Umfrage zu unterschiedliche Bedürfnisse beim Beziehungssex

hattest du schon mal Probleme wegen unterschiedlichen Bedürfnissen beim Beziehungssex?


  • Anzahl der Umfrageteilnehmer
    65
Edelweiss
Benutzer161456  Sehr bekannt hier
  • #1
Weil hier immer wieder mal das Thema zuwenig/zuviel/zuschlechter Sex diskutiert wird, würde ich hierzu mal eine Umfrage starten.

Habt/Hattet ihr in eurer Beziehung schon mal Erfahrung mit unterschiedlichen sexuellen Bedürfnissen gemacht?

Wann war das? In welchem Alter, in welcher Lebensphase?

Mit wem war das?

Was war die Ursache, wo waren die grossen Differenzen?

Hatte dieser Umstand auch Auswirkungen auf die restliche Beziehung?

Wenn ja,
in wie fern?

Wie lange ging das gut?

Wer hat unter der Situation mehr gelitten?

Konntet ihr das Thema miteinander besprechen?

Wie sahen die Konsequenzen aus,
Seid ihr noch zusammen?

Wenn nein ,
was waren die Gründe dafür?

Hattet ihr von Anfang an eine gemeinsame Linie?

Seid ihr noch zusammen?

Danke für eure Antworten:smile:
 
Edelweiss
Benutzer161456  Sehr bekannt hier
  • Themenstarter
  • #2
Off-Topic:
Frage: könnte jemand der Mods die 3. und 9. Umfrage oben noch in m@ ändern, da ist ein Fehler...danke
 
G
Benutzer Gast
  • #3
Edelweiss
Benutzer161456  Sehr bekannt hier
  • Themenstarter
  • #4
Off-Topic:

Da sind noch mehr falsche Geschlechtszuordnungen drin ...
Danke. Es musste sehr schnell gehen, da man dooferweise nur nachträglich Umfragen einfügen kann und das dann auch nur solange, bis der erste auf die Umfrage reagiert.
 
Firebird
Benutzer38570  Planet-Liebe Berühmtheit
  • #5
Ich kenne solche Inkompatibilitäten nur selten und dann auch nur bei ONSs. Bevor ich mit jemanden ins Bett steige oder gar eine Beziehung eingehe, prüfe ich die sexuelle Kompatibilität - alles andere macht für mich auch keinen Sinn.
 
Edelweiss
Benutzer161456  Sehr bekannt hier
  • Themenstarter
  • #6
Bevor ich mit jemanden ins Bett steige oder gar eine Beziehung eingehe, prüfe ich die sexuelle Kompatibilität -
schon vor dem ersten sex? wie geht das? Erzählen kann man ja viel.
 
Armorika
Benutzer172677  Beiträge füllen Bücher
  • #7
Früher hab ich solchen Frust quasi gesammelt.

Von null Libido seinerseits nach der ersten wilden Phase über rein-raus-muss-genügen bis zu Vorwürfen, bei mir stimme was nicht weil zuviel Sex/zuwenig Sex/den falschen Sex/ich zulange brauche/frigide/nymphoman..

Den Frusthöhepunkt erreichte ich in meiner ersten Ehe, erst unbefriedigend, dann keine Lust bei ihm, dann keine Lust mehr bei mir.
Gespräche und Paartherapie haben nichts gebracht, außer meiner Erkenntnis, dass ich mir das nicht mehr gebe, es war einer der Trennungsgründe.

Seitdem prüfe ich die sexuelle Kompatibilität sehr, sehr genau, bevor es überhaupt in Richtung Beziehung geht. Natürlich kann sich das trotzdem negativ entwickeln, aber es minimiert das Risiko.

Jetzt in der Ehe gab und gibt es natürlich auch mal Durststrecken oder divergierende Bedürfnisse, aber nichts, was irgendwie die Grundfesten erschüttern würde.
 
Edelweiss
Benutzer161456  Sehr bekannt hier
  • Themenstarter
  • #8
zu Vorwürfen, bei mir stimme was nicht weil zuviel Sex/zuwenig Sex/den falschen Sex/ich zulange brauche/frigide/nymphoman..

Krass, wie kann so eine Bandbreite von unterschiedlichen Vorwürfen zu stande kommen?:eek:
 
Lotusknospe
Benutzer91095  Team-Alumni
  • #9
Da ich mich nicht zu Männern mit großem Sexualtrieb hingezogen fühle, sondern im Gegenteil eher zu denen, die ihn nicht haben, habe ich diese Situation eigentlich in fast jeder Beziehung gehabt, vor allem, wenn man zusammen wohnt.

Mein Hauptproblem bei der Sache ist auch weniger, dass es selten zu Sex kommt, als dass das Thema Leidenschaft, Lust und Alltag für manche einfach nicht kompatibel ist (für mich aber sehr wichtig). Ich brauche nicht unbedingt häufig Sex, aber will mich trotzdem als Frau fühlen (auch wenn mir das vllt gerade selbst schwer fällt, mich als Frau zu fühlen) und das tue ich besonders, wenn ein Mann, den ich mag, mich als Frau behandelt, die er begehrt (das muss überhaupt nicht in Form von Sex sein). Ich gebe auch zu, es ist schwierig, die Gratwanderung zu schaffen zwischen Leidenschaft/Lust und (Not-)Geilheit. Denn als Objekt von (nicht zielgerichteter) (Not-)Geilheit will ich mich dann auch nicht fühlen. Das hasse ich noch mehr.

Ich habe mir schon mal überlegt, ob ich mir nicht einfach nen Mann mit höherem bzw. großem Sexualtrieb angle, aber ehrlich gesagt gehen die mir schnell auf die Nerven. Für eine kurze Geschichte ist das toll, aber ich finde das wirklich sehr schnell einfach nur anstrengend, und verliebt habe ich mich auch noch nie in so jemanden. Weil, wie gesagt, um häufigen Sex geht es mir gar nicht so sehr, eher um das Gefühl, als Frau wahrgenommen und begehrt zu werden.

Wie man das Problem langfristig lösen kann, weiß ich noch nicht. Aber ich glaube, ich komme der Sache mit jedem Lebensalter näher. Zumindest hab ich es aufgegeben drauf zu hoffen, dass es dieses Problem in irgendeiner anderen Beziehung, in der ich involviert bin, nicht mehr geben wird. Ich glaube, in irgendeiner Form wird mich das mein Leben lang begleiten, weil ich da halt auch einfach kompliziert bin. Und ich habe gemerkt, dass ich auch selbst was dafür tun kann, mich als Frau begehrt zu fühlen. Der Partner ist häufig halt auch einfach so sehr im Alltag gefangen, dass ich ihm diese Aufgabe nicht einfach so übertragen darf und dann frustriert bin, wenn er sie nicht erfüllen kann. Ohne diese Erwartung, dass unbedingt er das leisten muss, lebt es sich schon viel leichter, und vielleicht löst sich das Problem dann auch von selbst oder man ist zumindest in einer Position, in der man dann konstruktiv an der Sache arbeiten kann (denn natürlich ist es trotzdem schön, wenn man sich vom Partner begehrt fühlt).
 
G
Benutzer Gast
  • #10
Krass, wie kann so eine Bandbreite von unterschiedlichen Vorwürfen zu stande kommen?:eek:
In dem es ursächlich nichts mit der eigentlichen Sexualität zu tun hat, sondern für den Beziehungskampf instrumentalisiert wird.
 
ugga
Benutzer172492  Beiträge füllen Bücher
  • #11
BITTE NICHT ZITIEREN, danke.

Ich hatte das leider schon in zwei Beziehungen, dass die Männer einen wesentlich geringeren Sexdrive als ich hatten. Hat sich eigentlich durch meine 20er gezogen.
Ich hatte damals noch so ein Faible für den stillen, zurückhaltenden Typ. Und ich habe in der zweiten (und längeren) Beziehung auch zugelassen, mich wegen meiner Bedürfnisse im Unrecht zu fühlen. Einerseits hat mir der zweite Partner gern den schwarzen Peter zugeschoben, andererseits habe ich mit gesellschaftlichen Verständnis gekämpft, dass eine Frau nymphoman/eine Hure/whatever ist, wenn sie Sex mag.

Ich denke, der geringe Sexdrive dieses zweiten Partners hat ganz stark was damit zu tun, dass er mich nicht voll emotional an sich heranlassen wollte und starke Selbstwertprobleme hat. Er kommt aus einer schwierigen Familienkonstellation.

Es war bei beiden Beziehungen einer der Trennungsgründe, aber nicht der Einzige.
Ich habe mich eben sehr abgewiesen als Frau und als Mensch gefühlt, nicht begehrt, nicht weiblich. Phasenweise konnte ich das gut verdrängen, auch weil die 20er ja beruflich eine wichtige Phase sind. Aber ich habe sehr darunter gelitten und jetzt echt fast ein Jahr gebraucht, um mich wieder attraktiv und als Frau wahrgenommen zu fühlen.
Ich bin durchaus der konfrontative Typ, also haben wir immer wieder darüber gesprochen. Beim ersten Partner war der Wille da, auf mich zu zukommen. Beim Zweiten wechselten aggressive Abwertungen meiner Bedürfnisse sich mit einsichtigen Lippenbekenntnissen ab, tatsächliche Handlungen erfolgten nicht. Selbst angesprochen hat es keiner der beiden. Lag aber wohl auch in der Natur der Sache, sie hatten ja keinen Leidensdruck bzw liegt auf Männern stark der Druck, immer willig zu sein.

Ich möchte das jedenfalls nie wieder erleben und die sexuelle Kompatibilität wird auch eines der Kriterien sein, die ich in der nächsten Kennenlernphase abklopfe.
 
myrjanna
Benutzer91827  Beiträge füllen Bücher
  • #12
Habt/Hattet ihr in eurer Beziehung schon mal Erfahrung mit unterschiedlichen sexuellen Bedürfnissen gemacht?

Ja, klar. Mehrmals.

Wann war das? In welchem Alter, in welcher Lebensphase?

Eigentlich fast immer. Also so zwischen 17 und 26

Mit wem war das?

Mit mindestens 5 meiner 9 festen Beziehungen, also quasi alle, in denen ich auch regelmäßig sex hatte.

Was war die Ursache, wo waren die grossen Differenzen?

Ich hatte jetzt nicht den höchsten Sexdrive, eher das Gegenteil. Da wurde ich dann oft gedrängt - gerade in jungen Jahren.
Dann hätte ich auch einen Partner, der eigentlich nur ego-Sex hatte, null auf mich einging (aber auch nur mit mir zusammen war, weil er zu faul war, nach ONS zu suchen).
Bei den anderen lag es eher an mangelndem Interesse an Vorspiel, zu wenig Durchhaltevermögen (aber kein Interesse an "Nacharbeit") oder trotz Gesprächen, keine Änderung in Sachen "weniger Schema F-sex"



Hatte dieser Umstand auch Auswirkungen auf die restliche Beziehung?

Auf jeden Fall

Wenn ja,
in wie fern?

Ich konnte irgendwann nicht mehr ohne schlechtes Gewissen Knutschen, wenn ich nicht theoretisch bereit war, auch die Beine breit zu machen und habe da bis heute Probleme, wenn ich mal ein paar Tage/ne Woche lang nicht möchte/kann und bin bis zu meiner letzten Beziehung deswegen dann auch oft heulend dagelegen, wenn ich mich endlich mal dazu durchgerungen habe, zu sagen, dass ich heute nicht möchte.
Das hab ich nämlich früher nie wirklich gemacht, weil ich deswegen nicht gerade selten angeschrien wurde oder es einen riesen Streit gab.
Dadurch wurde Sex eher zur Pflicht. Daran muss ich bis heute arbeiten.


Wie lange ging das gut?

Teilweise echt lange, erschreckenderweise.

Wer hat unter der Situation mehr gelitten?

In meinen Augen ich, in den Augen meiner Expartner sie.

Konntet ihr das Thema miteinander besprechen?

Manchmal. Aber der Effekt hielt, wenn überhaupt, nicht lange an.

Wie sahen die Konsequenzen aus,
Seid ihr noch zusammen?

Nein, aber das war auch meistens eher ein Grund und nicht die Ursache.

Wenn nein ,
was waren die Gründe dafür?

Es halt halt meistens auch generell nicht gepasst.

Hattet ihr von Anfang an eine gemeinsame Linie?

Theoretisch. Und theoretisch war man auch okay damit, dass halt nicht so oft sex brauche. Aber sagen, kann man viel.

Seid ihr noch zusammen?

Nein
 
Hryna
Benutzer36171  Beiträge füllen Bücher
  • #13
Gut, wir sind jetzt seit bald 12 Jahren in einer Beziehung, da gibt's immer mal Phasen, wo es vielleicht etwas weniger läuft und Phasen, wo es ganz besonders gut läuft. Ich bin von der Sex-Häufigkeit her ziemlich flexibel. Man kann mich leicht in Stimmung bringen, ich kann aber auch leicht eine ganze Weile ohne auskommen. Ich habe daher selten ein Problem. Die Hauptsache ist, dass überhaupt ein halbwegs regelmäßiges Sexleben stattfindet und es beiden Spaß macht. :grin:
 
caotica
Benutzer68775  (38) Planet-Liebe Berühmtheit
  • #14
Habt/Hattet ihr in eurer Beziehung schon mal Erfahrung mit unterschiedlichen sexuellen Bedürfnissen gemacht?
Ja etwas, eher so, dass er auch mit weniger zufrieden gewesen wäre, bzw ein paar Mal doch eher geblockt hat.

Wann war das? In welchem Alter, in welcher Lebensphase?
Mitte 20 beide Studium und Fernbeziehung

Mit wem war das?
damaliger Freund

Was war die Ursache, wo waren die grossen Differenzen?
Einfach das Bedürfnis danach unterschiedlich. Außerdem war er da irgendwie "die Frau" :grin: er musste entspannt und motiviert sein, um Sex zu haben, mich entspannt Sex und der Hunger wächst immer "beim Essen".

Hatte dieser Umstand auch Auswirkungen auf die restliche Beziehung?
Nein, ich hab mich eben zurück geschraubt. War jetzt nichts, was mich beeinträchtigt hatte, es gab aber auch sonst keinerlei Abweisung oder Kühle.

Wenn ja,
in wie fern?

Wie lange ging das gut?

Wer hat unter der Situation mehr gelitten?

Konntet ihr das Thema miteinander besprechen?

Wie sahen die Konsequenzen aus,
Seid ihr noch zusammen?

Wenn nein ,
was waren die Gründe dafür?
Ich hab mein "mehr wollen" nicht so wichtig genommen, und mich angepasst. Fällt mir ziemlich leicht generell, war jetzt kein großer Verdienst.

Hattet ihr von Anfang an eine gemeinsame Linie?
Eigentlich schon, so grundlegend, zumindest was Vorlieben etc anging

Seid ihr noch zusammen?
Nein aber der Sex war bis zum Ende ziemlich grandios :zwinker:
 
Sun-Fun
Benutzer171320  Sehr bekannt hier
  • #15
In der Beziehung zu meinem Ex war es so, dass ich eher gerne mehr Sex gehabt hätte und sicher auch viel mehr die Neugierige gewesen bin. Er war dann oft "Ne, lass mal, passt doch, wie es ist".......

Und nein, ich hab mich im Laufe der Beziehung damit arrangiert. Nach 2 Jahren Singleleben und dem damiteinhergehenden Erweitern des Horizontes, würd ich nicht mehr zurück :grin: wär mir zu langweilig und ihm zu herausfordernd :whistle:
 
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M
Benutzer172498  (30) Öfter im Forum
  • #16
Habt/Hattet ihr in eurer Beziehung schon mal Erfahrung mit unterschiedlichen sexuellen Bedürfnissen gemacht?
Ja.

Wann war das? In welchem Alter, in welcher Lebensphase?
In meiner ersten "Beziehung", wir waren beide etwa 20.

Mit wem war das?
Mit meinem damaligen "Freund".

Was war die Ursache, wo waren die grossen Differenzen?
Die Ursache war sehr fragwürdig. Eigentlich wollten wir beide miteinander schlafen, haben dann aber festgestellt, dass ihm die normalen Kondome nicht passten. Daraufhin hatten wir besprochen, dass er mal nachmessen und passende kaufen soll. Hat er nie gemacht.

Hatte dieser Umstand auch Auswirkungen auf die restliche Beziehung?
Ja, aber es ging dabei nicht nur um den Punkt Sex.

Wenn ja, in wie fern?
Er hat mich die ganze Zeit vertröstet, tat teilweise so, als wisse er gar nicht, wovon ich rede, und hat dann immer andere Dinge vorgeschoben, weshalb er nicht dazu gekommen sei. Kurz gesagt: Er hatte einfach nicht die Eier dazu, in so nen scheiß Laden zu gehen und Kondome zu kaufen und hat es lieber gelassen. Internet wäre ja auch eine Alternative gewesen. Aber das war nicht der einzige Punkt, wo er sich so verhalten hat und nicht zugeben konnte, dass er sich nicht traut.

Wie lange ging das gut?
Gut ging das eigentlich gar nicht. Wie gesagt, es war nicht nur das Thema Sex, es waren allgemein immer wieder Situationen, wo er zickig war und "aus Prinzip" Dinge verweigert hat, wodurch es ständig zum Streit kam.

Wer hat unter der Situation mehr gelitten?
Wie es ihm dabei ging, keine Ahnung. Er hat ja nicht mal zugegeben, dass er einfach selbst unsicher ist. Er hat es viel lieber auf mich geschoben und mich auch vor anderen dann hin und wieder blöd hingestellt, um selbst besser dazustehen.

Konntet ihr das Thema miteinander besprechen?
Nein, wie gesagt, er konnte es ja nicht zugeben und hat "aus Prinzip" dicht gemacht. Gesprochen haben wir erst an dem Tag, als wir Schluss gemacht haben. Aber auch da konnte er nicht einsehen, dass sein Verhalten falsch war.

Wie sahen die Konsequenzen aus, seid ihr noch zusammen?
Ich hab mich dann irgendwann auf dem Geburtstag von ner Freundin ziemlich betrunken, weil er auch hier (nicht wegen Sex) wieder "aus Prinzip" dicht gemacht und die ganze Zeit gestachelt hat, wobei ich ihm dann auch sagte, dass er mich nervt und ich ihn nicht mehr mag. Das war der Auslöser dafür, dass wir uns dann ein paar Tage später getrennt haben.

Wenn nein, was waren die Gründe dafür?
Er allgemein. Diese Unsicherheit und Arroganz. Dann so viele Lügen. Erst verspricht er Sachen und ist zu feige, um sich drum zu kümmern, schiebt dann andere Dinge vor. Gibt mir das Gefühl, dass ich zu viel erwarte. Macht mich schlecht vor anderen, um sich selbst besser zu fühlen. Und sagt mir dann noch, dass er sich mehr oder weniger die letzte Zeit absichtlich so scheiße verhalten hat, weil er schon länger Schluss machen wollte und nicht die Eier dazu hatte, und gehofft hat, wenn er genug nervt, dass ich es für ihn tue.

Hattet ihr von Anfang an eine gemeinsame Linie?
Anfangs dachte ich ja. Aber seine Vorstellung von "Beziehung" war einfach unreif und dumm. In seiner Vorstellung hätte jeder Tag so ausgesehen, dass wir gemeinsam auf dem Bett liegen, fast schlafen und ich hätte getan, was er wollte. Und wenn ich nicht freiwillig kam, wurde ich eben am Handgelenk bei gezogen.

Seid ihr noch zusammen?
Garantiert nicht. Nie wieder so einer. Wobei es wirklich nicht nur um Sex ging. Man kann ja über alles reden. Aber das tat er ja nicht. Einfach abblocken "aus "Prinzip" (ja, das war seine Standard-Antwort dazu).
 
Firebird
Benutzer38570  Planet-Liebe Berühmtheit
  • #17
schon vor dem ersten sex? wie geht das? Erzählen kann man ja viel.
Ja, ein Restrisiko bleibt, allerdings mache ich meine Vorlieben schon sehr direkt und deutlich klar. Und sollte doch einmal ein faules Ei dabei sein, dann breche ich das Date ab.
Eine Beziehung geht erst ein, nacheem ich Sex mit dem potenziellen Partner hatte. Wenn der Sex nicht passt, gibts keine Beziehung.
 
hiccups
Benutzer1515  (42) Previously MrX
  • #18
Habt/Hattet ihr in eurer Beziehung schon mal Erfahrung mit unterschiedlichen sexuellen Bedürfnissen gemacht?
Ja.

Wann war das? In welchem Alter, in welcher Lebensphase?
Anfang 30.

Mit wem war das?
Meine zweite Sex-Beziehung / Freundschaft Plus.

Was war die Ursache, wo waren die grossen Differenzen?
Ich war eine Woche bei ihr zu Besuch und hätte gerne jeden Abend Sex gehabt, aber sie wollte nur alle 3-4 Tage.

Hatte dieser Umstand auch Auswirkungen auf die restliche Beziehung?
Mich hat es frustriert, auch wenn ich wusste, dass ich Rücksicht nehmen muss. Hab mir den Frust aber nicht anmerken lassen.

Wie lange ging das gut?
Ich war nur eine Woche bei ihr und das war auch so geplant.

Wer hat unter der Situation mehr gelitten?
Ich (vermutlich, sie hat ja nicht viel drüber geredet).

Konntet ihr das Thema miteinander besprechen?
Nein. Sie wollte nicht und das war dann eben so. Ich fand es nicht toll, aber habe es akzeptiert. Weiter drüber reden wollte sie nicht.

Wie sahen die Konsequenzen aus? Seid ihr noch zusammen?
Nein. Der Kontakt ist irgendwann von ihrer Seite abgebrochen, obwohl wir uns danach weiterhin super verstanden haben. Mir wäre der weitere Kontakt wichtig gewesen, aber ich renne keiner Frau hinterher wenn sie sich auf meine Nachrichten nicht mehr meldet.

Hattet ihr von Anfang an eine gemeinsame Linie?
Virtuell kennen gelernt und das Thema "wie oft werden wir Sex haben", haben wir nicht besprochen bzw. wir wussten nicht, ob es zum Sex kommt.
 
G
Benutzer Gast
  • #19
Gespräche und Paartherapie haben nichts gebracht, außer meiner Erkenntnis, dass ich mir das nicht mehr gebe, es war einer der Trennungsgründe.

Seitdem prüfe ich die sexuelle Kompatibilität sehr, sehr genau, bevor es überhaupt in Richtung Beziehung geht. Natürlich kann sich das trotzdem negativ entwickeln, aber es minimiert das Risiko.
das übernehme ich mal so.
lange in der ehe mitgemacht..
irgendwann verstanden, dass nicht ICH seltsam bin..
gelernt habe ich, dass ich sehr viel genauer hinschaue und mich nicht mehr mit großen kompromissen zufrieden gebe.

unsere ehe ist daran letztendlich gescheitert. war nicht der eine grund. aber die 2 verschiedenen ansichten waren sozusagen der anfang vom ende.

edit: ich war die, die mehr wollte, die neugieriger war.. die nicht mehr nur mama sein wollte.. :engel:
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Nevery
Benutzer72433  Planet-Liebe ist Startseite
  • #20
passiert ist mir das bislang nur in der "längsten" beziehung - bei den kürzeren, die nur ein paar jahre gingen, nicht. ich schaue ja auch vorher, ob man halbwegs zusammenpasst. aber: menschen ändern sich, lebensumstände ändern sich, und was mal passte muss nicht ewig passen. so wurde aus der nevy, die gerne 3 mal am tag sex wollte, die nevy, die eher alle 3 wochen sex will - nur bei männe hat sich da nicht wirklich was verändert, und damit ergab sich ein problem.

die schlimmste zeit war die, als ich selber nicht akzeptieren wollte, nicht akzeptieren konnte, dass sich meine bedürfnisse geändert haben. als ich immer dachte: das ist nur eine phase, und wenn erst dieses oder jenes, dann... - und phase reihte sich an phase, grund an grund, ich erfüllte weder seine noch meine erwartungen mehr, die verzweiflung stieg, das gefühl des begehrenswert-seins sank... irgendwann habe ichs akzeptiert.

ich habe aber auch das große glück, dass mein kerl deshalb nicht an sich selber zweifelt, deshalb nicht denkt, er sei unattraktiv für mich. wäre das als zweites problem noch hinzugekommen, ich glaub, dann hätte ich mittlerweile die segel gestrichen: es gibt grenzen an der anzahl an problem (und an den lösungsmöglichkeiten und -versuchen), die eine beziehung stemmen kann. mich zusätzlich zu meiner lustlosigkeit (was auch für mich ein problem ist, nicht nur für ihn! ich wünschte ja selber es wäre anders...) damit herumzuplagen, dass sein ego davon angeknackst ist, und damit in folge was vorspielen zu müssen um ihn aufzupäppeln, das wäre der todesstoß für die beziehung gewesen.

in meinen augen ist der wichtigste punkt, das ganze auf die fakten zu reduzieren: ich habe nicht sonderlich viel lust auf sex, ständig den kopf mit anderen dingen voll, und das wird sich die nächsten jahre auch nicht ändern. ist halt so mit der selbstständigkeit.

ich könnte die verhütung wechseln, die pille sein lassen (die definitiv auch auswirkungen hat), nur gibts da das thema mit den zu kleinen kondomen... selbst die maximal großen passen nicht wirklich gut. spirale oder so... wäre eine option, ist aber teuer. zudem kann ich mir tagelange arbeitsausfälle aufgrund von schmerzen nicht erlauben. man wird sehen, was draus wird, das thema steht noch im raum.

wenn man also diese fakten nimmt, dann haben wir das klassische "einer will viel mehr als der andere" - und für mich gibts dann eben den kompromiss: auch wenn ich ansich kein bock habe leier ich immer mal was an, versuche das thema anhand des datums im kopf zu behalten, und ggf. gibts dann halt nur nen blowjob für ihn, wenn ich echt nicht mag. er hingegen sieht davon ab, mich zu drängen (was für mich der absolute lustkiller ist). wir freuen uns an den punkten, wo es wirklich gut zusammentrifft (die ich auch versuche zu provozieren, z.b. durch kopfkino), und akzeptieren den rest.
 
G
Benutzer Gast
  • #21
irgendwann habe ichs akzeptiert
Ich glaube, das ist der einzige realistische Ansatz, dass eine Beziehung nicht an einer grösseren Differenz zerbricht (oder ein Partner, wenn beide nicht im Stande sind die Beziehung zu beenden), nämlich die Fakten zu akzeptieren, unvoreingenommen und vollständig (sprich beide Seiten). Wenn das nicht gegeben ist, dann ist alles Bemühen zum Scheitern verurteilt. Erst mit der wertfreien Akzeptanz ist man überhaupt in der Lage zu diskutieren, wie der Umgang mit dieser Differenz konstruktiv aussehen kann, wie Defizite ausgeglichen werden können, ohne die Beziehungssubstanz infrage zu stellen. Es ist egal, ob es dann zu einer Offenen Beziehung kommt, oder anderweitige Lösungen gefunden werden. Ohne Akzeptanz keine Lösung. Im Grunde scheitern die Beziehungen dann eigentlich nicht tatsächlich an der Differenz hinsichtlich sexueller Qualität und/oder Qualität, sondern am Unvermögen, diese Differenz zu akzeptieren und von da aus konstruktiv damit umzugehen.

Ich ziehe meinen Hut, Nevery Nevery !
 
Nevery
Benutzer72433  Planet-Liebe ist Startseite
  • #22
mickflow das hast du toll ausgedrückt - wesentlich besser als ich es konnte - und ich kann nur vollkommen zustimmen.
 
G
Benutzer Gast
  • #23
:ashamed:
 
Anila23123
Benutzer167118  (28) Sehr bekannt hier
  • #24
Habt/Hattet ihr in eurer Beziehung schon mal Erfahrung mit unterschiedlichen sexuellen Bedürfnissen gemacht?
Ja, nicht was die Quantität angeht, aber er mochte teilweise Sachen sehr, die ich nicht so mochte und nicht oder nur selten ihm zu liebe gemacht habe.

Wann war das? In welchem Alter, in welcher Lebensphase?
17-20

Mit wem war das?
Mit meinem damaligen Freund

Was war die Ursache, wo waren die grossen Differenzen?
Waren keine großen Differenzen.
Wir hatten insgesamt ein tolles Sexleben, nur teilweise halt verschiedene Vorlieben. Aber da haben wir uns mit arrangiert. Zum Glück ist Sex ja sehr vielfältig.


Hatte dieser Umstand auch Auswirkungen auf die restliche Beziehung?
Nein

Wenn ja,
in wie fern?
-

Wie lange ging das gut?
Fast 3 Jahre. Aber es war kein Trennungsgrund

Wer hat unter der Situation mehr gelitten?
Er denke Ich, aber so furchtbar war es nicht. Er musste halt hier und da Abstriche machen, aber dafür habe ich viel mit ihm probiert und kennen gelernt und wir haben auch gemeinsame Vorlieben miteinsnder kennen gelernt.

Konntet ihr das Thema miteinander besprechen?
Ja

Wie sahen die Konsequenzen aus,
Seid ihr noch zusammen?
Sind nicht mehr zusammen, hat aber andere Gründe.

Wenn nein ,
was waren die Gründe dafür?
Zu viel Streit die letzten Wochen. Hat einfach nicht mehr gepasst.

Hattet ihr von Anfang an eine gemeinsame Linie?
Joa, könnte man so nennen

Seid ihr noch zusammen?
Nein, s.o.
 
Edelweiss
Benutzer161456  Sehr bekannt hier
  • Themenstarter
  • #25
Die Umfrage ergibt ein erstaunlich ähnliches Bild für beide Geschlechter.

Beide Seiten geben mehrheitlich an, Probleme wegen zu wenig oder zu schlechtem Sex gehabt zu haben.
Mit zuviel Sex des Partners hatten dagegen wenig Teilnehmer zu kämpfen.
Auch sehr wenige Frauen übrigens.
Erstaulich auch die recht ähnliche Prozentverteilung.

Liegt das Ergebnis nun an der eher nicht repräsentativen PL-User-Gemeinde oder ist ein althergebrachtes Geschlechter-Rollenklischee tatsächlich total an der Wirklichkeit vorbei?

Auf jeden Fall scheint ja ein Zusammenhang zu geben zwischen zu wenig Sex der zu schlechte Sex, oder?
Das könnte ja bedeuten, dass, wenn man/frau die Qualität des Sexes erhöhen würde, auch der Frust über zu wenig Sex abnehmen würde.

Ergebnis.
Guter Sex, was auch immer das heissen mag, ist wohl doch sehr wichtig für eine frustfreie, funktionierende Beziehung. :tentakel:
Wer hätte das gedacht.
 
Zuletzt bearbeitet:
ugga
Benutzer172492  Beiträge füllen Bücher
  • #26
Liegt das Ergebnis nun an der eher nicht repräsentativen PL-User-Gemeinde oder ist ein althergebrachtes Geschlechter-Rollenklischee tatsächlich total an der Wirklichkeit vorbei?
Beides, würde ich sagen.

Paartherapeuten sagen immer wieder, dass sich in ihren Praxen die Geschlechterklischees nicht bestätigen.
 
Karotti
Benutzer174299  Benutzer gesperrt
  • #27
Ich fände es eher verwunderlich, wenn die Bedürfnisse in allen Lebensphasen immer übereinstimmen.
Klar gab und gibt es mal Differenzen, aber eine Beziehung beendet habe ich deswegen noch nie.
 
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