Trotz Trennung eingespannt?!

Benutzer188932  (40)

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Hallo liebe Leute,

dies ist mein erster Beitrag hier bei euch, obwohl ich schon eine Weile sehr interessiert mitlese.
Ich finde eure Tipps und Hilfestellungen oft super und deshalb möchte ich heute selbst einmal nach Meinungen fragen.

Meine Ex-Partnerin und ich haben uns vor einer Weile nach etwas über 11 Jahren getrennt. Dieser Schritt war uns beiden irgendwie schon länger klar und war mangels Kommunikation nur noch nicht ausgesprochen.
Wir haben 2 gemeinsame Kinder und für beide bin ich immernoch ein alltäglicher Teil ihres Lebens. Wir wohnen sehr dicht beieinander, was es sehr einfach macht, Zeit mit ihnen zu verbringen.
Einer der größten Knackpunkte für das Ende der Beziehung war ihre Einstellung zu ihrem Job. Ich habe mich durch ihre Beförderung ca. 1 Jahr vor der Trennung eine sehr lange Zeit stark verdrängt gefühlt. Ihr Job war ihr schon immer sehr wichtig und ich war immer stolz auf sie, dass es wirklich eine Berufung für sie war. Jedoch wurde sie dadurch so sehr vereinnahmt, dass für Partnerschaft und Zwischenmenschliches kein Platz mehr blieb. Es war ihre bewußte Entscheidung, die Beziehung hinten anzustellen und ich konnte damit irgendwann nicht mehr umgehen und habe mich emotional zurückgezogen. Auf Versuche meinerseits, zu Reden wurde nur mit Unverständnis und stressbedingter Aggression reagiert. Es gab aber noch einige Gründe mehr.

Warum ich ihren Job so hervorhebe? Es ist so, dass ich ihr über Jahre den Rücken freigehalten habe, was die Kinderbetreuung und den Alltag angeht, da ich beruflich weit weniger eingespannt bin. Jetzt möchte ich mich aber nunmal von ihr lösen, um nach vorn zu schauen und einfach mein Leben zu ordnen.
Sie macht sich aber leider sehr abhängig von mir, was ihren Beruf angeht. Da sie in der Leitung des Unternehmens arbeitet, schreibt sie für ihre Abteilung die Schichtpläne für alle und setzt darauf, dass sie sich einschreiben kann, was sie will und ich, wie in all den Jahren davor zur Stelle stehe und ihr die Kinder und viele andere Dinge abnehme.
Versteht mich bitte nicht falsch. Was die Kinder betrifft bin ich für beide immer da. Hole sie mehrmals pro Woche aus der Schule und dann unternehmen wir was, machen Hausaufgaben usw. Ganz normal, wie früher auch.
Aber: Ich kann nicht einsehen, dass sie mich immer noch in ihren beruflichen Alltag einspannt und möchte, dass sie sich unabhängig von mir macht. Das ist auch durchaus möglich, da ich im selben Unternehmen arbeite und genau weiß, dass sie ihr Arbeitspensum an die relativ neuen Gegebenheiten anpassen kann.
Kurz gesagt, ich möchte mich wie bisher um die Kinder kümmern, denn ich bin kein Wochenendpapa, aber von ihr möchte ich nicht mehr für ihren Job und andere Dinge eingespannt werden. Den Kontakt eben auf das nötigste beschränken.

Meine Frage ist, ob ich da zu egoistisch denke. Denn ich habe des öfteren Anflüge eines schlechten Gewissens ihr gegenüber. Wie denkt ihr darüber?

Liebe Grüße.
 
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Benutzer186762  (50)

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Ihr braucht klare Regeln bezüglich der Kinder. In diesem Rahmen ist dann jeder für sich selbst verantwortlich und muss und darf sich gleichzeitig jeder auf den anderen verlassen können.
 
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Benutzer188932  (40)

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Ihr braucht klare Regeln bezüglich der Kinder.
Diese Regeln gibt es und damit sind wir beide fine.
Mir geht es darum, dass sie immernoch ein Stück Kontrolle über mein Leben hat. Ich werde ja nicht gefragt, ob ich sie hier und da unterstützen kann, sondern werde jedesmal vor vollendete Tatsachen gestellt. Sie: "Du musst, weil ich will... "
Sie war in der Beziehung eine sehr lange Zeit gewöhnt, zu bekommen was sie will und nicht fragen zu müssen. Und dieses Verhalten versucht sie immernoch durchzusetzen. Es ist von meiner Seite auch eine riesige Portion Wut ihr gegenüber vorhanden, die ich ihr jedoch aus Friedenswillen nicht zeige. Aber ich brauche einfach Luft zum atmen und Abstand, um auch verarbeiten zu können.
Ich habe mich aus Blindheit über Jahre kompatibel verhalten und mich untergeordnet.
 
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Benutzer186762  (50)

Sorgt für Gesprächsstoff
Diese Regeln gibt es und damit sind wir beide fine.
Mir geht es darum, dass sie immernoch ein Stück Kontrolle über mein Leben hat. Ich werde ja nicht gefragt, ob ich sie hier und da unterstützen kann, sondern werde jedesmal vor vollendete Tatsachen gestellt. Sie: "Du musst, weil ich will... "
Sie war in der Beziehung eine sehr lange Zeit gewöhnt, zu bekommen was sie will und nicht fragen zu müssen. Und dieses Verhalten versucht sie immernoch durchzusetzen. Es ist von meiner Seite auch eine riesige Portion Wut ihr gegenüber vorhanden, die ich ihr jedoch aus Friedenswillen nicht zeige. Aber ich brauche einfach Luft zum atmen und Abstand, um auch verarbeiten zu können.
Ich habe mich aus Blindheit über Jahre kompatibel verhalten und mich untergeordnet.
Was sind das denn für Dinge, bei denen sie Dich vor vollendete Tatsachen stellt? Quasi Verletzungen der vereinbarten Kinderregelungen? Oder ganz andere Dinge?
 
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Benutzer188932  (40)

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Nein, wie gesagt. Um die Kinder geht es nur bedingt, eher um ihr kontrollierendes verlangendes Verhalten, welches ich in der Beziehung hingenommen habe, aber jetzt einfach nicht mehr aushalten.
Sie erwartet Hilfe in vielen Dingen des Alltags. Muss mich mal eben schnell um ihre Streaming-Accounts kümmern, mit denen sie sich nicht auskennt. Neue Wohnungseinrichtung? Klar, dass ich zu schleppen habe. Solche Sachen eben. Hauptsächlich aber will ich mich nicht mehr ihrem Beruf unterordnen, wo es relativ spontan zu Personalmangel kommen kann und sie einfach einspringt und ich dann trotz 11 Stunden Nachtschicht noch springen muss, um die Kinder zu übernehmen, oder andere Gefälligkeiten zu erfüllen. Dafür habe ich dann logischweise aber kaum die Kraft. Es ist einfach nichts planbar für mich. Nichtmal meine Ruhezeiten.
 
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Benutzer188932  (40)

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Sorry, bin aus versehen auf Absenden gekommen. :smile:
Habe den Beitrag editiert.

Ich meinte, wenn sie spontan ausgehen will, dann soll ich auf der Matte stehen.
 
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Benutzer186762  (50)

Sorgt für Gesprächsstoff
Da würde ich mal sagen, die Trennung ist bei ihr noch nicht angekommen. Du musst Dich da klar abgrenzen und vermutlich selbst lernen, „nein“ zu sagen. Beim nächsten mal passt es Dir dann einfach gerade nicht. Solange Du das mitmachst, wird sie da auch nichts ändern.
 
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Benutzer183259  (51)

Öfter im Forum
. Muss mich mal eben schnell um ihre Streaming-Accounts kümmern, mit denen sie sich nicht auskennt. Neue Wohnungseinrichtung? Klar, dass ich zu schleppen habe. Solche Sachen eben.

Und warum tust du das?

Und wie sehen denn die Kinderbetreuungsregeln aus?
 
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Benutzer188932  (40)

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Da würde ich mal sagen, die Trennung ist bei ihr noch nicht angekommen.
Die Trennung hat sie aber ausgesprochen, ich hatte da noch einen letzten Versuch gewagt, zu reden. Emotional bin ich ihr jedenfalls nicht mehr wichtig, denke ich. War ich ja vorher auch nicht.
 
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Benutzer186762  (50)

Sorgt für Gesprächsstoff
Na, dann hast Du beim nächsten mal einfach keine Zeit. Das versucht sie dann noch zwei Mal und dann sollte das Thema durch sein. Vielleicht wird sie versuchen, Dir ein schlechtes Gewissen einzureden oder auf die Tränendrüse drücken. Da musst Du dann ihr gegenüber hart bleiben und Dir gegenüber verständnisvoll.
 
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Benutzer174652 

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Meine Frage ist, ob ich da zu egoistisch denke. Denn ich habe des öfteren Anflüge eines schlechten Gewissens ihr gegenüber. Wie denkt ihr darüber?

nein. null.
noch dazu wo sie in der luxuslage ist, sich ihre arbeitszeit selbst einzuteilen.

ihr könnt auch überlegen, bei wem die kinder ihren hauptwohnplatz haben sollen. oder ob ihr wochenweise wechselt.

also aufzuteilen ist nur die betreuungszeit eurer kinder - möglichst so, dass beide ein gut planbares leben haben.

partnerschaftliche unterstützung gibts nicht mehr.

freundschaftliche - gegenseitige! - unterstützung vielleicht irgendwann.

jetzt erstmal abstand.
 
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Benutzer188932  (40)

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Ich danke euch erstmal für eure Beiträge. Ihr seid ziemlich fix. :smile:

Und warum tust du das?

Und wie sehen denn die Kinderbetreuungsregeln aus?
Gute Frage... Ich kann ihr gegenüber wahrscheinlich nicht aus meiner Haut raus. Ich fühle mich nach dieser langen Zeit immernoch moralisch verpflichtet.

Die Kinderregelung ist relativ locker. Ich sehe sie fast jeden Tag (Ich muss nur ein Drittel des Monats arbeiten). Hole sie von der Schule und wir unternehmen was, Wochenende oder Ferien können sie auch oft bei mir bleiben.

Na, dann hast Du beim nächsten mal einfach keine Zeit. (abgekürzt)
Ich bin mir bewusst, dass das alles richtig ist, was du schreibst.
Da stimme ich dir auch voll zu. Ich habe aber die Befürchtung, dass die Kinder dann zum Druckmittel werden und ohne die beiden kann ich einfach nicht. Ich habe hier einfach keinerlei Rechte und würde einen Rechtsweg wegen der Kinder auch nicht starten wollen.

noch dazu wo sie in der luxuslage ist, sich ihre arbeitszeit selbst einzuteilen.
Dieser Luxus ist ziemlich geringfügig. Ihr Arbeitspensum ist dafür sehr hoch.
also aufzuteilen ist nur die betreuungszeit eurer kinder - möglichst so, dass beide ein gut planbares leben haben.
Wir hatten das Wochenmodell schon einmal praktiziert, während einer Beziehungspause vor 4 Jahren. Das will sie jetzt nicht mehr. Kann ich auch nachvollziehen, da sie ja jederzeit auch alleine zu mir kommen können. Ich wohne sehr nah.
 
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Benutzer186762  (50)

Sorgt für Gesprächsstoff
Grundsätzlich vorne weg: wenn gegen jede Verhaltensänderung Deinerseits das Druckmittel "Umgang mit den Kindern" steht, dann musst Du das Druckmittel entschärfen. Und was Deine Rechte betrifft: bist Du der Vater? Falls ja, dann hast Du die gleichen Rechte. Wenn Deine Vaterschaft nicht eingetragen ist, dann hast Du allenfalls größere Schwierigkeiten bei der Durchsetzung Deiner Rechte. Und ich glaube ehrlich gesagt nicht, dass sie das Druckmittel durchziehen würde, weil sie ja ihre Räume braucht. Und dafür braucht sie wiederum Dich.

Wir brauchen hier glaube ich mehr Informationen. Will sie das Wochenmodell nicht mehr, weil sie das zu sehr einengt? Weil sie in ihrer Woche flexibler sein müsste? Wo sind die Kinder denn gerade wie oft?

Du sagst weiter oben, dass Ihr bezüglich der Kinder klare Regeln habt. Aus Deinen weiteren Ausführungen entnehme ich, dass Ihr diese Regeln aber gerade nicht habt. Wenn die Kinder jederzeit zu Dir können, dann ist das schön, macht es ihr aber natürlich auch leichter, Dich einzuspannen. Und wenn Du so viel Zeit hast und sie nicht: warum leben die Kinder nicht bei Dir?

Ihr habt ein bestimmtes Rollenverständnis als Paar etabliert, weswegen Du dann auch nicht aus Deiner Haut kannst. Ihr müsst dieses Rollenverständnis neu definieren und etablieren. Das klingt jetzt erst mal einfacher gesagt als getan, aber genau jetzt ist die Zeit, das zu tun. Wenn Du Euer Rollenverständnis jetzt so weiterlaufen lässt, dann etablierst Du es quasi neu für Euch als getrenntes Paar.
 
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Benutzer172623 

Öfter im Forum
Die Kinderregelung ist relativ locker. Ich sehe sie fast jeden Tag (Ich muss nur ein Drittel des Monats arbeiten). Hole sie von der Schule und wir unternehmen was, Wochenende oder Ferien können sie auch oft bei mir bleiben.
Habt ihr die Regelung, dass Deine Ex Vollzeit arbeitet und Du Teilzeit um mehr Zeit für Haushalt und Kinder zu haben ?
Wie habt ihr die Finanzen geregelt ?
Nach der Trennung wird es dort wahrscheinlich Anpassungen geben müssen.
 
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Benutzer6428 

Doctor How
Ergänzend zu den letzten beiden Beiträgen mit sehr guten Fragen schreibe ich mal sowas wie eine "Überschrift".

Fakt ist: Sie ist mehr auf dich angewiesen als du auf sie. Mach dir das zunächst mal klar. Sie mag sich emotional ausgeklinkt haben, aber ohne dich läuft es nunmal nicht so für sie, wie sie sich das wünscht. Isso.
Fakt ist: "Nein" ist (in übertragenem Sinne) ein ganzer Satz.

Der größte Knackpunkt: Du hast verlernt oder nie gelernt, deine Bedürfnisse deutlich zu formulieren und durchzusetzen. Damit meine ich nicht, dass du jetzt knallhart einfach alles abwehren sollst. Es geht darum zu formulieren, dass du z.B. erwartest, dass sie mindestens BITTE sagt und auch dann keine Garantie hat, dass sie bekommt was sie will. Das ist das Mindeste im sozialen Umgang miteinander.
Wenn du nicht kannst, dann muss ein "nein" kommen. Sie muss ernsthaft lernen, dass sie nicht einfach Pläne ohne dich machen kann. MIT dir ist ein anderes Thema...sie könnte dich ja fragen, bevor sie irgendwo irgendwas zusagt...egal ob Date am Abend oder Schicht in der Firma.
Wenn du das nicht kannst, wäre vielleicht auch mal eine Therapie anzudenken..
 
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Benutzer171320 

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Neue Wohnungseinrichtung? Klar, dass ich zu schleppen habe. Solche Sachen eben.
Sorry, dass ist wohl nicht mehr Deine Aufgabe. Ihr könnt ja gemeinsam die Kidnerzimmer einrichten, aber der Rest, nicht Deine Aufgabe.

Ich denke auch, Du musst hier lernen, klar zu kommunizieren, dass Du für gewisse Dinge nicht mehr zuständig bist. Sie darf/soll/muss das nun selber lernen.
 
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Benutzer183259  (51)

Öfter im Forum
Gute Frage... Ich kann ihr gegenüber wahrscheinlich nicht aus meiner Haut raus. ...


, dass die Kinder dann zum Druckmittel werden und ohne die beiden kann ich einfach nicht. Ich habe hier einfach keinerlei Rechte und würde einen Rechtsweg wegen der Kinder auch nicht starten wollen.

Auf eine gewisse Art und Weise machst du es dir hier auch ziemlich einfach.
Zunächst einmal ist da ja die Frage, ob du wirklich so wenig Rechte hast. Warum glaubst Du das?
Für mich klingt das mehr nach einer bequemen Ausrede, nichts tun zu können.

Auch ansonsten klingt dein Verhalten nicht wirklich so, als dass sie dich irgendwie begehrenswert finden könnte, wenn ich das mal so direkt sagen darf.
 
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Benutzer188932  (40)

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Ich habe alles gelesen und die Kritik zur Kenntnis genommen. Mein Verstand sagt mir ja, dass ihr Recht habt, aber daraus die richtigen Konsequenzen zu ziehen, fällt mir schwer.
Ich möchte weder privat, noch auf der Arbeit einen Rosenkrieg auslösen. Hier muss ich an mir selbst arbeiten.

Und was Deine Rechte betrifft: bist Du der Vater? Falls ja, dann hast Du die gleichen Rechte.
Ich bin der Vater von beiden Kindern. Bei der Großen allerdings nicht der Erzeuger. Aber ich habe sie vom Säuglingsalter mit aufgezogen. Vaterschaft habe ich damals bei der jüngeren natürlich anerkannt, eine gemeinsame Sorgerechtsvereinbarung haben wir aber nicht offiziell gemacht.
Recht haben und bekommen sind zweierlei Dinge. Zumal ich das Prozedere eines Rechtswegs für die Kinder nicht gut finde. Ich kenne das aus meiner Kindheit selbst.

Will sie das Wochenmodell nicht mehr, weil sie das zu sehr einengt? Weil sie in ihrer Woche flexibler sein müsste?
Richtig. Wir arbeiten beide auch an Wochenende und Feiertagen. Sie offiziell nur in Frühschicht. Schreibt sich aber Spätschichten ein, weil sie diese lieber macht. Ich arbeite nur in Nachtschichten 12-13 Tage im Monat. Finanziell sind wir völlig unabhängig voneinander.
Wo sind die Kinder denn gerade wie oft?
Hauptwohnsitz bei der Mutter. Das will ich auch gar nicht anfechten. In der Woche sehe sie 3-4 mal und Wochenende je nachdem, wie ich arbeiten muss. Es ist schon sehr ausgeglichen.
Und ich glaube ehrlich gesagt nicht, dass sie das Druckmittel durchziehen würde, weil sie ja ihre Räume braucht. Und dafür braucht sie wiederum Dich.
Diese Perspektive habe ich gar nicht so auf dem Schirm gehabt.
Womöglich mache ich mir umsonst Gedanken, was das Druckmittel Kinder betrifft, aber sie sind nunmal da.
Wenn die Kinder jederzeit zu Dir können, dann ist das schön, macht es ihr aber natürlich auch leichter, Dich einzuspannen. Und wenn Du so viel Zeit hast und sie nicht: warum leben die Kinder nicht bei Dir?
Es geht bei den Kindern ja nicht nur darum, was wir als Eltern wollen. Sie sind in einem Alter, wo sie frei entscheiden dürfen sollen, wie sie ihre Freizeit gestalten. Ich weiß, wir vier finden das alle ganz angenehm so.

Ihr habt ein bestimmtes Rollenverständnis als Paar etabliert, weswegen Du dann auch nicht aus Deiner Haut kannst. Ihr müsst dieses Rollenverständnis neu definieren und etablieren. Das klingt jetzt erst mal einfacher gesagt als getan, aber genau jetzt ist die Zeit, das zu tun.
Hier muss ich sicherlich noch einmal das Gespräch suchen und nochmals deutlich werden, wie es funktionieren kann und wie nicht.
Ich bekomme von ihrer Seite wenig bis keine Argumente, oder Antworten.
Entweder geht sie sofort in den Angriffsmodus, oder ignoriert es.
Fakt ist: Sie ist mehr auf dich angewiesen als du auf sie.
Genau das will ich aber gar nicht so raushängen lassen. Kommt mir nicht richtig vor.
Du hast verlernt oder nie gelernt, deine Bedürfnisse deutlich zu formulieren und durchzusetzen.
Formulieren schon, durchsetzen ist eine andere Sache. Bedürfnisse anderer (nicht nur mich) interessieren sie wirklich nicht. Der Begriff an sich ist für sie schon ein rotes Tuch. Sie verbindet damit Einschränkungen und Zwang.
Damit meine ich nicht, dass du jetzt knallhart einfach alles abwehren sollst. Es geht darum zu formulieren, dass du z.B. erwartest, dass sie mindestens BITTE sagt und auch dann keine Garantie hat, dass sie bekommt was sie will. Das ist das Mindeste im sozialen Umgang miteinander.
Wenn du nicht kannst, dann muss ein "nein" kommen. Sie muss ernsthaft lernen, dass sie nicht einfach Pläne ohne dich machen kann. MIT dir ist ein anderes Thema...sie könnte dich ja fragen, bevor sie irgendwo irgendwas zusagt...egal ob Date am Abend oder Schicht in der Firma.
Wenn du das nicht kannst, wäre vielleicht auch mal eine Therapie anzudenken..
Ja, ich habe oft den Sprachfehler, nicht "nein" sagen zu können. Ob ich das therapieren sollte, weiß ich nicht. Ich bin einfach durch mein gesamtes Umfeld so.
Wir sind hier alle sehr sozial und ehrenamtlich engagiert und helfen immer...
Was nicht heißt, dass ich besonders weich in meinem Wesen wäre. Ich bin mit Ausnahme meiner Ex-Partnerin schon sehr durchsetzungsfähig.

Ich denke auch, Du musst hier lernen, klar zu kommunizieren, dass Du für gewisse Dinge nicht mehr zuständig bist. Sie darf/soll/muss das nun selber lernen.
Wie schon gesagt, kommuniziere ich gerne. Ich achte bei Konflikten auch darauf, mein Gegenüber nicht anzugreifen, sondern Lösungen zu schaffen (Vorschläge machen und anhören). Aber ich renne mir hier den Schädel ein.

Auf eine gewisse Art und Weise machst du es dir hier auch ziemlich einfach.
Das Gefühl habe ich auch und deshalb mein schlechtes Gewissen. Nach einer Trennung sind es oft die Mütter, die die A-karte gezogen haben und das will ich ihr nicht so rüberbringen.

Auch ansonsten klingt dein Verhalten nicht wirklich so, als dass sie dich irgendwie begehrenswert finden könnte, wenn ich das mal so direkt sagen darf.
Mal abgesehen davon, dass es gar nicht mein Wunsch ist begehrenswert auf sie zu wirken, kannst du das gerne direkt äußern, klar. Ich reflektiere mich gerne selbst, kannst du das etwas näher erläutern?
 
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