Was macht euch in Serien & Filmen wahnsinnig?

thraca
Benutzer182699  (31) Öfter im Forum
  • #1
So ein Titel, der es auf den Punkt bringt, ist mir leider nicht eingefallen.

Meine Frage: Wenn ihr euch Serien oder Filme anschaut, was macht euch 'wahnsinnig', regt euch auf, ist euch unbegreiflich, amüsiert euch besonders oder stört euch, weil es so realitätsfern ist, löst besonderen Ekel, Unbehagen aus etc.?

Ich mach mal Beispiele:
- Ich werde immer ganz unruhig, wenn in einer Szene der Wasserhahn durchweg voll aufgedreht ist, während sich die Akteure unterhalten/streiten oder jemand einfach nur über dem Waschbecken in den Spiegel starrt.
- Selbe Problematik, wenn sich jemand was aus dem Kühlschrank nimmt und das dann gedankenverloren daneben stehend konsumiert und das so ein Weilchen dauert, während die Kühlschranktür offen bleibt.
- Und nochmal (es ist wohl eine Verschwendungsproblematik :upsidedown:), wenn sich Schauspieler eine Zigarette anzünden, um sie nach 2 Zügen auszutreten oder in ein Glas zu werfen.
- Dass Frauen so ziemlich immer mit Schminke ins Bett gehen und aufwachen triggert irgendwas undefinierbares bei mir.
- Unzählige Male gesehen, aber es tritt einfach keine Gleichgültigkeit ein: Es nervt, wenn jemand schreiend vor einem Verfolger flieht, obwohl er besser mal die Klappe halten und sich nicht verraten sollte. :grin:
 
V
Benutzer163532  (38) Beiträge füllen Bücher
  • #2
Wenn 2 Leute telefonieren und dann ohne sich zu verabschieden auflegen: "Alles klar, ich kümmere mich." - Klack.
Wie unfreundlich ist das bitte :grin:?

Und wenn sich Fahrer und Beifahrer ewig anschauen, während sie sich unterhalten. Da werde ich komplett unruhig :grin:. Schau auf die Straße!
 
G
Benutzer Gast
  • #3
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Lotusknospe
Benutzer91095  Team-Alumni
  • #4
Wenn die Leute nicht das Licht ausmachen, wenn sie das Haus verlassen, und wenn sie nicht die Schuhe ausziehen, wenn sie das Haus betreten.
 
Erlinga92
Benutzer173858  (30) Sorgt für Gesprächsstoff
  • #5
-Das Haus verlassen ohne abzusperren
-Permanent das Licht brennen lassen
-Voll bekleidet ins Bett zu gehen
-NIE VERSTÄRKUNG ZU RUFEN! bzw. erst wenn es schon zu spät ist
 
thraca
Benutzer182699  (31) Öfter im Forum
  • Themenstarter
  • #6
-NIE VERSTÄRKUNG ZU RUFEN! bzw. erst wenn es schon zu spät ist
Oh ja! Bzw. oft kommt die dann zur Schlussszene so langsam eingetrudelt und es ist gern mal unklar, wie sie überhaupt von den Geschehnissen erfahren hat. :grin: Auch gut finde ich, wenn gefühlt immer nur die gleiche, einzige Person auf einem Polizeirevier für alles zuständig und immer (allein) vor Ort ist.
 
G
Benutzer Gast
  • #7
Das sich in Serien immer ständig( auch tagsüber ) alle Leute treffen können,obwohl sie Vollzeit arbeiten ,immer spontan frei bekommen oder ihren Arbeitsplatz verlassen können.
 
F
Benutzer102346  (40) Meistens hier zu finden
  • #8
in Horrorfilmen: kein Licht an machen und laut HALLO HALLO rufen... *TRIGGER*
Alles, was irgendwie mit Computern zu tun hat, als ITler krieg ich da jedes Mal nen Fön...
Nie geht irgendjemand mal irgendwo auf Klo...
*Ruft Verstärkung* - Ja, aber warte auf uns - *geht rein* ARGHH!!!
 
thraca
Benutzer182699  (31) Öfter im Forum
  • Themenstarter
  • #9
Das sich in Serien immer ständig( auch tagsüber ) alle Leute treffen können,obwohl sie Vollzeit arbeiten ,immer spontan frei bekommen oder ihren Arbeitsplatz verlassen können.
Die steile Karriere läuft ja sowieso mit links nebenher. :jaa:
 
T
Benutzer179257  Öfter im Forum
  • #11
- Wenn in irgendwelchen Filmen Leute versuchen, geradeaus rennend vor dem Auto wegzulaufen - lauf doch einfach zur Seite 😂
- Wenn in einer Serie / einem Film ein Schauspieler vor einem PC tippt, aber nur so tut, als würde er tippen - tipp doch einfach richtig, es liest ja eh keiner, was am Ende dabei rauskommt 🧐
- Wenn in Filmen / Serien mit juristischem Bezug Dinge ganz anders ablaufen, als in der Realität (ja ich weiß, ist wohl zu öde ☹️) oder wenn bei Gerichtsverhandlungen (in der konkreten Situation) völlig unbrauchbare Gesetzestexte zu sehen sind 😂
 
Damian
Benutzer6428  Doctor How
  • #12
Ich kann es so gar nicht leiden, wenn Charaktäre auf einmal nicht mehr ihrem Charakter treu agieren.
Beispiel: Ein Charakter ist die ganze Zeit der Logiker schlechthin und kommt dann nicht drauf, dass 2+2=4 sein könnte....

Wenn eine grundlegende Prämisse schon falsch ist.
Beispiel: Wir schicken ein Spezialteam in einem Raumschiff zum Mars..das erste Mal. Die Mission kostet Milliarden und das Schicksal der Menschheit hängt davon ab. Wen schicken wir? 3 Schicksen mit Schminke und 3 Typen, die sich durchgehend anzicken und das Wort "Disziplin" nichtmal buchstabieren können...ARGH

Ein plötzlicher Deus Ex Machina.
Beispiel: Es wird fast 2 Stunden an dem fast unlösbaren Problem gearbeitet in einem Psychothriller...dann kommt auf einmal ein Alien mit großen Augen, schnippt mit dem Finger und alles ist gelöst.

Wenn ein Film, z.B. ein Krimi so tut, als wäre er realitätsnah ohne Ende und ein Science Fiction Film das besser macht.
Gerade Krimis sind oft so derart weit weg von jeglicher Realität, dass es einem die Schuhe ausziehen kann.

Brutalität um ihrer selbst Willen.
Man zeige möglichst zerstückelte Leichen...wenn's geht ca. 30% der gesamte Filmlänge..dann spart man sich den Autor für's Drehbuch...

Der GUTE GUTE GUTE Hauptcharakter die NIE was böses tut. Selbst wenn der Bösewicht seine gesamte Familie ermordet hat und jeden Tag wen neues umbringt...wir fangen ihn lieber ein und betäuben ihn und hoffen, dass er seine Superkräfte nicht einsetzt.
Ganz klares Beispiel: Jassica Jones. Das passt auch wunderbar in dieses Charakter untypische....


EDIT: Ich hab absolut kein Problem damit, wenn ein Film eine in sich logische Welt mit Fantasiefiguren erfindet...aber dann soll die auch in sich logisch bleiben, dann passt das für mich. Meistens behaupten die in Filmen mit Drachen nicht, dass sie ganz dolle realitätsnah an der Deutschen Justiz sind oder so... XD
 
G
Benutzer Gast
  • #13
Die Protagonisten kommen nach Hause, schließen die Tür auf und alle Lichter in der Wohnung / im Haus / in der Villa sind an! Und das bereits in Filmen vor der sog. smarten Haustechnik!
 
thraca
Benutzer182699  (31) Öfter im Forum
  • Themenstarter
  • #14
Wenn sich Leute was zu essen holen, sich hinsetzen, ein Gespräch beginnen und dann rührt wegen dem Gespräch keiner das Besteck an, das Essen wird kalt und die Szene endet mit vollem Teller! Oder wenn nur ein kleiner Bissen gegessen wird. :X3:
 
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Fantasy.
Benutzer172046  Sehr bekannt hier
  • #15
Offensichtliche Fehler. Es gibt Serien, da wird die Vergangenheit der Charaktere einfach mal mitten drin geändert, das nervt.

Auch schön ist, wenn man Serien anmerkt, dass sie nur noch laufen weil sie halt Geld generieren.
Genauso schlimm wird es wenn man dem Plot anmerkt, dass plötzlich das Geld weg war oder ein Schauspieler kündigt und es dann ganz schnell auf ein halbherzig zusammengeklopptes Ende hinauslaufen muss.

Allgemein nerven mich Serien, die erst in sich abgeschlossene Folgen haben und plötzlich der Spannung wegen ganz super krass werden müssen. Entweder ihr macht eine Serie die man nebenbei schauen kann, oder ihr macht welche mit Spannung und rotem Faden, der muss dann aber auch von Anfang an da sein!
Die meisten Serien breche ich ab, wenn sie plötzlich spannend werden wollen.
 
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K
Benutzer11466  Beiträge füllen Bücher
  • #42
Es nervt, wenn jemand schreiend vor einem Verfolger flieht, obwohl er besser mal die Klappe halten und sich nicht verraten sollte. :grin:
Effekt und Dramaturgie gehen in Film und TV immer über Realismus... Ab und zu wird ja in irgendwelchen DVD-/Blu-ray-Extras verraten, wie aufwendig irgendwelche Stunts inszeniert wurden - in echt würden die nie funktionieren. Sehen aber geil aus...

Erinnert sich noch jemand an Goldeneye? Der Zug des Pöhsewichts ist der nicht sehr gelungene Versuch, Loks und Wagen, die auf der britischen Insel fahren, russischem Rollmaterial irgendwie ähnlich sehen zu lassen.


(Den Fakt, daß der oberauffällige Privatzug eines gesuchten Schurken auf irgendeinem Abstellgleis ein klein wenig auffällt, ignorieren wir mal ebenfalls kurz...)

Der Klassiker in Ami-Serien: immer dasselbe Telefonklingeln.


Völlig beklopptes Verhalten der Protagonisten, um die Geschichte am Laufen zu halten. Wahlweise in Form kompletter Blödheit, maß- und grundloser Boshaftigkeit oder völliger Verknalltheit. Steigerung: Weil den Autoren irgendwann nix mehr einfällt, dreht sich der Charakter eine Figur binnen Wochen vom Obera*******h zum Zuckerbubi.

Wenn man eine Figur beibehält, die aber plötzlich und ohne jede Erklärung innerhalb der Handlung von 'ner anderen Person gespielt wird - weil etwa ein Schauspieler auf die Rolle keine Lust mehr hat oder tatsächlich verstorben ist.

Genauso doof: Die Erklärung ist meschugge.



Wenn eine Serie einfach billig aussieht und die "Handlung" völlig albern ist. Paradebeispiel: Cobra 11. Wenn ich da beim Zappen mal hängenbleibe, bin ich meist schon vor der nächsten Werbeunterbrechung wieder weg. Die Geschichten sind panne, die Schauspieler bestenfalls mittel, selbst die Stunts sehen billig aus - vermutlich, weil man sie ums Verrecken größer aussehen lassen will, als sie sind.

Der Philipp erklärt die Standards von Serien:


Schau auf die Straße!
Da sähen sie doch nur das Zugfahrzeug des Anhängers, auf dem sie tatsächlich fahren. :tongue:
- Wenn in Filmen / Serien mit juristischem Bezug Dinge ganz anders ablaufen, als in der Realität (ja ich weiß, ist wohl zu öde ☹️) oder wenn bei Gerichtsverhandlungen (in der konkreten Situation) völlig unbrauchbare Gesetzestexte zu sehen sind 😂
Allerdings - geht ja schon in den ganzen Krimis los. "Kommissare" kennen nicht den Unterschied zwischen Verhaften und vorläufig festnehmen, es wird munter ohne Durchsuchungsbeschluß in Wohnungen eingestiegen und, und, und.

Technisch unmögiche Dinge (Hacker hört per Handy komplette Besatzung einer Polizeiwache ab, Diebe zerstören mit 'nem MP3-Spieler Vitrinenglas) - oder Dinge, die möglich sind, aber so schlampig umgesetzt wurden, daß sofort auffällt, das es so nicht geht.

In den ganzen CSI-Episoden: die völlig überkandidelten Labors der Polizei und Computer, deren Benutzeroberflächen nach Computerspielen gestaltet wurden. Und natürlich findet die Bullerei in zwei Sekunden alle wichtigen Informationen zu 'ner Person.

Als sie noch lief: in der Lindenstraße der penetrante Tick der Drehbuchschreiber, jedes gesellschaftliche Problem oder Thema aufzugreifen.
 
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K
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  • #77
Mich nerven zwar solche unlogischen Dinge in vielen Filmen und Serien auch oft, aber ich zwinge mich häufig auch dazu, mir dann klarzumachen, dass wir es hier mit einer Form von fiktiver Geschichtenerzählung zu tun haben.
Ja, klar. Darüber würden sich wohl auch nur die wenigsten aufregen.

Nervig wird es halt, wenn in einem Film, der in der Gegenwart spielt und kein Fantasy-Streifen ist, Dinge vorkommen, die einfach völlig unrealistisch, albern, klischeehaft oder überdreht sind. Wenn in der "Nackten Kanone" Frank Drebbin gesetzeswidrig in das Büro des Pöhsewichts einsteigt und es dabei verwüstet (solchen Spökes versteckt Youtube mittlerweie auch hinter der Altersschranke... :kopfwand: ), ist das einfach nur zum Brüllen - und so gemeint. weil Kömodie.

Dieselbe Szene, ernsthaft gespielt, in 'nem Tatort o.ä. wäre nicht witzig, sondern bestenfalls lachhaft.

Also: Es muß passen. Hat ein Film/Serie den Anspruch, so halbwegs im wahren Leben zu spielen, sind Häufungen von Zufällen und völlig unglaubwürdige Wendungen einfach blöde und nervig - und ein Zeichen dafür, daß den Drehbuchschreibend*innen nix Besseres einfiel.
Undankbarkeit ist der Welt Lohn.
Nicht mal Tucholskys Weisheit "Es wird nach einem happy end im Film jewöhnlich abjeblendt" stimmt noch...

In alten Filmen/Serien nervt die "Amerikanische Nacht": Nachtszenen wurden bei Tag mit übermäßig geschlossener Blende gedreht - gern im prallen Sonnenschein, damit man "nachts" noch die Schatten sieht... Ging damals oft nicht anders; sieht aber trotzdem grauslich aus.

Ebenfalls Dauernerv in alten Filmen: Sämtliche Dialoge wurden im Studio nachgesprochen, sämtliche Geräusche dort aufgenommen - in der immergleichen Studioakustik. Bis zum Schluß im "Polizeiruf 110" des DDR-Fernsehens zu hören.
 
K
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  • #91
Dass es von Staffel zu Staffel soooo oft immer mieser wird 😒
Hat überaus nachvollziehbare Gründe: Viele Formate schaffen es nicht mal über den Piloten oder die erste Staffel hinaus - schon deshalb wird sich niemand die Mühe machen, mehr als ein Exposé für 'ne Serie zu schreiben. Hat 'ne Serie Erfolg, gibt's immer wieder Dinge, die man nicht im Voraus planen kann bzw. die anders laufen als geplant. Ich erwähnte schon das maßlos überbewertete "Dallas": Der Darsteller einer der Hauptfiguren hat keine Lust mehr, die Autoren lassen ihn (furchtbar schlecht) sterben, dann merkt der Schauspieler, daß er woanders gar nicht so gefragt ist wie er hoffte und seine Figur kehrt in die Serie zurück - mit der "Erklärung" , seine Holde habe die letzten zig Folgen nur geträumt... :kopfwand: Geht's noch dümmer?

Oft genug gibt's banale Zwänge: Sofern man nicht in Kulissen drehen will/kann, müssen die Drehorte verfügbar sein. Wenn dann nach acht Wochen Dreh der tatsächliche Eigentümer eines Häuschen aus dem Urlaub zurückkehrt und wieder in seiner Hütte wohnen will, muß die Crew halt weiterziehen. Wenn einer Produktion der Etat gekürzt wird, kann man nicht mehr soviele Drehorte einplanen etc.

Außerdem ist für den Zuschauer bei jeder Serie nach einer gewissen Zeit der Reiz des Neuen weg, die Autoren haben irgendwann ihr Pulver verschossen.

Als der Kram zum ersten Mal auf Pro 7 lief, sind die Verzweifelten Hausfrauen komplett an mir vorbeigegangen. Jahre später lieh mir ein Bekannter die DVDs. Die fangen mit 'nem Selbstmord an, hinter dem sich ein dunkles Geheimnis verbirgt, paarungswilligen verzweifelten Singles, Muttis mit völlig gestörtem Etepetete-Fimmel, Muttis mit ungezogenen Kindern und arbeitssüchtigen Männern und, und, und. "Mit einem Erdbeben beginnen und sich dann langsam steigern."

Dummerweise geht das nicht unbegrenzt bzw. es gleitet sehr schnell ins Lächerliche. Bei den Verzweifelten Hausfrauen geht das schon in der ersten Staffel los: Die wohlhabende Etepetemutti techtelt mit 'nem ekligen Apotheker, ihr Sohn ist halbkriminell und schwul, das Mädel, das ihren auch nur bedingt sympathischen und attraktiven Macker nur des Geldes wegen heiratete, macht mit dem jungen Gärtner rum (dessen Mitbewohner dann irgendwann im Lauf der Staffel die ach so brünftige Dame bedrängt um zu testen, ob er schwul ist...), der Macker verdient sein Geld mit kriminellen Machenschaften.

Irgendwann isses einfach zu viel und in dieser Ballung zu grotesk.
 
K
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  • #178
Drehbuchautoren lieben exakt diese Dinge, die mit Prozessen vermieden werden. Also lassen sie sie weg und machen sich die Welt, wie sie ihnen gefällt...
Es ist eine Sache, eine Geschichte in 30/60/90 Minuten erzählen zu wollen und müssen; eine andere, dies auf die dümmstmögliche Art und Weise zu tun. Bezieht sich natürlich nur auf Geschichten, die in der Realität spielen - Harry Potter wird mit noch so viel Erzählkunst nicht realistisch... Der muß es aber auch nicht.

Aber wenn in Schmonzetten wie dem Traumschiff (nicht, daß ich's freiwillig je gesehen hätte) oder vielen Vorabendserien die Zufälle und Begegnungen einfach so plump sind, daß es wehtut - dann macht Zuschauen keinen Spaß.
Das ist SO nervig...
Du weißt ja selbst, woran es liegt - und die Alternative wäre, das Zeug mit Werbung zu sehen. Steigerung: Das Zeug läuft im Unterschichtenfernsehen - aber dessen Werbepausen liegen ganz woanders als von den Produzenten geplant und erwartet... :kopfwand:

die sagen so oft keine Uhrzeit.. :cry:😂
Ist ja in diesen Fällen auch - haha! - Zeitverschwendung...
 
Mark11
Benutzer106548  Team-Alumni
  • #186
Oder wenn ein Mafia Boss als unfähiger Vollidiot dargestellt wird
Wo Du's sagst: Mafia-Filme sind immer komplett idiotisch. Egal, ob millionenteure Hollywood-Produktion oder ZDF-Vorabendserie. Eigentlich immer ist der Boss ein Schöngeist, ein Dauer-Flirter, sitzt entweder den ganzen Tag in seiner Altbauvilla oder im Nachtclub, immer sitzen den ganzen Tag böse und strunzdumm guckende Männer um ihn herum, immer liebt er Kinder und immer kennt er sämtliche Opern und literarischen Klassiker der Geschichte auswendig und zitiert sie ständig.
Im allerschlimmsten Fall hat er auch noch eine rauchige Stimme.
Fürchterlich. Die schlimmste Gattung Film, ich würde eher noch einen Rosamunde-Pilcher-Film gucken als so etwas

---

Und es nervt, wenn in Krimis gegen Ende die Hauptpersonen = Kommissare ewig weit bis zu dem Ort fahren, wo der Bösewicht gerade die hübsche Frau/das süße Kind/die liebe Omi als Geisel nimmt oder eine Bombe mit Zeitzünder legt, anstatt einfach die Kollegen zu rufen, die viel näher dran sind und früher dort sein könnten.
 
K
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  • #193
Mich stört, dass bei erfolgreich anlaufenden Serien mit guten Grundideen dann irgendwann die Luft raus ist, die Serie aber trotzdem am Leben erhalten wird.
Ich hasse es, wenn meine Beiträge nicht auswendig gelernt werden... :tongue:
Hat überaus nachvollziehbare Gründe: Viele Formate schaffen es nicht mal über den Piloten oder die erste Staffel hinaus - schon deshalb wird sich niemand die Mühe machen, mehr als ein Exposé für 'ne Serie zu schreiben. Hat 'ne Serie Erfolg, gibt's immer wieder Dinge, die man nicht im Voraus planen kann bzw. die anders laufen als geplant. Ich erwähnte schon das maßlos überbewertete "Dallas": Der Darsteller einer der Hauptfiguren hat keine Lust mehr, die Autoren lassen ihn (furchtbar schlecht) sterben, dann merkt der Schauspieler, daß er woanders gar nicht so gefragt ist wie er hoffte und seine Figur kehrt in die Serie zurück - mit der "Erklärung" , seine Holde habe die letzten zig Folgen nur geträumt... :kopfwand: Geht's noch dümmer?

Oft genug gibt's banale Zwänge: Sofern man nicht in Kulissen drehen will/kann, müssen die Drehorte verfügbar sein. Wenn dann nach acht Wochen Dreh der tatsächliche Eigentümer eines Häuschen aus dem Urlaub zurückkehrt und wieder in seiner Hütte wohnen will, muß die Crew halt weiterziehen. Wenn einer Produktion der Etat gekürzt wird, kann man nicht mehr soviele Drehorte einplanen etc.

Außerdem ist für den Zuschauer bei jeder Serie nach einer gewissen Zeit der Reiz des Neuen weg, die Autoren haben irgendwann ihr Pulver verschossen.

Als der Kram zum ersten Mal auf Pro 7 lief, sind die Verzweifelten Hausfrauen komplett an mir vorbeigegangen. Jahre später lieh mir ein Bekannter die DVDs. Die fangen mit 'nem Selbstmord an, hinter dem sich ein dunkles Geheimnis verbirgt, paarungswilligen verzweifelten Singles, Muttis mit völlig gestörtem Etepetete-Fimmel, Muttis mit ungezogenen Kindern und arbeitssüchtigen Männern und, und, und. "Mit einem Erdbeben beginnen und sich dann langsam steigern."

Dummerweise geht das nicht unbegrenzt bzw. es gleitet sehr schnell ins Lächerliche. Bei den Verzweifelten Hausfrauen geht das schon in der ersten Staffel los: Die wohlhabende Etepetemutti techtelt mit 'nem ekligen Apotheker, ihr Sohn ist halbkriminell und schwul, das Mädel, das ihren auch nur bedingt sympathischen und attraktiven Macker nur des Geldes wegen heiratete, macht mit dem jungen Gärtner rum (dessen Mitbewohner dann irgendwann im Lauf der Staffel die ach so brünftige Dame bedrängt um zu testen, ob er schwul ist...), der Macker verdient sein Geld mit kriminellen Machenschaften.

Irgendwann isses einfach zu viel und in dieser Ballung zu grotesk.

Kleiner Nachtrag: Comedy Central buddelt ja regelmäßig "Die wilden Siebziger" aus. Ich würde deswegen sicher nicht 'ne Verabredung absagen, aber wenn ich beim Zappen hängenbleibe, schau ich mal 'ne Folge. Die hatten gleich zwei Problembären in der Besetzung:
Lisa Robin Kelly spielte Laurie Forman - die hatte massive Probleme ohne Alkohol, landete zwischendurch im Bau und wurde gerade mal 43.

Topher Grace hatte irgendwann auf den Eric Forman keine Lust mehr und wurde rausgeschrieben. Sein "Nachfolger" Randy Pearson (Josh Meyers) brachte es einfach nicht.

Und ich erwähnte schonmal die Episode, in der Eric plötzlich von seinem neuen schwulen Kumpel geküßt wurde. Das Publikum war nicht begeistert und so endete dieser potentielle Handlungsstrang auch gleich wieder...
 
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K
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  • #209
Da aktuell auf gleich zwei Kanälen Columbo wiederholt wird und sich einiges auch auf Youtube findet: Ich finde das Konzept, dem Zuschauer den Mord gleich zu Anfang zu zeigen und die Geschichte darauf aufzubauen, wie ein Ermittler dem Mörder auf die Schliche kommt, ja gar nicht schlecht - und Peter Falk mag ich auch. Aber sowohl die ersten Staffeln aus den späten 1960ern/frühen 1970ern wie auch die jüngeren sind einfach sehr oft sehr dürftig oder technisch schwer bis gar nicht möglich. Wenn man selbst als juristischer Laie sofort merkt: Das würde jeder Straßverteidiger beiseitewischen - dann ist das doch auch für Fernsehunterhaltung ein bißchen dürr.

Zudem waren die Originalfolgen immer auf 90 Minuten ausgelegt, was oft genug dazu führte, daß mit Killefit und blöden Nebenhandlungen Zeit geschunden wurde.

Ein paar Beispiele:


Der Pöhsewicht vergißt einen 08/15-Sektkorken am Tatort und hat einen Krimi geschrieben, nach dessen Inhalt er tatsächlich mordet. Ohne Fingerabdrücke beweist der Korken gar nichts und ein Manuskript ist keine Tat...

Oder die Nummer hier:

Weiter vorn in der Episode hat ein Eigentümer einer Satellitenschüssel angeblich Signale von 'nem terrestrischen TV-Sender empfangen, was ein Ding der Unmöglichkeit ist, die Mörder (von denen mindestens einer deutlich zu alt für einen Studenten ist) pfuschen in einem Gebäude aus Stahlbeton durch mehrere Stockwerke mit Taschenfernseher und fernausgelöster Knarre rum - für die dafür nötige Sendeleistung bräuchte man ein bißchen Strom und ich vermute, ohne eine deutlich sichtbare Antenne am "Mord"fahrzeug ginge da auch mit viel Sendeleistung kaum was...


Oder hier (ist leider arg zusammengeschnitten)


Der Typ ist Fotograf, die Kamera Dutzendware - es beweist null, daß er sich eine bestimmte Kamera schnappt.

Allerdings erinnere ich mich auch an eine Folge, wo's mal paßte - da achtete ein Mörder nicht darauf, daß das Farbband einer Kugelkopfschreibmaschine (war mal der heiße S****ß) ein Einwegfarbband hat - solange man es nicht verschwinden läßt, läßt sich lesen, was auf der Maschine getippt wurde...


Und ab und zu ist auch einfach Columbos gespielte Trotteligkeit einfach zu dick aufgetragen.
 
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K
Benutzer11466  Beiträge füllen Bücher
  • #363
alleinerziehender Vater mit drei Töchtern, Polizist im Innendienst, Riesenhaus und Einrichtung aus "Schöner Wohnen". Respekt.
Ich sach nur: Drehortsucher (denglisch: location scout) und Angebot und Nachfrage. Es gibt echt Leute, die sich ihre Nobelbude (teilweise) damit finanzieren, daß sie sie für Filmdrehs oder Veranstaltungen tageweise vermieten. Für den Film ist es dann u.U. günstiger und schneller erledigt, sich für drei Tage 'ne schicke Hütte zu mieten als ewig nach 'ner verfügbaren Normalowohnung zu suchen oder eine als Kulisse zu bauen.

Nebenbei: Wenn die Wohnlage nicht für die Figur oder die Handlung relevant ist, macht man sich im Zweifelsfalle als Produzent/Regisseur einfach nicht so viele Gedanken darüber.
 
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K
Benutzer11466  Beiträge füllen Bücher
  • #368
Off-Topic:

Das hat auch ganz praktische produktionstechnische Gründe:
Eben. Der andere Grund: Wenn Vermieter eines Drehortes und Produktion am Ende des Drehs zufrieden sind, wenn am Wohnort für Lkw und Autos des Teams genug Stellplätze verfügbar sind, wenn es Aufzüge oder andere bequeme Möglichkeiten gibt, das ganze Technikgeraffel in die Bude und wieder rauszukriegen - dann bucht man die Location auch gern nochmal bzw. vermietet sie der Eigentümer auch gern wieder für Filmaufnahmen...

Auch beim Film ist Zeit Geld - und wenn man eine brauchbare Bude weiß, die man mit zwei Anrufen buchen kann und alle dort bequem hinkommen und arbeiten können - dann nimmt man die und sucht nicht wochenlang nach Alternativen.
 
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Papalapap
Benutzer138994  (41) Meistens hier zu finden
  • #437
Es gibt etwas, was mich heutzutage extrem nervt bei Serien, was aber nichts mit dem Inhalt zu tun hat. Die dumme Angewohnheit, eine Staffel sofort komplett im Streamingdienst reinzustellen. Wie kann man das nur machen? So macht man die ganze Serie kaputt. Serien leben davon, dass die Folgen erst nach und nach ausgestrahlt werden. Nur so lässt dich eine emotionale Bindung zu seinem Lieblingskarakteren aufbauen. Nur so entstehen Fangemeinden. Das fiebernde Warten auf die neue Folge, die Vorfreude. Fans der geliehen Serie reden darüber, wie es weiter geht. Es wird spekuliert. Das macht Spaß. Das bindet einen an eine Serie. Aber wenn die ganze Staffel direkt zur Verfügung steht, funktioniert das eben nicht. Die Staffel ist ein ein bis zwei Tagen durch und vergessen. Und das Argument von so vielen, man wolle nicht eine Woche auf die neue Folge warten, beißt sich on den Schwanz. Denn so hat man ein ganzes Jahr auf die neue Staffel gewartet, schaut sie sich in ein paar Tagen an und man muss wieder fast ein ganzes geschlagene Jahr auf die Fortsetzung warten. Jede große Serie sendet nur eine Folge pro Woche aus. Wenn das nicht geschieht, wird die Serie niemals diesen Standart erreichen, wie "Game of Thrones", " Star Trek Serien", "Vikings", usw... keine der Serien hätte heute diesen Kultstatus, wenn man auch deren Staffel komplett an einem einzigen Tag ausgestrahlt hätte. So verkommt das nur zu einer Massenproduktion, obwohl es ja eigentlich Kunst ist.
Was habe ich gewartet und gefiebert auf Vikings Valhalla. Dann war die erste Staffel in zwei Tagen durch. So ein Misst.
 
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Papalapap
Benutzer138994  (41) Meistens hier zu finden
  • #519
Wenn in den amerikanischen Filmen beim Telefonieren einfach aufgelegt wird ohne "Tschüss" zu sagen:-D
Oder aus dem Auto aussteigen und die Tür einfach zuschlagen ohne abzuschließen.
 
froschteich
Benutzer164451  (35) Beiträge füllen Bücher
  • #520
F
Benutzer193176  (45) Ist noch neu hier
  • #521
Mein Mann neben mir, der mir permanent erklären muss wie unrealistisch die Serie ist die ich gerade schaue 🤨 ja Mann, es hat auch keiner gesagt das Walking Dead eine Reallife Doku ist 🤣🤣🤣
 
Papalapap
Benutzer138994  (41) Meistens hier zu finden
  • #522
Ishtar
Benutzer158340  Planet-Liebe Berühmtheit
  • #523
Nein, nein, ihr seht das mit den Autos falsch! Weiß doch jeder: Wenn die Zombie-Apokalypse kommt, springst du in einen beliebigen, unabgeschlossenen Pickup und findest die Schlüssel hinter der Sonnenblende!

Das ist also kein Filmfehler, sondern die Vorbereitung auf die Zombie-Apokalypse :zwinker:
 
K
Benutzer11466  Beiträge füllen Bücher
  • #524
Aber sowas gab es ja wohl noch nicht vor 20 oder 30 Jahren. Damals haben die das alle in Filmen trotzdem so gemacht. :grin:
Zumindest auf dem Land gibt es in den USA genug Gegenden, wo es völlig üblich ist, Auto und Haus nicht abzuschließen, weil da so gut wie nie was passiert...
 
Faraka
Benutzer146476  (43) Meistens hier zu finden
  • #525
Zumindest auf dem Land gibt es in den USA genug Gegenden, wo es völlig üblich ist, Auto und Haus nicht abzuschließen, weil da so gut wie nie was passiert...
Gibt's hier auch - oder gab es zumindest, wie es heute ist, weiß ich nicht. Aber meine Eltern haben in den ersten 20 Jahren meines Lebens die Haustür nie abgesperrt und es ist nie was passiert. War aber auch in einem Kaff auf dem Land.
 
Fantasy.
Benutzer172046  Sehr bekannt hier
  • #526
Wenn die Kamera sich um irgendetwas herum dreht...Schön, dass euch nicht schwindlig wird, wenn ihr das filmt, mir dreht sich aber alles beim Zusehen, also halt endlich an!
In 99% der Fälle ist es auch einfach total unnötig, jetzt zehnmal im Kreis um die Szene zu fahren, also wiesoooo
 
deep voice
Benutzer140528  (52) Meistens hier zu finden
  • #527
Nasenbärchen
Benutzer197550  (62) Ist noch neu hier
  • #528
Die neumodische Angewohnheit, Konversationen per Handy einzublenden.
Die sind meist so klein und nur kurz zu sehen, daß man die nicht richtig erfassen
kann und Gefahr läuft, einen Teil des Handlungsfadens zu verlieren.
 
FrauNaddi
Benutzer174959  Verbringt hier viel Zeit
  • #529
Dieses gestellte SIEzen obwohl die Charaktere offensichtlich irgendeine Art von Bindung, Beziehung zueinander haben...
 
Faraka
Benutzer146476  (43) Meistens hier zu finden
  • #530
Dieses gestellte SIEzen obwohl die Charaktere offensichtlich irgendeine Art von Bindung, Beziehung zueinander haben...
Das ist leider auch oftmals ein Problem der Übersetzung/Synchronisation. In deutschen Produktionen kommt das natürlicher rüber und auch im englischen Original ist das Problem natürlich nicht präsent.
 
Hryna
Benutzer36171  Beiträge füllen Bücher
  • #531
Ich find das auch echt schlimm. Warum sollten Freunde sich Siezen? 🥲
 
Fantasy.
Benutzer172046  Sehr bekannt hier
  • #532
Ich muss dringend aufhören, englische Netflix-Produktionen zu schauen.
Diese elenden Cliffhanger am Ende der ersten Staffel, nur damit sie auf jeden Fall eine zweite Staffel rausquetschen können, gehen mir so auf den Keks!
Macht doch einfach eine gute erste Staffel und hört auf, die Sache bis ins Unendliche zu ziehen! ARGH!
Diese Serien werden doch alle nur mit jeder Staffel schlechter, warum kann man es nicht einfach an einem Punkt belassen, an dem es gut ist?
 
Nasenbärchen
Benutzer197550  (62) Ist noch neu hier
  • #533
Als Fan der ersten Stunde stinkt mir unendlich, daß Cobra 11 nur noch über Blechomat zu gucken ist.
Die ganzen kohleziehenden Streamings können mich kreuzweise - und zwar Stereo!:argh:
 
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