hin! - Wenn es dir nicht gefällt oder keine netten Leute dabei sind, kannst du es ja wieder bleiben lassen. - Aber einen Versuch ist es zumindest wert.

Das ist schon ein richtiges Schüler/Lehrer-Verhältnis. Doktoranden, die an der Uni Übungen oder Proseminare leiten, werden wie richtige Dozenten behandelt: Das Verhältnis zu den Studenten ist daher das gleiche, wie bei anderen Dozenten, und die Atmosphäre in den Kursen ist nicht unbedingt lockerer, wobei letzteres sehr stark vom Dozenten selbst abhängig ist. Es wird übrigens nicht gerne gesehen, wenn Doktoranden allzu locker mit ihren Studenten umgehen.

Dann läuft diese Sache in deinem Studium wohl völlig anders ab, als bei mir... denn bei mir war ein lockerer Umgang mit den Tutoren völlig normal und die ganze Situation hatte kaum etwas mit einem Lehrer-Schüler-Verhältnis zu tun (abgesehen davon, dass der Tutor zumindest im Idealfall mehr wusste als wir Studenten und dieses Wissen irgendwie weitergeben konnte, was aber - wie bei Lehrern in der Schule nicht immer der Fall war)
Auch das Duzen aller HiWis, Doktoranden, usw. war in meinem Studium selbstverständlich. (Nur Professoren, Sekretärinnen, sowie manche wissenschaftliche Mitarbeiter Ü40 wurden gesiezt, wobei selbst einige Profs zumindest mit den Leuten aus ihren Arbeitsgruppen per du waren)


Aber in einem Punkt hast du vielleicht Recht: Bei ehemaligen Studentinnen müsste ich mir eigentlich keine allzu großen Gedanken machen. Nur: Wie könnte ich an sie herankommen? Ich sehe sie ja nur noch im Flur oder auf der Straße. Eigentlich ist es aber auch so – das muss ich ehrlicherweise sagen –, dass ich Angst davor habe, dass sich besagte Studentinnen über mich lustig machen würden, wenn ich einen solchen Annäherungsversuch unternehmen würde. Dabei kann das nur der Dozent tun. Ich habe es ja selbst erlebt, als ich mich im Sommer 2011 in eine ehemalige Dozentin, die Doktorandin war, verliebt habe: Sie hatte mir das „Du“ angeboten, sie hatte mir ein Treffen vorgeschlagen. Der Unterschied war nur, dass es dafür einen guten Grund gab, was im Falle meiner ehemaligen Studentinnen nicht der Fall ist. Aber vielleicht hast du ja Ideen, wie ich es schaffen kann, an sie heranzukommen…
Grüße sie doch einfach erst mal, wenn du ihr über den Weg läufst und frage sie, wie es ihr geht und wie das Studium läuft und warte dann ab, wie sie auf dich reagiert. - Das ist noch völlig unverfänglich und trotzdem kannst du zumindest herausfinden, ob sie überhaupt Lust darauf hat, dich mit dir zu unterhalten und kannst dir dann - wenn sie nicht total abweisend oder desinteressiert reagiert, überlegen, wie du weiter vorgehst.



Würdest du aber an meiner Stelle jetzt noch, zwei Wochen vor Silvester, irgendwelche Leute, die du so halbwegs kennst, fragen, ob du mit denen feiern kannst?
Ich habe so etwas schon oft genug gtetan und würde es auch jederzeit wieder tun, wenn ich nicht schon etwas geplant hätte.
Erfahrungsgemäß sind die Erfolgsaussichten zwar relativ gering, aber durchaus vorhanden - und warum sollte man es nicht wenigstens versuchen, wenn man sonst mit 100%iger Sicherheit ein langweiliges, deprimierendes Silvester erleben wird, an dem man sich nur darüber ärgert, schon wieder so einsam zu sein.

Du bist also dafür, dass man seinem Gegenüber etwas vormacht? Dass man ihm, wenn er beispielsweise konservative Thesen vertritt, obwohl man sozialdemokratisch ist, zustimmt, nur um ihn für sich zu gewinnen? Dass man behauptet, „Twilight“ zu lieben, obwohl man es hasst, nur um ihm einen Gefallen zu tun? Dass man ein Kleid als sehr schön bezeichnet, obwohl es überhaupt nicht seinem Geschmack entspricht? Fühlt sich besagte Person dann nicht verarscht, wenn sie später – zwangsläufig! –die Wahrheit erfährt? Kann sie, falls es zu einer Beziehung kommt, nicht etwa den Eindruck haben, dass alles auf Lügen beruht, was unter Umständen dazu führt, dass sie kein Vertrauen mehr zu einem hat?
Erinnerst du dich noch daran, dass es zwischen Schwarz und Weiß nicht nur viele Graustufen, sondern sogar viele schöne, bunte Farben gibt? :zwinker:
 

Benutzer114418 

Verbringt hier viel Zeit
Wenn ich fragen darf. Was sind den deine Hobbies? Vielleicht kann ich dir ja noch helfen wie du jetzt sagen wir mal aus deinem normalen Freundeskreis ein wenig raus brichst für neues.

Ich kopiere dir mal (in leicht geänderter Form) etwas, das ich vor Kurzem mal einer anderen Benutzerin des Forums geschrieben habe.

Unter meinen Hobbys spielen Geschichte und Politik eine besonders wichtige Rolle. Zu den konkreten Themen, die mich interessieren, lese ich Bücher, schaue mir Dokumentationen im Fernsehen an, usw. Und natürlich unterhalte ich mich mit meinen Mitmenschen sehr gerne darüber –und zum Glück habe ich den einen oder anderen Freund, der sich genau so wie ich für diese Themen begeistert.
Ich interessiere mich aber durchaus noch für andere Dinge. So bin ich zum Beispiel ein großer Krimi-Fan, sei es in Buch- oder in Filmform. Das ist jetzt schon deutlich weniger intellektuell. Aber leider handelt es sich auch wieder um ein Hobby, dem man fast nur alleine nachgehen kann. Es gibt zwar in meiner Stadt so etwas wie ein „Tatort“-Café, an dem jeden Sonntag Abend mit wenigen Ausnahmen nur junge Menschen in etwa meinem Alter teilnehmen, aber leider habe ich bei den wenigen Malen, die ich dort war, festgestellt, dass die meisten Leute mit Bekannten kommen, sodass es sehr schwierig ist, mit einem anderen Fan ein Gespräch zu beginnen. Wer mag es schon, wenn Fremde versuchen, sich in eine bestehende Gruppe einzunisten?
Darüber hinaus bin ich trotz meines Alters auch ein großer Fan von Buch-und Filmreihen wie „Harry Potter“ oder „Der Herr der Ringe“, Comics wie „Tim und Struppi“ oder „Asterix“ u.v.a. Insgesamt ist es so, dass ich mir gerne Fantasy-Filme und Komödien anschaue.
Und um dir zu zeigen, dass ich durchaus auch handwerkliche Arbeiten bewältigen kann: Solange ich bei meinen Eltern gewohnt habe, habe ich sehr gerne im Garten gearbeitet. ;-)
Neben meinen sportlichen Aktivitäten habe ich, wie ich finde, also doch recht viele Hobbys und Interessen.

Das willst du jetzt nicht hören, aber: Dein Ziel sollte es nicht sein, in 6 Monaten auf Teufel komm raus ne Freundin zu finden, sondern in 6 Monaten glücklicher und zufriedener zu sein - mit oder auch ohne Freundin. Finde dich mit dem Gedanken ab, dass man Liebe nicht erzwingen oder planen kann. Finde dich damit ab, dass es nicht gesund ist sein Glück von einem anderen Menschen abhängig zu machen.

Natürlich sollte ich mir keine unrealistischen Ziele setzen und mich allzu sehr unter Druck setzen, mir ist natürlich bewusst, dass dies vollkommen kontraproduktiv wäre. Aber muss ich wirklich noch einmal wiederholen, seit wie vielen Jahren ich mich nun schon gedulde und auch wirklich an mir arbeite? Jeder normale Mensch fängt irgendwann an, zu verzweifeln, wenn ihm auf einem bestimmten Gebiet jahrelang nicht der geringste Erfolg gegönnt wird. Klar, am Anfang habe ich bei Weitem nicht genug getan und vielleicht auch nicht das Richtige, aber immerhin führe ich schon seit 4/5 Jahren kein Einzelgängerleben mehr. Erst seit knapp einem Jahr arbeite ich wirklich konsequent an mir, und ich weiß genau, dass ich sehr viel Glück haben müsste, um jetzt schon eine Freundin zu haben: Es würde mir schon helfen, wenn ich zumindest einen kleinen Erfolg auf diesem Gebiet verzeichnen könnte. Es würde mir Mut machen und mir zeigen, dass ich es doch kann.

Ich bin im Laufe der letzten Monate deutlich glücklicher und zufriedener mit mir und meinem Leben geworden, aber du musst auch verstehen, dass man gewisse Sehnsüchte nicht einfach über Bord werfen kann. Außerdem: Wenn ich mir jetzt einreden würde, dass ich gar keine Freundin brauche und auch nicht unbedingt eine will, würde ich auf keinen Fall eine finden, weil ich abgesehen davon mit meinem Leben sehr zufrieden bin: Ich habe genug Freunde, genug Hobbys, usw. Anders formuliert: Wenn ich keine Freundin wollen würde, würde ich nicht mehr ausgehen, als ich es jetzt tue; ich würde mich nicht mehr als jetzt unter Menschen begeben, ich würde nicht nach Orten suchen, wo man Frauen kennenlernen kann, ich würde nicht weiterhin an mir arbeiten wollen, usw. Kurzum: Ich würde einfach so weiterleben, wie bisher. Ich würde dir aber auf jeden Fall zustimmen, wenn du sagen würdest – was du schon oft getan hast –, dass ich auf keinen Fall zu verkrampft an die Sache herangehen soll.

Dass es nicht gesund ist, sein Glück von anderen Menschen abhängig zu machen, halte ich ehrlich gesagt für eine ziemlich problematische Aussage. Der Mensch ist nämlich nunmal ein soziales Wesen. Wie viele Menschen kennst du, die alleine auf einer unbewohnten Insel glücklich werden würden? Ich kenne keine. Ich für meinen Teil kann ohne meine Freunde nicht glücklich sein, ich brauche sie, und ich weiß auch, dass ich kann mir auch nicht vorstellen, ohne Partnerin ein glückliches Leben führen zu können. Ich denke nämlich nicht nur an die Gegenwart, sondern auch an die Zukunft. Auch da eine Frage: Kennst du viele ältere alleinstehende Menschen, von denen du sagen würdest, dass sie glücklich waren? Ich habe im Gegenteil eher die Erfahrung gemacht, dass sie unglücklich, frustriert und sogar verbittert sind – auch wenn sie lange so getan haben, als sei es eine freie Entscheidung gewesen, ein Single-Dasein zu führen. Aber natürlich bedeutet das keineswegs, dass ich nicht versuchen sollte, auch ohne Freundin so glücklich wie möglich zu werden.

Komm mit dir selbst ins Reine, lerne deine Schwächen zu akzeptieren und offener zu werden für andere Menschen und auch deine Freunde. Teile deine Probleme mit, suche Verständnis und Akzeptanz. Arbeite dran, vllt auch mit einem Therapeuten, wenn du nicht mehr weiter weißt (anstatt dich hier ans Forum zu wenden).

Klar, du kennst mich im wirklichen Leben nicht, aber findest du nicht, dass ich bereits erhebliche Fortschritte gemacht habe? Dank euch – und in diesem Punkt vor allem dir – bin ich heute nicht mehr der Meinung, dass ich meine Schüchternheit und mein mangelndes Selbstbewusstsein ausrotten muss. Dank euch öffne ich mich meinen Mitmenschen gegenüber schneller und mehr, als in der Vergangenheit. Auch wenn ich durchaus noch verbesserungsfähig bin: Ist das alles nichts?

An welchen Dingen sollte ich deiner Meinung nach zusätzlich arbeiten?

Ich hab das Gefühl, dass du zu sehr von den Lebenswelten deiner jetzigen Freunde eingenommen bist, dass du dir keine Alternativen dazu vorstellen kannst. Du scheinst extrem unflexibel diesbezüglich zu sein und denkst, du müsstest es auch haben wie die, sonst ist der Zug abgefahren. Wenn du mal merkst, dass es viele andere Menschen gibt, Männer wie Frauen, die mit Mitte oder Ende 20 noch Single sind, und damit viel lockerer und gelassener umgehen, dann kannst du das vllt auch lockerer sehen.

Erstens: Ich will nicht bis 30 oder 40 warten. Mein Vater hat es gemacht, das Ergebnis kenne ich besser als die meisten hier. In dieser Hinsicht, und zwar nur in dieser weil ich mit meinem Vater ein sehr gutes Verhältnis habe, ist er für mich ein abschreckendes Beispiel.

Zweitens: Dass mich meine Umgebung in gewisser Hinsicht beeinflusst, will ich gar nicht bestreiten, aber das erklärt bei Weitem nicht alles. Ich habe nämlich auch eigene Wünsche und Sehnsüchte, die nichts mit meinen Freunden zu tun haben.

Ich glaube ein Problem von dir ist auch deine absolut unflexible Denkweise

Worauf spielst du denn genau an?

Du hast geschrieben, dass du zu dieser oder jener Gruppe nicht gehen möchtest, weil du da nicht mit Leuten zusammen kommst, die als Freundin in Frage kommen bzw. nicht in deiner Altersklasse sind. Was du dabei vergisst, ist der Zufall. Du hast nämlich recht: der Zufall hilft sehr vielen Menschen, den passenden Partner zu finden. Aber man kann dem Zufall auf die Sprünge helfen (und genau das tun viele Leute ganz automatisch und finden deswegen vollkommen "zufällig" einen Partner), in dem man sehr, sehr, sehr viele Möglichkeiten schafft, in denen der Zufall auftauchen kann. Du musst raus gehen, Leute kennen lernen, mit ihnen ins Gespräch kommen, ihnen zufällig über den Weg laufen, ...

Im Grunde genommen komme ich mit genug Frauen in Kontakt, und zwar sowohl an der Uni als auch privat. Eine Zeit lang hatte ich sogar nur Frauen in meinem Freundeskreis, sodass ich mich nach Männerfreundschaften gesehnt habe. Das ist etwas, was vielen, mit denen ich mich über dieses Thema unterhalte, die Sprache verschlägt. Sie haben nämlich auch sehr starre Denkweisen: Dass ich keine Freundin finde, liegt einfach daran, dass ich nicht genug mit Frauen zusammenkomme. Ich muss also unbedingt mehr Frauen kennenlernen. Fertig, aus. So einfach ist es aber nicht: Ich muss Frauen kennenlernen, die erstens für mich interessant sein können, zweitens für die ich interessant sein könnte, und die drittens alleinstehend sind. Das sind zwei Kriterien, die die Auswahl erheblich einschränken. Was würdest du mir diesbezüglich empfehlen?

Klar, hier kommt wieder der Zufall ins Spiel: Ich muss so viele Frauen wie möglich kennenlernen, um die Chancen zu erhöhen, dass eine dabei ist, die alle drei Kriterien erfüllt. Dagegen ist gar nichts einzuwenden. Nur: Bis jetzt hat es bei mir nicht geklappt, woraus ich wiederum schließe, dass ich mich vielleicht an den falschen Orten aufhalte. Es ist ja klar: Wenn man alleinstehende Frauen kennenlernen will und fast nur mit Leuten herumhängt, die ein paar Jahre älter sind als man selbst, sind die Chancen, einen alleinstehende Frau kennenzulernen, relativ gering, um jetzt nur ein Beispiel zu nennen.

Wenn du so weiter machst, wie bisher, wirst du wohl nie eine Freundin finden, so wie die "Ich esse jetzt zwei Wochen lang nur Quark"-Menschen nie ein vernünftigen Essverhalten erlangen werden. Wenn du aber dein Leben umkrempelst, deine starren Überzeugungen über Bord wirfst (zumindest teilweise) und wirklich versuchst, einfach ein glücklicher Mensch zu werden, egal ob mit Freundin oder ohne, dann wirst du nicht nur ein zufriedenerer Mensch sein, sondern auch die Wahrscheinlichkeit, eines Tages eine tolle Beziehung zu führen, wird größer. Vielleicht nicht in 6 Monaten oder 1 Jahr, aber vielleicht in 2 oder 3 oder 4 oder, ja, 10 Jahren. Aber wenn dir das vorherige gelungen ist, wird das in Ordnung sein.

Wie ich schon Lotusknospe geantwortet habe: „Ich bin im Laufe der letzten Monate deutlich glücklicher und zufriedener mit mir und meinem Leben geworden, aber du musst auch verstehen, dass man gewisse Sehnsüchte nicht einfach über Bord werfen kann. Außerdem: Wenn ich mir jetzt einreden würde, dass ich gar keine Freundin brauche und auch nicht unbedingt eine will, würde ich auf keinen Fall eine finden, weil ich abgesehen davon mit meinem Leben sehr zufrieden bin: Ich habe genug Freunde, genug Hobbys, usw. Anders formuliert: Wenn ich keine Freundin wollen würde, würde ich nicht mehr ausgehen, als ich es jetzt tue; ich würde mich nicht mehr als jetzt unter Menschen begeben, ich würde nicht nach Orten suchen, wo man Frauen kennenlernen kann, ich würde nicht weiterhin an mir arbeiten wollen, usw. Kurzum: Ich würde einfach so weiterleben, wie bisher. Ich würde dir aber auf jeden Fall zustimmen, wenn du sagen würdest – was du schon oft getan hast –, dass ich auf keinen Fall zu verkrampft an die Sache herangehen soll.“

Welche Überzeugungen genau soll ich denn über Bord werfen? Und wie soll das gehen?

Das mit der Freundin solltest du hintenan schieben. Sei ein lebensfroher, glücklicher, zufriedener, ausgefüllter Mensch, danach schauen wir weiter.

Kannst du nicht verstehen, dass ich nach fast einem Vierteljahrhundert ohne Freundin, bzw. ohne jegliche Erfahrung mit Frauen eine gewisse Frustration empfinden? Dass meine Sehnsucht danach umso grösser ist? Es bedeutet nicht, dass ich mir keine Mühe geben soll, ohne Freundin so glücklich wie möglich zu werden, aber du musst verstehen, dass es mit jedem Jahr für mich schwieriger wird.

Bei dir herrscht eine ziemliche Diskrepanz zwischen deiner Selbsteinschätzung und der Art und Weise, in der du hier über dich und dein Leben schreibst. Einerseits gibts du vor, eigentlich glücklich zu sein, andererseits scheint die Tatsache, keine Freundin zu haben, schon genug zu sein um dich absolut unglücklich werden zu lassen.

Ich kann verstehen, dass es dich überrascht. Nur: Ganz so widersprüchlich ist mein Verhalten nicht. Es ist nämlich so: Ich bin glücklich, so tolle Freunde zu haben; ich bin glücklich, so erfüllende Hobbys zu haben; ich bin glücklich, dass es im Studium so gut läuft; ich bin glücklich, dass ich es in diesem Jahr geschafft habe, mich in der einen oder anderen Sache zu überwinden, mich ein wenig zu verändern. Ich bin wirklich froh, all das geschafft zu haben. Das Problem ist nur, dass es dann auch Momente gibt, in denen ich merke, dass diese Glücksgefühle, diese Zufriedenheit, ziemlich zerbrechlich sind – eben weil nicht alle meine Sehnsüchte und Bedürfnisse befriedigt sind. Solche Momente sind zum Beispiel: Wenn ich von einem Treffen alleine nach Hause komme, während auf meine Freunde jemand wartet; wenn ich in an Sonntagen oder in den Ferien Vieles alleine unternehmen muss, während andere mit ihrem Partner zusammen Ausflüge machen. In diesen Momenten bin ich nicht mehr glücklich und neige dazu, die positiven Dinge in meinem Leben zu vergessen. Warum? Weil ich mit meinen Freunden zwar sehr schöne Momente verbringe und auch sehr glücklich bin, wenn ich meinen Hobbys nachgehen kann, aber niemanden habe, mit dem ich mein Leben teilen könnte, mit dem ich Momente der Zweisamkeit genießen könnte.

Damit möchte ich nicht sagen, dass dein Studium eine Beziehung unmöglich macht, ist ja Unsinn. Aber wenn du die genannten Defizite aus deiner Jugend hast (fehlende Erfahrung) und jetzt aus genannten Gründen dein Weg zum Doktor und deine momentanen Freunde wichtiger sind, dann kannst du doch nicht verlangen, innerhalb einer festgelegten Zeit eine Freundin zu finden, nur weil du es jetzt ganz toll willst.

Warte mal, ich kenne durchaus Leute, die trotz eines anspruchsvollen Studiums und zahlreicher Hobby einen Partner finden konnten. Warum sollte ich, der doch noch mehr Freizeit hat als sie, dann Abstriche machen? Glaubst du wirklich, dass es mich glücklicher machen würde, wenn ich auf die Dinge verzichten müsste, sei es nur teilweise, die mein Leben doch lebenswert machen?

Ich würde mal ganz schnell an meiner sozialen Kompetenz arbeiten, die du scheinbar gar nicht hast.

Ich habe also keine sozialen Kompetenzen? Findest du das jetzt nicht leicht übertrieben? Oder wie erklärst du dir, dass ich dann doch ein paar sehr gute Freunde und viele Bekannten habe, die darüber hinaus gerne Zeit mit mir verbringen? Wenn ich keine sozialen Kompetenzen hätte, hätte ich doch nicht diesen Freundes- und Bekanntenkreis, oder?

Jetzt mal zu 100% ehrlich: Was kannst du denn einer Frau MÄNNLICHES (anziehendes, besonderes...) bieten? Politisches Wissen und Interesse KANN evtl. mal als Thema ganz nett sein, aber damit werden dir die (auch gebildeten
) Frauen nicht nachlaufen.

Ich bin kein „ängstliches Häschen“, aber ich entspreche auch nicht 1:1 dem, was man in der Regel von einem Mann erwartet: Ich bin nicht sehr kräftig, bin jetzt, ohne ein Angsthase zu sein, nicht der Mutigste, auch nicht besonders cool, bin eher sensibel, usw. Ich kann aber durchaus etwas dominant sein, bzw. „führen“, sofern ich mich auf dem entsprechenden Gebiet sicher fühle.

Was ich einer Frau Männliches anbieten kann? Ehrlich gesagt habe ich nicht die geringste Ahnung. Ist es denn wirklich so wichtig, als Mann den vermeintlich männlichen Eigenschaften und als Frau den vermeintlich weiblichen Eigenschaften zu entsprechen, um einen Partner zu finden? Persönlich glaube ich eher nicht...

Du sollst kein anderer Mensch werden, du sollst das Beste aus DIR machen! Und zwar FÜR DICH... Erst DANN hast du wirklich eine Chance...

Dem kann und will ich auch nicht widersprechen! Nur fällt es mir manchmal schwer, zu wissen, wie ich das Beste in mir zur Geltung bringen kann. Ich gebe mir aber wirklich Mühe!

Du willst eigentlich ja nichts ändern. Du willst neues Land entdecken, aber deinen alten Kontinent nicht verlassen, weil es dort so wunderbar ist. Ja, was willst du dann in der neuen Welt ??

Das würde ich so nicht sagen. Ich bin durchaus bereit, einiges zu ändern, aber gewisse Dinge eben nicht.

Sofern du nicht auf irgendeine wundersame Veränderung der äußeren Umstände oder eine überaus glückliche, Zufälige Begegnung hoffen willst, sofern dir dein derzeitiges Leben (Studium, Hobbies, usw.) kaum Möglichkeiten bietet, interessante Frauen kennenzulernen und sofern du keine Zeit dazu hast, einfach so andere Dinge anzufangen, musst du eben irgendwo Platz für neue Dinge in deinem Tagesablauf schaffen, wenn du Frauen kennenlernen willst.

Das klingt in der Tat logisch. Dass es in der Praxis ein wenig schwieriger ist, brauche ich glaube ich nicht zu sagen.

Ich nehme jetzt mal ein Beispiel: Nehmen wir mal an, ich entschließe mich dazu, zum Unisport zu gehen (was ich mir übrigens fest vorgenommen habe), dann gibt es folgendes zu beachten: Man kann nur zu Beginn des Semesters damit anfangen, also zweimal pro Jahr; das Angebot ist kostenpflichtig; außer für Muskeltraining (was jetzt nicht der beste Ort ist, um Frauen kennenzulernen) gibt es ganz bestimmte Uhrzeiten, die nicht unbedingt in den Stundenplan passen, und schließlich gibt es bestimmte Angebote, die nicht für Anfänger geeignet sind. Problematisch sind vor allem die beiden ersterwähnten Punkte: Sie bedeuten nämlich, dass man nicht einfach so etwas ausprobieren kann und, wenn es einem nicht gefällt, sich einfach nach etwas Anderem umzuschauen braucht. Oder besser gesagt: Das kann man, aber man verliert viel Geld und muss bis zum Beginn des nächsten Semesters warten, sofern es bei den anderen Gruppen keinen freien Platz mehr gibt. Und so kann man schon viel Zeit verlieren. Und das ist bei allen Kursen so.

Hinzu kommt, dass man, wenn man nämlich nicht alle Zeit der Welt hat, schon im Vorfeld darüber nachdenken muss, ob es Sinn macht, in eine Sache Zeit und Energie zu investieren. Es geht um Effektivität. Ich muss also überlegen, wo ich die größten Chancen habe, alleinstehende Frauen kennenlernen kann, die für mich interessant sein könnte – und ich für sie.

Es gibt aber in der Tat durchaus Dinge, bei denen es nicht so kompliziert ist, wie beim oben geschilderten Beispiel: Partys, Sprachcafés, usw., da kann man hingehen, wann immer man will, und da ist es tatsächlich so, dass man einfach etwas anderes ausprobieren kann, wenn es einem nicht gefällt. Ich muss aber schauen, ob es vielleicht auch Sportgruppen gibt, bei denen alles etwas lockerer ist.

Grüße sie doch einfach erst mal, wenn du ihr über den Weg läufst und frage sie, wie es ihr geht und wie das Studium läuft und warte dann ab, wie sie auf dich reagiert. - Das ist noch völlig unverfänglich und trotzdem kannst du zumindest herausfinden, ob sie überhaupt Lust darauf hat, dich mit dir zu unterhalten und kannst dir dann - wenn sie nicht total abweisend oder desinteressiert reagiert, überlegen, wie du weiter vorgehst.
Das ist schon mal eine gute Idee! Erst kürzlich habe ich bei einer von ihnen übrigens schon einen kleinen Versuch unternommen, doch leider war sie nicht alleine und musste offenbar sowieso in einer Veranstaltung, sodass das Gespräch nur sehr kurz war. Aber ich muss mich dazu überwinden, mein Glück immer wieder zu versuchen!
 

Benutzer122983  (36)

Sorgt für Gesprächsstoff
Wulfric_D schrieb:
Sie bedeuten nämlich, dass man nicht einfach so etwas ausprobieren kann und, wenn es einem nicht gefällt, sich einfach nach etwas Anderem umzuschauen braucht. Oder besser gesagt: Das kann man, aber man verliert viel Geld und muss bis zum Beginn des nächsten Semesters warten, sofern es bei den anderen Gruppen keinen freien Platz mehr gibt. Und so kann man schon viel Zeit verlieren.

Das meine ich mit unflexibler Denkweise. Um wieviel Geld geht es denn? Um 30,40 Euro ?? Du bist nicht mal bereit, 40 Euro zu riskieren ?
 

Benutzer91095 

Team-Alumni
Dass es nicht gesund ist, sein Glück von anderen Menschen abhängig zu machen, halte ich ehrlich gesagt für eine ziemlich problematische Aussage.

Ich habe geschrieben: Das Glück von einem anderen Menschen abhängig zu machen ist nicht gesund. Von EINEM Menschen! Dass der Mensch grundsätzlich andere Menschen um sich herum braucht, um zufrieden zu sein, hab ich nirgendwo bestritten.

Ich für meinen Teil kann ohne meine Freunde nicht glücklich sein, ich brauche sie, und ich weiß auch, dass ich kann mir auch nicht vorstellen, ohne Partnerin ein glückliches Leben führen zu können. Ich denke nämlich nicht nur an die Gegenwart, sondern auch an die Zukunft. Auch da eine Frage: Kennst du viele ältere alleinstehende Menschen, von denen du sagen würdest, dass sie glücklich waren? Ich habe im Gegenteil eher die Erfahrung gemacht, dass sie unglücklich, frustriert und sogar verbittert sind – auch wenn sie lange so getan haben, als sei es eine freie Entscheidung gewesen, ein Single-Dasein zu führen.

Ich kenne wenige Personen, die im höheren Alter alleine sind. Aber die, die ich kenne, haben ihre Gründe dafür und sind weit weg vom Unglücklich-sein, sondern sie sind zufrieden mit ihrem Leben. Ich persönlich glaube nicht dran, dass man in einer Beziehung automatisch glücklicher ist als ohne. Und auch glaube ich nicht daran, dass man Beziehungen/Liebe/etc. planen kann, deswegen ist es müßig, sich um die Zukunft zu kümmern, wenn die Gegenwart darunter leidet. Und sie leidet bei dir eben deswegen drunter, weil dich das Thema wohl unheimlich beschäftigt und regelmäßig auch sehr runter zieht. Wenn du ein bisschen gelassener an die Sache rangehen würdest, dann wär's ja kein Problem.

Klar, du kennst mich im wirklichen Leben nicht, aber findest du nicht, dass ich bereits erhebliche Fortschritte gemacht habe? Dank euch – und in diesem Punkt vor allem dir – bin ich heute nicht mehr der Meinung, dass ich meine Schüchternheit und mein mangelndes Selbstbewusstsein ausrotten muss. Dank euch öffne ich mich meinen Mitmenschen gegenüber schneller und mehr, als in der Vergangenheit. Auch wenn ich durchaus noch verbesserungsfähig bin: Ist das alles nichts?

Ich kann das nicht beurteilen. Ich kenne dich nicht. Ich lese nur deine Updates, die nichts weiter sind als deine persönliche Selbsteinschätzung. Du kannst unheimlich viel an dir gearbeitet haben, aber vllt immer am Falschen. Oder du hast viel an dir gearbeitet, aber bist nicht wirklich weitergekommen. Oder du bist schon nahezu perfekt und das Schicksal meint es trotzdem nicht gut mit dir. Ich hab keine Ahnung und werde deswegen auch kein Urteil darüber abgeben. Ich kann nur etwas dazu sagen, wie du hier schreibst, und das strahlt halt nicht grad von Optimismus, Selbstvertrauen und Gelassenheit. Und das sind eben die Dinge, von denen man sich bei anderen Menschen angezogen fühlt. Du sagst auch immer, draußen bist du anders als hier. Nun ja, woher soll ich's wissen?

An welchen Dingen sollte ich deiner Meinung nach zusätzlich arbeiten?

Keine Ahnung. Ich red momentan mit fremden Wörtern auf meinem Bildschirm. Ich hab keinerlei Einsicht in den Menschen, der für die verantwortlich ist.
 
Zuletzt bearbeitet:

Benutzer18889 

Beiträge füllen Bücher
Ich nehme jetzt mal ein Beispiel: Nehmen wir mal an, ich entschließe mich dazu, zum Unisport zu gehen (was ich mir übrigens fest vorgenommen habe), dann gibt es folgendes zu beachten: Man kann nur zu Beginn des Semesters damit anfangen, also zweimal pro Jahr; das Angebot ist kostenpflichtig; außer für Muskeltraining (was jetzt nicht der beste Ort ist, um Frauen kennenzulernen) gibt es ganz bestimmte Uhrzeiten, die nicht unbedingt in den Stundenplan passen, und schließlich gibt es bestimmte Angebote, die nicht für Anfänger geeignet sind. Problematisch sind vor allem die beiden ersterwähnten Punkte: Sie bedeuten nämlich, dass man nicht einfach so etwas ausprobieren kann und, wenn es einem nicht gefällt, sich einfach nach etwas Anderem umzuschauen braucht. Oder besser gesagt: Das kann man, aber man verliert viel Geld und muss bis zum Beginn des nächsten Semesters warten, sofern es bei den anderen Gruppen keinen freien Platz mehr gibt. Und so kann man schon viel Zeit verlieren. Und das ist bei allen Kursen so.

Das verstehe ich nicht.

Ich studiere nun sicher nicht an einer riesigen Uni, aber bei uns zahlt man pro Semester eine kleine Summe (nicht mal 50 Euro...) und dafür darf man an allen Sportkursen der Uni teilnehmen, egal ob Gymnastik, Tanzen, Badminton, Volleyball, Fußball, Tischtennis und auch zu jeder Zeit des Jahres anfangen. In manchen Kursen ist nach Anfänger und Fortgeschrittenen unterteilt, aber bei anderen Sachen nicht und wenn es geteilt ist, gibt es IMMER auch Anfängerkurse. Die Sachen finden mehrmals pro Woche zu völlig unterschiedlichen Zeiten statt, zwischen 10 Uhr morgens und 22 Uhr abends, man muss sich nirgends anmelden und kann einfach Montags zum Badminton, Dienstags zum Basketball, Mittwochs zum Tanzen und Samstags zum Cycling gehen. In der Woche drauf braucht man nicht wiederkommen und sich auch nicht abmelden. Man kauft nur einmal diese Sportkarte und dann ist für ein halbes Jahr alles möglich, ganz ohne Verpflichtungen.

Ist das nicht an jeder Uni so? Ich halte unsere bei weitem für kein Sportparadies und wenn sogar wir das so haben...

Kann es vielleicht sein, dass du dir da zu viele Gedanken machst? Ich persönlich hätte gar keine Bedenken, z.B. morgen erstmalig zum Badminton zu gehen. Da wird mich schon keiner beißen.
 
S

Benutzer

Gast
Ich hab jetzt 10 min quer gelesen und hab Brumkreisel gespielt. Das was mir innerhalb von 1 Minute aufgefallen ist:

Du denkst zu viel. Für mach einen segen, für andere einfach nur tödlich wenn es um Lebenfreude geht. Entschuldige wenn ich nicht alles gelesen habe und sicherlich einige sehr gute Vorschläge oder Einlenkungen überspringe. Du erinnerst mich an eine Folge in HIMYM wo Barney Ted abfüllt damit er lockerer wird. Nun will ich dir damit nicht raten das Trinken anzufangen, sondern einfach einen appel starten das du einfach mal weniger die Dinge zerdenkst. Hast du in deinem Leben schon mal Dinge getan ohne auch nur die geringste Sekunde darüber nachzudenken? Das kann verdammt befreiend wirken und es stärkt einen in viellerlei Dingen.
 

Benutzer44981 

Planet-Liebe Berühmtheit
Ich bin im Laufe der letzten Monate deutlich glücklicher und zufriedener mit mir und meinem Leben geworden, aber du musst auch verstehen, dass man gewisse Sehnsüchte nicht einfach über Bord werfen kann. Außerdem: Wenn ich mir jetzt einreden würde, dass ich gar keine Freundin brauche und auch nicht unbedingt eine will, würde ich auf keinen Fall eine finden, weil ich abgesehen davon mit meinem Leben sehr zufrieden bin: Ich habe genug Freunde, genug Hobbys, usw. Anders formuliert: Wenn ich keine Freundin wollen würde, würde ich nicht mehr ausgehen, als ich es jetzt tue; ich würde mich nicht mehr als jetzt unter Menschen begeben, ich würde nicht nach Orten suchen, wo man Frauen kennenlernen kann, ich würde nicht weiterhin an mir arbeiten wollen, usw. Kurzum: Ich würde einfach so weiterleben, wie bisher. Ich würde dir aber auf jeden Fall zustimmen, wenn du sagen würdest – was du schon oft getan hast –, dass ich auf keinen Fall zu verkrampft an die Sache herangehen soll.

Ich glaube, du denkst hier wieder zu sehr an die Extreme und die ideale Einstellung würde eher so aussehen:
"Ich habe ein tolles Leben, mit dem ich zufrieden bin... aber neue Bekanntschaften sind immer eine gute Sache und wenn ich dabei auch noch eine Partnerin finde, ist das noch besser. - Aber wenn es nicht gleich klappt, bin ich auch so mit meinem Leben zufrieden."

Erstens: Ich will nicht bis 30 oder 40 warten. Mein Vater hat es gemacht, das Ergebnis kenne ich besser als die meisten hier. In dieser Hinsicht, und zwar nur in dieser weil ich mit meinem Vater ein sehr gutes Verhältnis habe, ist er für mich ein abschreckendes Beispiel.
Ich kann deinen Wunsch, eine Partnerin zu finden, nur zu gut verstehen.
Aber nur weil dein Vater erst spät eine Partnerin gefunden hat und dann auch mit dieser Partnerin eher Pech hatte (wenn ich deine Andeutung in diese Richtung richtig verstehe), heißt das doch noch lange nicht, dass es dir genau so ergehen muss. - Du kannst auch Pech haben, wenn du sofort eine Partnerin findest oder du kannst eine wundervolle Beziehung führen, nachdem du erst mit 30 oder 40 eine Partnerin gefunden hast.

Das klingt in der Tat logisch. Dass es in der Praxis ein wenig schwieriger ist, brauche ich glaube ich nicht zu sagen.
Ich habe auch niemals behauptet, dass es einfach ist.
Aber ob es nun einfach ist oder nicht - es liegt einzig und allein in deiner Verantwortung, Zeit freizuschaufeln, um Dinge zu tun, bei denen du neue Leute und möglicherweise interessante Frauen kennenlernen kannst.


Ich nehme jetzt mal ein Beispiel: Nehmen wir mal an, ich entschließe mich dazu, zum Unisport zu gehen (was ich mir übrigens fest vorgenommen habe), dann gibt es folgendes zu beachten: Man kann nur zu Beginn des Semesters damit anfangen, also zweimal pro Jahr; das Angebot ist kostenpflichtig; außer für Muskeltraining (was jetzt nicht der beste Ort ist, um Frauen kennenzulernen) gibt es ganz bestimmte Uhrzeiten, die nicht unbedingt in den Stundenplan passen, und schließlich gibt es bestimmte Angebote, die nicht für Anfänger geeignet sind. Problematisch sind vor allem die beiden ersterwähnten Punkte: Sie bedeuten nämlich, dass man nicht einfach so etwas ausprobieren kann und, wenn es einem nicht gefällt, sich einfach nach etwas Anderem umzuschauen braucht. Oder besser gesagt: Das kann man, aber man verliert viel Geld und muss bis zum Beginn des nächsten Semesters warten, sofern es bei den anderen Gruppen keinen freien Platz mehr gibt. Und so kann man schon viel Zeit verlieren. Und das ist bei allen Kursen so.
An meine Uni war das während meiner Studienzeit noch anders und es gab ein großes, kostenloses Programm, bei dem man einfach vorbei schauen konnte, wenn man wollte - ohne vorherige Anmeldung, ohne Geld dafür ausgeben zu müssen, usw.
Aber inzwischen ist diese Unsitte, dass Alles kostenpflichtig und mit verpflichtender Voranmeldung angeboten wird, auch an meiner ehemaligen Uni eingekehrt. Aber zumindest gibt es an meiner Uni noch genügend Kurse, die son günstig sind, dass der finanzielle Verlust überschaubar bleibt, wenn man merkt, dass einem die Sportart doch keinen Spaß macht oder dass man sich in der Gruppe nicht wohlfühlt.

Das ist schon mal eine gute Idee! Erst kürzlich habe ich bei einer von ihnen übrigens schon einen kleinen Versuch unternommen, doch leider war sie nicht alleine und musste offenbar sowieso in einer Veranstaltung, sodass das Gespräch nur sehr kurz war. Aber ich muss mich dazu überwinden, mein Glück immer wieder zu versuchen!
Genau! - Wer nicht wagt, der nicht gewinnt.
Und denke daran: Wenn du sie erst mal nur ansprichst, ist das noch meilenweit von einem Liebesgeständnis oder einem Heiratsantrag entfernt! :zwinker:

Ist das nicht an jeder Uni so? Ich halte unsere bei weitem für kein Sportparadies und wenn sogar wir das so haben...
Nein... das ist leider nicht an jeder Uni so.
Ich bin auch davon ausgegangen, dass es im Unisport allgemein so ist, wie von dir geschildert oder dass es sogar ein kostenloses Basisangebot gibt.
Aber inzwischen habe ich erfahren, dass es an meiner ehemaligen Uni so etwas nicht mehr gibt und dass man sich am Anfang des Semesters verbindlich zu bestimmten Kursen anmelden muss und dass jeder Kurs dann entsprechend Geld kostet. (Was ich von dieser Regelung halte, muss ich wohl nicht dazu schreiben...)

Ich hab jetzt 10 min quer gelesen und hab Brumkreisel gespielt. Das was mir innerhalb von 1 Minute aufgefallen ist:

Du denkst zu viel. Für mach einen segen, für andere einfach nur tödlich wenn es um Lebenfreude geht. Entschuldige wenn ich nicht alles gelesen habe und sicherlich einige sehr gute Vorschläge oder Einlenkungen überspringe. Du erinnerst mich an eine Folge in HIMYM wo Barney Ted abfüllt damit er lockerer wird. Nun will ich dir damit nicht raten das Trinken anzufangen, sondern einfach einen appel starten das du einfach mal weniger die Dinge zerdenkst. Hast du in deinem Leben schon mal Dinge getan ohne auch nur die geringste Sekunde darüber nachzudenken? Das kann verdammt befreiend wirken und es stärkt einen in viellerlei Dingen.
Auch wenn ich nicht der TS bin, habe ich in dieser Hinsicht doch genau das gleiche Problem: Ich denke auch immer viel zu viel und bei mir gibt es nur zwei Möglichkeiten:
Entweder ich mache etwas bewusst als Folge von irgendwelchen Überlegungen oder ich habe eine gewisse Sache völlig automatisiert (so wie das Gehen oder gewisse Bewegungsabläufe im Sport, die ich schon mehrere tausend mal gemacht habe). - Aber Beides ist im zwischenmenschlichen Bereich kaum zielführend.
Von daher wäre ich dir unglaublich dankbar, wenn du mir sagen könntest, wo der Knopf ist, mit dem ich mein Hirn für eine gewisse Zeit ausschalten kann oder wenn du mir zumindest einen Tipp für die Suche nach diesem Knopf geben könntest... :zwinker:

(Alkohol hilft mir dabei auch nur sehr bedingt, da er zwar ein wenig enthemmend wirkt und die Zunge lockert... aber bis mein nachdenkender Kopf weitestgehend ausgeschaltet ist, bin ich schon lange nicht mehr in der Lage, aufrecht zu stehen und verständliche Sätze zu formulieren.)
 
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