Verhalten als Single mit zunehmendem Alter

Benutzer56700 

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Hallo Zusammen,

nach vielen, vielen Jahren, nun auch wieder mal ein Thread von mir...:smile: Ich bin nun seit ein paar Monaten, nach einer längeren und extrem anstrengenden Beziehung, wieder Single. Entgegen früherer Zeiten stellt sich bei mir allerdings überhaupt nicht das Bedürfnis ein, jemanden neues Kennenzulernen, obwohl ich die Vergangenheit inzwischen abgehakt habe, und richtig froh bin dass dieses "Elend" endlich vorbei ist. Ja, ich bin richtig glücklich wieder in meiner Heimat zu sein, genieße die Ruhe die ich plötzlich habe, und vermisse nichts, aber auch gar nichts. Nach dem jetzigen Stand könnte es für mich so bleiben wie es ist, so fühle ich mich wohl.

An sich nichts ganz ungewöhnliches, nur entspricht dies überhaupt nicht meiner Vergangenheit. In früheren Singlezeiten war ich jede Sekunde auf der Suche, immer auf der Suche nach etwas neuem, nach dem nächsten "Kick", aus Angst irgendwas zu verpassen. Der ein oder andere hier mag sich noch an meine zahlreichen Threads damals erinnern…:tongue:

Heute sehe ich das völlig entspannt, obwohl ich das eigentlich Altersbedingt noch kritischer sehen könnte oder sollte. Schließlich haben viele Freunde von mir schon Frau, Haus, und Kinder, während ich wieder in mein altes Leben zurückgefallen bin, obwohl ich mir auch immer eine eigene Familie gewünscht habe, und eigentlich immer noch wünsche.... Nur sage ich mir inzwischen dass sich das schon irgendwann so ergeben wird. Punkt.

Irgendwie habe ich nun das Gefühl schon alles erlebt und ausprobiert zu haben, so dass ich das heute nicht mehr brauche. Früher hätte ich die Tage seit meinem letzten Sex gezählt, heute weiß ich nocht nicht mal genau wann das genau war. Auch das ist mir völlig egal, und ich habe auch kein Bedürfnis danach.

Freunde von mir wundern sich schon, weil Sie mich so überhaupt nicht wieder erkennen. Ich war schließlich immer der “Wilde”, das ganze Wochenende am Feiern, und hatte ständig andere Mädels am Start. Heute müssen mich Freunde zum Weggehen drängen, früher war das genau umgekehrt....:ratlos:

Und ehrlich gesagt wundere ich mich über mich selbst, weil mich das alles so entspannt lässt…:cool:

Daher die Frage an Euch: War oder ist das bei Euch auch so, dass sich das "Singleverhalten" irgendwann mit zunehmendem Alter (gravierend) verändert hat?

Viele liebe Grüße
 

Benutzer39497 

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Ich finde dein Verhalten und deine Einstellung sind nachvollziehbar.

Du warst früher oft aus, hast einiges erlebt, hast dich ausgelebt und dich ausgetobt und jetzt bist du in das Alter gekommen wo du bemerkst, dass dir das viele Feiern nicht mehr so viel gibt, dass das Zielpublikum in den Tanzschuppen immer jünger wird und es für dich auch nicht mehr so erstrebenswert ist auf die "Jagd" zu gehen und ständig irgendwelche Mädchen aufzureissen.

Auch gleichaltrige Freunde sind mehr zur Ruhe gekommen, haben teilweise schon Frau, Kinder und Haus. Du hast mit der Vergangenheit, also der unglückseligen Beziehung, abgeschlossen und bist scheinbar im Moment in einer Phase, wo du dich ohne Partnerin wohl fühlst, hingegen auch nicht (mehr) der Wunsch nach sexuellen Abenteuern verspürst.

Gut möglich, dass die Phase bald vorbei ist und du das Single-Leben irgendwann doch satt hast, weil du dich nach was Neuem sehnst. Spätestens dann, wenn dir eine Frau über den Weg läuft, die du interssant findest. Bis dahin solltest du versuchen die Zeit als Single zu geniessen und den Dingen nachzugehen, wo dir der Sinn danach steht. Eine Singe-Phase in Zufridenheit kann nämlich durchaus erfüllend sein und einem dabei helfen besser zu sich selbst zu finden oder sich um Dinge zu kümmern, die einem wichtig sind oder die man im Leben unbedingt mal machen wollte und dementsprechend viel Zeit beanspruchen, dass sie mit Partner an der Seite wenig gut zu realisieren sind.
 

Benutzer56700 

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Richtig. Ich habe das Gefühl überhaupt nicht mehr "auf die Jagd" gehen zu müssen, eben weil ich schon (fast) alles erlebt habe.
Ich war immer der Ansicht meinem Glück auf die Beine helfen zu müssen, und diese Aktivitäten haben immer auch ganz gut funktioniert.

Die Frage ist nur ob das gut geht, wenn mich das jetzt alles schön enspannt lässt...:smile: Nicht dass ich nun zum "Dauersingle" mutiere...:smile: Zwar könnte das nach meinem jetzigen Stand so bleiben, "gesellschaftlich" ist man dann aber doch gezwungen irgendwann in ein "normales" Leben zurückzukehren. Und es ist ja auch mein Wunsch, auch wenn ich gerade keinen Zwang dazu verspüre.

Vielleicht ist das ganze auch noch die Erholungsphase der vergangenen Jahre. Kurios ist bei allem: Mir war noch keine Sekunde langweilig, mein Tagesverlauf ist durchgeplant, ich Suche eher nach Freiräumen, anstatt an diesen zu Verzweifeln.
 

Benutzer12529 

Echt Schaf
solange du dich wohlfühlst damit, wie es grad ist, wirst du denk ich auch einfach weiterhin nicht den drang verspüren wild durch die betten zu hüpfen oder sowas.

denke ma, irgendwann fängst du auch bewusst oder unbewusst an wieder zu suchen, aber das solltest du denk ich nicht nur machen, weil deine leute dich von früher so kennen.
hätt mir mal jemand als ich 18 rum war gesagt, dass ich mal 1,5jahre sexfrei bin, hätt ich dem auch en vogel gezeigt^^. im ersten jahr hatte es mir nicht gefehlt, ab dann aber schon phasenweise *g*.
 

Benutzer78484 

Planet-Liebe-Team
Moderator
Das wahrhaft erfahrende Raubtier lauert halt, die Beute kommt schon von alleine vor die Klauen :zwinker:

Bin zwar gerade in einer Beziehung, aber ich kann dich irgendwie ganz gut verstehen. Ich glaube wenn ich jetzt Single wäre, würde ich zwar ordentlich auf den Putz hauen, wieder mehr feiern gehen und so, aber das mit den Weibsen ist doch über die Jahre weniger "zwanghaft" geworden.
 

Benutzer108479 

Sorgt für Gesprächsstoff
Aus eigener Erfahrung kann ich nichts dazu sagen, aber ich habe "ältere" Freundinnen, denen es ebenso geht wie dir und die sich in ihrer Single-Rolle rundum wohl fühlen. Das Gute an dieser entspannten Position ist, dass man ganz andere Menschen kennen lernt und ganz andere Erfahrungen macht, als wenn man nur auf den nächsten Sex gepolt ist. Deine entspannte Haltung wird nämlich auch deine Mitwelt merken und freundlich darauf reagieren, dass von dir kein Druck auf andere ausgeht...
 

Benutzer56700 

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Ja, weniger zwanghaft, das könnte man so sagen. Vor kurzem war ich dann doch wieder in zwei meiner früheren Stammdiscotheken, und fand das ganze relativ erschreckend, bzw. ich fühlte mich dann doch etwas zu alt für das ganze. Die jungen Hüpfer waren zwar ganz nett anzuschauen, aber einen gewissen Reiz übte das ganze- im Gegensatz zu früher- dann doch nicht aus. Also bin ich quasi zu alt für die früheren Lacations, und zu jung für die ü30 Partys. Vielleicht rührt daher die Unlust, überhaupt wieder regelmäßig auf die Piste zu gehen...:zwinker:
Vielleicht ist die Strategie ganz gut, einfach auf die Beute zu warten...:tongue: Wobei ich gerade nicht wüsste wo ich die Zeit für die "Beute" her nehmen sollte, ich bin ja so schon relativ gut "durchgeplant"...:zwinker:
 

Benutzer68775  (36)

Planet-Liebe Berühmtheit
Ich hadere auch grade in Selbstreflektion :zwinker:

Ich war nie wirklich "wild" und ne Partymaus, aber ich war unter 20 defintiv mehr weg, öfter betrunken, irgendwie... irrer :zwinker:
Im Moment fühl ich mich auch wunderbar wohl - aber ich weiß gar nicht welches Beziehungsmodell ich denn nun anstrebe, und das macht das ganze etwas unrund.
Will ich bei meinem legeren Affären bleiben, unverbindlich und wechselnd, oder will ich doch ganz konventionell den einen monogam *seufz*

Was ich damit sagen will, ich versteh den Wandel, er fällt mir an mir auch auf. Ich bin von "Teenager Single Dasein" mit großem Freundeskreis, und viel neuem, spannendem auszuprobierenden irgendwie urplötzlich im Endzwanziger Single Dasein gelandet, werd das Gefühl nicht los, dass die für mich interessanten Männer unerreichbar sind und kann mich nicht dran gewöhnen sexuelles Interesse an jemanden zu entdecken, der mein Prof sein könnte :zwinker:

Ich hab das Gefühl grade eigentlich ganz zufrieden in einem Schwebezustand zu verharren, mich gelegentlich umzuschaun und was mitzunehmen. Aber nichts davon fühlt sich wirklich richtig an, also schau ich ganz entspannt weiter.

Mir sitzt auch nicht die biologische Uhr im Nacken, da in meiner ganz persönlichen Lebensplanung eigentlich keine Kinder vorkommen, und das bei einer potentiellen Partnerschaft ein Diskussionspunkt wäre.

So, viel zu mir, wenig Kommentare zu deiner speziellen Situation... aber du hattest auch nach andern Erfahrungen und Wahrnehmungen gefragt. Deine Situation und Denkweise dazu find ich eigentlich so anschaulich beschrieben, dass dem nicht viel hinzuzufügen ist...
 

Benutzer20976 

(be)sticht mit Gefühl
Zwar könnte das nach meinem jetzigen Stand so bleiben, "gesellschaftlich" ist man dann aber doch gezwungen irgendwann in ein "normales" Leben zurückzukehren.
Was meinst du damit? Dass es "unnormal" ist, nicht liiert zu sein, bzw. als falsch gilt?

Ich sehe das nicht so. Zwar bin ich selbst schon lange liiert und glücklich mit dem Mann meines Herzens. Dafür habe ich erst relativ spät angefangen und war (mit einer Ausnahme von ein paar Monaten mit 20) immer solo, bis ich 23 war. Und das fand ich nicht wirklich "schlimm", ich hatte keinen Leidensdruck, nur weil ich nicht Teil eines Doppelpacks war. Auch heute spreche und denke ich nicht immer als "Wir" und bin auch gern mal allein unterwegs. In meinem Freundes- und Bekanntenkreis gibts sowohl Leute, die eben in einer Beziehung sind, als auch Leute, die solo sind. Ich finde es seltsam, "Solisten" darauf zu reduzieren, dass sie eben solo sind, und nehme auch gar nicht an, dass jeder Single sich hauptsächlich als solcher empfindet und auf der Suche nach einem Partner ist. Ich war in meinem Leben nur dreimal verliebt und fands immer erstaunlich, wie schnell und häufig andere sich ins nächste Abenteuer stürzen und "entflammen". Scheint so, als fehlt manchen Menschen was, wenn sie nicht irgendwie in Liebesdingen unterwegs sind. :zwinker: (Keine Wertung - Menschen sind eben verschieden.)

Und es ist ja auch mein Wunsch, auch wenn ich gerade keinen Zwang dazu verspüre.
Okay - und inwiefern ist das ein Problem? Dich scheint es ja sehr zu irritieren, dass Du einfach entspannt und zufrieden lebst und nicht so "getrieben" bist wie früher. Aus meiner Sicht ist es jedoch eher unnormal, so getrieben und unruhig zu sein, wie Du es früher warst...

Vielleicht ist das ganze auch noch die Erholungsphase der vergangenen Jahre. Kurios ist bei allem: Mir war noch keine Sekunde langweilig, mein Tagesverlauf ist durchgeplant, ich Suche eher nach Freiräumen, anstatt an diesen zu Verzweifeln.
Dann mach doch einfach so weiter. Wenn Dich Discos/Clubs nicht reizen - das ist ja nicht die einzige Art, wie man seine Freizeit verbringen kann.

Müßiggang ist übrigens auch eine Kunst - vielleicht ist es gar nicht so verkehrt, mal Luft zu lassen und nicht alles durchzuplanen. Carpe diem, jaja, aber nicht jede Stunde des Tages muss "genutzt" werden.
 

Benutzer56700 

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Tja, ich weiß eigentlich genau was ich will (Heirat, Haus, Kinder), fühle mich aber dennoch in meiner derzeitigen Situation pudelwohl.

Ich will in meiner (kleinen aber feinen) Wohnung bleiben, hier habe ich alles was ich brauche, fühle mich wie im Dauerurlaub, und will das gar nicht ändern. Allein diese Tatsache dürfte meinen eigentlichen Zukunftsplänen im Weg stehen... Ein Haus? Ja, das hatte ich bis Ende letzten Jahres schon, brauche ich das wirklich nochmal? Alleine die Tasache mein geliebtes Zuhause nochmals aufgeben zu müssen, versetzt mich schon in Angst und Schrecken...:tongue: Verlobung Hochzeit? Hatte ich (bis auf den Finalen Akt) auch schon...

Affären, ONS? Auch das war mal. Zwar nicht in näherer Vergangenheit, sondern in früheren Singlezeiten. Auch das will und brauche ich gerade überhaupt nicht, das wäre schließlich nur unnötiger Stress.

Nein, ich will nichts mehr ausprobieren. Eine Zukünftige Beziehung sollte kein Experiment mehr sein, sondern etwas für die Ewigkeit- sofern dies überhaupt möglich ist...:smile:.
 

Benutzer68775  (36)

Planet-Liebe Berühmtheit
Tja, ich weiß eigentlich genau was ich will (Heirat, Haus, Kinder), fühle mich aber dennoch in meiner derzeitigen Situation pudelwohl.

Bist du dann sicher, dass sich das, was du "immer wolltest" vielleicht von Nahem betrachtet gar nicht das ist, was zu dir passt und die glücklich macht?
Ich hab gar nichts "was ich immer wollte"
Ich wollte nur zufrieden sein...

Nein, ich will nichts mehr ausprobieren. Eine Zukünftige Beziehung sollte kein Experiment mehr sein, sondern etwas für die Ewigkeit- sofern dies überhaupt möglich ist...:smile:.

Das dürfte sich als Problem herausstellen, mit 30 ist man noch keine 75 :zwinker:
Ich fürchte, eine Beziehung ist immer... Gegenwartswert und Ausprobieren. Darum frag ich mich auch schon lange, wozu man sich den Stress eigentlich antut. So toll ist es nun auch wieder nicht.
Jaja, vorblättern im Lebensdrehbuch würde Licht ins Dunkel bringen...
 

Benutzer106548 

Team-Alumni
'N Abend,

ich kann das für mich auch ähnlich beschreiben, es begann mit etwa 29 und endete mit ~31 Jahren. Sprich: bei mir ging es nicht so plötzlich wie bei Dir, es war eine sanftere Entwicklung, aber es gab auch keinen wirklichen Auslöser. Die letzte ernstzunehmende Beziehung lag schon 'was zurück und ich lebte das (fast) klassische Single-Leben. Mit großer Freude. Auch heute denke ich gerne an die Zeit zurück (ohne sie wiederhaben zu wollen).
Aber irgendwann kamen mehr und mehr Gedanken an die Zukunft, gepaart mit einer wachsenden Langeweile am Nachtleben ("Partyleben" nannte man das damals nicht :zwinker:). Letzteres habe ich jahrelang sehr intensiv genossen, bedingt auch durch meinen Kellner-Job. Nur gab es mir irgendwann nichts Neues mehr, alle anderen Menchen, die nachts unterwegs waren, kannte man mittlerweile. Die immer ähnlichen Allohol-geschwängerten Gespräche wurden öde, die Menschen zunehmend uninteressant. Außerdem änderten sich meine Interessen, sowohl Hobbies als auch meine berufliche Zukunft. Da konnte ich zunehmend den dicken Schädel am nächsten Tag nicht mehr gebrauchen. Man könnte auch sagen: die Tage wurden interessanter als die Nächte.
Ein weiterer Punkt war ganz klar auch mein Alter: das Nachtleben hier in meiner Stadt ist fast ausschließlich studentisch geprägt und das geht einem irgendwann einfach auf den Sack. Es ist immer das Gleiche mit der gleichen Art Mensch. Nur im Vergleich zu mir immer jünger werdend.
Auf der anderen Seite der Medaille standen dann meine engeren Freunde und Bekannte, die in dem Alter nur noch extreme-Hochzeiting und extreme-Häusle-bauing betrieben, was mir genauso auf den Sack ging. Und ergab sich dann mal eine der seltenen Gelegenheiten, daß ein Freund mal ohne Frau Zeit hatte, durfte ich mir das Geheule anhören, daß es ihnen in der Ehe und mit dem Hauskredit ja so schlecht ginge und mir so gut.

Und darüber bin ich auch in so ein "Gleiten" geraten, ich habe Vieles und Viele hinter mir gelassen und war eben nicht auf der Suche nach etwas Neuem, sondern habe es (was immer "es" auch war) einfach kommen lassen. Ich finde, Du hast das super beschrieben, das trifft es auch für mich damals.

Übrigens, das erzähle ich jetzt nur, um einen Abschluss zu finden: so sanft ich in diese Phase hineingeglitten bin und so sanft sie verlaufen ist, so abrupt endete sie: ich lernte eine Frau kennen und verliebte mich so, wie ich es bis dahin nicht kannte. Wir kamen auch zusammen (dachte ich) und 3 Monate später war's von einer Minute auf die andere aus: eine Woche später hat sie geheiratet, ich war nur ihre Torschlusspanik.
Einen Tag später bin ich wieder zur Uni und habe mich eingeschrieben, alles andere (bis auf den Kellnerjob) aufgegeben und habe mich vom ersten Tag an komplett reingehängt. Daß das so ging und gut lief und mir außerdem Spaß machte, war eine Folge der Prozesse der letzten Jahre. Ich habe es ebenso genossen.

Heute bin ich viel ruhiger, lebe ruhiger, habe dafür aber 1000 andere, neue Interessen und Menschen dazu gewonnen. Das Partyleben von damals hat seinen Reiz einfach verloren, was nicht heißt, daß ich nicht gerne auch lange 'rausgehe, aber es ist immer noch so ein wenig Routine, die mich nicht wirklich fesselt. Etwas Neues erlebe ich da nicht mehr.

Mark11


Edit nach Deinem letzten Beitrag:
caotica hat völlig Recht: eine Beziehung ist immer auch ein Experiment, von dem man maximal ein kurzfristiges Zwischenergebnis kennt, nie aber das Resultat. Aber genau das macht es doch auch spannend und erlebenswert.
Ich habe übrigens ein Jahr später (also mit 32) die Frau kennengelernt, mit der ich heute noch zusammen bin und die mich dieses Jahr heiraten wird (und ich sie :zwinker:) Auch das wäre für mich so paar Jahre vorher wohl eher undenkbar gewesen. Also mach Dir keinen Kopp. Wie man bei uns sagt: et kütt wie et kütt
 

Benutzer20976 

(be)sticht mit Gefühl
Willst Du denn Heirat-Haus-Kinder wirklich selbst - oder denkst Du nur, dass sich das eben so gehört?

Du bist grad mal 30, von daher ist da kein Grund für Torschlusspanik. Genieß das Leben, sei offen für Menschen und Erfahrungen, reise, treib Sport, geh Hobbys nach... Falls Du im Lauf der Zeit wieder Lust auf unverbindliche Romanzen bekommen solltest, viel Spaß dabei (muss doch nicht automatisch stressig werden?), ich weiß nicht, warum Du das aktuell so ausschließt.
Ich fänds auch falsch, jetzt davon auszugehen, dass die nächste Beziehung dann bitte "für immer" zu sein hat. Das sorgt doch für unnötig Druck, wenn Du Menschen kennenlernst - quasi sofort der Check, ob die Kandidatin wohl fürs Modell Heirat-Haus-Kinder taugt. Wenn nicht, gar nix erst anfangen? Schau, was passiert. Schau, wem Du begegnest. Was aus einer Begegnung werden kann, ist doch vorher nie klar. Es kann eine Bekanntschaft werden, eine Freundschaft, eine mehrjährige Beziehung oder auch nur eine Romanze. Ich würde nicht von vornherein nach dem richtigen Etikett suchen, sondern einfach offenlassen und abwarten, was sich entwickelt. Ich habe Leute in meinem Umfeld, die seit fünfzehn Jahren zusammen sind, obwohl es zu Beginn nur als lose Zwischendurch-Sache betrachtet wurde. :zwinker:

Letztlich ist jeder Kontakt mit anderen ein "Experiment".
 
1 Woche(n) später

Benutzer115609  (35)

Sorgt für Gesprächsstoff
Hallo!

Mir wurde dieser Thread hier empfohlen und ich bin froh darüber das hier lesen zu können.

Ich bin w und 26 Jahre alt, werde heuer noch 27 Jahre.

Ich war die absolute Partykönigin. Es wurde das WE durchgefeiert, getrunken, getanzt und uns musste man aus der Bar/Club/Disco raus treten.
Am Montag wurden dann schon wieder Pläne fürs WE gemacht. Ich hatte ONS, fast bei jedem mal weg gehen mit irgendeinen Typen rum geschmust (wenn ich gerade Single war) , ja man kann sagen, Party war mein Leben und auch wenn ich Beziehungen hatte, ging ich trotzdem regelmäßig feiern.

und plötzlich vor ca. 7-8 Monaten aus und vorbei. Ich bin oft wirklich gereizt, wenn ich weg gehe. Ich verbringe meine WE viel lieber in der Natur gehe spazieren, Kino, Wandern oder mache Sport.
Meine Partyfreundinnen haben sich von mir abgewendet, was mir egal ist. Ich bin irgendwie wie ausgewechselt. Das kuriose ich bin gerade Single dh ich könnte das volle Programm wieder durchziehen nach dem ich mich immer gesehnt habe und will jetzt nur mehr eine Beziehung, Haus, Hof, Garten, Kinder, Hund :zwinker:)

Ich habe Angst irgendwie eigen zu werden. Ich kapsle mich nicht ab und sitze nur zu Hause, ich mache recht viel aber halt lieber Tagsüber und viell. mal was trinken gehen aber alles ganz gemütlich.

Wollte mir das mal von der Seele schreiben :smile:)
 
2 Monat(e) später

Benutzer56700 

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Soo, da das Thema nach wie vor aktuell ist, will ich diesen Thread mal wieder aus der Versenkung holen...:smile:

Inzwischen ist das letzte Desaster ein halbes Jahr her, und geändert hat sich quasi nichts. Mir geht es immer noch bestens, und ich wundere mich immer noch über mich selbst...:smile: Vor ein paar Jahren hätte ich nach dieser Zeit des "Singledaseins" schon auf höchstem Niveau gejammert, aber nein, die Depriphase will einfach nicht kommen. Ich genieße MEIN Leben, und mache einfach was mir Spaß macht. Ganz im Gegensatz zu früher...:zwinker: Und siehe da, es geht auch ohne Frauen. Mein Tag ist durchgetaktet, Langeweile gibt es nicht.

Natürlich denke ich immer wieder daran, dass es nun Zeit wäre jemanden kennenzulernen. Schließlich sollte man in meinem Alter mit der Familienplanung zumindest begonnen haben... Aber auch diese Gedanken schiebe ich immer schnell beiseite. Interessentinnen gibt es immer wieder... Aber jede Annäherung breche ich bereits in der ersten Phase ab, mir fehlt einfach jegliche die Lust dazu. Oder befürchte ich das nächste Desaster und will mich davor schützen?

Interessant finde ich dass ich auch Sex in keinster Weise vermisse. Vielleicht weil Sex Annäherung bedeutet, und jede Annäherung mich aus meinem derzeitigen tollen Leben reißen könnte?

Auf jeden Fall ist das ganze bisher ein sehr interessantes Experiment....
 

Benutzer117064 

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ich finde es gerade toll das es noch männer gibt die gerade nicht dauernt auf der suche sind, die nicht immer denken sie würden etwas verpassen. :zwinker:
 

Benutzer56700 

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ich finde es gerade toll das es noch männer gibt die gerade nicht dauernt auf der suche sind, die nicht immer denken sie würden etwas verpassen. :zwinker:

Das war bei mir aber nicht immer so...:smile: Bis zu meiner letzten Beziehung war ich ein ausgeprägter "Jäger und Sammler". Ein Wochenende ohne Party war damals eine Katastrophe, und wenn eine Freundin weg war, musste gleich die Nächste, oder ein "Spaßobjekt" her. Vielleicht war das gut so, denn heute frage ich mich was ich diesbezüglich eigentlich noch neues erleben könnte? Die Antwort ist einfach: Nichts! Daher spare ich mir den Stress, und mache einfach das wozu ich gerade Lust habe. Letztens kam ich z.B. auf die Idee mir einfach so ein zweites Auto zu kaufen. Fahren kann ich zwar immer nur eins, aber egal...:grin: Dinge die in meiner letzten Beziehung ein Desaster ausgelöst hätten. So konnte ich das einfach machen, ohne mich irgendwo zu rechtfertigen...:zwinker:

Und nebenbei warte ich vielleicht doch noch auf DIE Richtige, anstatt mich mit halblebigem "Mist" zu begnügen...*lach* Die Frage ist nur ob diese Strategie aufgeht, denn ich war bisher immer der Meinung dass man seinem Glück irgendwie auf die Sprünge helfen muss......
 
G

Benutzer

Gast
Daher die Frage an Euch: War oder ist das bei Euch auch so, dass sich das "Singleverhalten" irgendwann mit zunehmendem Alter (gravierend) verändert hat?

Ist immer gleich deprimierend bei mir. Ich bin mit absolut bewusst, meine Jugend richtig verpasst zu haben und auch meine Zeit jetzt zu verpassen, bin aber zu psychisch verkehrt, um irgendetwas zu ändern.
 
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