Was muss ich an mir und meinem Leben noch ändern, um eine Freundin zu finden?

Benutzer130923  (26)

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es ginbt nur etwas. hat bei mir auch geholfen.
Suche nicht nach einer Frau dan wirst du eine finden. Nach 17 Jahren habe ich aufgehört zu suchen und eine gefunden
 

Benutzer44981 

Planet-Liebe Berühmtheit
In diesem Fall bedeutet der Sprung ins kalte Wasser, dass ich wie gesagt Leuten, die ich kaum kenne, sehr viel über mich verrate. Auf Grund der zahlreichen Enttäuschungen, die ich in der Vergangenheit erlebt habe, fällt es mir ziemlich schwer. Aber ich weiß, ich muss mich zumindest ein Stück weit dazu überwinden. Dann stelle ich mir aber die Frage: Wie weit darf man gehen, um nicht gleich egozentrisch zu wirken?

Deine Frage lässt sich so pauschal sicherlich nicht beantworten. Der einzige Weg, um das herauszufinden, ist, Erfahrungen zu sammeln.
Aber was ist so schlimm daran, irgendwelchen Leuten etwas von dir zu erzählen? - Was sollte dir da im schlimmsten Fall passieren?

Ich habe mir vor anderthalb Jahren ernsthaft mit dem Thema WG auseinandergesetzt und mir sogar das eine oder andere WG-Zimmer angeschaut. Natürlich hätte es den Vorteil, dass ich meinen Bekanntenkreis auf einen Schlag ziemlich erweitern könnte, aber nach den Gesprächen mit den Leuten, die meine Mitbewohner geworden wären, ebenso wie mit Freunden, die früher in einer WG gelebt haben, bin ich zum Schluss gekommen, dass es nichts für mich wäre. Die Leute waren aller sehr nett, aber in einer WG hat man nicht mehr seine Ruhe – ganz egal, was die Leute behaupten. Klar, man kann sich immer in sein Zimmer zurückziehen, aber: Man weiß nie im Voraus, ob seine Mitbewohner ständig Gäste haben und/oder laut sind, man kann nicht mehr essen, wann man will, usw.
Bisher habe ich vermutet, dass deine ablehnende Haltung gegenüber WGs nur auf irgendwelchen theoretischen Überlegungen beruht und habe dir deshalb genau das vorgeschlagen, was du schon getan hast - einfach, um die Ergebnisse der theoretischen Überlegungen zumindest mal in der Praxis zu überprüfen.

Aber das hast du ja bereits gemacht, was ich sehr gut finde.

Aber vielleicht wäre auch bei der einen oder anderen Meinung, Vorstellung oder Haltung, die ausschließlich oder überwiegend auf theoretischen Überlegungen basiert, eine praktische Überprüfung eine sinnvolle Sache.
Es könnte ja auch sein, dass du danach die eine oder andere Vorstellung überdenken musst. - Gerade, wenn es um Dinge geht, bei denen du glaubs, sie könnten dir nicht gefallen oder du wärest dafür ungeeignet.
(So habe ich z.B. durch eine solche Erfahrung gemerkt, dass ich wider Erwarten doch recht gut mit Kindern ungehen kann und großen Spaß als Trainer und Betreuer von Kindern habe, obwohl ich die Sache am Anfang nur aufgrund anderer Vorteile ausprobiert habe, die mir durch diese Tätigkeit entstehen und obwohl ich erhebliche Bedenken hatte, ob ich das überhaupt kann und ob es mir Spaß macht.)
 

Benutzer91095 

Team-Alumni
Erstens: Ich hocke „nicht heulend in der Ecke eines abgedunkelten Zimmers“, sondern gehe sehr viel aus: Sei es, um an die Uni zu gehen, um Freunde, Bekannte und Kommilitonen zu treffen, um Sport zu treiben, um ins Kino zu gehen, usw.


Du sitzt vllt nicht heulend in der Ecke, aber du beschwörst schon sehr viele ungute Gedanken herauf.

Und drittens: Die Forumsbenutzer, auf die du anspielst, wirken zwar deutlich weniger deprimiert und auf eine Freundin fixiert, als ich, aber hat ihnen das geholfen, eine zu finden? Bis jetzt jedenfalls nicht. Daraus könnte man also den Schluss ziehen, dass es eben nicht nur darauf ankommt, optimistisch und locker zu sein. Oder wie erklärst du es dir sonst?

Ich glaube nicht, dass es daylight darum ging, zu sagen, dass die sich leichter tun eine Freundin zu finden. Aber dass sie keine Freundin haben, frisst sie eben nicht so auf wie es dich auffrisst, wodurch sie unter'm Strich gelassener und glücklicher wirken (und vllt auch sind) als du. Du musst dir halt selbst überlegen, ob du es dir erlaubst, auch alleine glücklich oder zumindest zufrieden zu sein oder eben nicht.
 

Benutzer123446 

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Aber selbst wenn ich mit einer von beiden ins Gespräch gekommen wäre: Wie hätte ich es schaffen können, mich auch in den nächsten Wochen mit ihnen unterhalten und sie zu einem Treffen außerhalb der Uni bewegen sollen?

Immer langsam.
Ich hole mal nochmal meine Nichtschwimmermetapher von vor vielen Seiten hervor...
Was du hier machst, ist (überspitzt gesagt) das: Stell dir vor, ein sonst überaus sportlicher Nichtschwimmer steht am Beckenrand. Ein Freund fordert ihn auf, einfach mal ins Wasser zu gehen, im Nichtschwimmerbecken rumzulaufen.
Daraufhin antwortet der Nichtschwimmer: "Aber selbst wenn ich ins Wasser gehe, wie könnte ich es schaffen, innerhalb von drei Wochen fit für den Iron Man zu werden? Ich gehe mich lieber umziehen."
Was würdest du ihm antworten?

Es geht nicht darum, diese beiden Damen in den nächsten Wochen zu einem Treffen zu bewegen. Es geht darum, mit ihnen zu sprechen, einfach erstmal NUR das. Wenn du im Kopf schon drei Schritte weiter bist ist es doch klar, dass du in Schockstarre verfällst.
Nur sprechen. Lächeln und dann eine Bemerkung fallen lassen. Gar kein weiteres Ziel vor Augen haben. Direkt im Anschluss: "Also, der Aufbau des Vortrags war ganz gut. Aber die Stelle xy..."
Oder mal interessiert nach dem Buch fragen, das sie liest.
Ich verstehe nicht ganz, was genau dich davon abhält und wieso du fast zwanghaft immer die ganze Wegstrecke vor Augen hast, wenn es doch nur mal drum geht, den Boden zu testen, auf dem du gehst...
 

Benutzer18889 

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Heute Morgen war es wieder typisch: Als ich den bereits ziemlich vollen Seminarraum betreten habe, habe ich neben einer Studentin einen freien Platz gesehen. Ich habe sie freundlich begrüßt und sie gefragt, ob der Platz noch frei ist. Sie hat nett zurückgegrüßt und mir gesagt, dass ich mich neben sie hinsetzen kann. Bevor ich überhaupt Zeit hatte, mir zu überlegen, was ich sagen könnte, um ein Gespräch zu beginnen, war sie schon wieder in der Lektüre irgendeines Textes vertieft. Sie grüßt mich jedes Mal freundlich, lächelt mich auch leicht an, ich mache das Gleiche, aber irgendwie ist es noch nie zu einem Gespräch zwischen uns gekommen. Aber zurück zu heute Morgen: Kurz vor Beginn des Seminars nahm eine andere Studentin neben mir Platz – auf der anderen Seite – aber da der Professor unmittelbar danach den Raum betrat, gab es für ein Gespräch keine Gelegenheit mehr. Sie hat mich während des Referats zwar einmal angeschaut und gelächelt (wie man es eben so macht, wenn man etwas merkwürdig findet und sich vergewissern will, ob sein Nachbar das Gleiche denkt), aber das war’s dann auch schon.



Das mit der Vorlesung verstehe ich nicht so ganz. Wieso hast du nicht während des Seminars etwas zu deinen Sitznachbarinnen gesagt, das mit dem Inhalt des Vortrags zu tun hatte? Vielleicht bin ich da ja eine Ausnahme, aber ich saß noch nie eine komplette Vorlesung neben einer Person ohne mich mit ihr zu unterhalten. So eine schweigsame Zeit wäre gar nicht meins.

Du könntest doch erstmal fragen, in welchem Semester sie sind, was sie noch für ein Fach haben (falls ihr mehrere Fächer studiert, so wie bei uns), ob sie für Modul XY einen Dozenten empfehlen können, wann die Klausur ist, ob sie schon gelernt haben etc. Ich finde, da gibt's unendlich viel Gesprächsstoff, der sich schon rein mit dem Seminar befasst. Du merkst ja nach ein paar Sätzen, ob Interesse an einer weiteren Unterhaltung besteht oder nicht. Ist die Frau dir sympathisch und sendet positive Signale, frag nach einem Treffen in der Mensa oder eurem Uni-Café.


Ich habe mir vor anderthalb Jahren ernsthaft mit dem Thema WG auseinandergesetzt und mir sogar das eine oder andere WG-Zimmer angeschaut. Natürlich hätte es den Vorteil, dass ich meinen Bekanntenkreis auf einen Schlag ziemlich erweitern könnte, aber nach den Gesprächen mit den Leuten, die meine Mitbewohner geworden wären, ebenso wie mit Freunden, die früher in einer WG gelebt haben, bin ich zum Schluss gekommen, dass es nichts für mich wäre. Die Leute waren aller sehr nett, aber in einer WG hat man nicht mehr seine Ruhe – ganz egal, was die Leute behaupten. Klar, man kann sich immer in sein Zimmer zurückziehen, aber: Man weiß nie im Voraus, ob seine Mitbewohner ständig Gäste haben und/oder laut sind, man kann nicht mehr essen, wann man will, usw.

Du wirkst teilweise sooooo verkopft, dass ich das echt krass finde.

Ich wohne seit 4 Jahren in meiner WG und es funktioniert richtig gut. Ich bin ein ruhiger Mensch, der nahezu nie auf Parts geht und Zuhause schon aus Prinzip überhaupt keine feiert. In unserem Haus wohnen fast nur ältere Leute und es ist immer sehr leise. Wenn ich einen Bewerber für ein Zimmer einlade (bin Hauptmieterin und entscheide, wer einzieht), erkläre ich ihm, wie ich drauf bin und was ich erwarte: Dass regelmäßig geputzt wird, auch ohne Putzplan, dass ich nicht ständig mehrere Gäste in der Wohnung möchte und es leise sein soll. Das geht problemlos. Man muss nur die richtigen Leute finden. Mietet man selbst eine Wohnung und sucht sich seine Mitbewohner aus, ist das wohl am einfachsten. Wenn dir jemand doch nicht passt, kannst du ihn ja wieder entfernen.

Wieso kann man eigentlich nicht essen, wann man will? Hier kochen wir teilweise noch mitten in der Nacht Nudeln oder so. Dann macht man die Küchentür zu und keiner hört was davon. Eine gewisse Rücksicht ist in Mietwohnungen sowieso nötig. Das ist in einer WG nicht mehr viel anders. Ich lebe jedenfalls nicht viel anders als in meiner eigenen Wohnung früher. Nachts laufe ich auch nackt ins Bad, weil ich zu faul bin, mir etwas überzuziehen.. Die letzten 4 Jahre kam mir glücklicherweise noch kein Mitbewohner entgegen. :grin:
 

Benutzer91095 

Team-Alumni
Ich habe mir vor anderthalb Jahren ernsthaft mit dem Thema WG auseinandergesetzt und mir sogar das eine oder andere WG-Zimmer angeschaut. Natürlich hätte es den Vorteil, dass ich meinen Bekanntenkreis auf einen Schlag ziemlich erweitern könnte, aber nach den Gesprächen mit den Leuten, die meine Mitbewohner geworden wären, ebenso wie mit Freunden, die früher in einer WG gelebt haben, bin ich zum Schluss gekommen, dass es nichts für mich wäre. Die Leute waren aller sehr nett, aber in einer WG hat man nicht mehr seine Ruhe – ganz egal, was die Leute behaupten. Klar, man kann sich immer in sein Zimmer zurückziehen, aber: Man weiß nie im Voraus, ob seine Mitbewohner ständig Gäste haben und/oder laut sind, man kann nicht mehr essen, wann man will, usw.

Und selbst wenn man keine super coolen WG-Erfahrungen macht: Man lernt. Du machst grad alleine in deiner Wohnung auch nicht die super Erfahrungen (also vllt mit der Wohnung, aber nicht mit deinem social life). Ich persönlich habe in 3 WGs gelebt und gute und schlechte Erfahrungen gemacht. Letztendlich hat's dazu geführt, dass ich gelernt habe, mich zu arrangieren. Und das ist etwas, das dir sehr gut tun würde, weil du eben einfach öfters mit Situationen konfrontiert wirst, die du dir selbst nicht aussuchen würdest, und wo du trotzdem dazu Position beziehen musst. Du hast ja ein unheimliches Problem, aus deiner Komfortzone auszubrechen. Daher wäre eine WG ne super Sache für dich gewesen, selbst wenn die WG scheiße wäre.
 

Benutzer115625 

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Hallo,

Ich mische mich nochmal ein. Wie heißt es so schön "Wie Sie sehen, sehen sie nichts."

Hier tut ich überhaupt nichts, aber das ist kein Wunder, denn du tust ja auch nichts. Das hast du Mittlerweile immerhin selbst erkannt.

Die Gründe sind dabei reichlich egal, für mich sind sie ohnehin nichtig und eher Ausreden, das weißt du, und bestätigen mich in Thesen die ich hier schoneinmal aufgestellt habe. Darum soll es nicht gehen. Es scheint mir wichtig, dass du erkennst: Es fragt niemand nach dem Warum, das Warum spielt für das Ergebnis keine Rolle. Entscheidend ist was hinten rauskommt, und das ist bei dir eben nichts.

Seit, ich weiß garnicht ... 2 Jahren (?) wird hier nun schon in Bezug auf dich getextet ... endlos, hunderte Seiten, mit ausführlicheren Antworten und mehr Engagement seitens der User hier als in jedem anderen Thread. Aber du bewegst dich nicht. Kein Stück. Dir gelingt es jeden, aber auch wirklich jeden(!) Ratschlag wegzurationalisieren in deinem eingeschliffenen Gedankenkonstrukt, einem Weltbild der Unmöglichkeiten. Für mich ist klar du hast Angst vor Veränderung. Das ist Ok. Ich denke die meisten Menschen fühlen sich in einer Blase der Kontinuität geborgener als im ständigen Umbruch.

Ich habe beim Überfliegen entdeckt, dass eine wichtige Frage aufgeworfen wurde: Warum willst du eigentlich eine Freundin? Wenn du dich so wohl fühlst wie du immer schreibst, wozu dann das Ganze? Gesellschaftliche Konvention? Oder belügst du dich und dann auch die Leute, die versuchen dir hier zu helfen? Wenn du dich in deiner Kontinuität nicht wohlfühlst, warum versuchst du dann mit aller Macht daran festzuhalten?

In diesem Kontext nochmal zurück zum Absatz davor:
Du stehst jetzt in deinem Leben an deinem Scheideweg. Du kannst so weitermachen wie bisher. Du kannst weiter "Gründe" suchen für dein Scheitern, "Patentrezepte" erfragen, die du dann doch nicht "passend" für dich hältst, und am Ende alles so lassen, wie es bereits ist.

Oder aber, ich persönlich glaube nicht mehr dran, dass das irgendwann passiert, du brichst aus aus deinem Käfig und änderst dein Leben ... radikal. Du musst ins kalte Wasser springen, du wirst dabei nicht alles perfekt machen, aber entscheidend ist dass du etwas änderst. Dass du die Dinge endlich angehst, dass du die Dinge anders machst als du es bisher getan hast, auch wenn es dir JETZT vielleicht nicht "klug" vorkommt. Es liegt an dir, ganz allein an dir, aber du musst es eben wollen, und wenn du es willst musst du es machen.


„Der Weg zum Ziel beginnt an dem Tag, an dem du die hundertprozentige Verantwortung für dein Tun übernimmst.“

„Der eine wartet, dass die Zeit sich wandelt, der andere packt sie an und handelt.“

(Dante Alighieri)

„Glaube nicht, es muss so sein, weil es so ist und immer so war. Unmöglichkeiten sind Ausflüchte steriler Gehirne. Schaffe Möglichkeiten.“ (Hedwig Dohm)


Grüße,

Ali Mente
 

Benutzer114418 

Verbringt hier viel Zeit
Frauen wollen keine feigen Männer und Mut hat sehr viel mit Männlichkeit zu tun, noch mehr mit dem Leben an sich.

Erstens: Frauen wollen vor allem keine frauenfeindlichen Männer als Freund. Und das bist du nun mal. Denn wie kannst du behaupten, dass Mut und Männlichkeit zusammengehören? Das ist doch der größte Quatsch. Mut ist eine Sache der Persönlichkeit: Es gibt mutige Männer UND mutige Frauen, genauso wie es feige Frauen UND feige Männer gibt. Und es gibt auch viel zwischen Feigheit und Mut, und in diesem Bereich bewege ich mich.

Denn, zweitens: Ich bin nun mal nicht der Mutigste, und dazu stehe ich. Wenn ich deswegen bei Frauen keinen Erfolg haben sollte, dann bliebe mir nur die Konsequenzen daraus zu ziehen, dass ich für dieses Leben einfach nicht geschaffen bin. Aber ganz ehrlich: Ich kaum glaube, dass die Tatsache, dass ich nicht der Mutigste bin, für Frauen einen Grund wäre, mich abzuweisen.

Suche nicht nach einer Frau dan wirst du eine finden. Nach 17 Jahren habe ich aufgehört zu suchen und eine gefunden

Und wieso habe ich auch dann keine Freundin gefunden, als ich gar keine gesucht habe? Zwischen meinem 18 und meinem 22. Lebensjahr kam ich nämlich viel unter Menschen, war zufrieden mit mir selbst, wollte auch nicht unbedingt eine Freundin, und habe trotzdem keine gefunden. Wie erklärst du dir das?

Aber was ist so schlimm daran, irgendwelchen Leuten etwas von dir zu erzählen? - Was sollte dir da im schlimmsten Fall passieren?

Ich habe mich in der Vergangenheit (ja, schon wieder sie) mehr als einmal auf Menschen eingelassen, die mich irgendwann sehr enttäuscht haben. Das hat mir wirklich wehgetan und hat dazu geführt, dass ich vorsichtiger geworden bin und es mir heute sehr schwer fällt, mich einfach so fremden Menschen zu öffnen. Schlimm ist an sich daran natürlich nichts.

Es könnte ja auch sein, dass du danach die eine oder andere Vorstellung überdenken musst. - Gerade, wenn es um Dinge geht, bei denen du glaubs, sie könnten dir nicht gefallen oder du wärest dafür ungeeignet.

Da hast du gewiss Recht! Wie du im Urlaubsthread vielleicht gesehen hast, überlege ich, diesen Sommer an einer Kanutour oder an einer Barcelona-Reise teilzunehmen, obwohl beide Reisen mich zwar reizen, aber auch Dinge beinhalten, von denen ich der Meinung bin, dass sie nicht zu mir passen. Aber ich werde mit großer Wahrscheinlichkeit einer der beiden Urlaube buchen.

Du musst dir halt selbst überlegen, ob du es dir erlaubst, auch alleine glücklich oder zumindest zufrieden zu sein oder eben nicht.

Es hat doch nichts mit „erlauben“ zu tun. Es gibt eine Sache, die ich mich immer frage: Wenn man alleine problemlos glücklich sein kann, wenn man gar keinen Partner braucht, wenn man – wie einige sogar behaupten – als Single so viel mehr Freiheiten hat und das ach so toll wäre, warum trennt ihr euch nicht einfach von eurem Partner, um das Single-Leben in vollen Zügen zu genießen? Ich meine, keiner hat euch gezwungen, eine Beziehung einzugehen. Selbst die Tatsache, dass man sich in jemanden verliebt, zwingt einen nicht dazu, mit diesem Menschen eine Beziehung einzugehen.

Ich will eigentlich nur darauf hinaus, dass man als Single vielleicht auch bis zu einem gewissen Punkt zufrieden sein kann, das will ich gar nicht bestreiten. Es ist aber so, dass der Mensch nicht dazu geschaffen ist, alleine zu leben.

Ich hole mal nochmal meine Nichtschwimmermetapher von vor vielen Seiten hervor... Was du hier machst, ist (überspitzt gesagt) das: Stell dir vor, ein sonst überaus sportlicher Nichtschwimmer steht am Beckenrand. Ein Freund fordert ihn auf, einfach mal ins Wasser zu gehen, im Nichtschwimmerbecken rumzulaufen. Daraufhin antwortet der Nichtschwimmer: "Aber selbst wenn ich ins Wasser gehe, wie könnte ich es schaffen, innerhalb von drei Wochen fit für den Iron Man zu werden? Ich gehe mich lieber umziehen. "Was würdest du ihm antworten?

Je nach Laune würde ich ihm sagen, dass er aufhören soll, mich zu verarschen, oder mich schlapp lachen. Du hast also vollkommen Recht, wenn du sagst, dass mein Verhalten eigentlich vollkommen bekloppt ist. Es ist nur traurig, dass ich es nicht selbst merke…

Es geht nicht darum, diese beiden Damen in den nächsten Wochen zu einem Treffen zu bewegen. Es geht darum, mit ihnen zu sprechen, einfach erstmal NUR das. Wenn du im Kopf schon drei Schritte weiter bist ist es doch klar, dass du in Schockstarre verfällst. Nur sprechen. Lächeln und dann eine Bemerkung fallen lassen. Gar kein weiteres Ziel vor Augen haben. Direkt im Anschluss: "Also, der Aufbau des Vortrags war ganz gut. Aber die Stelle xy..." Oder mal interessiert nach dem Buch fragen, das sie liest. Ich verstehe nicht ganz, was genau dich davon abhält und wieso du fast zwanghaft immer die ganze Wegstrecke vor Augen hast, wenn es doch nur mal drum geht, den Boden zu testen, auf dem du gehst...

Ich kann es dir erklären: „Nur sprechen. Lächeln und dann eine Bemerkung fallen lassen“, das ist etwas, was ich schon mehr als einmal getan habe, und zwar sowohl bei Frauen als auch bei Männern. Was ich damit sagen will, ist dass ich in einem mir vertrauten Umfeld überhaupt keine Schwierigkeiten habe, jemanden anzusprechen und dabei locker zu sein. Ich weiß also, dass ich es kann und brauche demzufolge den Boden, auf dem ich gehe, in dieser Hinsicht nicht mehr zu testen. Das Problem ist nur, dass ich mit diesem Verhalten zwar viele Menschen kennengelernt habe – wovon einige sogar gute Freunde geworden sind –, aber eben nie Frauen, die als Partnerin in Frage gekommen wären – sei es, weil auf ihrer oder auf meiner Seite auch nach näherem Kennenlernen kein Interesse vorhanden war. Ein weiteres Problem ist – und das hängt damit zusammen –, dass nicht wenige meiner derzeitigen Freundschaften oder Bekanntschaften als reine „Arbeitsbeziehung“ angefangen haben: Sei es, dass wir ein Referat zusammen hatten, oder beschlossen haben, zusammen zu lernen. Das heißt ganz konkret: Zum privaten Treffen ist es erst gekommen, nachdem wir uns schon sehr oft zum gemeinsamen Lernen getroffen haben, und zwar ist es ganz von alleine dazu gekommen, weil wir uns eben gut verstanden hatten und irgendwann beide Lust hatten, uns auch mal nur so zu sehen. Nun ist es aber so, dass ich zwar noch als Gasthörer das eine oder andere Seminar besuche, aber Doktorand bin, und demzufolge solche Arbeitsgruppen gar keinen Sinn mehr machen. Genau aus diesem Grund denke ich darüber nach, wie ich an der Uni eine Frau zu einem privaten Treffen bewegen kann, ohne dass wir uns davor –zig mal nur zum Arbeiten getroffen haben. In der jetzigen Situation habe ich Angst, dass ich ohne diese Vorstufe des gemeinsamen Arbeitens gar keine Frau zu einem privaten Treffen bewegen könnte – eben weil ich gar nicht weiß, wie es geht. Verstehst du, was ich meine?

Aber eins steht fest: Es ändert nichts daran, dass ich generell „die ganze Wegstrecke vor Augen“ habe, noch bevor ich den Boden getestet habe, auf dem ich gehe. Aber es erklärt, weshalb ich mich in diesem einen Fall so verhalte, wie ich mich verhalte.

Eine Möglichkeit bestünde darin, wieder einmal an einer Exkursion teilzunehmen, weil man da zwangsläufig neue Leute kennenlernt. Und da hat man genug Zeit, sich kennenzulernen – und wenn man sich sympathisch findet, passiert es fast von alleine, dass man irgendwann beschließt, nach der Exkursion in Kontakt zu bleiben. Aus zwei (männlichen) Kommilitonen meiner letzten Exkursion sind Bekannte geworden, die ich gerne ab-und-zu treffe, und ein weiterer Kommilitone hat sogar dort seine Freundin kennengelernt.

Das mit der Vorlesung verstehe ich nicht so ganz. Wieso hast du nicht während des Seminars etwas zu deinen Sitznachbarinnen gesagt, das mit dem Inhalt des Vortrags zu tun hatte? Vielleicht bin ich da ja eine Ausnahme, aber ich saß noch nie eine komplette Vorlesung neben einer Person ohne mich mit ihr zu unterhalten. So eine schweigsame Zeit wäre gar nicht meins.


Du bist gewiss keine Ausnahme, aber eine Vorlesung ist noch einmal etwas anderes als ein Seminar mit 30 Teilnehmern. Das ist es schon viel schwieriger, sich während eines Referats zu unterhalten. Zwar passiert es ab-und-zu, dass ich einem Sitznachbarn, wenn ich ihn kenne, während eines Referats mal etwas zuflüstere, aber das ist nur sehr kurz. Sonst fällt man ja auf.

Du könntest doch erstmal fragen, in welchem Semester sie sind, was sie noch für ein Fach haben (falls ihr mehrere Fächer studiert, so wie bei uns), ob sie für Modul XY einen Dozenten empfehlen können, wann die Klausur ist, ob sie schon gelernt haben etc. Ich finde, da gibt's unendlich viel Gesprächsstoff, der sich schon rein mit dem Seminar befasst. Du merkst ja nach ein paar Sätzen, ob Interesse an einer weiteren Unterhaltung besteht oder nicht. Ist die Frau dir sympathisch und sendet positive Signale, frag nach einem Treffen in der Mensa oder eurem Uni-Café.

Du hast Recht: Eigentlich merkt man schnell, ob jemand Interesse an einem längeren Gespräch hat, oder nicht. Ich muss es einfach versuchen.

Ich wohne seit 4 Jahren in meiner WG und es funktioniert richtig gut. […] Mietet man selbst eine Wohnung und sucht sich seine Mitbewohner aus, ist das wohl am einfachsten. Wenn dir jemand doch nicht passt, kannst du ihn ja wieder entfernen.

Und selbst wenn man keine super coolen WG-Erfahrungen macht: Man lernt. Du machst grad alleine in deiner Wohnung auch nicht die super Erfahrungen (also vllt mit der Wohnung, aber nicht mit deinem social life). Ich persönlich habe in 3 WGs gelebt und gute und schlechte Erfahrungen gemacht. Letztendlich hat's dazu geführt, dass ich gelernt habe, mich zu arrangieren. Und das ist etwas, das dir sehr gut tun würde, weil du eben einfach öfters mit Situationen konfrontiert wirst, die du dir selbst nicht aussuchen würdest, und wo du trotzdem dazu Position beziehen musst. Du hast ja ein unheimliches Problem, aus deiner Komfortzone auszubrechen. Daher wäre eine WG ne super Sache für dich gewesen, selbst wenn die WG scheiße wäre.
Trotzdem bin ich, glaube ich, nicht wirklich bereit dafür. Ich weiß auch nicht so recht warum… Wenn ich es einfach ausprobieren könnte und währenddessen meine Wohnung behalten könnte, würde ich es tun. Denn dann wüsste ich, dass ich jederzeit in meine Wohnung zurückkehren könnte, wenn es schief laufen sollte. Da meine derzeitige Wohnung echt ein Schnäppchen ist und in meiner Stadt Wohnungsmangel herrscht (ich habe Ewigkeiten gebraucht, um diese Wohnung zu finden), wäre es schon etwas unklug, sie einfach aufzugeben.

Ich habe beim Überfliegen entdeckt, dass eine wichtige Frage aufgeworfen wurde: Warum willst du eigentlich eine Freundin? Wenn du dich so wohl fühlst wie du immer schreibst, wozu dann das Ganze? Gesellschaftliche Konvention? Oder belügst du dich und dann auch die Leute, die versuchen dir hier zu helfen? Wenn du dich in deiner Kontinuität nicht wohlfühlst, warum versuchst du dann mit aller Macht daran festzuhalten?

Die Frage habe ich vor einiger Zeit sehr genau beantwortet.

Oder aber, ich persönlich glaube nicht mehr dran, dass das irgendwann passiert, du brichst aus aus deinem Käfig und änderst dein Leben ... radikal. Du musst ins kalte Wasser springen, du wirst dabei nicht alles perfekt machen, aber entscheidend ist dass du etwas änderst. Dass du die Dinge endlich angehst, dass du die Dinge anders machst als du es bisher getan hast, auch wenn es dir JETZT vielleicht nicht "klug" vorkommt. Es liegt an dir, ganz allein an dir, aber du musst es eben wollen, und wenn du es willst musst du es machen.

Statt mich fertig zu machen, solltest du mir eher Mut machen. Oder warum bist du hier sonst unterwegs?

Erstens: Dass ich rein gar nichts getan habe, ist falsch, und wenn du sei es nur ein bisschen ehrlich wärst, würdest du es auch zugeben. Ich habe auch schon mehrmals Dinge aufgelistet, die ich getan habe. Und mich haben diese Dinge schon sehr viel Überwindung gekostet.

Und zweitens: Eins scheinst du nicht kapiert zu haben, und zwar dass ich mich bei der ganzen Sache total überfordert fühle und gar nicht weiß, wo und mit was ich anfangen soll. Es reicht bei Weitem nicht, mir zu sagen, dass ich „ins kalte Wasser springen“ oder aus „meinem Käfig ausbrechen“ soll. Das ist mir nämlich schon seit Beginn klar.
 

Benutzer125735 

Meistens hier zu finden
Erstens: Frauen wollen vor allem keine frauenfeindlichen Männer als Freund. Und das bist du nun mal. Denn wie kannst du behaupten, dass Mut und Männlichkeit zusammengehören? Das ist doch der größte Quatsch. Mut ist eine Sache der Persönlichkeit: Es gibt mutige Männer UND mutige Frauen, genauso wie es feige Frauen UND feige Männer gibt. Und es gibt auch viel zwischen Feigheit und Mut, und in diesem Bereich bewege ich mich.

Denn, zweitens: Ich bin nun mal nicht der Mutigste, und dazu stehe ich. Wenn ich deswegen bei Frauen keinen Erfolg haben sollte, dann bliebe mir nur die Konsequenzen daraus zu ziehen, dass ich für dieses Leben einfach nicht geschaffen bin. Aber ganz ehrlich: Ich kaum glaube, dass die Tatsache, dass ich nicht der Mutigste bin, für Frauen einen Grund wäre, mich abzuweisen.

Ich bin also frauenfeindlich, wusste ich noch gar nicht, danke für die Aufklärung. :pfff:

Dann bist du halt nicht mutig, aber du bist feige, dass attestiere ich dir jetzt.
Dein Weltbild hart wie Stahlbeton, wir bekommen das hier nicht klein, niemand tut das, außer dein (nicht vorhandener) Wille.

Bleib weiter hinter deinen Mauern, aber dann ziehe bitte auch die Konsequenzen.
 

Benutzer91095 

Team-Alumni
Es hat doch nichts mit „erlauben“ zu tun. Es gibt eine Sache, die ich mich immer frage: Wenn man alleine problemlos glücklich sein kann, wenn man gar keinen Partner braucht, wenn man – wie einige sogar behaupten – als Single so viel mehr Freiheiten hat und das ach so toll wäre, warum trennt ihr euch nicht einfach von eurem Partner, um das Single-Leben in vollen Zügen zu genießen? Ich meine, keiner hat euch gezwungen, eine Beziehung einzugehen. Selbst die Tatsache, dass man sich in jemanden verliebt, zwingt einen nicht dazu, mit diesem Menschen eine Beziehung einzugehen.

Ich will eigentlich nur darauf hinaus, dass man als Single vielleicht auch bis zu einem gewissen Punkt zufrieden sein kann, das will ich gar nicht bestreiten. Es ist aber so, dass der Mensch nicht dazu geschaffen ist, alleine zu leben.

Du wirst es nicht glauben, aber ich bin so lange ein glücklicher Single, bis ich jemandem begegne, in den ich mich verliebe. Dann will ich auf einmal nicht mehr Single sein. Und ich glaube auch, das ist der gesündeste Weg. Man muss aber natürlich dazu sagen, dass ich auch als Single in der Regel selten alleine bin. Einerseits hab ich nen großen Freundeskreis, andererseits hab ich auch kein Problem mit Sex-Geschichten außerhalb von Beziehungen. So gesehen ist meine Single-Zeit natürlich anders als deine und ich strebe nicht nach einer Beziehung, ohne dafür überhaupt einen Menschen im Auge zu haben, weil ich das Gefühl der überproportionalen Einsamkeit in dieser Hinsicht nicht kenne. Ich kenne es schon, dass man Sehnsucht nach jemanden hat und Nähe verspüren will. Keine Frage. Dann bin ich mal traurig oder bedrückt und hoffe drauf, bald jemanden kennenzulernen und versuche mein bestes, das auch passieren zu lassen (öfters weggehen, unter Menschen kommen, etc.) UND den den Kontakt dann nicht zu zerstören mit zu hohen Erwartungen. Bisher hat das dann auch immer geklappt. So lange unfreiwillig Single wie du bin ich noch nie gewesen, deswegen kann ich mich diesbezüglich nicht in dich hineinversetzen. Ich kann mir aber trotzdem vorstellen, dass es besser ist, die Zeit damit zu verbringen, zufrieden und glücklich zu sein, als die Zeit so zu verbringen, dass man sich nur ärgert. Und klar, das ist schwierig. Aber ich glaube nicht, dass es nicht geht.
 

Benutzer114418 

Verbringt hier viel Zeit
Ich bin also frauenfeindlich, wusste ich noch gar nicht, danke für die Aufklärung.

Höre doch bitte auf mit diesem Quatsch. Ich habe niemals behauptet, du seist frauenfeindlich, sondern lediglich geschrieben dass DIESE EINE Aussage von dir einen frauenfeindlichen Charakter hat. Und das ist etwas ganz anderes.

Bleib weiter hinter deinen Mauern, aber dann ziehe bitte auch die Konsequenzen.

Hier kann ich eigentlich nur meine Antwort an Ali Mente wiederholen: „Eins scheinst du nicht kapiert zu haben, und zwar dass ich mich bei der ganzen Sache total überfordert fühle und gar nicht weiß, wo und mit was ich anfangen soll. Es reicht bei Weitem nicht, mir zu sagen, dass ich „ins kalte Wasser springen“ oder aus „meinem Käfig ausbrechen“ soll. Das ist mir nämlich schon seit Beginn klar.“

Du wirst es nicht glauben, aber ich bin so lange ein glücklicher Single, bis ich jemandem begegne, in den ich mich verliebe. Dann will ich auf einmal nicht mehr Single sein. Und ich glaube auch, das ist der gesündeste Weg. Man muss aber natürlich dazu sagen, dass ich auch als Single in der Regel selten alleine bin. Einerseits hab ich nen großen Freundeskreis, andererseits hab ich auch kein Problem mit Sex-Geschichten außerhalb von Beziehungen. So gesehen ist meine Single-Zeit natürlich anders als deine und ich strebe nicht nach einer Beziehung, ohne dafür überhaupt einen Menschen im Auge zu haben, weil ich das Gefühl der überproportionalen Einsamkeit in dieser Hinsicht nicht kenne. Ich kenne es schon, dass man Sehnsucht nach jemanden hat und Nähe verspüren will. Keine Frage. Dann bin ich mal traurig oder bedrückt und hoffe drauf, bald jemanden kennenzulernen und versuche mein bestes, das auch passieren zu lassen (öfters weggehen, unter Menschen kommen, etc.) UND den den Kontakt dann nicht zu zerstören mit zu hohen Erwartungen. Bisher hat das dann auch immer geklappt. So lange unfreiwillig Single wie du bin ich noch nie gewesen, deswegen kann ich mich diesbezüglich nicht in dich hineinversetzen. Ich kann mir aber trotzdem vorstellen, dass es besser ist, die Zeit damit zu verbringen, zufrieden und glücklich zu sein, als die Zeit so zu verbringen, dass man sich nur ärgert. Und klar, das ist schwierig. Aber ich glaube nicht, dass es nicht geht.

Du hast meine Situation und den Unterschied zwischen uns beiden sehr gut beschrieben. Ich kann deinen Aussagen also nur zustimmen.

Hervorheben möchte ich die Tatsachen, dass du im Gegensatz zu mir zum einen weißt, dass du in der Lage bist, dich zu verlieben und einen Partner zu finden, und du zum anderen in deinen Single-Zeiten trotzdem nicht unter Einsamkeit gelitten hast. Ich gebe mir wirklich viel Mühe, gegen letztere zu kämpfen: Ich treffe mich regelmäßig mit Freunden (auch wenn deutlich weniger oft als noch vor einem halben Jahr), gehe Sport treiben, gehe zum Sprachcafé, usw. Aber ich finde es traurig, dass es so schwierig ist, mit Kommilitonen, mit denen ich mich gut verstehe, ein Treffen zustande zu bringen, und dass ich einfach niemanden finde, der mit mir mal auf eine Party gehen möchte. Ich verstehe das einfach nicht. Dabei spreche ich –zig Leute darauf an, bzw. schreibe ihnen eine SMS oder E-Mail. Die Reaktion ist immer die gleiche: „Gerne, aber zur Zeit habe ich viel um die Ohren.“ Ist es nicht eher so, dass sie davon ausgehen, dass man sich mit mir zwar schön an der Uni unterhalten kann, aber keinen Spaß haben kann? Beim Sprachcafé ist es ähnlich: Ich habe einen Typen kennengelernt, mit dem ich mich wirklich gut verstehe, und zwar auch wenn er vom Charakter her das genaue Gegenteil von mir ist. Das Problem ist nur, dass er offenbar kein Interesse an einem Treffen außerhalb des Sprachcafés hat. Was soll ich da denn machen? Ich meine, alleine in eine Kneipe oder auf eine Party zu gehen, wäre durchaus möglich, aber für jemanden, der nicht so leicht mit fremden Menschen ins Gespräch kommt, irgendwie doch ein bisschen blöd; ich bin deutlich lockerer, wenn ich mit jemandem, den ich kenne, dorthin gehe.
 

Benutzer115625 

Beiträge füllen Bücher
Statt mich fertig zu machen, solltest du mir eher Mut machen. Oder warum bist du hier sonst unterwegs?

Erstens: Dass ich rein gar nichts getan habe, ist falsch, und wenn du sei es nur ein bisschen ehrlich wärst, würdest du es auch zugeben. Ich habe auch schon mehrmals Dinge aufgelistet, die ich getan habe. Und mich haben diese Dinge schon sehr viel Überwindung gekostet.

Interessant, dass du dich "fertig gemacht fühlst".
Wenn du "nur ein bisschen ehrlich" zu dir wärst, würdest du auch zugegeben, dass im Prinzip fast nichts passiert ist. Die einzige wirkliche "Errungenschaft" von all dem was du angehen wolltest, war doch das Sprachcafé. Beim Rest blieb es beim halbherzigen Versuch. Und selbst dieses Sprachcafé hat sich ja über Wochen gezogen. Trotz hunderter Ratschlägen und Tipps, eigener Erfahrungen, verschiedenster Herangehensweisen die dir hier geschildert wurden. Nichts ist richtig für dich, alles unmöglich, niemand versteht dich.

Was erwartest du dir hier noch? Was möchtest du noch gesagt bekommen, das noch nicht gesagt wurde? Erscheint dir, dir ganz persönlich, weiteres Zerreden noch sinnvoll?

Es sind die Kleinigkeiten: Wenn ich lese "das mit den Ruderkurs hat leider nicht geklappt, weil der Kurs doch tatsächlich "schon" nach 2 Stunden voll war" ... da muss ich einfach lachen. Du studierst nicht seit gestern, und jeder Student hat zumindest schonmal davon gehört, dass die Sportkurse nach ein paar Minuten voll sind. Du warst nicht zu Hause, das passiert, aber dann sagt man einfach jemandem der es ist, er solle einen anmelden. Das mache ich jedes Semester so.
Aber das ging ja schon viel eher los ... "Sportkurse erst wieder nächstes Semester" ... stimmt garnicht. Natürlich ist auch eine nachträgliche Anmeldung möglich, da muss man allerdings ein wenig aktiv werden und mit den Übungsleitern Kontakt aufnehmen und seinen Hintern mal ins entsprechende Büro bewegen Zwecks Klärung der Formalitäten. Aber das geht natürlich nicht.

Und genau diese Kleinigkeiten sind es, die den Eindruck erwecken, dass du es einfach nicht richtig willst. Wo ein Wille ist, da ist ein Weg.

Und zweitens: Eins scheinst du nicht kapiert zu haben, und zwar dass ich mich bei der ganzen Sache total überfordert fühle und gar nicht weiß, wo und mit was ich anfangen soll. Es reicht bei Weitem nicht, mir zu sagen, dass ich „ins kalte Wasser springen“ oder aus „meinem Käfig ausbrechen“ soll. Das ist mir nämlich schon seit Beginn klar.
Nochmal: Wieviel möchtest du denn noch "gesagt bekommen"? Meinst du nicht es ist jetzt langsam an der Zeit, dich mit der Situation anzufreunden wie sie ist, oder eben doch mal was umzusetzen.

Grüße,

Ali Mente
 

Benutzer102211 

Öfters im Forum
Aber selbst wenn ich mit einer von beiden ins Gespräch gekommen wäre: Wie hätte ich es schaffen können, mich auch in den nächsten Wochen mit ihnen unterhalten und sie zu einem Treffen außerhalb der Uni bewegen sollen? Man sagt mir ja hier immer, ich soll auch Frauen kennenlernen, die mich spontan nicht vom Hocker reißen.

Normalerweise funktioniert es so:
es ist Sympathie da und zwar beiderseits,
die wird über Körpersprache kundgetan, teil sehr deutlich,
dadurch werden beide automatisch in eine verbale
Kommunikation hineingezogen.
Der Inhalt ergibt sich zufällig. Weitere Kommunikation
ergibt sich dann von selbst.
Das ist alles.

Du hast aber einen Mechanismus in Dir, der diese völlig natürliche Routine
nicht zustande kommen lässt.
Entweder Du machst Dir diesen Mechanismus bewußt und veränderst ihn
( das ist ein langer Weg, aber nachhaltig )
oder Du ersetzt den Mechanismus gewaltsam durch einen neuen
( da besteht aber Rückfallgefahr )
 

Benutzer78662  (33)

Meistens hier zu finden
Auch da kann ich dir nur zustimmen. Ja, es ist dringend notwendig, zu handeln. Bei mir ist es übrigens ganz anders, als bei dir: Ich komme genau dann aus meiner Haut, wenn ich mit Freunden zusammen bin. Ich fühle mich wohl mit ihnen, werde also lockerer und schaffe es mich viel leichter, mich zu überwinden. So habe ich es Freunden zu verdanken, dass ich nicht nur einmal auf eine Party und ein anderes Mal auf einen Swing-Abend überhaupt gegangen bin, sondern dass ich dort auch getanzt habe, obwohl ich das nicht kann und im Vorfeld auch alles andere als begeistert war. Im Laufe des Abends wurde ich auch immer lockerer und habe mich immer besser gefühlt. Auch ist es so, dass ich mit fremden Leuten viel besser umgehen kann, wenn ich mit Freunden unterwegs bin. Auch da verläuft es nach dem gleichen Prinzip: Meine Freunde sind eine Art Sicherheitsanker; ich weiß, dass mir nichts passieren kann, dass ich immer noch sie habe, wenn mit es mit besagten Fremden nicht so gut läuft – und ganz wichtig: Sie stecken mich mit ihrer Lockerheit an.

Das ist auch der Grund, weshalb ich seit Monaten ständig um mich herumfrage (gar nicht mal Freunde, weil die keine große Zeit oder Lust dazu mehr haben, aber Bekannte oder Kommilitonen), ob wir mal abends was trinken gehen oder auf eine Party gehen können. Bisher haben sich zwar einige (auch nicht alle) interessiert gezeigt, aber nie ist es dazu gekommen. Und alleine ausgehen ist auch irgendwie blöd. Zumal ich dann ganz alleine stünde und nicht mehr so locker wäre. Klar: Ich muss lernen, mich auch dann zu entkrampfen, wenn ich alleine bin. Aber ich habe erlebt, dass es tatsächlich passiert, wenn ich es oft genug gemacht habe.

Okay, dann wissen wir das schonmal. Das ist insofern wichtig, weil es dann meiner Meinung nach nicht viel bringt, Dich jetzt alleine loszuschicken, um alles mögliche mal auszuprobieren, von Ruderverein bis Töpferkurs sozusagen.

Schade, dass sich aus dem Swing-Abend nicht mehr ergeben hat - hat denn wirklich keiner von den Leuten, mit denen Du damals dort warst, nochmal Lust auf etwas ähnliches?

Das Problem mit der mangelnden Resonanz auf Deine Initiativen scheint sich ja ein bißchen durchzuziehen - ich glaube da sollte man ansetzen, weil Dich ein paar mehr solcher Abende sicher viel weiter bringen als 10 Seiten Forendiskussion. Das gute ist ja, daß solche Bemühungen, sich zu öffnen, lockerer mit anderen um- und auf sie zuzugehen, auch eine gewisse Eigendynamik entwickeln - jede positive Erfahrung gibt Dir für das nächste Mal mehr Sicherheit und den Rückhalt, Dich noch ein Stückchen mehr hervorzuwagen. Man muß eben den schon von mir beschriebenen Teufelskreis umkehren, aber dazu bedarf es wahrscheinlich noch ein bißchen mehr positiver Impulse.

Erstmal - wenn Du denn fragst, wie fragst Du denn? So wie Du es wiedergegeben hast, klingt es nicht danach, als ob Du sonderlich konkret würdest. Auf die Frage, ob man denn in nächster Zeit irgendwann vielleicht Lust hätte, was trinken zu gehen oder so, keine Ahnung, ich weiß auch nicht, wirst Du in der Regel eben eine genauso schwammige Antwort zurückbekommen, und es ist nicht verwunderlich, dass dann alles im Sande verläuft. Ich meine, man kann sich ständig der gegenseitigen Bereitschaft, mal was trinken zu gehen, versichern, aber daraus wird keine Verabredung.

Nur für einen konkreten Vorschlag - Freitag abend, da und dort - gibt es auch konkretes Feedback, und nur so kann man es auch in die Tat umsetzen.

Und bei den Bekanntschaften aus Uni und Sprachcafé: Es geht halt nicht immer von 0 auf 100, und es wird auch nicht immer was. Von welcher "Stufe" reden wir denn gerade? Also beispielsweise die Leute, die "kein Interesse an einem Treffen außerhalb der Uni zeigen", wieviel hast Du denn mit denen schon zu tun?
 
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Benutzer68775  (36)

Planet-Liebe Berühmtheit
Hervorheben möchte ich die Tatsachen, dass du im Gegensatz zu mir zum einen weißt, dass du in der Lage bist, dich zu verlieben und einen Partner zu finden, und du zum anderen in deinen Single-Zeiten trotzdem nicht unter Einsamkeit gelitten hast. Ich gebe mir wirklich viel Mühe, gegen letztere zu kämpfen: Ich treffe mich regelmäßig mit Freunden (auch wenn deutlich weniger oft als noch vor einem halben Jahr), gehe Sport treiben, gehe zum Sprachcafé, usw.

Nun, mir geht's ein bisschen wie Lotusknospe, ich bin glücklich und freiwillig Single, bis ich jemanden treffe, mit dem mein Leben zu zweit wider Erwarten schöner ist als allein.
Allerdings möchte ich drauf hinweisen, es gibt einen bemerkenswerten Unterschied zwischen ALLEIN SEIN und EINSAMKEIT. Ich persönlich war noch nie so einsam, wie in den letzten zwei Monaten meiner Beziehung. Ich war eigentlich generell noch nie einsam, wenn ich alleine war, nur unter Menschen, die mich nicht interessierten.
Das meine ich mit "wer sich alleine langweilt, ist auch zu zweit nicht sehr unterhaltsam"

Für mich liegt dein Problem in einigen Verflechtungen von Erfahrungen und Charakter begründet, und vor allem darin, wie du dich entschieden hast damit umzugehen. Und sag mir nicht, du hättest das nicht entschieden - damit negierst du deinen freien Willen. Man hat IMMER die Wahl, ob man etwas positiv oder negativ betrachtet. Du entscheidest dich durchwegs fürs negative und steigerst dich dann auch noch wunderbar hinein.

Zusammenfassend würde ich sagen:
Du hast ein Problem mit der generellen Frustrationstoleranz, mit grundsätzlicher Eigenakzeptanz und Zufriedenheit, mit dem Ausbrechen aus deiner bekannten Komfortzone und mit allumfassenden Pessimismus. Dazu kommt eine ganz unsägliche Angst vor schlechten Erfahrungen, und absolute Unfähigkeit mit solchen umzugehen. Meine Güte, jede Erfahrung ist was sie ist, eine Erfahrung. Die Bewertung ob gut oder schlecht kommt allein von dir.

Anstatt also diese, schon tiefsitzenden Probleme aus eigener Kraft zu lösen, denkst du, du könntest sie einer potentiellen Freundin in die Schuhe schieben. Du wirst feststellen müssen, wie sehr du dich da irrst. Niemand kann dich auf Dauer glücklich machen, wenn du es nicht bist. Eigentlich ziemlich einfach.

Allerdings wiederhole ich mich, und so langsam verlässt mich auch wirklich die Geduld bei jemandem dessen Hauptbestandteil der Diskussion in "ja, aber" besteht - als letzten Ausweg gibt's ja immer noch "aber so WIRKLICH versteht mich keiner" und das suhlen in dem Selbstmitleid, was diese ach so hilfreiche Erkenntnis mit sich bringt. Wenn einen keiner versteht, muss man sich auch nicht bemühen, irgendwelchen Tips zu folgen - die haben doch keine Ahnung alle. Ach ja, oben vergessen - du bist der festen Überzeugung, bei dir ist alles das enorm viel schlimmer als bei andern.

Mir gehen proportional zur Geduld auch die Weisheiten aus, da du lieber über Dunkelheit jammerst, als Licht an zu machen. Vermutlich ist der Leidensdruck noch nicht groß genug - ich persönlich kann mir nämlich nicht vorstellen, wie man eher in seinem Unglück sitzen kann und alles zu schwer und zu kompliziert finden, anstatt einfach mal AKTIV was zu TUN.

Aber wie gesagt... ich wiederhole mich...
 
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Benutzer122983  (36)

Sorgt für Gesprächsstoff
Lotusknospe schrieb:
So lange unfreiwillig Single wie du bin ich noch nie gewesen, deswegen kann ich mich diesbezüglich nicht in dich hineinversetzen.

Ist doch nicht so schwer. Er hatte noch nie Sex, noch nie Küssen, noch keine größeren körperlichen Zärtlichkeiten. Das frustriert und er will dem nun eigentlich mit allen Mitteln ein Ende machen. Statt zu kämpfen gibt er aber nur halbgares Gezeter von sich und suhlt sich im Selbstmitleid, denn davon hat er ja mehr als genug.

Er kann sich nicht fallen lassen. Er ist verkrampft. Nicht mal hin und wieder, sondern immer. Es ist sein natürlicher Grundzustand geworden.


caotica schrieb:
Vermutlich ist der Leidensdruck noch nicht groß genug

Absolut richtig. Seinen Zustand kann ich ganz genau auf den Punkt bringen: Er ist momentan in einer Frustphase, in der er die Welt dafür verdammt, dass ihm nicht alles mit wehenden Fahnen in den Schoß geflogen kommt. Es stört ihn nicht so sehr, keine Freundin zu haben, als eher die Tatsache, dass sich die Frauen nicht von selbst bei ihm anbieten. Solange er sich in dieser Phase befindet, geht es ihm eigentlich noch ganz gut :smile:.


Noch zum Unterschied zwischen Praxis und Theorie:

Hier im Forum wird alles tausend Seiten lang diskutiert. In der Praxis könnte es so aussehen, dass er heute abend ausgeht und seine neue Freundin kennenlernt. Das funktioniert bei ihm aber nicht, da er ja alles bis ins letzte Detail seziert.

Ali Mente schrieb:
Wenn ich lese "das mit den Ruderkurs hat leider nicht geklappt, weil der Kurs doch tatsächlich "schon" nach 2 Stunden voll war" ... da muss ich einfach lachen.

Da kann ich auch nur lachen. Ich hatte mal einen Kurs belegt, der nach 2 Minuten ausgebucht war. Da muss man sich eben drum reißen ! Aber das zeigt nur, dass er sich vor allem darüber beschwert, dass ihm nicht alles zugeflogen kommt. Stell dir mal vor, die haben nicht mal bei Wulfric persönlich nachgefragt , ob er da mitmachen will ! Ist das nicht ein Ding ??
 
Zuletzt bearbeitet:

Benutzer125735 

Meistens hier zu finden
Hier im Forum wird alles tausend Seiten lang diskutiert. In der Praxis könnte es so aussehen, dass er heute abend ausgeht und seine neue Freundin kennenlernt. Das funktioniert bei ihm aber nicht, da er ja alles bis ins letzte Detail seziert.

:anbeten:

Aber wirklich bis ins allerletzte, nichtmal der Kahn mit seinem Eier-Spruch kann ihn aufheitern, man findet bei ihm nicht mal einen Witz, Lächeln oder gar Ironie - Irgendetwas, was ihn zumindest hier sympathisch wirken lassen würde.
Auch der Kahn musste noch differenziert werden, obwohl alles offensichtlich war.
Lockerheit und Entspanntheit fernab vom Thema Frauen - Fehlanzeige.
 

Benutzer121281  (32)

Planet-Liebe ist Startseite
Höre doch bitte auf mit diesem Quatsch. Ich habe niemals behauptet, du seist frauenfeindlich, sondern lediglich geschrieben dass DIESE EINE Aussage von dir einen frauenfeindlichen Charakter hat. Und das ist etwas ganz anderes.

Öhm. Ich bin ja nun wahrlich nicht in allem mit sethi einer Meinung, aber manchen Kernaussagen von ihm stimme ich durchaus zu. Und zu dem fett markierten... kurz vorher hattest du geschrieben:

Erstens: Frauen wollen vor allem keine frauenfeindlichen Männer als Freund. Und das bist du nun mal.

Das ist schon ziemlich deutlich.
 
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