Was muss ich an mir und meinem Leben noch ändern, um eine Freundin zu finden?

Benutzer44981 

Planet-Liebe Berühmtheit
Um bei deinem Beispiel zu bleiben: Mangelndes Interesse einer Frau an seiner Person ist zwar eine Erfahrung, sagt mir aber noch gar nichts. Reagiert diese Frau so, weil sie bereits in festen Händen ist? Weil ich einfach nicht ihr Typ bin? Weil ich gewisse Macken habe, mit denen sie nicht klarkommt (das können durchaus auch Einstellungen sein)? Weil ich mir ihr gegenüber einfach nur dumm verhalten habe?, usw. So. Und um beim nächsten Mal eventuell mehr Glück zu haben, muss ich wissen, erstens was ich falsch gemacht habe, und zweitens wie ich es richtig machen kann. Dass Überwindung und das Sammeln von Erfahrungen dazu gehören, ist mir vollkommen klar, aber vorher muss ich eben wissen, was ich beim letzten Mal überhaupt falsch gemacht habe, und wie ich es beim nächsten Mal richtig machen kann. Und die Antwort auf diese Fragen können mir eben nicht nur Erfahrungen liefern. Ansonsten besteht die Gefahr, dass ich die falschen Sachen verändere oder nie darauf komme, was ich wirklich falsch mache: So werde ich aber gewiss nie Erfolg haben. Vielleicht wirst du mir einfach empfehlen, es auszuprobieren, so nach dem Motto: Wenn du es richtig gemacht hast, wirst du es merken, und wenn du es noch falscher gemacht hast, erst recht. Aber abgesehen davon, dass ich bei dem Verfahren womöglich noch jahrelang den falschen Weg gehe, müsste ich mich vollkommen auf mein Vermögen zur Selbstanalyse verlassen und die ganzen Ideen in mir selbst schöpfen. Damit bin ich in der Vergangenheit aber gnadenlos gescheitert.

Ich glaube, wenn diese systematische Herangehensweise mit wahrheitsgemäßem Feedback nach einem gescheiterten Versuch, usw. in der Realität möglich wäre, wären wir beide schon längst die großen Experten was das passende Verhalten gegenüber interessanten Frauen anbelangt und müssten uns keine Sorgen bezüglich fehlender Beziehungs- und Sex-Erfahrung machen... :zwinker:
Aber dieses ganze zwischenmenschliche Gedöns ist nun mal leider nicht so einfach und wir werden wohl niemals von irgendeiner Dame ein ehrliches Feedback bekommen, an was es nun lag, dass wir nicht erfolgreich waren. (Vermutlich können viele Frauen in vielen Fällen ein derartiges Feedback gar nicht geben oder es wäre irgendein Gelaber von Gefühlen, aus dem wir auch keine Schlüsse ziehen könnten, was wir nächstes mal evtl. besser machen können...)
Und selbst wenn uns eine Frau sagen würde, dass sie dich oder mich wegen einer bestimmten Sache nicht attraktiv fand, so kann es doch auch sein, dass uns eine andere Frau wegen genau dieser Sache attraktiv findet.

Aber leider habe ich selbst keine Ahnung, wie eine andere, erfolgversprechende Herangehensweise an die Partnersuche aussehen könnte, bei der es möglich ist, die eigenen "Fehler" zu finden und die Fähigkeiten zu verbessern...

Solche Leute könnten aber nicht zu Freunden werden, weil die Mentalität einfach zu unterschiedlich ist. Aber ja, ich weiß: das hat auch keiner von mir verlangt, ich soll einfach nur Zeit mit ihnen verbringen.
Erstens gibt es auch noch so etwas wie Bekanntschaften. - Also Leute, mit denen man gerne mal etwas unternimmt und mit denen man gerne mal zusammen Spaß hat. Das ist zwar keine so intensive Beziehung wie eine wirkliche Freundschaft, aber das heißt trotzdem nicht, dass Bekanntschaften unwichtig wären.
Aber gerade solche Bekanntschaften mit Leuten, die in mancherlei Hinsicht ganz ander sind als man selbst, sind eine sehr gute Möglichkeit, um den eigenen Horizont zu erweitern, flexibler zu werden und auch mal in mancherlei Hinsicht die eigenen Einstellungen, Verhaltensweisen, usw. zu überdenken.
Und selbst in einer Freundschaft muss man nicht notwendigerweise bei allen Dingen die selben Ansichten und auch nicht die selbe Mentalität haben, solange einem die Ansichten und die Mentalität des Anderen nicht total zuwider sind.


Dazu müssten sie aber auch akzeptieren, dass ich kaum Alkohol trinke, mich sicherlich nicht besaufen werde und mit vollkommen besoffenen Leuten auch keine Dummheiten mache, werde. Für viele meiner Kommilitonen gehört das „Sich besaufen“ aber zum Feiern dazu, wie du Luft zum Atmen.
Aber klar, es gibt noch andere Leute, die gerne feiern gehen, ohne sich zu besaufen. Und du wirst es nicht glauben: Genau nach den Leuten suche ich schon seit Monaten. Bisher ohne großen Erfolg. Interessanterweise habe ich zwar Leute gefunden, mit denen ich mich gut verstehe, wir haben uns auch schon das eine oder andere Mal privat getroffen, aber irgendwie hatten sie jedes Mal, als sich eine Gelegenheit zum Feiern bot und ich dafür Zeit hatte, etwas anderes vor. Sehen sie in mir etwa, wie bereits vor Kurzem ausgeführt, nur den Musterstudenten, mit dem man keinen Spaß haben kann?

Da stellt sich für mich erst mal die Frage, was für dich "besaufen" bedeutet... denn zumindest ich kenne durchaus einige Leute, die gerne Feiern und dabei nur mal gerne deutlich angeheitert sind, ohne sich mit Alkohol völlig abzuschießen.
Aber wenn du es schon nicht leiden kannst, wenn man angetrunken ist, wird es wohl wirklich nicht all zu leicht sein, passende Leute zu finden.

Ich fand es z.B. früher auch sehr befremdlich, auch nur angetrunken zu sein und in diesem Zustand irgendwelche ziemlich schwachsinnigen Dinge zu tun. - Aber durch die entsprechenden Bekannten, die diese Einstellung nicht mit mir geteilt haben, konnte ich die Erfahrung machen, dass auch so etwas sehr viel Spaß machen kann und freue mich z.B. schon jetzt wieder auf eine Skiausfahrt, bei der abends auch mal ordentlich getrunken wird und sich das Gesprächsniveau entweder dem Erdmittelpunkt annähert oder heulend in der Ecke sitzt. (Was trotzdem nicht heißt, dass tagsüber das Skifahren zu kurz kommt.)
Aber vor ein paar Jahren hätte ich mir so etwas wohl niemals vorstellen können. Da hätte ich den abendlichen Spaß für unnötige Zeit- und Energieverschwendung und mutwilliges Herbeiführen von Schlafmangel gehalten, durch den ich beim Skifahren möglicherweise nicht so fit bin wie sonst, so dass ich meinen teuren Liftpass nicht von der ersten bis zur letzten Minute der Lift-Öffnungszeiten ausnutzen kann.


Zur Stripclub-Idee: Stripclubs finde ich aus moralischen Gründen auch etwas fragwürdig, aber gut, da kann man sich zumindest auf das Zuschauer beschränken. Aber ist es nicht blöd, da alleine hinzugehen? Es würde mich aber enorm Überwindung kosten und ich könnte mir das auch nur vorstellen, wenn ich sicher sein könnte, dass mich keiner sieht, der mich kennt – vor allem keine meiner Studenten. Aber grundsätzlich stehe ich der Idee sehr skeptisch gegenüber.
Auch wenn ich nicht wirklich davon überzeugt bin, dass dich ein Stripclub-Besuch weiter bringen würde, weil man da ja doch nicht mehr als ein wenig nackte Haut sieht, weiß ich nicht, was so schlimm daran wäre, einen solchen Club zu besuchen.

Und da du schon mal erwähnt hast, dass andere Leute in deinem Alter bereits heiraten... Bist du nicht zufällig in nächster Zeit mal bei einem Junggesellenabschied dabei,bei dem auch ein Stripclub-Besuch angesagt ist? (Wobei ich die Befürchtung habe, dass dier ein solcher Junggesellenabschied auch viel zu feuchtfröhlich wäre... :zwinker:)

Klar gibt es keine Erfolgsgarantie, und klar muss man es zumindest versuchen, um überhaupt eine Chance zu haben. Aber du wirst mir sicherlich Recht geben, wenn ich sage, dass man strategisch klug denken muss: Man muss sich eine Aktivität aussuchen, bei der zumindest die Chance besteht, a) Frauen kennenzulernen und b) den Frauentyp anzutreffen, der einen interessiert. Frauen des „intellektuellen Typs“ (damit meine ich auch Frauen, die genau so aussehen) lerne ich im Alltag genug kennen, und bei einigen von ihnen komme ich offenbar auch sehr gut an. Von den drei Frauen, bei denen es sehr gute Gründe dafür gibt, zu glauben, dass sie an mir interessiert gewesen waren (sind?), gehören zwei diesem Typ an. Wäre ich auf ihre Interessenssignale eingegangen, hätte ich heute womöglich schon eine Freundin. Fakt ist aber: Auch wenn beide sehr sympathisch sind und wir durchaus auch mehrere gemeinsame Interessen haben: Ich fühle mich einfach nicht von ihnen angezogen, und Gefühle empfinde ich eh keine für sie. Das heißt: Es würde jetzt rein gar nichts bringen, bsp. einem Debattierclub beizutreten, denn dort finden sich nur Männer oder Frauen eines ziemlich ausgeprägten intellektuellen Typs. Kurzum: Dinge ausprobieren ist unabdingbar, aber man muss sich schon sehr genau überlegen, wo man die größten Chancen hat.
Ehrlich gesaht halte ich von derart strategischem Denken nicht all zu viel.
Im Unisport habe ich z.B. einfach die Sportarten ausprobiert, die mich interessiert haben und bei denen ich nicht davon ausgegangen bin, dass es dort ausschließlich oder fast ausschließlich Männer gibt.
Und ich halte auch nicht all zu viel davon, Frauen in irgendwelche Schubladen mit Aufschriften wie "intellektueller Typ" stecken zu wollen... denn bei jeder beliebigen Schubladen-Einteilung wird es in recht vielen Schubladen sowohl Frauen geben, die für eine Beziehung in Frage kommen, als auch Frauen, die nicht für eine Beziehung in Frage kommen.
(Meine bereits früher erwähnte Kommilitonin, der ich mal ein klein wenig näher gekommen bin, war z.B. ein sehr "intellektueller Typ" und war mir im Endeffekt viel zu "nerdig" und langweilig. Aber trotzdem gibt es andere intellektuelle Frauen, die nicht so nerdig und langweilig sind und die ich durchaus attraktiv finden könnte. - Und so geht es mir bei sehr vielen Schubladen)

Hier stehen wir mal wieder vor einem Definitionsproblem: Wir verstehen offenbar nicht das Gleiche unter „Flexibilität“.
Ich meinte mit „Flexibilität“ sehr konkrete, alltägliche Dinge. Die sind in einer Beziehung nämlich auch wichtig. Flexibilität ist also für mich in diesem Fall die Fähigkeit, offen zu sein für neue Dinge, etwas spontan sein zu können und nicht starr an einem Problem festzuhalten, nur weil es so beschlossen worden ist; es bedeutet auch die Bereitschaft, Kompromisse einzugehen. Zu alledem bin ich durchaus fähig und bereit, solange es nicht übertrieben wird. Das entspricht zwar nicht meiner Natur, aber ich habe in den letzten Jahren dank gewisser Freunde, die fast zu spontan sind, erhebliche Fortschritte gemacht.

Natürlich ist es auch wichtig, bezüglich gewisser Einstellungen flexibel zu sein, das stimmt. Trotzdem habe ich auch gewisse Prinzipien, denen ich treu bleibe, und das halte ich sogar für eine gute Eigenschaft.

Dein Schubladendenken von wegen "intellektueller Typ", oder "Könnten Frauen, die im Unisport im XYZ-Kurs sind, zu mir passen?" schon ziemlich unflexibel...
Und auch sonst hört sich dein Zitat in Kombination mit deinen Beiträgen insgesamt für mich eher so an, als ob du schon zähneknirschend den einen oder anderen Kompromiss eingehst, wenn es irgendeiner Sache dient, die dir wichtig ist, aber dass du ansonsten sehr auf deinen Prinzipien beharrst.

Vor einem Jahr habe ich diesbezüglich gesagt, dass es für mich eine Demütigung sondergleichen wäre, mir professionelle Hilfe zu holen, dass ich damit mein eigenes Versagen besiegeln würde. In gewisser Hinsicht bin ich immer noch dieser Meinung, auch wenn ich ganz genau weiß, dass es Quatsch ist. Aber die Überwindung wäre zu groß.
Völlig unabhängig davon, ob du zu einem Psychologen, o.Ä. gehen willst, halte ich deine Erwartungen und Hoffnungen, die du an diesen Thread knüpfst, einfach teilweise für etwas überzogen, weil es sich hier nun mal einfach nur um ein Forum voller Laien handelt, die dich überhaupt nicht persönlich kennen und nur dein Geschreibsel lesen können.
Da ich selbst aufgrund eigener Erfahrungen auch nicht viel von Psychologen, usw. halte, will ich dir ja nicht mal empfehlen, zu einem Psychologen zu gehen. - Aber manche Dinge, die du hier erwartest oder erhoffst, könnte dir ein Psychologe eben viel eher geben als irgendwelche Foren-User.

Sache macht es nicht leichter: Die wenigen Erfahrungen, die ich mit Psychologen hatte, waren alle negativ. Das Beispiel der Unipsychologin macht es sehr gut deutlich: Auch wenn ich später zugeben musste, dass sie zumindest in einigen Punkten Recht hatte, war es doch so, dass sie mein Hauptproblem gar nicht interessiert hat. Ich sei ja in der Lage, eine Freundin zu finden und herauszufinden, was ich dafür tun muss – so ihre lapidare Antwort. Psychologen neigen dazu (dazu sind sie ja eigentlich auch da), die Gründe für gewisse Niederlagen in einem selbst zu suchen, und letzteren eine psychologische Erklärung zu geben. Dass das so einfach nicht ist, haben ja die letzten 12 Monate gezeigt.
Die Suche nach Ursachen, Gründen und Schuldigen ist müßig und auch nur teilweise zielführend. (Sicherlich ist es manchmal sinnvoll, Ursachen und Gründe zu kennen, aber das ist nicht wirklich das Entscheidende)
Das wichtigste ist, die Möglichkeiten, die man hat, zu erkennen und zu nutzen - und diese Möglichkeiten sind nun mal bei dir, deinen Einstellungen und deinem Verhalten, während du die Gesellschaft und andere Menschen kaum beeinflussen kannst. - Von daher ist es einfach nur zielführend, überwiegend die Dinge zu betrachten, die du selbst auch beeinflussen kannst, um deine Probleme zu lösen und nicht irgendwelche Ursachen in Dingen außerhalb der eigenen "Macht" zu suchen.

Dass es immer noch nicht geklappt hat, liegt an ganz konkreten Problemen, für die ich noch keine Lösung gefunden habe. Das Hauptproblem besteht immer noch in folgender Frage: Wie und wo soll ich Frauen kennenlernen, die mich interessieren und die ich interessiere? Anders formuliert: Wie soll ich dafür sorgen, dass nicht nur Frauen meines eigenen Typs sich für mich interessieren? Wie soll ich für diese Frauen interessant werden, ohne mich zu verstellen? Wo kann ich sie denn kennenlernen? Mein derzeitigen Umfeld kommt ja dafür nicht in Frage (vorrangig ältere Leute, Leute in langjähriger Beziehung, Menschen des stark ausgeprägten intellektuellen Typs). Andererseits kann ich nicht mein gesamtes Umfeld austauschen. Neue Dinge auszuprobieren ist wie gesagt unabdingbar, aber wieso habe ich bei allen bisherigen Sachen keine einzige Frau kennengelernt, die mich hätte interessieren können? Kann ich mit meinen Interessen und Hobbys etwas deshalb nicht die Frauen kennenlernen, die mich interessieren, weil die ganz andere Interessen und Hobbys haben? Wie soll ich aus dieser Zwickmühle herauskommen? All diese Fragen und noch viele mehr beschäftigen mich seit Monaten. Glaubst du wirklich, dass ein Psycholog mir dann helfen könnte? Es ist ja schließlich nicht seine Aufgabe.
Kann es sein, dass du eine Frau suchst, die es überhaupt nicht gibt und auch kaum geben kann?
Einerseits suchst du eine Partnerin, die zu dir, deiner Persönlichkeit, deinen Einstellungen, usw. passt, während du andererseits eine Partnerin suchst, die in vielerlei Hinsicht grundverschieden zu dir ist (kein "intellektueller Typ", nicht schüchtern, usw.). - Aber das passt so einfach nicht oder zumindest nur in sehr wenigen Fällen zusammen.

„Ein Drama“ wäre hier untertrieben. Das ginge für mich auf gar keinen Fall. Bei pubertierenden Jungs geht das noch so einigermaßen, aber bei Mittzwanzigjährigen ist das einfach nur erbärmlich. Für das Selbstbewusstsein wäre das übrigens sehr schädlich: Wie ich mich kenne würde ich mich dann so schämen, dass es mich vollkommen blockieren würde und ich würde mich gar nichts mehr trauen…

Solange man nicht gerade Dinge macht, durch die man sich oder Andere gefährdet oder irgendwie erheblich stört, finde ich es nun wirklich nicht erbärmlich, auch mal auf den Putz zu hauen, Dinge zu tun, die eigentlich nüchtern und objektiv betrachtet ziemlich bescheuert sind, mal das eine oder andere Gläschen über den Durst zu trinken, usw. und dabei einfach eine Menge Spaß zu haben.

Das Leben muss nicht immer so ernst und verbissen sein, wie du es siehst.

(Noch eine kleine Randbemerkung: In meinem Bekanntenkreis gibt es jemanden, den man wohl gut mti dem Wort "Festsau" beschreiben kann, was du sicherlich "erbärmlich" findest. - Aber gleichzeitig ist er einer der intelligentesten Menschen, die ich kenne, hat sein Studium als einer der Allerbesten abgeschlossen, promoviert, usw. und eine zweite "Festsau" aus meinem Bekanntenkreis feiert und trinkt zwar sehr gerne, steht aber trotzdem mit beiden Beinen fest im Leben, hat einen super Job, kann, wenn nötig Verantwortung tragen, usw. - Und Beide haben eine Menge Spaß in ihrem Leben.)


All das wird dich sicherlich nur in der Meinung bestärken, dass ich einen „Stock im Arsch“ habe, und das stimmt in gewisser Hinsicht schon. Da muss ich sagen: Es liegt ganz eindeutig an meiner ziemlich konservativen Erziehung. Ich kann mir gut vorstellen, dass man (auch ich) diesbezüglich lockerer werden kann, aber wie du siehst, bin ich noch weit davon entfernt, die Pickup-Voraussetzungen zu erfüllen.

Völlig unabhängig vom ganzen Pickup-Gedöns (von dem ich nicht all zu viel halte, auch wenn sicherlich die eine oder andere sinnvolle Sache dabei ist), habe ich nicht wirklich den Eindruck, dass du es schaffst, den Stock aus deinem Arsch zu ziehen, wenn du irgendwelche möglicherweise unvernünftigen, aber lustigen Dinge gleich "erbärmlich" findest, usw.


Es sei denn, im Freundes- und Bekanntenkreis meiner Freunde geht eine Beziehung in die Brüche. Aber darauf zu hoffen, wäre ja ziemlich ekelhaft.

Naja... es ist sicherlich nicht die feine, englische Art, auf das Ende einer bestimmten Beziehung zu hoffen (oder evtl. auch noch darauf hinzuarbeiten), um sich die noch, aber hoffentlich nicht mehr lange vergebene Frau schnappen zu können...
Aber das Anerkennen der Tatsache, dass so manche Beziehung scheitert und dass das auch dazu führt, dass die eine oder andere Single-Frau in deiner Altersklasse neu, bzw. wieder auf den Markt kommt, halte ich einfach nur für Realismus, der alles Andere als ekelhaft ist.


Zu den Frauen des intellektuellen Typs: Ich habe natürlich nichts gegen sie, aber es ist nun mal so, dass sie etwas ausstrahlen, was dazu führt, dass ich mich von ihnen nicht angezogen fühle. Punks haben ja auch besondere äußerliche Merkmale, und wenn man die nicht mag, kann man sich auch nicht in diese Menschen verlieben. Genau so ist es mit den beschriebenen Frauen. Dass ich immer wieder auf sie zu sprechen komme, liegt daran, dass es genau die Frauen sind, die sich für mich zu interessieren scheinen – wahrscheinlich weil ich selbst ein Mann des intellektuellen Typs bin. Natürlich gibt es Ausnahmen: Es gibt Frauen, die des intellektuellen Typs sind, und gar nicht so aussehen. Bei denen ist es auch anders. Aber du wirst glaube ich mit mir einverstanden sein, wenn ich sage, dass eine gewisse körperliche Anziehung für das Eingehen einer Beziehung nicht allzu schlecht ist. :zwinker:
Bei irgendwelchen Szenen, die ein mehr oder weniger typisches Aussehen, einen typischen Kleidungsstil, usw. pflegen, kann ich dein Argument ja noch nachvollziehen... aber ich sehe keinen wirklichen Zusammenhang zwischen charakterlichen Merkmalen wie z.B. "intellektueller Typ" und der Optik.
Und wenn ich an die Frauen denke, die ich als "intellektuell" bezeichnen würde, so ist darunter alles vom heißen Feger über die unscheinbare, graue Maus bis zur potthässlichen Frau.

Wieso dremde Leute in mir eher den Musterstudenten sehen, als einen Typen, mit dem man auch Spaß haben kann? Keine Ahnung, vielleicht liegt es daran, dass ich im Studium gut bin, gute Referate halte, manchmal von Dozenten gelobt werde (was mir höchst unangenehm ist)? Vielleicht hängt es auch damit zusammen, dass ich mich aus Gesprächen etwas zurückziehe (nicht bei Freunden, aber bei Leuten, die ich jetzt nicht so gut kenne), wenn es mir wirklich zu bescheuert erscheint. Aber vielleicht strahle ich eben eine gewisse Sache aus, deren ich mir gar nicht bewusst bin…

Vielleicht liegt es auch einfach daran, dass du so etwas wie ein "gemütliches Beisammensaufen" gleich "erbärmlich" findest... :zwinker:

Deine letzte Bemerkung finde ich genau deshalb besonders interessant: Wie kann ich es aber denn schaffen, mich an immer mehr Orten wohlzufühlen? Ich kann mir beispielweise (das ist jetzt nur ein Beispiel!) nicht so richtig vorstellen, mich jemals in Discos oder auf Partys wirklich wohl zu fühlen. Ich müsste sehr regelmäßig hingehen, um das zu erreichen – das werde ich aber nicht machen/machen können – und selbst das würde glaube ich nicht reichen. Ich würde mich wie gesagt deutlich wohler fühlen in einem Rahmen, der gewissen Interessen entspricht.
Du sollst dich ja auch nicht überall wohlfühlen. Aber wenn du viele Dinge unvoreingenommen ausprobierst, wirst du dabei auch Dinge entdecken, die dir (möglicherweise wider Erwarten) gut gefallen und bei denen du dich wohl fühlst.

Alkohol mag ich nicht, und ich habe genug Menschen gesehen, die sich seinetwegen ihr Leben – und noch schlimmer: das Leben anderer! – kaputt gemacht haben. Ich kann es also überhaupt nicht nachvollziehen, dass man so verantwortungslos ist, sich zu betrinken und sich dann auch noch Gefahren auszusetzen. Klar muss es nicht so weit kommen, und klar verlangt das keiner von mir, aber solche Erfahrungen prägen einen.
Dann ist es so, dass ich mich frage, was es bringt, sich mit Anfang/Mitte 20 zu betrinken und dann auf der Straße laut herumzuschreien, überall Bierflaschen hinzuwerfen, ältere Menschen zu beschimpfen, usw? Findest du das wirklich erwachsen? Findest du nicht, dass man nicht auf andere Art und Weise Spaß haben kann? Mal ein bisschen mehr Alkohol zu trinken, ist keineswegs schlimm, aber sich gleich vollkommen zu besaufen… Nein, tut mir Leid, das finde ich kindisch.

In diesem Fall geht es mir also gar nicht in erster Linie darum dass ich nicht mehr „im hundertprozentigen Besitz der totalen Kontrolle“ wäre.

Womit wir wieder beim "Schwarz-Weiß-Denken" wären... :zwinker:
Niemand sprach hier von den Extremen, die du hier geschildert hast, sondern einfach nur davon, mal kräftig einen über den Durst zu trinken, niveaulosen Schwachsinn zu reden, unvernünftige / sinnlose (aber nicht sonderlich gefähliche, gefährdende, beleidigende, o.Ä.) Dinge zu tun und dabei einfach eine Menge Spaß zu haben.

Ich fand all das auch mal (insbesondere in meiner Jugend) ziemlich "erbärmlich" und fühlte mich besser und reifer, weil ich über so etwas längst hinaus war, während ich heute reif und erfahren genug bin, um zu wissen, dass ein solches Verhalten überhaupt nicht "erbärmlich" ist, sondern einfach Spaß machen kann, wenn man es nicht so exzessiv betreibt, dass es ernsthafte negative Folgen hat. - Und deshalb habe ich als junger Erwachsener damit angefangen, obwohl es in meinem Alter ja noch "erbärmlicher" sein müsste als in der Jugend. :zwinker:
 

Benutzer36171 

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Ich fand all das auch mal (insbesondere in meiner Jugend) ziemlich "erbärmlich" und fühlte mich besser und reifer, weil ich über so etwas längst hinaus war, während ich heute reif und erfahren genug bin, um zu wissen, dass ein solches Verhalten überhaupt nicht "erbärmlich" ist, sondern einfach Spaß machen kann, wenn man es nicht so exzessiv betreibt, dass es ernsthafte negative Folgen hat. - Und deshalb habe ich als junger Erwachsener damit angefangen, obwohl es in meinem Alter ja noch "erbärmlicher" sein müsste als in der Jugend. :zwinker:
Bei mir war und ist es genauso.


Noch einmal zurück, was ich in meinem letzten Beitrag geschrieben habe. Du hast es in großen Teilen verneint und doch offenbarst du immer wieder in deinen Beiträgen Vorurteile gegenüber anderen Menschen. Dafür musst du dich nicht schämen. Alle Menschen haben Vorurteile, manche mehr, manche weniger. Aber dich engen diese Vorurteile extrem ein. Sie beeinflussen deine Wahrnehmung, als auch deine Fähigkeit dich in Menschen zu verlieben. Immer wieder erwähnst du, dass du Frauen triffst, die du nicht attraktiv findest. Das kommt mir sehr komisch vor.

Meine Vorurteile habe ich verloren, weil ich sozusagen gezwungen war, sie zu verlieren. Wenn man einen Menschen mag - ein netter Bekannter, ein Freund, eine Freundin, der eigene Bruder - und dieser eine Verhaltensweise oder Ansicht offenbart, die man eigentlich gar nicht mag, ist man ganz automatisch gezwungen umzudenken. Man erweitert sein Weltbild Stück für Stück. Um dir nochmal die Wichtigkeit dessen vor Augen zu führen: Ich wäre heute nicht verheiratet, hätte ich meine alten Vorurteile behalten!

Vielleicht ist das Problem bei dir nicht so ausgeprägt wie von mir beschrieben. Ich übertreibe ja auch absichtlich, um zu verdeutlichen. Aber es ist definitiv vorhanden. Deshalb: komme mit Menschen in Kontakt, die deine Vorurteile ins Wanken bringen. Das heißt nun nicht, dass du dich mit den größten Discohengsten abgeben sollst, aber vielleicht hat einer deiner Freunde ja einen Freund, der ein bisschen "wilder" ist. Vielleicht hast du Bekannte, die bisher nicht deine Freunde geworden sind, weil du "nichts mit ihnen anfangen kannst". Ich kenne dein Leben und dein Umfeld nicht. Aber, wenn sich die Gelegenheit bietet, dann springe über deinen Schatten und probier's aus. Es wird dich weiterbringen, wirklich.

Off-Topic:
Mein Mann war übrigens an seinem Junggesellenabschied in einer Striptease-Bar und ihm taten die Tänzerinnen so leid, dass er ihnen Geld schenken wollte. (Gut, er war zu dem Zeitpunkt auch etwas angetrunken.) So zu denken ist weder unmännlich noch ein Weltuntergang. Aber anschauen und selbst urteilen schadet nicht, nie.
 
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Benutzer91095 

Team-Alumni
Off-Topic:
Aber mal eine Frage an dich: Wie hast du es denn noch einmal gemacht? Denn du warst mir wenn ich mich recht erinnere nicht ganz so unähnlich, oder? Wie hast du es gemacht, um dich zu überwinden? Musstest du das überhaupt tun?

Wie hab ich was gemacht? Ich hab nie Probleme gehabt, Menschen anzusprechen und Small Talk zu führen. Ich hab nur nie gewusst, wie ich die Menschen für mich auf romantischer Ebene begeistern kann. Und ich hab nicht gewusst, wie ich eigenes romantisches Interesse für eine Person aufbringen und aufrecht erhalten konnte. Das hat nie geklappt. Hab mich in meiner Dating-Rolle als Frau auch nie wohlgefühlt, weil ich es auch nicht besser wusste. War früher immer nur der Kumpel, aber ich konnte mir auch nie mehr vorstellen. Irgendwann, von einem Tag auf den anderen, hab ich einen Schalter umgelegt und gesagt, jetzt ist Schluss damit und ich definier mir meine eigene Version von der Frau, die ich sein will und die begehrt ist. Nach ein paar Monaten ist mein Plan dann auch aufgegangen. Also, letztendlich hab ich "nur" was an meiner Ausstrahlung und Selbstsicherheit in Bezug auf meine Sexualität geändert.
 
O

Benutzer

Gast
Wieso Stimmkurse Schwachsinn sind? Nicht die Kurse sind schwachsinn, sondern deine Vorgehensweise. Wenn du immer noch an Deinem Ich herumprobierst wirst dus nie schaffen. Du musst zuerst mit dir selber zufrieden werden, bevor du auf Frauen zugehst. Wenn die Frauen merken, dass du nicht mal mit dir selber klar kommst, wie sollst du dann mit den Frauen klarkommen? Also lass den Theorie-Mist oder nicht. Wenn du das weiter machst, dann beende zuerst dein Theorie "ich-muss-mein-ego-pushen-und-sonst-ist-alles-scheisse-bei-mir" und dann geh erst auf Frauen zu. Wenn eine Frau das macht und dann auf Männer zugeht, dann kommt das mir leicht bemitleidend und erbärmlich vor, dass da praktisch null Attraction vorhanden ist. Komm mal mit deinem Leben zurecht, strahle eine Zufriedenheit und keine Depression "die-welt-ist-scheisse" aus...Dann kommt der Rest langsam...Aber auch nicht in einer Nacht:smile: (und das ist glaub da, was du nicht ganz verstehst)
 

Benutzer48403  (51)

SenfdazuGeber
@WulfricD: Eigentlich möchte ich Dir noch was schreiben, aber im Wust der Beiträge blicke ich einfach nicht mehr durch, und habe die letzten Seiten nur mal überflogen.
Grob zusammengefasst: Wie ich schon mal erwähnt hatte, würdest Du die gleiche Energie aufbringen, für Dich selbst mehr Flexibilität einzubringen, was neue Erfahrungen angeht, wärst Du mir sicherlich weit im Voraus.
Warum? Ganz einfach, Du kannst Dich eigentlich glücklich schätzen, dass Du hier in einem Forum einen Haufen Tipps und Herangehensweisen bekommst, welche ich in meiner Jugend nie hatte; Foren wie dieses gabs nicht, ich war also darauf angewiesen, rein nach dem "Trial-Error"-Prinzip zu fahren. Und letztendlich hat es mir auch nicht das gebracht, was ich eigentlich wirklich wollte. Ich war einfach zu spät dran, dass ich genug Erfahrungen sammeln konnte, um bei der Partnerwahl Prioritäten zu setzen.
Als Spätzünder läuft einem die Zeit davon und man versucht alle Mittel und Wege, wenigstens zw. 30 u 40 Jahren eine Partnerin fürs Leben zu finden. Mir blieb also nicht mehr viel Zeit, um langjährige Beziehungserfahrungen zu sammeln oder andere Experimente, dass ich genau abwägen hätte können, welche Partnerin zu mir passt. Der Druck, eines Tages als ewiger Single dazusitzen und nix gebacken zu bekommen, war einfach zu gross. Beziehung- Trennung - neue Beziehung- erneute Trennung....das wollte ich einfach nicht mehr, weil ich damit nur noch mehr Zeit verlieren würde. Ich wollte schliesslich auch mal Familie haben, und nicht erst dann Vater werden, wenn andere schon bereits ihre Enkel haben.
Nundenn, zumindest hab ich es gebacken bekommen, Vater von zwei Jungs zu sein - mehr aber auch nicht.
Hätte ich die gleichen Chancen gehabt wie heute, wo es Foren gibt, man von Ratschlägen und viele Möglichkeiten von hilfsbereiten Leuten mit Erfahrung bekommen hätte, sich haufenweise Informationen einholen kann, überlegen, nachdenken, abschätzen/wägen .... ich glaube fast zu 100% sicher zu sein, dass ich ganz anders an die Sache herangegangen wäre. Ich hätte sicherlich eine Partnerin gefunden, welche auch meinen Erwartungen und Wünschen gerecht wird. Wie dem auch sei, es wäre alles ganz anders gelaufen, weil ich dann nicht so orientierungslos gewesen wäre.

Deshalb kann ich Dir nur ans Herz legen, dass Du über die vielen Tipps, welche Du bekommen hast, mal nachdenken sollst. Du hast jedenfalls bessere Voraussetzungen als ich damals. Du musst sie nur in die Praxis umsetzen.

Ein Geht Nicht gibt's nicht!
 

Benutzer114418 

Verbringt hier viel Zeit
Aber dieses ganze zwischenmenschliche Gedöns ist nun mal leider nicht so einfach und wir werden wohl niemals von irgendeiner Dame ein ehrliches Feedback bekommen, an was es nun lag, dass wir nicht erfolgreich waren.

Naja, es geht ja nicht darum, eine Frau, an der wir mal interessiert waren, nach den Gründen dafür zu fragen, weshalb es nicht um Gegenseitigkeit beruht hat – da würden wir auf keinen Fall ein ehrliches Feedback erhalten. Wenn wir aber irgendwelche Frauen aus dem Freundes- oder Bekanntenkreis, den wir vertrauen, fragen würden, ob sie uns einfach mal so sagen kann, wie sie uns wahrnimmt, welchen Eindruck wir auf sie machen, usw. dann könnte vielleicht doch eine ehrliche Meinung herausspringen, die es uns nach mehreren solcher Feedbacks möglich machen könnte, Rückschlüsse auf unsere Wahrnehmung in der Frauenwelt zu ziehen. Dass ich den Konjunktiv verwende, hat seine Gründe, aber ich denke schon, dass ein Versuch interessant sein könnte.

Und selbst wenn uns eine Frau sagen würde, dass sie dich oder mich wegen einer bestimmten Sache nicht attraktiv fand, so kann es doch auch sein, dass uns eine andere Frau wegen genau dieser Sache attraktiv findet.

Klar, und genau deshalb wäre es wichtig, bei jeweils unterschiedlichen Frauen nachzufragen. Wenn wir jetzt nur Frauen des gleichen Typs in unserem Bekanntenkreis hätten, und zwar eines Frauentyps, der uns nicht gefällt, dann könnten wir die Sache in der Tat gleich vergessen.

Ich fand es z.B. früher auch sehr befremdlich, auch nur angetrunken zu sein und in diesem Zustand irgendwelche ziemlich schwachsinnigen Dinge zu tun. - Aber durch die entsprechenden Bekannten, die diese Einstellung nicht mit mir geteilt haben, konnte ich die Erfahrung machen, dass auch so etwas sehr viel Spaß machen kann und freue mich z.B. schon jetzt wieder auf eine Skiausfahrt, bei der abends auch mal ordentlich getrunken wird und sich das Gesprächsniveau entweder dem Erdmittelpunkt annähert oder heulend in der Ecke sitzt. (Was trotzdem nicht heißt, dass tagsüber das Skifahren zu kurz kommt.)

Niemand sprach hier von den Extremen, die du hier geschildert hast, sondern einfach nur davon, mal kräftig einen über den Durst zu trinken, niveaulosen Schwachsinn zu reden, unvernünftige / sinnlose (aber nicht sonderlich gefähliche, gefährdende, beleidigende, o.Ä.) Dinge zu tun und dabei einfach eine Menge Spaß zu haben.

Was findest du daran denn so toll, betrunken zu sein? Was ist daran so toll, dummes Zeug zu reden oder „heulend in der Ecke“ zu sitzen? Warum soll man sich in einem wenn auch nur leicht betrunkenen Zustand mehr amüsieren haben können, als wenn man nüchtern ist? Kann man denn ohne Alkohol nicht feiern und Spaß haben? Ganz ehrlich, ich verstehe es nicht…

Wenn ich sage, dass ich es nicht verstehe, meine ich nicht, dass ich für dieses Verhalten kein Verständnis habe und es verurteilte, sondern dass ich mir wirklich beim besten Willen nicht vorstellen kann, inwiefern es eine tolle Erfahrung ist. Ich muss gestehen, dass ich mich ein wenig wie ein Außerirdischer vorkomme, der auf der Erde notlandet und eine vollkommen fremde Welt erkunden muss, deren Funktionsweise ihm vollkommen fremd ist. Und selbst bei großer Mühe gelingt es ihm nur sehr schwer, diese Welt zu verstehen.

Es ist ja nicht so, dass ich das mit dem Alkohol nicht verstehen will. Es ist vielmehr so, dass ich es nicht verstehen kann. Das liegt wohl an meinem Umfeld, sei es dir Familie oder der Freundeskreis. In der doch recht großen Familie gibt es keinen einzigen Raucher (da muss man sich mal vorstellen!) und niemanden, der mal über seinen Durst trinkt. Das gibt es einfach nicht, und zum Teil liegt das auch an einer stark konservativen und/oder streng religiösen Erziehung. Bei den Freunden ist es dagegen so, dass ich mich lange Jahre nur mit Menschen angefreundet habe, die mir recht ähnlich waren: nüchtern, bodenständig, fleißig in der Schule, intellektuell, usw. Das bedeutet, dass ich in der für die Ausbildung und Festigung des Charakters entscheidenden Zeit nur von Menschen umgeben war, für die Drogen und Alkohol der Feind Nr. 1 war. Sich mit dem Feind zu verbrüdern, erschien unsunehrenhaft. Es gab aber auch keine Versuchung, da es eben niemanden im Umfeld gab, der uns hätte in Versuchung bringen können.

Als ich mit 21 bei meinen Eltern ausgezogen und in eine vollkommen fremde Stadt in eine eigene Wohnung eingezogen bin, mir ein von Grund auf neues soziales Leben aufbauen musste (meine alten Freunde habe ich zwar behalten, aber ich konnte sie ja viel weniger sehen, als vorher), kam auch in meine alten Denkweisen Bewegung. Und so habe ich schließlich irgendwann das Rauchen probiert, zum ersten Mal in meinem Leben ein Bier getrunken (bis dahin hatte ich lediglich bei größeren Festen ein Glas Sekt getrunken), und das Witzige daran ist: Jedes Mal kam ich mir so vor, als würde ich etwas Verbotenes tun. Mittlerweile ist es für mich ganz normal, ein Bier oder ein Cocktail zu trinken, wenn ich mit Freunden etwas unternehme, aber mich zu betrinken würde für mich immer noch etwas darstellen, was unehrenhaft wäre und wofür ich mich schämen würde.

Sich betrinken, ist ja ein Exzess, und für mich sind Exzesse höchstens etwas für unreife, pubertierende Jugendliche, die sich etwas beweisen wollen, die sich in einem hirnlosen Wettbewerb um die größte Dummheit befinden. Und das kommt immer wieder die Frage: Was soll es denn einem Erwachsenen bringen, der all das schon längst ausprobiert hat, der genau weiß, wie es ist, betrunken zu sein, und was es für Folgen hat. Was ist daran so toll, die größten Dummheiten zu sagen oder zu machen, über die man sich am darauffolgenden Tag schämt, sofern man sich daran erinnern kann? Was ist daran so toll, einen Abend zu verbringen, nach dem Mann sich einen ganzen Tag zum Kotzen schlecht fühlt? Es ist aber auch nicht so, dass ich solche Leute bewusst verurteile, sondern es hängt auch mit der Mentalität zusammen, die meine eigene Jugend in hohem Maße geprägt hat.

Wenn du, banane0815, oder jemand anderes es mir erklären kann: Es würde mich wirklich interessieren!

Und da du schon mal erwähnt hast, dass andere Leute in deinem Alter bereits heiraten... Bist du nicht zufällig in nächster Zeit mal bei einem Junggesellenabschied dabei,bei dem auch ein Stripclub-Besuch angesagt ist? (Wobei ich die Befürchtung habe, dass dier ein solcher Junggesellenabschied auch viel zu feuchtfröhlich wäre...

Naja, ein Pärchen hat schon geheiratet, und da gab es keinen Junggesellenabschied. Bei anderen Freunden würde es mich auch sehr wundern, wenn sie so was in der Art machen würden – und wenn überhaupt eher in einer abgeschwächten Version, bzw. relativ vernünftig. Aber vielleicht werde ich ja überrascht. Eins steht jedenfalls fest: Bei gute Freunden würde ich auf jeden Fall mitmachen – ganz egal, was auf dem Programm steht. Bei guten Freunden halte ich das auch für selbstverständlich.

Einerseits suchst du eine Partnerin, die zu dir, deiner Persönlichkeit, deinen Einstellungen, usw. passt, während du andererseits eine Partnerin suchst, die in vielerlei Hinsicht grundverschieden zu dir ist (kein "intellektueller Typ", nicht schüchtern, usw.). - Aber das passt so einfach nicht oder zumindest nur in sehr wenigen Fällen zusammen.

Warum sollte das denn ein Widerspruch sein? Das ist doch ganz logisch: Die perfekte Freundin stelle ich mir so vor, dass wir einerseits eine gemeinsame Grundlage haben und uns andererseits ergänzen.

Nehmen wir mal ein Beispiel: Ich möchte eine Partnerin, die es genau wie ich mag, auch mal intellektuelle und nicht nur alltagsbezogene Gespräche zu führen. Das wäre eine gemeinsame Grundlage. Gleichzeitig wäre es mir aber lieber, dass sie über ein größeres Selbstbewusstsein als ich verfügt. Somit würden wir uns wiederum ergänzen. Dieses Beispiel habe ich bewusst gewählt, weil es deutlich macht, dass die Gemeinsamkeiten und die Unterschiede sich nicht unbedingt auf der gleichen Ebene befinden müssen. Ich kann mir Ähnlichkeiten bei den Interessen wünschen, aber Unterschiede in gewissen Aspekten der Persönlichkeit. Das ist der erste Punkt.

Außerdem kann man auch auf einer und derselben Ebene gleichzeitig zueinander passen und sich ergänzen. So kann ich mir durchaus eine Partnerin wünschen, die in einigen Punkten ähnliche und in anderen Punkten etwas andere Charaktereigenschaften hat. Widersprüchlich wird dieser Wunsch nur, wenn beides sich ausschließt, das muss aber nicht zwingend der Fall sein.

Bei irgendwelchen Szenen, die ein mehr oder weniger typisches Aussehen, einen typischen Kleidungsstil, usw. pflegen, kann ich dein Argument ja noch nachvollziehen... aber ich sehe keinen wirklichen Zusammenhang zwischen charakterlichen Merkmalen wie z.B. "intellektueller Typ" und der Optik.

Dann war meine Formulierung eben nicht besonders glücklich. Was ich meinte, sind nicht Frauen, die intellektuell sind, sondern intellektuell aussehen. Darunter verstehe ich beispielsweise auch, was du als „nerdig“ oder langweilig bezeichnest hast. Intellektualität als charakterliche Eigenschaft stört mich natürlich nicht.

Wie hab ich was gemacht? Ich hab nie Probleme gehabt, Menschen anzusprechen und Small Talk zu führen. Ich hab nur nie gewusst, wie ich die Menschen für mich auf romantischer Ebene begeistern kann. Und ich hab nicht gewusst, wie ich eigenes romantisches Interesse für eine Person aufbringen und aufrecht erhalten konnte. Das hat nie geklappt. Hab mich in meiner Dating-Rolle als Frau auch nie wohlgefühlt, weil ich es auch nicht besser wusste. War früher immer nur der Kumpel, aber ich konnte mir auch nie mehr vorstellen. Irgendwann, von einem Tag auf den anderen, hab ich einen Schalter umgelegt und gesagt, jetzt ist Schluss damit und ich definier mir meine eigene Version von der Frau, die ich sein will und die begehrt ist. Nach ein paar Monaten ist mein Plan dann auch aufgegangen. Also, letztendlich hab ich "nur" was an meiner Ausstrahlung und Selbstsicherheit in Bezug auf meine Sexualität geändert

Und wie hast du – plakativ formuliert – den Wandel von der Rolle als guten Kumpel zu der Rolle als Objekt der sexuellen Begierde geschafft? Was hast du konkret geändert? Worauf hast du geachtet? Ich frage dich nicht, um dich nachahmen zu können, denn du bist ja eine Frau und ich ein Mann, aber es würde mich schon interessieren, wie man so was eigentlich machen kann.

Wieso Stimmkurse Schwachsinn sind? Nicht die Kurse sind schwachsinn, sondern deine Vorgehensweise. Wenn du immer noch an Deinem Ich herumprobierst wirst dus nie schaffen. Du musst zuerst mit dir selber zufrieden werden, bevor du auf Frauen zugehst. Wenn die Frauen merken, dass du nicht mal mit dir selber klar kommst, wie sollst du dann mit den Frauen klarkommen? Also lass den Theorie-Mist oder nicht. Wenn du das weiter machst, dann beende zuerst dein Theorie "ich-muss-mein-ego-pushen-und-sonst-ist-alles-scheisse-bei-mir" und dann geh erst auf Frauen zu. Wenn eine Frau das macht und dann auf Männer zugeht, dann kommt das mir leicht bemitleidend und erbärmlich vor, dass da praktisch null Attraction vorhanden ist. Komm mal mit deinem Leben zurecht, strahle eine Zufriedenheit und keine Depression "die-welt-ist-scheisse" aus...Dann kommt der Rest langsam...Aber auch nicht in einer Nacht
(und das ist glaub da, was du nicht ganz verstehst)

Du verstehst die Sache ganz falsch. Erstens hatte der Stimmbildungskurs nichts mit Theorie zu tun, sondern war Praxis pur, und zweitens hat er mir insofern gut getan, als ich wirklich vor den anderen Teilnehmern Übungen machen musste, die mich gezwungen haben, mich zu entspannen, mich zum Affen zu machen, usw. Es war wirklich eine tolle Erfahrung. Den Kurs habe ich im Übrigen belegt, weil ich festgestellt habe, dass ich, wenn ich lange und laut rede, Stimmprobleme habe, was als Lehrer/Dozent ja nicht gerade sehr praktisch ist.

Hätte ich die gleichen Chancen gehabt wie heute, wo es Foren gibt, man von Ratschlägen und viele Möglichkeiten von hilfsbereiten Leuten mit Erfahrung bekommen hätte, sich haufenweise Informationen einholen kann, überlegen, nachdenken, abschätzen/wägen .... ich glaube fast zu 100% sicher zu sein, dass ich ganz anders an die Sache herangegangen wäre. Ich hätte sicherlich eine Partnerin gefunden, welche auch meinen Erwartungen und Wünschen gerecht wird. Wie dem auch sei, es wäre alles ganz anders gelaufen, weil ich dann nicht so orientierungslos gewesen wäre.

Dass du so viel Pech hattest, tut mir wirklich leid, glaube mir. Ich kann mir gut vorstellen, wie du dich damals gefühlt haben musst. Und ich wünsche dir, dass du vielleicht doch noch richtig glücklich wirst.

Trotzdem glaube ich nicht, dass dich ein Forum wie dieses automatisch von diesem Unglück bewahrt hätte, dich zum Erfolg gebracht hätte. Woran willst du das denn festmachen?

Du siehst ja an meinem Beispiel, dass das Hauptproblem eher ist, dass ich früher nicht die notwendigen Erfahrungen machen konnte: Auf Grund meines Charakters und des Verhaltens meiner Umgebung bin ich immer mehr zum Einzelgänger geworden, ich bin in einer Parallelwelt aufgewachsen. Das ging sogar so weit, dass ich in der Pubertät lange nicht verstanden habe, was gerade mit meinem Körper los war. Ich war vollkommen überrascht und ratlos; es gab ja niemandem, mit dem ich darüber hätte sprechen können, und von den Gesprächen meiner Mitschüler darüber habe ich auch nichts erfahren. Die Pubertät begann bei mir ausgesprochen früh (erste Anzeichen gab es schon mit 10), wirklich kapiert, was mit mir los war, habe ich erst mit 14/15. Aber auch in den darauffolgenden Jahren konnte ich keine Erfahrungen sammeln: Niemand hat mir einen Ruck gegeben, und ich selbst war damals nicht in der Lage, es zu tun. Worauf ich hinauswill, ist dass ich es heute leichter hätte, wenn ich damals diese Erfahrungen hätte machen können, dann müsste ich in Sachen Liebe mit 25 nicht alles von Anfang an – von Anfang an, lass dir das mal auf der Zunge zergehen – lernen. Mit „von Anfang an“ meine ich auch Dinge wie zum Beispiel, dass es ganz normal ist, mit einer Frau zu flirten, dass man keine Angst vor Körben haben muss, usw. Doch kein Forum der Welt kann diese Erfahrungen ersetzen.

Hinzu kommt, dass man mir zwar einige durchaus nützliche Tipps gegeben hat, dass viele von ihnen aber angesichts meiner vollkommenen Unerfahrenheit, meiner Persönlichkeit und der Art und Weise, wie ich lebe (Umfeld, soziales Leben, usw.) mir sehr unrealistisch erschienen. Das Wichtigste dabei ist aber, dass es mir ausgesprochen schwer fällt, mich zu überwinden. Sich in Sachen Liebe mit 25 das erste Mal überwinden zu müssen, das ist nicht gerade einfach. Es ist genau wie beim Schwimmen: Ein Kind wird viel leichter ins tiefe Wasser springen, auch wenn es nicht schwimmen kann; ein Erwachsener tut sich viel schwerer damit.

Und schließlich – das muss man auch noch sagen – ersetzen Foren zunehmend Gespräche in der wirklichen Welt: Auf Grund der immer größer werdenden geographischen Mobilität der Menschen, des zunehmenden Individualismus und der sich verbreitenden Zapping-Kultur wird es immer schwieriger, einen stabilen Freundes- und Bekanntenkreis und allgemeiner ein soziales Leben zu haben. Da seine Freunde weit weg wohnen und/oder keine Zeit für einen haben (in meinen Fall käme hinzu: oder weil man sich schämt, sein Versagen ihnen gegenüber zuzugeben), haben Menschen oft keine andere Wahl mehr, als sich an die Internet-Welt zu wenden. Aber das ist ein anderes Thema.

Deshalb kann ich Dir nur ans Herz legen, dass Du über die vielen Tipps, welche Du bekommen hast, mal nachdenken sollst. Du hast jedenfalls bessere Voraussetzungen als ich damals. Du musst sie nur in die Praxis umsetzen.

Über die Tipps, die mir gegeben wurden, denke ich sogar sehr viel nach! Ich habe mir sogar eine Liste gemacht mit konkreten Projekten, die ich in nächster Zeit verwirklichen möchte. Aber ich habe Angst. Angst davor, zu merken, dass es doch nicht klappt. Warum?, wirst du dich vielleicht fragen. Nun ja, besteht nicht die Gefahr, dass ein allzu lange anhaltender Misserfolg bei den Frauen sich irgendwann in einen Frauenhass umwandelt, der es einem möglich macht, sich in eine Frau zu verlieben? Aber selbst ohne dass es so weit kommt: Besteht nicht die Gefahr, dass dieses langjährige Versagen einen irgendwann wirklich deprimieren lässt, und zwar so sehr, dass diese negativen Gefühle es einem unmöglich machen, ein so positives Gefühl wie das eines „sich verlieben“ zu entwickeln? Besteht nicht die Gefahr, dass man gar niemanden findet, der zu einem passt? Immerhin gibt es dafür genügend Beispiele in der Welt.

Außerdem müsstest du selbst wissen, dass es nicht so einfach ist, wie du es behauptest: Man muss die gegebenen Tipps nicht „nur in die Praxis umzusetzen“. Es ist deutlich schwieriger, als das. Oder wie erklärst du dir, dass es in solchen Foren so viele Menschen gibt, die es einfach nicht schaffen, eine Partnerin zu finden? Wenn es so einfach wäre, wären nichts all diese Threads vollkommen überflüssig? Würde es nicht ausreichen, so eine Art Anleitung mit allen Benutzer-Tipps zu erstellen?
 

Benutzer91095 

Team-Alumni
Und wie hast du – plakativ formuliert – den Wandel von der Rolle als guten Kumpel zu der Rolle als Objekt der sexuellen Begierde geschafft? Was hast du konkret geändert? Worauf hast du geachtet? Ich frage dich nicht, um dich nachahmen zu können, denn du bist ja eine Frau und ich ein Mann, aber es würde mich schon interessieren, wie man so was eigentlich machen kann.

Drei Punkte:

-) Zuerst einmal musste ich lernen zufrieden mit mir zu sein und mit meinen Schwächen umgehen zu können. Das hat mehrere Jahre gebraucht und ganz ehrlich: Die Motivation dazu hatte ganz andere Gründe als das Fehlen eines festen Freundes. Ich war daran lange Zeit nämlich gar nicht interessiert und konnte es mir sowieso nicht vorstellen, u.a. wegen eines massiven Nähe-Problems und diverser Phobien meinerseits, eben weil ich mich nicht vollkommen pudelwohl gefühlt habe in meiner Haut, wobei ich selten richtig unglücklich war und objektiv gesehen auch alles ok war, aber bestimmte Dinge haben halt nicht so geklappt, wie ich es mir vorgestellt habe.

-) Meine eigenen Fehler, die dafür verantwortlich sind, dass ich mir keine Beziehung für mich vorstellen konnte, ruhen zu lassen und mich mit mir selbst zu versöhnen.

-) Das Schicksal, dass sich sowieso nie ein Mann für mich interessieren würde, nicht annehmen, sondern sich ein neues suchen. Das war mir dann irgendwann nämlich einfach zu doof. Habe äußerlich ein paar Veränderungen vorgenommen, habe angefangen zu überlegen, was für einen Mann ich überhaupt attraktiv finde und überlegt, wo ich den gehäuft antreffen kann. Natürlich hat's ein paar Monate gedauert, bis die Sache Früchte getragen hat. Aber tatsächlich lief dann auch alles nach Plan. Abschließend kann man sagen, dass ich einfach angefangen habe gezielt zu flirten, was aber nur ging, weil ich das Selbstverständnis angeeignet hatte, dass ich auf jeden Fall jemand bin, mit dem ein Mann flirten will.
 

Benutzer44981 

Planet-Liebe Berühmtheit
Was findest du daran denn so toll, betrunken zu sein? Was ist daran so toll, dummes Zeug zu reden oder „heulend in der Ecke“ zu sitzen? Warum soll man sich in einem wenn auch nur leicht betrunkenen Zustand mehr amüsieren haben können, als wenn man nüchtern ist? Kann man denn ohne Alkohol nicht feiern und Spaß haben? Ganz ehrlich, ich verstehe es nicht…
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Sich betrinken, ist ja ein Exzess, und für mich sind Exzesse höchstens etwas für unreife, pubertierende Jugendliche, die sich etwas beweisen wollen, die sich in einem hirnlosen Wettbewerb um die größte Dummheit befinden. Und das kommt immer wieder die Frage: Was soll es denn einem Erwachsenen bringen, der all das schon längst ausprobiert hat, der genau weiß, wie es ist, betrunken zu sein, und was es für Folgen hat. Was ist daran so toll, die größten Dummheiten zu sagen oder zu machen, über die man sich am darauffolgenden Tag schämt, sofern man sich daran erinnern kann? Was ist daran so toll, einen Abend zu verbringen, nach dem Mann sich einen ganzen Tag zum Kotzen schlecht fühlt? Es ist aber auch nicht so, dass ich solche Leute bewusst verurteile, sondern es hängt auch mit der Mentalität zusammen, die meine eigene Jugend in hohem Maße geprägt hat.

Wenn du, banane0815, oder jemand anderes es mir erklären kann: Es würde mich wirklich interessieren!

Selbstverständlich kann ich auch ohne Alkohol feiern und Spaß haben... aber nicht jede Feier macht ohne Alkohol Spaß - insbesondere dann, wenn das Niveau heulend in der Ecke sitzt (nicht ich, sondern das Niveau!), bzw. sich in Richtung des Erdmittelpunktes bewegt.
Dir mag das vielleicht seltsam erscheinen... aber es kann einfach auch eine Menge Spaß machen, ein paar Bierchen intus zu haben und sich über irgendwelchen Niveaulosen Schwachsinn zu unterhalten. Ich fand das früher und in nüchternem Zustand auch alles ziemlich befremdlich und habe nicht verstanden, was daran Spaß machen sollte...
Aber irgendwie bin ich dann doch auch in solche Situationen hineingerutscht und habe gemerkt, dass auch so etwas gelegentlich mal sehr amüsant sein kann - gerade weil der Alkohol eben die Zunge lockert und man die Dinge nicht mehr so ernst und verbissen sieht.

Aber ich spreche ja auch überhaupt nicht davon, sich extrem zu betrinken, sondern nur davon, dass gerade für schüchterne, gehemmte, verkopfte Leute wie uns die enthemmende, den Einfluss des (manchmal störenden) Kopfes ein wenig abmildernde Wirkung des Alkohols in angetrunkenem, aber nicht extrem betrunkenem Zustand eine recht hilfreiche und amüsante Sache sein kann.
Und ich habe mich auch nie wirklich für die Dinge geschämt, die ich in angetrunkenem Zustand getan oder gesagt habe und die ich in nüchternem Zustand nicht unbedingt getan oder gesagt habe, da ich mich bisher eigentlich so gut wie immer noch so weit unter Kontrolle hatte, um nichts peinliches zu tun.
Ich kann mich eigentlich nur an eine einzige, ein klein wenig peinliche Geschichte erinnern, als ich deutlich zu tief ins Glas geschaut habe und darauf hin in recht starken Schlangenlinien torkelnd den (zum Glück kurzen) Heimweg angetreten habe. - Denn wenn ich so betrunken bin, dass ich möglicherweise komplett die Kontrolle über mich verlieren könnte, bin ich schon längst in einem Zustand, in dem ich zu nicht viel mehr in der Lage bin, als nach Hause zu torkeln oder still in der Ecke zu sitzen. (Und das habe ich bisher vielleicht 2-3 mal in meinem ganzen Leben erlebt)

Aber bei deinem üblichen Schwarz-Weiß-Denken, das hier wieder zutage tritt, gibt es für dich zwischen nüchtern (bzw. so wenig Alkohol, dass er keine nennenswerte Wirkung entfaltet) und "Totalabsturz" wohl keine Zwischenzustände, die evtl. amüsant sein könnten... :zwinker:

Ich will dich hier wirklich nicht zum Saufen animieren, sondern nur dazu, manche Dinge nicht ganz so verbissen zu sehen.
 

Benutzer115625 

Beiträge füllen Bücher
Was soll der ganze Schwachsinn mit dem Alkohol. Es ist doch einfach: Bier schmeckt - Punkt. Sowohl das erste als auch das zehnte. Nebenerscheinungen bleiben bei übermäßigem Konsum evtl. nicht aus. Ja, dann macht man vielleicht mal Sachen, die einem am nächsten Tag vielleicht nicht mehr ganz so klug erscheinen - was soll's?! You only live once. Und deine Schwarzmalerei von "besoffenen Horden krawallmachender Idioten" ist in meinen Augen totaler Humbug. In meinem Freundeskreis wird öfter ausgiebig Party gemacht und mehr als ordentlich getrunken, aber trotzdem sind die Wohnungen/Clubs danach noch ganz, die Straßen sauber und alle heil. Wenn sich Leute betrunken scheiße benehmen, dann liegt das nicht am Alkohol, sondern an den Leuten selbst.

Bevor ich hier als Suffi abgestempelt werde: Nö, ich kann auch komplett nüchtern die Sau rauslassen. Gibt Phasen da trinke ich Wochenlang garnichts. Wenn ich gerade besonders intensiv trainiere z.B.

Musste ich allerdings erst lernen wie man ohne Alkohol Party macht. Das hat gedauert. So wie es auch gedauert in jeder Situation Selbstbewusst zu bleiben, mich nicht aus der Ruhe bringen zu lassen, zu lernen wie's mit den Frauen läuft, zu lernen, dass die Welt nicht endet wenn man vor ein paar dutzend Leuten die die Situation gespannt verfolgen 'nen richtig miesen Korb kriegt, zu lernen dass das Leben nicht immer so spielt wie ich es gerne hätte usw. usw.

Hat mir Alkohol bei manchen dieser Schritte "geholfen"? Ja - definitiv. Grenzen überschreiten sich einfach leichter. Dafür braucht es auch keinen Vollrausch, da genügen mitunter schon ein oder 2 Bierchen. Und dann merkt man, dass das garnicht so schlimm ist. Beim nächsten mal ist die Hemmschwelle, es nüchtern zu tun, geringer.

Du bist in meinen Augen lange nicht so erwachsen, wie du glaubst. Ob du nun Alkohol trinkst oder nicht. Und natürlich verurteilst du die Leute, die gerne mal mehr trinken. Das geht für mich ganz klar aus den Worten hervor, die du benutzt. Das weißt du auch selbst. Begründet liegt das in deiner naiven Schwarz-Weiß-Weltsicht. Du hast mal irgendwas gesehen/gehört/erlebt und konstruierst dir daraus eine Phantasievorstellung der Welt, die mit den Realitäten nicht viel zu tun hat, wenn man unvoreingenommen durch's Leben geht. Auch hier scherst du wieder alles über einen Kamm, kennst nur Extreme.

Ehrlich gesagt geht mir dein ständiges "Ja, aber ..." auf den Keks. Das wird so einfach nichts. Been there, seen that. Ich kann mir sowas auch nicht angucken, wenn EWIG rumgedruckst und gehirnfickt wird. Machen, probieren, Erfolg haben oder auf die Schnauze fallen und wieder aufstehen! Nichtstun ist Stillstand. Ich war selbst mal so. Genau deshalb sag ich dir aber auch: Machen, Machen, Machen!

Ich will dir nochmal ein aktuelles Beispiel geben, mal nicht von mir: Ich war Samstag feiern. Da haben wir viel getrunken. Ein guter Freund von mir ist jetzt schon seit Monaten an 'nem Mädel dran. Seit Monaten kriegt er nichts gebacken bei ihr, weil er diese "Ja, aber" - Mentalität an den Tag legt wie du. Ich war schon mehrfach dabei, wo er nur mal hätte seinen Mut zusammennehmen müssen und sie küssen. Seit Monaten, wenn ich die beiden mal zusammen sehe läuft es gut, aber er hört immer auf wenn es "ernst" wird. Wenn er mir erzählt was er alles schon mit ihr unternommen hat das Gleiche. Seit Monaten trete ich ihm verbal in den Arsch, wollte ihn schon diverse Male liebsten Ohrfeigen dafür, dass er seine Eier bei ihr immer zu Hause lässt (sonst ist er nämlich nicht unbedingt der schüchterne Typ). Jetzt am Samstag wieder das Gleiche. Meine Worte hatten zwar mal gefruchtet, er hatte immerhin versucht sie zu küssen, sie ist zwar ausgewichen, aber sah sonst immer noch gut aus, denn sie ist nicht abgehauen sondern weiter in seiner Nähe geblieben. Also "Mach weiter Junge!". Und dann stand er irgendwann 'ne halbe Stunde oder noch länger mit ihr eng umschlungen auf der Tanzfläche, Wange an Wange, gegenseitig streichelnd, sie krault seinen Nacken. Er küsst sie NICHT! DIE GANZE ZEIT! Ich schon wieder am Hände über den Kopf zusammenschlagen. Als der Laden dann schloss und wir zur Garderobe gingen, hab ich ihm dann, weil ich zugegebenermaßen sehr betrunken war, tatsächlich mal 'ne ordentliche Backpfeife verpasst und ihm gesagt, dass er ein Idiot sei. Nüchtern hätte ich die Backpfeife zwar weggelassen, war nicht iO, aber letztlich nur weil mir sein Glück am Herzen liegt ... konnte mir das einfach schwer angucken wie er sich selbst Steine in den Weg legt :zwinker: Ob's nun an der "Watsch'n" lag sei mal dahingestellt, aber der Rest der Gruppe und ich verabschiedeten sich, die beiden blieben noch allein zurück, und er hat ENDLICH was zu Stande gebracht. Einfach weil er gemacht hat. Er hätte natürlich auch weiterhin darüber nachdenken können, warum das nichts bringt, warum das "100%ig" scheitern würde, wenn er es versucht. Alles denken hilft eben nichts, die Wahrheit liegt am Ende trotzdem auf dem Platz.

Dir wünsche ich auch mal jemanden, der dir für dein negatives Denken, unnötiges Hirngeficke und vor allem deine UNTÄTIGKEIT mal ordentlich eine klatscht. Es bringt dir überhaupt nichts, wenn du ständig darüber nachdenkst, was nicht geht. Die Grenzen, die Mauern, die "Unmöglichkeiten" existieren nämlich nur in deinem Kopf. Solange du willst, dass sie da sind, werden sie auch da sein.
Ich schreib dir jetzt mal, was ich ihm vor ein paar Tagen auf seine "Ja-Aber ..." Antwort sagte, als ich ihm riet, doch endlich einfach mal die Grenzen auszutesten bei ihr, also nicht schon vorher aus Angst aufzuhören.

Sieh's so ... wenn du so weitermachst gewinnst du nichts. Wenn du mal was riskierst hast du zumindest die Chance auf Gewinn, aber wenn's nichts wird, macht's überhaupt keinen Unterschied! Du kannst nur gewinnen.

Das gilt auch für deinen Fall, für alles hier!
Ich rate dir deshalb jetzt als ersten Schritt ganz konkret, fang an dein negatives Denken abzulegen. Du wirst jetzt selbstverständlich denken: "Ja klar, aber so einfach ist das nicht!". Doch. Ich sag dir wie.

Beobachte deine Gedanken, beobachte deine Sprache. Sei achtsam in Bezug auf was du denkst, welche Worte du wählst, wenn du etwas sagst. Dann tu folgendes.

1) Die Worte "aber", "allerdings", usw. ersetzt du durch "und", oder viel besser, du streichst den entsprechenden Nebensatz komplett!
2) Der Konjunktiv ist für dich gestorben. Es gibt ab jetzt nur Indikativ.
3) Wörter im Sinne von "nicht" oder "kein" verschwinden. "Ich kann das nicht" -> "Ich kann das."
4) Aus "Ich kann" wird "Ich werde"
5) Verwerfe einschränkende, verharmlosende Worte wie "nur", "lediglich", "eventuell", "vielleicht", "eigentlich", "versuchen" usw. Weg damit!
6) Keine absoluten Statements aus eigenen Meinungen machen. Aus "man", "wir", "die Leute", usw. wird "ich".

Jetzt wenden wir das mal auf eine zufällig ausgewählte Aussage von dir an!

(Teilsätze die Sinngemäß ein einziges großes "aber" darstellen, auch wenn kein aber vorkommt, habe ich auch gestrichen)
In der Sache ist es für mich aber nicht ganz so einfach, wie du das darzustellen versuchst darstellst. Die Frauen, die mir gefallen, habe ich als Bedienung in Restaurants gesehen, in meinen Kursen (ich habe einen kleinen Lehrauftrag an der Uni), seltener beim Schwimmen. Klar, ich könnte werde versuchen, sie auf mich aufmerksam machen, das wäre ist ein erster Schritt – aber ich bin so unerfahren, dass ich gar nicht weiß, wie ich die Sache angehen soll. Was soll ich der Frau denn überhaupt sagen? Wie kann ich eine ansprechen, wenn sie in der Gruppe ist? In der Disco war ich bisher nur einmal, und in der Tat glaube ich nicht, dass ich dort eine Freundin finden könnte: Die Atmosphäre ist ja so, dass jeder logischerweise nur Spaß haben will, da geht es um nichts Ernstes, zumal man ich ja keine werde dort richtige Gespräche haben kann.

Und jetzt noch mal ohne das Durchgestrichene:
In der Sache ist es für mich so einfach, wie du das darstellst. Die Frauen, die mir gefallen, habe ich als Bedienung in Restaurants gesehen, in meinen Kursen (ich habe einen kleinen Lehrauftrag an der Uni), seltener beim Schwimmen. Klar, ich werde, sie auf mich aufmerksam machen, das ist ein erster Schritt. In der Disco war ich bisher einmal. Die Atmosphäre ist ja so, dass jeder logischerweise Spaß haben will. Ich werde dort richtige Gespräche haben

Erschreckend, wie wenig von deinen Gedanken/Aussagen bleibt, wenn man mal negatives denken rausnimmt, oder?

Wenn du dich bei solchen Gedanken oder Aussagen erwischt, dann halte inne, formuliere den Gedanken mithilfe obiger oder auch zusätzlicher eigener Leitlinien um, und denke ihn erneut. Glaube an das was du denkst. Es sind Gedanken, die deine Realität formen, und wenn du dein Denken änderst, konsequent und ehrlich, dann folgt auch deine Realität.
Ach ja. Und dann MACH! Keine 5 Jahrespläne, keine Utopien, kein "morgen fang ich an". Was kannst du hier und jetzt tun? Jetzt gleich. Dann tu es. Und diese Frage stellst du dir immer wieder.

Ach ja. Da fällt mir noch eine tolle Sache ein, wo ich das gerade so sage.
http://www.pickupforum.de/topic/41023-experiment-der-willensstaerke/

Wichtig dabei: Belüge dich nicht selbst. Soll heißen: wenn du etwas willst, dann rede dir nicht ein, du willst es nicht, weil du es nicht tust (warum auch immer). Tu es - oder denke nie wieder darüber nach.

Grüße,

Ali Mente
 
Zuletzt bearbeitet:

Benutzer114418 

Verbringt hier viel Zeit
-) Zuerst einmal musste ich lernen zufrieden mit mir zu sein und mit meinen Schwächen umgehen zu können.

Du hast mich schon vor vielen Monaten davon überzeugt, wie wichtig es ist, zufrieden mit sich selbst zu sein, seine Schwächen zu akzeptieren und zu lernen, mit ihnen umzugehen. Ohne zu behaupten, dass ich das alles erreicht habe, möchte ich doch betonen, dass ich auf diesem Gebiet bereits erhebliche Fortschritte gemacht habe: Ich habe durchaus eingesehen, dass ich gewisse Schwächen nicht werden loswerden können und habe angefangen, sie einfach zu akzeptieren. Das war eigentlich auch deutlich weniger schwierig, als gedacht und befürchtet. Durch gezielte Veränderungen in meinem Leben, durch gewisse Impulse seitens von Freunden ebenso wie durch die Überwindung einiger Ängste habe ich es auch geschafft, mit mir und meinem Leben ein bisschen weniger unzufrieden zu sein, und habe darüber hinaus festgestellt, dass ich mehr kann, als ich gedacht hätte.

Trotzdem müssen noch Fortschritte gemacht werden. Hierzu hätte ich ein zwei Fragen:

- Wie kann man als Mensch, der Angst vor Einsamkeit hat und die auch nur schwer damit leben kann, lernen, damit umzugehen? Es ist nicht so, dass ich mich derzeit besonders einsam fühle, aber es gibt schon Momente, in denen ich dieses Gefühl empfinde. In solchen Momenten beschließe ich immer, raus aus meiner Wohnung zu gehen, gehe – falls sich kein Freund oder Bekannter spontan finden lässt, mit dem ich etwas unternehmen könnte – beispielsweise ins Kino, doch das macht es eigentlich nicht viel besser: Wenn man nur Leute um sich sitzen hat, die mit ihrem Partner oder mit Freunden unterwegs sind und man selbst alleine ist, ist es kein angenehmes Gefühl.

- Dann stellt sich die Frage, wie man lernen kann, mit Charaktereigenschaften wie Schüchternheit umzugehen? Man kann zwar akzeptieren, dass das nun mal zu einem gehört, und dass man es auch nicht ändern kann, aber im Moment habe ich noch nicht herausgefunden, was ich machen kann, um in bestimmten Situationen nicht rot im Gesicht zu werden, um nicht anzufangen, in den Beinen zu zittern oder eventuell sogar leicht zu stottern. Das sind aber Dinge, die ich persönlich als höchst unattraktiv empfinde.

Habe äußerlich ein paar Veränderungen vorgenommen, habe angefangen zu überlegen, was für einen Mann ich überhaupt attraktiv finde und überlegt, wo ich den gehäuft antreffen kann. Natürlich hat's ein paar Monate gedauert, bis die Sache Früchte getragen hat. Aber tatsächlich lief dann auch alles nach Plan.

Da wird es in meinem Fall schon etwas schwieriger: Ich weiß zwar, was für Frauen mich interessieren, habe aber noch nicht herausgefunden, wo ich die antreffen kann – und mir ist auch schleierhaft, wie ich das herausfinden soll. Mir ist nämlich nicht bekannt, was solche Frauen allgemein für Interessen haben.

Abschließend kann man sagen, dass ich einfach angefangen habe gezielt zu flirten, was aber nur ging, weil ich das Selbstverständnis angeeignet hatte, dass ich auf jeden Fall jemand bin, mit dem ein Mann flirten will.

Hier taucht wieder eine nicht geringe Schwierigkeit auf: Ich kann nicht flirten, und sobald ich mich bei einer Sache nicht sicher oder wohl fühle, werde ich rot im Gesicht, meine Beine fange an zu zittern und wenn es besonders schlimm ist, fange ich an, leicht zu stottern. Dass das unattraktiv ist und den ganzen Effekt kaputt macht, brauche ich glaube ich nicht zu sagen.

Dabei stellt sich für mich folgende Frage: Wie du ja weißt, bin ich jemand, der sehr lange braucht, um sich in einen anderen Menschen zu verlieben oder, was noch schlimmer ist, um sich für ihn zu interessieren. Du hast mir den guten Tipp gegeben, mich schneller und mehr zu öffnen, sodass ich mich als Folge davon womöglich schneller für ihn Interesse und/oder Gefühle entwickle, so zusammengefasst deinen Ratschlag. Das setzt aber voraus, dass man mit dem besagten Menschen öfter zu tun hat, weil man dafür doch ein wenig Zeit braucht. Wenn man mir aber sagt, ich solle durchaus auch mit unbekannten Frauen flirten, habe ich ein Problem: Ich müsste nämlich mit irgendeiner Frau flirten, die ich höchstens als sympathisch empfinde und von der ich sagen würde, dass sie nicht schlecht aussieht. Aber das ist auch alles. Wie soll da ein Flirt aussehen? Wie kann er überhaupt zustande kommen? Ist es da nicht nur Schauspielerei in dem Sinne, dass man nur so tut, als wäre man daran interessiert, den Anderen kennenzulernen?

Es gibt zudem eine Sache, über die ich in letzter Zeit öfters nachdenke, und zwar hat man mir gesagt, dass es besser sei, nicht als Einzelgänger wahrgenommen zu werden und verstärkt in Männergruppen unterwegs zu sein. Beides ist bei mir so nicht der Fall: Zwar habe ich Freunde und Bekannte, mit denen ich mich regelmäßig treffe, aber ich unternehme auch viel alleine: Sport, Essen, Einkäufe, usw., sodass Leute, die mich bsp. nur von der Uni kennen, auf den Gedanken kommen könnten, ich sei ein Einzelgänger. Zudem habe ich viele Frauen in meinem Freundes- und Bekanntenkreis, sodass ich manchmal mit ein bis zwei Frauen unterwegs bin. Was hältst du denn als Frau von dieser Einschätzung?

Selbstverständlich kann ich auch ohne Alkohol feiern und Spaß haben... aber nicht jede Feier macht ohne Alkohol Spaß - insbesondere dann, wenn das Niveau heulend in der Ecke sitzt (nicht ich, sondern das Niveau!), bzw. sich in Richtung des Erdmittelpunktes bewegt. Dir mag das vielleicht seltsam erscheinen... aber es kann einfach auch eine Menge Spaß machen, ein paar Bierchen intus zu haben und sich über irgendwelchen Niveaulosen Schwachsinn zu unterhalten.

Das hängt sehr stark von seinem Freundes- und Bekanntenkreis ab: Ich habe bisher noch nie eine Situation erlebt, in der das Niveau der Gespräche so unterirdisch war, dass Alkohol quasi notwendig war, um doch noch Spaß zu haben.

Dann gäbe es neben den ausführlich geschilderten Hemmungen bei mir noch ein zusätzliches „Problem“, sofern man das als solches überhaupt bezeichnen kann: Ich mag allein vom Geschmack her Alkohol nicht so sehr, dass ich mehr als ein Bier oder ein oder zwei Gläser Wein trinken könnte. Die einzigen alkoholischen Getränke, bei denen das nicht so ist, sind Cocktails, weil man den Alkohol bekanntlich nicht (so sehr) schmeckt.

Aber ich spreche ja auch überhaupt nicht davon, sich extrem zu betrinken, sondern nur davon, dass gerade für schüchterne, gehemmte, verkopfte Leute wie uns die enthemmende, den Einfluss des (manchmal störenden) Kopfes ein wenig abmildernde Wirkung des Alkohols in angetrunkenem, aber nicht extrem betrunkenem Zustand eine recht hilfreiche und amüsante Sache sein kann.

Das will ich gar nicht bestreiten, aber ich finde es nur schlimm, wenn es soweit kommen muss, dass man unter Alkoholeinfluss stehen muss, um etwas lockerer zu werden. Das ist ja auch nicht natürlich, und selbst wenn es Spaß machen kann, was ich mir bei mir wie gesagt nicht vorstellen kann, kann man dabei bei Frauen bestimmt keinen Erfolg haben. Denn spätestens wenn die Wirkung des Alkohols aufhört, würden sie feststellen, wie man eigentlich drauf ist. Aber ich weiß: Du hast nicht von Erfolg bei Frauen gesprochen, sondern nur von Spaß. Und ich sage dir, dass ich bisher auch ohne Alkohol mit meinen Freunden immer viel Spaß gehabt habe, und wir unterhalten uns auch nicht die ganze Zeit nur über Politik. Ich habe dir in meiner Antwort erklärt, wie sich meine Einstellung zum Thema Alkohol erklärt – die reicht weit in die Vergangenheit zurück, und ich kann sie nicht einfach über Bord werfen. Aber wer weiß, vielleicht ändert sich das ganz von selbst, wenn ich im „richtigen“ Umfeld bin…

Was soll der ganze Schwachsinn mit dem Alkohol. Es ist doch einfach: Bier schmeckt - Punkt. Sowohl das erste als auch das zehnte.

Auch wenn du es vielleicht nicht hören, bzw. lesen willst: Du bist nicht der Nabel der Welt. Nur weil dir Bier schmeckt, heißt das noch lange nicht, dass es allen schmecken muss. Über Geschmäcker lässt sich nicht diskutieren. Wie ich „banane0815“ schon geschrieben habe: „Ich mag allein vom Geschmack her Alkohol nicht so sehr, dass ich mehr als ein Bier oder ein oder zwei Gläser Wein trinken könnte. Die einzigen alkoholischen Getränke, bei denen das nicht so ist, sind Cocktails, weil man den Alkohol bekanntlich nicht (so sehr) schmeckt.“

Musste ich allerdings erst lernen wie man ohne Alkohol Party macht. Das hat gedauert.

Dieser Satz ist der beste Beweis dafür, dass wir in zwei sehr verschiedenen Welten aufgewachsen sind und auch leben. So ist es für dich ebenso wie für mich offenbar sehr schwierig, den jeweils Anderen zu verstehen. Ich habe in meiner Antwort an „banane0815“ vor einigen Tagen versucht, zu erklären, wieso meine Einstellung zum Thema Alkohol so ist, wie sie ist. Ich kann sie nicht einfach über Bord werfen, auch wenn du das wohl nicht hören willst.

Hat mir Alkohol bei manchen dieser Schritte "geholfen"? Ja - definitiv. Grenzen überschreiten sich einfach leichter. Dafür braucht es auch keinen Vollrausch, da genügen mitunter schon ein oder 2 Bierchen. Und dann merkt man, dass das garnicht so schlimm ist. Beim nächsten mal ist die Hemmschwelle, es nüchtern zu tun, geringer.

Das kommt ganz auf den Menschen und auf seinen Stoffwechsel an: An einem Abend habe ich mal zwei Cocktails getrunken, da habe ich kaum eine Wirkung gespürt, und das obwohl ich es eigentlich gar nicht gewohnt bin, Alkohol zu trinken.

Im Grunde genommen gibst du mir den Tipp, mit dem Trinken anzufangen, um bei Frauen Erfolg zu haben. Nun ja, ich weiß nicht recht, was ich davon halten soll. Ist es nicht so, dass man da bei einem ganz bestimmten Typ Frau Erfolg hat? Ich kenne dich zwar nicht, aber nach dem, was ich von dir gelesen habe, gehe ich schon davon aus, dass wir zwei sehr unterschiedliche Persönlichkeiten haben und uns auch nicht für die gleichen Frauen interessieren – wobei das nicht negativ gemeint ist.

Deine Aussage, dass die Erfahrung mit Alkohol einem dabei helfen kann, dass die Hemmschwelle beim nächsten Mal in nüchternem Zustand geringen ist, überrascht mich ein wenig. Ich kann zwar deine Argumentation nachvollziehen, aber ich verstehe nicht ganz, inwiefern Alkohol da helfen kann. Ein wenig selbstbewusster Mensch wird eher dazu tendieren, sich zu sagen: „OK, ich habe es zwar geschafft, mit einer Frau zu flirten, aber das ist nicht mir, sondern dem Alkohol zu verdanken.“

Ehrlich gesagt geht mir dein ständiges "Ja, aber ..." auf den Keks. Das wird so einfach nichts. Been there, seen that. Ich kann mir sowas auch nicht angucken, wenn EWIG rumgedruckst und gehirnfickt wird. Machen, probieren, Erfolg haben oder auf die Schnauze fallen und wieder aufstehen! Nichtstun ist Stillstand. Ich war selbst mal so. Genau deshalb sag ich dir aber auch: Machen, Machen, Machen!

Das ich noch verbesserungsfähig bin, ist mir durchaus bewusst, glaube mir. Aber du kannst nicht einfach die Persönlichkeit und das Umfeld, in dem man lebt, außer Acht lassen. Sage mir doch mal, wie du vom Charakter und vom Typ her so bist? Wenn du von Natur aus schüchtern und wenig selbstbewusst bist, wenn du eher der intellektuelle Typ bist und es trotzdem geschafft hast, dann ist es natürlich etwas anderes. Wenn es der Fall ist, würde mich interessieren, wie und unter welchen Umständen du es geschafft hast. Ich will damit wirklich nicht sagen, dass ich ein armes Schwein bin, das im Leben nur Pech hatte und ich es auf Grund meiner Charaktereigenschaften nicht schaffen kann, eine Freundin zu finden – was wäre bescheuert und würde nichts bringen –, aber du kannst auch nicht so tun, als wäre gäbe es meine Schüchternheit und mein mangelndes Selbstbewusstsein nicht.

Ich will dir nochmal ein aktuelles Beispiel geben, mal nicht von mir: Ich war Samstag feiern. Da haben wir viel getrunken. Ein guter Freund von mir ist jetzt schon seit Monaten an 'nem Mädel dran. Seit Monaten kriegt er nichts gebacken bei ihr, weil er diese "Ja, aber" - Mentalität an den Tag legt wie du. Ich war schon mehrfach dabei, wo er nur mal hätte seinen Mut zusammennehmen müssen und sie küssen.


Ich verstehe gut, worauf du mit diesem Beispiel hinauswillst, und es ist mir bewusst, welche Lehren ich aus der Geschichte ziehen sollte. Nur: Dein Freund hat mir eines voraus: Es hat ein Mädchen kennengelernt, für das er sich interessiert und das an ihm interessiert ist. Davon kann ich nur träumen.

Wenn ich in einer solchen Situation wäre, würde ich vielleicht anders reagieren, als dieser Freund von dir. Als ich mich vor fast zwei Jahren in eine junge Frau verliebt hatte, war ich schon dabei, ihr Interesse zu signalisieren (durch Blicke, usw.), als ich erfahren habe, dass sie schon einen Freund hat. Und Fakt ist: Das war damals die erste Frau seit 8 Jahren, und seitdem habe ich auch nicht mehr wirklich eine Frau kennengelernt, die mich wirklich interessiert hat.

Es bringt dir überhaupt nichts, wenn du ständig darüber nachdenkst, was nicht geht.

Warte mal! Um ein Problem lösen zu können, muss mal erst einmal wissen, worin es eigentlich besteht. Und dafür muss man eben nachdenken. Dass es gar nicht so falsch ist, zeigt ja, dass ich bereits einige Veränderungen in Angriff genommen habe. Ich gebe aber zu, dass ich mir zu viele Gedanken mache.

Ich rate dir deshalb jetzt als ersten Schritt ganz konkret, fang an dein negatives Denken abzulegen. Du wirst jetzt selbstverständlich denken: "Ja klar, aber so einfach ist das nicht!". Doch. Ich sag dir wie.
Beobachte deine Gedanken, beobachte deine Sprache. Sei achtsam in Bezug auf was du denkst, welche Worte du wählst, wenn du etwas sagst. Dann tu folgendes.

1) Die Worte "aber", "allerdings", usw. ersetzt du durch "und", oder viel besser, du streichst den entsprechenden Nebensatz komplett!

2) Der Konjunktiv ist für dich gestorben. Es gibt ab jetzt nur Indikativ.

3) Wörter im Sinne von "nicht" oder "kein" verschwinden. "Ich kann das nicht" -> "Ich kann das."

4) Aus "Ich kann" wird "Ich werde"

5) Verwerfe einschränkende, verharmlosende Worte wie "nur", "lediglich", "eventuell", "vielleicht", "eigentlich", "versuchen" usw. Weg damit!

6) Keine absoluten Statements aus eigenen Meinungen machen. Aus "man", "wir", "die Leute", usw. wird "ich".


Es sind Gedanken, die deine Realität formen, und wenn du dein Denken änderst, konsequent und ehrlich, dann folgt auch deine Realität.

Es ist in der Tat wichtig, meine Einstellung zu ändern. Und dazu kann das, was du mir vorschlägst, beitragen. Es reicht aber bei Weitem nicht, um Erfolg zu haben.

Ach ja. Da fällt mir noch eine tolle Sache ein, wo ich das gerade so sage.


Danke für den Link, ich schaue ihn mir nachher an.

Ich hoffe nur, dass du kein absoluter Pickup-Fan bist. Davon halte ich nämlich nicht so gut wie gar nichts, auch wenn es sicherlich auch einige interessante Tipps geben kann.
 

Benutzer91095 

Team-Alumni
- Wie kann man als Mensch, der Angst vor Einsamkeit hat und die auch nur schwer damit leben kann, lernen, damit umzugehen? Es ist nicht so, dass ich mich derzeit besonders einsam fühle, aber es gibt schon Momente, in denen ich dieses Gefühl empfinde. In solchen Momenten beschließe ich immer, raus aus meiner Wohnung zu gehen, gehe – falls sich kein Freund oder Bekannter spontan finden lässt, mit dem ich etwas unternehmen könnte – beispielsweise ins Kino, doch das macht es eigentlich nicht viel besser: Wenn man nur Leute um sich sitzen hat, die mit ihrem Partner oder mit Freunden unterwegs sind und man selbst alleine ist, ist es kein angenehmes Gefühl.


Ich weiß es nicht. Ich hatte und habe keine Angst vor Einsamkeit. Allerdings hatte ich auch immer gute Freunde, mit denen ich etwas machen konnte.

- Dann stellt sich die Frage, wie man lernen kann, mit Charaktereigenschaften wie Schüchternheit umzugehen? Man kann zwar akzeptieren, dass das nun mal zu einem gehört, und dass man es auch nicht ändern kann, aber im Moment habe ich noch nicht herausgefunden, was ich machen kann, um in bestimmten Situationen nicht rot im Gesicht zu werden, um nicht anzufangen, in den Beinen zu zittern oder eventuell sogar leicht zu stottern. Das sind aber Dinge, die ich persönlich als höchst unattraktiv empfinde.

Auch da bin ich überfragt. Ich bin aber wohl auch einfach nicht schüchtern. Ich denke aber, wenn du aufhörst dich für solche Sachen zu schämen und versuchst, dich auch wohlzufühlen, wenn du stotterst oder zitterst, das ganze ein bisschen mit Humor nimmst, dann wird das alles erträglicher. Mein Freund stottert auch manchmal. Der nimmt's halt mit Humor und macht sich über sich selbst lustig. Es hat mir nie etwas ausgemacht. Ganz im Gegenteil, ich find das super, wie er damit umgeht.

Allgemein ist es so, dass ich ein anderer Mensch bin als du und andere Herausforderungen und Probleme im Leben habe als du. Es gibt genug Dinge, die mir schwer fallen, die dich überhaupt nicht betreffen. Es gibt Sachen, die ich nicht ändern kann und mit denen ich mein Leben lang leben muss. Aber es ist eben anders als bei dir. Ich kann dir deswegen da keinen persönlichen Tipp geben.

Da wird es in meinem Fall schon etwas schwieriger: Ich weiß zwar, was für Frauen mich interessieren, habe aber noch nicht herausgefunden, wo ich die antreffen kann – und mir ist auch schleierhaft, wie ich das herausfinden soll. Mir ist nämlich nicht bekannt, was solche Frauen allgemein für Interessen haben.

Nun, ich sage nicht, dass ich nicht auch Glück gehabt habe. Letztendlich ist es wohl auch so, dass bei mir weniger die Interessen als bestimmte Charakterzüge und Eigenschaften wichtig sind. Interessen sind Dinge, die dann später relevant werden, wenn's drum geht, wieviel Zeit man miteinander verbringt. Mein erster Freund war dann tatsächlich auch jemand, der von seinen Interessen her ganz weit von mir entfernt war. Es kam also weniger drauf an, wo sich diese Menschen besonders häufen, als, wo diese Menschen besonders auffallen (schließlich muss ich ihn ja auch bemerkten) UND wo ich mit meinen Stärken besonders auffalle (schließlich muss ich ihm ja auch positiv auffallen).

Hier taucht wieder eine nicht geringe Schwierigkeit auf: Ich kann nicht flirten, und sobald ich mich bei einer Sache nicht sicher oder wohl fühle, werde ich rot im Gesicht, meine Beine fange an zu zittern und wenn es besonders schlimm ist, fange ich an, leicht zu stottern. Dass das unattraktiv ist und den ganzen Effekt kaputt macht, brauche ich glaube ich nicht zu sagen.

Das ist nur unattraktiv, wenn du dich damit nicht wohl fühlst. Wenn du stotterst und dann drüber lachst und mit einem Augenzwinkern sagst, dass das ja eher selten vorkommt, nämlich nur, wenn du mit einer schönen Frau redest, dann wird das eher gut als schlecht ankommen. Und bez. Flirten: Eigentlich musst du da nichts tun. Die Frauen übernehmen die Aufgabe schon, wenn sie Interesse an dir haben. Letztendlich sagen viele Leute, dass sie nicht flirten können. Lustigerweise können sie es mit mir aber immer.

Dabei stellt sich für mich folgende Frage: Wie du ja weißt, bin ich jemand, der sehr lange braucht, um sich in einen anderen Menschen zu verlieben oder, was noch schlimmer ist, um sich für ihn zu interessieren. Du hast mir den guten Tipp gegeben, mich schneller und mehr zu öffnen, sodass ich mich als Folge davon womöglich schneller für ihn Interesse und/oder Gefühle entwickle, so zusammengefasst deinen Ratschlag. Das setzt aber voraus, dass man mit dem besagten Menschen öfter zu tun hat, weil man dafür doch ein wenig Zeit braucht. Wenn man mir aber sagt, ich solle durchaus auch mit unbekannten Frauen flirten, habe ich ein Problem: Ich müsste nämlich mit irgendeiner Frau flirten, die ich höchstens als sympathisch empfinde und von der ich sagen würde, dass sie nicht schlecht aussieht. Aber das ist auch alles. Wie soll da ein Flirt aussehen? Wie kann er überhaupt zustande kommen? Ist es da nicht nur Schauspielerei in dem Sinne, dass man nur so tut, als wäre man daran interessiert, den Anderen kennenzulernen?

Wenn du niemanden triffst für den du dich interessierst, kannst du natürlich auch nicht flirten. Dann sollst du aber auch nicht flirten. Wenn du dir so schwer tust jemanden interessant zu finden, dann musst du entweder deine Umgebung wechseln oder was an dir. Ich persönlich habe die Erfahrung gemacht: Je weniger Baustellen man bei sich selbst hat und je höher das grundsätzliche optimistische Interesse an der Umwelt und an anderen Menschen ist, desto leichter fällt es einem, andere Menschen interessant zu finden. Ob du das willst oder nicht, musst du selbst wissen. Ich persönlich finde gerne alle möglichen Leute interessant. Es fällt mir daher auch leicht, auf sie zuzugehen, mich mit ihnen zu unterhalten und Freundschaften zu schließen. Eine gute Freundin von mir macht es genau umgekehrt. Sie will so wenig wie möglich mit neuen Leuten zu tun haben, weil sie alle per se erstmal langweilig und uninteressant findet. Sie hat deswegen eine sehr verschlossene und distanzierte Haltung, sodass andere Leute sowieso nicht auf sie zugehen. Das ist eine Einstellungssache. Sie ist zufrieden mit ihrer Wirkung auf fremde Menschen, ich mit meiner.

Es gibt zudem eine Sache, über die ich in letzter Zeit öfters nachdenke, und zwar hat man mir gesagt, dass es besser sei, nicht als Einzelgänger wahrgenommen zu werden und verstärkt in Männergruppen unterwegs zu sein. Beides ist bei mir so nicht der Fall: Zwar habe ich Freunde und Bekannte, mit denen ich mich regelmäßig treffe, aber ich unternehme auch viel alleine: Sport, Essen, Einkäufe, usw., sodass Leute, die mich bsp. nur von der Uni kennen, auf den Gedanken kommen könnten, ich sei ein Einzelgänger. Zudem habe ich viele Frauen in meinem Freundes- und Bekanntenkreis, sodass ich manchmal mit ein bis zwei Frauen unterwegs bin. Was hältst du denn als Frau von dieser Einschätzung?

Ich finde Männergruppen sehr unsympathisch. Immer schon. Sporadische Einzelgänger oder Männer, die einen guten Draht zu Frauen haben, die gemischte Freundeskreise haben, sind mir die liebsten. Das sind die, die in meinem Freundeskreis sind und die Beziehungspartner von mir darstellten. Aber ich bin auch mehr die emanzipierte Frau. Die Bromance-Jungs, die erstmal alles mit ihren Kumpels abklären müssen, bevor sie eine Entscheidung treffen, die eine Frau als Geschöpf eines anderen Planeten wahrnehmen, das man mit der eigenen männlichen Wesensart bespielen muss, waren mir immer schon suspekt.

Aber ich betone: Ich bin eine emanzipierte Frau, die den Feminismus gut und wichtig findet. Wenn du so jemanden unattraktiv findest, dann gelten für dich vllt andere Richtlinien.
 

Benutzer115625 

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Auch wenn du es vielleicht nicht hören, bzw. lesen willst: Du bist nicht der Nabel der Welt. Nur weil dir Bier schmeckt, heißt das noch lange nicht, dass es allen schmecken muss. Über Geschmäcker lässt sich nicht diskutieren. Wie ich „banane0815“ schon geschrieben habe: „Ich mag allein vom Geschmack her Alkohol nicht so sehr, dass ich mehr als ein Bier oder ein oder zwei Gläser Wein trinken könnte. Die einzigen alkoholischen Getränke, bei denen das nicht so ist, sind Cocktails, weil man den Alkohol bekanntlich nicht (so sehr) schmeckt.“
Dieser Satz ist der beste Beweis dafür, dass wir in zwei sehr verschiedenen Welten aufgewachsen sind und auch leben. So ist es für dich ebenso wie für mich offenbar sehr schwierig, den jeweils Anderen zu verstehen. Ich habe in meiner Antwort an „banane0815“ vor einigen Tagen versucht, zu erklären, wieso meine Einstellung zum Thema Alkohol so ist, wie sie ist. Ich kann sie nicht einfach über Bord werfen, auch wenn du das wohl nicht hören willst.
Ich wollte dir hier garnicht zum trinken raten, eigentlich nur die sinnfreie Diskussion über Alkohol oder nicht Alkohol beenden. Inwiefern der Satz, dass ich erst lernen musste ohne Alkohol genauso gut gelaunt und extrovertiert zu sein wie mit, ein Beweis für irgendwas ist, weiß ich nicht, und woher du dir anmaßt zu wissen, in welcher "Welt" ich lebe, auch nicht. Dass du gut aus dir "herauskommen" kannst, scheint in jedem Fall nicht gegeben zu sein, und genau darum geht es.

Das kommt ganz auf den Menschen und auf seinen Stoffwechsel an: An einem Abend habe ich mal zwei Cocktails getrunken, da habe ich kaum eine Wirkung gespürt, und das obwohl ich es eigentlich gar nicht gewohnt bin, Alkohol zu trinken.
Ok. Du trinkst alle unter den Tisch obwohl du nie trinkst ;-) Hab ich auch mal gedacht.
Es gibt Tage da wird man schneller beschwipst als an anderen. Es gibt aber Hinweise darauf, dass "betrunken sein" auch Einbildung ist. Merkt man gerade bei Leuten die selten trinken. Ich habe da mal von einem Versuch gelesen, in dem man eine Gruppe in dem Glauben ließ, alle bekämen das gleiche Getränk, in Wirklichkeit bekam jedoch eine Hälfte alkoholfrei. Nach einigen Getränken zeigte die Alkoholfrei-Fraktion ähnliche "Ausfallerscheinungen" wie die, die tatsächlich alkoholisiert war. Das mal als Anektdote am Rande.

Im Grunde genommen gibst du mir den Tipp, mit dem Trinken anzufangen, um bei Frauen Erfolg zu haben.
Nein. Wenn dann sagte ich: Alkohol KANN eine Hilfe sein, den Stock aus dem Arsch zu bekommen.

Nun ja, ich weiß nicht recht, was ich davon halten soll. Ist es nicht so, dass man da bei einem ganz bestimmten Typ Frau Erfolg hat?
Nein. Alkohol garantiert mir genau 0 Erfolg bei Frauen, wer völlig dicht ist wird bei weniger alkoholisierten Damen sogar ziemlich schlecht ankommen. Das mit dem Typ Frau ist dann wieder dein schwarz weiß denken. Genauso wie, dass in "den Discos" nur "solche Frauen" anzutreffen sind. Dafür gibt es erstens schon viel zu viele verschiedene Arten von Clubs, in denen sich ganz unterschiedliche Zielgruppen herumtreiben. Zweitens sind Menschen vielschichtig, nicht auf eine Eigenschaft reduzierbar, und auch wenn es dir schwerfällt das zu glauben, auch das schüchterne, Kunstgeschichte studierende, graue Mäuschen geht ab und an mal in die Disco und lässt da mit ihren Freundinnen die Puppen tanzen und sich vielleicht im Anschluss sogar mal ordentlich durchvögeln. Sei nicht so naiv. Das scheinbar brave Mädchen von um die Ecke geht im Bett vielleicht auch ab wie sonstwas und ist versaut bis zum gehtnichtmehr, erzählt dir danach von 3ern, 4ern, Blowjobs in der Öffentlichkeit, Sex auf der Terrasse, Sex mit Frauen, was weiß ich. Alles schon gehabt. Menschen lassen sich nicht in Schubladen stecken.

Ich kenne dich zwar nicht, aber nach dem, was ich von dir gelesen habe, gehe ich schon davon aus, dass wir zwei sehr unterschiedliche Persönlichkeiten haben und uns auch nicht für die gleichen Frauen interessieren – wobei das nicht negativ gemeint ist.
Dein Problem ist doch, dass du dich garnicht auf deine Mitmenschen einlässt. Du redest immer von "den Frauen". Wieviele hast du denn schonmal wirklich nah kennengelernt, wie oft hast du erlebt, dass hinter einem Menschen viel mehr steckt als der erste Eindruck, dass sich Seiten auftun die man an diesem Menschen nie erwartet hätte?

Ein wenig selbstbewusster Mensch wird eher dazu tendieren, sich zu sagen: „OK, ich habe es zwar geschafft, mit einer Frau zu flirten, aber das ist nicht mir, sondern dem Alkohol zu verdanken.“
Und das weißt du woher? Ach ja, hirnfick ... wer suchet, der findet.

Ein Beispiel, ich bezieh's auch mal nicht auf Frauen. Als ich jünger war, hab ich mich nicht getraut in der Disco auf der Box zu tanzen. Voll peinlich. Irgendwann war ich mal ziemlich betrunken und es war mir egal, also hab ich da oben mit Freunden richtig die Sau rausgelassen und wir hatten 'ne Menge Spaß, mit uns und auch mit fremden Leuten. Beim nächsten Mal dachte ich mir schon nach 2 Bier: "Das war eigentlich voll cool, scheiß drauf" und war wieder oben und bin mit irgendwelchen Leuten abgegangen die ich garnicht kannte. Beim nächsten Mal war ich Fahrer und komplett nüchtern, und war trotzdem der erste oben auf dem Podest, hab mir noch ein 2 Mädels hochgeholt und hatte einfach Fun, weil ich gemerkt habe, es passiert nichts. Ob ich mich zu der Zeit das erste Mal nüchtern dazu durchgerungen hätte, bezweifle ich. Und solche kleinen Erlebnisse haben auch generell meine Bereitschaft erhöht, Neues Auszuprobieren, mich zu überwinden, auch wenn ich erstmal die Hosen voll hatte davor. Es ging da weniger um die Sachen an sich, denn das waren eigentlich für sich genommen Kleinigkeiten, es geht um die Erfahrung, Erfahrungen zu machen. Und das ist dann garnicht mehr so eine Kleinigkeit. Geht natürlich auch ohne Alkohol, keine Frage. Es fällt aber eben leichter.

Das ich noch verbesserungsfähig bin, ist mir durchaus bewusst, glaube mir. Aber du kannst nicht einfach die Persönlichkeit und das Umfeld, in dem man lebt, außer Acht lassen.
Kann ich sehr wohl, siehst du doch. Umfeld, Persönlichkeit, das sind für mich Ausflüchte. Wer das nicht kann, das bist du. Deshalb sagte ich auch weiter unten, mache aus persönlichen Ansichten und Erfahrungen keine allgemeingültigen Statements ... das nimmt dem Ganzen viel von seinem Schrecken.

Sage mir doch mal, wie du vom Charakter und vom Typ her so bist? Wenn du von Natur aus schüchtern und wenig selbstbewusst bist, wenn du eher der intellektuelle Typ bist und es trotzdem geschafft hast, dann ist es natürlich etwas anderes.
Keine Ahnung was der "intellektuelle Typ" ist.
Tja was willst du hören: Ich bin hochintelligent mit einem IQ > 140. Ich studiere. Ich habe ein unheimlich breites Allgemeinwissen und kenne nur sehr sehr wenige Menschen bei denen ich das Gefühl habe die Bewegen sich was das angeht auf meinem Niveau. Darunter keine Frau. Mein familiäres Umfeld in meiner Jugend war nicht sehr stabil.

[Hier Lebensgeschichte. Dem TE per PM geschickt]

Ich habe heute einen Freundeskreis mit vielen unheimlich tollen und liebenswerten Menschen. Wenn ich nicht für mich sein will, dann muss ich nicht für mich sein, sondern habe immer jemanden mit dem ich was unternehmen kann. Ich genieße es trotzdem auch ab und an allein zu sein, für mich. Aber das ist heute kein Zwang mehr, sondern ein Privileg. Es ist auch nicht so einfach, allein zu sein, wenn man mit sich selbst nicht im Reinen ist. Denn ohne Ablenkung, muss man sich dann mit sich selbst beschäftigen ... und das ist unangehm. Ich bin heute gerne mal allein, weil es Ruhe ist, weil es Kraft gibt, weil ich mit mir selbst eben auch völlig im Reinen bin.

Wenn es der Fall ist, würde mich interessieren, wie und unter welchen Umständen du es geschafft hast.
Wenn du mich nach dem "wie" fragst, kann ich dir das nicht sagen. Ich habe halt Angefangen irgendwann. Dann haben sich neue Möglichkeiten eröffnet. Dann habe ich etwas anderes gemacht, was wieder zu Möglichkeiten geführt hat. Und immer machte ich dabei Erfahrungen, meine Weltsicht änderte sich, ich konnte anders an Dinge herangehen. Machen, etwas tun, das ist das, was dich vorranbringt. Nicht das "wie", sondern das "ob" ist entscheidend. Scheitern und Rückschläge lassen sich auf dem Weg nicht vermeiden. Auch, nein sogar erst recht nicht, mit unendlichem Nachgrübeln über das "Wie".

Ich will damit wirklich nicht sagen, dass ich ein armes Schwein bin, das im Leben nur Pech hatte und ich es auf Grund meiner Charaktereigenschaften nicht schaffen kann, eine Freundin zu finden – was wäre bescheuert und würde nichts bringen –, aber du kannst auch nicht so tun, als wäre gäbe es meine Schüchternheit und mein mangelndes Selbstbewusstsein nicht.
Doch. Genau das sagst du immerzu zwischen den Zeilen. Du hast immer ein "Aber", ein konstruiertes Gegenargument. Du bist immer ganz anders als alle anderen, komplizierter als wir, ein "besonders schwerer Fall". Ich habe oft genug Leute gesehen, die sich regelrecht Wohlfühlen in dieser Opferrolle. Du bist einer von denen. Das ist ein Egoding ... denn das Ego giert immer nach dem "Besonderen". Es gibt deshalb Leute die Identifizieren bzw. "ergötzen" sich über ihren Porsche, und andere über ihr ach so schweres Leben. Die Sache sieht für mich so aus: Du bist letztlich gern in deiner "leidvollen" Lage. Auch das kenne ich übrigens von mir. Irgendwann hat sich bei mir jedoch die Erkenntnis durchgesetzt, dass mir das 1. lächerlich erscheint wenn ich das von außen betrachte, und mich 2. nicht voranbringt und 3. schon garnicht glücklich macht.

Also hör auf damit. Suche Möglichkeiten ... nein, besser formuliert: Schaffe Möglichkeiten!

„Glaube nicht, es muss so sein, weil es so ist und immer so war. Unmöglichkeiten sind Ausflüchte steriler Gehirne. Schaffe Möglichkeiten.“ (Hedwig Dohm)

Und zum zweiten Teilsatz: Doch, das kann ich. Deine Schüchternheit gibt es für mich nicht. Den mangelndes Selbst-Bewusst-Sein vielleicht. Ich schrieb dir in der PM was von Meditation. Befass dich mal damit. Lies Eckhardt Tolle, Osho, Buddha, wen auch immer. Deine Gedanken sind nicht real, du hältst sie lediglich für absolut. Und deshalb ist auch deine Schüchternheit nicht real, du glaubst nur, sie sei es. Weil du dich mit deiner Schüchternheit identifizierst, wie mit all deinen Gedanken. Aber wer beobachtet da z.B., dass "du" schüchtern bist? Wer "hört" da eigentlich deine Gedanken? Was ist überhaupt gemeint, wenn du sagst "ich" ... wer ist das? Das sind interessante Fragen, und es gibt interessante Antworten. Ich mochte z.B. sehr "Die Kraft der Gegenwart" von Tolle und "Das Potential der Leere" von Osho. Hat mich auf einen Weg geführt, der mein Leben positiv verändert hat.

Von mir aus lies auch mal Texte von mir, die ich vor nun schon einiger Zeit geschrieben habe. Haben zumindest alle mehr oder weniger damit zu tun:
http://www.pickupforum.de/topic/58845-es-gibt-keine-probleme/
http://www.pickupforum.de/topic/80111-die-allumfassende-subjektivitaet/
http://www.pickupforum.de/topic/82411-folge-deinem-willen/
http://www.pickupforum.de/topic/86280-einfach-sein/
http://www.pickupforum.de/topic/86417-stell-dir-vor/

Ich verstehe gut, worauf du mit diesem Beispiel hinauswillst, und es ist mir bewusst, welche Lehren ich aus der Geschichte ziehen sollte. Nur: Dein Freund hat mir eines voraus: Es hat ein Mädchen kennengelernt, für das er sich interessiert und das an ihm interessiert ist. Davon kann ich nur träumen.
"Ja, aber"

Als ich mich vor fast zwei Jahren in eine junge Frau verliebt hatte, war ich schon dabei, ihr Interesse zu signalisieren (durch Blicke, usw.), als ich erfahren habe, dass sie schon einen Freund hat.
Auch da hattest du ein "aber" gefunden.

Warte mal! Um ein Problem lösen zu können, muss mal erst einmal wissen, worin es eigentlich besteht.
Vielleicht gibt es garkein Problem? Was ist überhaupt ein Problem?

Und dafür muss man eben nachdenken.
"Der Verstand beeilt sich, Probleme zu lösen, die das Leben ihm noch nicht stellt. Die Weisheit ist die Kunst, ihn daran zu hindern." - (Nicolás Gómez Dávila)

Oder wie Albert Einstein sagte: "Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind."
Da du dir deine Probleme überhaupt erst durch dein ganzes Gedenke schaffst, werden sie nicht dadurch verschwinden, dass du über deine Gedanken nachdenkst. Tatsächlich schaffst du dir da immer nur neue Probleme. Stattdessen mal aufhören zu Denken, und einfach was machen. Im Nachhinein kann ich feststellen, was gut war, und was nicht. Damit gibt es aber eigentlich garkein gut oder schlecht, weil wenn etwas schlecht war, dann war es ja gut, weil ich dann eben weiß, dass es nicht gut war. Alles Ansichtssache eben. Womit wir wieder bei der "Realität von Gedanken" wären. Ein Text von mir da oben handelt ja genau davon.

Es ist in der Tat wichtig, meine Einstellung zu ändern. Und dazu kann das, was du mir vorschlägst, beitragen. Es reicht aber bei Weitem nicht, um Erfolg zu haben.
"Ja, ABER ..." (!!!) Naja, ich hab's ja prophezeit.

Ich hoffe nur, dass du kein absoluter Pickup-Fan bist. Davon halte ich nämlich nicht so gut wie gar nichts, auch wenn es sicherlich auch einige interessante Tipps geben kann.
Wie sieht denn so ein Pickup-Fan aus?

Nach diesem Megatext bin ich übrigens raus hier aus dem Schreiben, bis ich von dir mal lese "ich hab heute xy gemacht/in Angriff genommen, dies und das ist dabei rausgekommen und so und so hab ich mich dabei gefühlt". An weiterem Hirnficks beteilige ich mich nicht.

Viel Erfolg!

Ali Mente
 

Benutzer114418 

Verbringt hier viel Zeit
Auch da bin ich überfragt. Ich bin aber wohl auch einfach nicht schüchtern. Ich denke aber, wenn du aufhörst dich für solche Sachen zu schämen und versuchst, dich auch wohlzufühlen, wenn du stotterst oder zitterst, das ganze ein bisschen mit Humor nimmst, dann wird das alles erträglicher. Mein Freund stottert auch manchmal. Der nimmt's halt mit Humor und macht sich über sich selbst lustig. Es hat mir nie etwas ausgemacht. Ganz im Gegenteil, ich find das super, wie er damit umgeht.

Das ist eine gute Idee! Ich muss mal im Internet schauen, ob es irgendwo einen Ratgeber gibt, der einem erklärt, wie man so was am besten mit Humor nimmt. Ich bin nämlich von Natur aus nicht der Typ, der eine ernste Sache mit Humor nehmen an, auch wenn ich ansonsten sehr viel Humor habe. Aber ich werde mir auf jeden Fall Mühe geben!

Letztendlich ist es wohl auch so, dass bei mir weniger die Interessen als bestimmte Charakterzüge und Eigenschaften wichtig sind. Interessen sind Dinge, die dann später relevant werden, wenn's drum geht, wieviel Zeit man miteinander verbringt. Mein erster Freund war dann tatsächlich auch jemand, der von seinen Interessen her ganz weit von mir entfernt war. Es kam also weniger drauf an, wo sich diese Menschen besonders häufen, als, wo diese Menschen besonders auffallen (schließlich muss ich ihn ja auch bemerkten) UND wo ich mit meinen Stärken besonders auffalle (schließlich muss ich ihm ja auch positiv auffallen).


Das sind interessante Gedanken. Einfacher macht es für mich die Sache nicht: Der Ort, an dem ich mit meinen Stärken besonders auffalle, ist die Uni. Das können unter Umständen auch Sprachkurse, bzw. Sprachcafés sein, weil ich mich da sehr wohl und auch sicher fühle. Das Ding ist nur, dass ich an der Uni bisher keinen Erfolg hatte, weil ich mit meinen Stärken zwar auffalle, die Frauen, die mich interessieren, diese Stärken aber offenbar nicht attraktiv finden, zumindest nicht für eine Beziehung über die Freundschaft hinaus. Das ist natürlich schon ein Problem, wenn seine größten Stärken für seinen Frauentyp nicht attraktiv sind. Ich hoffe aber, dass ich mich täusche! Denn meinen Geschmack kann ich nicht ändern, und ich wüsste nicht, wie ich andere Stärken, die aber alles andere als meine größten sind, zur Geltung bringen könnte.

Die Frauen übernehmen die Aufgabe schon, wenn sie Interesse an dir haben.

Dann kann das doch nur heißen, dass sie mich entweder nicht attraktiv finden, weder auf der körperlichen, noch auf der geistigen Ebene, oder mich zumindest nicht als potentiellen Partner wahrnehmen, oder?

Ich persönlich finde gerne alle möglichen Leute interessant. Es fällt mir daher auch leicht, auf sie zuzugehen, mich mit ihnen zu unterhalten und Freundschaften zu schließen.

Da geht es mir genauso. Was ich meinte, ist dass es mir schwer fällt, eine Frau zu finden, die mich nicht nur charakterlich oder nur äußerlich anzieht, sondern von deren gesamten Person ich mich angezogen fühle. Verstehst du, was ich meine?

Aber ich betone: Ich bin eine emanzipierte Frau, die den Feminismus gut und wichtig findet. Wenn du so jemanden unattraktiv findest, dann gelten für dich vllt andere Richtlinien.


Das kommt ganz darauf an, ob du Anhängerin eines gemäßigten oder vielmehr eines radikalen Feminismus bist; ;-)

Nach diesem Megatext bin ich übrigens raus hier aus dem Schreiben, bis ich von dir mal lese "ich hab heute xy gemacht/in Angriff genommen, dies und das ist dabei rausgekommen und so und so hab ich mich dabei gefühlt"
. An weiterem Hirnficks beteilige ich mich nicht.


Ich habe deinen Beitrag gelesen, bin dir auch dankbar dafür, dass du dir die Zeit genommen hast, so ausführlich reagiert zu haben, sei es in deinem Beitrag oder in deiner privaten Nachricht, aber wenn du nicht weiterhin mit mir diskutieren willst, hat es eigentlich keinen Sinn, dir ausführlich zu antworten. Ein paar Punkte möchte ich trotzdem noch ansprechen:

- Erstens: Deine private Nachricht, ohne zu sehr in die Details zu gehen, damit sie auch privat bleibt, ist für mich der ultimative Beweis, dass wir grundverschiedene Voraussetzungen haben. Du sagst, dass du früher mal genau so warst, wie ich, hast aber lange verschwiegen, dass dieses „früher“ auf einen langen Prozess verweist, der mit deinem 14. Lebensjahr begonnen hat. Ab dahin hast du kontinuierlich Erfahrungen mit dem weiblichen Geschlecht gesammelt. Ich habe mit 24 keine einzige Erfahrung mit Frauen gemacht, muss also in einem für solche Sachen recht fortgeschrittenen Alter bei null anfangen. Und wenn du ehrlich bist, musst du zugeben, dass es desto schwieriger wird, je älter man ist. Es bedeutet nicht, dass es unmöglich ist, aber es ist deutlich schwieriger.

- Zweitens: Du wurdest in deiner Jugend nie ausgegrenzt, ich dagegen schon. Ich war schlecht in Sport, wurde immer als letzter gewählt und in der Mannschaft, welcher Sportart auch immer, als Last empfunden. Ich wurde gemobbt von Leuten, die gemerkt haben, dass ich nicht in der Lage sein würde, mich zu wehren – wobei das zum Glück nur zwischen einem und anderthalb Jahren gedauert hat. Zu dieser Zeit gab es ein, zwei Leute, mit denen ich mich gut verstanden habe – Freunde hatte ich aber keine, und sobald ich die Schule verlassen habe, hatte ich keinen einzigen Kontakt mehr zu Gleichaltrigen. Den Urlaub habe ich immer mit meinen Eltern verbracht, dazu noch meistens in ziemlich abgelegenen Regionen in den Bergen.

- Drittens: Ja, ich habe Schwierigkeiten, mich auf fremde Leute einzulassen, oder besser gesagt: Ich brauche Zeit dazu. Das hängt mit negativen Erfahrungen in der Vergangenheit zusammen. Vor vielen Monaten habe ich dieses Problem hier mal thematisiert, und seitdem habe ich wirklich große Fortschritte gemacht. Und übrigens: Ich habe sehr viele Frauen näher kennengelernt, zu meinen engsten Freunden gehören sogar mehr Frauen, als Männer.

- Viertens: Mir vorzuwerfen, ich würde mich Selbstmitleid suhlen, ist schon ziemlich überraschend. Das ist mir nicht nur vollkommen fremd, sondern ich hasse es. Ich habe auch nie behauptet, dass ich ein besonders schweres Leben habe, sondern immer darauf hingewiesen, dass ich in anderen Lebensbereichen (Schule, bzw. Studium, Gesundheit, Familie) sehr viel Glück hatte – ein Glück, wovon andere nur träumen können. Darauf hinzuweisen, dass ich in Sachen Liebe bisher Pech gehabt habe und dass ich weniger gute Voraussetzungen als Andere habe, ist daher wohl noch erlaubt, zumal ich auch immer betont habe, dass ich selbst viele Fehler gemacht habe und immer noch mache. Das heißt, um es besonders klar zu formulieren: Ich bin mitverantwortlich für mein bisheriges Versagen. Nur: Andere haben Glück, was ihre eigenen Fehler und Schwächen ausgleicht und sie trotzdem zum Erfolg führt. Bei mir ist das nicht der Fall. Ich möchte mich auch nicht damit aufhalten, weil sich darüber zu unterhalten nicht zielführend ist. Es ist nur wichtig, es im Hinterkopf zu behalten. Über eine Sache sind wir uns einig: Ich habe keine andere Wahl, als mir auf Grund all dessen eine besonders große Mühe zu geben, mich zu überwinden, Neues auszuprobieren, usw.

- Fünftens: Du legst mir nahe, mich sofort an die Arbeit zu machen, sofort etwas in Angriff zu nehmen, um endlich konkrete Erfahrungen zu sammeln, statt nur nachzudenken. Dafür müsste ich aber erst Zeit haben, und ich bräuchte Gelegenheiten dazu. Aber es bringt nichts, das auszuführen, weil du mir wohl sagen wirst, dass man Gelegenheiten schaffen kann. Du vergisst aber nur eins: Ich habe viel zu arbeiten, habe familiäre Verpflichtungen, muss auch da sein für Freunde, die meine Hilfe brauchen. Ich habe mir aber zumindest fest vorgenommen, nächstes Semester zum Unisport zu gehen, endlich mal einen der Sprachcafés in meiner Stadt zu besuchen, Kommilitonen vorschlagen, zusammen etwas trinken zu gehen. Das werde ich auch tun. Mit irgendwelchen fremden Frauen in der Disco oder mitten auf der Straße einen Flirt beginnen, wie das vor allem Pick-Up-Anhänger empfehlen, das werde ich auch keinen Fall tun. Aber eins kannst du mir nicht vorwerfen: Dass ich nichts tue. Das ist nämlich falsch. Dazu verweise ich dich auf meine Fortschritte in den 12 letzten Monaten.
 

Benutzer78484 

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- Dann stellt sich die Frage, wie man lernen kann, mit Charaktereigenschaften wie Schüchternheit umzugehen? Man kann zwar akzeptieren, dass das nun mal zu einem gehört, und dass man es auch nicht ändern kann, aber im Moment habe ich noch nicht herausgefunden, was ich machen kann, um in bestimmten Situationen nicht rot im Gesicht zu werden, um nicht anzufangen, in den Beinen zu zittern oder eventuell sogar leicht zu stottern. Das sind aber Dinge, die ich persönlich als höchst unattraktiv empfinde.
Lernen es zu ignorieren. Dann wird man halt rot, dann zittern die Beine halt...man muss da einfach in einer gewissen Art den Kopf abschalten und damit leben. Dann ist es halt in dem Moment unattraktiv...so what. Wenn man diese Einstellung richtig drauf hat, wird die Schüchternheit irgendwann von ganz selbst den Rückzug antreten. Ist einfach so.

Funktioniert imho mit fast allen Angstsituationen und ist ja auch eine der Grundlagen der typischen verhaltenstherapeutischen Ansätze. Nach und nach verstärkte Exposition gegenüber den Ängsten. Such dir Situationen, in denen du dich deinen Ängsten und für dich unangenehmen Situationen nur teilweise aussetzt und erhöhe nach und nach die "Dosis". (Beispiel: Ansprechangst gegenüber Frauen -> Schhritt 1: Frage x wildfremde Frauen nach der Uhrzeit/nach dem Weg -> Schritt 2: Frage x wildfremde Frauen nach der Uhrzeit/dem Weg und irgendwas smalltalkmässiges zur Uni -> usw. ).
Und fang an damit, besser heute als morgen.
 

Benutzer44981 

Planet-Liebe Berühmtheit
Im Grunde genommen gibst du mir den Tipp, mit dem Trinken anzufangen, um bei Frauen Erfolg zu haben. Nun ja, ich weiß nicht recht, was ich davon halten soll. Ist es nicht so, dass man da bei einem ganz bestimmten Typ Frau Erfolg hat? Ich kenne dich zwar nicht, aber nach dem, was ich von dir gelesen habe, gehe ich schon davon aus, dass wir zwei sehr unterschiedliche Persönlichkeiten haben und uns auch nicht für die gleichen Frauen interessieren – wobei das nicht negativ gemeint ist.





Deine Aussage, dass die Erfahrung mit Alkohol einem dabei helfen kann, dass die Hemmschwelle beim nächsten Mal in nüchternem Zustand geringen ist, überrascht mich ein wenig. Ich kann zwar deine Argumentation nachvollziehen, aber ich verstehe nicht ganz, inwiefern Alkohol da helfen kann. Ein wenig selbstbewusster Mensch wird eher dazu tendieren, sich zu sagen: „OK, ich habe es zwar geschafft, mit einer Frau zu flirten, aber das ist nicht mir, sondern dem Alkohol zu verdanken.“

Nein. Ali Mente gibt dir den Tipp, dass du unter dem Einfluss der enthemmenden Wirkung von Alkohol in manchen Situationen leichter über deinen Schatten springen kannst.
Wenn du dich z.B. in nüchternem Zustand nicht traust, irgendwo auf die Tanzfläche zu gehen, eine hübsche Frau anzusprechen, o.Ä., so wird dir das mit ein wenig Alkohol im Blut möglicherweise schon etwas leichter fallen und die Hemmschwelle wird möglicherweise so weit gesenkt, dass du sie überwinden kannst.

Und du hast es dann zwar möglicherweise auch dem Alkoholkonsum mit zu verdanken, dass du dich z.B. getraut hast, mit einer Frau zu flirten. - Aber die Erfahrung, dass ein Flirt gar nicht so schlimm ist und sogar Spaß machen kann ist deshalb doch nicht weniger wert und sie hilft dir dann auch möglicherweise dabei, dir beim nächsten oder übernächsten mal auch in nüchternem Zustand einen Flirt zuzutrauen.

Warte mal! Um ein Problem lösen zu können, muss mal erst einmal wissen, worin es eigentlich besteht. Und dafür muss man eben nachdenken. Dass es gar nicht so falsch ist, zeigt ja, dass ich bereits einige Veränderungen in Angriff genommen habe. Ich gebe aber zu, dass ich mir zu viele Gedanken mache.
Wenn man ein Problem lösen will, kommt man aber auch nicht unbedingt weiter, wenn man es nur zerdenkt, ohne jemals zu handeln, während auch ein unüberlegter Schuss ins Blaue durchaus erfolgreich sein kann.

Ein paar Überlegungen vorweg sind sicherlich sinnvoll. Aber dann muss man eben handeln, anstatt nur noch mehr zu überlegen.[DOUBLEPOST=1358979567,1358979153][/DOUBLEPOST]
Das ist eine gute Idee! Ich muss mal im Internet schauen, ob es irgendwo einen Ratgeber gibt, der einem erklärt, wie man so was am besten mit Humor nimmt. Ich bin nämlich von Natur aus nicht der Typ, der eine ernste Sache mit Humor nehmen an, auch wenn ich ansonsten sehr viel Humor habe. Aber ich werde mir auf jeden Fall Mühe geben!

Sind stottern und weiche Knie wirklich so ernste Dinge? :zwinker:
Du siehst sie so ernst... aber das heißt doch nicht automatisch, dass sie es auch sind.
 

Benutzer114418 

Verbringt hier viel Zeit
Lernen es zu ignorieren. Dann wird man halt rot, dann zittern die Beine halt...man muss da einfach in einer gewissen Art den Kopf abschalten und damit leben. Dann ist es halt in dem Moment unattraktiv...so what. Wenn man diese Einstellung richtig drauf hat, wird die Schüchternheit irgendwann von ganz selbst den Rückzug antreten. Ist einfach so.

Gut, dann werde ich mir in Zukunft Mühe geben, so zu denken.

Funktioniert imho mit fast allen Angstsituationen und ist ja auch eine der Grundlagen der typischen verhaltenstherapeutischen Ansätze. Nach und nach verstärkte Exposition gegenüber den Ängsten. Such dir Situationen, in denen du dich deinen Ängsten und für dich unangenehmen Situationen nur teilweise aussetzt und erhöhe nach und nach die "Dosis". (Beispiel: Ansprechangst gegenüber Frauen -> Schhritt 1: Frage x wildfremde Frauen nach der Uhrzeit/nach dem Weg -> Schritt 2: Frage x wildfremde Frauen nach der Uhrzeit/dem Weg und irgendwas smalltalkmässiges zur Uni -> usw. ).
Und fang an damit, besser heute als morgen.


Da könnte ich dir aber erwidern, dass es für mich überhaupt kein Problem ist, eine fremde Frau anzusprechen und mit ihr ein kurzes Gespräch zu führen. Das habe ich in der Mensa oder in der Bahn bereits öfters gemacht. Ich verstehe schon den Sinn, der hinter solchen Übungen dahintersteckt. Und ich weiß auch, dass die Essenz eurer Ratschläge das Wichtigste, und dass es nicht darum geht, sie immer eins zu eins umzusetzen. Konkret bedeutet das in diesem Fall, dass ich mich wie du schon sagtest unangenehmen Situationen aussetze: Ich müsste also beispielsweise mir einer wildfremden Frau flirten. Aber ich weiß wirklich nicht, wie ich mich dazu überwinden soll. Um ganz ehrlich zu sein, würde ich das auch eher als Last empfinden, weil ich nämlich überhaupt keine Lust darauf habe. Um es jetzt mal sehr zugespitzt zu formulieren: ich will keine Frau verführen, sondern eine Freundin finden. Womöglich wirst du mir antworten, dass das Eine ohne das Andere nicht geht. Das mag sein, auch wenn ich hoffe, dass es doch möglich ist, oder dass ich zumindest nicht der Einzige bin, der die Initiative ergreifen muss.

Dann kommt hinzu: Mit wem sollte ich das denn überhaupt tun? Vielleicht mitten in einer Lehrveranstaltung an der Uni vor allen anderen Kommilitonen? Vielleicht mit den verheirateten Frauen aus meinen Schwimmkurs? Oder warum eigentlich nicht mit den Frauen aus meinem Freundes- und Bekanntenkreis? Sie sind vergeben? Bestimmt kein Problem, nicht wahr? Sie sind an mir interessiert? Wahrscheinlich umso besser! Entschuldige bitte meinen Sarkasmus, der ist wirklich nicht gegen dich gerichtet. Es ist nur so, dass du mir empfiehlst, „besser heute als morgen“ mit der Arbeit anzufangen. Mir fehlen aber die Gelegenheiten dazu. Nur kurz dazu: Zwischen der Arbeit für die Uni, meinen familiären Verpflichtungen (es gibt nun mal Familienfeiern, bei denen man nicht einfach sagen kann, dass man nicht kommt, weil man lieber mit Freunden feiern geht), meinen sportlichen Tätigkeiten, den Treffen mit meinen Freunden habe ich zur Zeit, und das ist schon seit Anfang Dezember so, habe ich kaum Zeit, um Neues auszuprobieren. Zumindest nicht in dem Maße, als es notwendig wäre. Es gibt zur Zeit, wie zu jedem Semesterende, eine ganze Reihe von Partys. Eigentlich interessieren sie mich eher weniger, aber ich habe mir gedacht, dass sie eine ganz gute Gelegenheit für mich wären, Erfahrungen zu sammeln. Stell dir nun vor, dass ich bisher zu keiner einzigen gehen konnte, weil ich am Wochenende entweder einen ganzen Tag Blockseminar an der Uni hatte oder mit der Familie Geburtstage feiern musste. Klar, ich muss wissen, was ich will, aber ich kann doch auch nicht einfach die Arbeit, meine Familie und meine Freunde vernachlässigen, bzw. im Stich lassen. So würde mich nämlich keineswegs wohler fühlen, ganz im Gegenteil.

Es bedeutet also, dass ich nur sehr wenige Gelegenheiten haben, dass die aber bei Weitem nicht ausreichen. Auch hier ein anderes Beispiel, das mir gerade einfällt: Sprachcafés. Seit Monaten will ich dahin, und bisher habe ich es noch nie geschafft. Erst einmal finden sie nur alle zwei Wochen statt, und dann hatte ich jedes Mal etwas anderes: Entweder hatte ich gleichzeitig ein Seminar an in die Uni, oder ich habe mich mit Freunden getroffen, weil es bei ihnen nur an diesem Tag ging,… Immer gab es einen anderen Grund. Und das ärgert mich sehr, zumal es bei Vielem so ist.

Nein. Ali Mente gibt dir den Tipp, dass du unter dem Einfluss der enthemmenden Wirkung von Alkohol in manchen Situationen leichter über deinen Schatten springen kannst. Wenn du dich z.B. in nüchternem Zustand nicht traust, irgendwo auf die Tanzfläche zu gehen, eine hübsche Frau anzusprechen, o.Ä., so wird dir das mit ein wenig Alkohol im Blut möglicherweise schon etwas leichter fallen und die Hemmschwelle wird möglicherweise so weit gesenkt, dass du sie überwinden kannst.

Das kann sein, auch wenn ich ein wenig skeptisch bin. Naja… Inwiefern hat es dir eigentlich geholfen? Du hast mir zwar schon Beispiele genannt, aber mich würde jetzt eher interessieren, was für dauerhafte Erfolge du dadurch erreichen konntest. Gibt es wirklich Dinge, bei denen du jetzt keine Hemmungen mehr hast, oder zumindest weniger? Und hat dich das dann hinsichtlich deines Ziels weitergebracht? Verstehe mich nicht falsch: Ich bin nicht dabei, indirekt zu fragen, ob du dadurch nun jetzt Erfolg bei den Frauen hast, sondern möchte nur wissen, ob und inwiefern du Erfolge verzeichnen konntest, die dir dabei behilflich sein können, eine Freundin zu finden.

Wenn man ein Problem lösen will, kommt man aber auch nicht unbedingt weiter, wenn man es nur zerdenkt, ohne jemals zu handeln, während auch ein unüberlegter Schuss ins Blaue durchaus erfolgreich sein kann.

Nun ja, in meinem Leben war es bisher immer so, und zwar bei jeder – wirklich jeder – wichtige Sache, dass ich mit gut überlegten Entscheidungen, bei denen ich pro und contra ausgewogen habe, immer Erfolg hatte. Unüberlegte Sachen, das ist einfach nicht meine Sache. Aber gut, vielleicht handelt es sich bei der Liebe gerade um ein Gebiet, auf dem andere Regeln gelten…

Sind stottern und weiche Knie wirklich so ernste Dinge?
Du siehst sie so ernst... aber das heißt doch nicht automatisch, dass sie es auch sind.


Keine Ahnung, ob das wirklich so schlimm ist. Für mich ist das aber schlimm, und darum geht es ja. Aber ich werde schweinebackes Tipp befolgen und mir Mühe geben, anders zu denken.
 

Benutzer78484 

Planet-Liebe-Team
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Da könnte ich dir aber erwidern, dass es für mich überhaupt kein Problem ist, eine fremde Frau anzusprechen und mit ihr ein kurzes Gespräch zu führen. Das habe ich in der Mensa oder in der Bahn bereits öfters gemacht. Ich verstehe schon den Sinn, der hinter solchen Übungen dahintersteckt. Und ich weiß auch, dass die Essenz eurer Ratschläge das Wichtigste, und dass es nicht darum geht, sie immer eins zu eins umzusetzen. Konkret bedeutet das in diesem Fall, dass ich mich wie du schon sagtest unangenehmen Situationen aussetze: Ich müsste also beispielsweise mir einer wildfremden Frau flirten. Aber ich weiß wirklich nicht, wie ich mich dazu überwinden soll. Um ganz ehrlich zu sein, würde ich das auch eher als Last empfinden, weil ich nämlich überhaupt keine Lust darauf habe. Um es jetzt mal sehr zugespitzt zu formulieren: ich will keine Frau verführen, sondern eine Freundin finden. Womöglich wirst du mir antworten, dass das Eine ohne das Andere nicht geht. Das mag sein, auch wenn ich hoffe, dass es doch möglich ist, oder dass ich zumindest nicht der Einzige bin, der die Initiative ergreifen muss.
Das sind mir schon wieder viel zu viele Absolute. Es gibt doch auch noch Zwischentöne zwischen offensiv flirten (kann ich auch nicht besonders :cautious: ) und einfach nur mit jemandem Reden. Wenn das mit dem kurzen Gespräch klappt, musst du dir halt eine Zwischenstation zwischen diesem und dem Flirt für dich definieren, wo dein Level des Unangehmenen gerade so grenzwertig ist. Z.B. mal fragen, ob sie nicht mal Lust hätte, mit dir in der Mensa/Cafeteria einen Kaffee trinken zu gehen. Aber das weisst du sicher selbst am besten, wo da die Grenze verläuft, was problemlos geht und wo du auf Totalblockade schaltest. Und falls nicht, solltest du deine Gedanken mal darauf verschwenden, dir genau zu überlegen, wo das Unangehme eigentlich für dich beginnt.

Es gibt nunmal zwei Wege seine Grenzen zu überwinden: Einmal eben der berühmte Sprung ins kalte Wasser und zum anderen eben sich langsam rantasten und die Grenze in kleinen Schritten überwinden. Da dir ersteres anscheinend nicht liegt, solltest du dich auf den zweiten Weg konzentrieren und da ist widerrum der erste Schritt, sich diese kleinen Schritte erstmal zurechtzulegen.
 

Benutzer48403  (51)

SenfdazuGeber
Trotzdem glaube ich nicht, dass dich ein Forum wie dieses automatisch von diesem Unglück bewahrt hätte, dich zum Erfolg gebracht hätte. Woran willst du das denn festmachen?
Nungut, es hätte mich sicherlich nicht zwangsläufig vor einer Fehlentscheidung verwahrt, aber ich wäre ganz sicher die Sache anders angegangen. Aber ich hätte mit Sicherheit mehr an Beziehungserfahrung rausholen können. Und wenn doch nicht, so hätte ich zumindest die Möglichkeit gehabt, Dinge in Kenntnis zu nehmen, von denen ich damals gar nicht wusste.

Hinzu kommt, dass man mir zwar einige durchaus nützliche Tipps gegeben hat, dass viele von ihnen aber angesichts meiner vollkommenen Unerfahrenheit, meiner Persönlichkeit und der Art und Weise, wie ich lebe (Umfeld, soziales Leben, usw.) mir sehr unrealistisch erschienen. Das Wichtigste dabei ist aber, dass es mir ausgesprochen schwer fällt, mich zu überwinden. Sich in Sachen Liebe mit 25 das erste Mal überwinden zu müssen, das ist nicht gerade einfach. Es ist genau wie beim Schwimmen: Ein Kind wird viel leichter ins tiefe Wasser springen, auch wenn es nicht schwimmen kann; ein Erwachsener tut sich viel schwerer damit.
Auch wenn das für Dich ein essentielles Problem ist - es geht 1000 anderen Männern genauso. Und trotzdem schaffen es die allermeisten, eine Partnerin zu finden - eben weil sie sich nicht dermassen im Kreis drehen wie Du, sondern sich mal aufraffen. Denn von nix kommt nun mal nix. Ich hab das auch lernen müssen.
Auch wenn mein Weg vielleicht nicht richtig war, in dem Moment als ich mich entschieden hatte, hatte ich meine Entscheidung als die Richtige empfunden. Darauf kommt es an. Aber wir sind nun mal alle nur Menschen und machen Fehler. Aber erst aus Fehler lernt man. Wer nicht versucht, wer nicht lernt, so ist das nunmal.

Über die Tipps, die mir gegeben wurden, denke ich sogar sehr viel nach!
Und das ist Dein Problem: Du denkst zuviel nach, und das hindert Dich daran, aktiv zu werden.
Ich habe mir sogar eine Liste gemacht mit konkreten Projekten, die ich in nächster Zeit verwirklichen möchte. Aber ich habe Angst. Angst davor, zu merken, dass es doch nicht klappt. Warum?, wirst du dich vielleicht fragen. Nun ja, besteht nicht die Gefahr, dass ein allzu lange anhaltender Misserfolg bei den Frauen sich irgendwann in einen Frauenhass umwandelt, der es einem möglich macht, sich in eine Frau zu verlieben? Aber selbst ohne dass es so weit kommt: Besteht nicht die Gefahr, dass dieses langjährige Versagen einen irgendwann wirklich deprimieren lässt, und zwar so sehr, dass diese negativen Gefühle es einem unmöglich machen, ein so positives Gefühl wie das eines „sich verlieben“ zu entwickeln? Besteht nicht die Gefahr, dass man gar niemanden findet, der zu einem passt?
Und was soll ich da erst sagen? Ich habe keinen Frauenhass entwickelt, obwohl ich ja arg bebeutelt worden bin.
Im Gegenteil, ich hab immer noch grossen Respekt vor Frauen, denn in erster Linie betrachte ich sie als Menschen, wo jeder auch mit nötiger Würde und angemessenem Wert angesehen werden soll.
Ich betone: Menschen, keine göttlichen Wesen.!

Immerhin gibt es dafür genügend Beispiele in der Welt

Kannst Du mir solche nennen?
 

Benutzer114418 

Verbringt hier viel Zeit
Es gibt doch auch noch Zwischentöne zwischen offensiv flirten (kann ich auch nicht besonders
) und einfach nur mit jemandem Reden. Wenn das mit dem kurzen Gespräch klappt, musst du dir halt eine Zwischenstation zwischen diesem und dem Flirt für dich definieren, wo dein Level des Unangehmenen gerade so grenzwertig ist. Z.B. mal fragen, ob sie nicht mal Lust hätte, mit dir in der Mensa/Cafeteria einen Kaffee trinken zu gehen. Aber das weisst du sicher selbst am besten, wo da die Grenze verläuft, was problemlos geht und wo du auf Totalblockade schaltest. Und falls nicht, solltest du deine Gedanken mal darauf verschwenden, dir genau zu überlegen, wo das Unangehme eigentlich für dich beginnt.


Das werde ich machen …….. sobald man mir endlich eine Gelegenheit dazu gibt. Es gibt zur Zeit unter den Frauen, die ich im Alltag sehe, keine einzige, die mir gefallen würde und die alleinstehend wäre. Die einzigen, wo ich mir unter Umständen – auch das betone ich – mehr vorstellen könnte, sind wildfremde Frauen, die beispielsweise als Bedienung in einem Café arbeiten, oder eben ein oder zwei meiner Studentinnen. Was soll ich da denn machen? Und glaube mir, es ist nicht nur eine Ausrede, um gar nichts machen zu müssen!

Dann gibt es noch zwei Punkte, die ich wirklich deutlich machen will. Erstens: Aufs Flirten habe ich nicht die geringste Lust, und das liegt nicht nur daran, dass ich es nicht kann, bzw. Angst davor habe. Zweitens: So etwas wie sexuelle Anziehung spüre ich nicht im Geringsten, oder zumindest dauert es sehr lange, bis sich so etwas entwickelt. Denn bei mir ist es so: An erster Stelle steht die „geistige Anziehung“, wenn ich das so nennen darf.

Nach all dem, was du mir sagst, bleibt mir glaube ich nur eine einzige Möglichkeit, wenn ich wirklich nennenswerte und zugleich schnelle Fortschritte machen will: Ich muss einfach Interesse an einer Frau zeigen, obwohl keines vorhanden ist – was in diesem Fall lediglich bedeutet, dass ich sie nicht mehr als sympathisch und ganz hübsch finde.

Aber deine vorgeschlagene Vorgehensweise finde ich sehr gut! Damit kann ich mich anfreunden, und es müsste sogar für mich zu schaffen sein. ;-)

Auch wenn das für Dich ein essentielles Problem ist - es geht 1000 anderen Männern genauso. Und trotzdem schaffen es die allermeisten, eine Partnerin zu finden - eben weil sie sich nicht dermassen im Kreis drehen wie Du, sondern sich mal aufraffen. Denn von nix kommt nun mal nix. Ich hab das auch lernen müssen.

Kennst du keine Gegenbeispiele? Ich habe alleine in meinem engsten Freundeskreis zwei davon. Eins möchte ich dir näher schildern: Bei einer Freundin von mir war es so, dass sie lange in ihren jetzigen Freund verliebt war, ohne dass er es gemerkt hätte oder gar die Gefühle erwidert hätte. Irgendwann hat sie ihm so deutlich zu verstehen gegeben, dass sie Gefühle für ihn empfindet, und seine eigenen Freunde haben ihm erklärt, wie offensichtlich es ist, dass auch er etwas für sie empfindet, dass er sich einen Ruck gegeben hat und auf ihre Interessenbekundungen eingegangen ist. Die Initiative hat aber sie ergriffen, sie hat ihm die Sache wirklich sehr einfach gemacht. Das war vor 7/8 Jahren, und sie sind immer noch zusammen. Wenn aus dieser Geschichte etwas zu lernen ist, dann dass man auch ohne hart an sich zu arbeiten, ohne sein Leben auf den Kopf zu stellen, usw. durchaus einen Partner finden kann.

Dafür braucht man eine große Portion Glück. Das hat nicht jeder. Und diejenigen, die es nicht haben, müssen eben härter an sich arbeiten. So ist nun mal das Leben, ich akzeptiere es durchaus. Ich wollte dir einfach nur sagen, dass bei Weitem nicht alle in der gleichen Situation sind, bzw. gleich viel tun müssen.

Du sagst dann, dass die allermeisten Männer in meiner Situation es schaffen, eine Partnerin zu finden. Da werde ich dir nicht einmal widersprechen. Nur: Liegt es nicht auch daran, dass sie auf Grund der bekannten Torschlusspanik irgendwann die nächstbeste nehmen? Sind sie aber glücklich mit ihrer Partnerin? Denn ich habe schon einmal darauf hingewiesen (aber bei der Länge des Threads ist es vollkommen logisch, dass einiges untergeht), dass ich durchaus schon eine Freundin haben könnte. Es haben ja Frauen Interesse an mir gezeigt, wenn auch wenige, aber das Interesse hat eben nicht auf Gegenseitigkeit beruht. Und mir geht es nun einmal nicht nur darum, eine Freundin zu finden, sondern mit ihr glücklich zu werden.

Und das ist Dein Problem: Du denkst zuviel nach, und das hindert Dich daran, aktiv zu werden.

Ja, aber das ist einer der wesentlichsten Merkmale meiner Persönlichkeit. So leicht lässt sich das nicht ändern, auch wenn ich wirklich an mir arbeite, damit sich dieses zu starke Nachdenken zumindest in Grenzen hält.

Kannst Du mir solche nennen?


Nun ja, Menschen, die niemanden finden, der zu ihnen passt, gibt es viele. Da braucht man sich nur anzuschauen, wie viele Singles es gibt und wie viele Menschen sich scheiden lassen. Wenn sie wirklich zueinander passen würden, gäbe es ja keinen Grund für die Scheidung. Und selbst unter den verheirateten Leuten gibt es einige, die mit ihrem Partner nicht richtig glücklich sind, aber trotzdem bei ihm bleiben – sei es aus religiösen Gründen, aus Angst niemand anderes mehr zu finden, aus Angst vor der Reaktion der Anderen, usw.
 

Benutzer78484 

Planet-Liebe-Team
Moderator
Wenn aus dieser Geschichte etwas zu lernen ist, dann dass man auch ohne hart an sich zu arbeiten, ohne sein Leben auf den Kopf zu stellen, usw. durchaus einen Partner finden kann.

Dafür braucht man eine große Portion Glück. Das hat nicht jeder. Und diejenigen, die es nicht haben, müssen eben härter an sich arbeiten. So ist nun mal das Leben, ich akzeptiere es durchaus. Ich wollte dir einfach nur sagen, dass bei Weitem nicht alle in der gleichen Situation sind, bzw. gleich viel tun müssen.
Jetzt mal ganz unter uns, was meinst du, was für die Charakterbildung der bessere Weg ist: Der, der sich wirklich den Arsch aufreisst, selbstreflektiert an seinen Problemen mit dem anderen Geschlecht arbeitet und dann langsam aber sicher auch Erfolge hat oder der, der einfach nur durch viel Glück mal irgendein Mädchen abgreift und dann mit ihr zusammen bleibt (ne andere findet er ja wahrscheinlich gar nicht mehr, hat er ja nie gelernt)?

Dann gibt es noch zwei Punkte, die ich wirklich deutlich machen will. Erstens: Aufs Flirten habe ich nicht die geringste Lust, und das liegt nicht nur daran, dass ich es nicht kann, bzw. Angst davor habe. Zweitens: So etwas wie sexuelle Anziehung spüre ich nicht im Geringsten, oder zumindest dauert es sehr lange, bis sich so etwas entwickelt. Denn bei mir ist es so: An erster Stelle steht die „geistige Anziehung“, wenn ich das so nennen darf.
Faulheit ist halt kein Grund, es nicht zu machen. Ich habe auch keinen Bock auf Hausarbeit, muss sie aber trotzdem machen :grin:
Wenn du gar nicht bereit ist zu flirten und Anziehung zu schaffen, geh ins Kloster oder Katalogwife aus Asien. Anders wird es zumindest sehr sehr schwer...gerade auch, weil du ja gewisse Ansprüche hast. Da kommt auch wieder der Punkt von oben: Die, die relativ unerfolgreich sind und dann doch irgendwie eine Freundin an Land ziehen, ohne sich große anzustrengen, sind oft nicht soooo anspruchsvoll. Man muss ja quasi nehmen was kommt.

Und sexuelle Anziehung, mal ein bißchen überspitzt: Hast du nicht mal perverse Gedanken, wenn irgendein Mädel mit RICHTIG geilem Arsch vor dir her läuft oder ähnliche Situationen? :ratlos:
Das hat man doch sogar wenn man vergeben ist.
 
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