Was muss ich an mir und meinem Leben noch ändern, um eine Freundin zu finden?

Benutzer123446 

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Ich hab mich zurückgezogen, weil ich gar nicht mehr wirklich weiß, was ich sagen soll. (Und zum Teil weil ich keine Lust habe, PickUp-Bullshit zu lesen.)

Was macht jemanden zu etwas besonderem?
Ich kann es dir nicht mal sagen.
Für mich ist dieses "gewisse Etwas" wirklich notwendig, aber nicht festzuhalten.
Und ja, es sind Kleinigkeiten, wie Lotusknospe auch schon schrieb.

Woran mache ich dieses "Besondere" fest?
(Auch deshalb ziehe ich mich zurück: ich kann nicht mehr sagen, als hier schon endlos gesagt wurde. Und dieses Im-Kreis-Drehen bringt niemanden weiter.)
Worauf lässt sich die Anziehung runterbrechen? Auf Authentizität und Selbstbewusstsein.

Wenn ich an die Männer denke, in die ich mich verliebt habe, dann waren sie bis zu einem gewissen Grad Selbst-Bewusst, was NICHT heißt: sie wissen um ihre Wirkung SONDERN: sie wissen, wer sie sind. Sie wissen, was sie ausmacht.
Was sie von anderen unterscheidet.
Und sie waren authentisch. Sie haben sich verhalten,wie sie sich eben verhalten haben, wie sie empfunden haben... da war keine Show dabei.

Weißt du, wenn ich mich selbst beschreiben würde, würden Ehrlichkeit usw. auch irgendwann kommen, aber ich persönlich würde mich nicht so beschreiben, sondern anhand von Beispielen...anhand...
Es fällt mir schwer, es zu erklären.
Und vielleicht ist da auch das Internetproblem, das schriftsprachliche Problem... wie dem auch sei.
Vielleicht illustriert das folgende, warum ich dich so wenig greifbar und damit langweilig finde.

Wenn ich mich beschreibe, würde eine Beschreibungsmöglichkeit "Leseratte" sein.
Dann sage ich aber nicht: "Ich lese gern." Und wieso? Weil es nichts aussagt. Zig Menschen da draußen lesen gerne.
Eine alte Freundin von mir legt abends gern die Füße hoch und liest Cecilia Ahern oder Marc Levy oder sowas. Den lieben langen Tag redet sie über ihre Kinder und Kochen. Schrecklich. Sie würde sich auch "Leseratte" nennen und sagen: "Ich lese gern." Ich habe mit ihr aber wenig gemein außer Schlagwörter.
Nein, was macht MICH aus? Mein Leserattendasein?
"Eskapismus ist meine wichtigste Entspannungsstrategie. Zum Beispiel gehe ich nie ohne Buch aus dem Haus und kann lange Wintertage mit einer großen Kanne Tee und einer guten Lektüre (Juli Zeh, Moers,...) auf dem Sofa verbringen."
So.
Im ersten Beispiel - "Ich lese gern" - ist überhaupt nichts über mich gesagt.
Im zweiten Beispiel findest du viel mehr Infos über mich als Person: Eskapismus - das würde ich noch weiter ausführen. Man liest raus, dass ich nicht der aktivste Zeitgenosse bin, Gemütlichkeit schätze und schon einen gewissen "Typus" an Literatur anführe, also eben nicht Ahern und Co.

Es gibt beim Schreiben von Geschichten die Regel: "Show, don't tell."
Vielleicht wirkt deine Vorstellung deshalb so langweilig auf mich.
Also nicht: "Ich bin ehrlich."
Sondern: "Mir wird manchmal gesagt, ich sei zu direkt. Ehrlichkeit bedeutet mir was, aber es ist mir wichtig, andere Leute dabei nicht zu verletzen."
(Ja, nicht direkt besagte Regel, aber es geht in die Richtung.)

Deswegen: vielleicht ist es nicht DEIN Problem. Sondern ein Problem in der Forenkommunikation. Ohne dich zu kennen weiß ich nicht, ob und wie ich dir noch helfen kann.

Und vielleicht nochmal explizit: Man muss mir nichts bieten können - außer interessante Konversation, echtes Interesse aneinander und ein paar unabdingliche Charaktereigenschaften. Aber man muss schon auch meine Aufmerksamkeit auf sich ziehen können.

Noch was: eventuell solltest du aber wirklich nochmal überlegen, ob du nicht einfach den falschen Typ Frau anziehst und was du tun musst, um den richtigen anzuziehen.

Das Problem ist, dass ich mich mit Eigenlob sehr schwer tue, sodass ich dazu neige, die entsprechenden Aussagen etwas zu relativieren, wodurch ich wiederum sehr unsicher wirke.

Vielleicht musst du auch deutlich mehr zwischen Eigenlob und Selbstbewusstsein differenzieren. Ich habe weder in Freundschaften noch in Beziehungen Lust drauf, den anderen ständig zu hätscheln. Ich will, dass er weiß, wer er ist und das auch zugibt. Also nicht: "Ich würde sagen, dass...", sondern: "Ich bin humorvoll. Vielleicht weiß nicht jeder meinen Humor zu schätzen, aber ich find ihn gut."
Trau dich mal, dich selbst zu mögen. Das ist kein Verbrechen. Jemand, den man immer betüddeln muss, ist anstrengend.

Die beste Zeit meines Lebens habe ich zum Teil schon verschwendet, ich möchte sie nicht vollkommen verschwenden.

Und das ist einfach Blödsinn, auch wenn dir einige was anderes erzählen werden.
Weshalb hast du die beste Zeit deines Lebens zum Teil verschwendet? Saßst du freiwillig in deinem Zimmer, allein und hast nur Chips gegessen oder wie?
Ist eine Frau das einzige, was dein Leben kostbar machen könnte? Ja, ich fände das gruselig, ganz ehrlich.
Ich hab so einen Typen mal gedatet, er hing an mir wie eine Klette und als ich das ganze abbrach, weil es mir VIEL zu schnell VIEL zu eng wurde, wurde ich vollgeheult wie schlimm sein Leben sei.
Überleg dir bitte mal Gründe, aus denen du die beste Zeit deines Lebens (wann ist die überhaupt? Gehts ab 25 nur noch abwärts oder wie?) NIHCT verschwendet hast.

(Ich entschuldige mich für Konfusitäten und Gereiztheiten, ich hab die Grippe.)
 

Benutzer44981 

Planet-Liebe Berühmtheit
Du hast mich missverstanden: Meine Aussage zur Selbstverleugnung bezog sich in diesem Fall nicht darauf, dass ich mich davor scheue, neue Dinge auszuprobieren, sondern darauf, dass ich mich charakterlich nicht verbiegen kann, dass ich das, was mich ausmacht, nicht einfach über Bord werfen kann. Hier ein paar Beispiele: Ich bin nun mal kein Draufgänger-Typ, Spontaneität ist nicht meine Stärke, usw.

Aber in einem Punkt hast du Recht: Es ist eigentlich nichts Schlimmes dabei, „auch mal Dinge auszuprobieren, von denen man glaubt, dass sie eigentlich nicht wirklich zu einem passen“. Das fällt mir aber immer noch sehr schwer.


Ich glaube, wir verstehen uns hier schon... Aber ich habe einfach den Eindruck, dass deine Hemmschwelle, ab der du sagst, dass du dich für eine Sache charakterlich verbiegen müsstest und es deshalb überhaupt nicht versuchst, ziemlich niedrig liegt.
Da wäre es evtl. hilfreich, zu versuchen, auch mal Dinge zu tun, bei denen du am Anfang glaubst, du müsstest dich dazu ein wenig verbiegen.

Der Charakter ist nun mal kein komplett starrer und spröder "Gegenstand", der zerbricht, sobald man versucht, ihn auch nur ein klein wenig zu biegen, sondern besitzt durchaus eine gewisse Flexibilität.
Selbst wenn du aktuell ziemlich steif und unbeweglich ist, kannst du es durch Bewegung, Dehnübungen, usw. schaffen, beweglicher und flexibler zu werden. - Sowohl was deinen Bewegungsapparat, als auch was deinen Charakter betrifft.
Aber wenn du bei den Dehnübungen aufhörst, sobald es anfängt, ein wenig zu ziehen und unangenehm zu werden, wirst du auch nicht beweglicher. - Da musst du eifach auch mal weiter machen, bis es kräftig zieht und sich erst mal unangenehm anfühlt.

Ich weiß, es ist einfach nur dumm von mir. Ich habe es zumindest schon mal geschafft, das Thema anzusprechen, auch wenn es noch zu keiner längeren Diskussion darüber gekommen ist.
Hör auf, dich wegen so etwas gleich selbst fertig zu machen. Das bringt dich überhaupt nicht weiter.
Stattdessen solltest du die Sache lieber bei der nächsten Gelegenheit ansprechen. - Auch wenn du dazu deinen Charakter möglicherweise ein klein wenig verbiegen musst und es anfängt, ein wenig zu ziehen (um bei der obigen Analogie zu bleiben).

Ein Beispiel: Ich gehe nun endlich regelmäßig zu einem Sprachcafé. Es gefällt mir auch sehr gut, ich fühle mich da sehr wohl und habe keinerlei Hemmungen, Smalltalk zu führen, weil es eben ein verbindendes Element gibt, das den Kontakt erleichtert: das Interesse für Sprachen. Ich kann mir sogar vorstellen, dass irgendwann ein Zeitpunkt kommt, wo ich mich mit der einen oder anderen Person auch über das Sprachcafé hinaus treffe. Das hört sich alles sehr gut an, nicht? Die Sache ist aber die: Auch wenn ich da nicht gezielt nach einer Freundin suche, sondern nur unter Menschen kommen möchte, habe ich mir die Frauen natürlich angeschaut. Und weißt du was? Die haben (bisher, denn ich war ja noch nicht so oft da) alle eins gemeinsam: Zumindest diejenigen, die immer da sind – eigentlich ist es egal, ob Männer oder Frauen –, verhalten sich ein bisschen so, als hätten sie abgesehen von diesem Interessen für Sprachen nicht sehr viele anderen Interessen, sie scheinen auch nur mit solchen Leuten Kontakt zu haben, einige von ihnen haben auch Schwierigkeiten, mit fremden Leuten ein Gespräch zu führen (da bin selbst ich ihnen voraus), usw. Nett sind sie trotzdem, und es gibt zum Glück auch noch andere Leute (auch wenn sie unregelmäßiger kommen), aber das sind genau die Frauen, die überhaupt nicht mein Typ sind. Ob man sie nun als Frauen des intellektuellen Typs, des Bibliothek-Typs oder als typische Philosophie- oder Germanistikstudentinnen bezeichnet.
Da sprichst du mal wieder ein Problem an, von dem schon öfter die Rede war:
Die Frauen, die du in deinem derzeitigen Leben und bei Aktivitäten, die zu dir, deinen Interessen und deinem Charakter passen, kennenlernst, passen nicht in dein "Beuteschema".
Oder anders formuliert: Dein "Beuteschema" passt nicht zu deinem Charakter, deinem Leben und deinen Aktivitäten.

Durch die zwei Formulierungen dürfte wohl klar sein, dass es hier auch 2 Möglichkeiten gibt, wie du weiter kommen könntest:
1. Verändere dein Leben, deine Interessen und Aktivitäten, probiere andere Dinge aus, bei denen du eher Frauen finden könntest, usw. - Aber dazu musst du dich eben auch charakterlich ein wenig verbiegen, weil das höchstwahrscheinlich Dinge sind, bei denen du aktuell nicht glaubst, dass sie zu dir passen.
2. Gib auch Frauen eine Chance, die nicht in dein festgefahrenes "Beuteschema" passen und finde durch eigene Erfahrungen heraus, ob eine Frau, die diesem "Beuteschema" nicht entspricht, nicht auch eine wundervolle und liebenswerte Frau sein kann. - Aber auch dazu ist eine gewisse Flexibilität nötig, die du nur durch "Dehnübungen" erreichst, bei denen es zumindest wieder ein wenig unangenehm wird.

Und ich frage mich auch nach wie vor, was eine Frau, die deinem "Beuteschema" entspricht, mit dir, deinem Charakter, deinen Interessen, usw. anfangen soll... denn großartige Gemeinsamkeiten zwischen dir und einer Frau, die deinem Beuteschema entspricht, scheint es ja nicht zu geben...[DOUBLEPOST=1363905785,1363902237][/DOUBLEPOST]
Also es wird wirklich immer besser: Nun soll auch noch meine Stimmt monoton – sprich: langweilig – sein! Was kommt denn als nächstes?

Tut mir leid, aber das halte ich für Quatsch. Seid doch mal ehrlich: Wie viele Menschen kennt ihr, die eine Stimme haben, die euch sofort begeistert? Ich für meinen Teil habe im Rahmen meiner Studiums und meines Jobs wirklich mit sehr vielen Menschen zu tun: Viele von ihnen haben eine Stimme, die deutlich unangenehmer ist, als meine (eine zu hohe Stimme ist beispielsweise deutlich unangenehmer). Und wenn eine eurer Meinung nach monotone Stimme wirklich so abschreckend wirken würde, wie ihr das behauptet, dann frage ich mich, wie meine Freunde, Bekannten, Kommilitonen und Kollegen es geschafft haben, eine Freundin zu finden.

Wie eine Stimme monoton sein kann, ist mir schleierhaft. - Und ich bleibe dabei, dass du eine durchaus angenehme Stimme hast.

Was dagegen meiner Meinung nach wirklich ziemlich monoton und langweilig ist, ist deine Sprechweise. Man hört dir einfach sehr deutlich, dass du den Text vorher vormuliert und dann abgelesen hast und dass du nicht wirklich von der Sache überzeugt bist, die du gerade tust (also das Aufnehmen dieses Tondokuments).
Wenn du als Dozent vor deinen Studenten stehst und ihnen von etwas erzählst, mit dem du dich gut auskennst, das dich interessiert und begeistert und dabei einer Tätigkeit nachgehst, bei der du dich wohl und sicher fühlst, hört sich das sicherlich ganz anders an und du schaffst es, deiner Begeisterung für das Thema Ausdruck zu verleihen und diese Begeisterung auch an deine Studenten weiterzugeben. (Wäre das nicht so, würdest du ja wohl ein anderes Feedback bekommen...) - Und genau dadurch wirkt dein Vortrag interessant... und mit dem Vortrag wirkst auch du interessant.
Aber bei deiner Aufnahme ist das einfach nicht so. Wenn du einen ähnlich vorformulierten Text einer anderen Person vorlesen würdest, mit der du überhaupt keine Gemeinsamkeiten hast, würde sich das wohl weitestgehend gleich anhören. Nur in wenigen Abschnitten (z.B. bei der Krimi-Geschichte) hört man zumindest ein klein wenig, dass du von Dingen sprichst, die dich begeistern und du gewinnst auch in diesen Abschnitten ein wenig Sicherheit. Aber ansonsten wirkt deine Sprechweise doch sehr monoton und langweilig.

Wem hörst du denn lieber zu und wen findest du interessanter und sympathischer? - Den Dozenten, der voller Begeisterung frei über ein Thema spricht oder den Dozenten, der ein Buch Wort für Wort vorliest, als würde ihm die ganze Sache meilenweit am Arsch vorbei gehen und als hätte er das Buch gerade zum ersten mal in der Hand?

Aber selbst wenn ihr Recht hättet: Mit meiner Stimme KANN mein Versagen in Sachen Liebe NICHT IM GERINGSTEN zusammenhängen. Und warum? Weil die Frauen, die mich interessieren würden, meine Stimme noch gar nicht gehört haben. Woran das nur liegen kann… Vielleicht daran, dass ich kaum mit Frauen zusammenkomme, die a) alleinstehend sind und b) mich interessieren? Erinnert ihr euch jetzt?
Es gibt einen Spruch von wegen "Eine Frau ist die einzige Beute, die ihrem Jäger auflauert."
Und interessanterweise gab es ja an der Uni schon Damen, die dich durchaus interessant und attraktiv fanden, während das in anderen Bereichen, in denen du vermutlich nicht so überzeugt und auch selbstsicher auftrittst, bisher nicht der Fall war.

Genau davon bin ich mittlerweile auch überzeugt. Aber es wundert mich eben, dass ich hier seit einiger Zeit ständig zu hören bekomme, dass ich viel zu langweilig bin und einfach etwas haben muss, was mich in den Augen der Frauen zu etwas Besonderem und somit für sie attraktiv macht. Aber es beruhigt mich, dass immerhin du andere Erfahrungen gemacht hast.
Irgendwie musst du aber doch auch schon beim Kennenlernen das Interesse einer Frau an dir wecken... und wenn du dich gegenüber dieser Frau öhnlich überzeugt verhältst wie bei deinem aufgenommenen Text, wird das kaum möglich sein.

Ich möchte dich wirklich bitten, mir zu glauben, wenn ich dir sage, dass ich in der Audio-Datei alle positiven Eigenschaften genannt habe, die ich an mir erkennen kann. Beim besten Willen: Mehr kann ich da nicht entdecken. Vielleicht gibt es das ja, aber dann ist es mir nicht bewusst. Auch wüsste ich nicht, was meine „Einzigartigkeit“ wäre. Glaube mir: Ich weiß es wirklich nicht. Ich verstecke mich nicht hinter irgendeiner „inhaltlichen Durchschnittsvorstellung“, und es ist auch keine falsche Bescheidenheit. Wenn dieser Eindruck vermittelt wird, dann ist es für mich die reinste Katastrophe, weil ich eben das Gefühl hatte, sehr ehrlich zu sein – zu euch und zu mir selbst -, und vor allem alles gesagt zu haben, was über mich zu sagen wäre. Es ist zum wahnsinnig werden…

Es geht hier wohl weniger darum, welche Dinge du hier aufzählst, sondern eher darum, wie du über dich erzählst.
So hat mir z.B. vor Kurzem jemand über sein Hobby erzählt: Bonsai-Bäume. - Und obwohl ich Bonsai-Bäume total langweilig und uninteressant finde, habe ich ihm gerne zugehört, weil ich sein großes Interesse für dieses Thema herausgehört habe und gemerkt habe, wie er sich bei seinem Hobby entspannen kann.
Hätte er mir dagegen monoton einen vorformulierten Text über Bonsai-Bäume vorgelesen, hätte ich ein Gähnen kaum unterdrücken können.
 

Benutzer127923 

Öfters im Forum
Also es wird wirklich immer besser: Nun soll auch noch meine Stimmt monoton – sprich: langweilig – sein! Was kommt denn als nächstes?

Tut mir leid, aber das halte ich für Quatsch. Seid doch mal ehrlich: Wie viele Menschen kennt ihr, die eine Stimme haben, die euch sofort begeistert? Ich für meinen Teil habe im Rahmen meiner Studiums und meines Jobs wirklich mit sehr vielen Menschen zu tun: Viele von ihnen haben eine Stimme, die deutlich unangenehmer ist, als meine (eine zu hohe Stimme ist beispielsweise deutlich unangenehmer). Und wenn eine eurer Meinung nach monotone Stimme wirklich so abschreckend wirken würde, wie ihr das behauptet, dann frage ich mich, wie meine Freunde, Bekannten, Kommilitonen und Kollegen es geschafft haben, eine Freundin zu finden.

Aber selbst wenn ihr Recht hättet: Mit meiner Stimme KANN mein Versagen in Sachen Liebe NICHT IM GERINGSTEN zusammenhängen. Und warum? Weil die Frauen, die mich interessieren würden, meine Stimme noch gar nicht gehört haben. Woran das nur liegen kann… Vielleicht daran, dass ich kaum mit Frauen zusammenkomme, die a) alleinstehend sind und b) mich interessieren? Erinnert ihr euch jetzt?

Dass wir uns hier im Kreis drehen, liegt zwar auch an mir, aber zum Teil auch an einigen von euch, die meine Antworten und Erklärungen vollkommen ignorieren. Man kann sich wirklich fragen, wer ihr stur, bzw. verbohrt ist!

Aber zurück zu meiner Audio-Datei: Habt ihr nicht den Eindruck, dass ihr zwei Dinge verwechselt, nämlich einerseits die Form (= meine Stimme) und andererseits den Inhalt (= den gesprochenen Text)? Wobei bei der Form noch eine weitere Unterscheidung gemacht werden muss: zwischen der Stimme und der Betonung der Wörter und der Sätze. Das sind zwei paar Schuhe.



Es stimmt, das hat gefehlt, ich habe es aber seitdem nachgeholt. Du brauchst du nur die Beiträge durchzulesen, die ich seitdem, also auf Seite 18 des Threads, geschrieben habe...



Was meinst du konkret mit „ansprechend verkaufen“ und mit „Kompromisse eingehen“?

Du reagierst empfindlich. Gut. Ich habe mich mißverständlich ausgedrückt oder war unsensibel dabei. Natürlich ist nicht gemeint, daß Du langweilig bist, sondern langweilig WIRKST. Bitte nimm den Hinweis „monotone Stimme“ nicht wortwörtlich. Ausdruck und Tonlage WIRKEN ebenso langweilig, wie das vorab bis ins Detail durchdachte und auswendig gelernte oder abgelesene. Immerhin ergeben die Komponenten ein glaubwürdiges Bild. Nach 18 Seiten hast Du mit Verfassen und Veröffentlichen der Audio-Datei nicht nur sehr viel Schneid bewiesen, sondern Dir auch bestätigt, veränderungsfähiger als angenommen zu sein.
Niemand möchte Dich beleidigen oder das Gefühl in Dir hervorrufen. Kann man, lediglich aufgrund der Audio-Datei, feststellen, ob jemand langweilig ist? Nein. Wenn nach 30sek das Interesse schwindet und gar keine Lust entstanden ist, den Menschen zu hinterfragen, also ihn näher kennenzulernen, ist das wohl ähnlich wie bei einem Vortrag an der Uni. Nach 10-15min läßt die Aufmerksamkeit nach. Daher sollte man dem Zuhörer zwischendrin „ein Bonbon“ bieten. Die Leute müssen regelrecht aufschrecken. Zum Beispiel Dein Humor, falls Du ihn als solchen wahrnimmst, kann so ein Bonbon sein. Soviel zum ansprechend verkaufen. Gekoppelt mit Kompromißbereitschaft, die damit beginnt, daß Du nicht so streng mit Dir bist, führt von selbst zur notwendigen Lockerheit.

Was nutzt Deine Ergänzung auf Seite 18, wenn Mädels nur die Audio-Datei hören… Hier ist der springende Punkt: Ich habe Deine Texte gelesen und nehme Dich DESHALB anders wahr. In der Realität wirst Du keine Chance haben, eine Frau vorab auf diese Art von Dir zu überzeugen, da sich einerseits viel schneller entscheidet, ob Du für jemanden als potentieller Partner attraktiv erscheinst und andererseits die wenigsten dafür Zeit aufbringen, Dich geduldig und mühevoll auszupacken. Wozu auch, wenn das nötige Maß an Interesse fehlt.
Der erste Eindruck-„die Anmache“ ist entscheidend, und die war nun mal, wenn man die Audio-Datei unter diesem Gesichtspunkt betrachtet (was bedeutet Deine Texte nicht zu kennen), ungenügend. Dieses Urteil revidiert sich natürlich durch nähere Kenntnis Deiner Person, was Deine Potentiale beweist und Dir Mut machen sollte!

So langsam bekomme ich den Eindruck, daß Du Deine Attraktivität gar nicht wahrhaben willst (warum auch immer)…
 

Benutzer114418 

Verbringt hier viel Zeit
Deswegen kam auch meine Idee, sich mal vielleicht nach alternativen Hobbies umzusehen, aber eben natürlich nur wenn dir das auch zusagt.

Bei dir ist es ja so, dass du in deinen Hobbys wenige Frauen kennenlernst, die für dich in Frage kommen. Da ist es klar, dass man zu dem Schluss kommt, dass deine Hobbys zumindest in deiner Umgebung(!) nicht ideal sind, um Frauen kennenzulernen.

Da sprichst du mal wieder ein Problem an, von dem schon öfter die Rede war: Die Frauen, die du in deinem derzeitigen Leben und bei Aktivitäten, die zu dir, deinen Interessen und deinem Charakter passen, kennenlernst, passen nicht in dein "Beuteschema". Oder anders formuliert: Dein "Beuteschema" passt nicht zu deinem Charakter, deinem Leben und deinen Aktivitäten.

Im Grunde genommen sagt ihr alle drei das Gleiche: Ich habe die falschen Hobbys und wenn ich eine Chance haben will, jemals eine Freundin zu finden, muss ich mich andere/zusätzliche Hobbys aussuchen. Nur: Ich habe nicht die geringste Lust dazu. Ich empfinde keineswegs das Bedürfnis, neue Sachen auszuprobieren, da ich mit meinen derzeitigen Hobbys sehr zufrieden bin. Abgesehen davon, dass ich ein Gewohnheitstier bin, bin ich jemand, der nicht gerne rund um die Uhr beschäftigt ist: Ich habe auch mal gerne meine Ruhe und bin froh, wenn ich mal nichts zu tun habe. Wozu sollte ich mich also nach weiteren Hobbys umsehen? Um neue Menschen kennenzulernen? Ok, sehr schön. Aber Hobbys, bei denen ich keine potentiell interessanten Frauen kennenlernen kann, würden mir ja nichts bringen, schließlich habe ich ja schon genug solche Hobbys, wie ihr selbst bemerkt habt. Also muss ich mir Hobbys aussuchen, mit denen ich meine Chancen erhöhen kann, eine Freundin zu finden.

Wie sollen diese Hobbys aber aussehen? Glaubt mir, ich stelle mir wirklich die Frage, und zwar nicht erst seit heute, weiß aber beim besten Willen nicht, welche Interessen die Frauen haben, die mich rein äußerlich und charakterlich gesehen interessieren. Haben sie überhaupt Hobbys, bei denen ich sie kennenlernen könnte? Die Frage ist auch durchaus berechtigt: Ich kenne nämlich Frauen, die nur ein kleines bisschen jünger sind als ich, und die abgesehen von shoppen, sich mit Freunden treffen, feiern gehen, irgendwelche Serien gucken, lesen und im Netz surfen keine Hobbys haben. Das sind aber keine Hobbys, bei denen ich sie kennenlernen könnte.

Wenn ich die Paare in meinem Freundeskreis betrachte, fällt eines sofort auf: In keinem einzigen Fall haben sie sich durch Hobbys kennengelernt. Nein, bei absolut allen war es durch die Arbeit. Sei es die Uni, einen typischen Studentenjob (wie z.B. Kellner) oder ihren Beruf. Das ist auch nicht besonders erstaunlich: Sie hatten ständig miteinander zu tun, hatten sofort etwas, worüber sie sich unterhalten konnten (also eine Gemeinsamkeit), usw. Das ist schon interessant, nicht? Interessant sind auch, dass in einem Fall die Frau gerade den Job gewechselt hat und plötzlich in einem ganz neuen Umfeld war, in dem sie nach nur wenige Monaten ihren Freund gefunden hat; und in einem anderen Fall ist einer von beiden ein paar Jahre älter, befand sich aber in einem Umfeld, in dem viele jünger waren.

Was bedeutet all das für mich? In erster Linie dass ich unbedingt meine Umgebung ändern muss. Da ich gerade erst eine Promotion begonnen habe, wird es noch ziemlich lange dauern, bis ich ins Berufsleben einsteige; da ich aber sowieso nicht vorhabe, in einer Firma zu arbeiten, werde ich wohl keine großen Chancen haben, durch meinen Beruf eine Freundin kennenzulernen. Es kann aber beispielsweise dadurch geschehen, dass ich immer wieder zum bereits erwähnten Sprachcafé gehe und versuche, auch außerhalb der Termine Kontakt mit bestimmten Leuten zu haben, um so meinen Bekanntenkreis zu erweitern. Das ist aber auch das einzige Hobby, durch das ich vielleicht potentiell interessante Frauen kennenlernen könnte. Wenn überhaupt. Aber was kämen konkret für Hobbys in Frage? Nehmen wir mal ein Beispiel. Angenommen, ich melde ich zu einem Tanzkurs an – es interessiert mich spontan überhaupt nicht, aber nehmen wir mal an, dass ich es durchziehe: Besteht da nicht die Gefahr, dass dort ich vor allem Leute antreffe, die sich für den entsprechenden Tanz und das Tanzen allgemein begeistern und diesem Hobby auch aktiv nachgehen? Und angenommen, ich würde eine Frau kennenlernen, die mir auf den ersten Blick gefällt: Wie würde sie denn reagieren, wie sie erfahren würde, dass ich tanzen eigentlich nicht wirklich mag, zumindest aber nicht regelmäßig tanzen gehen möchte? Würden wir überhaupt zusammenpassen? Das gilt im Übrigen für viele der Dinge, die ich ausprobieren könnte.

Anders als die anderen (als die grosse Masse) zu sein - was sollte daran falsch sein. Da haben wir doch gerade so ein 'etwas Besonderes'. Wie ich das sehe hast du es geschafft 'dein Ding durchzuziehen', 'deine Linie beizubehalten', 'so zu sein wie du eben bist' und das trotz Gegenwind und Gruppendruck. Das ist etwas was ich als integer und authentisch bezeichnen würde - und es heisst doch immer wieder dass gerade das bei Frauen so gut ankommt.

Gewiss, so habe ich auch jahrelang gedacht. Fakt ist aber, dass ich mich dadurch selbst von vielen Dingen ausgeschlossen habe: So ist zum Beispiel zu erklären, dass ich in meiner Jugend nie auf einem Geburtstag eingeladen war, dass meine Mitschüler und später Kommilitonen mich nie gefragt haben, ob ich mit ihnen abends etwas trinken gehen möchte. Das hat das bis zu meinem 21. Lebensjahr gedauert. Und weißt du was? Diejenigen, die mir wohl gesonnen waren, fanden mein Verhalten eher „süß“, als dass sie davon beeindruckt gewesen wären. Später, in der Oberstufe und am Anfang meines Studiums, haben sie sich dann zum Ziel gesetzt, dafür zu sorgen, dass ich lockerer werde. Was hat es mir also gebracht?

Verstehe mich nicht falsch: Ich bin irgendwie schon stolz darauf, immer mein Ding durchgezogen zu haben und dem Druck der Gruppe nie nachgegeben zu haben – sei es beim Kleidungsstil, in Sachen Trinken und Rauchen, usw. Aber ich stelle gleichzeitig auch fest, dass meine Mitmenschen Erfahrungen gemacht haben, die ich auf Grund meines Verhaltens nie gemacht habe.

In der Realität in einem Gespräch ist das ein 'Geben' und 'Nehmen', man fragt hört zu, wird gefragt, scherzt, lächelt (nicht vergessen
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) usw. Da muss man dann auch nicht bis ins letzte Detail vorbereitet sein mit Spickzettel, Script oder was auch immer und kann/soll auch gerne improvisieren.


Da hast du natürlich vollkommen Recht. Insgesamt halte ich mich sogar für fähig, ein solches Gespräch zu führen…

Was heißt schon "guter Eindruck"? Hast du mal genauer nachgefragt?

Nun ja, nicht direkt. Aber einige Freundinnen, die mich schon etwas länger kennen, sagen mir regelmäßig, dass ich mich innerhalb der letzten 1/2 Jahre wirklich positiv entwickelt habe, dass ich etwas lockerer und spontaner geworden bin. Ihren Reaktionen nach kommt mein Humor auch gut an. Aber dass sie sich nicht mehr mit mir vorstellen können, ist ja klar, sonst hätte sich ja auch keine Freundschaft zwischen uns entwickelt.

Genauer nachgefragt habe ich aber wie gesagt nicht. Das wäre mir auch sehr peinlich, sie zu fragen, wie sie mich denn so finden. Vor allem deswegen, weil ich mir mit besagten Frauen nie im Leben eine Beziehung vorstellen könnte.

Aber falls wir beide am geplanten Frankfurt-Treffen teilnehmen, kannst du dir selbst ein Bild machen. :zwinker:

Was stellst du dir denn vor? Besonderheiten im Charakter kann man meistens wirklich erst sehen, wenn man einen Menschen besser kennengelernt hat. Aber dafür muss es erstmal dazu kommen, dass man ihn überhaupt kennenlernt.

Besser hätte ich es nicht sagen können. Zumal es mir sehr gut passt, denn es bedeutet im Umkehrschluss auch, dass man nicht sofort als etwas Besonders gelten muss, um überhaupt eine Chance zu haben.

Wenn ich mich beschreibe, würde eine Beschreibungsmöglichkeit "Leseratte" sein. Dann sage ich aber nicht: "Ich lese gern." Und wieso? Weil es nichts aussagt. Zig Menschen da draußen lesen gerne. […] Nein, was macht MICH aus? Mein Leserattendasein? "Eskapismus ist meine wichtigste Entspannungsstrategie. Zum Beispiel gehe ich nie ohne Buch aus dem Haus und kann lange Wintertage mit einer großen Kanne Tee und einer guten Lektüre (Juli Zeh, Moers,...) auf dem Sofa verbringen." So. Im ersten Beispiel - "Ich lese gern" - ist überhaupt nichts über mich gesagt. Im zweiten Beispiel findest du viel mehr Infos über mich als Person: Eskapismus - das würde ich noch weiter ausführen. Man liest raus, dass ich nicht der aktivste Zeitgenosse bin, Gemütlichkeit schätze und schon einen gewissen "Typus" an Literatur anführe, also eben nicht Ahern und Co.

Ich danke dir für dein Beispiel, das mir wirklich geholfen hat. Nun verstehe ich besser, was du – aber auch die Anderen – mit „langweilig“ meinten. Wenn ich ganz ehrlich bin, muss ich gestehen, dass ich selbst nie auf die Idee gekommen wäre, meine Eigenschaften und Hobbys so zu präsentieren. Irgendwie bin ich eher der Typ, der alles geradeaus sagt und den Sinn solcher poetischen Beschreibungen nicht versteht. Um es mit den Worten meiner Eltern zu beschreiben: In manchen Dingen bin ich einfach zu sachlich und unpoetisch. Daran werde ich wohl arbeiten müssen. Nun weiß ich aber zumindest wie das ungefähr aussehen soll.

Noch was: eventuell solltest du aber wirklich nochmal überlegen, ob du nicht einfach den falschen Typ Frau anziehst und was du tun musst, um den richtigen anzuziehen.

Das sagst du so beiläufig, es ist aber ein enormes Problem: Dass ich den falschen Typ Frau anziehe, ist mir längst klar – wobei die derzeitige Situation nicht besser ist: Nun hat seit Längerem gar keine Frau mehr an mir Interesse gezeigt. Was soll ich aber machen, um den „richtigen“ Typ Frau anzuziehen? Offen gestanden: Ich habe nicht die geringste Ahnung. Fest steht aber auch, dass ich Frauen dieses Typs sowieso nie direkt zu tun habe, was dazu führt, dass ich sie auch nicht beobachten und „untersuchen“ kann, was für Interesse sie haben und was sie in einem Mann suchen.

Vielleicht musst du auch deutlich mehr zwischen Eigenlob und Selbstbewusstsein differenzieren. Ich habe weder in Freundschaften noch in Beziehungen Lust drauf, den anderen ständig zu hätscheln. Ich will, dass er weiß, wer er ist und das auch zugibt. Also nicht: "Ich würde sagen, dass...", sondern: "Ich bin humorvoll. Vielleicht weiß nicht jeder meinen Humor zu schätzen, aber ich find ihn gut." Trau dich mal, dich selbst zu mögen. Das ist kein Verbrechen. Jemand, den man immer betüddeln muss, ist anstrengend.

Du hast vollkommen Recht: „Jemand, den man immer betüddeln muss, ist anstrengend“, und das auch in der Freundschaft, wie ich bereits feststellen musste. Trotzdem habe ich Schwierigkeiten damit, zu sagen, dass dieses oder jenes an mir gut ist. Ich neige dann immer dazu, Formulierungen wie „ich würde sagen, dass…“ oder „man sagt mir nach, …“ zu verwenden. Auch daran muss ich arbeiten. Leicht wird es jedoch nicht. Ich habe übrigens auch Schwierigkeiten mit Komplimenten: Wenn mir in der Schule ein Lehrer oder nun ein Dozent ein Kompliment macht, freut es mich einerseits unheimlich, andererseits haben ich das Gefühl, unter einem enormen Druck zu stehen: Jetzt, wo er eine so hohe Meinung von mir hat, darf ich ihn ja auf keinen Fall enttäuschen. Es ist mir aber durchaus bewusst, dass es vollkommen absurd ist.

Weshalb hast du die beste Zeit deines Lebens zum Teil verschwendet? Saßst du freiwillig in deinem Zimmer, allein und hast nur Chips gegessen oder wie? Ist eine Frau das einzige, was dein Leben kostbar machen könnte? Ja, ich fände das gruselig, ganz ehrlich.

Die Frage, weshalb ich die beste Zeit meines Lebens teilweise verschwendet habe, ist leicht zu beantworten: Erfahrungen, die Jugendliche machen, habe ich selbst nicht gemacht, was ich heute zum Teil bereue, zumal ich das Gefühl habe, dass Einiges einfach nicht nachgeholt werden kann. Glaube mir, es ist wirklich kein angenehmes Gefühl, wenn du mit Leuten zusammen sitzt, die von ihrer Jugend erzählen und du selbst nicht mitreden kannst. Dann ist es so, dass man mit seinem Partner viel mehr unternehmen kann, wenn man noch studiert, als wenn man bereits mitten im Berufsleben steht und/oder kurz davor steht, eine Familie zu gründen. Bei den befreundeten Paaren, die das Studium nun hinter sich haben, merke ich es (sonst wäre ich ehrlich gesagt gar nicht auf die Idee gekommen, dass es so sein könnte): Sie haben nach einem anstrengenden Arbeitstag bzw. einer anstrengenden Woche nicht mehr unbedingt Lust, abends bzw. am Wochenende groß was zu unternehmen, sind deutlich weniger flexibel, wenn es darum geht, zusammen für ein verlängertes Wochenende wegzufahren, usw. Wenn einmal Kinder da sind, ist es vollkommen vorbei. Wenn ein Mann mit Anfang 30 eine Partnerin hat, die 5 bis 10 Jahre jünger ist, ist es kein Problem; bei einer gleichaltrigen Frau ist es schon deutlich problematischer, denn wenn sie Kinder will, kann sie nicht ewig warten.

Überleg dir bitte mal Gründe, aus denen du die beste Zeit deines Lebens (wann ist die überhaupt? Gehts ab 25 nur noch abwärts oder wie?) NIHCT verschwendet hast.

Natürlich kann man es auch so sehen, dass ich noch mein gesamtes Leben, sei es in beruflicher oder in privater Hinsicht, vor mir habe, und noch viel leisten kann. Es gibt sogar Dinge, die man oft erst machen kann, wenn man etwas älter ist, weil man erst da das nötige Kleingeld dazu hat. Und natürlich sammelt man im Laufe seines Lebens sehr viele Erfahrungen, die enorm viel wert sind: So gesehen ist die beste Zeit seines Lebens bestimmt nicht die Jugend, weil man da diese Erfahrungen größtenteils noch nicht gesammelt hat. Aber gut, vielleicht hängt meine Einstellung auch damit zusammen, dass ich Angst habe vor dem älter werden…

Da wäre es evtl. hilfreich, zu versuchen, auch mal Dinge zu tun, bei denen du am Anfang glaubst, du müsstest dich dazu ein wenig verbiegen.

Ich weiß, was du meinst. Warum habe ich aber so große Hemmungen? Das ist doch nicht mehr normal…

Stattdessen solltest du die Sache lieber bei der nächsten Gelegenheit ansprechen. - Auch wenn du dazu deinen Charakter möglicherweise ein klein wenig verbiegen musst und es anfängt, ein wenig zu ziehen (um bei der obigen Analogie zu bleiben).

Tja, das habe ich gemacht. Da ich die Dummheit gemacht habe, noch andere Dinge gleichzeitig anzusprechen, sind wir nicht mehr dazu gekommen, ausführlich darüber zu sprechen. Besagter Freund hat mir angeboten, uns ein paar Tage später zu treffen, um das nachzuholen, leider ist es beim darauffolgenden Treffen jedoch nicht dazu gekommen. Da er offenbar nicht allzu viel Zeit hatte, hätte es keinen Sinn gehabt, das Thema anzusprechen. Und ich befürchte, dass er es sowieso vergessen hat, da er offenbar viel um die Ohren hat. Verletzt hat es mich trotzdem.

Irgendwie musst du aber doch auch schon beim Kennenlernen das Interesse einer Frau an dir wecken... und wenn du dich gegenüber dieser Frau öhnlich überzeugt verhältst wie bei deinem aufgenommenen Text, wird das kaum möglich sein.

Das ist mir mittlerweile klar. Ich weiß aber nur nicht, wie ich mich denn interessant machen könnte… Ich hatte nämlich beim Aufnehmen der Audio-Datei den Eindruck, nicht ganz uninteressant zu wirken. Das heißt: Zwischen Selbst- und Fremdwahrnehmung besteht eine enorme Kluft.

Du reagierst empfindlich. Gut. Ich habe mich mißverständlich ausgedrückt oder war unsensibel dabei. Natürlich ist nicht gemeint, daß Du langweilig bist, sondern langweilig WIRKST. Bitte nimm den Hinweis „monotone Stimme“ nicht wortwörtlich. […] Niemand möchte Dich beleidigen oder das Gefühl in Dir hervorrufen.

Ich reagiere in der Tat empfindlich. Es tut mir leid, dass ich überreagiert habe.

In der Realität wirst Du keine Chance haben, eine Frau vorab auf diese Art von Dir zu überzeugen, da sich einerseits viel schneller entscheidet, ob Du für jemanden als potentieller Partner attraktiv erscheinst und andererseits die wenigsten dafür Zeit aufbringen, Dich geduldig und mühevoll auszupacken. Wozu auch, wenn das nötige Maß an Interesse fehlt. Der erste Eindruck-„die Anmache“ ist entscheidend

Du bringst es auf den Punkt: Der erste Eindruck ist entscheidend. Das Problem ist nur, dass ich selbst erst nach einer viel längeren Zeit anfange, mich für jemanden zu interessieren. Bei der letzten Frau, in die ich mich verliebt habe (zumindest hatte ich das Gefühl, dass ich mich in sie verliebt habe), hat es ohne zu übertreiben Monate gedauert, bis ich sie überhaupt als Frau wahrgenommen habe. Davor war sie für mich nur jemand, der sympathisch ist, und es wäre kein Unterschied gewesen, wenn sie ein Mann gewesen wäre: Wir verstanden uns gut, es hätte auch nur eine Freundschaft werden können. Als ich dann gespürt habe, dass ich doch mehr für sie empfinde und sie ab dahin anders betrachtet habe, habe ich auch angefangen, mich ein bisschen anders zu verhalten. Ich kann zwar nicht sagen, wie es sich entwickelt hätte, da sie mir relativ schnell gestanden hat, dass sie bereits einen Freund hat, aber eins steht wie gesagt fest: Es hat lange gedauert, bis sie für mich attraktiv wurde. Wie soll es denn funktionieren, wenn ich so viel Zeit brauche, die Frauenwelt mir größtenteils aber – deine und den Aussagen vieler anderer zufolge – diese Zeit nicht gibt.

So langsam bekomme ich den Eindruck, daß Du Deine Attraktivität gar nicht wahrhaben willst (warum auch immer)…

Ich verstehe nicht ganz, was du damit sagen willst, und vor allem wieso du der Meinung bist, dass ich meine Attraktivität nicht wahrnehmen will. Ich habe eher den Eindruck, dass gar keine Attraktivität vorhanden ist…
 

Benutzer106520 

Benutzer gesperrt
Nur wirklich ganz kurz: Ich bin 30 Jahren, in den letzten 15 Jahren habe ich mehrmals verliebt, 4x reichte es für eine längere Beziehung (die jedoch alle wieder scheiterten, wegen der ersten 3 bin ich froh, bei der 4. erlebe ich gerade schlimme Trennungsschmerzen). So nur etwas dazu, damit du weisst, ich habe das schon mehrmals erlebt mit dem Verlieben und Beziehungsbeginn.

Weisst du wann es bei mir so gefunkt hat, dass es dann gepasst hat dass es in einer Beziehung endet?

Wenn ich eine Frau nicht wirklich gesucht habe. Zwar schon den Gedanken hatte, irgendwann wäre es wieder mal schön, aber jetzt nicht gesucht habe. Wenn ich das Leben, sowie es gerade war, so schön empfand, wo ich innerlich spürte, dass es just in diesen Moment nicht notwendig ist, dass ich jetzt irgendetwas dafür unternehme eine Freundin zu bekommen. Man liebt sich in diesen MOment soviel und es reicht wenn man sich selbst hat und das führt dazu dass sich eine andere Frau in dich verlieben kann, weil du dich selbst so gut annimmst und du zeigst du kannst auch alleine sehr glücklich sein.

ABer dein Bestreben etwas auszugehen, unter Leute zu kommen kann dafür sicher auch etwas nützlich sein. Niemand findet jemanden wenn er nur zuhause rumhockt, außer heutzutage ist sogar das möglich, übers Internet. Aber ob man dabei diese Selbstliebe so finden wird und nicht eher Einsamkeit und Verzweiflung wage ich jetzt nicht zu beurteilen.[DOUBLEPOST=1364541212,1364540908][/DOUBLEPOST]Und wenn du diesen Zustand, voll von Freiheit und Selbstliebe, erreicht hast, verliebt sich nicht bloß irgendeine in dich, sondern genau die, die du vorher so lange gesucht hast mit deinen Bildern im Kopf (seien es nun die Wünsche wie sie charakterlich oder auch optisch sein sollte) und du sie sofort als die Richtige erkennen wirst.[DOUBLEPOST=1364541766][/DOUBLEPOST]Falsche Hobbies kann man nie haben. Es ei senn es artet so aus, dass man schlicht und einfach keine Zeit mehr für eine Partnerschaft hat. Natürlich schaut man dann, wenn man in einer Beziehung ist, dass man Gemeinsamkeiten und gemeinsame Interessen und Hobbies entwickelt. Nichts ist schlechter, als wenn jeder seinen Teil macht. Aber jetzt in diesen Moment, mach das, und lebe diese Hobbies aus, die dich glücklich machen und so findest du auch leichter zu den Zustand den ich dir vorher beschrieben habe.
 

Benutzer123446 

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Wie würde sie denn reagieren, wie sie erfahren würde, dass ich tanzen eigentlich nicht wirklich mag, zumindest aber nicht regelmäßig tanzen gehen möchte? Würden wir überhaupt zusammenpassen?

Man muss in meinen Augen keine gemeinsamen Hobbys haben. Man muss sich erstmal einfach treffen.
Mein Partner betreibt Sport im Verein und ist auch sonst sportlich aktiv. Ich kann gern bei Spielen zugucken und wenn es ihm Freude macht ist das schön. Ich geh auch gerne mal radeln mit ihm oder so, aber mehr auch nicht.
Meine eigenen Hobbys betreibe ich oft in der Zeit, in der er trainiert, und er könnte mit meinen auch nichts anfangen... das ist eher anregend, finde ich. So hat man selbst noch einen "Freiraum" und man hat aber auch ein Gesprächsthema. Wichtig finde ich dabei, dass man sich für die Dinge des Partners interessiert, weil sie Teil seiner Person ist, dabei muss nicht zwingend echtes Interesse an der Sache vorhanden sein.


Diejenigen, die mir wohl gesonnen waren, fanden mein Verhalten eher „süß“, als dass sie davon beeindruckt gewesen wären. Später, in der Oberstufe und am Anfang meines Studiums, haben sie sich dann zum Ziel gesetzt, dafür zu sorgen, dass ich lockerer werde. Was hat es mir also gebracht?
Meiner Erfahrung nach ändert sich diese Haltung sehr stark mit Alter und Umfeld. Ich hab das in meinem Freundeskreis und auch bei mir selbst erleben können. Bis Mitte 20 war ich auch eher nicht beeindruckt von solchem Verhalten, aber je älter ich wurde, umso mehr schätzte ich es.
Natürlich gibt es auch Leute, bei denen das auch im "höheren" Alter nicht so ist und die es nie zu schätzen wissen, wenn jemand sein Ding durchzieht, weil sie kein Verständnis dafür aufbringen wollen. Aber das sind häufig recht unreflektiert agierende Menschen, die auch in anderen Lebensbereichen nicht so mein Fall sind.

Irgendwie bin ich eher der Typ, der alles geradeaus sagt und den Sinn solcher poetischen Beschreibungen nicht versteht. Um es mit den Worten meiner Eltern zu beschreiben: In manchen Dingen bin ich einfach zu sachlich und unpoetisch.
Ich weiß nicht mal, was an der Umschreibung jetzt poetisch ist :tongue: Zu sachlich kann es evtl. treffen.
Und der Sinn davon? Sich ein Bild von dir machen. Worte mit Leben füllen. Worte mit DIR füllen.
Das ist natürlich auch so eine Internetgeschichte, ich hab ja keine Ahnung wie du im realen Leben wirkst!

Was soll ich aber machen, um den „richtigen“ Typ Frau anzuziehen?
Ich tappe immer noch im Dunkeln, was den richtigen Typ Frau bei dir ausmacht. Oder hab ich was verpasst?
Vielleicht nähern wir uns der Sache mal über konkrete... Tätigkeiten, Eigenschaften, whatever. Mal erstmal weg vom Äußeren.
1. Was sollte die Frau denn am liebsten in ihrem Urlaub unternehmen? (Rucksacktouren in Indien, Interrail in Skandinavien, Strandurlaub in Italien...)
2. Wie sollte die Frau denn einen Abend am liebsten verbringen?
3. Treffen mit Freunden. Wie sollten die aussehen? (Spieleabend, Kneipenabend, Party...)
4. Über was sollte sich denn die Frau mit dir unterhalten?
5. Welche politische Einstellung bzw. welche Haltung zum Leben sollte sie haben?
6. Welche Werte (von ökologischer Lebensweise bis Luxuslifestyle als Lebensziel) sollte sie denn vertreten und leben?
Ich versuch mir einfach immer noch vorzustellen, wie diese ominöse Frau, die sich einfach nicht finden lässt, aussehen könnte. Was du von ihr erwartest. Vielleicht kann man dann noch mehr ausmachen, warum sie noch nicht da ist.

Jetzt, wo er eine so hohe Meinung von mir hat, darf ich ihn ja auf keinen Fall enttäuschen. Es ist mir aber durchaus bewusst, dass es vollkommen absurd ist.
Das ist nicht absurd. Es zeigt nur auch eine Art Selbstwertproblem. Denn du musst, was auch immer, in erster Linie für dich sein und für dich machen. Es ist doch schön, wenn jemand eine hohe Meinung von dir hat. Aber es ist noch schöner, wenn du die Erwartungen nur soweit erfüllst, wie du sie erfüllen kannst und willst.
Du hast sicher gute Gründe dafür, stolz auf dich zu sein und auf das, was du erreicht hast.

(Später mehr, muss jetzt weg...)
 

Benutzer113006 

Planet-Liebe-Team
Moderator
Off-Topic:
Es sei erwähnt, dass ich hier nach wie vor nur sporadisch hinein schaue...

Aber die Fragen von Eswareinmal finde ich super! Anhand jeder einzelnen Frage lassen sich dann Aktivitäten definieren, die du ausüben kannst, um den "richtigen Typ Frau" zu treffen :zwinker:
Ich tappe immer noch im Dunkeln, was den richtigen Typ Frau bei dir ausmacht. Oder hab ich was verpasst?
Vielleicht nähern wir uns der Sache mal über konkrete... Tätigkeiten, Eigenschaften, whatever. Mal erstmal weg vom Äußeren.
1. Was sollte die Frau denn am liebsten in ihrem Urlaub unternehmen? (Rucksacktouren in Indien, Interrail in Skandinavien, Strandurlaub in Italien...)
2. Wie sollte die Frau denn einen Abend am liebsten verbringen?
3. Treffen mit Freunden. Wie sollten die aussehen? (Spieleabend, Kneipenabend, Party...)
4. Über was sollte sich denn die Frau mit dir unterhalten?
5. Welche politische Einstellung bzw. welche Haltung zum Leben sollte sie haben?
6. Welche Werte (von ökologischer Lebensweise bis Luxuslifestyle als Lebensziel) sollte sie denn vertreten und leben?
Ich versuch mir einfach immer noch vorzustellen, wie diese ominöse Frau, die sich einfach nicht finden lässt, aussehen könnte. Was du von ihr erwartest. Vielleicht kann man dann noch mehr ausmachen, warum sie noch nicht da ist.
 

Benutzer115625 

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Hallo,

ich mal wieder. Welche konkreten Schritte hast du in letzter Zeit unternommen, um dein Ziel zu erreichen? Was ist dabei rausgekommen, welche Erkenntnisse hast du dabei gewonnen, wie hast du dich dabei gefühlt?

Grüße,

Ali Mente
 

Benutzer78662  (33)

Meistens hier zu finden
Hmja. Ich bin mir nicht sicher, ob man das direkt an "Hobbys" festmachen sollte - a) finde ich den Begriff fürchterlich, das klingt immer so nach Kleintierzüchterverein und Ü-Eier-Figuren-Sammeln (no offense :zwinker:) und b) muß, wie schon gesagt wurde, ein gemeinsames Hobby bei weitem nicht heißen, daß es dann auch persönlich und charakterlich passt. Ein Hobby ist für mich eher etwas, was man alleine betreibt oder auch zusammen mit anderen, wenn man dabei Gleichgesinnte trifft, aber in Bezug auf eine Partnerschaft auch gut nebenher laufen kann. (Was natürlich nicht heißen muß, daß nicht die Möglichkeit besteht, dabei auch eine interessante Frau kennenzulernen.)

Eher würde ich mich auf das soziale Umfeld konzentrieren. Deine Beobachtung, daß Beziehungen meistens in der alltäglichen Umgebung entstehen, ist ja glaube ich ziemlich richtig. Wenn nun momentan die Situation so aussieht, daß in Deinem Umfeld alle Frauen in langfristigen Beziehungen oder für Dich uninteressant sind (wenn ich ehrlich sein soll, würde ich es eher so formulieren, daß Du sie von vorneherein in die "uninteressant"-Schublade steckst), gibt es im Prinzip genau zwei Möglichkeiten: Entweder Du versuchst alles, um Dir neue Bekanntschaften zu erschließen (was vielleicht bedeutet, daß Du dann woanders Einschränkungen machen musst - das ist aber nichts, wovor Du Angst haben solltest, letztlich ist es ganz normal, daß im Laufe des Lebens solche Verschiebungen stattfinden und Menschen sich anders entwickeln und eigene Wege gehen), oder Du gibst Dir einen kräftigen Ruck und den Frauen des sog. "intellektuellen Typs" mal eine Chance (ev. auch erstmal auf freundschaftlicher Basis).

Um nochmal auf das Tanzen zurückzukommen: vielleicht siehst Du es nicht so, daß Du Dir gleich ein neues Hobby zulegst, das Du dann bis ans Ende Deiner Tage ausüben musst, sondern nimmst Dir bloß mal an einem Tag Zeit und probierst sowas aus. Wenn ich mich richtig erinnere, warst Du doch schonmal auf einer solchen Veranstaltung und meintest, es hätte Dir irgendwann auch Spaß gemacht? Dann geh doch einfach mal alleine hin. Wenn es blöd wird - lässt Du es wieder bleiben und siehst die Leute nie wieder. Aber nach dem Bild, was ich mir so langsam von Dir gemacht habe, würde es mich nicht wundern, wenn Dir Standard- oder Lateintanz durchaus liegen würde, wenn Du erstmal ein bißchen reingekommen bist. Ich meine, es gibt dabei einen festen sozialen Rahmen, an dem man sich orientieren kann, Du bist mit neuen Menschen zusammen, ohne die ganze Zeit smalltalken zu müssen, es gibt Grundschritte, die Du zuerst lernen kannst um dann freier zu werden usw...wenn Du verstehst, worauf ich hinauswill :zwinker: Vielleicht würde es Dir auch insofern etwas bringen, als Du beim Tanzen ein neues Gefühl für Deine Körperlichkeit im Zusammenspiel mit einer Frau erfahren kannst, ohne daß sofort ein sexueller Hintergrund dabei ist.
 

Benutzer123446 

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So, also noch eine Ergänzung hab ich...
Aber gut, vielleicht hängt meine Einstellung auch damit zusammen, dass ich Angst habe vor dem älter werden…
Kann ich mir gut vorstellen. Vielleicht sollte ich meine Frage umformulieren:
Welche Erfahrungen hast du gemacht, die andere "Durchschnittsjugendliche" nicht gemacht haben?
In welchen Aspekten deiner Persönlichkeit bist du gereift und hast dich weiterentwickelt - auf einem Weg, den andere eben nicht gegangen sind?
Und: Welche Erfahrungen - versuch sie bitte konkret zu benennen - fehlen dir auf eine Weise, die dich heute einschränkt?

Es gibt nicht das richtige Leben. Man kann Erfahrungen in jeder Art und Weise sammeln und daran wachsen. Deswegen regt mich diese "Mein Leben ist vorbei"-Haltung immer ein bisschen auf. :zwinker: Sie suggeriert nämlich oft, dass nur der Standardjugendliche adäquat reifen kann und/oder nur der Mensch, der möglichst viele möglichst unterschiedliche Erfahrungen mit Menschen, ohne Menschen, in Deutschland, in Thailand gesammelt hat und zwischenzeitlich sowohl in Luxusvillen als auch in Bauwagensiedlungen gelebt hat, ein erfahrenes und erfülltes Leben hatte.
Und das ist einfach falsch.
(Und ich spreche aus der Sicht eines Menschen mit ziemlich vielen Erfahrungen :zwinker: Davon möchte ich viele nicht missen und viele haben mich weitergebracht, aber viele andere haben mich nicht weitergebracht oder mir sogar geschadet.)

Ich habe eher den Eindruck, dass gar keine Attraktivität vorhanden ist…
Ich habe eher den Eindruck, dass ziemlich wenig Selbstbewusstsein vorhanden ist... :whistle:
 

Benutzer126107 

Öfters im Forum
Gewiss, so habe ich auch jahrelang gedacht. Fakt ist aber, dass ich mich dadurch selbst von vielen Dingen ausgeschlossen habe: So ist zum Beispiel zu erklären, dass ich in meiner Jugend nie auf einem Geburtstag eingeladen war, dass meine Mitschüler und später Kommilitonen mich nie gefragt haben, ob ich mit ihnen abends etwas trinken gehen möchte. Das hat das bis zu meinem 21. Lebensjahr gedauert. Und weißt du was? Diejenigen, die mir wohl gesonnen waren, fanden mein Verhalten eher „süß“, als dass sie davon beeindruckt gewesen wären. Später, in der Oberstufe und am Anfang meines Studiums, haben sie sich dann zum Ziel gesetzt, dafür zu sorgen, dass ich lockerer werde. Was hat es mir also gebracht?

Verstehe mich nicht falsch: Ich bin irgendwie schon stolz darauf, immer mein Ding durchgezogen zu haben und dem Druck der Gruppe nie nachgegeben zu haben – sei es beim Kleidungsstil, in Sachen Trinken und Rauchen, usw. Aber ich stelle gleichzeitig auch fest, dass meine Mitmenschen Erfahrungen gemacht haben, die ich auf Grund meines Verhaltens nie gemacht habe.

Das kann ich verstehen und auch zum Teil nachvollziehen. Ich war während der Schulzeit auch eher der Einzelgänger, bin auf 'meiner eigenen Schiene gelaufen' und habe mich wenig darum geschert was die anderen darüber dachten. Ok, sind dann halt ein paar Parties und Aktivitäten an mir vorbeigegangen, aber so what? - tempi passati!. Ich habe nie den Eindruck gehabt, dass mir jetzt dadurch wesentliche Erfahrungen entgangen wären. Eswareinmal bringt es schön auf den Punkt: was sind denn das deiner Meinung nach für Erfahrungen die dir jetzt so dringend zu fehlen scheinen?
Ich finde es grundsätzlich nie sehr zielführend sich soo sehr mit Dingen aus der Vergangenheit zu beschäftigen - vor allem mit all den 'anscheinend' verpassten Chancen - oder gar diese Dinge als Grund ansehen zu wollen, warum etwas noch nie geklappt hat bei einem oder eben heute nicht klappt. Buche es ab als als Erfahrungen die du gemacht (oder eben nicht gemacht) hast und die nun mal Teil von dir sind. Aber schau vorwärts und sieh was du damit machen kannst/willst.

... Dann ist es so, dass man mit seinem Partner viel mehr unternehmen kann, wenn man noch studiert, als wenn man bereits mitten im Berufsleben steht und/oder kurz davor steht, eine Familie zu gründen. Bei den befreundeten Paaren, die das Studium nun hinter sich haben, merke ich es (sonst wäre ich ehrlich gesagt gar nicht auf die Idee gekommen, dass es so sein könnte): Sie haben nach einem anstrengenden Arbeitstag bzw. einer anstrengenden Woche nicht mehr unbedingt Lust, abends bzw. am Wochenende groß was zu unternehmen, sind deutlich weniger flexibel, wenn es darum geht, zusammen für ein verlängertes Wochenende wegzufahren, usw. Wenn einmal Kinder da sind, ist es vollkommen vorbei. ...

Hier muss ich dir widersprechen - zumindest in meiner eigenen Erfahrung ist das nicht so.
Klar, sicher gibt es Menschen, die wenn sie mal in einem 'geregelten Tagesablauf' leben plötzlich zu phlegmatischen Couch Potatoes mutieren (meist sind das sogar genau die, welche vorher immer am meisten Party gemacht haben :zwinker: )
Aber verallgemeinern lässt sich das sicher nicht - das hängt doch ganz stark von der Persönlichkeit des Einzelnen ab. Meine damalige Freundin (heutige Frau) und ich waren beide zu 100% berufstätig nach der Ausbildung /Uni und hatten trotzdem immer Zeit (und auch Laune), unter der Woche oder am Wochenende mit Freunden was zu unternehmen. Auch die Spontaneität und Flexibilität hat darunter nicht gelitten. Aber wie gesagt, manche tun sich da halt wohl etwas schwerer.

Wenn einmal Kinder da sind, ist es vollkommen vorbei
:ROFLMAO: sorry wenn ich jetzt lachen muss

Kinder kann ich mal grad gar nicht als 'Ausrede' gelten lassen. Das ist imho letztlich nur eine Willens- und Organisations-Frage - kann ich ebenfalls aus eigener Erfahrung sagen. Obwohl natürlich die Organisation einigen wohl leichter fallen mag als anderen.

Auch hier lese ich wieder heraus, dass du vor allem deinen 'verpassten Chancen' nachstudierst. Je mehr man solchen 'verpassten Chancen' nachtrauert, desto mehr vergisst man zu leben. Glaub mir das bringt nichts (man findet nicht umsonst tausende von Zitaten und klugen Sprüchen zu dem Thema).
Es gibt nun mal kein TARDIS und wird's (zum Glück) wohl auch nie geben.

Ich verstehe nicht ganz, was du damit sagen willst, und vor allem wieso du der Meinung bist, dass ich meine Attraktivität nicht wahrnehmen will. Ich habe eher den Eindruck, dass gar keine Attraktivität vorhanden ist…

Denkst du nicht, dass du hier etwas gar arg die Keule der Bescheidenheit schwingt? Oder liegt es wirklich am Mangel von Selbstbewusstsein?
 

Benutzer44981 

Planet-Liebe Berühmtheit
Im Grunde genommen sagt ihr alle drei das Gleiche: Ich habe die falschen Hobbys und wenn ich eine Chance haben will, jemals eine Freundin zu finden, muss ich mich andere/zusätzliche Hobbys aussuchen. Nur: Ich habe nicht die geringste Lust dazu. Ich empfinde keineswegs das Bedürfnis, neue Sachen auszuprobieren, da ich mit meinen derzeitigen Hobbys sehr zufrieden bin. Abgesehen davon, dass ich ein Gewohnheitstier bin, bin ich jemand, der nicht gerne rund um die Uhr beschäftigt ist: Ich habe auch mal gerne meine Ruhe und bin froh, wenn ich mal nichts zu tun habe. Wozu sollte ich mich also nach weiteren Hobbys umsehen? Um neue Menschen kennenzulernen? Ok, sehr schön. Aber Hobbys, bei denen ich keine potentiell interessanten Frauen kennenlernen kann, würden mir ja nichts bringen, schließlich habe ich ja schon genug solche Hobbys, wie ihr selbst bemerkt habt. Also muss ich mir Hobbys aussuchen, mit denen ich meine Chancen erhöhen kann, eine Freundin zu finden.

Wie sollen diese Hobbys aber aussehen? Glaubt mir, ich stelle mir wirklich die Frage, und zwar nicht erst seit heute, weiß aber beim besten Willen nicht, welche Interessen die Frauen haben, die mich rein äußerlich und charakterlich gesehen interessieren. Haben sie überhaupt Hobbys, bei denen ich sie kennenlernen könnte? Die Frage ist auch durchaus berechtigt: Ich kenne nämlich Frauen, die nur ein kleines bisschen jünger sind als ich, und die abgesehen von shoppen, sich mit Freunden treffen, feiern gehen, irgendwelche Serien gucken, lesen und im Netz surfen keine Hobbys haben. Das sind aber keine Hobbys, bei denen ich sie kennenlernen könnte.

Ich habe keine Ahnung, welche Hobbies Frauen haben könnten, die deinem Beuteschema entsprechen...
Aber ich habe einfach nur die Tatsache betrachtet, dass du in deinem derzeitigen Leben nur Frauen begegnest, die nicht deinem Beuteschema entsprechen. - Und da gibt es eben nur zwei Möglichkeiten für dich, wenn du eine Freundin finden willst:
1. Ändere dein Leben so, dass du diesen Frauen begegnest - und da lässt sich ein Hobby eben viel einfacher wechseln als der Job, das Studium, o.Ä.
2. Ändere dein Beuteschema, bzw. gibt auch Frauen eine Chance, die diesem Beuteschema nicht entsprechen.

Andere Möglichkeiten gibt es einfach nicht, sofern du nicht gerade auf das Glück vertraust, dass dir doch irgendwann mal ohne jegliche Veränderung an dir, deinem Leben und deinen Vorlieben deine Traumfrau unvermittelt über den Weg läuft.
Da kann dir dein derzeitiges Leben noch so gut gefallen und da kannst du beliebig wenig Lust haben, etwas daran zu ändern. - Wenn du deine Chancen bei der Partnersuche verbessern willst, musst du eben etwas ändern.

Wenn ich die Paare in meinem Freundeskreis betrachte, fällt eines sofort auf: In keinem einzigen Fall haben sie sich durch Hobbys kennengelernt. Nein, bei absolut allen war es durch die Arbeit. Sei es die Uni, einen typischen Studentenjob (wie z.B. Kellner) oder ihren Beruf. Das ist auch nicht besonders erstaunlich: Sie hatten ständig miteinander zu tun, hatten sofort etwas, worüber sie sich unterhalten konnten (also eine Gemeinsamkeit), usw. Das ist schon interessant, nicht? Interessant sind auch, dass in einem Fall die Frau gerade den Job gewechselt hat und plötzlich in einem ganz neuen Umfeld war, in dem sie nach nur wenige Monaten ihren Freund gefunden hat; und in einem anderen Fall ist einer von beiden ein paar Jahre älter, befand sich aber in einem Umfeld, in dem viele jünger waren.
Naja... und wo ist da jetzt der große Unterschied zum Hobby?
Ob ich nun eine interessante in der Arbeit, in der Uni oder eben z.B. beim Training im Sportverein regelmäßig sehe, mit ihr ins Gespräch komme, usw., ist doch völlig egal.
Und zumindest in meinem Umfeld gibt es mehr als genügend Leute, die sich in einem Verein oder über irgendein anderes Hobby, gemeinsames Interesse, o.Ä. kennengelernt haben.

Der Vorschlag mit dem Hobbies kam wohl überwiegend deshalb, weil man diese Dinge ohne irgendwelche Sachzwänge relativ einfach verändern kann.
Dein Studium oder deine Promotion wirst du sicherlich nicht so einfach aufgeben - nur, um irgendwas anzufangen, bei dem du möglicherweise eher Frauen kennenlernen könntest, die deinem Beuteschema entsprechen.

Was bedeutet all das für mich? In erster Linie dass ich unbedingt meine Umgebung ändern muss. Da ich gerade erst eine Promotion begonnen habe, wird es noch ziemlich lange dauern, bis ich ins Berufsleben einsteige; da ich aber sowieso nicht vorhabe, in einer Firma zu arbeiten, werde ich wohl keine großen Chancen haben, durch meinen Beruf eine Freundin kennenzulernen. Es kann aber beispielsweise dadurch geschehen, dass ich immer wieder zum bereits erwähnten Sprachcafé gehe und versuche, auch außerhalb der Termine Kontakt mit bestimmten Leuten zu haben, um so meinen Bekanntenkreis zu erweitern. Das ist aber auch das einzige Hobby, durch das ich vielleicht potentiell interessante Frauen kennenlernen könnte. Wenn überhaupt. Aber was kämen konkret für Hobbys in Frage? Nehmen wir mal ein Beispiel. Angenommen, ich melde ich zu einem Tanzkurs an – es interessiert mich spontan überhaupt nicht, aber nehmen wir mal an, dass ich es durchziehe: Besteht da nicht die Gefahr, dass dort ich vor allem Leute antreffe, die sich für den entsprechenden Tanz und das Tanzen allgemein begeistern und diesem Hobby auch aktiv nachgehen? Und angenommen, ich würde eine Frau kennenlernen, die mir auf den ersten Blick gefällt: Wie würde sie denn reagieren, wie sie erfahren würde, dass ich tanzen eigentlich nicht wirklich mag, zumindest aber nicht regelmäßig tanzen gehen möchte? Würden wir überhaupt zusammenpassen? Das gilt im Übrigen für viele der Dinge, die ich ausprobieren könnte.
Irgendwelche Dinge auszuprobieren, bei denen du Zweifel dran hast, ob sie dir Spaß machen, kann sich durchaus lohnen.
Aber Dinge zu tun, die dir wirklich keinen Spaß machen - nur, um dort möglicherweise eine Frau kennenzulernen, halte ich für wenig sinnvoll. Du hast ja selbst schon die Befürchtung, dass du dort Frauen begegnest, die von dir möglicherweise Dinge erwarten, die gar nicht dein Fall sind.

Aber diesen Gedankengang kannst du auch auf deine aktuelle Situation übertragen:
Du führst ein Leben, das dir Spaß macht und bei dem du dich nicht irgendwie verbiegen musst. Aber dort begegnest du keinen Frauen, die deinem Beuteschema entsprechen.
Aber das heißt doch auch, dass Frauen, die deinem Beuteschema entsprechen, höchstwahrscheinlich völlig andere Interessen haben und somit kaum eine Basis für gemeinsame Unternehmungen, Gespräche, usw. mit diesen Frauen vorhanden ist.
Wäre es dann nicht möglicherweise sinnvoll, dieses Beuteschema zu überdenken und auch mal Frauen eine Chance zu geben, bei denen durch gemeinsame Interessen, Hobbies, usw. eine gewisse Basis fürs Kennenlernen und auch für eine Beziehung besteht?

Ich danke dir für dein Beispiel, das mir wirklich geholfen hat. Nun verstehe ich besser, was du – aber auch die Anderen – mit „langweilig“ meinten. Wenn ich ganz ehrlich bin, muss ich gestehen, dass ich selbst nie auf die Idee gekommen wäre, meine Eigenschaften und Hobbys so zu präsentieren. Irgendwie bin ich eher der Typ, der alles geradeaus sagt und den Sinn solcher poetischen Beschreibungen nicht versteht. Um es mit den Worten meiner Eltern zu beschreiben: In manchen Dingen bin ich einfach zu sachlich und unpoetisch. Daran werde ich wohl arbeiten müssen. Nun weiß ich aber zumindest wie das ungefähr aussehen soll.[/quote ]
Ich bin nun wirklich auch kein Poet... aber wenn du einfach nur sachlich und nüchtern über dich, deine Interessen, usw. sprichst, wirkt das einfach langweilig und man hat den Eindruck, dass all diese Dinge dich überhaupt nicht begeistern.
Anstatt nur so etwas wie "Ich lese gerne mal einen Krimi" zu sagen, klingt es einfach deutlich interessanter, wenn du etwas persönlicher wist und z.B. beschreibst, wie du es liebst, an einem kalten Winterabend gemütlich auf dem Sofa zu liegen und in die Welt eines spannenden Krimis einzutauchen.

Das sagst du so beiläufig, es ist aber ein enormes Problem: Dass ich den falschen Typ Frau anziehe, ist mir längst klar – wobei die derzeitige Situation nicht besser ist: Nun hat seit Längerem gar keine Frau mehr an mir Interesse gezeigt. Was soll ich aber machen, um den „richtigen“ Typ Frau anzuziehen? Offen gestanden: Ich habe nicht die geringste Ahnung. Fest steht aber auch, dass ich Frauen dieses Typs sowieso nie direkt zu tun habe, was dazu führt, dass ich sie auch nicht beobachten und „untersuchen“ kann, was für Interesse sie haben und was sie in einem Mann suchen.
Hier betrachtest du deine Situation wieder nur aus einer ziemlich starren Perspektive...
Woher kommen denn überhaupt deine Präferenzen bezüglich möglicher Partnerinnen? - Aus praktischen Erfahrungen oder nur aus irgendwelchen theoretischen Gedankengängen im stillen Kämmerchen?
Was zieht dich denn an den Frauen an, die deinem derzeitigen Beuteschema entsprechen? - Du kennst diese Frauen ja überhaupt nicht... und somit kann das nicht mehr sein, als irgendwelche Dinge, die du in ein oberflächliches Bild von einer solchen Frau hinein interpretierst und die du dir erhoffst, ohne zu wissen, ob das in der Realität auch so stimmt.

Deshalb bleibe ich dabei: Gib einer Frau, die an dir interessiert ist, doch wenigstens mal eine Chance, dich etwas besser kennenzulernen und lerne sie dabei auch etwas besser kennen!
Wenn du dann nach ein paar Treffen merkst, dass sie einfach nicht dein Fall ist, dann kannst du die Sache ja immer noch abhaken. - Aber selbst dann hast du sicherlich die eine oder andere interessante Erfahrung gesammelt.
So war z.B. meine Kommilitonin, mit der ich mich ein paar mal getroffen habe, vom ersten Eindruck her alles Andere als der Traum meiner schlaflosen Nächte. Aber sie war trotzdem durchaus sympathisch. - Und so habe ich ihr eben auch mal eine Chance gegeben und ein paar durchaus nette Studen mit ihr verbracht, die alles Andere als verschwendete Zeit waren. - Auch wenn ich nach einer Weile gemerkt habe, dass es mit ihr wirklich nicht passt.

Selbstverständlich würde ich mich nicht mit irgendeiner beliebigen Frau treffen, die mich interessant findet, obwohl ich sie total hässlich und/oder unsympathisch finde. Aber ich muss mich doch auch nicht auf meine Traumfrau fixieren, der ich in der Realität noch nie begegnet bin. Wer weiß, ob diese Träume überhaupt etwas mit der Realität zu tun haben?

Du hast vollkommen Recht: „Jemand, den man immer betüddeln muss, ist anstrengend“, und das auch in der Freundschaft, wie ich bereits feststellen musste. Trotzdem habe ich Schwierigkeiten damit, zu sagen, dass dieses oder jenes an mir gut ist. Ich neige dann immer dazu, Formulierungen wie „ich würde sagen, dass…“ oder „man sagt mir nach, …“ zu verwenden. Auch daran muss ich arbeiten. Leicht wird es jedoch nicht. Ich habe übrigens auch Schwierigkeiten mit Komplimenten: Wenn mir in der Schule ein Lehrer oder nun ein Dozent ein Kompliment macht, freut es mich einerseits unheimlich, andererseits haben ich das Gefühl, unter einem enormen Druck zu stehen: Jetzt, wo er eine so hohe Meinung von mir hat, darf ich ihn ja auf keinen Fall enttäuschen. Es ist mir aber durchaus bewusst, dass es vollkommen absurd ist.
Das hat wohl wieder mit deinem Mangel an Selbstbewusstsein zu tun: Solange du dir deiner eigenen Fähigkeiten nicht bewusst bist und nicht weisst, dass du manche Dinge besonders gut kannst, ist es für dich auch schwer, Komplimente anzunehmen oder Anderen zu zeigen, dass du irgendwas gut kannst.
Und wenn du weisst, dass du bei irgendeiner Sache ziemlich gut bist, ist es auch nicht belastend, wenn andere Leute eine gewisse Erwartungshaltung dir gegenüber an den Tag legen.
Wenn mein Trainer und meine Sportkameraden z.B. davon ausgehen, dass ich in meiner Paradedisziplin eine gute Leistung bringe, dann setzt mich das nicht unter Druck, sondern es ist für mich ein Zeichen dafür, dass sie meine Fähigkeiten und Leistungen anerkennen. - Und wenn mein Chef von mir erwartet, dass die Dokumentation und Organisation meiner nächsten Messungen genau so gut läuft wie bei den letzten Messungen, dann ist das für mich keine Belastung, sondern ein Ansporn.

Ich weiß, was du meinst. Warum habe ich aber so große Hemmungen? Das ist doch nicht mehr normal…
Ich weiß nicht, woher deine Hemmungen kommen... aber es wird dir wohl nichts anderes übrib bleiben, als diese Hemmungen zu überwinden oder dich z.B. mal nicht dagegen zu wehren, wenn ein anderer versucht, dich ins kalte Wasser zu werfen.

Ich verstehe nicht ganz, was du damit sagen willst, und vor allem wieso du der Meinung bist, dass ich meine Attraktivität nicht wahrnehmen will. Ich habe eher den Eindruck, dass gar keine Attraktivität vorhanden ist…
Wäre deine Attraktivität nicht vorhanden, hätte auch noch keine Frau Interesse an dir gezeigt... Aber das ist ja nicht der Fall.
 

Benutzer127923 

Öfters im Forum
Ich verstehe nicht ganz, was du damit sagen willst, und vor allem wieso du der Meinung bist, dass ich meine Attraktivität nicht wahrnehmen will. Ich habe eher den Eindruck, dass gar keine Attraktivität vorhanden ist…

Mag sein, daß Du Deine Anziehungskraft nicht erkennst und Dich dieses Erleben hindert, instinktiv die Attraktivität der anderen wahrzunehmen.
Dir gelingt es, in bisher 19 Seiten, das Interesse verschiedenster Charaktere am Thema aufrecht zu halten und zugleich konstruktiv mit reichlich Kritik umzugehen. Das Werk einer unattraktiven Person?
 

Benutzer129997 

Ist noch neu hier
Hallo Wulfric,

ich habezwar nur die erste Hälfte deines Threads durchgelesen, aber dein Problem scheint ja noch immer das selbe zu sein. Ich habe mich in ein paar Punkten in dir wiedererkannt und bin lösungstechnisch auch schon weiter als du, vllt kann dir mein Weg ein bisschen helfen oder Mut machen, ein Versuch ist es zumindest wert :smile:
Mir ist ziemlich viel zu deinem Thema eingefallen, einiges wurde auch schon mehr oder weniger angesprochen, ich hoffe, dass ich das alles verständlich darlegen kann.

Im Gegensatz zu dir war ich zwar als Jugendliche bei Partys etc, aber mehr als Zuschauer als als Teilnehmer. Mein Selbstwertgefühl war sehr schlecht, ich war das Anhängsel von ein paar wenigen Freunden und hatte auch bis vor ein paar Monaten nie eine Beziehung oder sexuelle Erfahrung (ich bin ein jahr jünger als du). Ein bisschen früher als bei dir hat sich das mit dem Freundeskreis auch gebessert und so wie du habe ich auch gelernt, mich zunächst zumindest partiell zu schätzen ( für bestimmte Charaktereigenschaften, interessen und ganz besonders für meine schulischen/universitären Leistungen).

Was ich ganz eindeutig kenne, ist deine Rationalität, die Angst vor ewiger Einsamkeit und Zurückweisung bzw innerer Leere, die du am Anfang mal beschrieben hast, dieses Ich-kann-nicht-Gefühl, wenn es darum geht über seinen Schatten zu springen (siehe zB Kellnerin ansprchen, flirten, unverbindliche Dates) und vor allem dieses endlose Zerdenken aller Dinge.
In meinem Fall war das Zerdenken auch ein wichtiger Faktor, dass ich keine tieferen Gefühle entwickeln konnte. Bei der Kellnerin hattest du bspw selbst erwähnt, dass du so viel darüber grübelst, dass du das Interesse verlierst und ich glaube, das passt auf alle deine Begegnungen mit Frauen. Man überschattet all seine positiven Gefühle mit möglichen negativen Szenarien und Ängsten, da bleibt gar kein Raum für Mut/Verliebtheit usw. Auch bei diesem Sprachcafe hast du festgestellt: du schaust dich um und analysierst die Frauen regelrecht „zu Tode“.

Ich weiß nicht, aber wie stellst du generell so schnell fest, dass Frauen potentiell als Partnerin in Frage kämen oder eben nicht? Rein äußerlich? Schlägst du da unbewusst irgendwelche Brücken vom Aussehen zu möglichen Charaktereigenschaften oder so? Interpretierst du in einen Satz gleich eine ganze Liste an Eigenarten?
Mich erinnert das an die gegenteilige Situation, in der sich Menschen oft befinden: sie schwärmen von einer Person, die sie kaum/nur vom Sehen kennen und malen sich aus wie sie wohl sein mag, projezieren ihre Wünsche und Träume auf sie und sind am Ende in jemanden verliebt, der so gar nicht existiert.
Vllt machst du ja das andere Extrem: du bist schon so verzweifelt, glaubst so wenig an einen möglichen Treffer (und das wohl auch gepaart mit der Angst wie es weitergehen sollte, wenn es doch mal passt), dass es ja sowieso nicht die Richtige sein kann.
Und du solltest dir in diesem Fall auch mal folgendes vor Augen führen: so wie die Leute die sich ein Luftschloss gebaut haben, aus allen Wolken fallen können, weil ihr/e Angebetete/r überhaupt gar nicht so toll ist, wie sie sich das vorgestellt haben, so könntest du doch auch total überrascht werden, wenn du dich nur mal trauen würdest Frauen zu treffen, die nicht gleich die Perfektion an sich zu sein scheinen.

Ich glaube dir nämlich ehrlich gesagt nicht, dass du keine Frauen triffst/treffen könntest, die passen würden und Single sind. Bitte fühl dich jetzt nicht gleich angegriffen und vllt liege ich ja total falsch, aber ich finde es zB merkwürdig, dass du manchmal schreibst du findest überhaupt keine richtig sympathischen Frauen für eine Beziehung, dann schreibst du wiederum, du triffst welche, aber sie sind meist vergeben oder du dichtest ihnen Bedürfnisse an (siehe oben, oder den Fall in dem Club mit „ich wäre bestimmt nicht fantasievoll genug“) , von denen du nichts wissen kannst, solange du sie nicht kennengelernt hast. Manchmal sind sie halt sympathisch und alles, aber Beziehung geht bestimmt nicht, außerdem könntest du sie ja verletzen (das ist zwar nett, aber in Sachen Liebe ist zumindest eine Portion Egoismus durchaus angebracht .)

Ich glaube, das sind alles Ausreden, eine Art Vermeidungsstrategie, die man sich vllt auch nicht eingestehen möchte, nach dem Motto „wenn ich eh Keine will, dann kann ich auch nicht abgelehnt werden/ dann muss ich ihr auch nicht gestehen, dass ich ein Versager bin, weil ich in meinem Alter in Beziehungsdingen total unerfahren bin /dann muss ich mich auch nicht meinen Ängsten stellen und sie zB ansprechen oder mich bei meinen ersten Gehversuchen in Sachen Sex und Liebe blamieren/ dann muss ich nicht die ernüchternde Erfahrung machen, dass es vllt nicht passt, was mich eh nur noch weiter runterziehen würde/......

Ich weiß, du WILLST UNBEDINGT eine Freundin , eine erfüllende Partnerschaft haben und das zweifle ich im Grunde auch nicht an! Aber hier wurden so viele wirklich gute Vorschläge gemacht, die du, dir selbst zufolge, aufgrund einer inneren Blockade ablehnst.
Ich verstehe das absolut, mir ging es genauso. Aber so macht mans sich ziemlich einfach:
Kann ich nicht, mag ich nicht, mach ich nicht – lieber Gott schick mir ne Frau.
Du musst dir vor Augen führen, dass du mit sehr geringer Wahrscheinlichkeit einfach so eine Frau in den Schoß gelegt bekommen wirst. Ängste, ein schlechtes Selbstbewusstsein,... das wird man nicht von heut auf morgen los. Man muss sich ihnen stellen und mag es noch so viel Überwindung kosten. Und da meine ich nicht, dass du jetzt auf die Straße laufen sollst und 10 Dates mit wildfremden ausmachst, die du am Ende auch noch als unattraktiv/zu alt/zu dumm ansiehst.

Ich würde ganz klein mit Konfrontation anfangen, mit Dingen, die du sonst nicht machst, weil sie dir unangenehm sind. zB das Thema in der Gruppe was unternehmen (was, wenn das mal nur mit deinen Freunden öfter geklappt hat, später auch zu einem super Nicht-Date-unverbindliches- Kennenlernen- Event werden kann, zu dem du mal eine Frau einlädst): du sagst zB, du müsstest Ahnung von der Clubszene haben, um Freunde nach nem Weggehabend zu fragen – kompletter Quatsch.
Ich verstehe die Scham, sie könnten ja denken „Was is der denn für einer, hatte der früher keine Freunde? Hockt der sonst nur langweilig in der Bude rum? Der is ja voll uncool!“, aber mit ziemlicher Sicherheit werden sie das nicht tun. Es ist doch egal, ob das vllt wirklich mal so war, was die Leute sehen werden ist ein junger(!!!) Mann, der JETZT Lust hat sein Leben zu leben, Spaß zu haben, was unternehmen will. Das zählt doch?!
Du musst ja gar nicht abwarten, dass du gefragt wirst, wos hingehen soll. Sag doch einfach „Ich hab Lust auf Musik XY, kennst du da nen guten Laden, wo wir hingehen könnten?“ oder „Gehst du dieses Wochenende weg? Würd mich gern anschließen.“.
Du meintest auch, dass deine Wohnung zB zu klein für ne Party ist, aber du könntest ja einfach mal ein paar Leute zu Essen+Trinken+ Gesellschaftsspiele einladen oder so und wenn du keine Lust zum Kochen hast, dann wird Pizza bestellt oder jeder bringt ne Kleinigkeit mit.
Wenn dir deine Wohnung für sowas immer noch zu klein ist, dann mach doch generell mal so nen Vorschlag „Hätte Lust auf nen netten Abend in kleiner Runde, lass uns doch sowas mal organisieren.“, wenn die Leute Lust drauf haben, muss es ja nicht zwangsläufig bei dir stattfinden.
Du gehst gern schwimmen? Frag doch ein paar Freunde ob ihr in ein Erlebnisbad fahren wollt.
Wenn du dich den kleineren Sachen erfolgreich stellst, dann wächst auch deine Selbstsicherheit und dann kanns auch an die größeren Brocken gehen.

Und dich weiter auf deine Freunde zu konzentrieren, ist bestimmt kein Fehler.
Du versteifst dich in meinen Augen viel zu sehr auf die Suche nach einem richtigen Hobby, dass dich interessant machen soll und dann die angebliche Universallösung für dein Frauenproblem wird.
Klar, wenn du Spaß an dem Sprachcafe usw hast, solltest du da weiter hingehen! Aber schau doch einfach mal, dass du deine Freizeit allgemein abwechslungsreicher gestaltest und vor allem ergreif dabei die Initiative und warte nicht ab, bis sich wer anders traut.
Du hsat doch schon festgestellt, dass du immer mehr Leute kennengelernt hast und glücklicher bist, hör doch nicht einfach mitten auf halber Strecke auf an dir zu arbeiten.
Ich mein, es gibt durchaus Menschen die es vorziehen viel allein zu machen oder zu Hause zu sitzen, so jmd scheinst du aber im Grunde nicht zu sein, schließlich hattest du an dem Clubabend überraschend Spaß, gehst mal auswärts Essen oder mittlerweile auch mal in Bars.
Ich denke, wenn du es schaffst deine gewöhnlichen sozialen Kontakte in jeglicher Hinsicht angstfrei zu gestalten, dann bist du eher bereit eine Partnerin zu finden.

Und versuch doch mal deine Neigung zu Rationalität und Denken im positiven Sinn dafür zu nutzen. Was mir in allen Situationen geholfen hat, sei es am Anfang beim Aufbau eines Freundeskreises, vermeintlich peinliche Dinge von mir preiszugeben, später dann auch meine erste (immer noch währende) Beziehung einzugehen usw. War mir Ziele zu setzen und für alle möglichen „schlimmen“ Entwicklungen beim Erreichen dieser Ziele Notfallpläne im Hinterkopf zu haben. Die können auch wirklich eher absurd sein, aber sie sind eben so eine Art Rettungsanker.
Das heißt etwas konkreter: bekommst du zB wirklich eine Abfuhr, wie fühlst du dich dann, was wird wohl passieren? (diesen Schritt denkst du dir ja bereits „dann werde ich bestimmt rot wie eine Tomate, stottere,.:“) Und dann: Was wird ihre Reaktion darauf sein? Sie wird bestimmt nicht mit dem Finger auf dich zeigen und losprusten!
Wie kannst du die Situation dann noch retten bzw. für dich so gestalten, dass es dir nicht ganz so unangenehm ist?
zB: Ich achte drauf, dass es sonst keiner mitbekommt (also nicht vor versammelter Mannschaft nach Treffen fragen), ich versuche das Gefühl der Ablehnung davor schon so intensiv auszuleben, dass es nicht mehr ein so großer Schock für mich sein kann, ich versuche lässig zu grinsen und zu sagen „Tja, schade, kann man nix machen.“, ich versuche sie zu schockieren und frage „Wie stehts mit deiner Kollegin, ist die Single?“
Letzteres meine ich offensichtlich mit absurde Pläne, die man ziemlich sicher nicht umsetzen wird. Aber allein die Möglichkeit, man könnte ihr falls es unertragbar peinlich ist, so zeigen, dass sie für einen gar nicht so besonders ist, hat für mein Empfinden etwas beruhigendes.
Vllt könnte dir das helfen, öfter mal über deinen Schatten zu springen?


Die Aussage, dass es immer genau dann passiert, wenn man es nicht erwartet, ist wirklich abgedroschen und hier schon mehrmals gefallen, ich habe diesen Spruch gehasst!
Aber bei mir wars exakt genauso.
Ich hatte wirklich eine Zeit lang komplett mit dem Thema Beziehung abgeschlossen, ich hab einfach nicht mehr geglaubt, dass sich jemals etwas an meiner Situation ändern könnte. Mit 14 dachte ich „Wenn ich 16 bin, dann hab ich bestimmt einen Freund.“, mit 16 dachte ich dann „Wenn ich 18 bin..“, mit 18 verschob ichs aufs 20 usw.
Irgendwann verlässt einen die Hoffnung und die Scham wird mit steigendem Alter ja auch nicht geringer.
Und dann war ich mal wieder mit Freunden aus und hab mich auf der Clubterrasse über meinen Lieblingsfußballverein ausgetauscht und ein mir Unbekannter hat den Namen des Vereins aufgeschnappt und sich, weil auch Fan, ins Gespräch eingeklinkt.
Ich fand ihn, um es in deinen Worten zu sagen, recht sympathisch, aber mehr auch wirklich nicht. Ich fand ihn nicht die Spur attraktiv. Aber ja, die Leidenschaft zum Verein :grin: führte dazu, dass wir mal zusammen ins Stadion gehen wollten und ich dacht mir nur „nett, ne neue Bekanntschaft fürs Fußballschauen“... Pustekuchen. ER wars.
Das hätte ich, glaube mir, NIE UND NIMMER gedacht. Auch noch im Stadion dacht ich mir „Diese Haare...schrecklich.“ und heute schmachte ich ihn an, weil er seit ich ihn näher kenne, einfach so viel mehr als nur sympathisch ist. Für mich ist er jetzt schön, sexy, witzig, klug,... + Macken die ich fast genauso gern mag wie alles andere UND ich bin fleißig dabei meine Unerfahrenheit auszumerzen :grin:
Das ich das wirklich geschafft hab ist so ein tolles Gefühl!

Aber bis zu diesem Punkt habe ich wirklich hart an mir und meinem Leben gearbeitet!
Ich mache auch eine Therapie, die du ja leider für dich ablehnst. Mir hat sie geholfen Schritt für Schritt, weg von diesen Gedanken „Es ist so peinlich, so auswegslos“ zu kommen.
So wie du dich selber präsentierst, so sehen dich auch die anderen. Wenn du dir einredest, dass du so unnormal, langweilig, ein hoffnungsloser Fall etc bist, dann kommt das auch bei den anderen so rüber.
Wenn du dich aber hinstellst und versuchst deine Situation so anzunehmen, wie sie gerade ist, sagst „Ja ich finde keine Partnerin, ich habe null Erfahrung, aber (und da sollst du natürlich nicht lügen, sondern es echt geschafft haben, dass es Realität ist) ich mache das beste aus meinem Leben.“, dann wird dich sicher keiner auslachen. Versuch doch so mit deinem Kumpel über dein Problem zu sprechen.
Ich finde rot werden zB ganz furchtbar...einfach weil andere dann meine Schwäche sehen. Aber seit ich ab und zu sage „oh man, Leute jetzt werd ich schon wieder rot!“ und dabei mit den anderen grinse, is es nur noch halb so wild.

Langsam wir das ganze hier ziemlich chaotisch, aber zwei Sachen wollt ich noch loswerden:

Einmal zu dem Besonderssein:
Ich würde eher sagen, das hat was mit Begeisterungsfähigkeit zu tun. Wenn jmd für eine Sache außergewöhnliche Leidenschaft zeigt und darin gut ist. Das mag eine Sportart sein, ein Beruf oder auch Briefmarkensammeln. Bei dir ist das dann Geschichte (auch meine große Leidenschaft!) und Politik. Mir hat mal jemand gesagt, dass meine Augen so strahlen und ich so glücklich aussehe, wenn ich anfange irgendwelche geschichtlichen Funfacts auszupacken.
Ich denke sowas ist mit dem „Besonderen“ gemeint und das kann wirklich jeder haben, solange er nicht ein Mensch ist, der sich und sein Leben komplett aufgegeben hat.
Und das hast du doch auch! Also macht dich bitte nicht gleich wieder nieder J


Dann habe ich noch etwas intimere Fragen, die du vllt eher für dich beantworten kannst und mal schaust, ob die ehrliche Antwort irgendwie „seltsam“ ist.
Vor allem am Anfang hast du oft geschrieben, dass du erst nach langer Zeit sowas wie sexuelle Anziehung empfindest.
Gehst du nie auf der Straße und denkst „Hui, die is aber heiß!“ ? Wenn du Frauen triffst und dir vorstellst ihnen näher zu kommen, was empfindest du dann meistens? Langeweile? Ekel? Erregung? Scham?
Schaust du Pornos? Kannst du in deinem Kopf alle möglichen Fantasien ausleben, ohne dich sozusagen vor dir selbst für deine Gedanken zu schämen?
Ich meine, es ist nichts falsches daran, nicht jede halbwegs attraktive Frau gleich bespringen zu wollen! Aber ich hatte den Eindruck du meidest dieses Thema, verbietest dir solche Gedanken vllt regelrecht.

Ich würde mich nicht als geheilt bezeichnen und mit dem gelösten problem „Beziehungsnoob“ kommen auch neue Themen auf. zB ertappe ich mich manchmal dabei, dass ich Angst habe die Beziehung zu vermasseln und dann doch wieder als einsamer Versager zu enden.
Aber ich habe mir das richtige Werkzeug antrainiert, um mich aus dem Loch zu schaufeln und das kannst du bestimmt auch.

Ich hoffe ich habe wenigstens ein zwei Dinge anbringen können, die dir helfen,

Mary
 

Benutzer44981 

Planet-Liebe Berühmtheit
Mich erinnert das an die gegenteilige Situation, in der sich Menschen oft befinden: sie schwärmen von einer Person, die sie kaum/nur vom Sehen kennen und malen sich aus wie sie wohl sein mag, projezieren ihre Wünsche und Träume auf sie und sind am Ende in jemanden verliebt, der so gar nicht existiert.
Vllt machst du ja das andere Extrem: du bist schon so verzweifelt, glaubst so wenig an einen möglichen Treffer (und das wohl auch gepaart mit der Angst wie es weitergehen sollte, wenn es doch mal passt), dass es ja sowieso nicht die Richtige sein kann.
Und du solltest dir in diesem Fall auch mal folgendes vor Augen führen: so wie die Leute die sich ein Luftschloss gebaut haben, aus allen Wolken fallen können, weil ihr/e Angebetete/r überhaupt gar nicht so toll ist, wie sie sich das vorgestellt haben, so könntest du doch auch total überrascht werden, wenn du dich nur mal trauen würdest Frauen zu treffen, die nicht gleich die Perfektion an sich zu sein scheinen.
Da sprichst du einen sehr guten Punkt an, den ich bisher nur aus einer etwas anderen Perspektive betrachtet habe.
Kann es sein, dass du, WulfricD, bei einer Frau, die du gerade erst kennenlernst, in den oberflächlichen Eindruck gleich unzählige Dinge hinein interpretierst, warum sie niemals dein Fall sein kann?
Gibt es bei dir vielleicht Gedankengänge wie "Ich habe sie im Studium kennengelertn. Also muss sie ein "intelektueller Typ" sein. Aber wenn sie ein "intelektueller Typ" ist, muss sie auch introvertiert sein. Und wenn sie introvertiert ist, muss sie auch wenig Selbstbewusstsein haben. Aber mangelndes Selbstbewusstsein ist doch überhaupt nicht mein Fall. Also kommt diese Frau nicht in Frage."
Statt solchen Gedankengängen würde es sich oftmals lohnen, die Frau ohne so viele Vorurteile und schlechte Erwartungen einfach mal kennenzulernen und zu schauen, wie sie wirklich ist.
Genau das meinte ich nämlich auch immer damit, dass du auch mal einer Frau eine Chance geben sollst, die nicht exakt deinem Beuteschema entspricht.

Aus eigener Erfahrung kann ich dir sagen, dass hinter einer unscheinbaren Fassade manchmal viel mehr stecken kann, als man auf den ersten Blick sieht.
So kenne ich z.B. mehrere Personen, die Fremden gegenüber erst mal sehr ruhig und zurückhaltend sind und dadurch sicherlich erst mal wenig interessant wirken. Aber wenn man sie besser kennenlernt und ihnen Zeit gibt, aufzutauen, merkt man, dass hinter der unscheinbaren Fassade eine ganz andere Person steckt. (z.B. in einem Fall ein guter Freund, mit dem man Pferde stehlen kann und in einem anderen Fall eine sehr intelligente Frau, die es faustdick hinter den Ohren hat)
 

Benutzer130018  (35)

Ist noch neu hier
Okay, ich hab hier nicht alles gelesen. aber die Fragestellung an sich sagt doch schon warum Du keine Frau findest...
Du solltest doch Du sein der Du bist und Dich so akzeptieren wie Du bist... Stolz sein was Du kannst und so machst...
Und dann bekommt man so eine Ausstrahlung, wo die Menschen von alleine aufmerksam werden... Und außerdem finde ich, das man keine Kriterien aufstellen sollte, was den zukünftigen Partner so ausmachen sollte!!!
Da kann man sich doch gar nicht verlieben...
Wenn ich mich mal verliebt habe, dann immer in Frauen die ich noch nie zuvor gesehen habe und auch noch garnicht wusste was die so für Hobbys haben und so...

Meine Meinung...
 

Benutzer114418 

Verbringt hier viel Zeit
Ich werde erst in ein paar Tagen dazu kommen, auf eure Beiträge zu reagieren, aber ich wollte euch schon maklfür eure zahlreichen Antworten danken!
 

Benutzer91095 

Team-Alumni
Kann es sein, dass du, WulfricD, bei einer Frau, die du gerade erst kennenlernst, in den oberflächlichen Eindruck gleich unzählige Dinge hinein interpretierst, warum sie niemals dein Fall sein kann?
Gibt es bei dir vielleicht Gedankengänge wie "Ich habe sie im Studium kennengelertn. Also muss sie ein "intelektueller Typ" sein. Aber wenn sie ein "intelektueller Typ" ist, muss sie auch introvertiert sein. Und wenn sie introvertiert ist, muss sie auch wenig Selbstbewusstsein haben. Aber mangelndes Selbstbewusstsein ist doch überhaupt nicht mein Fall. Also kommt diese Frau nicht in Frage."
Statt solchen Gedankengängen würde es sich oftmals lohnen, die Frau ohne so viele Vorurteile und schlechte Erwartungen einfach mal kennenzulernen und zu schauen, wie sie wirklich ist.
Genau das meinte ich nämlich auch immer damit, dass du auch mal einer Frau eine Chance geben sollst, die nicht exakt deinem Beuteschema entspricht.

Ich behaupte jetzt mal, dass genau das hier das Grundproblem von Wulfric und von vielen anderen Menschen ist, die sich nur schwer verlieben. Das liegt nicht daran, dass es nicht genug verliebenswerte Menschen in deren Umgebung gibt, sondern das liegt daran, dass sie selbst wenig offen sind für andere Menschen. Das kann verschiedene Ursachen haben. Ich war früher selbst so, bin es aber mittlerweile nicht mehr. Bei mir hatte das damit zu tun, dass ich mir unheimlich viel Druck gemacht hatte, dass ich einen Schutzmechanismus aufgebaut hatte und außerdem auch mit mir selbst nicht im Reinen war und eigentlich niemanden an mich ranlassen konnte. Ich konnte daher nicht offen auf andere Menschen reagieren, und Interesse heucheln, wenn keines da ist, geht ja auch nicht gut. Interesse für andere Menschen aufbringen, ist mMn aber essentiell dafür, dass man sich wirklich in jemand anderen verlieben kann und neugierig auf die Person ist. Wenn man per se wenig Interesse an anderen Menschen hat, dann wird es natürlich umso schwieriger (deswegen glaube ich auch, dass sich introvertierte Menschen da einen Tick schwerer tun).

Letztendlich ist es dann nämlich doch so: Wenn ich mich verliebe, dann ist es egal, ob der Mensch meinem Typ entspricht oder nicht. Verliebtheit zeigt sich bei mir u.a. dadurch, dass ich bei dem einen Menschen Dinge liebe, die mir bei anderen Leuten unangenehm auffallen würden :zwinker:
 

Benutzer129220 

Klickt sich gerne rein
Ich habe irgendwie das Bedürfnis, mich auch einmal zu Wort zu melden.
Wenn ich das richtig verstehe, ist der letzte Thread unübersichtlich geworden.
Dieser - hier - hat schon 19 Seiten.
Ich habe schon die kecke Vermutung, dass in zwei Wochen ein weiterer Thread entsteht. Und wieder einer.
Und noch einer.
Diskutierst du alles durch und wendest jedes Schnitzel, bis es zweimal tot ist?
Ich meine... eh... Hallo?
Das Problem mag vielleicht daran liegen, dass du dir alles zurecht legst, nachdem, was ich hier so lese.
Wäre ich eine Frau, würde ich weglaufen.
Nimm´s mir nicht persönlich, aber es geht doch schlicht und egreifend um eine ganz einfach Sache:

Du möchtest eine Freundin.

Und hier wird diskutiert, gefragt, geurteilt usw. bis sich die Balken biegen.
Laaaaaaangweilig.

Ich mag hier nun extrem kontraproduktiv herüberkommen, aber wenn ich so den ein und anderen Beitrag durchlese, muss ich an die Figur "Sheldon Cooper" denken.
Klingelts?
Nimm es mir nicht persönlich. Ich finde den Typen echt klasse, aber wäre ich eine Frau und müsste mir alles durchkauen lassen, bis selbst ein Duden anfängt zu gähnen, dann würde ich dir ganz lieb sagen:
"Hey, du bist echt nett!",

und dann gehen.
 
1 Woche(n) später

Benutzer114418 

Verbringt hier viel Zeit
Weisst du wann es bei mir so gefunkt hat, dass es dann gepasst hat dass es in einer Beziehung endet? Wenn ich eine Frau nicht wirklich gesucht habe. Zwar schon den Gedanken hatte, irgendwann wäre es wieder mal schön, aber jetzt nicht gesucht habe. Wenn ich das Leben, sowie es gerade war, so schön empfand, wo ich innerlich spürte, dass es just in diesen Moment nicht notwendig ist, dass ich jetzt irgendetwas dafür unternehme eine Freundin zu bekommen. Man liebt sich in diesen MOment soviel und es reicht wenn man sich selbst hat und das führt dazu dass sich eine andere Frau in dich verlieben kann, weil du dich selbst so gut annimmst und du zeigst du kannst auch alleine sehr glücklich sein.

Das mag alles richtig sein, aber es ist leichter gesagt als getan. Glaube mir, ich gebe mir wirklich Mühe…

Ich versuch mir einfach immer noch vorzustellen, wie diese ominöse Frau, die sich einfach nicht finden lässt, aussehen könnte. Was du von ihr erwartest. Vielleicht kann man dann noch mehr ausmachen, warum sie noch nicht da ist.

Eswareinmal, deine Idee mit den Fragen ist gut. Ich werde versuchen, sie möglichst genau zu beantworten.

1. Was sollte die Frau denn am liebsten in ihrem Urlaub unternehmen? (Rucksacktouren in Indien, Interrail in Skandinavien, Strandurlaub in Italien...)

Am liebsten wäre mir eine Freundin, die genau die gleiche Vorstellung eines schönen Urlaubs hat, wie ich. Am liebsten ist mir ein Urlaub, der eine gute Mischung aus Entspannung, körperliche Betätigung und Kultur ist. Entspannung kann sich hier auf das einfache Liegen am Strand beschränken; körperliche Betätigung kann Dinge wie Wandern in den Bergen, Spaziergänge oder Radtouren umfassen; mit Kultur meine ich Städtebesichtigungen, Museumsbesuche, Besichtigung von Denkmälern, usw. Soviel zum Inhalt.

Da ich ein Typ bin, der es gerne gemütlich hat, gehören Rucksacktouren oder Interrailurlaube nicht zu meinem Traumurlaube. Da ist mir der Strandurlaub deutlich lieber. Am Wichtigsten ist aber: Ich will nicht ständig herumreisen müssen, sondern für mich bedeutet Erholung auch, dass ich einfach ein oder zwei Wochen am gleichen Ort verbringen kann, und zwar auch in der gleichen Herberge. Das schließt natürlich den einen oder anderen größeren Eintagesausflug nicht aus.

2. Wie sollte die Frau denn einen Abend am liebsten verbringen?

Da habe ich keine besonderen Ansprüche oder Wünsche. Treffen mit Freunden, Sport, Kino, Fernsehen, Spiele: Ich wäre mit alledem sehr zufrieden.

3. Treffen mit Freunden. Wie sollten die aussehen? (Spieleabend, Kneipenabend, Party...)

Treffen mit Freunden stelle ich mir genau so vor, wie sie auch jetzt stattfinden: Wir könnten zusammen essen gehen, den Abend in einer Bar verbringen, zusammen ins Kino, zu einem Konzert oder zu einem Vortrag gehen. Gelegentlich einen Spieleabend könnte aber auch sehr schön sein.

Wichtig ist mir auch, dass wir nicht immer alles als Paar machen, sondern auch mal getrennt voneinander unsere jeweiligen Freunde sehen können.

4. Über was sollte sich denn die Frau mit dir unterhalten?

Zu einer Beziehung gehören natürlich erst einmal Gespräche über Alltagsthemen: So stelle ich mir vor, dass wir uns erzählen, wie der Tag so war, uns über besondere Erlebnisse unterhalten, usw.

Ich möchte mich mit meiner Freundin aber auch über unsere jeweiligen Hobbys und Interessen unterhalten können, und da ist es unabdingbar, da wir zumindest einige gemeinsame Interessen haben. So nach dem Motto: Wie soll ich denn glücklich sein, wenn meine eigene Freundin sich nicht im Geringsten für meine größten Leidenschaft interessiert? Wichtig ist hierbei, dass wir uns inhaltlich darüber unterhalten können. Das soll selbstverständlich nicht für alle Hobbys und Interessen gelten. Es wäre ja auch langweilig, wenn wir uns genau für die gleichen Sachen interessieren würden. Aber wir sollten auf jeden Fall beide uns zumindest Mühe geben, Interesse an den Hobbys des Anderen zu zeigen.

Schließlich ist es aber auch so, dass man sich nicht nur über Angenehmes unterhält: Es gibt auch Probleme zu lösen, Dinge zu organisieren, usw. Und wenn es einem von uns nicht gut geht, sollten wir selbstverständlich auch darüber reden können.

5. Welche politische Einstellung bzw. welche Haltung zum Leben sollte sie haben?

Spontan würde ich natürlich sagen, sie sollte am liebsten konservativ sein, was die politische Orientierung betrifft, da ich es selbst auch bin. Da ich aber ein sehr gemäßigter Konservativer bin, kann sie ruhig auch eine andere Einstellung haben, solange sie selbst gemäßigt und tolerant ist. Wenn beide letztgenannten Voraussetzungen nicht erfüllt wären, könnte es dagegen schwierig werden, denn es würde oft zu Streit kommen.

Was die Einstellung zum Leben betrifft, so sollte meine Freundin auf jeden Fall nicht allzu pessimistischer Natur sein (sonst könnte es mit einem Typen wie mir, der selbst nicht der Optimistischste ist, sehr schwierig werden) und offen sein für Neues, dabei aber trotzdem bodenständig und realistisch bleiben. Spontaneität würde mich nicht stören, solange sie nicht in abenteuerliche Aktionen mündet.

6. Welche Werte (von ökologischer Lebensweise bis Luxuslifestyle als Lebensziel) sollte sie denn vertreten und leben?

Was die Lebensweise betrifft, so sind mir eine gewisse Sparsamkeit und Bescheidenheit (in dem Sinne, dass sie nicht einfach drauflos neue Sachen kauft, ohne vorher groß nachzudenken, nur um den Anderen gegenüber angeben zu können), ein gewisses Umweltbewusstsein ebenso wie eine Hilfsbereitschaft für Leute in Not (dabei meine ich jetzt nicht nur Obdachlose, sondern auch und vor allem eigene Familienmitglieder oder Freunde), ziemlich wichtig. Interessanterweise sind es genau die Werte, die ich immer von meinen Eltern vermittelt bekommen habe.

Welche konkreten Schritte hast du in letzter Zeit unternommen, um dein Ziel zu erreichen? Was ist dabei rausgekommen, welche Erkenntnisse hast du dabei gewonnen, wie hast du dich dabei gefühlt?

Wie du es sicherlich schon ahnst, habe ich abgesehen von der Teilnahme am bereits erwähnten Sprachcafé in den letzten Wochen rein gar nichts gemacht. Ich habe mehreren Freunden, Bekannten und Kommilitonen vorgeschlagen, abends zusammen wegzugehen, jedoch nur Absagen erhalten: Alle haben Interesse daran bekundet, jedoch zu verstehen gegeben, dass sie keine Zeit haben, wobei einige mir vorgeschlagen haben, dass wir uns tagsüber treffen, was wir letztendlich auch gemacht haben. Das hat aber dazu geführt, dass wir nicht auf eine Party oder in die Disco gegangen sind, und alleine traue ich mich da nicht hin, weil ich mich einfach nicht beim Ansprechen von fremden Menschen einfach nicht wohl fühle. Da das Semester noch nicht begonnen hat, konnte ich auch die Idee mit dem Unisport noch nicht verwirklichen, habe aber überlegt, mich für einen Ruderkurs für Anfänger anzumelden. Das hat mich schon immer gereizt, und ich werde zwar vermutlich keine Frauen kennenlernen, aber man hat mir ja gesagt, dass es vor allem darum geht, zufrieden mit sich selbst und seinem Leben zu sein. Schließlich muss ich gestehen, dass ich trotz Semesterferien tausend Dinge zu erledigen habe, sodass ich abends oft so müde bin, dass ich gar keine Lust mehr habe, irgendetwas zu machen.

Ich weiß, was du mir jetzt sagen wirst: Ich jammere nur, mache nichts, bin an meiner Erfolgslosigkeit selber Schuld, usw. Aber was soll ich deiner Meinung nach denn machen?

Du gibst Dir einen kräftigen Ruck und den Frauen des sog. "intellektuellen Typs" mal eine Chance (ev. auch erstmal auf freundschaftlicher Basis).

Ich kann mir vorstellen, dass du diesen Satz nicht mehr hören kannst, aber so einfach, wie du es sagst, ist es allemal nicht.

Ich sehe darin nämlich zwei Probleme: Erstens habe ich bisher überall zu lesen und hören bekommen, dass man es nur in den seltensten Fällen schafft, von einer Freundschaft in eine Liebesbeziehung überzugehen; dass man für immer und ewig nur der gute Kumpel bleibt, wenn man mal in der Freundschaftsschiene gelandet ist. Siehst du das etwa nicht so?

Zweitens muss ich dir entgegnen, dass ich in meinem Freundeskreis deutlich mehr Frauen als Männer habe, und das leider seit meiner Jugend, und dass viele von ihnen eben genau zu diesem intellektuellen Typ gehören. Ich nehme sie übrigens auch nicht als Frauen im Sinne von sexuellen Wesen wahr, weil sie mich überhaupt nicht anziehen. Frauen dieses Typs (vielleicht stellt ihr euch etwas anderes vor, als ich) sind auch nicht besonders weiblich – damit meine ich, dass sie ihre Weiblichkeit nicht zur Geltung bringen. Wie dem auch sei: Diese Frauen kenne ich sehr gut, und ich habe denen auch auf freundschaftlicher Basis eine Chance gegeben. Verliebt habe ich mich in sie nie. Und nun ist es so, dass ich, jedes Mal wenn ich eine Frau treffe, die diesen Frauen in meinem Freundes- und Bekanntenkreis ähnlich sind, tatsächlich sofort als Partnerin ausschließe. Allerdings nicht immer bewusst.

Schließlich stellt sich für mich die Frage: Was macht man, wenn man sich einfach nicht verliebt? Für jemanden, der sich sehr leicht verliebt (ich weiß nicht, ob du dazu gehörst), ist diese Frage vollkommen unverständlich, für mich ist es wirklich ein Problem. Was passiert, wenn ich mich einfach nicht verliebe, weil ich nur mit Frauen zu tun habe, die nicht meinem Typ entsprechen; Frauen, die mich interessieren könnten, sich aber nicht in Männer wie mich verlieben? Muss ich dann mein ganzes Leben als Single verbringen?

Dieser blöden Frage kann ich eine weitere hinzufügen: Wie funktioniert das „sich verlieben“ eigentlich? Die Frage kommt nicht von ungefähr. Ich habe nämlich das Gefühl, anders zu sein als viele Menschen. Ich bin von Typ her ziemlich nüchtern und sachlich und alles andere als einer, der von Gefühlen überwältigt wird, sich von ihnen leiten lässt und sie groß zum Ausdruck bringt. Die wenigen Male, bei denen ich mich verliebt habe, war es vielmehr so, dass ich mich zu den entsprechenden Frauen angezogen gefühlt habe (nicht in erster Linie auf der körperlichen Ebene) und einfach Lust hatte, sie näher kennenzulernen und so viel Zeit wie möglich mit ihnen zu verbringen. Das war’s aber auch schon. Kein Kribbeln im Bauch oder Ähnliches.

Um nochmal auf das Tanzen zurückzukommen: vielleicht siehst Du es nicht so, daß Du Dir gleich ein neues Hobby zulegst, das Du dann bis ans Ende Deiner Tage ausüben musst, sondern nimmst Dir bloß mal an einem Tag Zeit und probierst sowas aus. Wenn ich mich richtig erinnere, warst Du doch schonmal auf einer solchen Veranstaltung und meintest, es hätte Dir irgendwann auch Spaß gemacht? Dann geh doch einfach mal alleine hin. Wenn es blöd wird - lässt Du es wieder bleiben und siehst die Leute nie wieder. Aber nach dem Bild, was ich mir so langsam von Dir gemacht habe, würde es mich nicht wundern, wenn Dir Standard- oder Lateintanz durchaus liegen würde, wenn Du erstmal ein bißchen reingekommen bist. Ich meine, es gibt dabei einen festen sozialen Rahmen, an dem man sich orientieren kann, Du bist mit neuen Menschen zusammen, ohne die ganze Zeit smalltalken zu müssen, es gibt Grundschritte, die Du zuerst lernen kannst um dann freier zu werden usw...wenn Du verstehst, worauf ich hinauswill

Ich verstehe sehr gut, worauf du hinauswillst, auch wenn ich etwas skeptisch bin. Wenn es jetzt aber so etwas wie ein Tag der offenen Tür bei einer Tanzschule gäbe, wo man das Tanzen auch versuchen könnte, würde ich sogar hingehen. Aber wie oft gibt es so etwas? Auf einen ganzen Tanzkurs habe ich ehrlich gesagt wirklich keine Lust.

Bei den zwei Swing-Abenden, die ich erwähnt habe, war es auch ganz anders: Erstens war ich mit Freunden dort, und das erklärt zumindest teilweisen, warum es mir gefallen hat, und zweitens war es überhaupt kein Kurs, sondern vielmehr eine Themenparty. Und da wären wir wieder bei einem meiner Grundprobleme: Alleine möchte ich da nicht hin, und ich finde einfach niemanden, mit dem ich hingehen könnte. Ich versuche es immer wieder, aber bisher hatte ich keinen Erfolg. Übrigens: Der Bekannte, mit dem ich auf einem der Swing-Abende war, war so enttäuscht, dass er sich auf längere Zeit nicht mehr auf so etwas einlassen wird, und das obwohl er das selbst vorgeschlagen hat. Es sei im zu Disco-mäßig gewesen, und das hasst er. Der Typ ist noch schlimmer als ich! :zwinker:

Welche Erfahrungen hast du gemacht, die andere "Durchschnittsjugendliche" nicht gemacht haben? In welchen Aspekten deiner Persönlichkeit bist du gereift und hast dich weiterentwickelt - auf einem Weg, den andere eben nicht gegangen sind? Und: Welche Erfahrungen - versuch sie bitte konkret zu benennen - fehlen dir auf eine Weise, die dich heute einschränkt?

Das kann ich verstehen und auch zum Teil nachvollziehen. Ich war während der Schulzeit auch eher der Einzelgänger, bin auf 'meiner eigenen Schiene gelaufen' und habe mich wenig darum geschert was die anderen darüber dachten. Ok, sind dann halt ein paar Parties und Aktivitäten an mir vorbeigegangen, aber so what? - tempi passati!. Ich habe nie den Eindruck gehabt, dass mir jetzt dadurch wesentliche Erfahrungen entgangen wären.
Eswareinmal bringt es schön auf den Punkt: was sind denn das deiner Meinung nach für Erfahrungen die dir jetzt so dringend zu fehlen scheinen?


Nun ja, es geht um sehr unterschiedliche Dinge.

Leute, die Mitglied einer Clique waren, haben manchmal allein auf Grund des Gruppenzwangs Dinge gemacht, die sie sonst nie gemacht hätten. Zugegeben nicht nur positive: Do kenne ich nicht weniger Leute, die so mit dem Rauchen angefangen haben. Aber es muss sich nicht zwangsläufig nur um negative Dinge handeln: Bei einigen Freunden von mir bin ich mir ziemlich sicher, dass sie nie im Leben Mitglieder eines Sportvereins geworden wären, nie im Leben auf Partys oder in die Disco gegangen wären, wenn es eben nicht diese Gruppendynamik gegeben hätte.

Im Gegensatz zu dem Großteil meiner Mitmenschen bin ich als Jugendlicher und junger Erwachsener nie auf eine Party oder in die Disco gegangen. Ich bin sogar so weit gegangen, eine Anti-Haltung einzunehmen. Das hat dazu geführt, dass ich sehr schnell nicht mehr gefragt wurde und auch nie zu Geburtstagen eingeladen worden bin. Inwiefern ich bis heute die Folgen davon zu spüren bekomme? Vermutlich hätte ich dabei gelernt, lockerer im Umgang mit fremden Menschen zu werden. Vermutlich hätte ich beim Tanzen gelernt, keine (oder zumindest weniger) Angst zu haben, mich zu blamieren. Zwar ist das heute immer noch möglich, aber es ist deutlich schwieriger: Als Jugendlicher denkt man deutlich weniger nach.

Und schließlich: Von einigen Männern in meinem Alter weiß ich, dass sie als Jugendliche mit ihren Kumpels über Liebe und Sex gesprochen haben und daher, auch wenn nicht weniger reine Angeberei war, zumindest eines gelernt haben: einen lockeren Umgang mit diesem Thema. Ich bin diesbezüglich so verklemmt, dass ich nicht selten ganz rot im Gesicht werde, sobald diese Thematik angesprochen wird. Ein paar Fortschritte habe ich schon gemacht, aber es gibt noch viel Raum nach oben.

Welche Erfahrungen habe nun ich gemacht, die die Anderen nicht gemacht haben? Mir fällt das wenig ein… Natürlich habe ich gelernt, dass man auch ohne Alkohol, Drogen oder Partys viel Spaß haben kann; natürlich habe ich früher als andere gemerkt, dass Erwachsensein keineswegs bedeutet, dass man alle Freiheiten hat, und sich vor allem durch Verantwortungsbewusstsein auszeichnet; natürlich habe ich gemerkt, dass man auch alleine klarkommen kann und als Einzelgänger sehr glücklich sein kann; natürlich habe ich früher als viele meiner Mitschüler die Schule ernst genommen und verstanden, dass es wichtig ist, zu arbeiten, wenn man später mal was werden will. Was bringt es mir heute? Ein bisschen etwas, zweifellos, aber ist es wirklich so viel wert?

Klar, sicher gibt es Menschen, die wenn sie mal in einem 'geregelten Tagesablauf' leben plötzlich zu phlegmatischen Couch Potatoes mutieren (meist sind das sogar genau die, welche vorher immer am meisten Party gemacht haben


Das meinte ich eigentlich gar nicht. Ich wollte eher darauf hinaus, dass man nicht mehr so einfach das Jahr über für ein paar Tage oder für ein Wochenende wegfahren kann, um beispielsweise eine London oder Rom zu besichtigen. Und mit kleinen Kindern geht das schon gar nicht. So lange beide studieren und keine Kinder haben, es ist viel einfacher: Die Semesterferien sind lang, und auch wenn man für die Uni arbeiten muss, findet man eigentlich doch immer Zeit, für ein paar Tage wegzufahren; und unter des Semesters ist es außerhalb der Klausurzeit auch kein großes Problem, mal für ein Wochenende wegzufahren.

Denkst du nicht, dass du hier etwas gar arg die Keule der Bescheidenheit schwingt? Oder liegt es wirklich am Mangel von Selbstbewusstsein?

Glaube mir, das ist wirklich keine falsche Bescheidenheit meinerseits. Wenn ich sehe, dass keine Frau mich als Freund haben will, und dass selbst meine Freunde immer weniger Zeit für mich haben, frage ich mich manchmal schon, was an mir attraktiv sein soll. Aber zum Glück denke ich nicht immer so, sondern nur, wenn ich etwas deprimiert bin. Wenn ich gut gelaunt bin, sehe ich alles viel positiver: Es gibt durchaus mal Frauen, die Interesse an mir gezeigt haben (auch wenn das nicht auf Gegenseitigkeit beruht hat), und ich habe doch recht viele Freunde und Bekannte, die mir treu sind, auch wenn sie weniger Zeit haben.



Aber ich habe einfach nur die Tatsache betrachtet, dass du in deinem derzeitigen Leben nur Frauen begegnest, die nicht deinem Beuteschema entsprechen. - Und da gibt es eben nur zwei Möglichkeiten für dich, wenn du eine Freundin finden willst: 1. Ändere dein Leben so, dass du diesen Frauen begegnest - und da lässt sich ein Hobby eben viel einfacher wechseln als der Job, das Studium, o.Ä. 2. Ändere dein Beuteschema, bzw. gibt auch Frauen eine Chance, die diesem Beuteschema nicht entsprechen.

Du weißt doch selbst, dass es leichter gesagt ist, als getan, und zwar selbst was das Verändern von Hobbys betrifft. Schau mal: Ich spiele mit dem Gedanken, im Sommersemester beim Unisport einen Ruderkurs für Anfänger zu belegen, weil mich das schon immer reizt. Dabei würde ich aber kaum Frauen kennenlernen. Denn weißt du, was die Kurse sind, die am meisten Frauen anziehen? Zumba, Bauch-Beine-Po, Aquafitness, eventuell noch Volleyball. Es ist aber so, dass ich mit all diesen Sportarten rein gar nichts anfangen kann, Mannschaftssportarten sind insgesamt nicht mein Ding. Natürlich gibt es ein so breites Angebot, dass ich auf jeden Fall noch etwas Anderes finden würde als der angesprochene Ruderkurs (Badminton, Schwimmen), aber die Kurse sind zum großen Teil sowohl anmelde- als auch kostenpflichtig und zudem werden bei einigen Sportarten Vorkenntnisse erwartet.

Aber vielleicht weißt du, was Sportarten wären, die sowohl Männer als auch begeistern?

Abgesehen vom Sport fällt mir auch kein neues Hobby an, das ich mir zulegen könnte. Ich bin nicht religiös genug, um mich irgendeiner Gruppe, etwa einer Studiengemeinde, anzuschließen. Die allermeisten NGO’s sind politisch gesehen links zu verorten und entsprechen somit nicht meinen Überzeugungen. Einer Partei könnte ich beitreten, aber was bringt es mir, mich dort zu engagieren, obwohl ich gar nicht wahlberechtigt bin?

Ich kann weiterhin zum Sprachcafé gehen, versuchen, beim „Tatort“-Café Leute kennenlernen, aber ansonsten? Hast du eine Idee?

Zur zweiten von dir erwähnten Möglichkeit: Wie ich bereits DSCH geschrieben habe: In meinem Freundeskreis habe ich deutlich mehr Frauen als Männer, und viele von ihnen gehören eben genau zu diesem intellektuellen Typ. Ich nehme sie übrigens auch nicht als Frauen im Sinne von sexuellen Wesen wahr, weil sie mich überhaupt nicht anziehen. Frauen dieses Typs (vielleicht stellt ihr euch etwas anderes vor, als ich) sind auch nicht besonders weiblich – damit meine ich, dass sie ihre Weiblichkeit nicht zur Geltung bringen. Wie dem auch sei: Diese Frauen kenne ich sehr gut, und ich habe denen auch auf freundschaftlicher Basis eine Chance gegeben. Verliebt habe ich mich in sie nie. Und nun ist es so, dass ich, jedes Mal wenn ich eine Frau treffe, die diesen Frauen in meinem Freundes- und Bekanntenkreis ähnlich sind, tatsächlich sofort als Partnerin ausschließe. Allerdings nicht immer bewusst.

Aber diesen Gedankengang kannst du auch auf deine aktuelle Situation übertragen:
Du führst ein Leben, das dir Spaß macht und bei dem du dich nicht irgendwie verbiegen musst. Aber dort begegnest du keinen Frauen, die deinem Beuteschema entsprechen. Aber das heißt doch auch, dass Frauen, die deinem Beuteschema entsprechen, höchstwahrscheinlich völlig andere Interessen haben und somit kaum eine Basis für gemeinsame Unternehmungen, Gespräche, usw. mit diesen Frauen vorhanden ist. Wäre es dann nicht möglicherweise sinnvoll, dieses Beuteschema zu überdenken und auch mal Frauen eine Chance zu geben, bei denen durch gemeinsame Interessen, Hobbies, usw. eine gewisse Basis fürs Kennenlernen und auch für eine Beziehung besteht?


Diese Befürchtung habe ich auch, aber wie kann ich denn dieses Problem lösen. Oder anders formuliert: Wie ändert man sein Beuteschema?

Woher kommen denn überhaupt deine Präferenzen bezüglich möglicher Partnerinnen? - Aus praktischen Erfahrungen oder nur aus irgendwelchen theoretischen Gedankengängen im stillen Kämmerchen? Was zieht dich denn an den Frauen an, die deinem derzeitigen Beuteschema entsprechen? - Du kennst diese Frauen ja überhaupt nicht... und somit kann das nicht mehr sein, als irgendwelche Dinge, die du in ein oberflächliches Bild von einer solchen Frau hinein interpretierst und die du dir erhoffst, ohne zu wissen, ob das in der Realität auch so stimmt.


Wenn ich nicht wüsste, dass du das gleiche Problem hast, als ich, würde ich mich verarscht fühlen :zwinker: : Woher sonst als aus „theoretischen Gedankengängen im stillen Kämmerchen“ sollen meine Vorstellungen einer idealen Partnerin denn kommen, wenn man mir noch nie die Chance gegeben hat, praktische Erfahrungen zu sammeln? Bisher weiß ich nur eins: Die alleinstehenden Frauen aus meinem Freundes- und Bekanntenkreis kenne ich mittlerweile sehr gut, ich habe ihnen insofern eine Chance gegeben, als wir uns immer besser kennengelernt haben. Und trotzdem hat es zwischen uns nie gefunkt, ich habe mich nie in sie verliebt. Warum das denn? Wenn man so einfach entscheiden könnte, in wen man sich verliebt, wäre Vieles einfacher. Aber ist es so?

Deshalb bleibe ich dabei: Gib einer Frau, die an dir interessiert ist, doch wenigstens mal eine Chance, dich etwas besser kennenzulernen und lerne sie dabei auch etwas besser kennen!


Nun ja, zwei der drei Frauen, die Interesse an mir gezeigt haben, kenne ich sehr gut; wir haben uns sogar schon 1 bis 2 Jahre gekannt, als sie Interesse an mir gezeigt haben. Man kann also nicht sagen, dass ich ihnen keine Chance gegeben hätte. Und trotzdem habe ich mich nicht in sie verliebt. Was nun?

Dir gelingt es, in bisher 19 Seiten, das Interesse verschiedenster Charaktere am Thema aufrecht zu halten und zugleich konstruktiv mit reichlich Kritik umzugehen. Das Werk einer unattraktiven Person?

So habe ich die Sache in der Tat noch nie gesehen…

Was ich ganz eindeutig kenne, ist deine Rationalität, die Angst vor ewiger Einsamkeit und Zurückweisung bzw innerer Leere, die du am Anfang mal beschrieben hast, dieses Ich-kann-nicht-Gefühl, wenn es darum geht über seinen Schatten zu springen (siehe zB Kellnerin ansprchen, flirten, unverbindliche Dates) und vor allem dieses endlose Zerdenken aller Dinge. In meinem Fall war das Zerdenken auch ein wichtiger Faktor, dass ich keine tieferen Gefühle entwickeln konnte. Bei der Kellnerin hattest du bspw selbst erwähnt, dass du so viel darüber grübelst, dass du das Interesse verlierst und ich glaube, das passt auf alle deine Begegnungen mit Frauen. Man überschattet all seine positiven Gefühle mit möglichen negativen Szenarien und Ängsten, da bleibt gar kein Raum für Mut/Verliebtheit usw. Auch bei diesem Sprachcafe hast du festgestellt: du schaust dich um und analysierst die Frauen regelrecht „zu Tode“.

Ich kann leider nicht ausschließen, dass du Recht hattest. Aber wie kann ich denn aufhören, alles zu zerdenken? Irgendwie habe ich das Gefühl, dass einiger hier nicht merken, dass es mir alles andere als Spaß macht, aber mein Hirn arbeitet, ohne dass ich es schaffe, es auszuschalten. Genau so ist es auch abends, wenn ich ins Bett gehe: Manchmal dauert es wegen dieser bescheuerten Hirnaktivität eine Ewigkeit, bis ich endlich einschlafe.

Im Übrigen ist es in letzter Zeit noch schlimmer geworden: Nicht nur das Zerdenken ist ein Problem, sondern auch eine gewisse Verbitterung, die dazu führt, dass ich immer weniger Lust habe, eine Freundin zu suchen, und in den Momenten, in denen es mir nicht gut geht, ich gar nicht mehr in der Lage bin, positive Gefühle zu empfinden. Das ist zwar nur vorübergehend, aber doch erschreckend.

Ich weiß nicht, aber wie stellst du generell so schnell fest, dass Frauen potentiell als Partnerin in Frage kämen oder eben nicht? Rein äußerlich? Schlägst du da unbewusst irgendwelche Brücken vom Aussehen zu möglichen Charaktereigenschaften oder so? Interpretierst du in einen Satz gleich eine ganze Liste an Eigenarten?

Gibt es bei dir vielleicht Gedankengänge wie "Ich habe sie im Studium kennengelertn. Also muss sie ein "intelektueller Typ" sein. Aber wenn sie ein "intelektueller Typ" ist, muss sie auch introvertiert sein. Und wenn sie introvertiert ist, muss sie auch wenig Selbstbewusstsein haben. Aber mangelndes Selbstbewusstsein ist doch überhaupt nicht mein Fall. Also kommt diese Frau nicht in Frage."

Deine zweite Frage bringt es auf den Punkt: Ich gehe vom Äußeren aus und ziehe darauf Rückschlüsse auf Persönlichkeit und Interessen. Ich fühle mich leider dadurch in dieser Vorgehensweise bestärkt, dass ich manchmal durchaus Recht habe mit meinen Vermutungen.

Du bist wie viele hier der Meinung, dass ich Frauen, die nicht meinem „Beuteschema“ entsprechen, eine Chance geben sollte. Wie ich aber Banane0815 geschrieben habe besteht folgendes Problem: 2012 haben drei Frauen an mir Interesse gezeigt, keine hat mir vom Typ her gefallen. Zwei der drei Frauen, die Interesse an mir gezeigt haben, kenne ich aber sehr gut; wir haben uns sogar schon 1 bis 2 Jahre gekannt, als sie Interesse an mir gezeigt haben. Man kann also nicht sagen, dass ich ihnen keine Chance gegeben hätte. Und trotzdem habe ich mich nicht in sie verliebt. Was soll ich da denn machen? Kann man Gefühle etwa erzwingen? Oder gibt es vielleicht auch Menschen, die sich einfach nicht verlieben?

Vielleicht liegt es auch an meiner Verkrampftheit oder an dem von dir erwähnten Zerdenken…

Ich weiß, du WILLST UNBEDINGT eine Freundin , eine erfüllende Partnerschaft haben und das zweifle ich im Grunde auch nicht an! Aber hier wurden so viele wirklich gute Vorschläge gemacht, die du, dir selbst zufolge, aufgrund einer inneren Blockade ablehnst. Ich verstehe das absolut, mir ging es genauso. Aber so macht mans sich ziemlich einfach: Kann ich nicht, mag ich nicht, mach ich nicht – lieber Gott schick mir ne Frau. […] Ich würde ganz klein mit Konfrontation anfangen, mit Dingen, die du sonst nicht machst, weil sie dir unangenehm sind. zB das Thema in der Gruppe was unternehmen

Das sind sehr interessante Gedanken, und vielleicht hast du sogar Recht. Bei der vorgeschlagenen Lösung wird es schon schwieriger. Ich bitte dich, mir zu glauben, wenn ich sage, dass ich seit Jahresbeginn ständig Bekannte oder Kommilitonen frage, ob wir zusammen etwas unternehmen wollen, dann aber immer die gleiche Antwort bekomme: „Im Prinzip gerne, hab‘ aber zur Zeit viel um die Ohren.“ Wenn ich dann einige Zeit später frage, kommt die gleiche Antwort. Freunde frage ich gar nicht für Unternehmungen dieser Art, weil sie keine Lust mehr am „Feiern“ haben: Wenn wir uns treffen, gehen wir in einer gemütlichen Bar etwas trinken und unterhalten uns, gehen ins Kino, besichtigen etwas, machen zusammen eine Radtour, usw. Gleichzeitig fällt es mir unheimlich schwer, alleine auf eine Party oder in die Disco zu gehen: Dieser Schritt ist für mich zu groß. Du kannst vielleicht verstehen, dass ich bei meiner Überwindungsarbeit Unterstützung brauche. Im Moment ist es aber nicht der Fall.

Aber vielleicht hast du eine Idee, wie ich es auch ohne meine Mitmenschen schaffen kann… Ich gebe jedoch die Hoffnung nicht auf, dass ich es eines Tages schaffe, gewisse Leute dazu zu bewegen, mit mir etwas zu unternehmen. Vielleicht kann meine Entschlossenheit – und auch meine Sturheit :zwinker: – hier von Vorteil sein.

Und versuch doch mal deine Neigung zu Rationalität und Denken im positiven Sinn dafür zu nutzen. Was mir in allen Situationen geholfen hat, sei es am Anfang beim Aufbau eines Freundeskreises, vermeintlich peinliche Dinge von mir preiszugeben, später dann auch meine erste (immer noch währende) Beziehung einzugehen usw. War mir Ziele zu setzen und für alle möglichen „schlimmen“ Entwicklungen beim Erreichen dieser Ziele Notfallpläne im Hinterkopf zu haben. Die können auch wirklich eher absurd sein, aber sie sind eben so eine Art Rettungsanker.
Das heißt etwas konkreter: bekommst du zB wirklich eine Abfuhr, wie fühlst du dich dann, was wird wohl passieren? (diesen Schritt denkst du dir ja bereits „dann werde ich bestimmt rot wie eine Tomate, stottere,.:“) Und dann: Was wird ihre Reaktion darauf sein? Sie wird bestimmt nicht mit dem Finger auf dich zeigen und losprusten! Wie kannst du die Situation dann noch retten bzw. für dich so gestalten, dass es dir nicht ganz so unangenehm ist?


Stell dir vor, solche Notfallpläne entwickle ich schon längst. :zwinker: Ganz so positiv ist es aber nicht, denn seitdem ich gemerkt habe, dass immer etwas dazwischen kommt, was dazu führt, dass diese Pläne nicht ausgeführt werden können, sind sie mir überhaupt keine Hilfe mehr. :zwinker: Das heißt: Ich muss wohl oder übel auch ohne Rettungsboje ins kalte Wasser springen… Wo soll ich am besten denn ansetzen?

Wenn du dich aber hinstellst und versuchst deine Situation so anzunehmen, wie sie gerade ist, sagst „Ja ich finde keine Partnerin, ich habe null Erfahrung, aber (und da sollst du natürlich nicht lügen, sondern es echt geschafft haben, dass es Realität ist) ich mache das beste aus meinem Leben.“, dann wird dich sicher keiner auslachen. Versuch doch so mit deinem Kumpel über dein Problem zu sprechen.

Das ist in der Tat eine gute Einstellung, die ich mir aneignen muss! So weit bin ich noch nicht, dass ich der Meinung bin, ich mache das Beste aus meinem Leben, aber das liegt vermutlich daran, dass es zur Zeit einfach nicht der Fall ist. Im Moment bin ich wohl weit unter meinen Möglichkeiten.

Dann habe ich noch etwas intimere Fragen, die du vllt eher für dich beantworten kannst und mal schaust, ob die ehrliche Antwort irgendwie „seltsam“ ist. Vor allem am Anfang hast du oft geschrieben, dass du erst nach langer Zeit sowas wie sexuelle Anziehung empfindest. Gehst du nie auf der Straße und denkst „Hui, die is aber heiß!“ ? Wenn du Frauen triffst und dir vorstellst ihnen näher zu kommen, was empfindest du dann meistens? Langeweile? Ekel? Erregung? Scham? Schaust du Pornos? Kannst du in deinem Kopf alle möglichen Fantasien ausleben, ohne dich sozusagen vor dir selbst für deine Gedanken zu schämen?

Ich kann deine Fragen auch direkt beantworten. Kurz gesagt: Ich habe nicht den Eindruck, mich für meine Gedanken zu schämen; trotzdem ist es eher selten, dass ich, wenn ich eine hübsche Frau sehe, sofort sexuelle Lust empfinde. Es ist nicht so, dass es nie passiert, aber eben auch nicht besonders oft.

Ich hoffe ich habe wenigstens ein zwei Dinge anbringen können, die dir helfen

Das hast du auf alle Fälle! Vielen Dank für deine ausführliche Antwort
Du solltest doch Du sein der Du bist und Dich so akzeptieren wie Du bist... Stolz sein was Du kannst und so machst...Und dann bekommt man so eine Ausstrahlung, wo die Menschen von alleine aufmerksam werden...

Hoffentlich hast du Recht!

Bei mir hatte das damit zu tun, dass ich mir unheimlich viel Druck gemacht hatte, dass ich einen Schutzmechanismus aufgebaut hatte und außerdem auch mit mir selbst nicht im Reinen war und eigentlich niemanden an mich ranlassen konnte. Ich konnte daher nicht offen auf andere Menschen reagieren, und Interesse heucheln, wenn keines da ist, geht ja auch nicht gut.

Und wie hast du es geschafft, dich so zu verändern, dass du in der Lage warst, dich zu verlieben?

 
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