Warum verheimlicht man seine Gefühle?

Benutzer91095 

Team-Alumni
Mich tät mal interessieren, warum es so viele Threads zu dem Thema gibt, dass sich jemand in wen anderen verknallt hat, aber unbewusst mit allen Mitteln versucht, das zu vertuschen. Am besten so, dass der/die angebetete Dame/Herr nur ja nichts merkt.

Ich gehe jetzt einmal davon aus, dass es keine Spezialfälle sind, wo man in die Frau des Bruders verliebt ist oder ähnliches.

Ist Verliebtsein ein Gefühl von Schwäche, die man nicht preisgeben will? Ist es peinlich oder will man den anderen nicht in Verlegenheit bringen? Schießt man sich ins Out, wenn man jemandem seine Gefühle anvertraut oder hat man nur Angst vor dem Ausgenutzt/ausgelacht-werden, wenn der andere nicht ebenso empfindet?

Brainstorming erwünscht :smile:
 
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Gast
Ich teile des demjenigen nicht mit, wenn es zB eine Freundschaft gefährden würde oder wenn ich mir absolut sicher bin, dass derjenige nicht auch irgendwelche Empfindungen positiver Art für mich hat, um ihn oder sie nicht in Verlegenheit zu bringen.
 

Benutzer40821 

Meistens hier zu finden
Ganz einfach, weil man Angst hat abgewiesen zu werden, und gleichzeitig den Menschen, der einem ja wichtig ist, nicht verschrecken möchte.
 

Benutzer89539 

Planet-Liebe-Team
Moderator
- man macht sich verletzbar
- man will den anderen ein wenig zappeln lassen
- der andere soll sich mehr um einen bemühen
- Angst vor dem "Nein"
- Angst davor, dass die Angebetete weniger mit dir zu tun haben möchte, wenn sie es weiß
- "verbotene" Liebe (oooh wie abgedroschen das klingt...)
- pubertäre Angst vor Spott (zumindest in einem bestimmten Alter)
- "Ein richtiger Mann zeigt keine Gefühle" - Machodenken
 

Benutzer91095 

Team-Alumni
Aber umgekehrt. Wenn jemand euch sagt, dass er sich verliebt hat. Seid ihr dann so verschreckt, dass ihr schockiert reagieren würdet?

Und, rational betrachtet wären doch klare Fronten besser als ein Gefühls-Chaos mit der Unsicherheit, dass man nie weiß, wo man eigentlich bei dem anderen steht. Wohin soll das denn führen?
 
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Gast
Aber umgekehrt. Wenn jemand euch sagt, dass er sich verliebt hat. Seid ihr dann so verschreckt, dass ihr schockiert reagieren würdet?

Und, rational betrachtet wären doch klare Fronten besser als ein Gefühls-Chaos mit der Unsicherheit, dass man nie weiß, wo man eigentlich bei dem anderen steht. Wohin soll das denn führen?

Wenn es mir ein enger Freund sagt zB, dann wirkt sich das schon (meist negativ) auf die Freundschaft aus.

Und klare Fronten sind nicht immer besser, vor allem wenn es nur ein kurzzeitiger "Anfall" von Verknalltheit ist.
 

Benutzer89539 

Planet-Liebe-Team
Moderator
Klare Fronten sind im Allgemeinen für alle das beste, rein rational betrachtet. Aber gefühlsmäßig tun sich Menschen halt doch damit schwer, sowas zuzugeben. Andererseits tut es erfahrungsgemäß gut, wenn man so ein "Geständnis" hinter sich hat :zwinker:.
 

Benutzer40821 

Meistens hier zu finden
Aber umgekehrt. Wenn jemand euch sagt, dass er sich verliebt hat. Seid ihr dann so verschreckt, dass ihr schockiert reagieren würdet?

Wenn ich nichts empfinde, dann reduziere ich den Kontakt, weil alles andere die Situation nur noch viel komplizierter macht.
 

Benutzer89539 

Planet-Liebe-Team
Moderator
zumindest diese zwei Punkte kann ich absolut nicht nachvollziehen. Der andere weiß doch gar nichts davon. Wieso zappeln lassen?

Ich dachte jetzt nicht so an die Situation, die du meinst, sondern eher an eine klassische Date-/Flirt-Situation (wobei wir davon ja andere Vorstellungen haben :zwinker:). Beide haben klares Interesse, aber einer ist bereits verliebt, und hält damit erstmal hinter den Berg, sowas meinte ich.
 
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Gast
Aber stell dir mal vor, der brütet das dann alleine aus und kommt nicht drüber hinweg. Darunter leidet die Freundschaft ebenso.

Ich gehe davon aus, dass meine Freunde auch andere Freunde haben, mit denen sie das dann "ausbrüten" :zwinker:
Mit einsamen Wölfen, die alle Probleme mit sich allein klären, bin ich nicht befreundet.
 

Benutzer91095 

Team-Alumni
@Enfant: Achso :smile: Ich kann mich nur an eine Umfrage erinnern, die das Thema "Liebe" zwischen besten Freunden hatte, wo meiner Erinnerung nach die meisten geantwortet haben, dass sie über etwaige Verliebtheiten am besten offen reden würden.
 
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Gast
Nunja, ich war sehr lange in meinen besten Freund verliebt. Er weiß das -zum Glück- bis heute nicht. Ich glaube einfach, dass das unsere Freundschaft ganz entscheidend verändert hätte. :smile:
 

Benutzer84947 

Verbringt hier viel Zeit
Wenn man als Mann seine Verknalltheit gesteht rennt sie so gut wie immer davon, man muss sich anders nähern, damit es funktioniert. Auf die Weise funktioniert das einfach nicht.
 

Benutzer91095 

Team-Alumni
Wenn man als Mann seine Verknalltheit gesteht rennt sie so gut wie immer davon, man muss sich anders nähern, damit es funktioniert. Auf die Weise funktioniert das einfach nicht.

Oh, ok. Das könnt ich ein Stück weit nachvollziehen. Auch wenn ich's nicht verstehe, warum das so ist :confused: Aber natürlich ist das äußerst blöde...
 

Benutzer92718 

Sorgt für Gesprächsstoff
Ich gestehe zwar nie meine "Verliebtheit", aber wenn ich das Gefühl habe, dass es unbedingt raus muss, dann lasse ich den anderen schon wissen (sofern ich auch wirklich in Kontakt mit ihm stehe) wie wichtig er mir ist. Bringt ja keinem was, wenn man es in sich reinfrisst :hmm: Entweder fühlt er dann das Gleiche, oder eben nicht. In beiden Fällen gibt es mir ein unglaubliches Gefühl der Erleichterung, alles gesagt zu haben :jaa:
 

Benutzer92211 

Sehr bekannt hier
Wenn man als Mann seine Verknalltheit gesteht rennt sie so gut wie immer davon, man muss sich anders nähern, damit es funktioniert. Auf die Weise funktioniert das einfach nicht.


Das ist aber auch sehr verallgemeinert. Wenn ich selber verliebt bin, bin ich doch froh, wenn es der Mann auch ist und sich "traut"es mir als erster zu sagen... Ich stehe nämlich überhaupt nicht auf solche "Ich mach mich mal rar und tue so, als hätte ich kein Interesse"-Spielchen.

Klar, was anderes ist das, wenn einer nach 2 Stunden Kennen behauptet, er wäre total in mich verliebt und ich wäre die Frau seines Lebens. Aber das ist wohl kaum der Normalfall.
 

Benutzer84947 

Verbringt hier viel Zeit
In wievielen Fällen sind beide gleichzeitig verknallt ohne jegliche Annäherung oder Flirtspielchen? So gut wie nie.

Ich gehe sogar weiter und sage man kann nicht in jemanden verliebt sein, den man noch nicht einmal gedatet oder geküsst hat.
 

Benutzer88899 

Verbringt hier viel Zeit
Ich sags dann, wenn ich mir sicher bin, dass er meine Gefühle erwidert. Ich fänds total unangenehm, es zu gestehen und auf keine Erwiderung zu stoßen. Umgekehrt ist es für mich auch unangenehm, ne Liebeserklärung von jemandem zu bekommen, von dem ich nichts will. Ich kenns z.B., dass auch nach den geklärten Fronten der andere, dessen Gefühle ja nicht sofort schwinden, sich noch Hoffnungen macht, dass man umschwenkt - und ich musste genau aufpassen, dass ich mich ja nicht so verhalte, dass er was reininterpretiert. Dinge, die ich früher in Gedanken an eine gute Freundschaft getan oder gesagt habe, waren jetzt nicht mehr so drin, weil ich immer merkte, dass der andere überlegt, ob hinter meinen Worten/Taten nicht doch mehr steckt usw. Das ist anstrengend und ich mag Befangenheit nicht.
 
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