Was muss ich an mir und meinem Leben noch ändern, um eine Freundin zu finden?

Benutzer123446 

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Und was würdet ihr generell an meiner Stelle machen? Was würdet ihr zum Beispiel als erstes machen?

Ich würde aufhören, zum Beispiel Vorwände für eine Therapie zu suchen. Eine Therapie kostet kein Geld, das hat man dir hier doch schon öfter geschrieben. Die Kasse zahlt da sehr bereitwillig.
Nerven kostet es, einen guten Therapeuten zu finden, ja. Aber entweder man ist eben bereit, ein paar "kaputte" Nerven in Kauf zu nehmen und Zeit aufzuwenden, um dann am Ende mit sich besser klar zu kommen - oder man ist eben nicht dazu bereit.
Bei dir ist es letzteres. Seh ich, kann ich nicht verstehen, ist aber deine Sache.

Es gibt aber eben auch ein paar Fakten.
1. Es gibt keinen "Stufenplan", wie es caotica so schön genannt hat, um eine Freundin zu finden.
2. Die wenigsten der von dir als attraktiv empfundenen Frauen werden bereit dazu sein, nur das fehlende Puzzlestück in deinem Leben zu sein um dich glücklich zu machen.
3. Wenn du dir nicht selbst mal nen Ruck geben kannst und über deinen Schatten springst, zum Beispiel im Tatort-Café, stattdessen lieber wieder deine eigene Unfähigkeit in den Vordergrund spielst und trotzdem nicht bereit dazu bist, professionelle Hilfe anzunehmen und an dir längerfristig zu arbeiten, dann muss einfach ein großer Glücksstern vom Himmel fallen, damit du es doch schaffst.

Überhaupt kann ich caoticas Post eigentlich nur unterschreiben. Und, wichtiger Punkt von Christian:


Du musst lernen selbst zu Reflektieren und dir gedanken darüber machen wie du was ändern kannst,wie du deine Sichtweiße ändern kannst!

In diesem Bereich geht es eben nur so. Es gibt nur Antworten für jede einzelne Person, es gibt nichts Allgemeines. Manche entwickeln sich. Andere reflektieren sich sehr auf kognitiver Ebene und suchen "wissenschaftlich" nach Lösungen. Ich bin zum Beispiel ein Typ, der bei vertrackten zwischenmenschlichen Problemen Mindmaps anlegt oder die "vier Ohren" nach Schulz von Thun analysiert.
Da ist doch jeder anders - und Fakt bleibt: es gibt kein "Tue A, daraus folgt B". Es gibt nur entweder "Tue A, B oder C, oder alles nacheinander, evtl. folgt B" oder "Analysiere mögliche Wege zu B und beschreite sie, um B eventuell zu erreichen."

Es gibt irgendetwas, was mich daran hindert, mich zu überwinden, mit dem ständigen Nachdenken über die Vergangenheit, die Gegenwart oder die Zukunft, endlich aufzuhören, usw. Ich habe das Gefühl, es nicht zu können, die Fähigkeiten dazu nicht zu besitzen.


Ja, ich brauche Hilfe. Aber Hilfe von Leuten, die mich kennen, die ich kenne , und denen ich vertraue. Freunde eben. Aber das ist vermutlich wieder zu viel verlangt.
Freunde sind nicht immer da. Freunde sind mit Problemen in diesem Ausmaß möglicherweise überfordert. Ja, vielleicht gibt es einige, die dir da ein Stück weit helfen können - aber dazu bist du doch gar nicht offen genug, oder? Freunde können dich nicht dazu bringen, dich zu akzeptieren - vor allem, da bei dir das Ausmaß der Nichtakzeptanz so groß ist. Freunde sind keine Therapeuten - und sie sollen es auch nciht sein.

Erst einmal wüsste ich gar nicht, was für eine Therapie ich machen sollte und mit welchem Anliegen ich zum Therapeuten gehen sollte.
"Guten Tag, ich bin WulfricD. Mein Problem ist - ich dachte immer, dass ich das alleine hinkriege - dass ich offenbar ziemliche Probleme im sozialen Bereich habe. Mittlerweile ist es so weit, dass ich schon fast richtig verzweifelt bin. Ich finde keine Freundin und ich steiger mich da immer mehr rein, es gelingt mir aber auf Grund von starker Schüchternheit nicht, lockeren Kontakt zu Fremden aufzubauen. Irgendwie verkopfe ich mich in diesem Bereich total und ich gerate mittlerweile richtig in Panik weil ich befürchte, mein Leben lang allein zu bleiben. Ich möchte mich gerne besser annehmen können /wahlweise: ich möchte gerne kompetenter in sozialen Situation handeln."
Zack, 5 Probesitzungen gebongt.
Entweder bei Variante "Besser annehmen können" eine tiefenpsych. Therapie oder bei Variante "Kompetenter in sozialen Situationen" eine Verhaltenstherapie. Ganz verkürzt gesagt.

Aber ist es kein menschliches Bedürfnis, Liebe und Zuneigung zu erfahren und wiederum Andere daran teilhaben zu lassen?
Doch, natürlich. Aber es darf nicht zu dem Fixpunkt werden, um den alles kreist. Und allein dieses Bedürfnis kann man durchaus auch anders stillen, zum Beispiel über ehrenamtliche Arbeit.
Bei dir geht es aber um ein ganz konkretes Bedürfnis: du möchtest nicht einfach nur Zuneigung, du möchtest eine partnerschaftliche Liebe. Das ist auch "normal", aber deine Fixierung finde ich persönlich nicht mehr normal.
 

Benutzer12529 

Echt Schaf
Ich kann einige meiner Schwächen so wenig leiden, dass ich niemals einen Menschen lieben könnte, der sie auch hat.
dann solltest du deine schwächen akzeptieren oder/und sie ausbessern oder gar beseitigen, damit du dich erstmal selbst lieben kannst.
wenn du dich selbst nicht lieben kannst, wie soll es da jemand anders können?
 

Benutzer121975 

Benutzer gesperrt
dann solltest du deine schwächen akzeptieren oder/und sie ausbessern oder gar beseitigen, damit du dich erstmal selbst lieben kannst.
wenn du dich selbst nicht lieben kannst, wie soll es da jemand anders können?
Sag ich ja Akzeptieren :zwinker:!

Schwächen kann man in den seltensten Fällen ausbessern oder beseitigen,auch eine Therapie kann das oftmals nicht!
Vielmehr wird daran gegarbeitet Stärken zu Stärken damit die Schwächen gar nicht mehr so ins Gewicht fallen.
 

Benutzer132552 

Meistens hier zu finden
Hallo WulfricD,

seit Wochen verfolge ich intensiv Deine Threads und habe mich nun extra angemeldet, da ich mich nicht mehr zurückhalten kann, meinen Senf dazu zu geben – obwohl Du schon reichlich Hilfe und Lösungsansätze aus ganz verschiedenen Richtungen bekommen hast. Ich finde Deinen Thread hochinteressant, daher möchte ich versuchen, Deine Situation noch einmal ein wenig systematisch zu analysieren und gegebenenfalls anschließend die hoffentlich richtigen Schlüsse zu ziehen, ohne Dich zwanghaft ändern zu wollen. Das klappt sowieso nicht. Es wird ein längerer Text, trotzdem wird er lückenhaft bleiben. Aber vielleicht regt er Dich an, Deine Situation noch einmal zu durchdenken und vom einen oder anderen Ansatz her neu zu ordnen:

1) Du willst eine Freundin finden. Aber warum eigentlich? Du hast – nach eigener Aussage – einen großen Freundeskreis, Sex steht für Dich nicht an erster (und angeblich noch nicht einmal an zweiter) Stelle. Also möchtest Du entweder unbedingt eine Freundin haben, weil jeder eine hat, weil es einfach dazu gehört, oder, um nicht einsam zu sein. Um, und so hast Du es vor Wochen glaube ich einmal geschrieben, Deine Erlebnisse mit ihr teilen zu können, um jemanden zu haben, der Dir zuhört, mit dem Du Dein Leben teilen kannst.

2) Du bist hier schon tausendmal rauf und runter analysiert worden. Aber eines habe ich noch nicht gelesen, was sich für mich wie ein roter Faden durch deine Threads zieht: Ich halte Dich trotz all Deiner Unsicherheit in Beziehungsdingen für ausgesprochen arrogant. Bildungsarrogant. In jedem zweiten Beitrag merkst Du an, wie wahnsinnig erfolgreich Du in Deinem Studium bist. Dass Du Dich nur für intellektuell anspruchsvolle Dinge (und Damen) interessierst. Dass optisch nur die Besten für Dich in Frage kommen. Dass Du trotz Deiner jungen Jahre auf dem Weg zur Promotion bist. „Meine Studentin“, „in meinem Seminar“..., das zieht sich durch Deine Beiträge. Eine Studentin, die ein schlechtes Referat abgeliefert hat, ist gleich „raus“. Unter Deiner Würde, unter Deiner Interessenlage. Das mag nicht jede(r). Im Gegenteil, damit bist auch Du bei der großen Mehrheit Deines Dunstkreises „raus“.

3) Du schränkst Dich ein. Du suchst: eine intelligente Frau, die aber nicht „dem intellektuellen Typus“ entspricht, sondern scharf aussieht (nur um nicht missverstanden zu werden: ein Gegensatz für Dich, nicht für mich. Ich finde, Frauen vom „intellektuellen Typus“ können megascharf aussehen. Und warum? Weil ich Intellekt per se ziemlich attraktiv finde). Sie sollte darüber hinaus dem gängigen Schönheitsideal /-klischee entsprechen, inklusive Makeup und Kleidung. Weiterhin sollte sie den Großteil Deiner Interessen teilen. Natürlich sollte sie auch nicht zu alkoholaffin und hemmungslos feierwütig sein. Um auch hier nicht missverstanden zu werden: ich akzeptiere Deine Haltung zum Alkoholkonsum, sie wird Deine Zielgruppe aber weiter verringern. Und sie sollte politisch interessiert mit konservativer Grundausrichtung sein.

4) Beginnen wir, in Deinem universitären Umfeld zu rechnen: Intelligent genug für Deine Ansprüche sind höchstens 50 % des Panels (trotz Uni können wir keine höhere Quote annehmen, wie wir am Referatsbeispiel sehen). Für Deine(!) Ansprüche richtig gut aussehen und zurechtgemacht sein, da nehmen wir mal 25 % (so, wie Du das für Dich definierst, ist das schon eine sehr hohe Quote). Konservativ denkend und politisch interessiert, das wird verdammt schwierig, da kann ich in Deinem aktuellen Umfeld und in Deiner Altersklasse beim besten Willen nur 10 % annehmen. Möglichst nicht mehr als zwei, drei Bier trinken, wahrscheinlich keinesfalls rauchen, na gut, 25 %. Nun schätze ich Dich so ein, dass Du weder seitens Deines Vollstreckerinstinktes, noch moralisch (und das ehrt Dich) gebundene Frauen in Dein Beuteschema einbeziehst: 20 %, der Rest hat aktuell einen Partner.

Als naturwissenschaftlich beschlagene Menschen fangen wir jetzt an zu rechnen: 0,5 x 0,25 x 0,1 x 0,25 x 0,2 = 0,000625 oder 0,625 Promille oder 625 ppm. Nun weiß ich nicht, wo Du studierst, nehmen wir eine mittelgroße Hochschule mit 30.000 Studenten, davon rechnen wir der Einfachheit halber die Hälfte heterosexuelle Frauen: 15.000 x 0,000625 = 9,375 Frauen, wir runden auf 10. Zehn Frauen in der Studentenschaft Deiner Uni, die Deinen Ansprüchen genügen. Und das von A wie Architektur bis Z wie Zahnmedizin, vom ersten bis zum achten Semester (wer nicht in der Regelstudienzeit fertig wird, zählt wie ein schlechtes Referat). Und auf die musst Du nun auch noch attraktiv wirken: 10%. Also: Es gibt genau eine Frau für Dich an Deiner Uni. Da findest Du eher die Nadel im Heuhaufen. Und nein, ich habe nicht so lange gerechnet, bis die "eins" rausgekommen ist. Das hat sich ohne Mogeln so ergeben.

5) Jetzt müssen wir folgern, dass es für Dich quasi ausgeschlossen ist, eine passende Partnerin zu finden, solange Du wie in den letzten 22 Seiten geschehen sklavisch an Deinem Anforderungskatalog festhältst. Da werden auch kein Tatortcafé und kein Unisport-Kurs „Rudern“ helfen. Du musst Dein Anforderungsprofil oder Dein Umfeld ändern. Das ist jetzt keine neue Erkenntnis, aber sie ist jetzt naturwissenschaftlich belegt. qed. Alternativ bleibt Dir nur, die Suche nach einer Freundin erst einmal aufzugeben und Frieden mit Deinem Single-Dasein zu schließen.

Ich nehme mir noch meine und Deine Zeit, diese Alternativen zu beleuchten:

a) Anforderungsprofil ändern: Da sehe ich nur Möglichkeiten im „Aussehen“. Es wird Dir weder gelingen, Deine politisch-moralische Grundhaltung auf links-alternativ zu drehen, noch das Saufen anzufangen, noch PU zu betreiben. Deine Ansprüche an Interessen und Intellekt runter zu fahren, geht gar nicht, für Dich wird ja schon eine Frau unattraktiv, wenn sie ein Referat verhaut. Sei Dir sicher (erster Allgemeinplatz dieses Textes): Eine Frau, die Deinen intellektuellen Ansprüchen genügt, Deine Interessen und Deine Wertvorstellungen teilt, wird von selbst attraktiv. Und es ist auch scheißegal, wenn sie von der ach so bösen "Freundesschiene" kommt. Woher denn sonst bei Deinen Ansprüchen?

Wenn Sie aber unbedingt dem gängigen Schönheitsideal entsprechen soll, stellt sich die Frage, ob Du sie überhaupt als Mensch zur Freundin haben möchtest, oder nur, um mit ihr Deine eh blendende Selbsteinschätzung weiter zu stützen und zur Perfektion zu treiben. Auch hier möchte ich nicht missverstanden werden: das soll nicht heißen, dass Du jede halbwegs intelligente Schabracke anbaggern sollst, aber bestimmt hat schon Deine Oma gesagt: „Wahre Schönheit kommt von innen.“ Und erschließt sich dem Betrachter häufig erst auf den zweiten Blick, dafür aber nachhaltig. Vielleicht hat ja Deine Oma auch gesagt: "Schönheit vergeht, Klugheit besteht". Ich finde, wahre Schönheit vergeht nicht, sie altert nur. Aber Einheitsaussehen nach Mainstreamgeschmack vergeht verdammt schnell, schau Dich mal eine Generation höher um. Und Du suchst doch für länger, oder?

b) Umfeld ändern: Jetzt begebe ich mich auf gewagteres Terrain: Die Frauen, die Du suchst, findest Du nicht im Alltag, Du findest sie eher in mehr oder weniger abgeschlossenen Strukturen, die Du (be)suchen müsstest. Unverfänglich fallen mir da ein: Literaturzirkel, wissenschaftliche Vereinigungen (im Sprachencafé bist Du ja schon auf so einer Schiene). Dann fallen mir ein: Kirchen, Glaubensgemeinschaften, Wohlfahrtsgesellschaften, Parteien, Jungorganisationen von Parteien, Studentenverbindungen, Linedance-Clubs, Folkloregruppen,... Dies nur als chaotische, unvollständige und völlig wertfreie Aufzählung. Du kannst von jeder dieser Gemeinschaften und Betätigungsfelder halten, was Du willst und einige sofort kategorisch ausschließen, aber hier hast Du sicher Möglichkeiten, den Prozentsatz im Bereich Intellekt oder moralische Grundvorstellung oder politische Einstellung oder Singlequote, oder, oder, oder… zu erhöhen. Wichtig ist, dass Du Dich abseits des Mainstreams bewegst. Oder buche eine Bildungsreise, oder eine Wanderreise. Die gibt es auch für die Zielgruppe „junge Menschen“, und da ist der Singleanteil signifikant höher, als in der „freien Wildbahn“. BTW: Ich habe mal eine Angehörige einer christlichen Glaubensgemeinschaft abseits der Standardkirchen kennen gelernt. Sie erfüllte alle Deine Ansprüche an Intellekt, Bildung, Aussehen, Alkoholkonsum, Nachrangigkeit des Sexes. Sie war auch nicht besonders gläubig und nicht Mitglied einer besonders abgefahrenen Sekte, trotzdem war ihre, nennen wir es neutral "Vereinszugehörigkeit", für mich ein No Go. Sie soll hier nur als Beispiel dienen, dass es Die, die Du suchst, irgendwo gibt. Aber mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht im Hörsaal neben Dir, und noch weniger wartet sie in der Disco darauf, dass Du PU zelebrierst. Und Du wirst sie keinesfalls kennen lernen, wenn Du Dich beim gemeinschaftlichen Tatortgucken krampfhaft in einen bestehenden Bekanntenkreis drängst, da gibt es zu wenig wirkliche Interessenüberschneidung.

Du brauchst nicht zu schreiben, dass Du für den folgenden Vorschlag keine Zeit hast, das weiß ich schon. Trotzdem: Solltest Du richtig tierlieb sein und Dir die notwendige Zeit, die ich für absolut notwendig erachte, nehmen können, schaff Dir einen Hund an. Hast Du mal gesehen, wie Frauen auf Hunde(besitzer) abfahren? Deine Kontaktquote wird ins Unermessliche steigen. Bevor es Kritik hagelt: das geht nur, wenn Du den Hund auch wirklich liebst und für ihn da sein kannst und ist somit wahrscheinlich eher theoretisch. Ansonsten: Leih Dir einen als Hundeausführer.

c) Frieden mit Deinem Single-Dasein machen: Dies ist für mich der zurzeit vielversprechendste, wenn nicht gar der einzig mögliche Ansatz, für Dich aber besonders schwierig. Du bist, wie ich Dir oben unter dem Schlagwort „Arroganz“ bereits unterstellt habe, grundsätzlich mit Dir im Reinen, findest Dich größtenteils toll. Nur die Freundin fehlt. Versuche, Dich von der ursprünglichen Frage „was muss ich in meinem Leben…“ zu lösen, sondern mach nur noch das, was Dir Spaß macht. Mach es für Dich. Mach es jetzt. Mach es immer. Jetzt verfalle ich noch einmal in wenig lösungsorientierte und bereits ausführlich zitierte Allgemeinplätze: Die Frauen riechen, wenn Du etwas nur machst, um "Sie" kennen zu lernen und erst recht zu Deiner Partnerin zu machen. Und das macht Dich extrem unattraktiv. Beim errechneten Prozentsatz Deiner potentiellen Partnerinnen ist das noch einmal mindestens eine Zehnerpotenz und somit eine Katastrophe, führt es doch zu einer 0,1. Und auch wenn Du es nicht glauben magst: In dem Moment, in dem Du Dich von Deinem verzweifelten Suchen befreit hast, wird es klappen. Ich kann es Dir nicht versprechen, aber die Wahrscheinlichkeit ist sehr hoch. Und um bis dahin nicht der Einsamkeit zu verfallen: siehe b).

d) Noch drei weniger hilfreiche Ansätze, die ich mir trotzdem nicht verkneifen kann.

Erstens: Warten. So circa ab 35 drehen sich Angebot und Nachfrage zwischen den Geschlechtern. Dann musst Du aber bereit sein, auch eine geschiedene / getrennte Frau eventuell mit Kind zu akzeptieren. Und es ist für Dich noch lange hin, bis dahin hilft nur c).

Zweitens: Geh Deinen erfolgreichen Weg weiter und verdien so schnell wie möglich so viel Knete wie möglich. Das macht attraktiv, dann klappt es mit Deinen äußerlichen Ansprüchen, die junge "Dame" wird an Deinen Lippen hängen und Deiner Weisheit lauschen (zumindest anfangs, bis ihr das langweilig wird). Aber ob es mit dem Intellekt nach Deinen Vorstellungen klappt, wage ich ehrlich gesagt zu bezweifeln.

Drittens: Zweckehe. Ist in unserer Gesellschaft nicht mehr wirklich en vogue und finde ich auch schrecklich. Aber selbst dafür gibt es Institute und sogar Webseiten, die Dir helfen können (enger Bezug zu b). Vielleicht gibt es da die Hochwohlgeborene, die Du suchst. Gutaussehend, intelligent, intellektuell, reich und daher schon viel zu oft betrogen ("reich" gehört immerhin nicht zu Deinen Anforderungen). Das ganze ohne den ganzen Schweinkram, jedenfalls nicht so oft...

So, und jetzt zum Abschluss noch ein bisschen mehr Zynismus: Hast Du eigentlich mal darüber nachgedacht, dass es die Göttin, die Du suchst, wirklich geben könnte? Für Dich toll aussehend, intellektuell, intelligent, einfühlsam, geduldig? Und sie verliebt sich auch noch in Dich? Und Du Dich in sie? Und dann seid Ihr zusammen, die Diskussion kippt, sie läuft aus, hält Dir den Hintern hin, stöhnt „f*** mich“ und riecht so richtig nach Frau? Ja, das gibt es. Auch bei hochintelligenten und außerordentlich intellektuellen Frauen. Aber irgendwie habe ich das Gefühl, dass es das dann auch schon wieder für Dich gewesen sein wird…

Ich hoffe, trotz einiger harter Worte und zynischer Ansätze habe ich Dir helfen können. Wahrscheinlich hat das eine oder andere Wort weh getan, und das Eine oder Andere stimmt so gar nicht. Du musst dies nicht rauspicken und widerlegen, das bringt Dich nicht weiter. Konzentrier Dich auf das, was Deiner Meinung nach an meinem Text stimmt, es ist bestimmt etwas dabei. Und glaub mir bitte: Dir zu helfen war mein Ziel.
 

Benutzer44981 

Planet-Liebe Berühmtheit
Aber warum glaubst du, tue ich mir so schwer mit der Umsetzung eurer Ratschläge? Etwa weil es mir Spaß macht? Ich kann dir versichern, dass es nicht der Fall ist! Aber es ist nun mal nicht so einfach, wie du dir das vielleicht vorstellst. Es gibt irgendetwas, was mich daran hindert, mich zu überwinden, mit dem ständigen Nachdenken über die Vergangenheit, die Gegenwart oder die Zukunft, endlich aufzuhören, usw. Ich habe das Gefühl, es nicht zu können, die Fähigkeiten dazu nicht zu besitzen.

Die Vergangenheit ist nun mal vorbei und lässt sich nicht mehr ändern. Da ist es dann auch völlig sinnlos, verpassten Chancen nachzutrauern.
Das einzig Sinnvolle, was du mit unschönen Dingen aus Vergangenheit tun kannst, ist, daraus zu lernen und Konsequenzen zu ziehen, um die Gegenwart und Zukunft besser zu gestalten.
Aber alle "Hätte, wäre, wenn"-Gedankenspiele bringen dich keinen Schritt weiter, sondern ziehen dich nur runter.

Und was würdet ihr generell an meiner Stelle machen? Was würdet ihr zum Beispiel als erstes machen?
Zum Tatort-Café gehen, eine Gruppe von sympathisch aussehenden Leuten ausfindig machen und fragen, ob ich mich dazu setzen darf. (Oder alternativ früher hin gehen und hoffen, dass sich jemand zu dir setzt)
Irgendwo musst du einfach mal über deinen Schatten springen! - Sonst wirst du keinen Schritt weiter kommen.

Ja, du hast Recht. Im Grunde genommen muss ich es schaffen, mir einzureden, dass mein Versagen in Sachen Liebe rein gar nichts mit meiner Persönlichkeit zu tun hat, auch wenn es in Wirklichkeit nicht unbedingt stimmt. Aber es ist, wie ich mittlerweile glaube, tatsächlich notwendig, denn der eigentliche Grund, weshalb ich gewisse Aspekte meiner Persönlichkeit hasse, ist eben, dass ich der Meinung bin, dass sie es neben Sachen wie Pech sind, die mich bisher daran gehindert haben, eine Freundin zu finden.

Ich halte es nicht für sinnvoll, sich selbst zu belügen und sich einzureden, dass die eigene Persönlichkeit überhaupt nichts mit dem geringen Erfolg bei der Partnersuche zu tun hat.
Du bist viel zu intelligent und realistisch, um dich so weit selbst belügen zu können, dass du ernsthaft glaubst, dass deine Schüchternheit keine Auswirkungen auf dein Sozialleben und deine Partnersuche hat.

Aber du solltest so weit kommen, dass du im Großen und Ganzen mit dir zufrieden bist.
Dazu kannst du sicherlich versuchen, den einen oder anderen "Makel" zu beseitigen. Aber die Dinge, die du nicht verändern kannst, musst du eben akzeptieren.

Mir fällt es sehr schwer, dazu ein Beispiel mit Bezug auf die Charaktereigenschaften zu finden... aber die grundlegende Sache möchte ich deshalb im Bezug auf körperliche, bzw. optische Eigenschaften noch mal darstellen:
Ich habe einfach die Veranlagung dazu, sehr dünn zu sein und nicht (oder zumindest nicht ohne einen sehr großen Aufwand) zunehmen zu können. Aber trotzdem habe ich es durch regelmäßiges Training geschafft, meine Figur im Rahmen meiner Möglichkeiten zu optimieren, so dass ich kein dürrer Schwächling mehr bin, sondern ein trainierter, drahtiger Sportler. Ich bin zwar kein Kraftprotz, aber trotzdem kann ich Leute mit meiner körperlichen Leistungsfähigkeit beeindrucken, weil sie mir viel zu wenig zutrauen... und auf diese Leistungsfähigkeit und auch auf meine Figur, die das Ergebnis von jahrelangem Training sind, bin ich auch ein wenig stolz.
Ich würde mir zwar nach wie vor mit ein paar kg mehr auf den Rippen besser gefallen... aber auch so bin ich mit meinem Körper und meinem Aussehen durchaus zufrieden und kann gut damit leben, wenn ich nicht zunehme.
 
K

Benutzer

Gast
Nach dem genialen, amüsanten, überaus einfallsreichen und mMn. absolut treffenden Text von Horst K. (Chapeau!!) ist eventuell noch eine kleine Anmerkung oder auch Frage zu deinem Problem hinzuzufügen: Könnte es sein das du einfach nur Angst hast?

All deine hohen Ansprüche an die Damenwelt, deine Mitmenschen im Allgemeinen und auch deine ständigen "Selbstanalysen" und Diskussionen um die Lösungsvorschläge zu deinem Problem zeugen für mich nur davon, dass du krampfhaft darum bemüht bist Ausreden dafür zu finden, warum etwas bei dir nicht funktionieren kann. Im Grunde würde ich sogar soweit gehen, dass es dir insgeheim nicht um eine wirkliche Lösung oder Verbesserung deines Problems geht, sondern in erster Linie darum, dich und deine Situation zu legitimieren und dein über Jahre aufgebautes Selbstbild des perfekten, erfolgreichen und intellektuellen "Übermenschen/-akademiker" vor dir selbst aufrecht zu erhalten. In der Wirklichkeit gerät dieses Image anscheinend ins Wanken und es kommt das des Sozialphobikers, "Obernerds" und das des "komischen Kauz" zum Vorschein, der von seinen Studenten und Bekannten insgeheim belächelt und verspottet wird, aber - Goffman in allen Ehren - ich schweife ab von dem ursprünglichen Thema: deiner Angst.

Mir drängt sich die Vermutung auf - wie Horst K. schon folgerichtig angedeutet hat - das du Angst davor hast, was wäre, wenn du tatsächlich eine Frau "abbekommen" solltest, denn insgeheim sprechen die Tatsachen für den erfolgreichen Umgang mit dieser (neuen) Situation gegen dich: Du bist eine 25-jährige Jungfrau, die zwar toll studieren, aber keinerlei Erfahrung im emotionalen Umgang mit Menschen hat, sich daher - auf eben dieser emotionalen Ebene - nicht auf andere Einlassen, bzw. sich öffnen kann. Dies zu "erlernen" oder sich dieser Angst zu stellen vermeidest du, in dem du dich auf eine Ebene begibst, auf der du Erfahrung hast, nämlich der vollkommenen Rationalisierung dieses Problems. Hier bewegst du dich auf sicherem Terrain und es kann dir nicht passieren, dass du dir die Blöße in dem Sinne gibst, dein Selbstbild fallen zu lassen. Statt dir einzugestehen, dass vor allem DU ein Problem hast, stellst du übersteigerte Ansprüche (welche im Übrigen stark geprägt sind von Klischeevorstellungen, die wenig bis gar nichts mit der Realität zu tun haben) und suchst rationale Entschuldigungen für dein "Versagen".

Die Frage ist nur, was hilft dir das jetzt? Ich würde dir nur empfehlen, dich einmal mit genauer mit dir selbst auseinander zu setzen, wenn nötig - wie es auch einmal vorgeschlagen wurde - mit Hilfe eines Psychotherapeuten. Hier in diesem Forum und von dieser Community wirst du keinerlei Lösung erhalten. Es wurden dir auf mittlerweile 23 Seiten nahezu alle möglichen Tipps und Ratschläge erteilt, die du allesamt verworfen hast. Es gibt jetzt einfach nichts mehr, was man dir sagen kann.

Ich wünsch dir auf deinem Weg viel Glück und Erfolg!
 

Benutzer114418 

Verbringt hier viel Zeit
Freunde sind nicht immer da. Freunde sind mit Problemen in diesem Ausmaß möglicherweise überfordert. Ja, vielleicht gibt es einige, die dir da ein Stück weit helfen können - aber dazu bist du doch gar nicht offen genug, oder? Freunde können dich nicht dazu bringen, dich zu akzeptieren - vor allem, da bei dir das Ausmaß der Nichtakzeptanz so groß ist. Freunde sind keine Therapeuten - und sie sollen es auch nciht sein.

Mein Hauptproblem ist doch nicht, dass ich mich nicht so akzeptiere, wie ich bin. Da habe ich wirklich große Fortschritte gemacht, auch wenn du es mir nicht glaubst und es tatsächlich noch Verbesserungsbedarf gibt. Nein, mein Problem ist, dass ich mich einfach nicht verliebe, und dass ich viel zu wenig mit potentiell interessanten Frauen zu tun habe. Hier ist jedes einzelne Wort wichtig, und du sollst dich hier auch genau an das halten, was ich sage, und meine Aussage nicht (über)interpretieren. Es ist nämlich so, dass ich durchaus potentiell interessante Frauen sehe, bsp. auf der Straße, aber ich habe ja nicht mit ihnen zu tun, sodass ich nicht an sie herankomme und somit nicht einmal die Chance habe, die näher kennenzulernen. Ein weiteres Problem ist meine Unerfahrenheit: Ich weiß nicht, wie so eine Annäherung funktioniert. Und ich habe auch Angst davor: Wenn ich dann vor Nervosität Bauchschmerzen haben, ist verschwinden auch alle positive Gefühle – und damit auch jegliche Lust.

Es ist natürlich möglich, dass du Recht hast und ich ein tiefgründigeres Problem habe, aber das ist mir nun mal nicht bewusst.

Doch, natürlich. Aber es darf nicht zu dem Fixpunkt werden, um den alles kreist. Und allein dieses Bedürfnis kann man durchaus auch anders stillen, zum Beispiel über ehrenamtliche Arbeit.

Es ist doch nicht das Gleiche, Leuten die einem sehr wichtig sind oder vollkommen fremden Menschen seine Liebe und Zuneigung zu schenken. Das kann man doch nicht vergleichen.

Bei dir geht es aber um ein ganz konkretes Bedürfnis: du möchtest nicht einfach nur Zuneigung, du möchtest eine partnerschaftliche Liebe. Das ist auch "normal", aber deine Fixierung finde ich persönlich nicht mehr normal.

Warst du 25 Jahre lang Single? Wenn nicht, kannst du in dem Fall auch nicht beurteilen, ob das normal ist oder nicht. Das können nur Leute, die tatsächlich so lange alleine waren und dazu noch charakterlich ähnlich gestrickt sind, wie ich. Achtung, damit will ich nicht faktisch alle Menschen ausschließen (es gibt bestimmt welche, die unter gleichen Bedingungen anders reagieren als ich), aber man kann nur vergleichen, was vergleichbar ist. Weißt du, ich habe noch nie Liebe erfahren, und ich sehne mich einfach sehr stark danach. Und wenn man es so lange nicht erfahren hat, ist die Sehnsucht umso grösser. Vielleicht ist sie nicht normal, vielleicht kann man etwas dagegen tun, aber ich möchte trotzdem mal endlich die Liebe erfahren.

Die Vergangenheit ist nun mal vorbei und lässt sich nicht mehr ändern. Da ist es dann auch völlig sinnlos, verpassten Chancen nachzutrauern. […] Aber alle "Hätte, wäre, wenn"-Gedankenspiele bringen dich keinen Schritt weiter, sondern ziehen dich nur runter.

Du hast Recht, und das weiß ich auch. Aber schaffst du es denn immer, solche Gedanken zu verweigern? Glaube mir, ich gebe mir Mühe, verzweifle aber langsam, weil mich die Vergangenheit auch immer wieder einholt – so zum Beispiel, wenn ich mit Freunden zusammen bin und wir über unsere Jugend reden.

Aber du solltest so weit kommen, dass du im Großen und Ganzen mit dir zufrieden bist.Dazu kannst du sicherlich versuchen, den einen oder anderen "Makel" zu beseitigen. Aber die Dinge, die du nicht verändern kannst, musst du eben akzeptieren.

Auch da hast du natürlich Recht, und auf dem Gebiet habe ich große Fortschritte gemacht, auch wenn noch viel Spielraum nach oben ist. Ich muss mir also weiterhin Mühe geben – und werde das auch tun.

dann solltest du deine schwächen akzeptieren oder/und sie ausbessern oder gar beseitigen, damit du dich erstmal selbst lieben kannst. wenn du dich selbst nicht lieben kannst, wie soll es da jemand anders können?

Das ist leichter gesagt, als getan. Ich stecke nämlich in einem Teufelskreis: Niemand kann ich mich lieben, wenn ich mich selbst nicht liebe; und ich liebe mich deshalb nicht, weil mich eben niemand liebt. So sieht es nämlich, in etwas zugespitzter Form, aus.

2) Du bist hier schon tausendmal rauf und runter analysiert worden. Aber eines habe ich noch nicht gelesen, was sich für mich wie ein roter Faden durch deine Threads zieht: Ich halte Dich trotz all Deiner Unsicherheit in Beziehungsdingen für ausgesprochen arrogant. Bildungsarrogant. In jedem zweiten Beitrag merkst Du an, wie wahnsinnig erfolgreich Du in Deinem Studium bist. Dass Du Dich nur für intellektuell anspruchsvolle Dinge (und Damen) interessierst. Dass optisch nur die Besten für Dich in Frage kommen. Dass Du trotz Deiner jungen Jahre auf dem Weg zur Promotion bist. „Meine Studentin“, „in meinem Seminar“..., das zieht sich durch Deine Beiträge. Eine Studentin, die ein schlechtes Referat abgeliefert hat, ist gleich „raus“. Unter Deiner Würde, unter Deiner Interessenlage. Das mag nicht jede(r). Im Gegenteil, damit bist auch Du bei der großen Mehrheit Deines Dunstkreises „raus“.

Du findest mich also arrogant, OK. Vielleicht wäre es hilfreich gewesen, wenn du den gesamten Thread gelesen hättest, denn dann wüsstest du nämlich Folgendes:

* Dass ich stets betone, dass ich gut im Studium bin, liegt daran, dass ich auch ehrlich sein will und deshalb zugeben muss, dass es durchaus auch Gebiete gibt, auf denen ich kein Versager bin. Ich habe übrigens auch mehrmals betont, dass ich auf dem Gebiet auch viel Glück hatte. Mit all dem wollte ich einfach nur sagen, dass ich in meinem Leben durchaus schon etwas erreicht habe, und dass es unehrlich wäre, zu behaupten, ich hätte in meinem ganzen Leben nur Pech gehabt, dass einfach alles so schrecklich ist, usw.

* Dass ich mit 25 Jahre promoviere, ist nichts Erstaunliches, da es in meinem Studiengang so verschult war, dass man gar keine andere Wahl hatte, als in der Regelstudienzeit zu studieren. Dass ich stolz darauf sein kann, schon so früh zu promovieren, haben andere Forumsmitglieder geschrieben – ich nicht.

* Auch habe ich niemals behauptet, dass ich mich nur für „intellektuell anspruchsvolle Dinge (und Damen)“ interessiere. Sind Schwimmen und Fahrradfahren, Comics Lesen und Krimis gucken etwa „intellektuell anspruchsvolle Dinge“? Und bei den Frauen ist es doch eher so, dass ich des Öfteren darauf hingewiesen habe, dass Frauen „des intellektuellen Typs“ nicht meinem Geschmack entsprechen.

Bevor man jemandem so etwas unterstellt, sollte man sich lieber ein bisschen besser informieren.

5) Jetzt müssen wir folgern, dass es für Dich quasi ausgeschlossen ist, eine passende Partnerin zu finden, solange Du wie in den letzten 22 Seiten geschehen sklavisch an Deinem Anforderungskatalog festhältst.

Du merkst schon, dass du meine „Aufforderungen“ schon sehr zuspitzt hast? Natürlich gibt es keine einzige Frau, die alle Kriterien, die ich irgendwann mal aufgezählt habe, erfüllt. Aber dir ist offenbar entgangen, dass mir manche von ihnen wichtiger sind, als andere: Bei manchen Sachen bin ich durchaus bereit, Kompromisse einzugehen, bei anderen eben nicht. Das ist vollkommen legitim, du verhältst dich bestimmt genauso. Ein Beispiel, das ich schon einmal genannt habe: Meine Freundin braucht nicht konservativ zu sein, aber sie sollte tolerant genug sein, um zu akzeptieren, dass ich es bin. Das ist ein gigantischer Unterschied.

c) Frieden mit Deinem Single-Dasein machen: Dies ist für mich der zurzeit vielversprechendste, wenn nicht gar der einzig mögliche Ansatz, für Dich aber besonders schwierig. Du bist, wie ich Dir oben unter dem Schlagwort „Arroganz“ bereits unterstellt habe, grundsätzlich mit Dir im Reinen, findest Dich größtenteils toll.

Ich soll mich „größtenteils toll“ finden? Tut mir leid, aber das ist der größte Quatsch, den ich hier seit Langem gesehen habe! Es ist doch vielmehr so, dass ich abgesehen vom Studium sehr an mir zweifle, dass ich mit meinem Aussehen nur bedingt zufrieden bin, dass mich meine Schüchternheit und mein mangelndes Selbstbewusstsein wahnsinnig machen, usw.

Die Frauen riechen, wenn Du etwas nur machst, um "Sie" kennen zu lernen und erst recht zu Deiner Partnerin zu machen. Und das macht Dich extrem unattraktiv. Beim errechneten Prozentsatz Deiner potentiellen Partnerinnen ist das noch einmal mindestens eine Zehnerpotenz und somit eine Katastrophe, führt es doch zu einer 0,1. Und auch wenn Du es nicht glauben magst: In dem Moment, in dem Du Dich von Deinem verzweifelten Suchen befreit hast, wird es klappen. Ich kann es Dir nicht versprechen, aber die Wahrscheinlichkeit ist sehr hoch. Und um bis dahin nicht der Einsamkeit zu verfallen: siehe b).

Und warum habe ich dann in der Jahren, in denen ich zufrieden mit mir und meinem Leben war, in denen ich auch unter Menschen gekommen bin, und überhaupt nicht nach einer Freundin gesucht habe, keine gefunden? Ja, warum?

Ich hoffe, trotz einiger harter Worte und zynischer Ansätze habe ich Dir helfen können. Wahrscheinlich hat das eine oder andere Wort weh getan, und das Eine oder Andere stimmt so gar nicht. Du musst dies nicht rauspicken und widerlegen, das bringt Dich nicht weiter. Konzentrier Dich auf das, was Deiner Meinung nach an meinem Text stimmt, es ist bestimmt etwas dabei. Und glaub mir bitte: Dir zu helfen war mein Ziel.

Dass du mir helfen willst, kann ich nur schwer glauben. Es gibt Menschen, denen ein so verfasster Beitrag einen Ruck gibt; ich rege mich nur darüber auf, sodass es vollkommen kontraproduktiv ist. Aber gut, das konntest du nicht wissen, du kennst mich ja nicht.

Zwar hat dein Beitrag ein paar interessante Ansätze beinhaltet, aber an einigen Stellen hast du einfach nicht die Dinge berücksichtigt, die ich hier über mich, mein Leben, mein Problem und meine Vorstellungen eine Freundin geschrieben habe, sodass Einiges in deinem Beitrag auch überhaupt nicht auf mich zutrifft.

Könnte es sein das du einfach nur Angst hast? […] Mir drängt sich die Vermutung auf - wie Horst K. schon folgerichtig angedeutet hat - das du Angst davor hast, was wäre, wenn du tatsächlich eine Frau "abbekommen" solltest, denn insgeheim sprechen die Tatsachen für den erfolgreichen Umgang mit dieser (neuen) Situation gegen dich: Du bist eine 25-jährige Jungfrau, die zwar toll studieren, aber keinerlei Erfahrung im emotionalen Umgang mit Menschen hat, sich daher - auf eben dieser emotionalen Ebene - nicht auf andere Einlassen, bzw. sich öffnen kann. Dies zu "erlernen" oder sich dieser Angst zu stellen vermeidest du, in dem du dich auf eine Ebene begibst, auf der du Erfahrung hast, nämlich der vollkommenen Rationalisierung dieses Problems. Hier bewegst du dich auf sicherem Terrain und es kann dir nicht passieren, dass du dir die Blöße in dem Sinne gibst, dein Selbstbild fallen zu lassen. Statt dir einzugestehen, dass vor allem DU ein Problem hast, stellst du übersteigerte Ansprüche (welche im Übrigen stark geprägt sind von Klischeevorstellungen, die wenig bis gar nichts mit der Realität zu tun haben) und suchst rationale Entschuldigungen für dein "Versagen".

Ich finde es ehrlich gesagt einfach nur gemein, dass du mir unterstellst, dieses ganze rationale Denken sei nur eine Strategie meinerseits. Glaubst du das denn wirklich? Glaubst du wirklich, dass ich für solche Spielchen Zeit habe und dass sie mir Spaß machen? Warum würde ich denn hier so viel Zeit verbringen (bei der Länge meiner Beiträge brauche ich manchmal schon 2 Stunden, um darauf zu antworten), wenn ich nicht ernsthaft nach einer Lösung suchen würde? Ich hätte wirklich gedacht, dass dir mittlerweile klar wäre, dass ich von Natur aus jemand bin, der extrem viel nachdenkt und extrem rational ist. Aber gut.

Vielleicht hast du Recht, aber dann handelt es sich bei mir um einen unbewussten Prozess. Es geschieht nämlich wirklich nicht bewusst. Aber wie würdest du die Sache denn angehen? Wie würdest du a) herausfinden wollen, was nun Sache ist und b) das Problem lösen, falls es das gibt?[DOUBLEPOST=1370389067,1370388775][/DOUBLEPOST]Leider scheinen einige von euch zu glauben, dass ich gar nicht an einer Lösung meines Problems interessiert bin und es mir nur darum geht, zu jammern, bzw. Ausreden zu finden, um nichtst machen zu müssen. Das trifft mich schon. Ich gebe mir wirklich Mühe, und bin der Erste, der durchdreht, weil eben nichts passiert. Ich bitte euch, mir das zu glauben. [DOUBLEPOST=1370389596][/DOUBLEPOST]Wahrscheinlich ist es besser, das Forum für eine Zeit lang zu verlassen: Ihr seid von meinen fehlenden Fortschritten, bzw. von meiner Untätigkeit nur genervt, und ich verzweifle immer mehr, weil ich sehe, dass ich nichts zustande bringe, dass ihr mich einfach nicht versteht. Ich muss wohl alleine mit meinem Problem klar kommen - wie immer. Ich weiss nicht, ob ich das schaffen werde. Eins ist aber sicher: So kann es nicht weitergehen... Ich wäre auch lieber glücklich: Schliesslich habe ich nur dieses eine Leben. Ich habe schon meine ganz Jugend verschwendet, ich will auch nicht noch meine wertvollen Jahre als junger Erwachsener verschwenden. Aber ich fühle mich so hilflos, bin so ratlos... Ich werde mir wirklich Mühe geben, in der nächsten Zeit ein bisschen etwas zu tun, um zumindest ein paar kleine Erfolgerlebnisse zu haben. Vielleicht macht es mir dann Mut und ermutigt mich, einen weiteren Schritt zu machen. Hoffentlich klappt es...[DOUBLEPOST=1370428424][/DOUBLEPOST]Es sind mir noch zwei Sachen eingefallen, die mir einfach nicht aus dem Kopf gehen:

1) Ihr habt mir schon des Öfteren gesagt, dass man sich dann verliebt und einen Partner findet, wenn man es am Wenigsten erwartet. Dafür gibt es natürlich auch gute Gründe: Man ist locker, nicht verkrampft, ist nicht verzweifelt auf der Suche, usw. Das leuchtet mir auch ein. Und trotzdem habe ich Schwierigkeiten, mir vorzustellen, wie das bei mir gehen sollte:

Erstens müsste ich es dafür erst einmal schaffen, mir generell weniger Gedanken zu machen und lernen, mein Gehirn mal abzuschalten. Bisher habe ich es trotz vieler Versuche noch nie geschafft; ich habe einfach keine Kontrolle über meine Hirnaktivität diesbezüglich. Und meistens ist es so, dass ich vor allem negative Erfahrungen nicht aus dem Kopf bekomme.

Dann ist es auch so, dass meine bisherigen Erfahrungen mich eher behindern, als dass sie mir nutzen, und zwar insofern, als ich es auch in den Jahren, in denen ich mit mir und meinem Leben im Wesentlichen zufrieden war, gar keine Freundin wollte und demzufolge auch keine gesucht habe, auch nicht geschafft haben, mich zu verlieben und eine Freundin zu finden. Irgendwie ist es schon ein Argument gegen die oben genannte, sehr verbreitete These, oder?

Nun aber glaube ich, dass mein bisheriger Misserfolg auch daran liegt, dass ich es nicht geschafft habe, die Bedingungen herzustellen, damit überhaupt richtige Chancen bestehen, eine Freundin zu finden: potentiell interessante Frauen kennenzulernen, locker mit ihnen umgehen, viel unter Menschen kommen, usw. Besteht aber nicht die Gefahr, wenn man dafür sorgt, dass diese Voraussetzungen erfüllt sind - indem man zum Beispiel extra an Orte geht, wo sich auch viele Frauen befinden, usw. -, dass man eben noch mehr an das Thema denkt und dann laut der oben genannten These seine Chancen, tatsächlich eine Freundin zu finden, erheblich einschränkt?

Vielleicht habt ihr ein paar Tipps, wie man aus dem Dilemma herauskommt. Ich habe mir dann schon viele Gedanken gemacht, und ihr habt mir auch schon Ideen gegeben, aber irgendwie ist alles nicht so einfach. Und zwar ist es so: Das Beste ist es, eine Freizeitaktivität zu finden, die einem gefällt und bei der man zusätzlich noch die Chance hat, mit potentiell interessanten Frauen zusammen zu kommen. Es geht vor allem darum, nichts zu machen mit dem einzigen Ziel, eine Partnerin zu finden. Nun ist es aber so, dass ich viel darüber nachgedacht habe, was für mich in Frage käme, und zwar gibt es sehr wohl die eine oder andere Sache, die ich mir unter Umständen vorstellen könnte, aber ich habe eben die Befürchtung, dass ich dadurch gar keine Frauen (und schon gar nicht welche aus meinem "Beuteschema") kennenlernen würde. Es reicht nämlich bei Weitem nicht, mit sich und seinem Leben zufrieden sein: Ich war ganz früher (noch früher als die oben angesprochene Zeit) als Einzelgänger sehr zufrieden, aber als Einzelgänger kommt man ja so wenig unter Menschen, dass man auch keinen Partner finden kann. Und heute ist es so, dass ich mit meinen Hobbys sehr zufrieden bin, und dass sie mir eigentlich vollkommen ausreichen - es sind aber welche, die man nahezu nur alleine nachgehen kann. Man muss also den berühmten Mittelweg finden, was mir bekanntlich nicht gelungen ist.

2) Es ist ja so, dass ich nicht gleich an die Gründung einer Familie denken soll, noch bevor ich die Frau überhaupt näher kennengelernt habe. Das heißt: Ich soll es auf mich zukommen lassen, alleine an die Gegenwart und nicht an die Zukunft denken soll. Auch das ergibt Sinn, und auch das fällt mir schwer.

Es ist natürlich einfacher für jemanden, der schon die Erfahrung gemacht hat, sich an diese zweite goldene Regel zu halten. Es gibt ja viele Menschen, bei denen die erste Beziehung eben auf Grund solcher Fehler den Bach heruntergeht. Beim zweiten Mal machen sie diesen Fehler womöglich nicht mehr. Aber für jemanden, der in so hohem Alter noch nie eine Beziehung hatte, ist es schon deutlich schwieriger. Und die Erfahrung zeigt, dass man oft nicht aus den Fehlern der Anderen lernen kann, sondern den Fehler selbst machen muss, um die richtigen Lehren daraus zu ziehen. Dass das stimmt, sieht man alleine schon daran, dass auf den unterschiedlichsten Gebieten jede Generation die nächste vor genau den gleichen Fehlern warnt und diese trotzdem immer wieder gemacht werden.

Aber nun zu mir: Mein Problem ist, dass ich das Gefühl habe, dass mir die Zeit davonläuft: Ich möchte schließlich eine Familie gründen, und zwar nicht erst im Alter von 40 Jahren. Das führt dann zwangsläufig dazu, dass ich schon an den dritten oder vierten Schritt denke, noch bevor ich den ersten gemacht habe. Dass ich das unbedingt ändern muss, ist mir inzwischen klar. Die Frage ist nur: wie? Wie kann ich einfach offen und locker an die Sache herangehen? Wie kann ich mir einreden, dass ich eben sehr wohl noch Zeit habe und keine Torschlusspanik haben muss? Indem ich es mir immer wieder sage? Ganz ehrlich: Ich weiß nicht, ob das bei mir wirklich etwas bringt. Aber andererseits muss ich meine Einstellung auf jeden Fall ändern.

Ich wäre euch wirklich sehr dankbar, wenn ihr dazu vielleicht ein paar Ideen hättet.
 
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Benutzer54399 

Planet-Liebe Berühmtheit
Sorry, hab gerade nicht die Zeit alles zu lesen, aber der Teil hier:

Du hast Recht, und das weiß ich auch. Aber schaffst du es denn immer, solche Gedanken zu verweigern? Glaube mir, ich gebe mir Mühe, verzweifle aber langsam, weil mich die Vergangenheit auch immer wieder einholt – so zum Beispiel, wenn ich mit Freunden zusammen bin und wir über unsere Jugend reden.

Es geht nicht darum die Gedanken zu verdrängen, sondern die entsprechenden Fehler beim nächsten Mal nicht mehr zu machen. Für mich waren früher diese "was wäre wenn"- und "hättest doch mal"-Gedanken am schlimmsten. 10x schlimmer als jede Abfuhr, wenn ich mich z.B. getraut habe eine anzusprechen.
 

Benutzer78662  (33)

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Hey,

nochmal ein paar zusammengewürfelte Gedanken von mir:

Hier wird öfter geschrieben, Dein Problem wäre ein zu rationales Vorgehen, Du würdest viel zu viel nachdenken etc. Ich bin da glaube ich ein bißchen anderer Meinung, zumindest was Ersteres angeht, die zweite Formulierung passt vielleicht besser. Du denkst zwar viel nach, aber nicht wirklich rational, und deshalb ist auch Dein Handeln teilweise nicht zielgerichtet. Zwar wirkt es auf den ersten Blick anders - Du versuchst immer, Begründungen für Deine Situation zu finden, Kausalzusammenhänge herzustellen, Ursachen aufzudecken. Bloß läuft das, was Du vermutlich in anderen Bereichen hervorragend kannst, natürlich bei Dir selbst schief, natürlich, da es erstmal bei Dir keinen objektiven Standpunkt zu Dir selbst gibt, der gerade die Voraussetzung dafür ist, vernünftige Schlußfolgerungen über einen Gegenstand zu ziehen. Was Du Dir vermeintlich logisch erklärst, wirkt für mich vielmehr durch Deine Ängste und teilweise ziemlich engstirnigen und weniger aus Erfahrung, mehr aus Vorurteilen gespeisten Vorstellungen geprägt, wie etwas - ein Kennenlernprozeß, eine Frau, eine Beziehung, usw. - zu sein hat.

Beispiel: Tatort-Café. Alle Tische sind mit Gruppen besetzt, also musst Du unverrichteter Dinge wieder gehen, denn irgendwo dazusetzen ist komisch, außerdem wollen bestimmt alle unter sich bleiben, Deine Laune ist ohnehin sofort im Keller, daher bringt es sowieso nichts, noch länger zu bleiben, schnell raus, das wars.

Die tatsächlich rationale bzw. zielgerichtete Überlegung wäre z.B.: a) Genau deshalb viel früher kommen. Gut, das geht jetzt nicht mehr. Also b): OK, hier ist alles voll. Mein erster Impuls ist, gleich wieder zu gehen, aber das kommt daher, daß ich Angst habe, einfach so auf Fremde zuzugehen. Die will ich aber ablegen, also bleibe ich hier. Es herrscht keine Lebensgefahr, das Schlimmste, was mir passieren kann, ist der ziemlich unwahrscheinliche Fall, daß ich mich hier total zum Horst mache. Selbst dann ist das kein Drama, niemand kennt mich hier, ich muß diese Leute nie wieder sehen. Also frage ich jetzt, ob dieser Stuhl noch frei ist, die anderen werden vermutlich ja sagen, ich werde mich hinsetzen. Falls er schon besetzt ist, frage ich woanders. Dann werde ich den Tatort sehen und kucken, was passiert. Selbst wenn die Tischnachbarn unter sich bleiben wollen, habe ich es geschafft, meine Angst zu überwinden und das ist ein Erfolg. Wenn sie mir nett erscheinen, könnte ich fragen, ob sie noch etwas trinken wollen, wenn ich mir selbst etwas hole - vielleicht ergibt sich daraus ein Gespräch, sei es über Trinkgewohnheiten. (.......)

Verstehst Du? Du solltest Deine zweifelsfrei vorhandenen kognitiven Fähigkeiten nutzen, um genau dahin zu kommen. Dazu braucht es Selbstdisziplin, man muß sich selbst zwingen, sich nicht von seinen Ängsten, Vorurteilen und sonstigen Emotionen unterjochen zu lassen. Andererseits zeigt doch Dein Erfolg im Studium, daß Du diese Selbstdisziplin sehr wohl besitzt, Du mußt nur erkennen, daß Du genau den Willen, mit dem Du Dich vielleicht schon das ein oder andere Mal Montag Morgen aus dem Bett und in die Uni gequält hast, obwohl Du eigentlich keine Lust hattest und alles blöd war, auch im zwischenmenschlichen Bereich anwenden mußt. Genauso wie Du etwa dort Dein subjektives "kein-Bock-will-schlafen"-Empfinden beiseite schiebst, mußt Du Dir auch hier diesen objektiven Standpunkt erschaffen, mit dem Du Deine subjektiven und hinderlichen Empfindungen in solchen Momenten überwinden kannst. Denn sobald dieses negative Gedankenkarussell einmal angeworfen ist, ist die Chance wieder vertan. Wenn Dich Deine Unsicherheit dominiert, fängst Du an, alles so zu interpretieren, daß es diese Unsicherheit bestätigt. Das ist der eigentliche Teufelskreis.

Es hängt bei Dir eben sehr viel zusammen - Deine soziale Unsicherheit, die Frustration über diese Eigenschaft an Dir, daraus resultiert, daß Du mit Dir selbst unzufrieden bist, daher stoßen Dich so viele Frauen ab, weil Du Dich zum Teil in ihnen wiedererkennst und Du verrennst Dich stattdessen in ein Frauenwunschbild, das sich vermutlich daraus generiert, daß Du es Dir aus den Frauen zusammenbastelst, die üblicherweise solche Männer zum Freund haben, wie Du manchmal selbst gerne einer wärst - dazu Deine von Dir selbst aufwendig gerechtfertigte Hemmschwelle, Dich den Frauen zu öffnen, zu denen Du tatsächlich schon Zugang hättest, weil Du mangels Erfahrung wahrscheinlich Angst vor dem unbekannten Terrain hast - Deine Ansprüche, die Du Dir daher zurechtlegst...

Irgendwo mußt Du anfangen, und nachdem Du Dich weiterhin hartnäckig gegen eine Therapie sträubst, halte ich die soziale Unsicherheit für den besten Ansatzpunkt.

Denn diese Unsicherheit bestimmt Deine Wahrnehmung nach außen und nach innen, und das führt zu Deinem Dilemma - auf gut deutsch: die Frauen, die Du haben könntest, willst Du nicht, und die, die Du willst, sind unerreichbar.
 
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Benutzer121975 

Benutzer gesperrt
Warst du 25 Jahre lang Single? Wenn nicht, kannst du in dem Fall auch nicht beurteilen, ob das normal ist oder nicht. Das können nur Leute, die tatsächlich so lange alleine waren und dazu noch charakterlich ähnlich gestrickt sind, wie ich. Achtung, damit will ich nicht faktisch alle Menschen ausschließen (es gibt bestimmt welche, die unter gleichen Bedingungen anders reagieren als ich), aber man kann nur vergleichen, was vergleichbar ist. Weißt du, ich habe noch nie Liebe erfahren, und ich sehne mich einfach sehr stark danach. Und wenn man es so lange nicht erfahren hat, ist die Sehnsucht umso grösser. Vielleicht ist sie nicht normal, vielleicht kann man etwas dagegen tun, aber ich möchte trotzdem mal endlich die Liebe erfahren.

Ich aber 29 Jahre :zwinker:,ich kenne Liebe auch nicht wirklich,weder von meiner Mutter noch sonst wem!
Klar gibt es dann und wann Phasen so dieses Sehnsucht stärker ist,man darf sich bloß nicht davon überwältigen lassen!
Und ich glaube das es nicht normal ist,aber verständlich wenn man dieses Gefühl noch nie gehabt hat,es nie bekommen hat,da ist dann meißtens noch ganz viel Kindliches in einem das Geliebt werden will!
Es ist also nicht so sehr der erwachsene Mensch sondern das innere Kind!

Das ist leichter gesagt, als getan. Ich stecke nämlich in einem Teufelskreis: Niemand kann ich mich lieben, wenn ich mich selbst nicht liebe; und ich liebe mich deshalb nicht, weil mich eben niemand liebt. So sieht es nämlich, in etwas zugespitzter Form, aus.

Nein nicht ganz,man macht es sich selbst so schwer,warum das weiß ich noch nicht!
Genau so wie es komisch ist das Frauen so sieht es zumindest aus weniger Probleme mit dem allen haben........

Ich hab mich mal mit einer Jungen Frau in einem Forum unterhalten,23 Jahre alt und eigendlich ganz lieb :smile:,sie hat oft :flennen: und gemeint das sie ja für immer alleine bleibt,das sie ja niemand lieben kann...................

Dann ist es passiert das sie einen Kerl im Forum kennengelernt hat,es kam zu einer Beziehung,es gab Liebe ja sie ist sogar keine Jungfrau mehr!

Diese Geschichte hat allerdings nicht lange gehalten,jetzt ist sie wieder am genau selben Punkt wie vorher nur das sie jetzt noch davon überzeugt ist das sie ja niemand lieben kann,denn der Typ hat sie ja verlassen weil sie nicht liebenswert ist............... wenigstens konnten wir sie jetzt überzeugen doch endlich eine Therapie zu machen weil es stimmt das dies alles dich auch nicht Glücklicher .............macht!
 

Benutzer44981 

Planet-Liebe Berühmtheit
Mein Hauptproblem ist doch nicht, dass ich mich nicht so akzeptiere, wie ich bin. Da habe ich wirklich große Fortschritte gemacht, auch wenn du es mir nicht glaubst und es tatsächlich noch Verbesserungsbedarf gibt. Nein, mein Problem ist, dass ich mich einfach nicht verliebe, und dass ich viel zu wenig mit potentiell interessanten Frauen zu tun habe.

Vielleicht hängen diese Probleme ja auch miteinander zusamen.
Es gibt ein schönes Zitat von wegen "Die Frau ist die einzige Beute, die ihrem Jäger auflauert" (oder zumindest so ähnlich) und ich glaube, dass da schon etwas Wahres dran ist.
Wenn du mit dir selbst zufrieden bist und selbstbewusst durchs Leben gehst, hast du einfach eine ganz andere Ausstrahlung und wirst auf deutlich mehr Frauen attraktiv wirken als derzeit und dann werden dir diese Frauen auch viel eher die Gelegenheit dazu geben, sie kennenzulernen.




Hier ist jedes einzelne Wort wichtig, und du sollst dich hier auch genau an das halten, was ich sage, und meine Aussage nicht (über)interpretieren. Es ist nämlich so, dass ich durchaus potentiell interessante Frauen sehe, bsp. auf der Straße, aber ich habe ja nicht mit ihnen zu tun, sodass ich nicht an sie herankomme und somit nicht einmal die Chance habe, die näher kennenzulernen. Ein weiteres Problem ist meine Unerfahrenheit: Ich weiß nicht, wie so eine Annäherung funktioniert. Und ich habe auch Angst davor: Wenn ich dann vor Nervosität Bauchschmerzen haben, ist verschwinden auch alle positive Gefühle – und damit auch jegliche Lust.
Könnte es vielleicht sein, dass du nur die Frauen willst, die dir unerreichbar erscheinen, weil du damit einen guten Grund dazu hast, dich nicht zu irgendwelchen unsicheren Schritten in Sachen Annäherung überwinden zu müssen?

Du hast Recht, und das weiß ich auch. Aber schaffst du es denn immer, solche Gedanken zu verweigern? Glaube mir, ich gebe mir Mühe, verzweifle aber langsam, weil mich die Vergangenheit auch immer wieder einholt – so zum Beispiel, wenn ich mit Freunden zusammen bin und wir über unsere Jugend reden.
Nein. Ich schaffe das nicht immer... aber ich schaffe es mit den bereits genannten Argumenten ziemlich gut, diese durchaus mal aufkommenden Gedanken sehr schnell wieder aus der Welt zu schaffen.
Nur mit dem Lernen aus in der Vergangenheit gemachten Fehlern und verpassten Chancen hapert es manchmal ein wenig...

Das ist leichter gesagt, als getan. Ich stecke nämlich in einem Teufelskreis: Niemand kann ich mich lieben, wenn ich mich selbst nicht liebe; und ich liebe mich deshalb nicht, weil mich eben niemand liebt. So sieht es nämlich, in etwas zugespitzter Form, aus.
Aus diesem Teufelskreis gibt es aber nur einen Ausweg: Du musst es irgendwie schaffen, auch ohne Partnerin zumindest im Großen und Ganzen so weit mit dir zufrieden zu sein, dass du über den einen oder anderen Makel und das eine oder andere Problem mehr oder weniger entspannt hinweg sehen kannst, ohne daran zu verzweifeln.

Und warum habe ich dann in der Jahren, in denen ich zufrieden mit mir und meinem Leben war, in denen ich auch unter Menschen gekommen bin, und überhaupt nicht nach einer Freundin gesucht habe, keine gefunden? Ja, warum?
Naja... wer irgendwo im stillen Kämmerchen sitzt und keine Dinge macht, bei denen er Frauen kennenlernen könnte, wird auch keine Fraue kennenlernen. - Auch wenn er voll und ganz mit sich zufrieden ist.


Den Beitrag von DSCH finde ich auch sehr gut! - Das solltest du dir wirklich zu Herzen nehmen!
 

Benutzer78484 

Planet-Liebe-Team
Moderator
Als naturwissenschaftlich beschlagene Menschen fangen wir jetzt an zu rechnen: 0,5 x 0,25 x 0,1 x 0,25 x 0,2 = 0,000625 oder 0,625 Promille oder 625 ppm. Nun weiß ich nicht, wo Du studierst, nehmen wir eine mittelgroße Hochschule mit 30.000 Studenten, davon rechnen wir der Einfachheit halber die Hälfte heterosexuelle Frauen: 15.000 x 0,000625 = 9,375 Frauen, wir runden auf 10. Zehn Frauen in der Studentenschaft Deiner Uni, die Deinen Ansprüchen genügen. Und das von A wie Architektur bis Z wie Zahnmedizin, vom ersten bis zum achten Semester (wer nicht in der Regelstudienzeit fertig wird, zählt wie ein schlechtes Referat). Und auf die musst Du nun auch noch attraktiv wirken: 10%. Also: Es gibt genau eine Frau für Dich an Deiner Uni. Da findest Du eher die Nadel im Heuhaufen. Und nein, ich habe nicht so lange gerechnet, bis die "eins" rausgekommen ist. Das hat sich ohne Mogeln so ergeben.
So gut ich deinen Beitrag finde (wie auch einige andere auf der letzten Seite, der TS hat einfach schon WAHNSINNIG viele gute Ratschläge bekommen) so total für die Büchse ist deine Rechnung :grin: Kleiner Hint: Die Untergrupppen sind nicht unabhängig (zum Beispiel könnten Rauchen und Intelligenz negativ miteinander korreliert sein), deine Rechnung ist viel zu pessimistisch.
 

Benutzer132552 

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[...] Die Untergrupppen sind nicht unabhängig (zum Beispiel könnten Rauchen und Intelligenz negativ miteinander korreliert sein), deine Rechnung ist viel zu pessimistisch.

Ja, das ist natürlich richtig. Das ändert aber nichts daran, dass bei Beibehaltung der Ansprüche die Anzahl möglicher Partnerinnen verschwindend klein wird. Aber TS hat ja schon geschrieben, dass er bereit ist, bei einigen Anforderungen Kompromisse(!) zu machen.

Wulfric, ich werde mich bemühen, Dir in den nächsten Tagen noch einmal etwas ausführlicher zu antworten.
 

Benutzer125735 

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Ohne die letzten Beiträge gelesen zu haben (und ich möchte mich auch nicht durch den gesamten Thread quälen, falls du es schon mal geschrieben hast)

Was tust du eigentlich für dein Aussehen?
Wie groß bist du, was bist du für ein Typ?
 

Benutzer105247 

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Off-Topic:
Wulfric, ich werde mich bemühen, Dir in den nächsten Tagen noch einmal etwas ausführlicher zu antworten.

Ich finde es bemerkenswert wie du so ruhig bleiben kannst bei all dem was dir vor die Füße geworfen wurde.
 
K

Benutzer

Gast
Hallo Wulfric

Ich finde es ehrlich gesagt einfach nur gemein, dass du mir unterstellst, dieses ganze rationale Denken sei nur eine Strategie meinerseits. Glaubst du das denn wirklich? Glaubst du wirklich, dass ich für solche Spielchen Zeit habe und dass sie mir Spaß machen? Warum würde ich denn hier so viel Zeit verbringen (bei der Länge meiner Beiträge brauche ich manchmal schon 2 Stunden, um darauf zu antworten), wenn ich nicht ernsthaft nach einer Lösung suchen würde? Ich hätte wirklich gedacht, dass dir mittlerweile klar wäre, dass ich von Natur aus jemand bin, der extrem viel nachdenkt und extrem rational ist. Aber gut.

Vielleicht hast du Recht, aber dann handelt es sich bei mir um einen unbewussten Prozess. Es geschieht nämlich wirklich nicht bewusst. Aber wie würdest du die Sache denn angehen? Wie würdest du a) herausfinden wollen, was nun Sache ist und b) das Problem lösen, falls es das gibt?

Nein, ich finde diese Unterstellung nicht gemein, das ist lediglich meine (wenn auch ehrliche) Meinung. Das es sich dabei mMn. um einen unterbewussten Prozess handelt, hast du ja selbst richtig geschlossen. Ich denke du weißt auch mittlerweile sehr gut, was dein Problem ist, wie du weiter unten richtig erkannt hast. Nämlich hier:


Erstens müsste ich es dafür erst einmal schaffen, mir generell weniger Gedanken zu machen und lernen, mein Gehirn mal abzuschalten. Bisher habe ich es trotz vieler Versuche noch nie geschafft; ich habe einfach keine Kontrolle über meine Hirnaktivität diesbezüglich. Und meistens ist es so, dass ich vor allem negative Erfahrungen nicht aus dem Kopf bekomme.

Das kann dir niemand beibringen, sondern du musst für dich selbst lernen wie das geht. Es gibt dazu ein sehr gutes Buch, welches relativ einfach verständlich ist, aber sehr viel "Arbeit" mitbringt um den Inhalt in seiner gesamten Tragweite zu erfassen und die genannten Lösungsansätze auch immer wieder aufs neue anzuwenden. Buch: "Jetzt! Die Kraft der Gegenwart" von Eckart Tolle. Ich halte persönlich zwar nichts von esoterischen Dingen, aber dieses Buch eröffnet einem eine neue Sichtweise über das eigene Denken, wenn man sich einfach mal darauf einlässt.


Wahrscheinlich ist es besser, das Forum für eine Zeit lang zu verlassen: Ihr seid von meinen fehlenden Fortschritten, bzw. von meiner Untätigkeit nur genervt, und ich verzweifle immer mehr, weil ich sehe, dass ich nichts zustande bringe, dass ihr mich einfach nicht versteht. Ich muss wohl alleine mit meinem Problem klar kommen - wie immer. Ich weiss nicht, ob ich das schaffen werde. Eins ist aber sicher: So kann es nicht weitergehen... Ich wäre auch lieber glücklich: Schliesslich habe ich nur dieses eine Leben. Ich habe schon meine ganz Jugend verschwendet, ich will auch nicht noch meine wertvollen Jahre als junger Erwachsener verschwenden. Aber ich fühle mich so hilflos, bin so ratlos... Ich werde mir wirklich Mühe geben, in der nächsten Zeit ein bisschen etwas zu tun, um zumindest ein paar kleine Erfolgerlebnisse zu haben. Vielleicht macht es mir dann Mut und ermutigt mich, einen weiteren Schritt zu machen. Hoffentlich klappt es...

Nein, ich persönlich bin nicht von deinen fehlenden Fortschritten und deiner Untätigkeit genervt, sondern von deinem Rumgejammere, deiner pessimistischen Grundhaltung, deiner Passivität (im Sinne von einer Art "Schicksaalsergebenheit") und deinem mangelnden Glauben an dich selbst. Was hier auch mal wieder besonders hervorsticht, ist deine Vorstellung, eine Freundin zu haben wäre der Sinn des Lebens, ansonsten würdest du nicht von "Verschwendung" sprechen. Ich kann dir mit einer Wahrscheinlichkeit von nahezu 100% sagen, dass wenn du genau jetzt eine Freundin bekommen würdest, du a) nicht glücklich sein wirst und b) die Beziehung sehr schnell in die Brüche gehen würde.


Nun aber glaube ich, dass mein bisheriger Misserfolg auch daran liegt, dass ich es nicht geschafft habe, die Bedingungen herzustellen, damit überhaupt richtige Chancen bestehen, eine Freundin zu finden: potentiell interessante Frauen kennenzulernen, locker mit ihnen umgehen, viel unter Menschen kommen, usw. Besteht aber nicht die Gefahr, wenn man dafür sorgt, dass diese Voraussetzungen erfüllt sind - indem man zum Beispiel extra an Orte geht, wo sich auch viele Frauen befinden, usw. -, dass man eben noch mehr an das Thema denkt und dann laut der oben genannten These seine Chancen, tatsächlich eine Freundin zu finden, erheblich einschränkt?


Zum einen, die wirkliche Vorraussetzung, ersteinmal dein Denken abzustellen, hast du noch lange nicht erfüllt. Der Rest, Orte, etc. ist lediglich Beiwerk. Und du hast vollkommen recht, wenn man bewusst diese Dinge "organisiert" und sie versucht zu erzwingen geht es meistens schief und schafft dir jedes Mal auf's neue deine ganz persönlichen Misserfolgserlebnisse. By the way: Schon mal dran gedacht einfach mal so zum Spaß in dein Tatortkaffee zu gehen? Um mal als erster den Mord aufzuklären?


Aber nun zu mir: Mein Problem ist, dass ich das Gefühl habe, dass mir die Zeit davonläuft: Ich möchte schließlich eine Familie gründen, und zwar nicht erst im Alter von 40 Jahren. Das führt dann zwangsläufig dazu, dass ich schon an den dritten oder vierten Schritt denke, noch bevor ich den ersten gemacht habe. Dass ich das unbedingt ändern muss, ist mir inzwischen klar. Die Frage ist nur: wie? Wie kann ich einfach offen und locker an die Sache herangehen? Wie kann ich mir einreden, dass ich eben sehr wohl noch Zeit habe und keine Torschlusspanik haben muss? Indem ich es mir immer wieder sage? Ganz ehrlich: Ich weiß nicht, ob das bei mir wirklich etwas bringt. Aber andererseits muss ich meine Einstellung auf jeden Fall ändern.



Vielleicht hast du nächstes Jahr schon eine Familie gegründet, weil dir aus Versehen, bei deinem ersten Mal, welches du in acht Tagen haben wirst, dein Kondom verrutscht ist. Das ist genauso wahrscheinlich, wie das du mit 40 noch allein in deiner Wohnung sitzt. Was ich damit sagen will: Du lebst mit deinen Gedanken nur in der Vergangenheit und in der Zukunft. Beide Zustände existieren nicht oder nicht mehr, dennoch verschwendest du den Großteil deiner Zeit und deiner Energie mit diesen Dingen und bist nicht fokussiert auf das Jetzt. Natürlich ist es sinnvoll und notwendig einen Plan davon zu haben, wo man hinwill, jedoch ist es sinnlos, sich diese Zustände (oder die nicht gewünschten) immer wieder vor Augen zu führen. Daher auch deine ständigen, negativen Emotionen. Du durchlebst diese Zustände, ohne das sie irgendetwas mit der Realität, dem was wirklich geschieht (objektiv gesehen) zu tun haben. Du "erdenkst" sie dir nur, fühlst dich aber genau so, als hättest du sie gerade erlebt. Du erschaffst oder konstruierst dir somit deine eigene, negative Realität. Wenn du also mit deinen Gedanken eine derartige Macht über deinen inneren Zustand, deine Emotionen hast, könntest du dies genau so gut nutzen, dich jeden Tag gut zu fühlen. Du könntest beispielsweise auch annehmen, dass dich jede vierte oder fünfte Frau in deinem Tatortkaffee sexuell attraktiv findet und dir verstohlene Blicke zuwirft. An deiner Uni ist es sogar jede dritte, wenn du als junger Doktorand mit deiner Aktenmappe und dem Kaffeebecher morgens als einziger mit einem Lächeln über den Flur schlenderst. Unwahrscheinlich? Sicher? Achte das nächste Mal genau darauf, welche Frau dich wie anschaut. Du wirst überrascht sein...
 

Benutzer114418 

Verbringt hier viel Zeit
Erst einmal danke ich euch für eure zahlreichen Antworten. Auch wenn ich es manchmal nicht immer zeige: Ich bin euch wirklich dankbar, dass ihr euch immer so viel Zeit nimmt, mir zu antworten. Ihr habt mir auch schon sehr geholfen, und zwar indem ihr mich auf gewisse Dinge aufmerksam gemacht habt, an die ich spontan gar nicht gedacht hätte – und zwar auch wenn ich oft nicht weiß, wie ich alles schaffen soll.

Gespräch mit meiner Mutter:

Meine Mutter hat gestern in einem ganz allgemeinen Gespräch gemeint, dass Glück zwar eine Rolle spielt, man es aber nicht überschätzen sollte, weil es oft so sei, dass sich gerade dann Chancen ergeben, wenn man wirklich in seinem tiefsten Inneren dafür bereit ist, im Sinne von „im Stande sein“, „sich wirklich bereit fühlen“. Für sie stellt das ein Grund Hoffnung dar, sie wollte damit ausdrücken, dass etwas Optimismus im Leben durchaus angebracht ist, mich hat es wie ihr euch sicherlich vorstellen könnt jedoch ziemlich fertig gemacht. Die Aussage meiner Mutter lässt sich nämlich durchaus auf das Gebiet der Liebe übertragen und bestätigt irgendwie das, was einige von euch schon seit Längerem angedeutet haben – nur unter einem anderen Blickwinkel.

Das hieße also, dass ich erst dann eine Freundin finden werde, wenn ich wirklich bereit bin. Oder, anders herum: Ich finde keine Freundin, weil ich nicht wirklich bereit dafür bin. Das ist ziemlich deprimierend, wenn das so stimmt. Ich habe ein wenig darüber nachgedacht und festgestellt, dass ich immer noch gewisse Ängste habe: Vor allem die Angst, mich nicht verlieben zu können, macht mir sehr zu schaffen; aber auch die Angst, beim Sex vollkommen zu versagen – aus Unerfahrenheit, aus Nervosität, usw. Außerdem habe ich Angst, nur auf einer Ebene – also ganz konkret vom Charakter und der Persönlichkeit der Frau, von ihrer ganzen Person angezogen zu werden, aber nicht sexuell, auch wenn ich sie wirklich hübsch finde. Versucht mein Körper etwa, eine Art Schutzmechanismus aufzubauen, um mich eben vor diesen Gefahren zu schützen? Kann darin zumindest eine Ursache meines Problems liegen?

Ich muss gestehen, dass ich bis heute nie ernsthaft diese Befürchtung hatte, aber nachdem ihr immer wieder das Thema „Therapie“ angesprochen habt und meine Mutter über das Glück philosophiert hat, bin ich sehr stark ins Zweifeln gekommen. Ich verstehe wirklich nichts mehr...

Hochzeit des besten Freundes:

Zu schaffen macht mir auch die bevorstehende Hochzeit des Menschen, der – auch wenn er es vielleicht nicht weiß – mittlerweile zu meinem besten Freund geworden ist. Als er mir gesagt hat, dass er bald heiraten wird, habe ich mich aufrichtig für ihn gefreut – ich gönne es ihm wirklich und er und seine Freundin passen auch sehr gut zusammen. Und trotz allem hat mich die Nachricht auch ziemlich deprimiert. Nicht nur, weil besagter Freund das erreicht hat, was ich mir so sehr gewünscht habe, sondern auch, weil mit der Hochzeit die „Kluft“ zwischen uns ziemlich groß wird: Wir werden danach in vollkommen unterschiedlichen Welten leben: Er wird mit beiden Füssen im Erwachsenenleben stehen, während ich noch das Leben eines ewigen Jugendlichen führen werde. Werden diese immer größer werdenden Unterschiede die Freundschaft belasten?

Auch habe ich Angst, dass in nicht allzu ferner Zukunft Kinder kommen werden, sodass er deutlich weniger Zeit für mich haben wird. Die Angst ist vielleicht unbegründet, aber sie lässt sich damit erklären, dass er zu einem sehr wichtigen Menschen in meinem Leben geworden ist, und dass ich ihn nicht verlieren möchte. Wenn ich nur nicht ständig soclhe bekloppten Ängste hätte!

Und schließlich ist mir jetzt schon aufgefallen, dass er nicht wirklich verstehen kann, wie ich mich fühle, bzw. was ich gerade lebe. Wir sind uns von Charakter und der Persönlichkeit her, von den Interessen eher, wirklich sehr ähnlich, auch wenn es natürlich auch Unterschiede gibt. Und trotzdem lebt er seit Jahren glücklich in einer Beziehung, hatte davor schon eine andere. Zwar hatte er in Sachen Liebe, wie er selbst zugibt, viel Glück, aber mit Glück lässt sich doch nicht alles erklären. Wie kann es sein, dass er unter ähnlichen Grundvoraussetzungen (seine Jugend war anders, als die meine, aber ich spiele eher auf die Persönlichkeit an) es geschafft hat, ich dagegen nicht?

All das bereitet mir starke Bauchschmerzen. Ich habe einfach nur das Bedürfnis empfunden, es los zu werden. Und vielleicht habt ihr die eine oder andere Idee, wie ich mit der Situation umgehen kann.

Es geht nicht darum die Gedanken zu verdrängen, sondern die entsprechenden Fehler beim nächsten Mal nicht mehr zu machen. Für mich waren früher diese "was wäre wenn"- und "hättest doch mal"-Gedanken am schlimmsten.
Auch wenn ich wirklich davon überzeugt bin, dass du 100%ig Recht hast: Du weißt genau, dass das nicht so einfach ist. Man kann nicht einfach so beschließen, nicht mehr an Negatives zu denken. Ich versuche es wirklich, auch wenn womöglich ein anderer Eindruck entsteht, aber bis jetzt haben sich diese negativen Gedanken immer durchgesetzt – mal mehr, mal weniger schnell. Wenn ich Ablenkung habe, oder wenn ich etwas Positives erlebe, werden sie zwar wieder vertrieben, aber ich werde sie einfach nicht ein für alle mal los. Es ist so, als ob mir mein Gehirn mir diese Gedanken aufzwingen wollte. Oder, besser formuliert: Es ist genau so wie in so manchem Comic/Zeichentrick: Eine Engels- und eine Teufelsversion von mir selbst liefern sich einen erbitterten Kampf, in dem jeder versucht, mich von seiner Position zu überzeugen, bzw. zu überreden. Dabei gewinnt oft der Teufel, um die Metapher zu Ende zu führen.
Du versuchst immer, Begründungen für Deine Situation zu finden, Kausalzusammenhänge herzustellen, Ursachen aufzudecken. Bloß läuft das, was Du vermutlich in anderen Bereichen hervorragend kannst, natürlich bei Dir selbst schief, natürlich, da es erstmal bei Dir keinen objektiven Standpunkt zu Dir selbst gibt, der gerade die Voraussetzung dafür ist, vernünftige Schlußfolgerungen über einen Gegenstand zu ziehen. Was Du Dir vermeintlich logisch erklärst, wirkt für mich vielmehr durch Deine Ängste und teilweise ziemlich engstirnigen und weniger aus Erfahrung, mehr aus Vorurteilen gespeisten Vorstellungen geprägt, wie etwas - ein Kennenlernprozeß, eine Frau, eine Beziehung, usw. - zu sein hat.
Ich kann dir nicht einmal widersprechen, da ich zum Einen wirklich nicht weiß, was mit mir los ist, und meine Vorstellungen zum Anderen allein schon deshalb klischeehaft sind, weil ich noch keinerlei Erfahrungen in Sachen in Liebe und Partnerschaft habe: Daher beruhen meine Vorstellungen auf den Beobachtungen, die ich bei Familienmitgliedern und Freunden und allgemeiner in meinem Umfeld gemacht habe, ebenso wie auf Erzählungen Anderer. Dass das ein Problem ist, habe ich in einem meiner letzten Beiträge auch zugegeben.
Die Frage ist nur, was ich da jetzt genau machen soll und vor allem kann. Und diese Frage kann mir wohl nur jemand beantworten, der lange in der gleichen Situation war wie, ich, bevor er dann einen Partner gefunden hat. Menschen, die schon sehr früh eine Beziehung eingegangen sind, und dann auch die Erfahrung einer Trennung auf Grund von gewissen Anfängerfehlern gemacht haben – das habe ich zumindest bei einem Freund von mir festgestellt – empfehlen einem, sich von klischeehaften Vorstellungen zu lösen, locker und offen an das Ganze heranzugehen, ohne jedoch zu verstehen, wie schwierig es für jemanden ist, der weit über 10 Jahre lang mit eben diesen Vorstellungen gelebt hat. Verstehe mich nicht falsch: Ich sage nicht, dass es unmöglich ist, sich davon zu lösen. Nein, ich will nur sagen, dass man in einem solchen Fall nicht einfach per Knopfdruck das Lösen von alten Vorstellungen beschließen kann.
Verstehst Du? Du solltest Deine zweifelsfrei vorhandenen kognitiven Fähigkeiten nutzen, um genau dahin zu kommen. Dazu braucht es Selbstdisziplin, man muß sich selbst zwingen, sich nicht von seinen Ängsten, Vorurteilen und sonstigen Emotionen unterjochen zu lassen. Andererseits zeigt doch Dein Erfolg im Studium, daß Du diese Selbstdisziplin sehr wohl besitzt […] mußt Du Dir auch hier diesen objektiven Standpunkt erschaffen, mit dem Du Deine subjektiven und hinderlichen Empfindungen in solchen Momenten überwinden kannst. Denn sobald dieses negative Gedankenkarussell einmal angeworfen ist, ist die Chance wieder vertan. Wenn Dich Deine Unsicherheit dominiert, fängst Du an, alles so zu interpretieren, daß es diese Unsicherheit bestätigt. Das ist der eigentliche Teufelskreis.
Du kannst den erfolgreichen Abschluss eines Studiums und den Kampf gegen seine eigenen „Vorurteile“ und Ängste doch nicht vergleichen. Klar verfüge ich über ein gewisses Maß an Selbstdisziplin, aber wie soll man denn einen Kampf gegen eine Teil von sich selbst führen, der ja weit über die Disziplin, über die man verfügen muss, um sich morgens aus dem Bett zu quälen, hinausgeht. Weißt du, ich weiß, wie Recht zu hast, wenn du sagst, dass ich mich nicht von meinen „Ängsten, Vorurteilen und sonstigen Emotionen unterjochen“ lassen muss. Und es bringt mich zum Verzweifeln, weil ich es einfach nicht schaffe. Ich bitte dich, mir zu glauben: Es geht hier nicht um Bequemlichkeit, um Faulheit oder gar um Feigheit: Ich weiß wirklich nicht, wie ich das erreichen soll.
Es hängt bei Dir eben sehr viel zusammen - Deine soziale Unsicherheit, die Frustration über diese Eigenschaft an Dir, daraus resultiert, daß Du mit Dir selbst unzufrieden bist, daher stoßen Dich so viele Frauen ab, weil Du Dich zum Teil in ihnen wiedererkennst und Du verrennst Dich stattdessen in ein Frauenwunschbild, das sich vermutlich daraus generiert, daß Du es Dir aus den Frauen zusammenbastelst, die üblicherweise solche Männer zum Freund haben, wie Du manchmal selbst gerne einer wärst - dazu Deine von Dir selbst aufwendig gerechtfertigte Hemmschwelle, Dich den Frauen zu öffnen, zu denen Du tatsächlich schon Zugang hättest, weil Du mangels Erfahrung wahrscheinlich Angst vor dem unbekannten Terrain hast - Deine Ansprüche, die Du Dir daher zurechtlegst...
Es steckt leider viel Wahres, in dem was du schreibst. Ich kann es nicht leugnen. Wie würdest du es machen, um dich Mitmenschen gegenüber schneller und leichter öffnen zu können? Ihnen, obwohl du sie noch nicht so richtig kennst, viel von dir erzählen? Und vor allem Dinge, die sehr privat sind? Wie würdest du die Barrieren, die es auf Grund von negativen Erfahrungen (z.B. Freunde, die dir in der Vergangenheit sehr weh getan haben) gibt, überwinden?
Ich bin fest entschlossen, mir wirklich sehr viel Mühe zu geben, um es zu schaffen. Es geht zwar auch darum, meinem Single-Dasein ein Ende zu setzen, aber ich will es auch deshalb schaffen, weil ich selbst unter diesen Barrieren leide, die mich nicht nur in Sachen Liebe behindern.
Klar gibt es dann und wann Phasen so dieses Sehnsucht stärker ist,man darf sich bloß nicht davon überwältigen lassen! Und ich glaube das es nicht normal ist,aber verständlich wenn man dieses Gefühl noch nie gehabt hat,es nie bekommen hat,da ist dann meißtens noch ganz viel Kindliches in einem das Geliebt werden will! Es ist also nicht so sehr der erwachsene Mensch sondern das innere Kind!
Vermutlich ist es so, ja.
Es gibt ein schönes Zitat von wegen "Die Frau ist die einzige Beute, die ihrem Jäger auflauert" (oder zumindest so ähnlich) und ich glaube, dass da schon etwas Wahres dran ist. Wenn du mit dir selbst zufrieden bist und selbstbewusst durchs Leben gehst, hast du einfach eine ganz andere Ausstrahlung und wirst auf deutlich mehr Frauen attraktiv wirken als derzeit und dann werden dir diese Frauen auch viel eher die Gelegenheit dazu geben, sie kennenzulernen.
Im Grunde genommen sagst du etwas sehr Ähnliches wie meine Mutter. Du weißt aber vermutlich, welche Einwände jetzt kommen werden, nicht? Das Hauptproblem ist, dass ich dass es mir immer dann recht gut ging, wenn ich viel mit Freunden unternommen habe, wenn im Studium und in meinem Nebenjob alles gut gelaufen ist, wenn ich meinen Hobbys nachgehen konnte, usw. Nur ist es so, dass ich in letzter Zeit immer öfter alleine bin und auch im Studium nicht mehr so alles rund läuft, wie es bisher der Fall war. Zu den Freunden: Während ich noch vor ca. einem halben Jahr 2- bis 3-mal die Woche Freunde getroffen habe, ist es mittlerweile nur noch einmal die Woche. Das ist mir eindeutig zu wenig. Ab-und-zu treffe ich darüber hinaus noch Bekannte oder Kommilitonen, mit denen ich in die Mensa essen oder ein Kaffee trinken gehe, aber das ist natürlich auch nicht das Gleiche, denn das Problem ist, dass ich abends und vor allem am Wochenende meistens die ganze Zeit alleine bin. Auch wenn ich natürlich ausgehe (Schwimmen, Fahrradfahren, Kino), halte ich diese Einsamkeit immer weniger aus. Die Tatsache, dass ich in einer kleinen Ein-Zimmerwohnung, macht die Sache nur noch schlimmer. Ich habe mir vor allem in letzter Zeit überlegt, noch einmal umzuziehen, und zwar diesmal in eine WG, aber das ist einfach nicht mein Ding. Jetzt fragst du dich, woher ich das wissen will? Nun ja, wenn es Leute wären, von denen ich sicher sein könnte, dass sie nicht die ganze Zeit feiern, ständig Gäste haben und demzufolge auch viel Lärm machen; wenn ich sicher sein könnte, dass sie sich an gemeinsame Regeln halten und auch viel Wert auf Sauberkeit und Ordnung legen – dann wäre das vielleicht eine gute Alternative. Aber so?
Könnte es vielleicht sein, dass du nur die Frauen willst, die dir unerreichbar erscheinen, weil du damit einen guten Grund dazu hast, dich nicht zu irgendwelchen unsicheren Schritten in Sachen Annäherung überwinden zu müssen?
Wie kannst du mir sowas nur unterstellen? Ich dachte wirklich, dass klar geworden ist, dass ich durchaus bereit bin, einiges zu tun, um endlich Erfolg zu haben auf dem Gebiet der Liebe. Auch dachte ich, dass ich hier immer ehrlich war. Um es nur kurz zu beantworten: Nein, die Frauen, die für mich potentiell interessant sein könnte, erscheinen mir nicht unbedingt unerreichbar. Einige natürlich schon, aber wirklich nicht alle. Unerreichbar sind sie vielleicht eher deshalb, weil ich zur Zeit wenig bis gar nicht zu tun habe. Aber ich werde mich demnächst in einem der sehr wenigen Seminare, die ich noch besuche, mal irgendeine Kommilitonin ansprechen, die auf mir einen sympathischen Eindruck macht. Ob ich es dann bis zum Ende des Semesters schaffe, sie zu einem Treffen außerhalb der Uni zu bewegen, ist aber eine andere Frage.
Aus diesem Teufelskreis gibt es aber nur einen Ausweg: Du musst es irgendwie schaffen, auch ohne Partnerin zumindest im Großen und Ganzen so weit mit dir zufrieden zu sein, dass du über den einen oder anderen Makel und das eine oder andere Problem mehr oder weniger entspannt hinweg sehen kannst, ohne daran zu verzweifeln.
Und wie soll ich es schaffen, dauerhaft – also nicht wie bisher nur phasenweise – mit mir und meinem Leben weitestgehend zufrieden zu sein? Wie machst du das?
Was tust du eigentlich für dein Aussehen? Wie groß bist du, was bist du für ein Typ?
Also, ich habe mir vor anderthalb Jahren einen neuen, etwas stilvolleren (ohne es jedoch zu übertreiben) Kleidungsstil ebenso wie eine deutlich besser aussehende Frisur zugelegt – für beides habe ich Komplimente erhalten. Darüber hinaus habe ich angefangen, mehr Sport zu betreiben um mich wohler zu fühlen und gleichzeitig kräftiger zu werden. Ersteres habe ich uneingeschränkt erreicht, bei letzterem ist es dagegen etwas schwieriger: Ich sehe zwar nicht mehr so schmächtig aus, wie früher, habe es auch geschafft, ein bisschen kräftiger zu werden, aber das ist rein objektiv gesehen noch nicht wirklich zufriedenstellend. Außerdem bin ich vom Körperbau sehr dünn – und die Knochen kann man ja nicht breiter machen.
Ansonsten bin ich ziemlich groß (fast 1,85 m.), habe eine leicht gebräunte Haut (im Gegensatz zu dem, was ich lange dachte, kann meine Haut doch ein bisschen bräunen), kurze schwarze Haare. Willst du noch etwas anderes wissen? :zwinker:
Das kann dir niemand beibringen, sondern du musst für dich selbst lernen wie das geht. Es gibt dazu ein sehr gutes Buch, welches relativ einfach verständlich ist, aber sehr viel "Arbeit" mitbringt um den Inhalt in seiner gesamten Tragweite zu erfassen und die genannten Lösungsansätze auch immer wieder aufs neue anzuwenden. Buch: "Jetzt! Die Kraft der Gegenwart" von Eckart Tolle.
Ich werde mich mal über das Buch informieren und es mir vielleicht kaufen. Ob ich es ganz alleine schaffen kann, weiß ich aber nicht.
Nein, ich persönlich bin nicht von deinen fehlenden Fortschritten und deiner Untätigkeit genervt, sondern von deinem Rumgejammere, deiner pessimistischen Grundhaltung, deiner Passivität (im Sinne von einer Art "Schicksaalsergebenheit") und deinem mangelnden Glauben an dich selbst.
Leider bin ich generell von ziemlich pessimistischer Grundhaltung, und das schon seit ich denken kann. Was den Glauben an mir selbst betrifft: Wie soll ich denn an mich selbst glauben können, wenn ich es in all den Jahren nicht geschafft habe, eine Freundin zu finden? Kannst du dir nicht vorstellen, dass man irgendwann anfängt, an sich zu zweifeln und später nicht mehr daran glaubt, dass man es jemals schaffen kann? Im Studium ist es zum Beispiel ganz anders: Da glaube ich an mich, weil ich Erfolgserlebnisse hatte, die mir beweisen, dass ich es schaffen kann. Wenn es mal nicht so gut läuft, führe ich mir das vor Augen, woraufhin ich wieder ein bisschen optimistischer werde. Aber wie soll das auf einem Gebiet gehen, auf dem man auf der ganzen Linie versagt hat? Verstehe mich nicht falsch: Es ist bestimmt zu schaffen, nur ist es umso schwieriger und man muss wissen, wie es geht. Ich habe es noch nicht herausgefunden, und ihr könnt mir da anscheinend auch nicht weiterhelfen.
Was hier auch mal wieder besonders hervorsticht, ist deine Vorstellung, eine Freundin zu haben wäre der Sinn des Lebens, ansonsten würdest du nicht von "Verschwendung" sprechen. Ich kann dir mit einer Wahrscheinlichkeit von nahezu 100% sagen, dass wenn du genau jetzt eine Freundin bekommen würdest, du a) nicht glücklich sein wirst und b) die Beziehung sehr schnell in die Brüche gehen würde.
Und warum bist du so sehr davon überzeugt?
Für mich ist das Finden einer Freundin kein Selbstzweck, sondern es geht darum, nicht mehr alleine leben zu müssen, jemanden zu haben, der mich liebt und den ich liebt, mit jemanden mein Leben teilen zu können, usw. Außerdem möchte ich irgendwann in den 10 nächsten Jahren eine Familie gründen – und da geht es eben nicht ohne Frau. :zwinker: Und für mich wäre mein Leben tatsächlich gescheitert, wenn ich keine Kinder haben könnte. Jetzt wäre es mir noch zu früh, dafür wäre ich auch gar noch nicht bereit, aber generell wünsche ich mir schon welche.
By the way: Schon mal dran gedacht einfach mal so zum Spaß in dein Tatortkaffee zu gehen? Um mal als erster den Mord aufzuklären?
Warte mal, natürlich gehe ich zum „Tatort“-Café, weil ich „Tatort“-Fan bin und es mir daher Spaß macht, mir die Filme anzuschauen. Aber wenn es nur darum ginge, den „Tatort“ anzuschauen, könnte ich es genauso gut von zu Hause aus machen – ich schaue ihn mir ja sowieso an, und es ist sogar etwas gemütlicher, weil man besser sieht und auch nicht von den manchmal störenden Gesprächen der Anderen mitten im Film gestört wird. Trotzdem ist es auch ganz schön, mit anderen Fans zusammen zu sein – und genau deshalb gehe ich auch manchmal hin. Nur, dass bisher kein einziges Gespräch zustande gekommen ist. Aber eins steht fest: Wenn es mir nur darum ginge, den neuesten Fall zu sehen, würde ich doch nicht zum „Tatort“-Café gehen. Es ist doch klar, dass ich mir vom Besuch mehr erhoffe.
Du lebst mit deinen Gedanken nur in der Vergangenheit und in der Zukunft. Beide Zustände existieren nicht oder nicht mehr, dennoch verschwendest du den Großteil deiner Zeit und deiner Energie mit diesen Dingen und bist nicht fokussiert auf das Jetzt. Natürlich ist es sinnvoll und notwendig einen Plan davon zu haben, wo man hinwill, jedoch ist es sinnlos, sich diese Zustände (oder die nicht gewünschten) immer wieder vor Augen zu führen. Daher auch deine ständigen, negativen Emotionen. Du durchlebst diese Zustände, ohne das sie irgendetwas mit der Realität, dem was wirklich geschieht (objektiv gesehen) zu tun haben. Du "erdenkst" sie dir nur, fühlst dich aber genau so, als hättest du sie gerade erlebt.
Da könntest du leider Recht haben. Ich werde mich dazu zwingen, so wenig wie möglich an meine Fehler der Vergangenheit und an meine Angst vor der Zukunft zu denken – diese Gedanken von heute auf morgen ganz abzuschaffen, wäre ja illusorisch. Aber vielleicht werde ich es mit der Zeit schaffen.
Wenn du also mit deinen Gedanken eine derartige Macht über deinen inneren Zustand, deine Emotionen hast, könntest du dies genau so gut nutzen, dich jeden Tag gut zu fühlen.

Die Macht der negativen Gedanken ist leider oft grösser, als die der positiven. Aber vielleicht hilft es, wenn man sich immer wieder dazu zwingt, positiv zu denken und das Negative einfach beiseite zu legen. Es wird aber ein erbitterter Kampf in mir selbst und gegen mich selbst. Und besteht nicht die Gefahr, dass man die negativen Gedanken nur verdrängt, die Probleme aber nicht an der Wurzel packt?
Du könntest beispielsweise auch annehmen, dass dich jede vierte oder fünfte Frau in deinem Tatortkaffee sexuell attraktiv findet und dir verstohlene Blicke zuwirft. An deiner Uni ist es sogar jede dritte, wenn du als junger Doktorand mit deiner Aktenmappe und dem Kaffeebecher morgens als einziger mit einem Lächeln über den Flur schlenderst. Unwahrscheinlich? Sicher? Achte das nächste Mal genau darauf, welche Frau dich wie anschaut.
Du wirst überrascht sein...
Darauf achte ich jetzt schon, und ich merke, dass ich manchmal auch nett angelächelt werde. Ich versuche ja auch selbst, gewisse Frauen nett anzulächeln. Aber sehr viel bringt es mir ja nicht, da es nie über das Anlächeln und angelächelt werden hinausgeht.
 

Benutzer125735 

Meistens hier zu finden
Alles im Grünen Bereich, normale Größe, dunkle Haare - an der Schmächtigkeit würde ich unbedingt ansetzen, ich musste auch erst breiter werden, um bei Frauen gut an zukommen.
 

Benutzer68775  (36)

Planet-Liebe Berühmtheit
Oh Mann, also langsam lese ich echt nur
"Ja ihr habt schon Recht, aber das ist doch nicht so einfach!!"
ALLES kann einfach sein. Der einzige der es enorm schwer macht bist du.

Ehrlich gesagt, lese ich bei dir immer mehr für mich sehr irrationale Ängste vor allem möglichen im ganz normalen Zwischenmenschlichen. Eine gewisse Fixierung auf "gute Freunde" die sich einmal als ungefährlich erwiesen haben und diese Leere in dir ausfüllen sollen, genau wie die Überzeugung, bei dir sei alles ganz besonders schwer, weil deine "Jugend vergeudet ist" - wenn ich sowas von einem 25 jährigens lese krieg ich schon Ausschlag.
Hast du dir mal überlegt, dass dein Blickwinkel und deine Empfindung von der Schrecklichkeit des Lebens keine objektive Gültigkeit hat? Dass andere vielleicht nicht optimistisch sind, weil es ihnen gut geht, sondern, dass es ihnen gut geht weil ZUERST die grundoptimistische Haltung da war?
Dass es manche um einiges übler getroffen haben als du, und trotzdem nicht dauernd am Rande der Depression stehen?
Dass es dir aus keinem einzigen Grund "zusteht" dass jeder Lebensbereich super laufen muss, und dass das bei andern schlicht auch nie der Fall ist? Dass Versagen normal ist? Dass Ängste normal sind? Dass das was du tust schlichtes Übersteigern davon ist?
Dass deine gesamte Frustrationstoleranz geradezu lächerlich gering ist, und du offenbar nie gelernt hast, etwas nicht zu bekommen, was du haben willst ohne daran so zu zerbrechen?
Boah, ich könnte noch seitenlang weitermachen... Aber immer dieses "Ach du verstehst das nicht, für mich ist das eben alles soooo viel schwerer!" folgt ja auf dem Fuße. Ja, es ist überdramatisch Schwer. Das Leben. Für dich. Weil du es so schwer machst.
Und mit diesem Problem in deinem Kopf, dass dich lähmt und fast schon depressiv hoffnungslos macht, ohne jeden Grund, kommst du allein meiner Meinung nach nicht zurecht.
Ich tu das echt selten, aber hier rate ich professionelle Hilfe an. Bald.
 

Benutzer122983  (36)

Sorgt für Gesprächsstoff
Mach nicht den Fehler, es zu sehr an deinem Aussehen (Körperbau) festzumachen. Das ist nämlich noch der unwichtigste Punkt.
 
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