Verstoß gegen die Schulordnung....ich bin traurig

Benutzer75565  (41)

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Ich würde dennoch gerne ein Gespräch mit dem Lehrer suchen. Mit meinem Sohn. Er kann das dann noch mal aus seiner Sichtweise schildern.
 

Benutzer111729 

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Als ehemaliger (Gott sei Dank) Schüler muss ich aber betonen, dass darauf geachtet werden muss, dass das Kind nicht allein Schuld daran ist, klar, das Verhalten ist so nicht ok, Gewalt ist auch keine Lösung aber irgendwie ist die Reaktion auch nachvollziehbar. Ich finde es ist unbedingt das Gespräch mit dem Lehrer zu suchen, damit dein Kind in der Schule nicht mehr gemobt wird, und fals man mit dem Lehrer nicht anständig reden kann (habe einige dieser Sorte "erlebt", richtige Lehrerschweine eben). Wenn das nicht hilft Schulleitung, und wenn das nicht hilft Schulamt.
Es muss unbedingt etwas getan werden, da die Zukunft des Kindes auf dem Spiel steht, denn wenn das Kind die Lust an der Schule verliert ist das eine schlimme Sache, die auch die Zukunft gefährden könnte, ich will dir jetzt keine Angst machen aber ich möchte versuchen zu helfen aus eigener Erfahrung, die ich in einer staatlichen Schule leider machen durfte.
Am schlimmsten fand ich immer die Auffassung meiner Eltern, welche da sinngemäß lautete: "Das sagt der Lehrer, der hat (immer) Recht, dem musst du gehorchen...).
Egal ob Mobbing, zu Unrecht erhaltene Noten bzw. ungerechte Notenvergabe (Lehrers Lieblinge...) oder andere Dinge, meine Eltern haben mich in dieser Hinsicht nie unterstützt, und ich bin der Auffassung, dass die Lehrer nicht immer recht haben, und nein man muss den Lehrern nicht immer unbedingt absolutes Gehorsam leisten, obwohl man sich nicht gegen jede Kleinigkeit weigern soll, aber das ist ein anderes Thema.
Manchen gehört eben einfach mal auf die Finger geklopft, damit sie realisieren, dass sie sich auch nicht alles rausnehmen dürfen.
Häufig wird von Seiten der Lehrkräfte auch so gehandelt, wie es für sie am bequemsten ist, da wird über Mobbing schonmal großzügig hinweggesehen, weil es zu viel Arbeit machen würde dagegen vorzugehen, aber wenn ein Schüler auf einen anderen Schüler losgeht und die Sache eindeutig erscheint, wird man dann eben wie in deinem Fall doch mal aktiv, da man auch nicht zeigen möchte, dass man eigentlich nix wirklich tut und dies auch ganz schnell aus der Welt schaffen möchte um eine "heile Welt" vorzugaukeln.

Das musste ich jetzt aus persönlicher Erfahrung (6 Jahre an einer staatlichen Regelschule) einfach mal loswerden, damit endlich mal was getan wird und ich rate jeder Mutter/ jedem Vater so etwas nicht einfach auf sich sitzen zu lassen, klar ist der Lehrer auch nicht an allen Schuld, es gibt auch wirklich unartige Kinder, aber ich möchte sagen, dass man die Möglichkeit, das es am Lehrer liegen könnte auch mal in betracht ziehen sollte.

mfg
 

Benutzer37188 

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Ganz ehrlich, für mich klingt das, als würde Dein Sohn gemobbt.
Meine Sorge wäre also eher, dass das endlich mal aufhört und nicht, dass er auch mal seine Grenzen aufgezeigt hat. Davon abgesehen, das es psychisch viel schlimmer ist, regelmäßig fertiggemacht zu werden als einmal eins auf die Nase zu geben...Er ist 11 Jahre alt und kein Erwachsener, kann also Entscheidungen nicht wie ein solcher fällen. Und er muss jeden Tag in diese Schule und sich bewerfen und ärgern lassen, kann nicht wie ein Erwachsener den Job wechseln oder Ähnliches.

Ich finde, Du solltest Dich für ihn einsetzen, statt Dich quasi für ihn zu schämen.
Schlimm genug, dass Du es scheinbar vorher nicht für wichtig genug hieltest, um gegen diese Gemeinheiten gegen ihn vorzugehen. Erst muss was passieren. Oder tue ich Dir Unrecht, hattest Du ihm zugehört und vor, mit den Lehrern zu reden?
Ich denke, Du solltest mit Deinem Ex dorthin und mal eure Seite darlegen. Wenn ihr gemeinsam als sorgende Elternfront auftretet, wird die Reaktion gleich eine Andere sein.
Was aber nicht sein kann: Deinen Sohn jetzt auch noch quasi dafür ausschimpfen, dass er von Mitschülern gemein behandelt wurde und es ihm irgendwann gereicht hat. Er hat Dich nämlich nach Hilfe gefragt, sonst hätte er Dir doch nicht davon erzählt, was die Anderen mit ihm machen. Wenn man nicht mehr weiter weiß, macht man manchmal dumme Sachen, die einem im 'Normalfall' nicht entsprechen. Find ich ganz normal.
Fazit: Unterstützen, ihm (bei der Lösungsfindung/durch Zuhören) helfen anstatt 'Oh Gott oh Gott Du schlimmer Mensch! mir egal, welche Gründe Du dafür hattest und wie es Dir geht, hauptsache Du hörst sofort auf damit'.
Sonst wirds vermutlich nicht besser.
Klar muss man auch mal schimpfen, aber hier seh ich den Fehler (zumindest mit den bisherigen Informationen) nicht bei dem Kind.

Genau das! Offenbar geht das ja schon eine ganze Weile so, wenn dein Sohn vor einer Weile bereits davon erzählt hat. Natürlich ist es nicht toll, wenn er einem Mitschüler aus Frust eins auf die Nase gegeben hat, aber aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass Frust und Hilflosigkeit, die aus Mobbing entstehen irgendwann auch eskalieren können. Vermutlich hat er's erst mit Ignorieren versucht und es hat nicht funktioniert.
Als seine Mutter solltest du dir die Situation mal ganz genau anschauen und darlegen lassen. Du sollst ihn ja nicht dafür loben, dass er sich so zur Wehr gesetzt hat, aber wenn das wirklich Mobbing sein sollte (was du erstmal checken solltest, so gut es geht), dann stärke ihm den Rücken. Darüber würde ich an deiner Stelle viel eher Tränen vergießen als über die Tatsache, dass er sich "damit die Zukunft versaut", ganz ehrlich!
 

Benutzer113559  (25)

Sorgt für Gesprächsstoff
ganz ehrlich. ich habe mir zwar nicht durchgelesen was die andern geschrieben ahben aber. naja.

Ich kenne das ich wurde selber jahre lang massiv gehänselt in der schule. die ersten 2-3 jahre habe ich mich nciht gewährt, (was bei 1 gg 15) leuten schwer fallen würde. aber dann habe ich mir nach der shcule einen gepackt und ihn vertig gemacht. alle sind so schwach, solange sie allein sind. danach hatte ich zwar nen miesen ruf und habe ihn auch immer noch. aber ich werde in ruhe gelassen, habe wenige freunde was mich aber nicht wirklich stört. mann muss sich währen das ist halt sooo.... musst dir keine sorgen machen
 

Benutzer40590  (42)

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Problem ist dieser Brief und das er sich dabei hat erwischen lassen.

Scheiss doch auf diesen Brief... Der dient deiner Information und hat sonst eigentlich keine Folgen und er "versaut sich seine Zukunft" sicher nicht damit. Die wird eher versaut wenn er da regelmäßig gemobbt wird ! Sowas kann das Leben lang psychische Störungen hervorufen und ganz sicher seine schulischen Leistungen negativ beeinflussen.

Wenn dein Sohn wirklich derartige Probleme hat (und das scheint ja so zu sein) solltest Du ihm da sicherlich keine Standpauke oder so für halten. Sucht nach ner Lösung für die Probleme ...
 

Benutzer65700 

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Und wieso nimmt mich das so sehr mit?
Ganz einfach: Du hast ein unglaublich positives Bild von deinem Sohn: fleißig, ehrgeizig, ausgeglichen, hilfsbereit, brav, unkompliziert und hattest noch nie Schwierigkeiten mit ihm.
Dieser Brief, der natürlich immer erstmal ein Schock ist, ist natürlich ein großer Makel. Er lässt dich zweifeln, weil er so garnicht in das Bild passt, das du von deinem Sohn hast. Vielleicht hast du auch ein schlechtes Gewissen, weil er dich afu die Hänseleien mehrmals hingewiesen hat, du aber nichts unternommen hast. Vielleicht hast du auch irgendwo das Gefühl, dass, wenn du mit einem Lehrer gesprochen hättest, diese ganze Geschichte nicht passiert wäre...und dass die Lage vielleicht ernster ist, als du vermutet hast.
Vielleicht hast du auch Mitleid mit ihm, weil er gehänselst wurde. Kann viele Gründe haben :zwinker:

Vielleicht hilft dir ja ein Erfahrungsbericht weiter: Ich selbst bin von Haus aus von sehr dürrer und schwacher Natur. In der Schule wurde ich viel und oft gehänselt, konnte mich aber niemals wehren, da ich der Schwächste von allen war. Besonders schlimm war es an den ersten 2 Jahren im Gymnasium.
In diesen 2 Jahren erlebte ich Stunde um Stunde, Tag für Tag und Woche für Woche absolute Machtlosigkeit. Ich wurde gehänselt und konnte nichts tun. Die Lehrer können unmöglich ständig alle Klassen überwachen, waren mir also in den seltensten Fällen eine Hilfe.
Diese 4 Jahre Unterstufe prägen mich bis heute - und zwar im negativen Sinne: Ich habe Angst vor vielen Menschen, fühle mich bis heute immer wieder klein und machtlos. Mein Selbstbewusstsein hat massive Schäden davongetragen und ich muss ständig an mir arbeiten, damit ich es wieder aufrichten kann. Ich bin heute noch jemand, den man sehr einfach hänseln kann, weil ich dann wieder 12 Jahre alt bin und mich nicht wehren kann - nichtmal rethorisch.
Deshalb muss ich sagen: Sei froh, dass dein Sohn sich nicht mobben lässt, sich wehren kann und dies auch tut. Was dachtest du denn, wies in der Schule zugeht? Das ist absolut kein Ponyhof, da ist sich jeder selbst der Nächste.
Wenn dein Sohn dem anderen mal eine knallt und zeigt, wer der Stärkere ist, dann ist Ruhe im Karton. Hast du denn geglaubt, die sind alle nur lieb und nett zueinander? :zwinker:

Zu dem Gesprächselbst: Rede auf jedenfall mit deinem Sohn, aber keinesfalls darfst du ihm Vorwürfe machen. Ich habe nämlich das Gefühl, du könntest im Gespräch ähnlich emotional reagieren, wie jetzt. Reiß dich also unbedingt am Riemen.
Ich hatte einmal in der Schule großen Mist gebaut. Ich wünschte mir nichts sehnlicher, als Verständnis von meinen Eltern und dass ich ihnen meine Version erzählen konnte. Sie haben mich aber nur ausgeschimpft und mir nicht zugehört. Ich hatte Probleme - mit mir selbst, meinen Mitschülern und in der Schule. Meine Eltern sahen aber nur die Schulnachricht, haben nicht nachgedacht, mir nicht zugehört, sondern mir nur Vorwürfe und Vorschriften gemacht. Für sie war ja alles so einfach und die Schule hat ja immer recht.
Die wichtigsten Personen in meinem Leben gingen nicht auf mich und meine Probleme ein, weil ich nicht so ein tolles Kind war, wie sich sich das vorstellten. Der resultierende Frust und die Wut darüber war für die Beziehung zu meinen Eltern fatal: Ich erzählte ihnen einfach nichts mehr. Bis heute leidet unsere Beziehung massiv unter dieser Geschichte.

Deshalb möchte ich dir wirklich ans Herz legen: Dein Sohn ist nicht (mehr) der brave Engel, der er mal war. Er wird erwachsen und wird auch mal großen Mist bauen. Dessen musst du dir dringend bewusst werden.
Wichtig ist, wie du damit umgehst. Im vorliegenden Fall solidarisiere ich mich aber mit ihm und finde, dass du keine rießen Szene aus der Geschichte machst solltest. Setz dich einfach hin, rede mit ihm und hör ihm zu. Frage ihn auch, wie es ihm geht und ob die Hänseleien für ihn schlimm sind.
Es geht hier absolut um ihn, seine Gefühlswelt und sein Handeln. Dies muss er auch merken. Es geht nicht darum, wie sehr enttäuscht du von ihm bist. Das ist dein Problem, nicht seins.
Welche Erwartungen hast du eigentlich an das Gespräch mit dem Lehrer?

Der oben erwähnte Frust sollte meines Erachtens auch der zentrale Punkt werden:
Versetz dich einen Moment in seine Lage. Er wird auch Stunde um Stunde, Tag für Tag, Woche für Woche gehänselt. Er wendet sich, vermtulich hilfesuchend, an dich, aber du unternimmst nichts. Die Lehrer selbst sind auch nicht immer zur Stelle. Er wird weiter gehänselt. Von den Autoritätspersonen hat er also keine Hilfe zu erwarten, also muss er sich entscheiden: Entweder weiter alles grundlos erdulden oder die sache Selbst in die Hand nehmen und sich wehren. Dein Sohn war selbstbewusst und klug genug, sich für letzteres zu entscheiden.
Nun ist er aber der Angeschi**ene und er ist derjendige, der einen Brief nach Hause bekommt, nicht die Leute, die ihm seinen Schulalltag zur Hölle machen.
Ich glaube, dass dein Sohn durchaus nicht stolz auf das ist, was er getan hat...aber wie hätte er bitteschön handeln sollen? Brav das Opfer spielen, damit er keinen Brief nach Hause bekommt und Mami weiter stolz sein kann?

Ich verstehe auch nicht, warum hier solche Grundsatzdiskussionen ausbrechen: Er hat doch zuerst ein Gespräch gesucht. Er hat sich erst an dich gewandt. Er weiß, dass Gewalt eigentlich keine Lösung ist. Er hat sich erst dann körperlich gewehrt, als er keine Hilfe mehr zu erwarten hatte - von keiner Seite.

Hast du dich eigentlich schon gefragt, wie es ihm gehen könnte? Er bekommt einen Brief nach Hause und hat einen rießen Wirbel am Hals: Gespräch mit Papa, eins mit Mutti steht ihm noch bevor und vielleicht auch eines mit den Lehrern. Obwohl eigentlich ER derjenige ist, dem das Leben schwer gemacht wird. Das fühlt sich nicht besonders toll an und sein Wochenende war wahrscheinlich nicht gerade prickelnd.
Ich kann dir auch sagen, was er aus der Geschichte lernen könnte: Dass Autoritätspersonen kein offenes Ohr für seine Probleme haben. Dass Mutti erst dann mit den Lehrern spricht, wenn er ein Mist gebaut hat, aber nicht, wenn er Hilfe benötigt. Dass nichts unternommen wird, wenn man von Mitschülern fertig gemacht wird...dass aber plötzlich alle mit dem Finger auf einen zeigen, wenn man sich wehrt. Dass Gespräche zu keiner Verbesserung führen und man einen Haufen Ärger am Hals hat, wenn man die Sache selbst in die Hand nimmt. Wenn man garnichts tut, ändert sich aber auch nichts. Egal was man tut, man ist immer der Angeschmierte...und diese Machtlosigkeit und Ungerechtigkeit frustriert.

Falls du dich aber ausgiebig mit den Lehrern unterhalten haben solltest, dann tut es mir leid, hier zu unrecht Behauptungen aufgestellt zu haben. Ich entschuldige mich dann auch dafür. Es ist auch nicht meine Absicht, dich hier als schlechte Mutter hinzustellen. Im Gegenteil, dass er dir von den Hänseleien berichtet hat, zeugt von einem guten Verhältnis und von großem Vertrauen, das dein Sohn in dich setzt.
Ich wollte dir lediglich vor Augen führen, dass Hänseleien in der Schule leider zum Alltag gehören, aber eigentlich nichts sind, das man auf die leichte Schulter nehmen sollte.

Off-Topic:
Ich könnte immer wieder kotzen. Wenn ein Schüler regelmäßig und systematisch von seinen Mitschülern fertig gemacht wird, dann wird nichts unternommen. Wenn der Typ sich aber mal wehrt, dann ist plötzlich er das Problem. Was soll das eigentlich?
 

Benutzer77893 

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@Nicole1980
Ich bin echt am überlegen was ich dir schreiben soll, aber will dir was schreiben. Warum bist du eigentlich so enttäuscht? Du kennst doch scheinbar dein Sohn ziemlich gut... So gesehen sei Froh das er sich mal gewährt hat, denn nicht ist schlimmer als gebombt zu werden und man kann nix dagegen tun.
Auf der anderen Seite sollte deinem Sohn klar sein, dass man nicht alle Probleme mit Schlägereien lösen kann. Aber was sollte er tun er hat sich ja an dich gewandt. Bist du deswegen so eintäuscht von ihm oder bist du eintäuscht von dir? Wie alt ist er eigentlich?

Das Problem ist Kinder und Jugendliche sind teilweise richtig herzlos und dumm... Cool ist der, der nix lernt und andere scheinbar schwächere fertig macht. Wie kann man so einem Ideal folgen? Ich weis es nicht, fakt ist aber das es sowas wie Klassengemeinschaft, wo sich jeder gegenseitig hilft, dabei auch was lernen will und niemand ausgestoßen wird, sehr selten geworden sind!
 

Benutzer75565  (41)

Verbringt hier viel Zeit
Das Verhältnis zu meinem Sohn ist wirklich sehr gut und ich werde ihn heute nur reden lassen und zuhören. Ich möchte, dass er mir alles erzählt. Ich werde ihm heute auf keinen Fall Vorwürfe machen. Im Gegenteil ! Ich finde das gut, dass er sich gewehrt hat. Auch ich war in der Schule ein Mobbing- Opfer. Ich habe das aber immer nach der Schule geregelt ;-)

Vielleicht ist es ja auch für ihn einfacher einen Brief zu schreiben, wo er alles niederschreiben kann. Wie es ihm geht, was so im Alltag passiert. Diesen würde ich gerne an diem Lehrer richten. Ich glaube einfach, dass es ihm leichter fallen würde, dort seine Gefühle zu beschreiben.

Er soll sich ja wehren, aber wie Q-Fireball schon geschrieben hat, .....ist Gewalt keine Lösung dafür. Mein Sohn ist übrigens 11 und geht in die 5 Klasse.
 

Benutzer86779  (36)

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Wir reden morgen Abend mal in Ruhe mit ihm. Vorhin habe ich geweint ohne Ende. Das hat mich sehr sehr mitgenommen. Sowas darf eben nicht mehr vorkommen !!!!!!!!!!!!!

und dich sollte das auch nicht zu sehr mitnehmen!

es ist richtig, dass du das ansprichst und ihm klarmachst, dass gewalt keine lösung ist. aber wenn du jetzt völlig verzweifelt bisst hilfst du dem kind auch nicht. kinder wollen starke eltern, die ruhig aber bestimmt sind.

wenn du da zu panisch wirst verunsicherst du das kind nur. das war nicht in ordnung was dein kind gemacht hat, aber davon wird die welt auch nicht untergehen. mach ihm klar, dass es OK ist sich zu wehren, aber gewalt in unserer heutigen geselschaft kein akzeptiertes mittel mehr ist.
 

Benutzer59943  (40)

Verhütungsberaterin mit Herz & Hund
Ich würde dennoch gerne ein Gespräch mit dem Lehrer suchen. Mit meinem Sohn. Er kann das dann noch mal aus seiner Sichtweise schildern.

Wenn dein Sohn das auch möchte, dann spricht nichts dagegen. Aber du solltest ihn zu dem Gespräch nicht drängen.
 

Benutzer18265  (33)

Meistens hier zu finden
Du hockst jetzt echt da und heulst anstatt dich um das Problem zu kümmern?
Kinder brauchen starke Eltern, die für sie einstehen.

Iwas läuft schief, aber wir wissen nicht was. Vielleicht ist er Opfer vlt ist ist er Täter (Kinder können sich in der Schule anders verhalten als zu Hause). Vlt hat er sich nur gestritten...

Das solltest du heraus finden. Das bedeutet mit ihm ihn Ruhe ohne Vorwürfe darüber zu sprechen und danach die/den Klassenlehrer/in anzurufen und einen Gesprächstermin vereinbaren. Ein engagierter Klassenlehrer weiß meistens ganz gut Bescheid was in der Klasse vor sich geht oder findet es heraus wenn ein Problem auftritt.
Dann könnt ihr gemeinsam nach einem Lösungsweg suchen.

---------- Beitrag hinzugefügt um 12:21 -----------

Wenn dein Sohn das auch möchte, dann spricht nichts dagegen. Aber du solltest ihn zu dem Gespräch nicht drängen.

Das sollte dann mit dem Klassenlehrer abgesprochen werden ob man (zuerst) ein Gespräch ohne ihn führt oder nicht.
Aber ein Gespräch ist wohl fällig, auch wenn es unangenehm ist. SO löst man seine Probleme nämlich gewaltfrei. Es ist wichtig, dass er das lernt! Insofern kann er sich nicht einfach aus dem Gespräch rausnehmen.
 

Benutzer20579  (37)

Planet-Liebe ist Startseite
Kinder brauchen starke Eltern, die für sie einstehen.
Das denke ich auch - und keine heulende Mutter, die von ihrem Sohn enttäuscht ist, weil der Lehrer motzt.

Klar, überbesorgte Eltern, die in ihrem Kind immer den Helden sehen, sind ätzend. Aber: Für den Sohn ist es mit Sicheheit wichtig, dass er weiß, dass seine Mutter hinter ihm steht. Und dass sie loyal ist und nicht mit den Lehrern und den anderen Schülern "gegen ihn" agiert.

Ich würde da dringend einen Termin mit der Schule ausmachen und klären, was da los ist. Und wenn der Sohn gute Noten hat und bis dato nicht auffällig war, auch klarstellen, dass er nicht von selbst grundlos auf andere losgeht, sondern dass da was vorgefallen sein muss - und ggf. abklären, ob auch die anderen Schüler zur Verantwortung gezogen wurden und ob Interesse daran besteht, das Problem zu klären.
 
S

Benutzer

Gast
Rede in Ruhe mit deinem Sohn und zeige Ihm verschiedene Wege auf, das Problem zu lösen. Du solltest dich aber nicht zu sehr in seine Angelegenheiten einmischen. Für Ihn ist es eine gute Situation mehr Selbstständigkeit zu erlernen, das schafft er aber nicht wenn du ein riesen Terror um die Sache machst. Vorallem ist es in dem Alter total uncool und würde wohl nur das Gegenteil bezwecken. Sowas sollten Kinder selber lösen, denn später bist du auch nicht da um seinen Arbeitskollegen dampf zu machen oder? Wichtig ist nur das er mehrere Wege aufgezeigt bekommt das Problem zu lösen, entscheiden sollte er schon selber.
 

Benutzer86779  (36)

Sehr bekannt hier
Wenn dein Sohn das auch möchte, dann spricht nichts dagegen. Aber du solltest ihn zu dem Gespräch nicht drängen.

Ich finde ein wenig drängen ist schon OK, wenn ein kind sich in der schule kloppt. da ist es auch völlig egal wer angefangen hat. ob das kind lust auf das gespräch hat ist völlig unerheblich.

trotzdem sollte das gespräch nicht in vorwürfe ausarten (du bist böse, oder noch schlimmer "warum enttäuscht du mich"). man sollte sachlich, aber bestimmt mit dem kind reden und auch seine sicht der dinge anhören.

man sollte auch verständnis dafür äußern, dass es blöd ist geärgert zu werden und ihn dafür loben, dass er sich gewehrt hat, aber gleichzeitig unmissverständlich klarmachen, dass so etwas nicht tolerabel ist. denn bei erwachsenen führt so ein verhalten zu einer anzeige.

und dann besprich mit ihm lösungen wie er solche konflikte in zukunft meistern soll.

ich könnte mir durchaus vorstellen, dass das kind geärgert wird weil es etwas von der hektik der mutter mitbekommen hat. daran sollte sie dringend arbeiten, wenn die eltern nicht souverän und selbstbewusst sind, haben die kinder es schwer selber zu werden.
 

Benutzer75565  (41)

Verbringt hier viel Zeit
Ich habe jetzt darüber schlafen können und sehe das ganze schon ein wenig entspannter. Gewiss werde ich meinem Kind keine Vorwürfe machen und natürlich soll man sich auch wehren. Mein Kind ist nicht hektisch, genauso wenig wie ich. Aber im ersten Moment war das schon ein Schock für mich. Mehr nicht. Selbstverständlich stehe ich hinter meintem Kind. Ist doch wohl klar ;-) Wir haben ein gutes Verhältnis und wir werden heute Abend in Ruhe reden.....und vor allem werde ich ihm zuhören. Ganz ganz wichtig !
 

Benutzer6428 

Doctor How
das klingt doch schon richtig gut! :smile:

Es gab ein paar ENORM gute Beiträge hier, gerade weil auch etwas von einem ehemaligen Mobbing Betroffenen kam. Er hat mir echt aus der Seele gesprochen, denn ich weiss noch genau, wie es damals in meiner eigenen Schule war.
Bei mir war es allerdings die Oberstufe, in der sich das Blatt endlich gewendet hat und ich mich mehr als nur wehren konnte und zwar ohne körperlich zu werden.

Dennoch möchte ich gerne den "Gewalt ist keine Lösung" Menschen ein wenig kontra geben: Gewalt IST hier zum Teil die Lösung. Glaubt ihr ernsthaft ihr könnt einem gestörten 11 Jährigen dessen Eltern schwer was falsch machen erklären, dass er seine Mitmenschen doch nicht mobben soll, weil die dann traurig sind?

Wenn er auch nur EINMAL richtig Gegenwehr bekommt, wird er sich ein anderes und schwächeres Opfer suchen. So läuft es bei den Menschen, auch ohne körperliche Gewalt, und so läuft es auch in der Tierwelt. Ich mag es nicht und könnte auch durchaus in einer anderen Welt leben, aber in dieser hier ist es nunmal so, dass es kaum eine andere Wahl gibt.

Was er defintiv braucht ist Unterstützung, Liebe und eine Zuflucht! So wie das klingt, hat er das auch und das ist das Wichtigste. Sicher sollte man ihm sagen, dass er seine Mitschüler nicht einfach verkloppen soll und vielleicht mit einem verschwörerischen Lächeln, dass er, wenn es sich nicht vermeiden lässt, das so machen soll, dass die Lehrer keinen Wind davon bekommen... :zwinker:

Viel Glück!
 

Benutzer2160 

Beastialische Beiträge
du hast ja inzwischen schon deinen weg gefunden :smile:

will trotzdem noch mal kurz was dazu sagen:
ich hab meinem sohn von anfang an beigebracht, dass er sich wehren soll. schon im kindergarten.
niemals anfangen, man haut/schubst/spuckt/beißt/tritt/... nicht, aber wenn das jemand mit dir macht, dann gib das gleiche zurück.
Hat bis jetzt auch ganz gut geklappt. Er hat noch nie eine rauferei oder sowas angefangen, aber er wehrt sich, wenn jemand ihn ärgert. zum glück scheint es selten vorzukommen.

ich denke, ich würde meinem sohn heute abend zu hören und dann trotzdem das gespräch in der schule suchen. aber nicht um dich für deinen sohn zu entschuldigen, sondern um dort die fakten auf den tisch zu legen. dass er seit tagen gehänselt wird usw. und dann du stolz darauf bist, dass er sich endlich behauptet hat und du nicht einsiehst, dass dein sohn den fehler gemacht hat! und nebenbei würde ich mal fragen, warum die lehrer nichts von den hänseleien mitgekriegt haben (und den kelch der schuld einfach mal weiterreichen, auch wenn es für die lehrer vll nicht möglich is, dass mitzubekommen).
geh dahin einfach nur um klarzustellen, dass nicht dein sohn der täter ist, sondern die anderen.

und sag deinem sohn, dass er keinen fehler gemacht hat, sondern dass es richtig ist, sich zu wehren. das gewalt aber grundsätzlich keine lösung ist.
 
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