Job Unterstützung bei Jobsuche?

Benutzer64931 

Verbringt hier viel Zeit
Meine Frau ist seit Anfang des Jahres auf Jobsuche ("normale" Stelle oder Doktorandenstelle) und findet einfach nichts.
Ihr Diplom (Chemie) war gut, ihre Abschlussarbeit hat sie in einem großen deutschen Unternehmen gemacht.

Aber egal wieviel sie sich bewirbt, sie hatte erst 2 Vorstellungsgespräche. Sie nimmt das sichtlich mit, da sie mehr und mehr an sich zweifelt. Sie hat v.a. Angst, dass je länger sie sucht, die Erfolgsaussichten immer geringer werden.

Die Bewerbungen bzw. Anschreiben sind gut, aber irgendwie hilft das alles nix. Das Arbeitsamt ist bei der Jobsuche auch keine Hilfe (wie erwartet).

Hat hier jemand Tipps, wie ich meine Frau motivieren kann? Wie ich ihr helfen kann?

Kennt diese Situation jemand und kennt ein paar Tipps um diese Durststrecke zu überwinden?

Danke!
 

Benutzer59943  (40)

Verhütungsberaterin mit Herz & Hund
Die Bewerbungen bzw. Anschreiben sind gut, aber irgendwie hilft das alles nix.
Wer beurteilt das?

Wenn dein Frau kaum eingeladen wird, dann liegt es sehr wahrscheinlich an der Form ihrer Bewerbung. Da gibts viele Möglichkeiten. Entweder formuliert sie ihr Anschreiben schlecht bzw. zu schlecht und/oder in ihrem Lebenslauf gibts Lücken??
Ansatzpunkte gibts da viele.

Dass das zermürbt, weiß ich selbst sehr gut. Pauschaltipps hab ich leider keine.
Außer Mut zusprechen, auch wenns noch so abgedroschen klingt.
Und die Freizeit irgendwie so gestalten, dass man ein bisschen Kraft draus ziehen kann. Und für Alltagsdinge öfter Lob aussprechen: :smile: Das finde ich sehr wichtig.
 

Benutzer64931 

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Wer beurteilt das?

Wenn dein Frau kaum eingeladen wird, dann liegt es sehr wahrscheinlich an der Form ihrer Bewerbung. Da gibts viele Möglichkeiten. Entweder formuliert sie ihr Anschreiben schlecht bzw. zu schlecht und/oder in ihrem Lebenslauf gibts Lücken??
Ansatzpunkte gibts da viele.
Sowohl der Betreuer von der Arbeitsagentur als auch diverse Bekannte die selber Leute einstellen haben ihr "OK" gegeben.
Die Lücke im Lebenslauf ist natürlich die, die sich gerade entwickelt. Je länger sie sucht, desto größer wir die Lücke.

Meine 1. Überlegung war es nun, parallel nach Praktika zu suchen, um sich weiterzubilden und keine allzugroße Lücke entstehen zu lassen.
 

Benutzer92211 

Sehr bekannt hier
Ich denke auch, dass es am Anschreiben bzw. der generellen Form der Bewerbung liegt, oder aber daran, dass ihre Qualifikation nicht zu 100 % zu den Stellen passt, auf die sie sich bisher beworben hat.

Vielleicht magst du ihr Anschreiben mal (natürlich anonymisiert :zwinker: ) hier posten? Hier haben oft viele User nützliche Tipps. :smile:
 

Benutzer64931 

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Natürlich passt sie oft nicht 100%ig auf die Stellen, da sie sich während ihres Studiums auf einen bestimmten Bereich spezialisiert hat. Wie das aber leider so ist, gibt es in so speziellen Bereichen weniger Arbeitsplätze, deswegen bewirbt sie sich natürlich auch auf Stellen, die auch noch auf ihre Qualifikation passen, aber eben nicht ganz so perfekt.
 

Benutzer92211 

Sehr bekannt hier
Natürlich passt sie oft nicht 100%ig auf die Stellen, da sie sich während ihres Studiums auf einen bestimmten Bereich spezialisiert hat. Wie das aber leider so ist, gibt es in so speziellen Bereichen weniger Arbeitsplätze, deswegen bewirbt sie sich natürlich auch auf Stellen, die auch noch auf ihre Qualifikation passen, aber eben nicht ganz so perfekt.

Hey, das war doch kein Vorwurf. :zwinker: Habe ich nach meinem Studium (ich bin ebenfalls stark spezialisiert und in meiner Branche gibt es generell nicht viele Stellen) genauso gemacht, und mir ging es ähnlich wie deiner Freundin. Deswegen verstehe ich sehr gut, dass das an einem nagt; ich meinte eben nur, dass es ziemlich normal ist, dass einen nicht alle jubelnd zum Vorstellungsgespräch einladen, wenn man genau weiß, dass es nicht 100%ig passt. :zwinker: Auf der anderen Seite ist es natürlich gut, dass sie sich trotzdem dort bewirbt.
 

Benutzer109402 

Meistens hier zu finden
Lieber TS, ich kann sehr gut nachempfinden, was deine Freundin gerade durchmacht. Man ist so voller Energie und freut sich nach erfolgreichem Uniabschluss- ist voller Tatendrang. Und dann passiert: nichts. Ich hab auch knapp ein Jahr gesucht und das ist nicht ungewöhnlich, auch nicht für Akademiker, leider.

Du kannst sie nur weiterhin unterstützen, denn das ganze zehrt dermaßen am Selbstwertgefühl, weil man irgendwann doch glaubt, nicht gut genug zu sein. Und wenn du schreibst, ihre Bewerbungen sind formal OK, dann glaub ich dir das auch- war bei mir auch so. Hab sogar ein Bewerbungscoaching gemacht mit Gesprächen üben und allen möglichen Analysen der Bewerbung etc. - es war immer alles gut. Was mir geholfen hat, war mein Selbstwertgefühl wieder zu steigern, weil das ein Bewerbungskurs rein für Akademiker war und man sich verstanden gefühlt hat, weil es allen anderen genauso ging- quer durch verschiedenste Studienfächer.

Es liegt eben nur bis zu einem gewissen Grad in der eigenen Hand- und es ist kein persönliches Versagen, wenn es sich hinzieht mit der Jobsuche. Das kann an allem möglichen liegen, gerade Doktorandenstellen werden nur zweimal im Jahr ausgeschrieben.. dann gibt es schlechte Jahre, wo kein Geld da ist.. Jobs die mies bezahlt sind, auf die man sich nicht bewerben will.. sogenannte Imageausschreibungen großer unternehmen, die aber schon intern besetzt sind.. manche suchen eben keine "Einsteiger" sondern Leute mit Erfahrung..

Und dann hat es eben doch noch mit der ersten Stelle geklappt :smile: ..man muss nur durchhalten, auch wenns schwer ist. Ach: Meine Bewerbungscoacherin meinte damals zu mir, wir sollten eben nicht den Fehler machen, weiter Praktikas zu machen, das haben wir schon im Studium gemacht und wir sind fertig ausgebildet und was wir gelernt haben, ist was wert (vor allem einen ordentlichen Arbeitsvertrag mit gerechter Vergütung). Basta.
 

Benutzer64931 

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Das mit dem Bewerbungskurs ist eine gute Idee. Wenn man Leute trifft, die das gleiche Problem haben, sieht man, dass es an der allgemeinen Situation liegt und nicht an einem selbst. Das schafft dann wieder Motivation.
 

Benutzer30735 

Sehr bekannt hier

Dem Beitrag kann ich mich zu 100 % anschließen :jaa:

Ich habe jetzt über ein Jahr nach einem Job gesucht, war auch voller Elan nach dem Studium aber nichts passierte. Ich war in dem Jahr übrigens auch "nur" bei 4 Bewerbungsgesprächen, für eines hatte ich jetzt noch eine Einladung, aber jetzt habe ich ja schon eine Stelle.

Sind bei ihr generell wenige Stellen ausgeschrieben?
Gibt's bei ihr irgendwie die Möglichkeit freiberuflich zu arbeiten? (Kenne mich in dem Bereich leider nicht aus)

Ich habe versucht, soweit es finanziell gegangen ist, Fortbildungen/Fachseminare zu besuchen (macht sich dann auch gut im Lebenslauf), habe geringfügig was ganz anderes gearbeitet und ein bisschen freiberuflich.
Und jetzt wo ich eine Anstellung habe, kommen immer mehr Anfragen, ich ernte jetzt sozusagen, was ich gesä(h?)t habe.

Ich war übrigens auch der Ansicht, dass ich nach dem Studium keine Praktika machen werde, habe mich damals aber trotzdem für ein (bezahltes) beworben, das wurde dann aber nichts. War dann zwischendurch schon so verzweifelt dass ich unbezahlte Praktika gemacht hätte um meine Chancen zu erhöhen, dann dort unterzukommen bzw. auch wieder Kontakte zu knüpfen - das ist übrigens auch ganz wichtig: Auf Seminaren habe ich immer wieder neue Berufskollegen kennengelernt, die dann vl. wieder etwas gewusst hatten (viele Stellen gehen bei uns leider "unter der Hand" weg...).

Ich kann gut verstehen, wie es deiner Freundin geht, hatte heute erst ein Treffen mit jemanden, der mir erzählt hat, dass es im vergangenen Jahr ganz vielen so ging, Uni-Absolventen usw.

Da ist es ein bisschen zu kurz gedacht, dass es dann nur an der Bewerbung liegt, wenn man nicht zu einem Gespräch eingeladen wird :ratlos:
Meine ist sehr gut, habe viel Geld in professionelle Fotos gesteckt, mein Freund arbeitet an meiner Website, bin zu einem Bewerbungstraining auf der Uni gegangen, etc. Daran lag's bei mir nicht.
Ich habe zB oft Absagen bekommen, weil ich keine Berufserfahrung habe/hatte - ja witzig, wie soll ich die denn sammeln?

Wichtig: Nicht lockerlassen, wenn ich einen Tipp bekommen habe, dass eine Stelle frei wird, bin ich mit meinen Bewerbungsunterlagen da hin und hab mich persönlich vorgestellt - da wurde ich dann auch zum Gespräch eingeladen :smile:

Ich drücke auf jeden Fall die Daumen :smile:
 

Benutzer64931 

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Der Tipp mit den Fachseminaren und Fortbildungen ist gut. Wie findet man den solche Fortbildungen/Seminare? Also ganz grundsätzlich, wohin sollte ich bzw. sie sich wenden? Uni, Arbeitsamt? Ich hab leider keine Ahnung was dafür die beste Anlaufstelle ist...
 

Benutzer109402 

Meistens hier zu finden
Ich habe zB oft Absagen bekommen, weil ich keine Berufserfahrung habe/hatte - ja witzig, wie soll ich die denn sammeln?

Genau, das war ja das aberwitzige. Und Praktikas zählen nicht als Berufserfahrung, war auch immer so ein Spruch :rolleyes:. Also deine Freundin soll bloß nicht aufgeben, vielen Absolventen geht es so.
 

Benutzer54399 

Planet-Liebe Berühmtheit
Wie viele Bewerbungen hat sie denn geschrieben? Damit man mal weiß, wie wenig die 2 Gespräche wirklich sind.

Habt ihr es mal mit einem Headhunter versucht? Einfach mal bei Xing ein Profil machen, dann sollten sich mit der Zeit eigentlich einige melden. Wobei ich nicht sagen kann wie das in der Branche deiner Frau aussieht.
 

Benutzer30735 

Sehr bekannt hier
Der Tipp mit den Fachseminaren und Fortbildungen ist gut. Wie findet man den solche Fortbildungen/Seminare? Also ganz grundsätzlich, wohin sollte ich bzw. sie sich wenden? Uni, Arbeitsamt? Ich hab leider keine Ahnung was dafür die beste Anlaufstelle ist...

Uni wär schon mal gut, bei uns ist es praktisch, wir haben eine Berufsverband, da bekomme ich immer Newsletter, ansonsten gibt es bei uns halt viele Verbände, Gesellschaften, die sich um meinen Beruf drehen, auf deren Websites waren auch immer Termine aufgelistet.


Genau, das war ja das aberwitzige. Und Praktikas zählen nicht als Berufserfahrung, war auch immer so ein Spruch :rolleyes:. Also deine Freundin soll bloß nicht aufgeben, vielen Absolventen geht es so.

Nicht wirklich, das stimmt (hatte während meines Studiums ja etliche). Mir war das bezahlte in erster Linie wichtig, weil ich so trotzdem mal in meinem Beruf arbeiten hätte können und dort gab es auch Aussicht auf eine Anstellung...und ein freiwilliges hätte ich einfach gemacht um wieder "präsent" zu sein - einen guten Eindruck dort zu hinterlassen und evtl. empfohlen zu werden, usw. Das war mir immer wichtig, dass so viele wie möglich wissen, dass ich eine Stelle suche :grin: Kontakte und so, das hat schon ein bisschen geholfen.
 

Benutzer64931 

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Ich kann die Anzahl nur schätzen (ich habe die Zahlen absolut nicht im Kopf) aber so 30-40 könnten es sein. Wobei es für ihre Richtung wenige Stellen gibt und sie sich auch auf Stellen bewirbt, auf die sie nicht so gut passt.

Ein Xing Profil hat sie, aber dort bekommt sie keine Anfragen - ihre Branche ist da leider etwas zu speziell. Und ohne Doktor sieht es ja noch übler aus, aber Doktorandenstellen gibt es ja auch kaum. Es ist schon ein Teufelskreis - die Firmen wollen eigentlich nur promovierte Leute, fördern aber keine Unis, damit dort mehr Leute promovieren können...
 

Benutzer59943  (40)

Verhütungsberaterin mit Herz & Hund
Sowohl der Betreuer von der Arbeitsagentur als auch diverse Bekannte die selber Leute einstellen haben ihr "OK" gegeben.
Auf die Betreuer der ARbeitsagentur würde ich pauschal mal gar nichts geben. Was die da an Musterbewerbungen formulieren, da lacht sich jeder Personalchef einfach nur tot.
Meine ehemalige Betreuerin hat sich da munter 1 Stunde lang mit mir darüber gestritten, ob in den Satz nun ein Komma gehört oder nicht. Umgekehrt kam von ihr nie ein Tipp in Richtung Umstrukturierung des Lebenslaufs. Das hab ich bei einem Bewerbungscoaching gelernt und das war richtig sinnvoll. :smile: Der Inhalt bleibt zwar gleich, aber er wird ganz einfach anders niedergeschrieben und macht dadurch viel mehr her. Grade bei mir, denn ich hab lebenslauftechnisch eher wenig vorzuweisen. :hmm:

Meinungen zu Bewerbungen sind meistens subjektiv. Leider. Es gibt keine pauschalen Regeln, an die man sich halten kann. Vieles ist ganz einfach Geschmackssache.
Nach 30 Bewerbungen hätte ich an Stelle deiner Frau aber längst was verändert. Man langweilt sich ja irgendwann auch selbst.
Wie oft hat sie ihr Foto verändert?
Arbeitet sie mit Deckblatt oder ohne? Wie groß ist das Foto? Schwarz weiß oder Farbe?
Einfach mal die Art der Anrede verändern... Mal frecher sein, mal dreister, mal höflicher.
Man kann da viel variieren und man muss da wirklich auch was riskieren.
 

Benutzer64931 

Verbringt hier viel Zeit
Das Foto ist professionell gemacht und immer in Farbe.
Die Bewerbungen sind meistens per Mail, nur ganz selten schriftlich. Das Anschreiben ist immer auf die jeweilige Stelle angepasst.
Aber eigentlich sollte das hier weniger um das Bewerbungsschreiben an sich als um zusätzliche Möglichkeiten gehen. Trotzdem danke :zwinker:
 

Benutzer59943  (40)

Verhütungsberaterin mit Herz & Hund
Das Foto ist professionell gemacht und immer in Farbe.
Ich hab nicht unterstellt, dass es schlecht ist. :zwinker:
Ich hab nur gemeint, man könnte nach 40 Bewerbungen mit ein und dem selben Foto einfach mal ein anderes nehmen. :zwinker: Normalerweise macht man bei einem Shooting sowieso mehr als eine Aufnahme, ändert die Kleidung und/oder den Hintergrund und hat am Ende mindestens 2 verschiedene Bilder. Und da kann man noch mir Farbe und schwarz-weiß variieren, je nach Branche.
Die Bewerbungen sind meistens per Mail, nur ganz selten schriftlich.
Und das ist immer so gewünscht von den Firmen? Also wollen die wirklich keine Mappen?

Zusätzliche Möglichkeiten gibts sicherlich, die erwähnten Kurse zum Beispiel. Da muss deine Frau beim Arbeitsamt fragen. Die gibts oft aber erst genehmigt, wenn man eine gewisse Zeit arbeitslos war. Oft auch erst, wenn man ALG II bezieht. Einfach mal fragen. :zwinker:
Es gibt auch private Arbeitsvermittler. Die kosten aber natürlich.
 

Benutzer64931 

Verbringt hier viel Zeit
Ja, Bewerbung per Mail ist i.d.R. vorgegeben.
Da ich recht gut verdiene und sie ja ein Diplom hat, bezahlt das Amt keine Weiterbildungen (schon nachgefragt).
Wobei das nicht tragisch ist, da ich sowas auch steuerlich absetzen kann :grin:

Aber sie hat eben eine Einladung zu einem Vorstellungsgespräch bekommen, vielleicht klappts ja diesmal.
Aber Tipps dürfen gerne weiterhin kommen :zwinker:
 

Benutzer59943  (40)

Verhütungsberaterin mit Herz & Hund
Dann drück ich für das Gespräch schon mal die Daumen. Ewig kann man ja kein Pech haben. Irgendwann klappts. :zwinker: :smile:

An eurer Stelle würde ich mal nach Bewerbungscoaches in eurer Gegend googeln. Hier bei uns inserieren die oft auch in der Tageszeitung und verweisen auf ihre Homepage. Da kann man dann mal nachlesen. Was die so verlangen, weiß ich nicht. ABer fragen kostet ja erstmal nichts. :zwinker:
 

Benutzer30735 

Sehr bekannt hier
Ich wünsche auch viel Erfolg für's Gespräch.

Achja, letztendlich hat dann bei mir geholfen, dass ich eigentlich einen anderen Weg eingeschlagen habe und dann gar nicht mehr sooo verbissen auf Jobsuche war und dann hats plötzlich geklappt :zwinker: Manchmal steht man sich ein bisschen selbst im Weg.
 
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