Vorbild sein? — Ja und Nein.

Benutzer138875 

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Ein simples Beispiel:
Ich stehe an einer Fußgängerampel an einer mäßig befahrenen Straße, die Ampel zeigt rotes Licht.
Ich bin ein wenig in Eile, es wäre möglich, jetzt die Straße zu überqueren.
Aus dem Augenwinkel bemerke ich, dass sich andere Menschen verschiedenen Alters, dem Überweg nähern.



Inspiriert durch diese klassische Situation interessieren mich Eure Ansichten.

Empfindet ihr Euer Verhalten als vorbildhaft für andere?

Erlebt ihr Euch im Alltag in Vorbildrollen? Welche sind diese?

Habt ihr diesbezüglich klare Prinzipien?
 
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Benutzer

Gast
Ich gehe tatsächlich nicht bei rot über die Ampel, wenn Kinder mit mir an der Ampel stehen.

Ansonsten ja.

Das war letztens so süß. Eine Mutter mit einem Kind an der Ampel. Das Kind so...warum ist der bei rot gegangen, das darf der nicht.
Und die Mutter so: "Da hast du recht, aber vielleicht ist er blind".
 

Benutzer95608 

Planet-Liebe Berühmtheit
In Gegenwart von Kindern und Jugendlichen bemühe ich mich - auch oft bewusst - mich ordentlich zu benehmen - ein Vorbild zu sein, wenn es eine heikle Situation ist. Dazu gehört wohl auch die rote Fußgängerampel, die ich unbeobachtet wohl überqueren würde, aber eben nicht, wenn ein Kind neben mir steht ...

Ganz erschreckend finde ich das Verhalten eines Vaters in dem Zusammenhang "Vorbild". In unserem Biergarten um die Ecke sind er und sein Sohn häufig anzutreffen, spielen Billard und trinken Bier. Ich schätze den Jungen auf 17. Irgendwann sind sie beide "rund" - Papa setzt sich mit dem Bub ins Auto und fährt nach Hause ... ziemlich angetrunken. Dass sie nur zwei Straßen weiter wohnen, finde ich dabei besonders erschreckend ...
 

Benutzer138371  (40)

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Genau das gleiche passiert mir jeden Tag auf dem Weg zur Arbeit.

Und diese Kreuzung ist um halb 8 am Morgen extrem frequentiert.

Ich warte immer bis grün ist.

Da es schon so oft vorgekommen ist, dass Leute einfach bei rot drüber sind, und dann fast über den Haufen gefahren wurden.

Ich als Autofahrer rechne eigentlich schon damit, dass bei Rot auch alle stehen bleiben.

Aber auf das kann man sich auch nicht mehr verlassen.


Daher lieber warten, und sicher (mit Blick nochmals zu den Autos) werfen, und dann erst gehen.

Aber der Herdentrieb ist einfach nicht gut :schuettel:
 

Benutzer91095 

Team-Alumni
Das erinnert mich an gestern. Ich steh mit meinem Fahrrad an der Ampel, normalerweise fahr ich immer drüber, wenn kein Auto kommt, auch wenn rot ist. Da stand aber ne Mutter mit Knirps an der Ampel. Dann warte ich natürlich. Und was passiert? Sie läuft mit ihrem Knirps bei rot über die Ampel :grin:

Sowas passiert aber selten. Schon eher, dass die Eltern sich bedanken, dass man stehen geblieben ist.

Aber zum Thema: Nein, ich empfinde mein Verhalten nicht als vorbildhaft und strebe auch nicht danach, ein Vorbild zu sein. Ehrlich gesagt entziehe ich mich der Verantwortung, wann immer ich kann.
 

Benutzer6874  (35)

Benutzer gesperrt
Noch zum Fussgängerstreifen: Je älter ich werde, je seltener "brenne" ich bei Rot über die Strasse. Wenn Kinder mich sehen konnten, oder bei Verkehr habe ich es schon immer unterlassen.
Aber ich sehe jetzt noch einen 2.Grund. Irgend einmal werde auch ich alt, und werde die Verkehrssituation nicht mehr so gut einschätzen können. Dann werde ich froh sein das Beachten der Ampel fest eingeübt zu haben :zwinker:

Empfindet ihr Euer Verhalten als vorbildhaft für andere?

Weil ich viel mit Kindern und Jugendlichen zu tun habe, fühle ich mich schon ein wenig als Vorbild. Und weil ich nicht Erzieher oder Pfarrer oder Berater bin, muss ich meine Rolle als Vorbild im RL wirklich leben.

Erlebt ihr Euch im Alltag in Vorbildrollen? Welche sind diese?

Im Beruf mache ich das was ich für richtig halte, und hoffe dass ich dabei wenigstens keim schlechtes Vorbild bin.

Ein bisschen bewusster als Vorbild sehe ich mich in meinem Verhalten zur Umwelt. Aber das braucht sehr viel Feingefühl. Denn genau in dem Gebiet kann man sagen wir mal "negative Gefühle" ernten.

Im Hallenbad bin ich manchmal schon unbeabsichtigt Vorbild, wenn ich in der Bahn korrekt kreisschwimme :rolleyes:

Habt ihr diesbezüglich klare Prinzipien?

Ich versuche nach meiner Einsicht und nach meinem Gewissen zu handeln. Weil ich dabei mit mir im Frieden bin. Wenn ich ein Vorbild bin, ist deas ein erwünschter Side Effect.
Ich orientiere mich selber gern an Vorbildern, an Menschen die etwas richtiger oder besser machen, als ich.
 

Benutzer140332  (33)

Planet-Liebe ist Startseite
Ich sehe mich nicht als Vorbild, aber ich versuche mich schon so zu verhalten, wie ich es von Anderen erwarte. Mir ist Umsicht sehr wichtig.

Bei einer roten Ampel bleibe ich dann stehen, wenn Kinder dabei sind. Nicht, weil ich blindlings der Regel folge, sondern weil ich weiß, dass Kinder Gefahren noch nicht so gut wie Erwachsene einschätzen können.
 

Benutzer138875 

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Hm, vielleicht hätte ich das etwas tendenziöse Beispiel mit der Ampel weglassen sollen, weil mich vielmehr Eure
allgemeine Auffassung zu diesem Thema interessiert.

Etwa in dem Sinne, ob man von sich selbst glaubt, mit ('gutem') Beispiel vorangehen zu müssen. Und ob man denkt,
dass dieses Gefühl von Verantwortung bei anderen Eindruck hinterlässt.
Nicht nur in expliziten Situation, wie an der roten Ampel, sondern in weiteren gesellschaftlichen Zusammenhängen.
Das kann die Art und Weise sein, wie man sich in gruppendynamischen Situationen verhält, oder wie man im Beruf
mit Verantwortlichkeit umgeht.
 

Benutzer68742 

Meistens hier zu finden
Bei Kindern an der Ampel bleib ich auch immer stehen, auch wenn die Rotphase fünf Minuten dauert und kein Auto weit und breit zu sehen ist :grin:

Generell bemühe ich mich aber (jetzt mal unabhängig von Kindern) nicht, ein Vorbild zu sein (auch wenn ichs dann manchmal vermutlich bin), sondern mich einfach so zu verhalten, wie ich es für richtig halte. Nett zu Tieren und nicht grundlos doof zu Menschenzu sein, keinen Müll liegenzulassen, eher defensiv Autofahren, Bio zu kaufen... solche Dinge halt, wo ich, wenn ich sie nicht täte, sonst ein schlechtes Gewissen hätte. Wie andere das dann einschätzen, ist mir erstmal egal (obwohl es mir natürlich entgegen käme, wenn alle anderen sich auch so verhielten... :whistle: ).
 

Benutzer152150 

Sehr bekannt hier
Empfindet ihr Euer Verhalten als vorbildhaft für andere?
Auf gar keinen Fall! (nähere Erläuterung weiter unten)
Erlebt ihr Euch im Alltag in Vorbildrollen? Welche sind diese?
Ich arbeite jeden Tag mit Vorbildern. Mich selber würde ich nicht als eines ansehen, obgleich mir das schon nachgesagt wurde.
Habt ihr diesbezüglich klare Prinzipien?

Jep. Rote Ampeln verbieten das kreuzen.
Erst wenn die deutlich länger als ne Minute rot wäre, würde ich mit der gegeben Vorsicht die kreuzen. Oder das Scheißding einfach absägen (das letzte war natürlich ein Scherz. In meinem magischen Beutel ist zwar auch ne Bandsäge....aber Metall kann man damit nicht wirklich gut sägen)


Die klassische Ampelsituation ist für mich keine Gewissensfrage.
Die Dinger stehen da nicht, um Leute zu drangsalieren. Kein Termin ist das Leben wert.
Selbst wenn ich dort alleine wäre, wären es mir die paar Sekunden wert zu warten.


Warum ich wohl kein Vorbild bin?
Ich bin ja auch die, die Leuten, die eine rote Ampel kreuzen hinterherrufen: "Ey du dummer Blindfisch, die Ampel ist Rot!"
Es mag da auch schon weniger freundliche Worte gegeben haben


Außerdem sind meine moralischen Grundsätze nichts für romantische Vorabendserien und klasische Vorbildgeschichten.
Ich bin wohl, was das angeht eher so ein notwendiges Übel.


Das Kind so...warum ist der bei rot gegangen, das darf der nicht.
Und die Mutter so: "Da hast du recht, aber vielleicht ist er blind".
....und ich hätte dem Kind wohl dann geflüstert: "Der ist nicht blind, der ist einfach nur doof" Noch ein Grund, warum ich wohl kein Vorbild sein sollte. aber das Kind wird ja auch irgendwann erfahren, daß auch blinde nicht einfach so eine rote Ampel kreuzen dürfen....
 

Benutzer142764  (25)

Benutzer gesperrt
Empfindet ihr Euer Verhalten als vorbildhaft für andere?
Ob, mein Verhalten wirklich vorbildhaft ist, weiß ich nicht. Ich versuche aber so vorbildlich wie möglich zu sein.
Erlebt ihr Euch im Alltag in Vorbildrollen? Welche sind diese?
Nein.
Habt ihr diesbezüglich klare Prinzipien?
Ich möchte nicht nur ein Vorbild für Kinder sein, sondern auch für alle Menschen. Es gibt so viele Menschen jeden Alters, die einfach unhöflich, unfreundlich oder einfach ignorant sind. Ich bin auch nicht belehrend und weise die Leute darauf hin, sondern bin einfach so nett, freundlich und höflich wie ich es gerne von anderen hätte. Vielleicht guckt sich ja jemand etwas ab :smile:
 

Benutzer97853 

Planet-Liebe Berühmtheit
Also rote Ampeln überquere ich gerne mal auch bei "Rot", ja. Ich gucke aber auch, ob in meiner Nähe Kinder/Jugendliche stehen und warte dann auf "Grün". Manchmal ist es bei mir bei komplett leeren Straßen einfach zu blöd zu warten, wenn weit und breit kein Auto kommt. Gleichzeitig muss ich dann aber immer an einen Dozenten meiner Uni denken, der vor Jahren von einer Straßenbahn überfahren wurde, weil er die rote Ampel ignorierte.
Unschöne Geschichte.

Ich habe wenig Kontakt zu Kindern, weshalb ich selten ein Vorbild sein kann. Sollte es aber mal so sein, würde ich wohl versuchen ein solches darzustellen, ja. Wenn sich jüngere Menschen nach älteren orientieren, sollten sie meine beste Seite sehen. Ich will ihnen nichts "Falsches" vorleben.
Mir fällt jetzt konkret aber auch gar keine Situation mehr ein, bei der ich ein Vorbild gewesen wäre.
Ich erinnere mich an eine Szene aus "Desperate Housewives" - da gibt es eine Frau namens Lynette, die fünf Kinder hat und als sie eines Tages sturmfreie Bude hat, benimmt sie sich auch so so, wie sie es ihren Kinder eben NICHT vorlebt. Beispielsweise trinkt sie da Milch einfach aus dem Karton.
 

Benutzer133456  (49)

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Empfindet ihr Euer Verhalten als vorbildhaft für andere?
Hinsichtlich ausgesuchter Aspekte, ja.
In anderen Hinsichten eher nicht - z.B. finde ich, man sollte nicht so auf der Couch rumluemmeln wie ich es tue, und dabei solch laecherliche Muetzen tragen.

Erlebt ihr Euch im Alltag in Vorbildrollen? Welche sind diese?
Mein Job ist es, Vorbild zu sein. Ich lehre beruflich, und mache somit vor, wie man z.B. richtig recherchiert, und wie man einen Designprozess vorbildlich durchzieht.

Habt ihr diesbezüglich klare Prinzipien?
Ich demonstriere, wie es geht, bin aber nicht dafuer verantwortlich, zu bekehren.
 

Benutzer102673 

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Empfindet ihr Euer Verhalten als vorbildhaft für andere?
Mein normales Alltagsverhalten? Nein. Vielmehr habe ich das Gefühl, meinen Vorbildern hinterherzueifern, z.B. meiner Mutter in ihrer tadellosen Ordentlichkeit und Sauberkeit, oder meinem Vater in seiner großen Klugheit und Wertschätzung der Bildung, der Natur und des Menschen. An mir merke ich nur, welch große Aufgabe das ist und sehe mich kläglich scheitern.
Aber vielleicht ist das tatsächlich vorbildlich: Versuchen, ein guter Mensch zu sein, sich nicht hängen zu lassen, einen gewissen Pragmatismus an den Tag zu legen und damit zu leben, auch zu scheitern.

Erlebt ihr Euch im Alltag in Vorbildrollen? Welche sind diese?
Ich möchte eine gute Mutter sein und meinem Kind demonstrieren, dass man ordentlich am Tisch isst (und nicht vor der Glotze wie so manchen Abend vor dem ersten Kind :ninja:) und das auch möglichst gesund. Ich achte auf meine Sprache und darauf, mich in allen gesellschaftlichen Belangen einigermaßen regelkonform und höflich zu verhalten.

Habt ihr diesbezüglich klare Prinzipien?
Ich will mich nicht vor meinem Kindern verdrehen, aber ich finde es wichtig, dass man lernt, sich "zusammenzureißen", genauso wie man lernen muss zu akzeptieren, dass man eben dies nicht immer schafft.
 

Benutzer122533  (32)

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Ich sehe mich nicht als Vorbild für irgendwen, ich kann mit dem Konzept nicht wirklich was anfangen.

Ansonsten sind es viele Kleinigkeiten, die ich so mache, wie "man es machen sollte". Ich lasse den armen Menschen mit 2 Sachen im Supermarkt vor, wenn ich einen ganzen Wagen voll Kram einlade, lasse Lücken an Ausfahrten und für arme Linksabbieger, die da schon ewig stehen. Ich muss meinen Müll nicht in der Landschaft rumliegen lassen.
Die Liste kann man ewig fortführen. Alles Sachen, die ich für selbstverständlich halte, die für viele aber scheinbar eine Zumutung zu sein scheinen.

Andererseits bin ich auch hervorragend im Meckern, Lästern, Kindischsein.
Alles eben so, wie es zu mir passt und ich mich wohlfühle. Übers Vorbildsein mache ich mir dabei sicher keine Gedanken, Prinzipien dazu gibt es somit nicht.

Irgendwann mit 18 oder so habe ich beschlossen, dass ich jetzt alt genug bin und die Zeit und Geduld habe, zu warten, bis es grün wird. Tut mir nicht weh und ich muss auch nicht gucken, ob irgendwo Kinder stehen. :zwinker: Nach und nach hat sich hier und in vielen ähnlichen Situationen eine gewisse Gelassenheit eingestellt, mit der man auch nicht wirklich langsamer, aber wesentlich entspannter ans Ziel kommt.
 

Benutzer70527  (31)

Sehr bekannt hier
Ich Spießer gehe nie bei Rot über die Ampel. So eilig hab ich's einfach nicht. Das hat aber nichts mit einer etwaigen Vorbildsfunktion zu tun, sondern ausschließlich damit, dass ich Regeln mag, deren Sinn sich mir generell erschließt. Ab und zu fehlt der Sinn in der speziellen Situation, aber das tut mir ja nicht weh. :grin:

Vorbild sein zu wollen hat sich bei mir schon seit einiger Zeit erledigt. Ich rege mich innerlich recht schnell über andere Leute auf, die sich (bei Kleinigkeiten) beschissen verhalten, zeige das aber nicht nach außen. In diesem Umfeld verhalte ich mich so, wie ich es für richtig halte und ohne anderen Unannehmlichkeiten zu bereiten, aber absichtlich Vorbild "spielen" - nö.

Ich bin einer derjenigen, die am Ende der Rolltreppe weitergehen, statt sich die Schuhe zu binden, aufs Handy zu gucken oder sonstwie im Weg zu stehen. Einer derjenigen, die den Einkaufswagen beim Stöbern ganz an den Rand stellen, nicht mitten in den Gang. Einer derjenigen, leicht versetzt zur Zugtür stehen, damit andere erst mal aussteigen können - nachdem sie sich an den ungeduldigen Dränglern vorbeigekämpft haben. Einer derjenigen, der die Lautstärke der Musik auf dem Handy (über Ohrhörer, die gibt's noch!) runterdrehen, wenn sie in Bus oder Bahn steigen. Einer derjenigen, die es meinen, wenn sie dem Kassenpersonal einen schönen Tag wünschen.

Aber nichts von dem bin ich, weil ich glaube, mein Verhalten könnte andere ermutigen - das bemerkt meist nämlich keiner, und wenn, ist es den Leuten ziemlich pups. Ab und an, wenn viele um mich herum kreuz und quer laufen, Musik über Lautsprecher laufen lassen oder beim Straßenfest drei Meter neben dem Klowagen an die Hauswand schiffen, komme ich mir wie ein besserer Mensch vor und denke: Jetzt verhalte ich mich erst recht korrekt. Aber ich glaube nie, dass die Leute das merken und dann nachziehen.

Menschen bemerken in ihrer Umgebung das Negative meist zuerst. Außer bei Kindern an der roten Ampel glaube ich nicht, dass irgendwer darauf achtet, wenn jemand sich in der Öffentlichkeit korrekt verhält. Wenn sich jemand danebenbenimmt, klar. Aber es ist keine Schlagzeile, wenn man schreibt: "0 Tote bei schwerem Sturm", "Proteste friedlich verlaufen", "Regierung verhält sich verfassungskonform" oder "Mann pisst nicht an Hauswand".
 

Benutzer44981 

Planet-Liebe Berühmtheit
Ich lebe und verhalte mich so, wie ich es für gut und richtig halte. - Und dazu gehört z.B. auch, dass ich mich so gut wie möglich an die goldene Regel halte. Wenn andere Menschen sich davon eine Scheibe abschneiden wollen und mich als Vorbild sehen, schmeichelt mir das. Aber ich lege es jetzt auch nicht unbedingt darauf an, ein Vorbild zu sein.
Aber teilweise finde ich es auch schon etwas seltsam, was andere Menschen vorbildlich finden. - So wurde es z.B. von einigen Leuten als vorblildlich bezeichnet, wie ich vor kurzem erste Hilfe geleistet habe, obwohl ich nur ganz simple Dinge gemacht habe, die mir - genau wie meinen Kollegen - für solche Situationen regelmäßig eingetrichtert werden und die einem eigentlich auch der gesunde Menschenverstand sagt.

Wenn Kinder im Spiel sind, oder ich sogar für Kinder verantwortlich bin, versuche ich schon, mich halbwegs vorbildlich zu verhalten. - Wenn es um sicherheitsrelevante Dinge geht, wie die Sache mit der roten Ampel, oder in meinem Ehrenamt das umsichtige Verhaltne auf der Skipiste, bin ich dabei schon sehr konsequent.
Bei anderen Dingen bin ich dann aber schon etwas lockerer. Ich finde es jetzt z.B. nicht so schlimm, wenn mir auch mal das Wort "Scheiße" rausrutscht, wenn die anwesenden Kinder in einem Alter sind, in dem sie längst ein großes Repertoire an deutlich härteren Schimpfworten beherrschen. :whistle:

In der Arbeit bin ich für ein paar Anlagen verantwortlich und muss da auch meinen Kollegen jährliche Sicherheitsunterweisungen geben. In dieser Position versuche ich natürlich auch, das was ich ihnen erzählen muss, selbst umzusetzen, obwohl ich die Sicherheitsvorkehrungen in manchen Fällen etwas übertrieben finde.
 
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