Warum hat sie sich scheiden lassen?

Benutzer133456  (49)

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Es ist Jahre her, aber ich verstehe immer noch nicht, weshalb meine Frau sich von mir getrennt hat. Wir sind in Kontakt geblieben, aber sie kann oder will mir nicht sagen, woran es lag. Wir waren ein Jahrzehnt zusammen, und sind zusammen durch unglaubliche Dinge gegangen. Keine Minute zweifelte ich daran, dass wir fuer immer zusammen bleiben wuerden. Und dann wurde ich ins Ausland versetzt (sie sollte nachkommen, und wir freuten uns auf das neue Abenteuer), und nach zwei Monaten bekomme ich lapidar eine Email, sie will alles annullieren.

Ich bin eigentlich drueber weg, vermisse sie nicht mehr als Person; aber dieses Nichtwissen nagt an mir. Was mich belastet, ist die Frage, ob ich charakterliche Schwaechen habe, die so gravierend sind, dass man darueber nicht sprechen kann.

Angst vor mir muss sie nicht haben. Ich bin ein Softie der Sonderklasse, und lebe auf der anderen Seite der Welt (buchstaeblich, 18.000 km entfernt).

Was ich gerne wuesste, ist, was da stattgefunden haben koennte. Sie hatte ziemlich schnell nach mir mehrere neue Lebenspartner, und mittlerweile auch Kinder. Die hatten wir nie zusammen, und ich frage mich, ob das vielleicht der Grund gewesen sein koennte, dass sie es doch nochmal mit anderen Maennern probieren wollte.

Ist das generell vertretbar fuer Frauen, einen Mann einfach nach 10 Jahren Ehe per Email abzuservieren, weil er einen niedrigen sperm count hat? Oder was war da wohl los?
 

Benutzer157093  (40)

Ist noch neu hier
Hey
Zunächst einmal kann ich dir sagen, danach es total nachempfinden kann, dass du gerne wissen möchtest warum sie sich von dir getrennt hat ohne einen für dich ersichtlichen Grund.
Im Ungewissen zu schwimmen ist mit einer der schlimmsten Gefühle die man haben kann.

Es ist unfair jemanden im Regen stehen zu lassen,
besonders weil zwischen euch nie etwas richtig schlimmes vorgefallen ist und ihr schon lange zusammen wart.

Möglicherweise hat sie nach der räumlichen Trennung gemerkt, dass sie sich "frei" fühlen möchte. Nicht weil sie dich nicht liebt, sondern weil sie die Situation und das Gefühl nicht mehr kennt und aufeinmal genossen hat.

Und womöglich ist dadurch eines zum anderen gekommen und sie war nicht mehr in der Lage zurück zu rudern.

Den wahren Grund wird nur sie dir sagen können, und oft ist es so, dass man glaubt, man schont sein gegenüber in dem man die Wahrheit verheimlicht

Aber wir wissen alle, dass es nicht so ist.

Ich kann dir nur sagen, dass du dich diese Frage dein lebenslang stellen wirst.
Aber vielleicht mit dem Gedanken, dass ihr nicht wirklich füreinander geschaffen seid, wie ihr es geglaubt habt.
Zumindest bis zu dem Moment als du ins Ausland gegangen bist.
Die Jahre die ihr zusammen verbracht habt, waren eure und die danach eben nicht für euch bestimmt.

Nur so, glaube ich, wenn man es irgendwann akzeptiert hat, kann man mit dem ungewissen Leben.

Tut mir leid, dass ich dir nichts anderes sagen kann.
Aber ich war auch in dieser Situation.
Habe nie eine Antwort auf meine Frage bekommen.
Letzten Endes musste ich mir eingestehen,
Dass keine Antwort auch eine gewisse Antwort
Ist.

Wünsche dir alles liebe
 

Benutzer133456  (49)

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Hey
Zunächst einmal kann ich dir sagen, danach es total nachempfinden kann, dass du gerne wissen möchtest warum sie sich von dir getrennt hat ohne einen für dich ersichtlichen Grund.
Im Ungewissen zu schwimmen ist mit einer der schlimmsten Gefühle die man haben kann.

Es ist unfair jemanden im Regen stehen zu lassen,
besonders weil zwischen euch nie etwas richtig schlimmes vorgefallen ist und ihr schon lange zusammen wart.

Möglicherweise hat sie nach der räumlichen Trennung gemerkt, dass sie sich "frei" fühlen möchte. Nicht weil sie dich nicht liebt, sondern weil sie die Situation und das Gefühl nicht mehr kennt und aufeinmal genossen hat.

Und womöglich ist dadurch eines zum anderen gekommen und sie war nicht mehr in der Lage zurück zu rudern.

Den wahren Grund wird nur sie dir sagen können, und oft ist es so, dass man glaubt, man schont sein gegenüber in dem man die Wahrheit verheimlicht

Aber wir wissen alle, dass es nicht so ist.

Ich kann dir nur sagen, dass du dich diese Frage dein lebenslang stellen wirst.
Aber vielleicht mit dem Gedanken, dass ihr nicht wirklich füreinander geschaffen seid, wie ihr es geglaubt habt.
Zumindest bis zu dem Moment als du ins Ausland gegangen bist.
Die Jahre die ihr zusammen verbracht habt, waren eure und die danach eben nicht für euch bestimmt.

Nur so, glaube ich, wenn man es irgendwann akzeptiert hat, kann man mit dem ungewissen Leben.

Tut mir leid, dass ich dir nichts anderes sagen kann.
Aber ich war auch in dieser Situation.
Habe nie eine Antwort auf meine Frage bekommen.
Letzten Endes musste ich mir eingestehen,
Dass keine Antwort auch eine gewisse Antwort
Ist.

Wünsche dir alles liebe
Herzlichen Dank, das ist geradezu hellseherisch. Sie sagte mir auch an einer Stelle, dass sie sich nach meiner Abreise ploetzlich so erleichtert gefuehlt haette. Das macht mir bis heute ziemlich zu schaffen, denn wenn ich mir auf etwas was einbilde, dann auf meine Gabe, niemandem dreinzureden und niemandem zu sagen, was er/ sie zu tun hat. Und das klang fuer mich, als habe sie jahrelang unter meiner Fuchtel gestanden. Natuerlich kann so etwas auch passiv stattfinden.

Ich entnehme ihrem Verhalten ueber die Jahre, dass sie stets hoffte, ich wuerde mich eines Tages doch als rustikaler entpuppen, als ich bin. Vielleicht war sie's einfach leid. Sie hoffte all die Zeit, ich waere Vin Diesel, dabei bin ich Jeff Bridges.
 

Benutzer154731 

Verbringt hier viel Zeit
Angst vor mir muss sie nicht haben. Ich bin ein Softie der Sonderklasse, und lebe auf der anderen Seite der Welt (buchstaeblich, 18.000 km entfernt).
Ohne dich oder deine Frau zu kennen, kann ich natürlich nur ins Blaue raten. Aber dieser Satz von dir lässt mich aufhorchen.
Was mich angeht, ich will mich fallen lassen können und bräuchte dann einen dementsprechend sensiblen Partner. Aber er muss auch einen "Arsch in der Hose" haben und für sich einstehen können.
Unter Softie der Sonderklasse stelle ich mir einen Menschen vor, der nahezu widerstandslos alles mit sich machen lässt. Der die Verantwortung für sein Leben seiner Partnerin gibt.
So eine große Entfernung macht es für die meisten Menschen zudem nicht einfacher.

Eventuell hat sie, als du weg warst, eure Beziehung neu überdacht, außerdem zufällig einen anderen Mann kennen gelernt, der sie neu gereizt hat.

Die Art und Weise, dann mit einer Mail Schluss zu machen ohne dir die Chance zu geben die Beziehung aufzuarbeiten oder Gründe zu nennen, und das nach 10 Jahren, ist natürlich schon sehr sehr schwierig.

Das tut mir sehr leid für dich! :knuddel:

Ist das generell vertretbar fuer Frauen, einen Mann einfach nach 10 Jahren Ehe per Email abzuservieren, weil er einen niedrigen sperm count hat?
Äh, nein, ganz ganz sicher nicht. Nicht, wenn das der einzige Grund ist und sonst alles passt. Da kann man doch Lösungen finden.

Hast du mal gemeinsame Freunde gefragt, was sie über eure Trennung denken?
 

Benutzer156750 

Sorgt für Gesprächsstoff
Das, was deine Ex-Frau getan hat, ist sehr verletzend.
Ich glaube nicht, dass es an dir lag. Zumindest sollte man in einer Ehe dazu in der Lage sein, Dinge die einen stören oder mit denen man nicht mehr klar kommt, anzusprechen. Und vor allem sollte man nach 10 Jahren Ehe auch heikle Themen besprechen können.
Nun, das alles hat sie nicht getan und sie will bis heute nicht darüber sprechen. Du wirst also wahrscheinlich auch in Zukunft im Unwissen über die genauen Gründe bleiben.
Das einzige was du nun tun kannst, ist loszulassen. Finde deinen Frieden mit der Vergangenheit, denn du kannst sie nicht mehr ändern.
Und dann konzentriere dich auf dein aktuelles Leben. Denk an all das positive, was du hast und was dich glücklich macht. Viele Menschen haben in ihrem Leben unschöne Erfahrungen machen müssen und jeder von uns muss seinen Weg finden damit weiterzuleben. Ich wünsche dir viel Kraft hierfür:knuddel:
 

Benutzer157093  (40)

Ist noch neu hier
Ich finde, vor allem bei einer Trennung, aber auch im allgemeinen solle man nicht nur die Schuld bei sich suchen.

Allerdings sollte man sich schon selber so gut kennen, dass mein sich im Klaren ist, wie man sich in der Beziehung verhalten hat.

Gab es zwischen euch Gespräche und Momente aus den du entnehmen könntest, sie wünscht sie etwas, was du ihr nicht geben kannst? Oder hatte sie Erwartungen an dich, die du ihr nicht erfüllen könntest oder unausgesprochen geblieben sind?
 

Benutzer133456  (49)

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Ohne dich oder deine Frau zu kennen, kann ich natürlich nur ins Blaue raten. Aber dieser Satz von dir lässt mich aufhorchen.
Was mich angeht, ich will mich fallen lassen können und bräuchte dann einen dementsprechend sensiblen Partner. Aber er muss auch einen "Arsch in der Hose" haben und für sich einstehen können.
Unter Softie der Sonderklasse stelle ich mir einen Menschen vor, der nahezu widerstandslos alles mit sich machen lässt. Der die Verantwortung für sein Leben seiner Partnerin gibt.
So eine große Entfernung macht es für die meisten Menschen zudem nicht einfacher.

Eventuell hat sie, als du weg warst, eure Beziehung neu überdacht, außerdem zufällig einen anderen Mann kennen gelernt, der sie neu gereizt hat.

Die Art und Weise, dann mit einer Mail Schluss zu machen ohne dir die Chance zu geben die Beziehung aufzuarbeiten oder Gründe zu nennen, und das nach 10 Jahren, ist natürlich schon sehr sehr schwierig.

Das tut mir sehr leid für dich! :knuddel:


Äh, nein, ganz ganz sicher nicht. Nicht, wenn das der einzige Grund ist und sonst alles passt. Da kann man doch Lösungen finden.

Hast du mal gemeinsame Freunde gefragt, was sie über eure Trennung denken?
Ich war stets finanziell das Zugpferd der Beziehung, und dieser Ausdruck kam sogar von ihr. Die Abenteuer dieses Jahrzehnts zusammen liefen also definitiv ueber meine Initiative und ueber mein Bankkonto. "Softie" bin ich insofern, als ich nicht konfrontiere. Ich bin zwar in Mitteleuropa aufgewachsen, aber ich habe das einfach nicht in mir. Man kann mit mir nicht streiten, und das wurde mir auch schon von allen meinen mitteleuropaeischen Partnerinnen vorgeworfen (mittlerweile bin ich mit einer Asiatin liiert, und das Thema ist somit vom Tisch). Ich gehe stets davon aus, dass jemand, der mir nicht zustimmt, vermutlich recht hat und weiser ist als ich.

Meine alten Freunde aus dieser Zeit vermeiden das Thema, oder geben vor, auch nicht zu wissen, was da lief. Aber alle stimmen ueberein, dass meine Exfrau und ich aus unterschiedlichen Welten stammen. Sie eher der landwirtschaftliche Typ, ich eher der Kuenstler in erdnaher Umlaufbahn. Das sagte sie mir sogar noch, bei unserem letzten Treffen.
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Ich finde, vor allem bei einer Trennung, aber auch im allgemeinen solle man nicht nur die Schuld bei sich suchen.

Allerdings sollte man sich schon selber so gut kennen, dass mein sich im Klaren ist, wie man sich in der Beziehung verhalten hat.

Gab es zwischen euch Gespräche und Momente aus den du entnehmen könntest, sie wünscht sie etwas, was du ihr nicht geben kannst? Oder hatte sie Erwartungen an dich, die du ihr nicht erfüllen könntest oder unausgesprochen geblieben sind?
Ja, das gab es schon. Auch von meiner Seite gab es einiges, das ich mir anders gewuenscht hatte. Ich ging nur immer davon aus, dass wir einander so akzeptiert hatten, wie wir sind. Ich wuenschte mir stets, sie waere etwas damenhafter und eleganter in der Art und Weise, wie sie mit Leuten und Dingen umging; und sie wuenschte sich wohl, ich waere etwas bodenstaendiger und physischer, als ich nun mal bin (ich gebe zu, ich bin sehr abgehoben und naiv, aber das war von Anfang an klar).

Was eindeutig nie klappte, war das Kinderkriegen. Und das war fuer sie das zentrale Lebensthema. Ich muss einfach davon ausgehen, dass es das war, was die Sache beendete, und die Banalitaet wuerde auch erklaeren, weshalb sie bis heute nichts erklaert hat.

Denn was wuerde sie schon sagen koennen? "Zuchthengst hat versagt, also gefeuert"? Es klaenge so... hoffnungslos biologisch. Und kein ausgleichender Faktor der Beziehug haette noch Bedeutung.
 
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Benutzer157093  (40)

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Wie meinst du das naiv und abgehoben?
Das sind für mich gegensätzliche Eigenschaften.

Wenn man eine gewisse Zeit zusammenlebt akzeptiert man die eine oder andere Macke des anderen oder nimmt es hin.

Wenn man sich mit den Macken akzeptiert, dann sollte man es voll und ganz tun. Aber ich selber habe die Erfahrung gemacht, dass ich versucht habe die Person umzukehren und in ihn jemanden sehen zu wollen, der er nicht sein konnte.
Das waren meine Erwartungen. Man sollte keine Erwartungen gegenüber anderen haben, da die Enttäuschung sich schnell einsetzen könnte.

Du sagst selber, dass du nicht gern konfrontiert wirst, weshalb sich ihr Verhalten erklären könnte, und dir nicht den wahren Grund ihrer Entscheidung zur Trennung nennen wollte.
 

Benutzer15352 

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Habt ihr nie über das Thema Kinderlosigkeit gesprochen? Wenn das für sie so zentral war, kann es gut sein, dass sie dieser Umstand stark belastet hat. Dich vielleicht weniger und sie fühlte sich unverstanden? Wobei ich Schlussmachen via E-Mail nach zehn Jahren Ehe trotz allem sehr tragisch finde :cautious:. Hast du noch Kontakt zu ihr? Vielleicht kann sie nun - mit ein paar Jahren Abstand - offener darüber sprechen.
 

Benutzer133456  (49)

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Wie meinst du das naiv und abgehoben?
Das sind für mich gegensätzliche Eigenschaften.

Wenn man eine gewisse Zeit zusammenlebt akzeptiert man die eine oder andere Macke des anderen oder nimmt es hin.

Wenn man sich mit den Macken akzeptiert, dann sollte man es voll und ganz tun. Aber ich selber habe die Erfahrung gemacht, dass ich versucht habe die Person umzukehren und in ihn jemanden sehen zu wollen, der er nicht sein konnte.
Das waren meine Erwartungen. Man sollte keine Erwartungen gegenüber anderen haben, da die Enttäuschung sich schnell einsetzen könnte.

Du sagst selber, dass du nicht gern konfrontiert wirst, weshalb sich ihr Verhalten erklären könnte, und dir nicht den wahren Grund ihrer Entscheidung zur Trennung nennen wollte.
Nein, da hast Du mich missverstanden. Ich habe keinerlei Problem damit, konfrontiert zu werden, und werde auch prompt sofort durch jedwed Konfrontation in das verwandelt, was die andere Person sehen will. Aber ich selbst konfrontiere nie. Es ist, als habe ich kein Selbst. Darauf bin ich sehr stolz. Es ist ein buddhistisches Ideal, und ich lebe es seit eh und je. Und wer mich kennt, weiss, dass das meine Eigenschaft ist. Ich selbst wurde alles, was meine Exfrau wollte. Es ist seltsam. Ich tat alles, was sie wollte, bis von mir selbst nichts mehr uebrig war. Und selbst das war nicht genug.
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Habt ihr nie über das Thema Kinderlosigkeit gesprochen? Wenn das für sie so zentral war, kann es gut sein, dass sie dieser Umstand stark belastet hat. Dich vielleicht weniger und sie fühlte sich unverstanden? Wobei ich Schlussmachen via E-Mail nach zehn Jahren Ehe trotz allem sehr tragisch finde :cautious:. Hast du noch Kontakt zu ihr? Vielleicht kann sie nun - mit ein paar Jahren Abstand - offener darüber sprechen.
Ja, ich ging sogar dafuer jahrelang durch medizinische Behandlung. Es war ein riesen Thema. Und wir hatten auch Pflegekinder, quasi als Ersatz.
 

Benutzer157093  (40)

Ist noch neu hier
Du sagst in Deinem Ausgangspost, dass sie dir den Grund nicht sagen kann und will.

Es wird womöglich keinen Grund geben, den sie dir lapidar nennen könnte -ihr habt viel zusammen erlebt, seid unterschiedliche Charaktere, es gibt unerfüllte Erwartungen....

Die Liste ist bestimmt lang und wenn man sich räumlich trennt, nimmt man die Dinge, die einen nicht erheblich gestoert haben, anders wahr. man hat mehr Raum für sich Entscheidungen allein zu treffen. die Schwelle für die Rücksichtnahme auf die andere wird Person kleiner durch seine Abwesenheit.

Du kannst weiterhin spekulieren oder irgendwann das Buch zu machen und deine Frieden schließen.
 

Benutzer133456  (49)

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Du sagst in Deinem Ausgangspost, dass sie dir den Grund nicht sagen kann und will.

Es wird womöglich keinen Grund geben, den sie dir lapidar nennen könnte -ihr habt viel zusammen erlebt, seid unterschiedliche Charaktere, es gibt unerfüllte Erwartungen....

Die Liste ist bestimmt lang und wenn man sich räumlich trennt, nimmt man die Dinge, die einen nicht erheblich gestoert haben, anders wahr. man hat mehr Raum für sich Entscheidungen allein zu treffen. die Schwelle für die Rücksichtnahme auf die andere wird Person kleiner durch seine Abwesenheit.

Du kannst weiterhin spekulieren oder irgendwann das Buch zu machen und deine Frieden schließen.
Ja... insofern nichts Neues.
 

Benutzer154731 

Verbringt hier viel Zeit
Was ist denn deine Exfrau charakterlich für ein Mensch? Kannst du sie mal beschreiben?
 

Benutzer150539 

Sehr bekannt hier
Sehr schade, dass man eine 10-jährige Ehe per Email beenden kann.
Antworten wirst du heute wohl trotzdem keine mehr bekommen. Möglich ist so vieles - von "ich bin frei" bis hin zu "Fremdgegangen und geschwängert" ..

Sehr schade, dass das mit den Kindern nicht geklappt hat. Samenspende war für euch kein Thema? Meiner Meinung nach ist es zwar schade, wenn es auf natürlichem Weg nicht klappt, aber kein Weltuntergang, wenn ein Kind nicht das eigene ist - man kann es trotzdem genau so lieben wie sein eigenes.

Ich hoffe, du kannst irgendwann mit diesem Thema Frieden schliessen. Mir geht es, 2 Jahre nach einem Beziehungsende "aus dem Nichts ohne Erklärung" ähnlich - Antworten hab ich noch immer nicht bekommen und die Gedanken machen sich selbständig.
 

Benutzer133456  (49)

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Was ist denn deine Exfrau charakterlich für ein Mensch? Kannst du sie mal beschreiben?
Sehr muetterlich und warm. Ich hoerte oftmals solche Aussagen wie "solche Frauen gibt es heute gar nicht mehr." Sie wirkte irgendwie nostalgisch, wie jemand aus den USA der 30er Jahre. Sie ging voellig auf darin, sich um andere Menschen und sonstige Wesen zu kuemmern. Das Haus war voller Katzen und Igel und Enten, die hochgepaeppelt werden mussten, und hie und da auch Pflegekinder. Sie war also sehr gebend, und ging darin auf. Gleichzeitig war sie auch sehr grosszuegig, was sich bisweilen verheerend auf unsere Finanzen auswirkte.
[doublepost=1445726325,1445726106][/doublepost]
Sehr schade, dass man eine 10-jährige Ehe per Email beenden kann.
Antworten wirst du heute wohl trotzdem keine mehr bekommen. Möglich ist so vieles - von "ich bin frei" bis hin zu "Fremdgegangen und geschwängert" ..

Sehr schade, dass das mit den Kindern nicht geklappt hat. Samenspende war für euch kein Thema? Meiner Meinung nach ist es zwar schade, wenn es auf natürlichem Weg nicht klappt, aber kein Weltuntergang, wenn ein Kind nicht das eigene ist - man kann es trotzdem genau so lieben wie sein eigenes.

Ich hoffe, du kannst irgendwann mit diesem Thema Frieden schliessen. Mir geht es, 2 Jahre nach einem Beziehungsende "aus dem Nichts ohne Erklärung" ähnlich - Antworten hab ich noch immer nicht bekommen und die Gedanken machen sich selbständig.
Ja, wir haben wirklich alles versucht, was das medizinische System aufzubieten hatte. Ich selbst empfand das mit den Kindern auch nicht als den Weltuntergang. Sie allerdings vermutlich schon...
[doublepost=1445727286][/doublepost]Ich sollte noch hinzufuegen, dass die Art, wie die Beziehung beendet wurde, ueberhaupt nicht zu ihr passte. Es war, als habe ihr jemand die Worte in den Mund gelegt. Fast jede der Emails, die wir austauschten, schien irgendwie editiert. Ich stellte ihr sogar Testfragen, weil ich nicht glaubte, dass sie selbst es geschrieben hatte. Sehr seltsam.
 

Benutzer141862 

Sehr bekannt hier
Sehr muetterlich und warm. Ich hoerte oftmals solche Aussagen wie "solche Frauen gibt es heute gar nicht mehr." Sie wirkte irgendwie nostalgisch, wie jemand aus den USA der 30er Jahre. Sie ging voellig auf darin, sich um andere Menschen und sonstige Wesen zu kuemmern. Das Haus war voller Katzen und Igel und Enten, die hochgepaeppelt werden mussten, und hie und da auch Pflegekinder. Sie war also sehr gebend, und ging darin auf. Gleichzeitig war sie auch sehr grosszuegig, was sich bisweilen verheerend auf unsere Finanzen auswirkte.

Ja, wir haben wirklich alles versucht, was das medizinische System aufzubieten hatte. Ich selbst empfand das mit den Kindern auch nicht als den Weltuntergang. Sie allerdings vermutlich schon...
Wart ihr in einem Alter?

Für mich hört es sich so an, dass sie einfach eine neue Lebensphase erreicht hat. Eine, wo man Stabilität, Sicherheit, eigenes Haus und ggf. Familie mit Kindern dem Umzug in ein anderes Land und neuen Abenteuern vorzieht.

Deiner Beschreibung nach, vermute ich, dass die vor allem vom Thema Kinder angetrieben wurde. Ich habe Bekanntschaften, die jahrelang von Kindern geträumt haben, die aber aus irgendwelchem Grund nicht bekommen konnten. Man merkt, wie unheimlich ruiniert es innerlich. Mit der Zeit wird das Thema immer schmerzhafter, man findet sein Leben einfach nicht erfüllt und das Problem bekommt langsam immer höhere Priorität.

Man kämpft, ggf. mit dem Partner zusammen, aber mit Ende 30-Anfang 40 wird meistens so ein Punkt erreicht, wo Vorgehensweisen von Geschlechtern sich plötzlich drastisch unterscheiden. Während Männer sich noch weiter mit "es kommt noch" und "wird schon" beruhigen, realisieren manche Frauen "jetzt oder nie". Viele schießen dann los und opfern fundamentale Dinge wie Partnerschaft oder ihre Überzeugungen auf...
 

Benutzer133456  (49)

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Habt ihr euch danach nie wieder real getroffen?
Doch, ich flog noch zweimal hin, um alles aufzuloesen. Sie schien mir seltsam abgeklaert und distanziert, war aber in keinster Weise feindselig, sondern sogar sehr wohlwollend und schmeichelte mir sogar. Es war, als habe irgendein fundamentales Ereignis stattgefunden, das ihr Universum vollkommen transformiert hat. Heute bin ich noch auf Facebook mit ihr in Kontakt, und auf der Oberflaeche wirken unsere Interaktionen auf andere vermutlich sogar freundschaftlich.
[doublepost=1445756332,1445756206][/doublepost]
Wart ihr in einem Alter?

Für mich hört es sich so an, dass sie einfach eine neue Lebensphase erreicht hat. Eine, wo man Stabilität, Sicherheit, eigenes Haus und ggf. Familie mit Kindern dem Umzug in ein anderes Land und neuen Abenteuern vorzieht.

Deiner Beschreibung nach, vermute ich, dass die vor allem vom Thema Kinder angetrieben wurde. Ich habe Bekanntschaften, die jahrelang von Kindern geträumt haben, die aber aus irgendwelchem Grund nicht bekommen konnten. Man merkt, wie unheimlich ruiniert es innerlich. Mit der Zeit wird das Thema immer schmerzhafter, man findet sein Leben einfach nicht erfüllt und das Problem bekommt langsam immer höhere Priorität.

Man kämpft, ggf. mit dem Partner zusammen, aber mit Ende 30-Anfang 40 wird meistens so ein Punkt erreicht, wo Vorgehensweisen von Geschlechtern sich plötzlich drastisch unterscheiden. Während Männer sich noch weiter mit "es kommt noch" und "wird schon" beruhigen, realisieren manche Frauen "jetzt oder nie". Viele schießen dann los und opfern fundamentale Dinge wie Partnerschaft oder ihre Überzeugungen auf...
Ja, wir waren gleich alt - und ende dreissig. Ich glaube, Deine Analyse trifft den Nagel auf den Kopf. Genau diese Situation war es bei uns auch.
 
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