Was muss ich an mir und meinem Leben noch ändern, um eine Freundin zu finden?

Benutzer78662  (33)

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Du wirst dich ändern müssen, wenn du willst, dass sich etwas in deinem Leben ändert. Das geht natürlich nur durch lernen. Dazu gehört es aber auch zu lernen, dass deine Weltanschauung nicht der Realität entsprichtl weil du schlicht und ergreifend weder dich, noch deine Umwelt richtig wahrnimmst. Für mich bist du so ein bisschen wie Platons Höhlengleichnis. Du wirst aus dieser Höhle herauskommen müssen, auch wenn das Licht in den Augen brennt.

Das kann ich leider nur unterschreiben...Du hast nicht unrecht, wenn Du entgegenhältst, dass Du seit Beginn dieses Threads durchaus vorher kategorisch abgelehnte Ansichten angenommen und manche Denkweisen ...sagen wir angefangen hast, zu revidieren. Insofern sehe ich schon eine positive Entwicklung, und diese Diskussion, die ich von Anfang an verfolgt habe, war sicher nicht umsonst. Trotzdem lese ich dann auch wieder Sätze, die mich echt verwundern und den Eindruck erwecken, daß Du in vielen Belangen doch noch sehr in Deiner Schwarz-Weiß-Welt mit den unverrückbaren Kategorien und Vorurteilen gefangen bist. Das klingt sehr überheblich, und dergleichen findet sich mehr oder weniger sicher bei jedem Menschen, in diesem Fall ist es nur eben so, dass wir, die versuchen Dir zu helfen, in diesem Bereich der zwischenmenschlichen Beziehungen wohl einen gewissen Erfahrungsvorsprung und damit einen etwas weiteren Horizont haben, also denke ich, ist es nicht allzu vermessen, Dich darauf hinzuweisen.

Denn das ist für mich immer noch ein großes Problem: Du hast Dir Deine Vorstellungen von Mann-Frau-Beziehungen etc. aus irgendwelchen Analogien, der unzulässigen Verallgemeinerung von einem Einzelfall, den Du mal mitbekommen hast, usw. usf. zusammengebastelt, ohne dass jemals die Chance bestand, dir solche Vorstellungen aus eigener Erfahrung zu generieren, und genau diese Vorurteile verhindern wiederum, daß Du Erfahrungen machst, die sie mal etwas "geraderücken" könnten.

Du wolltest (zurecht) konkrete Beispiele anstatt allgemeiner Floskeln:


Das Problem ist eher Folgendes: Da mein Vater erst so spät seine erste Partnerin hatte, hat er so lange ein Single-Dasein geführt, dass er bei einigen Dingen nicht mehr wirklich in der Lage ist, sich zu verändern. Er legt viel Wert auf Unabhängigkeit, was nicht nur mit seinem Charakter zusammenhängt, unternimmt gerne auch alleine Dinge, möchte oft seine Ruhe haben, hat große Schwierigkeiten, sich an gewisse Aspekte des Lebens in einer Beziehung anzupassen (Eingehen von Kompromissen, Berücksichtigung der Wünsche des Anderen und nicht nur seiner eigenen, usw.). Er gibt sich zwar Mühe, es fällt ihm aber sehr schwer und auch wenn er mit meiner Mutter nun schon seit über 25 Jahren glücklich verheiratet ist und ich mich mit ihm sehr gut verstehe, ist er für mich in dieser Hinsicht kein Vorbild, weil diese "Beziehungsunfähigkeit", auch wenn das Wort vielleicht ein bisschen zu stark ist, oft ein Streitgrund war und ist; weil ich sehe, wie schwierig es ist, sich auf das Leben in einer Beziehung umzustellen, wenn man so lange alleine gelebt hat; und zu guter letzt weil mein Vater zwar sehr fit ist, und zwar sowohl körperlich als auch geistig, aber doch schon ein Rentner - mit all dem, was es bedeutet.

So, Deine Eltern streiten sich also oft, deshalb führen sie eine schlechte Beziehung? Es gibt viele Beziehungen, die gerade davon leben und bei denen sich durch das Aneinander-Reiben das Feuer immer wieder neu entfacht. Und immerhin haben sie es schon 25 Jahre miteinander ausgehalten... Selbst wenn Du recht hast, woher nimmst Du den Kausalzusammenhang zwischen "Spätzünder" und "problematische Beziehung"? Was meinst Du, wieviele Leute Probleme haben, Kompromisse zu machen, obwohl sie schon mit 15 ihre(n) erste(n) Freund(in) hatten?


Das mag auf dich zutreffen, aber ich müsste erst einmal überhaupt eine Frau kennenlernen, mit der ich flirten könnte. Klar, ich kann das auch mit einer tun, die ich nicht im Geringsten attraktiv finde oder von der ich weiß, dass sie an mir interessiert ist, oder warum nicht an einer, von der mir bekannt ist, dass sie vergeben ist. Nur: Was würde das bringen? Nichts! Das sind aber zur Zeit die einzigen Möglichkeiten, die mir zur Verfügung stehen würden. Es sei denn, ich flirte vor aller Öffentlichkeit mit einer vollkommen unbekannten Frau in der Bahn oder beim Einkaufen, aber das wäre für mich dann doch zu viel verlangt. Es wäre ja eventuell etwas anderes, wenn sich von selbst ein Gespräch ergibt, bsp. in einer Schlange oder so.
Warum kann man nicht mal Interesse an einem Menschen haben, ohne konkret auf eine Beziehung, Sex, oder auch nur ein Wiedersehen aus zu sein? Interessieren Dich andere Leute kein Stück, wenn es kein Ziel dahinter gibt oder um sachlichen Informationsaustausch geht?



Um bei deinem Beispiel zu bleiben: Mangelndes Interesse einer Frau an seiner Person ist zwar eine Erfahrung, sagt mir aber noch gar nichts. Reagiert diese Frau so, weil sie bereits in festen Händen ist? Weil ich einfach nicht ihr Typ bin? Weil ich gewisse Macken habe, mit denen sie nicht klarkommt (das können durchaus auch Einstellungen sein)? Weil ich mir ihr gegenüber einfach nur dumm verhalten habe?, usw. So. Und um beim nächsten Mal eventuell mehr Glück zu haben, muss ich wissen, erstens was ich falsch gemacht habe, und zweitens wie ich es richtig machen kann.
Eine Frau kennenzulernen ist doch keine wissenschaftliche Versuchsreihe. Du sollst nicht Deine Vorgehensweise optimieren, es geht darum, daß Du Dich einfach nur dieser Situation aussetzt. Damit Du Mal für Mal erlebst, daß es normal ist, auch mal auf Fremde zuzugehen, daß es normal ist, andere Menschen attraktiv zu finden, daß es normal ist, daß dies nicht immer auf Gegenseitigkeit beruht, und Du Dich für kein Versagen schämen musst, niemand Dich auslacht und Du nicht vor lauter Hohn und Spott die Stadt verlassen musst. Du bist nur dann in einer Situation locker, wenn es für Dich keine Ausnahmesituation ist. Wenn ich einer Frau begegne, die ich attraktiv finde, und gute Laune habe, lächle ich sie an. Das ist normal, und deswegen werde ich nicht rot dabei und bin auch nicht enttäuscht, wenn jemand mal nicht reagiert - was soll's? Und Du musst auch dafür sorgen, daß solche Situationen für Dich normal werden, und dazu musst Du Dich ihnen aussetzen, nicht um irgendwas auszuwerten und zu optimieren.


Solche Leute könnten aber nicht zu Freunden werden, weil die Mentalität einfach zu unterschiedlich ist. Aber ja, ich weiß: das hat auch keiner von mir verlangt, ich soll einfach nur Zeit mit ihnen verbringen.

Meine Freundin ist ziemlich zielstrebig und ehrgeizig, geht früh ins Bett, damit sie früh in der Uni sein kann. Mein Kumpel werkelt seit Monaten an seiner Masterarbeit, ohne voranzukommen, ist auch sonst eher träge, widmet sich lieber den schönen Dingen des Lebens und verbringt so einige Nächte in der Kneipe. Ich bin wohl irgendwo dazwischen. Ist für unsere Beziehung bzw. Freundschaft völlig ohne Belang, ich mag sie beide als Menschen, so wie sie sind. Bei Dir klingt das fast, als hätten wir Dir vorgeschlagen, doch mal zur NPD-Ortsgruppe zu gehen...


Nur mal zwei Zitate dazu: "Zum Kino ist zu beachten, selbst unauffälliges, sexuelles Kino zu betreiben (ihr unters T-Shirt über den Rücken streichen, am Arsch entlang, an ihre Brüste greifen), aber wenn sie es erwidern will, von ihr maximal intimes Kino zuzulassen." Und : "Realistisch betrachtet braucht die durchschnittliche Frau übrigens, meiner Erfahrung nach, etwa 6 Stunden Zeit mit euch, um mit euch ins Bett zu steigen." (Quelle: http://www.pickup-tipps.de/236-vom-k...same-night-lay)
Aber irgendwie würde ich mir dabei nicht wohl vorkommen, ich würde mich als „Arschloch“ empfinden, fände es schon ziemlich unmoralisch. In dieser Hinsicht bin ich konservativ, ja, aber so bin ich nun mal.

Ich bin nun wirklich kein PU-Anhänger, und diese Sprache finde ich fürchterlich. Aber inhaltlich steht da nur, daß man Frauen berühren darf, wenn es ihnen gefällt, und umgekehrt, und daß Frauen das ein oder andere Mal mit Männern schlafen wollen. Was ist daran unmoralisch, konservativ hin oder her?




Aber du wirst mir sicherlich Recht geben, wenn ich sage, dass man strategisch klug denken muss: Man muss sich eine Aktivität aussuchen, bei der zumindest die Chance besteht, a) Frauen kennenzulernen und b) den Frauentyp anzutreffen, der einen interessiert. Frauen des „intellektuellen Typs“ (damit meine ich auch Frauen, die genau so aussehen) lerne ich im Alltag genug kennen, und bei einigen von ihnen komme ich offenbar auch sehr gut an. Von den drei Frauen, bei denen es sehr gute Gründe dafür gibt, zu glauben, dass sie an mir interessiert gewesen waren (sind?), gehören zwei diesem Typ an. Wäre ich auf ihre Interessenssignale eingegangen, hätte ich heute womöglich schon eine Freundin. Fakt ist aber: Auch wenn beide sehr sympathisch sind und wir durchaus auch mehrere gemeinsame Interessen haben: Ich fühle mich einfach nicht von ihnen angezogen, und Gefühle empfinde ich eh keine für sie. Das heißt: Es würde jetzt rein gar nichts bringen, bsp. einem Debattierclub beizutreten, denn dort finden sich nur Männer oder Frauen eines ziemlich ausgeprägten intellektuellen Typs. Kurzum: Dinge ausprobieren ist unabdingbar, aber man muss sich schon sehr genau überlegen, wo man die größten Chancen hat.
Aha, und diese Frauen "intellektuellen Typs" (was auch immer das sein soll, anscheinend geht es Dir ja erstmal um den optischen Eindruck, nachdem Du später schreibst, daß Du solche Frauen einfach nicht attraktiv findest, aber was hat Aussehen mit Intellekt zu tun?) halten sich deutschlandweit ausschließlich in Debattierclubs, Bücherlesekreisen und dergleichen auf, während Menschen anderen Typs der Zutritt selbstverständlich verwehrt ist. Genauso wie in Unisportkursen nur Sportler sind, im Theater nur Brechtfanatiker, in Kneipen nur Säufer, .... ich bitte Dich. Ich sitze gerade in der Unibibliothek und habe allein heute so viele Leute unterschiedlichsten Typs gesehen, Frauen, Männer, jung, alt, Tussis, graue Mäuschen, Prollos, Hipster, ...., wie man Deiner Ansicht nach wohl nur auf einer Weltreise treffen kann.
Deine Taktik halte ich also in dieser Absolutheit für falsch - die Chancen, jemanden kennenzulernen, sind umso höher, je wohler Du Dich an einem Ort fühlst, denn dadurch bist und wirkst Du entspannter und offener. Ziel wäre also eher, daß Du Dich an mehr Orten wohlfühlst und Deinen Radius erweiterst.



Eine Sache macht es nicht leichter: Die wenigen Erfahrungen, die ich mit Psychologen hatte, waren alle negativ. Das Beispiel der Unipsychologin macht es sehr gut deutlich: Auch wenn ich später zugeben musste, dass sie zumindest in einigen Punkten Recht hatte, war es doch so, dass sie mein Hauptproblem gar nicht interessiert hat. Ich sei ja in der Lage, eine Freundin zu finden und herauszufinden, was ich dafür tun muss – so ihre lapidare Antwort. Psychologen neigen dazu (dazu sind sie ja eigentlich auch da), die Gründe für gewisse Niederlagen in einem selbst zu suchen, und letzteren eine psychologische Erklärung zu geben. Dass das so einfach nicht ist, haben ja die letzten 12 Monate gezeigt.


So, und diese Unipsychologin ist also schuld. Tut mir Leid, aber was erwartest Du denn von sowas? Überleg mal, wieviele Anfragen diese Frau so täglich beantwortet, und wieviel sie sich dementsprechend mit einem einzelnen Fall befassen kann? Glaubst Du, eine richtige Psychotherapie besteht in ein paar Mails hin und her? "Die Psychologen" neigen zu gar nichts, das einzige, was sie gemeinsam haben, ist, daß sie Techniken anwenden und lehren können, mit Traumata, Ängsten, Blockaden, sonstigen psychischen Dingen umzugehen und sie loszuwerden - das haben sie gelernt und das ist ihr Job. Ich glaube nicht, daß das an Deinen Problemen meilenweit vorbeigeht - und daß es oft ein langer Weg ist, den richtigen Therapeuten zu finden, ist nunmal so und wurde hier auch sicher schon angemerkt.


Zitat von schweinebacke: Link wurde entfernt
Wäre es wirklich so ein Drama: -Sich einfach mal sinnlos zu betrinken und ordentlich auf den Putz zu hauen?​

„Ein Drama“ wäre hier untertrieben. Das ginge für mich auf gar keinen Fall. Bei pubertierenden Jungs geht das noch so einigermaßen, aber bei Mittzwanzigjährigen ist das einfach nur erbärmlich. Für das Selbstbewusstsein wäre das übrigens sehr schädlich: Wie ich mich kenne würde ich mich dann so schämen, dass es mich vollkommen blockieren würde und ich würde mich gar nichts mehr trauen…
Ja, das ist absolut schrecklich, und alle, die mit Mitte 20 noch mehr als ein Glas Wein trinken, sind natürlich asoziale Versager, die nichts auf die Reihe kriegen...Ich bin jetzt 25 und mache das immer noch ab und zu. Und ich weiß, daß es mir am nächsten Tag beschissen gehen wird, aber weißt Du was? Du bekommst den Kopf frei, und am übernächsten Tag stehst Du um 7 auf und bist energiegeladen und motiviert.
Es geht mir ja nicht um den Alkohol als solchen. Wenn jemand das nicht mag - egal. Aber Du gehst ja wirklich jeder Situation aus dem Weg, wo Du auch nur ansatzweise nicht mehr im hundertprozentigen Besitz der totalen Kontrolle sein könntest, bei der Du Dich irgendwie blamieren könntest - Deine Wirkung auf andere (so wie Du sie vermutest) bestimmt Dein Handeln total.
 
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Benutzer36171 

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Mich erinnert die Denkweise des TS sehr an mich selbst vor einigen Jahren.

Ich war unzufrieden mit mir selbst und fühlte mich bei eigentlich allen Menschen, die nicht genau so waren wie ich, sofort unwohl. Dass ich mich unwohl fühlte, war meiner Ansicht nach nicht meine Schuld, sondern deren. So ziemlich alle anderen Menschen verhielten sich falsch, oberflächlich, assozial, tussihaft, unfreundlich, ... Ich hatte Freunde, aber kaum gute Bekannte, weil die meisten meinen Ansprüchen nicht standhalten konnten. Ich fand irgendwie alle blöd. Ich muss eine sehr negative Aura gehabt haben. ... Ja, ich wurde in der Schule gehänselt und war ein Spätzünder, was sicherlich zu meiner zunehmenden Unzufriedenheit und auch sozialer Angst geführt hat, aber was bringt es mir, darüber nachzudenken, warum etwas so ist, wie es ist? Was nützt es mir, mein Verhalten zu entschuldigen oder zu erklären?

Leider gar nichts. Irgendwann muss man diese Fesseln abwerfen und wieder auf die Menschen zugehen. Nicht physisch, sondern mental. Ich weiß, dass du jetzt entgegnen wirst, dass du das tust. Aber das nicht wahr. Du belügst dich selbst. Ich weiß das, weil ich es selbst durchgemacht habe. ... Mir reicht ein einziger Satz von dir, um zu merken, dass du immer noch in deinem Verhalten drin steckst: "Bei pubertierenden Jungs geht das noch so einigermaßen, aber bei Mitzwanzigjährigen ist das einfach nur erbärmlich." Du verurteilst andere Menschen, nennst ihr Verhalten erbärmlich, nur weil du selbst nicht locker genug bist, so etwas mit Humor zu nehmen. Mensch, ich bin auch kein Freund von Alkoholexzessen, aber was ist denn dabei, sich mal zu betrinken?

Was kannst du konkret tun: 1. verstehen und einsehen, was ich geschrieben habe und 2. dich immer und immer wieder mit Menschen umgeben, die deine Vorurteile strapazieren. Solche, die du eigentlich blöd und kindisch findest. Und dann suchst du nach den positiven Dingen. Du wirst viele finden, da bin ich sicher. Niemand ist perfekt und deine Partnerin wird auch nicht perfekt sein. Vielleicht interessiert sie sich nicht für Geschichte und vielleicht trinkt sie gerne mal einen über den Durst - na und? Liebe ist etwas anderes als kühl kalkulierte Punkte auf einer Liste. Bevor du das nicht verinnerlich hast, und das hast du bis dato nicht, wirst du nicht weiter kommen.
 

Benutzer115625 

Beiträge füllen Bücher
TE, ich sehe bei dir nach woe vor kein ernsthaftes Interesse wirklich etwas zu ändern in deinem Leben. Ich weiß garnicht dein wievielter Thread das hier ist ... der 3.? Der 4.? Alle mit hunderten Antworten und tausenden Klicls. Aber bewegt hat sich de facto nichts. Vorschläge, die hier schon dutzende Male gemacht wurden, weil sie einfach wahr sind, lehnst du nach wie vor aufgrund deiner voreingenommenheit ab, bist nicht gewillt wirklich etwas zu ändern. Ich glaube ich habe es irgendwo vor etlicher Zeit schonmal geschrieben, vll. auch nicht, aber die Haltung: "Ich bin unzufrieden und das will ich ändern, aber ändern darf sich dabei nichts" funktioniert nunmal nicht. Dir ist nicht zu helfen, weil dir selbst die Entschlossenheit fehlt.

Wo kein Wille ist, da ist kein Weg. Auch wenn du hier noch so guten Rat bekommst. Zeitverschwendung.

Grüße,

Ali Mente
 

Benutzer114418 

Verbringt hier viel Zeit
Ja, genau das solltest du tun. Manche Schwellen im Leben lassen sich einfach nicht in Trippelschritten überwinden.

Ich weiß aber wirklich nicht, ob ich das schaffe. Vielleicht bin ich einfach zu schwach für dieses Leben... Das bedeutet nicht, dass ich es nicht versuchen will und auch werde, aber ich bin mir nicht sicher, dass es mir gelingen wird… Es fühlt sich ohne Übertreibung so an, als müsste ich alleine und ohne Hilfe den Everest besteigen.

Wie schauen denn die "intellektuellen" Typen aus? Würd mich jetzt doch interessieren. Und, welcher Typ spricht dich denn äußerlich an?

Es ist schwer zu beschreiben, wie sie aussehen, zumal nicht alle Charakteristika auf alle Angehörigen dieses Typs zutreffen. Aber sagen wir mal so: Das sind Leute, die oft ernst schauen, eine Brille tragen, die sie noch ernster ausschauen lässt; Klamotten und Frisur sind ziemlich altmodisch; da sie vor allem am Schreibtisch sitzen und wenig raus gehen, sind sie ziemlich bleich – um nur ein paar Charakteristika zu nennen. Wie gesagt: Nicht alle davon treffen auf alle zu und sie sind zudem nicht bei allen gleich stark ausgeprägt. Außerdem gibt es intellektuelle Menschen, die überhaupt nicht dieser Beschreibung entsprechen, denen man es gar nicht ansehen würde.

Von welchem Frauentyp ich mich angezogen fühle? Auch das ist keine leichte Frage. Was das reine Aussehen betrifft, so fühle ich mich von Frauen angezogen, die nicht allzu klein sind, schick angezogen sind, ohne dass es jedoch übertrieben wäre, keine allzu kurzen und allzu krass gefärbten Haaren haben, eine etwas gebräuntere Haut haben, nicht extrem dünn aber doch schlank sind (man könnte es auch mit dem Begriff „sportlich“ gut fassen), usw. Das alles ist zwar nicht unwichtig, aber hinzu kommt das Wichtigste, und zwar muss sie das Gewisse etwas haben, damit ich sie hübsch finde. Dabei achte ich besonders auf das Gesicht. Das ideale Gesicht zu beschreiben, wäre aber etwas schwierig.


Wieso dremde Leute in mir eher den Musterstudenten sehen, als einen Typen, mit dem man auch Spaß haben kann? Keine Ahnung, vielleicht liegt es daran, dass ich im Studium gut bin, gute Referate halte, manchmal von Dozenten gelobt werde (was mir höchst unangenehm ist)? Vielleicht hängt es auch damit zusammen, dass ich mich aus Gesprächen etwas zurückziehe (nicht bei Freunden, aber bei Leuten, die ich jetzt nicht so gut kenne), wenn es mir wirklich zu bescheuert erscheint. Aber vielleicht strahle ich eben eine gewisse Sache aus, deren ich mir gar nicht bewusst bin…

Frag doch einfach mal die Frauen in deinem Bekanntenkreis. Frag nicht deine langjährigen Freunde.
Frag die, die du nicht so gut kennst.

Wie stellst du dir das denn vor? Ich kann sie doch nicht fragen, warum sie mich nicht als potentieller Partner wahrnehmen! Die Antworten kann ich mir jetzt schon vorstellen: „Du weißt ja, dass ich bereits einen Freund hatte, als wir uns kennengelernt haben“, oder: „Keine Ahnung, darüber habe ich nie nachgedacht“, oder „So etwas kann man nicht erzwingen“, usw. Ganz ehrlich: Ich wüsste auch nicht, was ich antworten sollte, wenn mich jemand aus meinem Bekanntenkreis so etwas fragen würde, und ich würde sicherlich auch nur Schrott antworten. Aber vielleicht meintest du das anders? Und vielleicht soll ich in deinen Augen gar nicht so plump, sondern eher subtil fragen?

Selbst wenn Du recht hast, woher nimmst Du den Kausalzusammenhang zwischen "Spätzünder" und "problematische Beziehung"?

Es ist nur so, dass es mit zunehmendem Alter schwieriger wird, sich gewisse Dinge abzugewöhnen. Jemand, der zu lange alleine gelebt hat, hat die größten Schwierigkeiten, sich an ein Leben mit einem anderen Menschen zu gewöhnen. Das zeigt nicht nur das Beispiel meines Vaters. Dass es in jeder Beziehung Probleme gibt – oft sogar deutliche schlimmere –, ist mir aber durchaus klar.

Warum kann man nicht mal Interesse an einem Menschen haben, ohne konkret auf eine Beziehung, Sex, oder auch nur ein Wiedersehen aus zu sein? Interessieren Dich andere Leute kein Stück, wenn es kein Ziel dahinter gibt oder um sachlichen Informationsaustausch geht?

Natürlich interessieren mich auch Menschen, ohne dass es irgendwelche Hintergedanken und egoistische Absichten gibt.

Offen gestanden verstehe ich nicht, warum es denn so schwierig zu verstehen ist: Mit meinem Freundes- und Bekanntenkreis, wie er jetzt ist, bin ich eigentlich sehr zufrieden. Das heißt: Wenn ich keine Freundin suchen würde, sähe ich gar nicht den Sinn, meinen Freundes- und Bekanntenkreis weiterhin zu erweitern. Nicht, weil mich meine Mitmenschen nicht interessieren, sondern weil ich für jeden meiner Freunde genug Zeit haben möchte. Bei deutlich mehr Freunden als jetzt wäre es aber schwierig.

Verstehst du meine Argumentation? Manchmal habe ich wirklich den Eindruck, dass ich mich nicht klar ausdrücke, und das liegt nicht nur daran, dass Deutsch für mich eine Fremdsprache ist…

Eine Frau kennenzulernen ist doch keine wissenschaftliche Versuchsreihe. Du sollst nicht Deine Vorgehensweise optimieren, es geht darum, daß Du Dich einfach nur dieser Situation aussetzt. Damit Du Mal für Mal erlebst, daß es normal ist, auch mal auf Fremde zuzugehen, daß es normal ist, andere Menschen attraktiv zu finden, daß es normal ist, daß dies nicht immer auf Gegenseitigkeit beruht, und Du Dich für kein Versagen schämen musst, niemand Dich auslacht und Du nicht vor lauter Hohn und Spott die Stadt verlassen musst. Du bist nur dann in einer Situation locker, wenn es für Dich keine Ausnahmesituation ist. Wenn ich einer Frau begegne, die ich attraktiv finde, und gute Laune habe, lächle ich sie an. Das ist normal, und deswegen werde ich nicht rot dabei und bin auch nicht enttäuscht, wenn jemand mal nicht reagiert - was soll's? Und Du musst auch dafür sorgen, daß solche Situationen für Dich normal werden, und dazu musst Du Dich ihnen aussetzen, nicht um irgendwas auszuwerten und zu optimieren.

Auch wenn es dich angesichts meiner bisherigen Äußerungen überrascht: Diesen Abschnitt kann ich so unterschreiben. Ich habe schon angefangen, an mir zu arbeiten, um all die Dinge, die du beschreibst, als normal zu empfinden, und für mich ist es jetzt schon ganz normal, auf fremde Leute zuzugehen, eine Frau attraktiv zu finden und eine hübsche Frau anzulächeln. Aber ich habe noch einen weiten Weg vor mir, weil die Blockade bei mir erst einsetzt, wenn ich in eine Situation gerate, in der die Gefahr besteht, dass ich mich lächerlich mache, abgewiesen werde oder mich im Hinblick auf Interesse an einer Frau allzu sehr verrate. Dass ich mich überwinden muss, ist klar. Ich muss aber auch herausfinden, wo ich mich dieser Situation aussetzen kann… Und schon wären wir wieder beim Eingangsproblem.

Aha, und diese Frauen "intellektuellen Typs" (was auch immer das sein soll, anscheinend geht es Dir ja erstmal um den optischen Eindruck, nachdem Du später schreibst, daß Du solche Frauen einfach nicht attraktiv findest, aber was hat Aussehen mit Intellekt zu tun?) halten sich deutschlandweit ausschließlich in Debattierclubs, Bücherlesekreisen und dergleichen auf, während Menschen anderen Typs der Zutritt selbstverständlich verwehrt ist. Genauso wie in Unisportkursen nur Sportler sind, im Theater nur Brechtfanatiker, in Kneipen nur Säufer, .... ich bitte Dich.

Mann oh Mann! Natürlich ist es nicht so! Warum musst du denn meine Äußerungen ins Lächerliche ziehen? Was ich sagen wollte, ist dass es gewisse Tendenzen gibt: In einem klassischen Theaterstück wirst du nicht sehr viele Leute antreffen, die nach dem Motto „Sex, drugs and rock 'n' roll“ leben; beim Unisport wirst du nicht sehr viele Couch Potatoes antreffen, usw. Das heißt: Es gibt zwar immer Ausnahmen, aber wenn du die größtmöglichen Chancen haben willst, bestimmte Frauen kennenzulernen, musst auch da hingehen, wo sich solche Frauen in der Regel aufhalten. Mehr wollte ich damit gar nicht sagen. Das erinnert mich an „das Faultier“, der ja immer der Meinung war, dass ich „meinen“ Frauentyp klar definieren müsse und herausfinden, wo ich die Angehörige dieses Typs finden könne. Leider muss ich zugeben, dass mir das nicht gelungen ist…

Deine Taktik halte ich also in dieser Absolutheit für falsch - die Chancen, jemanden kennenzulernen, sind umso höher, je wohler Du Dich an einem Ort fühlst, denn dadurch bist und wirkst Du entspannter und offener. Ziel wäre also eher, daß Du Dich an mehr Orten wohlfühlst und Deinen Radius erweiterst.

Aber du gibst mir Recht, wenn ich dir sage, dass ich mir den richtigen Ort aussuchen muss? Erst mal unabhängig von der Frage, ob ich dort für mich interessante Frauen kennenlernen kann, muss das ein Ort sein, an dem ich meine Stärken zur Geltung bringen kann und der meinen Interessen entspricht. Du kennst vielleicht meine Stärken und meine Interessen, auch wenn du erstere vielleicht als banal, alles andere als besonders bezeichnen wirst und letztere als zu langweilig. Aber wie dem auch sei: Was könnte für mich so ein Ort denn sein?

Deine letzte Bemerkung finde ich genau deshalb besonders interessant: Wie kann ich es aber denn schaffen, mich an immer mehr Orten wohlzufühlen? Ich kann mir beispielweise (das ist jetzt nur ein Beispiel!) nicht so richtig vorstellen, mich jemals in Discos oder auf Partys wirklich wohl zu fühlen. Ich müsste sehr regelmäßig hingehen, um das zu erreichen – das werde ich aber nicht machen/machen können – und selbst das würde glaube ich nicht reichen. Ich würde mich wie gesagt deutlich wohler fühlen in einem Rahmen, der gewissen Interessen entspricht.

So, und diese Unipsychologin ist also schuld. Tut mir Leid, aber was erwartest Du denn von sowas? Überleg mal, wieviele Anfragen diese Frau so täglich beantwortet, und wieviel sie sich dementsprechend mit einem einzelnen Fall befassen kann? Glaubst Du, eine richtige Psychotherapie besteht in ein paar Mails hin und her? "Die Psychologen" neigen zu gar nichts, das einzige, was sie gemeinsam haben, ist, daß sie Techniken anwenden und lehren können, mit Traumata, Ängsten, Blockaden, sonstigen psychischen Dingen umzugehen und sie loszuwerden - das haben sie gelernt und das ist ihr Job. Ich glaube nicht, daß das an Deinen Problemen meilenweit vorbeigeht - und daß es oft ein langer Weg ist, den richtigen Therapeuten zu finden, ist nunmal so und wurde hier auch sicher schon angemerkt.

Ich habe nie gesagt, dass die schuld ist, und das meine ich auch nicht.

Dann: Ich habe weder Zeit noch Geld für eine Therapie, die ich darüber hinaus gar nicht brauche. Man soll mir erst einmal sagen, wo ich alleinstehende Frauen kennenlernen kann, die meinen Typ entsprechen und für die ich selbst interessant sein kann. Es wird mir zwar viel Überwindung kosten, mich ihnen anzunähern, aber ich bin davon überzeugt, dass ich es schaffen kann. Ich habe schließlich auch andere Dinge alleine geschafft.

Es geht mir ja nicht um den Alkohol als solchen. Wenn jemand das nicht mag - egal. Aber Du gehst ja wirklich jeder Situation aus dem Weg, wo Du auch nur ansatzweise nicht mehr im hundertprozentigen Besitz der totalen Kontrolle sein könntest, bei der Du Dich irgendwie blamieren könntest - Deine Wirkung auf andere (so wie Du sie vermutest) bestimmt Dein Handeln total.

Alkohol mag ich nicht, und ich habe genug Menschen gesehen, die sich seinetwegen ihr Leben – und noch schlimmer: das Leben anderer! – kaputt gemacht haben. Ich kann es also überhaupt nicht nachvollziehen, dass man so verantwortungslos ist, sich zu betrinken und sich dann auch noch Gefahren auszusetzen. Klar muss es nicht so weit kommen, und klar verlangt das keiner von mir, aber solche Erfahrungen prägen einen.

Dann ist es so, dass ich mich frage, was es bringt, sich mit Anfang/Mitte 20 zu betrinken und dann auf der Straße laut herumzuschreien, überall Bierflaschen hinzuwerfen, ältere Menschen zu beschimpfen, usw? Findest du das wirklich erwachsen? Findest du nicht, dass man nicht auf andere Art und Weise Spaß haben kann? Mal ein bisschen mehr Alkohol zu trinken, ist keineswegs schlimm, aber sich gleich vollkommen zu besaufen… Nein, tut mir Leid, das finde ich kindisch.

In diesem Fall geht es mir also gar nicht in erster Linie darum dass ich nicht mehr „im hundertprozentigen Besitz der totalen Kontrolle“ wäre.

Ich war unzufrieden mit mir selbst und fühlte mich bei eigentlich allen Menschen, die nicht genau so waren wie ich, sofort unwohl. Dass ich mich unwohl fühlte, war meiner Ansicht nach nicht meine Schuld, sondern deren. So ziemlich alle anderen Menschen verhielten sich falsch, oberflächlich, assozial, tussihaft, unfreundlich, ... Ich hatte Freunde, aber kaum gute Bekannte, weil die meisten meinen Ansprüchen nicht standhalten konnten. Ich fand irgendwie alle blöd. Ich muss eine sehr negative Aura gehabt haben. ...

So schlimm ist es bei mir keineswegs. Ich fühle mich mit den allermeisten meiner Mitmenschen sehr wohl, verurteile auch nicht ihr Verhalten, sobald es mir nicht passt. Das mache ich nur, wenn es wirklich extrem ist - das heißt, wenn sich jemand beispielsweise vollkommen besauft und dann Dummheiten macht, die auch für andere Konsequenzen haben. Ich habe nicht nur ein paar sehr gute Freunde, sondern auch viele Bekannte. So schlecht kann meine Ausstrahlung also nicht sein.

Gewiss: In einigen Punkten waren wir uns schon sehr ähnlich, aber das war früher – bei uns beiden. Ich habe mich in den letzten Jahren enorm entwickelt, und zwar in die positive Richtung. Das sagen übrigens auch diejenigen unter meinen Freunden, die mich schon damals kannten.

Leider gar nichts. Irgendwann muss man diese Fesseln abwerfen und wieder auf die Menschen zugehen. Nicht physisch, sondern mental. Ich weiß, dass du jetzt entgegnen wirst, dass du das tust. Aber das nicht wahr. Du belügst dich selbst.

Tut mir Leid, aber das ist Quatsch. Das Beste wäre wohl, ich würde dich mal zu mir einladen und wir würden etwas mit Freunden oder Bekannten von mir unternehmen. Da würdest du das nicht mehr so behaupten. Was aber nicht bedeutet, dass ich nicht noch mehr Fortschritte machen kann.

TE, ich sehe bei dir nach woe vor kein ernsthaftes Interesse wirklich etwas zu ändern in deinem Leben. Ich weiß garnicht dein wievielter Thread das hier ist ... der 3.? Der 4.? Alle mit hunderten Antworten und tausenden Klicls. Aber bewegt hat sich de facto nichts. Vorschläge, die hier schon dutzende Male gemacht wurden, weil sie einfach wahr sind, lehnst du nach wie vor aufgrund deiner voreingenommenheit ab, bist nicht gewillt wirklich etwas zu ändern. Ich glaube ich habe es irgendwo vor etlicher Zeit schonmal geschrieben, vll. auch nicht, aber die Haltung: "Ich bin unzufrieden und das will ich ändern, aber ändern darf sich dabei nichts" funktioniert nunmal nicht. Dir ist nicht zu helfen, weil dir selbst die Entschlossenheit fehlt.
Wo kein Wille ist, da ist kein Weg. Auch wenn du hier noch so guten Rat bekommst. Zeitverschwendung.

Zeitverschwendung wäre vor allem, auf diesen Beitrag näher einzugehen. Das ist sehr hart, aber du warst ja auch nicht gerade zimperlich. Dass ich nicht wirklich bereit bin, mich zu verändern, ist doch Quatsch. Ich muss aber meine Persönlichkeit, mein Leben und mein Umfeld berücksichtigen, ich kann nicht so tun, als ob es das gar nicht gäbe; tabula rasa machen, das geht nicht.

Lies dir doch mal meine Beiträge aus den letzten Tagen genau durch, und du wirst feststellen, warum ich mich immer wieder an euch wende. Ein Beispiel: Ein Grundproblem ist nämlich immer noch nicht gelöst, und zwar weiß ich immer noch nicht, wo (Punkt 1) ich alleinstehende Frauen kennenlernen kann (Punkt 2), die mich interessieren (Punkt 3), und die mich interessieren (Punkt 4). Anderes Beispiel: Was genau soll ich ändern (seien es meine Lebensumstände oder gewisse Einstellungen) und wie soll ich das schaffen? Versuche mir doch mal eine Antwort zu geben, statt mich nur zu krisitieren!
 

Benutzer113006 

Planet-Liebe-Team
Moderator
Ich klinke mich eben mal mit ein:

Lotusknospe schrieb:
Frag doch einfach mal die Frauen in deinem Bekanntenkreis. Frag nicht deine langjährigen Freunde.​
Lotusknospe schrieb:
Frag die, die du nicht so gut kennst.
Wie stellst du dir das denn vor? Ich kann sie doch nicht fragen, warum sie mich nicht als potentieller Partner wahrnehmen! Die Antworten kann ich mir jetzt schon vorstellen: „Du weißt ja, dass ich bereits einen Freund hatte, als wir uns kennengelernt haben“, oder: „Keine Ahnung, darüber habe ich nie nachgedacht“, oder „So etwas kann man nicht erzwingen“, usw. Ganz ehrlich: Ich wüsste auch nicht, was ich antworten sollte, wenn mich jemand aus meinem Bekanntenkreis so etwas fragen würde, und ich würde sicherlich auch nur Schrott antworten. Aber vielleicht meintest du das anders? Und vielleicht soll ich in deinen Augen gar nicht so plump, sondern eher subtil fragen?

Ich denke, dass dich das ein ganzes Stück weiterbringen kann. Nicht selten ist es so, dass sich gleich und gleich gesellen und 2 Menschen, die genug mit sich selbst zu tun haben, eine Beziehung eingehen. Wäre nur einer, oder beide psychisch gesund, würde diese Beziehung vermutlich gar nicht zu Stande kommen.

Und in genau dieser Weise kannst du meiner Meinung nach reflektieren, indem du bei den Frauen nachfragst.
 

Benutzer114418 

Verbringt hier viel Zeit
Bemerkung an alle: Wisst ihr, wie viel Zeit ich zur Zeit auf diesem Forum verbringe? Wisst ihr, dass ich gestern und heute rein gar nichts gearbeitet habe, weil mich dieses Thema so beschäftigt?

Glaubt ihr wirklich, dass ich nicht selbst weiss, dass ich raus muss in die Welt, Dinge ausprobieren gehen, mich überwinden muss, um irgendwann Erfolg zu haben? Glaubt ihr wirklich, ich sei so naiv, zu glauben, dass das Glück vom Himmel fallen wird?

Ihr seid der Meinung, dass ich mich damit begnügen könnte, mir eure bisherigen Beiträge genau durchzulesen. Schliesslich stünde da alles drin. Seid ihr nicht auf den Gedanken gekommen, was der Grund ist, weshalb ich mich nach wie vor an euch wende? Ich kann es auch verraten. Erstens: Ich weiss bei einigen Sachen beim besten Willen nicht, was ich konkret machen soll und wie ich es schaffen soll, bzw. ob ich, so wie ich bin, es überhaupt schaffen kann. Und zweitens: Ich brauche jemanden, mit dem ich mich darüber austauschen kann. Sonst würde ich wirklich verrückt werden. Zumal ich zur Zeit eine Freundeinhabe, die grosse persönliche Probleme hat - natürlich muss ich da seine Aufgabe als Freund wahrnehmen, ihr zuhören, Mut machen, aber das verlangt mir schon viel ab.[DOUBLEPOST=1358283253,1358283068][/DOUBLEPOST]
Ich denke, dass dich das ein ganzes Stück weiterbringen kann. Nicht selten ist es so, dass sich gleich und gleich gesellen und 2 Menschen, die genug mit sich selbst zu tun haben, eine Beziehung eingehen. Wäre nur einer, oder beide psychisch gesund, würde diese Beziehung vermutlich gar nicht zu Stande kommen. Und in genau dieser Weise kannst du meiner Meinung nach reflektieren, indem du bei den Frauen nachfragst.

Soll ich wirklich direkt fragen?

Eigentlich gibt es unter meinen Bekannten ja gar keine Frau, die ich mir als Partnerin vorstellen könnte. Es war ja eher so, dass ich mir selbst nur aus Interesse die Frage gestellt habe, warum mich offensichtlich keine als potentieller Partner wahrnimmt.

Aber gut, vielleicht kann es trotzdem ganz interessant sein...
 
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Benutzer115625 

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Ihr seid der Meinung, dass ich mich damit begnügen könnte, mir eure bisherigen Beiträge genau durchzulesen.
Einfache Frage: Was hast du KONKRET von den Ratschlägen, die dir hier im letzten Jahr im Forum gegeben wurden, angenommen und umgesetzt. Inwiefern hast du "messbare" Fortschritte erzielt, also praktische Veränderung. Behauptungen "gedanklichen Fortschritts" zählen nicht, wäre der vorhanden, würde der sich auch im Handeln ausdrücken.

Ich weiss bei einigen Sachen beim besten Willen nicht, was ich konkret machen soll und wie ich es schaffen soll, bzw. ob ich, so wie ich bin, es überhaupt schaffen kann.
Fang doch einfach mal mit was an. Es gibt keinen perfekten Plan.
Wenn hier jemand schreibt "geh zum Unisport" dann geh halt zum Unisport, statt dir erstmal den Kopf darüber zu zermartern wohin genau und welche Sportart wohl optimal wäre, und am Ende garnichts zu tun. Genau das meine ich nämlich. Es gibt nichts Gutes, außer man tut es.

„Egal wie weit der Weg ist, man muß den ersten Schritt tun.” (Mao Tse-tung)

Am besten du streichst das Wort "aber" aus deinem Wortschatz!

Grüße,

Ali Mente
 

Benutzer78484 

Planet-Liebe-Team
Moderator
Ich weiß aber wirklich nicht, ob ich das schaffe. Vielleicht bin ich einfach zu schwach für dieses Leben... Das bedeutet nicht, dass ich es nicht versuchen will und auch werde, aber ich bin mir nicht sicher, dass es mir gelingen wird… Es fühlt sich ohne Übertreibung so an, als müsste ich alleine und ohne Hilfe den Everest besteigen.
Ganz ehrlich, wenn das so ein unlösbares Problem für dich ist, bist du bei einem guten Therapeuten gut aufgehoben.

Ein Grundproblem ist nämlich immer noch nicht gelöst, und zwar weiß ich immer noch nicht, wo (Punkt 1) ich alleinstehende Frauen kennenlernen kann (Punkt 2), die mich interessieren (Punkt 3), und die mich interessieren (Punkt 4). Anderes Beispiel: Was genau soll ich ändern (seien es meine Lebensumstände oder gewisse Einstellungen) und wie soll ich das schaffen? Versuche mir doch mal eine Antwort zu geben, statt mich nur zu krisitieren!
Dazu wurde nun wirklich Seitenweise etwas gesagt. Ich finde das ehrlich gesagt glatt ein bißchen frech von dir. Es wurden elllenlange Diskussionen geführt, wo du Frauen kennenlernen kannst, was dir für Möglichkeiten der Charakterentwicklung bleiben.
Es gibt für sowas doch keine Patentrezepte und ein bißchen Wagemut gehört nunmal einfach zum Leben dazu.

Wenn du nicht so gerne feiern gehst, bleiben dir halt nur Alltagssituationen und Hobbies, in denen du neue Leute ansprechen kannst.

Dann ist es so, dass ich mich frage, was es bringt, sich mit Anfang/Mitte 20 zu betrinken und dann auf der Straße laut herumzuschreien, überall Bierflaschen hinzuwerfen, ältere Menschen zu beschimpfen, usw? Findest du das wirklich erwachsen? Findest du nicht, dass man nicht auf andere Art und Weise Spaß haben kann? Mal ein bisschen mehr Alkohol zu trinken, ist keineswegs schlimm, aber sich gleich vollkommen zu besaufen… Nein, tut mir Leid, das finde ich kindisch.
Also bitte, das ist doch Schwachsinn. Ich kenne wirklich viele Leute mit denen ich schonmal gefeiert habe und wo man wirklich sturzbetrunken war und sich etwas daneben benommen hat, aber so eine Scheisse wurde da wirklich nie abgezogen.
Ich sage ja gar nicht unbedingt, dass du dich volllaufen lassen sollst, aber gerade für introvertierte Menschen kann Alkohol wirklich eine interessante Erfahrung sein. Oder der nötige Anschub, um mal deinen kleinen Mount Everest zu besteigen (und vielleicht mal was ganz anderes zu besteigen...)
Ach ja, im Bezug auf Frauen ist Alkohol auch eine gute Waffe :grin: Finde im folgenden Bild steckt verdammt viel Wahrheit...
Mario-Friendzone-Alcohol-Relationship-600x449.jpg
 

Benutzer48403  (51)

SenfdazuGeber
Boah, so viele neue Beiträge!
Eins muss man Dir lassen, WulfricD, zum Verfassen von "Giant-Wall-of-Text"-Beiträgen hast Du echt Ausdauer, schon bewundernswert. Wenn Du die gleiche Ausdauer bei der Kontaktaufnahme zu Frauen aufwendest, MUSS es doch irgendwann was werden, oder? :zwinker:

Ich führe mir morgen mal alles zu Gemüte und schreib Dir noch ein paar Zeilen.
 

Benutzer123446 

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Ich habe das dringende Bedürfnis, jetzt auch mal was loszuwerden hier.
Und das ist nur gut gemeint, auch wenn es evtl. an manchen Stellen hart klingt.
Falls ich was überlesen hab, sei mir das bei der Länge des Threads verziehen.


Ich weiss bei einigen Sachen beim besten Willen nicht, was ich konkret machen soll und wie ich es schaffen soll, bzw. ob ich, so wie ich bin, es überhaupt schaffen kann.

Es wäre schonmal gut, wenn du was anfangen würdest. Wenn du zum Unisport gehst. Wenn du mal die Hinterbacken zusammenkneifst und dir ein Hobby suchst, das dich interessiert und bei dem du Frauen kennenlernst. Kurse, Gruppen, ASTA etc. bieten auch manchmal sowas an... Sogar im StudiVZ gibt es teilweise Singlegruppen von größeren Städten!
Ich lese hier immer von dir: du weißt es nicht, du überlegst.
Eigentlich lese ich immer, dass du zauderst, du führst Gründe für dieses und jenes an, warum das nicht geht und du dies nicht machen kannst und nicht gut findest.
Damian hat geschrieben, du überspitzt manche Beiträge - genau das passiert hier auch, guck dir doch mal deine Antwort auf den Alkoholvorschlag an.

Warum du hier im Forum bist?
Vielleicht auch, weil du dann gar nicht in die reale Welt musst. Du kannst hier schön alles zerdenken und breittreten und dich und die Welt kaputt analysieren.

Nach allem, was ich gelesen habe, schaffst du dir Probleme: Du willst keine Frauen intellektuellen Typs, weil wir (ja, ich zähl da dazu:cool:) nicht deinem Schema entsprechen.
Tja, okay, dann hast du zwei Möglichkeiten:
1. Deinen Geschmack ändern
2. Dahin gehen, wo die Frauen sind, die deinem Typ entsprechen und dich so verhalten, dass sie dich ansprechend finden.

So, aber jetzt anstatt eines von beiden mal anzugehen, zerdenkst du schon wieder alles und hast tausend Dinge zum Vorschieben.
Dabei wäre ein Anfang (!), nur ein Anfang, doch so simpel: Wie sehen die Frauen aus, wo hast du die schonmal gesehen - ab dafür. Aber nein, am Ende sind die in der Disco, und da wird getrunken. Geht alles nicht. Gar nichts geht.
Du baust dir deine Mauer aus "geht nicht"s und dann hebst du ratlos die Hände, vor deiner Mauer stehend, weil tja - das ist eine Mauer! Du kannst nicht weiter gehen!
Na sowas.

Ich habe weder Zeit noch Geld für eine Therapie, die ich darüber hinaus gar nicht brauche. Man soll mir erst einmal sagen, wo ich alleinstehende Frauen kennenlernen kann, die meinen Typ entsprechen und für die ich selbst interessant sein kann. Es wird mir zwar viel Überwindung kosten, mich ihnen anzunähern, aber ich bin davon überzeugt, dass ich es schaffen kann. Ich habe schließlich auch andere Dinge alleine geschafft.
1. Kostet eine Therapie nur Zeit, aber kein Geld
2. Würde dir ein professionelles Gespräch, wenn keine Therapie dann wenigstens bei einem Coach (der kostet allerdings) ganz gut tun
3. Wurde dir das schon gesagt. Wenn du sagst "Sportliche Frauen" etc., dein Typ kann überall zu finden sein wo was los ist: Fitnessstudio, Unisport, sonstige Sportsachen, sonstige Uni-Action

Dein Problem besteht NICHT darin, dass du nicht weißt, wo du Frauen kennenlernen kannst. Dein Problem besteht darin, dass du dir nicht eingestehst, dass du ein ganz anderes Problem hast.
Mein Fazit aus diesem Thread.
 

Benutzer114418 

Verbringt hier viel Zeit
Einfache Frage: Was hast du KONKRET von den Ratschlägen, die dir hier im letzten Jahr im Forum gegeben wurden, angenommen und umgesetzt. Inwiefern hast du "messbare" Fortschritte erzielt, also praktische Veränderung.

Im September des letzten Jahres bin ich zum ersten Mal in meinem Leben in die Disco. Ein Monat später bin ich zu einem Swing-Abend gegangen. Zwar haben in beiden Fällen Bekannte den Vorschlag gemacht, aber ich habe mich darauf eingelassen – früher hätte ich so was direkt abgelehnt.

Im letzten Semester habe ich einen Stimmbildungskurs belegt, bei dem ich mich gelegentlich zum Affen machen musste – es war nicht immer einfach, aber es hat doch ganz gut getan, weil ich eben keine andere Wahl hatte, als mitzumachen.

In den letzten Monaten habe ich mein Bekanntenkreis erweitert, begebe mich deutlich mehr unter Menschen, sodass ich mich weniger einsam fühle.

Seit einem Jahr treibe ich mehr Sport, sodass ich mich in meinem Körper wohler fühle. Es tut mir einfach gut.

Sind das etwa keine Ergebnisse? Für dich mag es banal erscheinen, das kann ich sogar verstehen, für mich war alles zusammen eine kleine Revolution.

Fang doch einfach mal mit was an. Es gibt keinen perfekten Plan. Wenn hier jemand schreibt "geh zum Unisport" dann geh halt zum Unisport, statt dir erstmal den Kopf darüber zu zermartern wohin genau und welche Sportart wohl optimal wäre, und am Ende garnichts zu tun. Genau das meine ich nämlich. Es gibt nichts Gutes, außer man tut es.

Da hast du vollkommen Recht! Ich werde mir deinen Ratschlag zu Herzen nehmen und tatsächlich etwas machen, sei es ein Unisportkurs, ein Sprachkurs, die Teilnahme an einem Sprachcafé, oder irgendetwas anderes. Es wird mir gut tun, da bin ich mir sicher. Ob ich dadurch meinem Ziel wirklich näher komme, ist eine andere Frage.

Ganz ehrlich, wenn das so ein unlösbares Problem für dich ist, bist du bei einem guten Therapeuten gut aufgehoben.

Das geht für mich gar nicht. Und ich hoffe, ich komme nie in die Lage, in der ich keine andere Lösung habe, als eine Therapie zu machen.

Dazu wurde nun wirklich Seitenweise etwas gesagt. Ich finde das ehrlich gesagt glatt ein bißchen frech von dir. Es wurden elllenlange Diskussionen geführt, wo du Frauen kennenlernen kannst, was dir für Möglichkeiten der Charakterentwicklung bleiben.Es gibt für sowas doch keine Patentrezepte und ein bißchen Wagemut gehört nunmal einfach zum Leben dazu.

Ja, es wurden mir Tipps gegeben, wo ich Frauen kennenlernen kann. Das hat nur einen kleinen Hacken: Ich lerne jetzt schon viele Frauen kennen – nur eben keine, die „alleinstehend sind, die mich interessieren und die ich interessiere“.

Ja, es wurden mit Tipps gegeben, an welchen Charaktereigenschaften ich arbeiten kann, bzw. muss – nur weiß ich nicht genau wie das konkret zu machen ist, wie sich man „jahrzehntealte“ Einstellungen abgewöhnen kann. Abgesehen von der Therapie natürlich.

Deinem letzten Satz kann ich wiederum nur zustimmen.

Ich sage ja gar nicht unbedingt, dass du dich volllaufen lassen sollst, aber gerade für introvertierte Menschen kann Alkohol wirklich eine interessante Erfahrung sein. Oder der nötige Anschub, um mal deinen kleinen Mount Everest zu besteigen (und vielleicht mal was ganz anderes zu besteigen...)Ach ja, im Bezug auf Frauen ist Alkohol auch eine gute Waffe
Finde im folgenden Bild steckt verdammt viel Wahrheit...

Ich halte nach wie vor nichts von Alkohol – ganz egal, welche Vorteile das bringen soll. Ab und zu ein Bier oder ein Cocktail zu trinken, dagegen ist nichts einzuwenden – und das mache ich auch. Aber mich betrinken… Ne, bestimmt nicht! Zumal der Nutzen nur sehr temporär ist und sofort wieder verschwindet, wenn man wieder nüchtern ist. Spätestens da merkt die Frau, wie man wirklich ist. Und um einen One-Night-Stand geht es mir nun wirklich nicht… Ich hoffe aber doch, dass man auf andere Art und Weise lockerer werden kann.

Boah, so viele neue Beiträge!
Eins muss man Dir lassen, WulfricD, zum Verfassen von "Giant-Wall-of-Text"-Beiträgen hast Du echt Ausdauer, schon bewundernswert. Wenn Du die gleiche Ausdauer bei der Kontaktaufnahme zu Frauen aufwendest, MUSS es doch irgendwann was werden, oder?

Ich führe mir morgen mal alles zu Gemüte und schreib Dir noch ein paar Zeilen.

Ja, du sagst es! :zwinker:

Ausdauer habe ich, ja, aber irgendwie ist es fast wie eine Droge: Ich muss mich einfach mit dem Thema beschäftigen, ich muss auf eure Beiträge reagieren, ich muss einfach einen Weg zur Lösung meines Problems finden. Und doch tut mir das keineswegs gut. Ich sollte in den nächsten Tagen vielleicht eine „Planet Liebe“-Pause machen…

Es wäre schonmal gut, wenn du was anfangen würdest.

Wie ich oben schon „Ali Mente“ geantwortet habe: Da hast du vollkommen Recht! Ich werde mir deinen Ratschlag zu Herzen nehmen und tatsächlich etwas machen, sei es ein Unisportkurs, ein Sprachkurs, die Teilnahme an einem Sprachcafé, oder irgendetwas anderes. Es wird mir gut tun, da bin ich mir sicher. Ob ich dadurch meinem Ziel wirklich näher komme, ist eine andere Frage.

Warum du hier im Forum bist?
Vielleicht auch, weil du dann gar nicht in die reale Welt musst. Du kannst hier schön alles zerdenken und breittreten und dich und die Welt kaputt analysieren.

Das stimmt nicht: Ich gehe genug in der reale Welt: Ich treffe mich regelmäßig mit Freunden oder Bekannten, gehe ins Kino oder zu Vorträgen, gehe regelmäßig schwimmen, bin insgesamt ein recht kontaktfreudiger Mensch, sodass ich mich oft mit Leuten unterhalte, usw. Ich habe also keine Angst vor der realen Welt.

Dabei wäre ein Anfang (!), nur ein Anfang, doch so simpel: Wie sehen die Frauen aus, wo hast du die schonmal gesehen - ab dafür. Aber nein, am Ende sind die in der Disco, und da wird getrunken. Geht alles nicht. Gar nichts geht. Du baust dir deine Mauer aus "geht nicht"s und dann hebst du ratlos die Hände, vor deiner Mauer stehend, weil tja - das ist eine Mauer! Du kannst nicht weiter gehen! Na sowas.

Dein Sarkasmus gefällt mir, er bringt mich sogar zum Lachen. :zwinker:

In der Sache ist es aber nicht ganz so einfach, wie du das darzustellen versuchst. Die Frauen, die mir gefallen, habe ich als Bedienung in Restaurants gesehen, in meinen Kursen (ich habe einen kleinen Lehrauftrag an der Uni), seltener beim Schwimmen. Klar, ich könnte versuchen, sie auf mich aufmerksam zu machen, das wäre ein erster Schritt – aber ich bin so unerfahren, dass ich gar nicht weiß, wie ich die Sache angehen soll. Was soll ich der Frau denn überhaupt sagen? Wie kann ich eine ansprechen, wenn sie in der Gruppe ist? In der Disco war ich bisher nur einmal, und in der Tat glaube ich nicht, dass ich dort eine Freundin finden könnte: Die Atmosphäre ist ja so, dass jeder logischerweise nur Spaß haben will, da geht es um nichts Ernstes, zumal man ja keine richtigen Gespräche haben kann.

Weißt du, was mir am liebsten wäre? Mag sein, dass es naiv ist, aber ich stelle mir das so vor, dass sich das Kennenlernen meiner Freundin von ganz alleine ergibt – sei es im Rahmen der Uni, einer gemeinsamen Freizeitaktivität oder durch meine Freunde. Da könnte ich auch lockerer sein, weil ich mich in einem vertrauten Umfeld befinden würde und auf jeden Fall keine Angst davor hätte, kein Gesprächsthema zu finden.

Aber nicht jeder hat dieses Glück und so muss ich mir mehr Mühe geben, als Andere. So ist das nun mal. Ich wird mir sehr viel Überwindung kosten, aber mir bleibt wohl keine andere Wahl übrig bleiben, als fremde Frauen anzusprechen und mit ihnen zu flirten, und zwar auch in einem weniger vertrauten Umfeld und ohne den Vorteil des Gesprächsthemas... Ich sehe mich jetzt schon zittern, rot werden im Gesicht, stottern, usw.

1. Kostet eine Therapie nur Zeit, aber kein Geld

Dazu müsste ich erst einen Arzt finden, der mir so was verschreibt. Nicht ganz einfach, da niemand den Eindruck hat, dass ich Probleme habe. Aber die Frage stellt sich für mich eh nicht.

Dein Problem besteht NICHT darin, dass du nicht weißt, wo du Frauen kennenlernen kannst. Dein Problem besteht darin, dass du dir nicht eingestehst, dass du ein ganz anderes Problem hast. Mein Fazit aus diesem Thread.

Na dann habe ich eben dieses Problem. Und wenn ich dann trotz vieler Bemühungen immer noch nicht in der Lage bin, es zu lösen und eine Freundin zu finden, was dann? Aber darüber reden wir erst, wenn es soweit ist, nicht?
 

Benutzer91095 

Team-Alumni
Es ist schwer zu beschreiben, wie sie aussehen, zumal nicht alle Charakteristika auf alle Angehörigen dieses Typs zutreffen. Aber sagen wir mal so: Das sind Leute, die oft ernst schauen, eine Brille tragen, die sie noch ernster ausschauen lässt; Klamotten und Frisur sind ziemlich altmodisch; da sie vor allem am Schreibtisch sitzen und wenig raus gehen, sind sie ziemlich bleich – um nur ein paar Charakteristika zu nennen. Wie gesagt: Nicht alle davon treffen auf alle zu und sie sind zudem nicht bei allen gleich stark ausgeprägt. Außerdem gibt es intellektuelle Menschen, die überhaupt nicht dieser Beschreibung entsprechen, denen man es gar nicht ansehen würde.

Ok, aber bist du dir sicher, dass du die Mädels nicht unterschätzt, nämlich auf die gleiche Art, wie auch du von anderen unterschätzt wirst und als nur Langweiler und Musterstudent durchgehst? Wenn ich auf die Uni ging, dann war ich auch nie schick angezogen. Was mit meinen Haaren abging, war mir relativ wurscht, und Make up hatte mMn auf der Uni auf meinem Gesicht sowieso nichts verloren. Ich habe mich unauffällig gekleidet, weil es auf der Uni ja nicht um meinen Kleidungsstil geht, sondern um Wissenschaft. Ich fand es immer affig, wenn jemand aufgedresst zur Uni kam. Und ja, ich bin ein "intellektueller Typ" mit Brille und so weiter. Trotzdem besitze ich Kontaktlinsen, in meinem Schrank finden sich schicke Kleider und eine gute Sammlung von diversen Accessoires und Schminke, mehrere High Heels, hübsche Dessous, halterlose Strümpfe usw. Natürlich trage ich auch diese Sachen. Aber nicht auf der Uni. Ich will ja schließlich meine Professoren nicht blenden mit meinem Outfit.

Wieso dremde Leute in mir eher den Musterstudenten sehen, als einen Typen, mit dem man auch Spaß haben kann? Keine Ahnung, vielleicht liegt es daran, dass ich im Studium gut bin, gute Referate halte, manchmal von Dozenten gelobt werde (was mir höchst unangenehm ist)? Vielleicht hängt es auch damit zusammen, dass ich mich aus Gesprächen etwas zurückziehe (nicht bei Freunden, aber bei Leuten, die ich jetzt nicht so gut kenne), wenn es mir wirklich zu bescheuert erscheint. Aber vielleicht strahle ich eben eine gewisse Sache aus, deren ich mir gar nicht bewusst bin…

Glaub mir. An deinen Noten und Referaten liegt's nicht. Eigentlich ist sowas mehr ein Vorteil als ein Nachteil (wir sind ja nicht mehr in der Schule, wo der Streber die Arschkarte gezogen hat. Auf der Uni dreht sich der Spieß ein bisschen um).

Wie stellst du dir das denn vor? Ich kann sie doch nicht fragen, warum sie mich nicht als potentieller Partner wahrnehmen! Die Antworten kann ich mir jetzt schon vorstellen: „Du weißt ja, dass ich bereits einen Freund hatte, als wir uns kennengelernt haben“, oder: „Keine Ahnung, darüber habe ich nie nachgedacht“, oder „So etwas kann man nicht erzwingen“, usw. Ganz ehrlich: Ich wüsste auch nicht, was ich antworten sollte, wenn mich jemand aus meinem Bekanntenkreis so etwas fragen würde, und ich würde sicherlich auch nur Schrott antworten. Aber vielleicht meintest du das anders? Und vielleicht soll ich in deinen Augen gar nicht so plump, sondern eher subtil fragen?

Du weißt schon, dass du ruhig auch mal diplomatisch sein darfst, oder? Natürlich sollst du nicht mit der Tür ins Haus fallen, wenn du eine ehrliche Antwort haben willst. Schildere erstmal, dass du nie bei den Frauen landest, die dich interessieren, und dass du langsam mit deinem Latein am Ende bist. Dann frag sie, ob du sie mal was fragen darfst, bzw. dass du ernsthaft interessiert bist an der nackten Wahrheit und die Meinung von einer Frau suchst, wie du denn auf die werte Damenwelt wirkst und was vllt nicht optimal ist. Die Strategie ist also: Erwecke ihr Interesse -> suche ihre Empathie -> zeige Ernsthaftigkeit und Ehrlichkeit -> schmeichle ihr bzw. der Damenwelt und ihren Urteilen -> warte auf eine ehrliche Antwort. Vielleicht kommt sich nicht sofort, aber wenn du nett und nicht aufdringlich bist, dann kriegst du auf die Art eine Antwort, da bin ich mir sicher.[DOUBLEPOST=1358299577,1358296811][/DOUBLEPOST]
Dazu müsste ich erst einen Arzt finden, der mir so was verschreibt. Nicht ganz einfach, da niemand den Eindruck hat, dass ich Probleme habe. Aber die Frage stellt sich für mich eh nicht.

Das ist echt grandios, wie du dich gegen eine Therapie sträubst. Ab und zu frag ich mich ja doch wieder: Warum eigentlich? Aber nein, sag's mir nicht. Das sind bestimmt so nonsense-Gründe, die du die letzten Seiten über schon geschrieben hast/auf die ich schon geantwortet hat/und mir jetzt dann nur wieder an die Stirn fassen würde.

Übrigens, falls du's dir doch anders überlegst: Wenn du zum Arzt gehst und sagst, dass du mit deinen Problemen nicht klar kommst, dann schickt er dich ohne Umschweife zum Psychologen. Das sollte wirklich keine Schwierigkeit darstellen. Allerdings müsstest du dann vor jemand Fremden face-to-face zugeben, dass du mit einer Sache nicht klar kommst. Und daran wird's wohl oder übel scheitern.

Off-Topic:
Btw. Was ist denn deine Muttersprache, wenn Deutsch für dich ne Fremdsprache ist?
 
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Gast
So ich klinke mich auch mal rein. Kleiner Tipp meinerseits. Du hast jetzt sehr viele theoretische Vorschläge erhalten wie es funktionieren KANN, SOLL oder MUSS, aber nicht wies es bei DIR funktioniert. Du solltest jetzt die Theorie annehmen und das langsam in die Praxis anwenden.

Stell dir vor, ein Medizin Student nimmt ein Tag nach dem Studium grad eine Herzoperation durch. Das würde gleich schiefgehen und würde sich sagen, dass mache ich nie wieder und irgendwas habe ich falsch gemacht und die Entäuschung wäre riesig. Aber ein anderer Student macht zuerst Praktika, schaut bei der Praxis zu und geht das langsam ran. Nach einiger Zeit kann er endlich alleine jemanden aufschneiden...

Dasselbe (natürlich nicht wortwörtlich) geht jetzt bei dir. Du musst langsam, Schritt für Schritt jetzt die Theorien anwenden und auch Rückschläge in Kauf nehmen. Aber das ist völlig normal. Je mehr kleine Versuche du unternimmst, dich zu verbessern, desto geringer sind deine Rückschläge (gefühlsmässig).

Das ist dasselbe im Casino. Die Menschen spielen, weil sie kleinere Verluste mit grossen Wahrscheinlichkeiten eher in Kauf nehmen, als Grosse Verluste mit kleinen Wahrscheinlichkeiten...


Das heisst für dich, dass du jetzt nicht direkt auf die Strasse gehst und dein ganzes Pulver verschiesst. Lass dir Zeit und geh das langsam ran und nimm Rückschläge in Kauf. Nur so lernst dus.

Off-Topic:
Sorry, für die Vergleiche, aber das erscheint mir am einfachsten das die unter die Nase zu reiben.
 

Benutzer91095 

Team-Alumni
Off-Topic:
So ich klinke mich auch mal rein. Kleiner Tipp meinerseits. Du hast jetzt sehr viele theoretische Vorschläge erhalten wie es funktionieren KANN, SOLL oder MUSS, aber nicht wies es bei DIR funktioniert. Du solltest jetzt die Theorie annehmen und das langsam in die Praxis anwenden.
...
Das heisst für dich, dass du jetzt nicht direkt auf die Strasse gehst und dein ganzes Pulver verschiesst. Lass dir Zeit und geh das langsam ran und nimm Rückschläge in Kauf. Nur so lernst dus.

Das ist ja dann mal ein seeeeehr konkreter Ratschlag :grin: Viel besser als die, die er schon bekommen hat :zwinker:
 
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Off-Topic:


Das ist ja dann mal ein seeeeehr konkreter Ratschlag :grin: Viel besser als die, die er schon bekommen hat :zwinker:

Weiss schon, dass die Aussage etwas naiv ist. Was bringt es, sich darüber den Kopf zu zerbrechen und sich immer alles vorstellen, als einfach immer kleine Schritte zu machen. Mir kommt es so vor, als wird versucht ihm einzutrichtern, er solle jetzt endlich starten und alles ausprobieren. Aber Theorie schadet mehr als die hilft. Wenn der TE alles sagen würde, was er denkt, dann würden die Frauen bei weitem schon weglaufen. Daher lieber nur das denken, was man auch jeder Frau(Mann) sagen würde - nicht mehr und nicht weniger.:smile:
 

Benutzer91095 

Team-Alumni
Weiss schon, dass die Aussage etwas naiv ist. Was bringt es, sich darüber den Kopf zu zerbrechen und sich immer alles vorstellen, als einfach immer kleine Schritte zu machen. Mir kommt es so vor, als wird versucht ihm einzutrichtern, er solle jetzt endlich starten und alles ausprobieren. Aber Theorie schadet mehr als die hilft. Wenn der TE alles sagen würde, was er denkt, dann würden die Frauen bei weitem schon weglaufen. Daher lieber nur das denken, was man auch jeder Frau(Mann) sagen würde - nicht mehr und nicht weniger.:smile:

Jetzt versteh ich noch weniger. Was schlägst du denn dem TS vor, dass er jetzt tun soll, um sein Problem anzugehen? "kleine Schritte machen"-> Was heißt das?
 
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Gast
Bsp: Vornehmen 20 Frauen anzusprechen, ohne grosse Absichten wie NR holen etc. Im nächsten Schritt dann wieder 20 Frauen ansprechen und versuchen das Gespräch bei mindestens 5 minuten zu halten. Im nächsten Schritt versuchen bei mindestens einer die Nummer zu erhalten usw. Und nicht direkt eine Frau ansprechen, versuchen sie möglichst lange hinzuhalten, ihre Nummer zu erhalten und noch mit ihr im Bett zu landen. Dass kann man machen, wenn man erfolgreicher ist (btw. ist teilweise ziemlich einfach, wenn man weiss wie, aber das wie muss jeder mal lernen):zwinker:
Theorie: Wie Stimmkurse oder sonstiger Schwachsinn einfach sein lassen.
 

Benutzer91095 

Team-Alumni
Solche Vorschläge kamen schon, nicht zuletzt ja auch der Verweis auf das Pickup-Forum. Bin gespannt, was der TS zu deiner Strategie sagt :smile:
 

Benutzer126541 

Sorgt für Gesprächsstoff
Ich empfehle dir einfach mal diesen Youtube-Kanal hier:
http://www.youtube.com/user/LiebeVollTV

Da wirst du denke ich ein paar Gedankenanstöße bekommen, die du vielleicht auch mal umsetzen kannst.
Und hör bitte mit deinem ständigen: "Das kann ich nicht.../ Das geht nicht.../ Mimimimimi" auf. Wenn man etwas WIRKLICH WILL, muss man sich einfach mal nur darum bemühen! Dann gibt es kein "Das geht nicht" oder dergleichen!
Geh nach draußen und folge deinem Instinkt! Schon vor tausenden Jahren haben es die Menschen geschafft eine Partnerin zu finden und - oho - da gab es noch kein Forum mit hunderten Lesern...
Denk darüber doch mal nach.
 

Benutzer114418 

Verbringt hier viel Zeit
Ok, aber bist du dir sicher, dass du die Mädels nicht unterschätzt, nämlich auf die gleiche Art, wie auch du von anderen unterschätzt wirst und als nur Langweiler und Musterstudent durchgehst?

Bei einigen kann ich es nicht ausschließen, dass ich sie unterschätze und ihnen Unrecht tue – muss ich zugeben. Bei anderen dagegen ist es tatsächlich so, dass sie sich im Privatleben genau so verhalten. Und ich kenne sie schon eine ganze Weile. Daher würde es mich wundern, wenn ich von diesen Frauen ein falsches Bild hätte.

Du weißt schon, dass du ruhig auch mal diplomatisch sein darfst, oder? Natürlich sollst du nicht mit der Tür ins Haus fallen, wenn du eine ehrliche Antwort haben willst. Schildere erstmal, dass du nie bei den Frauen landest, die dich interessieren, und dass du langsam mit deinem Latein am Ende bist. Dann frag sie, ob du sie mal was fragen darfst, bzw. dass du ernsthaft interessiert bist an der nackten Wahrheit und die Meinung von einer Frau suchst, wie du denn auf die werte Damenwelt wirkst und was vllt nicht optimal ist. Die Strategie ist also: Erwecke ihr Interesse -> suche ihre Empathie -> zeige Ernsthaftigkeit und Ehrlichkeit -> schmeichle ihr bzw. der Damenwelt und ihren Urteilen -> warte auf eine ehrliche Antwort. Vielleicht kommt sich nicht sofort, aber wenn du nett und nicht aufdringlich bist, dann kriegst du auf die Art eine Antwort, da bin ich mir sicher.

Gut, das werde ich bei der erstbesten Gelegenheit machen! Das sage ich nicht nur so, und es ist ausnahmsweise kein Tipp, an dem ich etwas herumzumeckern hätte!

Schlimm finde ich ehrlich gesagt, dass ich nicht selbst auf diesen Gedanken gekommen bin. Dass ich keine Fantasie habe, steht außer Zweifel. Aber dass ich nicht einmal darauf komme…

Off-Topic:
Btw. Was ist denn deine Muttersprache, wenn Deutsch für dich ne Fremdsprache ist?
[/quote]


Französisch.

Bsp: Vornehmen 20 Frauen anzusprechen, ohne grosse Absichten wie NR holen etc. Im nächsten Schritt dann wieder 20 Frauen ansprechen und versuchen das Gespräch bei mindestens 5 minuten zu halten. Im nächsten Schritt versuchen bei mindestens einer die Nummer zu erhalten usw. Und nicht direkt eine Frau ansprechen, versuchen sie möglichst lange hinzuhalten, ihre Nummer zu erhalten und noch mit ihr im Bett zu landen. Dass kann man machen, wenn man erfolgreicher ist (btw. ist teilweise ziemlich einfach, wenn man weiss wie, aber das wie muss jeder mal lernen)


Ganz ehrlich: Was soll mir das denn bringen?

Mein Hauptproblem ist nicht, dass ich nicht in der Lage wäre, mich mit fremden Frauen zu unterhalten. Das mache ich zu Beginn jedes Semesters an der Uni, das mache ich bei meinen Schwimmkursen. Die Gespräche dauern auch mehr als 5 Minuten und nach ein paar Mal tauschen wir manchmal unsere Facebook-Kontaktdaten aus. Es ist sogar schon vorgekommen, dass mir Frauen, mit denen ich mich noch kein einziges Mal unterhalten habe, eine Freundschaftsanfrage geschickt haben, nachdem sie mich in einem Seminar gesehen haben. Klar, wenn ich jetzt das Flirten üben wollte oder gar auf der Suche nach einem One-Night-Stand wäre (ich betone: „wollte“ und „wäre“, weil es mir ja nicht in erster Linie darum geht), dann wäre es gewiss sinnvoll, irgendwo fremde Frauen anzusprechen.

Aber wäre das in meinem Fall wirklich sinnvoll? Ich muss ja Frauen finden, die zu mir passen mit denen ich zumindest ein gemeinsames Interesse habe, usw. (keine Sorge, ich sage jetzt nicht, dass sie sich unbedingt für genau die gleichen Sachen wie ich interessieren muss). Einfach so, ganz ziellos, ohne überhaupt zu überlegen, irgendwelche fremde Frauen anzusprechen: Wie groß sind denn die Chancen, dass die eine dabei ist? Sind die Chancen nicht größer, wenn man das in einem ganz bestimmten Rahmen (macht, wo sich eben Frauen aufhalten, die seinem Typ entsprechen? Dass man da versucht, sich beispielsweise sowohl beim Unisport, als auch bei einem Sprachcafé (ich wähle bewusst Beispiele von für mich realistischen Orten) mehreren von ihnen anzunähern, um sie näher kennenzulernen, finde ich nicht verkehrt. Ganz im Gegenteil. Aber einfach nur so irgendwelche Frauen anzusprechen und sich ihnen anzunähern? Ich weiß nicht…

Aber vielleicht gelingt es dir, mich davon zu überzeugen (ich habe beschlossen, zumindest ein bisschen offener für Vorschläge zu werden, und zwar auch für welche, die mir auf Anhieb eher abschrecken): Wo würdest du versuchen, diese Frauen anzusprechen? Auf der Straße? In einem Café?, usw. Welche Frauen genau würdest du ansprechen? Würdest du nur Frauen ansprechen, die gerade alleine sind, oder auch welche in der Gruppe? Wie würdest du bei vollkommen fremden Frauen an einem absolut neutralen Ort wie die Straße oder eine Bushaltestelle ein Gespräch denn einleiten? Ich möchte keine anwendungsbereite Gesprächsbeginne, sondern nur ein paar Ideen. Wie würdest du als schüchterner, durchschnittlich aussehender junger Mann, der kein sehr aufregendes Leben führt, Frauen in so kurze Zeit für dich zu begeistern?

Theorie: Wie Stimmkurse oder sonstiger Schwachsinn einfach sein lassen.

Und warum ist das denn Schwachsinn?

Solche Vorschläge kamen schon,
nicht zuletzt ja auch der Verweis auf das Pickup-Forum. Bin gespannt, was der TS zu deiner Strategie sagt


Da hattest du schon eine bestimmte Idee, nicht? Du kannst es ruhig zugeben. ;-)

Aber mal eine Frage an dich: Wie hast du es denn noch einmal gemacht? Denn du warst mir wenn ich mich recht erinnere nicht ganz so unähnlich, oder? Wie hast du es gemacht, um dich zu überwinden? Musstest du das überhaupt tun?

Ich empfehle dir einfach mal diesen Youtube-Kanal hier:
http://www.youtube.com/user/LiebeVollTV Da wirst du denke ich ein paar Gedankenanstöße bekommen, die du vielleicht auch mal umsetzen kannst.


Ich habe mir das eine Video angeschaut, und finde es wirklich sehr interessant! Danke für den Link!

Die Idee, sich ein Café oder eine Bar zu seinem Stammcafé, bzw. seiner Stammbar zu machen, sich ganz allmählich der Kellnerin anzunähern (sie nach dem Namen zu fragen mit dem Argument, dass es schöner sei, weniger anonym, respektvoller) und dann immer wieder zu begrüßen und immer wieder da Gleiche zu bestellen; nach einer Zeit kann auch der Smalltalk kommen), weil sie eine Verbindungsperson darstellt, die mich dann in ihren Kreis mit reinziehen kann – die Idee finde ich wirklich gut. Und einmal pro Woche, immer zur gleichen Uhrzeit in ein Café oder in eine Bar zu gehen, das kann sogar ich schaffen.

Dieser Karsten sagt aber auch Dinge, die mich in dem bestärken, was ich seit Monaten sage, und zwar erklärt er zum Einen: „Wenn man coole Leute kennt, und die einen auch mögen, dann sprüht das automatisch coole potentielle Partner in mein Leben rein.“ Und fügt hinzu: „Automatisch kommen immer wieder neue Leute dazu.“ Zum Anderen weist er darauf hin, dass man „ohne sozialen Anschluss man keinen guten Flirter, Verführer, Partner sein“ kann. Ich hätte das zwar nicht so und so krass formuliert, auch nicht auf so zugespitzte Art und Weise, aber eigentlich sage ich doch die ganze Zeit schon, das genau das mein Problem ist: Ich habe sehr gute Freunde und schon einige Bekannte, komme durch sie aber in keinen neuen Kreis: Sie sind nicht die Typen, die Partys organisieren, bei denen man ihre Freunde kennenlernen könnte; besagte Freunde sind schon berufstätig oder haben eine Familie, sodass sie weniger Zeit haben, sie leben weit weg usw., usw. Dass ich durch sie auch keine neuen Frauen kennenlerne, die als potentielle Partnerinnen in Frage kommen können, sage ich auch schon die ganze Zeit. Und dass es auf jeden Fall cooler ist, in einer Gruppe unterwegs zu sein, als alleine, sage ich auch schon seit Ewigkeiten. Deshalb will ich beispielsweise gar nicht alleine auf eine Party oder in die Disco. Ja, sozialer Anschluss ist einfach attraktiv. Ich habe den zwar (ich habe ja einen sehr zufriedenstellenden Freundes- und Bekanntenkreis), man sieht es aber nicht, sondern sieht mich oft alleine. Das ist ein sehr interessantes Phänomen, das auch irgendwie nachvollziehbar ist. Nur: An meinen Freunden hänge ich sehr, ich will sie unter keinen Umständen verlieren; trotzdem versuche ich immer noch, neue Bekannte zu finden, um eben in einen neuen Kreis hineinzukommen. Eben weil mir bewusst geworden ist, wie wichtig das ist. Aber der Karsten vom Video sagt es ja selbst: Es dauert sehr lange. In meinen Augen zu lange, zumal ich bisher auf dem Gebiet in 12 Monaten keinen einzigen nennenswerten Erfolg erzielt habe…

Eine Sache stört mich aber, und zwar nicht im besagten Video, sondern auf der dazugehörigen Internetseite. Ziel dieser ganzen Coachings, sei es, ein richtiger Mann, ein Alphamann zu werden. Aber ganz ehrlich: Das möchte ich auf keinen Fall. Vielleicht stelle ich mir darunter andere Dinge vor, als die Betreiber der Seite oder als euch, aber für mich ist der Begriff "Alphamann" nicht durchweg positiv besetzt.

Und hör bitte mit deinem ständigen: "Das kann ich nicht.../ Das geht nicht.../ Mimimimimi" auf. Wenn man etwas WIRKLICH WILL, muss man sich einfach mal nur darum bemühen! Dann gibt es kein "Das geht nicht" oder dergleichen!

Glaubst du wirklich, dass es so einfach ist? Ich kenne viele Leute, die sich echt den A**** aufgerissen haben, um Abitur machen und später studieren zu können, und die es trotzdem nicht geschafft haben, weil sie dafür nicht gut genug waren – sie hatten aber durchaus andere Fähigkeiten, die sie schließlich zur Geltung bringen konnten. Das mussten sie aber erst akzeptieren. Was ich mit zeigen will: Es reicht nicht, etwas wirklich zu wollen, um es auch zu erreichen.

Geh nach draußen und folge deinem Instinkt! Schon vor tausenden Jahren haben es die Menschen geschafft eine Partnerin zu finden und - oho - da gab es noch kein Forum mit hunderten Lesern... Denk darüber doch mal nach.

Ich habe sehr viel darüber nachgedacht, und weißt du, zu welchem Ergebnis ich gelangt bin? Eine Partnerin zu finden, ist nicht schwer, einen Partner zu finden, mit dem man glücklich ist, dagegen schon.

Du hast meinen Thread sicherlich nicht ganz gelesen (bei der Länge sei dir auch verziehen), du hast deshalb aber eine wichtige Aussage meinerseits verpasst: Ich könnte, wenn ich gewollt hätte, jetzt schon eine Freundin haben – es gab ja durchaus drei Frauen, die an mir Interesse gezeigt haben. Wenn es mir also nur darum gegangen wäre, eine Partnerin zu haben, um nicht alleine zu sein, um Kinder zeugen zu können, dann hätte ich sie schon. Zugegeben: Diese Frauen haben sich alle erst innerhalb der letzten vergangenen 12 Monaten für mich interessiert, was darauf schließen lässt, dass die vorgenommenen Veränderungen nicht ganz wirkungslos geblieben wären. Nur: Diese Frauen haben mich nicht interessiert. Bei zwei von ihnen gab es sogar mehrere gemeinsame Interessen, aber es war keine gegenseitige Faszination, keine gegenseitige Anziehung da – weder auf geistiger, noch auf körperlicher Ebene.

Früher, da wäre man mit so einer Frau sofort eine Beziehung eingegangen – es ging ja um den gesellschaftlichen Status und um den Bestand der Familie. Aber heute, das erwartet man von einer Beziehung etwas ganz anderes: Dass sie einen glücklich macht, dass man sich darin entfalten kann, usw. Natürlich gab es schon immer Ausnahmen, aber nun ist das, was früher eine Ausnahme war, die Regel. Das ist der Unterschied.
 
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