Mobbing Wann sollte man sich professionelle Hilfe suchen?

Benutzer144387  (27)

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Hallo liebe PL-Community :smile:

ich habe vor etwas längerer Zeit mal zwei Threads gemacht, um einerseits mal meine Probleme von der Seele zu schreiben und andererseits auch den einen oder anderen Ratschlag zu suchen. Da die Texte schon zu umfangreich waren, war die Resonanz entsprechend gering. Daher will ich es diesesmal etwa allgemeiner und kürzer halten.

Dass es einige Dinge gibt, die mich psychologsich belasten, ist für mich eigentlich schon offensichtlich. Man kann sich mit vielem arrangieren und auch selbst verarbeiten. Doch manchmal ist die eigene Kraft dann doch nicht genug. Andererseits kann einem das eigene Gewissen auch viel schlechtreden und so manche Mücke zu einem Elefanten machen.

Daher würde ich gerne von Betroffenen wissen: Wann habt ihr gemerkt, dass ihr professionelle Hilfe bei der Bewältigung eurer psychologischen Probleme braucht? Wo würdet ihr die Grenze setzen, wo ihr sagt, ab dem Punkt sollte man sich auf jedenfall von einem Psychologen helfen lassen? Woran erkennt man eurer Meinung nach einen guten Therapeuten?

Würde mich über Antworten freuen. :grin:
 

Benutzer96776 

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Ich bin zwar nicht betroffen, jedoch sagt man, dass es höchste Zeit ist, sich Hilfe zu suchen, wenn man im Alltag stark beeinträchtigt ist und viele Dinge aufgrund psychischer Probleme meidet oder nicht mehr tun kann/ will.
Jedoch ist das halt nur ein allgemeiner Anhaltspunkt... Die Psyche eines Menschen ist eine sehr komplexe Sache.
 

Benutzer58449  (31)

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Ich habe gemerkt das ich was machen muss als es für mich nur noch darum ging den Tag zu überstehen um endlich ins Bett zu kommen.
Als ich garnicht mehr gewusst habe was ich mit mir alleine als Peson anfangen solle und das ich in 100 Rollen über den Tag schlüpfen konnte, aber nie ich selbst war.
Und daran das ich bei jedem offenen Fenster das ich sah daran dachte rauszuspringen.

Also für mich ist ein guter Therapeut jemand, der mir das Gefühl gibt frei reden zu können und der mich dazu anregt selbst auf bestimmte Lösungen oder Verhaltensmuster zu kommen.
Der mich die Realität sehen lässt und mich ermutigt auch mal alles scheiße finden zu dürfen wenn mir danach ist.
 

Benutzer146905 

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Meine Ärztin in der Klinik meinte, wenn man sich dagegen sträubt sich Hilfe zu suchen bzw. behauptet, dass man keine braucht ist es eh zu spät, aber du fragst schon so also ist es wohl noch nicht ganz zu spät. ^^

Ich persönlich denke man kann und muss das nur selber entscheiden. Wenn du meinst du bist so weit, dass du nicht mehr alleine rauskommst, wenn du dich unwohl/schlecht fühlst etc. einen genauen Punkt ab wann du Hilfe brauchst kann dir niemand sagen.
 

Benutzer97853 

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Daher würde ich gerne von Betroffenen wissen: Wann habt ihr gemerkt, dass ihr professionelle Hilfe bei der Bewältigung eurer psychologischen Probleme braucht? Wo würdet ihr die Grenze setzen, wo ihr sagt, ab dem Punkt sollte man sich auf jedenfall von einem Psychologen helfen lassen? Woran erkennt man eurer Meinung nach einen guten Therapeuten?

Ich war schon bei zwei verschiedenen Psychotherapeuten. Der eine hat mit Verhaltenstherapie gearbeitet, die andere mit Tiefenpsychologie.
Puh, wann ich es gemerkt habe, dass ich Hilfe brauche... Ich wusste einfach, dass ich schon lange im Sumpf meiner Probleme feststecke und hatte auch keine Besserung in Sicht. Und dann habe ich es einfach mal mit Psychotherapie probiert. Verlieren kann man ja an sich nichts.
In meinen Augen gibt es keinen Punkt, ab dem man sagen kann "Ab zum Psychotherapeuten!". Es gibt auch psychologische Beratungsstellen, an die man sich für ein 1. Gespräch wenden kann. Manchen hilft vielleicht schon das. Und wenn die meinen, dass dir ein paar Stunden bei einem Psychotherapeuten gut tun würden, werden sie dir dazu auch raten.
Einen "guten" Therapeuten... Ich denke, so, wie man Menschen kennen lernt, die man mag oder nicht mag, so ist es auch mit Therapeuten - bei manchen fühlt man sich wohl, bei anderen nicht so. Die Kasse zahlt fünf Erstgespräche und die würde ich auch ausnutzen.
Bei meiner letzten Thera hatte ich einfach gleich ein gutes Gefühl und habe mich wohl gefühlt. Man muss sich diesen Menschen gegenüber ja öffnen können, sie erfahren Dinge, von denen vielleicht sonst keiner weiß - da ist es ganz wichtig, dass du ihnen gegenüber kein ungutes Gefühl hast.
 

Benutzer123446 

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Wann habt ihr gemerkt, dass ihr professionelle Hilfe bei der Bewältigung eurer psychologischen Probleme braucht?
Beim ersten Mal hab ich viel zu lange gewartet und war eigentlich gar nicht mehr dazu fähig, meinen Alltag zu bestreiten. Das ist schon etliche Jahre her. Da bin ich nur hin, weil ich wirklich "hingeschleift" wurde.
Im Moment bin ich wieder auf Therapeutensuche, weil ich merke, dass manche Dinge aus der Vergangenheit mich daran hindern, im Hier und Jetzt im privaten Bereich "normal" zu agieren (berufliche funktioniere ich einwandfrei). Das war dann eine bewusste Entscheidung, das mit professioneller Hilfe anzugehen, weil ich finde, dass das nicht in meine Partnerschaft gehört.

Wo würdet ihr die Grenze setzen, wo ihr sagt, ab dem Punkt sollte man sich auf jedenfall von einem Psychologen helfen lassen?
Wenn einem die immer gleichen Verhaltens- und Denkmuster Steine in den Weg legen und man nicht in der Lage ist, diese eigenständig zu durchbrechen. (Beispiel: bestimmte Äußerungen triggern bei mir völlig irrationales Verhalten, ich benehme mich dann "wie früher", quasi traumatisiert. Dabei brauche ich Hilfe: einerseits Strategien, und andererseits muss ich die Themen von "damals" aufarbeiten und bearbeiten.)
Wenn man zu selbstzerstörerischem Verhalten neigt (SVV, Suizidgedanken, Kaufrausch, Risiko...)

Woran erkennt man eurer Meinung nach einen guten Therapeuten?

Auf jeden Fall daran, dass er einen ernst nimmt und die Grenzen wahrt, die man ihm setzt
Der Rest ist sehr individuell. Für mich muss ein Therapeut sehr klug sein, damit ich nicht in die Versuchung gerate, ihn zu manipulieren. Er muss nett sein, damit ich mich angenommen fühle. Das Wahren und Beherzigen der "Basisvariablen" von Rogers sind unabdingbar (Wertschätzung, Echtheit, Empathie).
 

Benutzer43919 

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Wann habt ihr gemerkt, dass ihr professionelle Hilfe bei der Bewältigung eurer psychologischen Probleme braucht?
Ich war, als ich ca 14 Jahre war in psychologischer Behandlung. Ich hab es damals nicht gemerkt, mir wurde es vorgeschlagen. Und bei der zweiten Therapeutin, die ich ausprobiert habe, hab ich mich dann auch wirklich wohl gefühlt.
Jetzt wo ich älter bin, hab ich wieder gemerkt, dass mich bestimmte Dinge die passieren, einfach so aus der Bahn werfen, dass es wohl gut wäre, mir nochmal Hilfe zu holen. Ich bin inzwischen so weit, dass ich mir nicht mehr versuche ein zureden, dass meine Probleme klein sind. Für andere mögen sie evtl klein erscheinen, aber für mich sind sie es nicht. Und das sollte man auch erkennen und sich dann Hilfe suchen. So hab ich es gemacht.

Wo würdet ihr die Grenze setzen, wo ihr sagt, ab dem Punkt sollte man sich auf jedenfall von einem Psychologen helfen lassen?
Ich glaube, den Punkt kann man so nicht spezifizieren. Wenn man es selber nicht will, dann wird es auch nicht helfen, außer man wird im ganz extremem Fall dann stationär aufgenommen. Aber ich denke, wenn man mit dem Gedanken spielt, sich Hilfe zu holen, dann sollte man es auch tun und es nicht weiter vor sich her schieben.

Woran erkennt man eurer Meinung nach einen guten Therapeuten?
Schwierig, dass so pauschal zu sagen. Man sollte die Person gegenüber Sympatisch finden und dann findet man sowieso über die nächsten Gespräche heraus, ob die Chemie stimmt und mit dieser Person an seinen Problemen arbeiten möchte.
 

Benutzer144387  (27)

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@ll: Ich danke euch sehr für eure Antworten!

girl_next_door girl_next_door : Beeinträchtigen tut es mich teilweise schon, da ich gerade in letzter Zeit versucht habe viel an mir zu arbeiten und da erst langsam bewusst wurde, dass da doch die ein oder andere Leiche im Keller ist. Gedankliche Abwesenheit, in Frage stellen der eigenen Person, Einsamkeits-/Minderwertigkeitsphasen, Tage an denen ich lustlos nur im Bett liege und einfach garnichts machen will, etc. . Wenn man dann auf die Idee kommt seine Position und Zukunft zu überdenken, kommt einem doch die Frage in den Sinn, ob alldies tatsächlich so gesund ist. Das überschneitet sich dann auch teilweise mit den Erfahrungen von Pink Bunny Pink Bunny .:smile:

Septemberregen Septemberregen : "Schlecht" fühlen tue ich mich schon ab und zu (siehe oben). Das wirkt sich auch teilweise charakterlich auf mich aus und trägt höchstwahrscheinlich auch viel dazu bei, dass ich Probleme beim Kontakte knüpfen habe. Alleine schaffe ich dies wohl kaum diese Probleme zu überwinden, da ich keine Ahnung habe, wie man solche Probleme angeht. Andererseits bin/war ich mir bisher immer sehr unsicher, ob meine Probleme tatsächlich gravierend genug sind, dass ich mich professionel behandeln lassen muss, womit wieder der Punkt Unsicherheit ins Spiel käme. :confused:

vry en gelukkig vry en gelukkig : Sprich, einfach mal schauen und gucken, wie der Therapeut drauf ist? Sollte man da auch auf die Art der Therapien achten oder spielt das für den Anfang erstmal keine Rolle? Nach den Erfahrungsberichten von den netten Usern scheint es wohl doch Zeit zu sein einen Experten ranzuziehen, um ein für alle mal (hoffentlich) abschließen zu können.

Eswareinmal Eswareinmal : Jetzt, wo ich nun im Studium bin und eigentlich dazu angewiesen bin mein Leben besser und alleine zu ordnen, fällt mir erst auf, wie schwer mir dies fällt. Einige Beispiele habe ich oben aufgelistet. Dazu kommt noch, dass ich auch ein eher negatives Denkmuster bzgl. fremder Menschen/meiner Umwelt generell habe und dies auch irgendwie loswerden möchte, da ich auf der anderen Seite schon sehr gerne neue Menschen kennenlernen will (das Thema erste Freundin ist ertsmal tabu, solange mein "Inneres" nicht in Ordnung ist). PL war da vor einiger Zeit die erste Möglichkeit für mich mich etwas zu öffnen und der Sache langsam auf den Grund zu gehen. Was genau meinst du mit manipulieren?#

B BBA : Der Gedanke sich professionelle Hilfe zu holen ist schon seit geraumer Zeit da. Nur muss man als Nichtwissender erstmal auch den Mumm dazu finden zu sagen "meine Probleme belasten mich mehr, als es mir lieb ist, ich weiß nicht, wie ich diese inneren Konflikte lösen soll". Eure Antworten haben mich jetzt doch final dazu bekräftigt mich mit der entsprechenden psychologischen Beratungsstelle an der Uni in Verbindung zu setzen, um zu schauen, was nun Sache ist. Denn wer würde gerne dort hingehen, nur um sinngemäß zu hören, dass man das viel zu eng sieht und nur übertreibt, sich nicht anstellen soll, aufhören soll sich so einen Kopf zu machen etc. Oder anders: "Ich fühl mich so schlecht und depressiv" - "Dann hör doch auf depressiv zu sein!":rolleyes:
 

Benutzer122299 

Verbringt hier viel Zeit
Erstaunlich, wie viele Mädchen / Frauen von solchen Problemen betroffen sind. Oder sie sind einfach eher bereit darüber zu sprechen.

Hmmm einen Punkt kann man wohl nicht wirklich festmachen. Irgendwann merkt man einfach, dass man Hilfe braucht. Ich denke mal da bist du auch. Und an diesem Punkt ist man dann glaube ich auch soweit, dass man es nicht mehr für sich selbst behalten kann und wirklich aktiv Hilfe sucht.

Woran erkennt man einen guten Therapeuten? Ja ich würde auch sagen, dass ersteinmal wichtig ist, das man mit diesem Menschen klarkommt und sich dann eben entsprechend anvertrauen kann. Und als zweites daran dass er einem hilft, also sich (nach einiger Zeit) eine wie auch immer geartete Besserung einstellt.

Ich würde dir noch raten, gerade im Bezug auch die negativen Denkmuster, schon jetzt etwas zu tun, z.B. "positive Autosuggestion". Als ersatz für Hilfe ist das sicher nicht zu sehen, aber es kann einen schonmal "über den Tag retten".
 

Benutzer121794 

Meistens hier zu finden
Ich kann jetzt nur über mein Thema, soziale Phobie, sprechen, könnte allerdings nicht sagen, dass es bei mir da eindeutige Auslöser gab. Das ist ohnehin ein sehr individuelles und schwammiges Thema und man kann damit im Alltag sehr gut oder aber auch nahezu gar nicht mehr klarkommen. Ich hab meine Therapie auch nie als den letzten großen Ausweg gesehen, sondern mehr als Versuch, einfach mal etwas Neues und Anderes auszuprobieren, bin sehr skeptisch gewesen und hab keine besonders große Erwartungshaltung gehabt, außer vielleicht einen neuen Impuls zu bekommen bzw. für mich selbst diese krasse Hürde zu überwinden, überhaupt irgendjemanden mal in mein Seelenleben einzuweihen.
Ich bin damit bisher auch sehr gut gefahren, auch wenn das natürlich immer noch nicht die Wunderheilung war und ich noch lange nicht völlig problemfrei bin. :zwinker:
 

Benutzer123446 

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Was genau meinst du mit manipulieren?
Hm... ich versuche mal es zu erklären.
Zum einen bin ich in der Lage, Gespräche so zu lenken wie ich das möchte, zum anderen... schaffe ich es (in meinem ganzen Leben) immer wieder, Leute hinters Licht zu führen und sie z.B. über meine wirklichen Probleme oder "Knackpunkte" hinweg zu täuschen. Das kann gut sein und helfen, wenn es ums Funktionieren im Alltag geht, aber wenn ich jemandem noch nicht vertraue neige ich dazu, das auch in der Therapie zu machen. Für mich muss ein Therapeut in der Lage sein, das zu bemerken und anzusprechen.
Und: ich erkenne recht schnell, ob jemand authentisch ist oder eine Rolle spielt. Und wenn er nur eine Rolle spielt, dann tue ich das, was er will und lenke ihn dahin, wo ich ihn haben will, z.B. auch thematisch oder dass er in mir etwas sieht, das ich nicht bin... um meine Probleme zu verstecken. Eher unterbewusst. Schwierig zu erklären. Aber das sind für mich eben Dinge, die ich in meinen Leben "gelernt" habe und damit die Therapie helfen kann, darf das da nicht passieren.

Ich finde es gut, dass du dir Hilfe suchst und wünsch dir alles Gute dafür!
 
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Wann habt ihr gemerkt, dass ihr professionelle Hilfe bei der Bewältigung eurer psychologischen Probleme braucht?
Zu spät. Ich war ein ständiger Aussenseiter und mein Verhalten war "auffällig". Ich ging zwar schon mit 14 in Therapie, habe mich aber innerlich total dagegen gewehrt und so brachte es mir nichts.
Irgendwann habe ich realisiert, dass ich wirklich ein Problem habe und an diesem habe ich gearbeitet. Ich stiess aber allein auf meine Grenzen; kam nicht weiter. Dann suchte ich mir endlich Hilfe.

Wo würdet ihr die Grenze setzen, wo ihr sagt, ab dem Punkt sollte man sich auf jedenfall von einem Psychologen helfen lassen?
Erst mal: Ich finde nicht, dass es immer ein Psychologe sein muss! Manche Leute schwören auf alternative Methoden, z.B. Hypnotherapeuten. Man sollte sich Hilfe holen, wenn man nicht weis, wie es besser werden kann. Einfach mal glückliche Menschen imitieren, Dinge ausprobieren und hoffen, dass es hinhaut, halte ich für naiv. Es ist gut, einen Plan zu haben und darauf hinzuarbeiten, ein Therapeut kan dabei helfen, den Plan auszuarbeiten.

Woran erkennt man eurer Meinung nach einen guten Therapeuten?
Ich vertraue da vor allem pragmatischen Menschen. Glaubt mir, ich habe die Bekanntschaft mit vielen Psycholog_Innen und Psychiatern gemacht, nicht alle sind seriös, nur weil sie ein Diplom in der Hand halten. Manche versuchen, den Patienten ihr Weltbild aufzudrängen oder Menschen zu disziplinieren. Meiner Meinung nach, versucht ein guter Therapeut deine Probleme zu beseitigen oder zu dezimieren, nicht deine Persönlichkeit von Grund auf zu verändern.
 

Benutzer144387  (27)

Verbringt hier viel Zeit
Erst mal: Ich finde nicht, dass es immer ein Psychologe sein muss! Manche Leute schwören auf alternative Methoden, z.B. Hypnotherapeuten. Man sollte sich Hilfe holen, wenn man nicht weis, wie es besser werden kann. Einfach mal glückliche Menschen imitieren, Dinge ausprobieren und hoffen, dass es hinhaut, halte ich für naiv. Es ist gut, einen Plan zu haben und darauf hinzuarbeiten, ein Therapeut kan dabei helfen, den Plan auszuarbeiten.

Da ich noch relativ neu in der gesamten Thematik bin, ist das für mich immerhin ein erster Schritt/eine Möglichkeit das Problem anzugehen. Ob und welche alternativen Möglichkeiten es da gibt, da habe ich mir ehrlich gesagt noch keine großen Gedanken zu gemacht. Da ist mir in erster Linie wichtig, dass ich meine Probleme mit nachvollziehbaren Methoden in den Griff kriege (rational muss es nicht mal unbedingt sein). Dies würde ich wie mit in der Schule bei anderen in der Arbeit abschreiben. Durch das Kopieren mag man zwar gut möglich ein passables Endergebnis erlangen. Der Weg dahin (was mir persönlich eben wichtig ist, um das Ganze systematisch anpacken zu können) bleibt aber trotzdem verwehrt. Da muss ich dir im letzten Satz voll und ganz zustimmen.

Hm... ich versuche mal es zu erklären.
Zum einen bin ich in der Lage, Gespräche so zu lenken wie ich das möchte, zum anderen... schaffe ich es (in meinem ganzen Leben) immer wieder, Leute hinters Licht zu führen und sie z.B. über meine wirklichen Probleme oder "Knackpunkte" hinweg zu täuschen. Das kann gut sein und helfen, wenn es ums Funktionieren im Alltag geht, aber wenn ich jemandem noch nicht vertraue neige ich dazu, das auch in der Therapie zu machen. Für mich muss ein Therapeut in der Lage sein, das zu bemerken und anzusprechen.
Und: ich erkenne recht schnell, ob jemand authentisch ist oder eine Rolle spielt. Und wenn er nur eine Rolle spielt, dann tue ich das, was er will und lenke ihn dahin, wo ich ihn haben will, z.B. auch thematisch oder dass er in mir etwas sieht, das ich nicht bin... um meine Probleme zu verstecken. Eher unterbewusst. Schwierig zu erklären. Aber das sind für mich eben Dinge, die ich in meinen Leben "gelernt" habe und damit die Therapie helfen kann, darf das da nicht passieren.

Ich finde es gut, dass du dir Hilfe suchst und wünsch dir alles Gute dafür!

Vielen Dank! Das war eigentlich längst überfällig, um auch mal im Kopf aufzuräumen. Und von nichts kommt eben nichts.:grin:

Sprich, du hast dein Umfeld insofern manipuliert, dass sie in dir eine funktionierende, komplette Person gesehen haben, wobei dies individuell davon abhängig ist, wie du sie im Gespräch führst und du dich ihnen preisgibst, um somit dein "wahres unverfälschtes Ich" vor ihnen zu verbergen, sodass sie nicht mit deinen Problemem in Kontakt kommen?
 

Benutzer123446 

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Sprich, du hast dein Umfeld insofern manipuliert, dass sie in dir eine funktionierende, komplette Person gesehen haben, wobei dies individuell davon abhängig ist, wie du sie im Gespräch führst und du dich ihnen preisgibst, um somit dein "wahres unverfälschtes Ich" vor ihnen zu verbergen, sodass sie nicht mit deinen Problemen in Kontakt kommen?
So ungefähr kann man das sagen, ja.
In der Therapie - sofern ein Therapeut das zulässt - ist das aber problematisch. Vor allem hatte ich z.T. auch die Schwachstellen eines Therapeuten schnell raus und mich dann entsprechend verhalten. Sowas ist einfach Mist.
 

Benutzer152748  (34)

Ist noch neu hier
Wann man sich professionelle Hilfe suchen sollte? Wenn man seine Probleme nicht mehr bewältigen kann und auch Freunde/ Familie nicht mehr hilfreich sind. Eine außenstehende Person kann dir einen ganz neuen Blick auf die Dinge gewähren und dir objektiv zur Seite stehen. Eine Grenze, die ein Problem überschreiten muss, dass es von einem Psychologen oder ähnlichem aufgegriffen werden muss, gibt es nicht. Das entscheidest du ganz allein! Egal um was für ein Problem es sich handelt, es ist ernst zu nehmen, wenn es dich belastet.
Den Therapeuten suchst du dir aus, schließlich ist er auf dich angewiesen, ohne deine Mitarbeit wird er nichts leisten können. Er sollte dir sympathisch sein, eine Person, der du dich gerne anvertraust. Selbstverständlich sollte er sein Fach verstehen, das erkennt man natürlich nicht sofort aber du wirst schnell merken, wer dir gut tut und wer nicht.
 

Benutzer151732  (27)

Ist noch neu hier
Ich hab mich entschlossen zum Psychologen zu gehen, weil ich immer wieder in Gedanken versank ohne von ihnen los zu kommen. Meine Laune kann sich in Bruchteilen von Sekunden ändern.
 
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