Trennung nach 8 Jahren Beziehung endgültig...?

Benutzer184385  (32)

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Ich habe mich hier angemeldet, um einfach so viele Meinungen wie möglich zu bekommen. Ich weiß auch nicht, ob das der richtige Weg ist, aber mir war eben einfach danach und mal sehen was ihr dazu so sagt. Es tut mir auch leid, dass ich sehr wahrscheinlich alles komplett durcheinander erzähle, aber ist alles noch sehr frisch. Fragt einfach, wenn ihr was nicht versteht...

Wie schon das Thema sagt, haben wir uns getrennt nach einer sehr langen Beziehung. Wobei eigentlich eher sie diesen Schritt gegangen ist. Wir hatten unsere Probleme und das hat sie mir auch gesagt. Sie meinte dann, dass wir einfach um die Beziehung kämpfen wollen. Dann haben wir aber vor ein paar Wochen gesagt wir nehmen bisschen Abstand und überlegen uns beide, wie es denn weitergehen soll.
Sie war dann eben beim Ergebnis angekommen, dass es eher keinen Sinn mehr macht. Ich hätte es versucht, aber kann sie auch verstehen. Meine Gefühle sind auch weniger geworden, ich hatte immer ein bisschen das Gefühl, dass ich nicht so leben kann wie ich möchte da wir dann zu sehr anecken. Sie meinte auch, dass ihre GEfühle nicht mehr ausreichen und sie einfach findet, dass es in 3-6 Monaten auch nicht wirklich anders aussehen wird. Es gehören natürlich immer zwei dazu, und ich weiß nicht, ob sie denn auch so denkt wie ich.
Es war immer so ein Zwang irgendwie. Wir haben uns kennengelernt und verliebt und führten dann eine lange Fernbeziehung. Sie ist nach Deutschland gekommen und dann sind wir zusammengezogen. Das macht man ja eigentlich, wenn man lange Zeit zusammen ist und sich gut kennt. Wir hatten eine Fernbeziehung, wir kannten uns einfach nicht.
Deswegen haben wir beide einfach sehr viel falsch gemacht. Ich habe mich beruflich und auch privat nicht mehr wirklich weiterentwickelt, habe mich gehen lassen. Ich bin selbstständig und früher einfach sehr ehrgeizig, warum sie sich auch verliebt hat. Das hat sie mir zumindest immer auch so gesagt. Ich habe immer wieder gesagt "Mache ich gleich" und und und.
Ich habe einfach alles aufgeschoben. Ich weiß, dass sie das sehr gestört hat. Jetzt ist es zu spät... Wir haben uns nie so wirklich die Zeit für uns zwei genommen. Ihre Schwester ist auch nach DE gekommen und bei uns eingezogen und dann kam Corona, das kam dann wohl auch noch dazu dass wir uns entfernten von einander.

Jetzt ist es eben so...
Ich muss sagen, ich habe mich am Anfang natürlich leer gefühlt und geschockt aber dann auch erleichtert. Ich habe es meiner Familie erzählt und bei jeder Person ging es mir besser, weil ich das ähnlich empfinde. Mehr Freiheiten haben oder eben auch eine Partnerin mit der ich einige Gemeinsamkeiten habe.
Weil wir hatten wirklich keine Hobbies oder Sachen, die wir beide gerne machen. Selbst bei Filmen und Serien hatten wir sehr unterschiedliche Geschmäcke.
Ein sehr wichtiger Punkt noch:
Sie hatte oder hat natürlich immer noch eineTochter mit in die Beziehung gebracht. Und wenn ich über sie nachdenke, zerreißt es mich. Weil ich sie als Tochter sehe und über alles liebe. Und wir Eltern verstehen uns ja noch, wir wohnen zusammen und umarmen uns auch noch gegenseitig wenn mal einer einen Heulanfall hat. Daher mache ich mir keine Sorgen, dass ich später mal keinen Kontakt mehr zu der kleinen haben werde.
Daher auch immer meine Gedanken, was ich mache in der Zukunft. Und da freue ich mich drauf. Aber dann kommt auch immer wieder die Frage, ob mir das dann doch irgendwann fehlen wird.
Ich habe sie dann auch einmal gefragt, ob sie es sich denn vorstellen könnte, dass wir irgendwann mal wieder zusammenkommen und da hat sie zu meiner Überraschung sofort "ja" gesagt...

Ich habe eigentlich keine direkten Fragen, will einfach mich nur etwas austauschen. Wenn das hier falsch ist, dann bitte sagen. Ich habe mich einfach zu sehr ausgeruht mit dem Gedanken Frau, Kind und gemeinsam wohnen... Ich habe immer gern von der kleinen Familie erzählt und war eigentlich nie ehrlich, dass es irgendwann nicht mehr so wirklich die schönste Beziehung war.
Aber in mir keimt dann gerade auch so der Gedanke, dass wir vielleicht von Anfang an falsch gestartet sind. Uns fehlte so die Kennenlernpahse...
Und dann denke ich daran, wie es vielleicht sein könnte, wenn wir in unterschiedlichen Wohnungen wohnen und uns dann näherkommen? Vielleicht hat ja jemand etwas ähnliches erlebt.

Das soll es erstmal gewesen sein. Wie gesagt, große Entschuldigung für das Durcheinander und wenn das hier falsch sein sollte, einfach sagen bitte.
 

Benutzer184385  (32)

Ist noch neu hier
Vielleicht noch ein kleiner Nachtrag:
Es ist ja nicht so, als würde ich mir jetzt Hoffnungen machen, dass es noch was wird bevor sie auszieht. Das wird passieren und muss auch passieren.
Was dann passiert sieht man ja dann irgendwann. Naja, vielleicht sagt ja mal jemand seine Meinung.
Ich weiß auch nicht, ob ich mich eher rar machen soll oder so tun als wäre nichts...
In den vergangenen Tagen bin ich sehr oft zum Sport oder einfach so raus um mich abzulenken, was ich auch weiterhin mache. Heute bin ich mal zu ihr und habe sie umarmt, da sie das dann auch gestern bei mir machte.
 

Benutzer106548 

Team-Alumni
Was dann passiert sieht man ja dann irgendwann.
Schreibe das nochmal in 64pt, drucke es aus und hänge es Dir über den Spiegel! :zwinker:

Ihr Beide wirkt sehr reflektiert, sehr ruhig und Null auf Streit aus. Offensichtlich habt Ihr zu einem guten Zeitpunkt erkannt, dass es - zumindest im Moment - keinen weiteren gemeinsamen Weg geben kann und habt daraus die richtige Konsequenz gezogen.
Für Dich sollte es jetzt darum gehen, dass Du Dich und Dein Leben sortierst, mal ein paar Ausblicke wagst und dann beginnst, Schritt für Schritt Deinen eigenen Weg zu finden. Erzwinge nichts, lasse das Leben auf Dich zu kommen und schau, was Dir gefällt.
Genau so wird sie das auch machen. Inwieweit sich Eure Wege weiterhin kreuzen oder tatsächlich eines Tages wieder in die gleiche Richtung führen, seht Ihr dann. Es bringt nichts, jetzt darauf zu hoffen oder gar, darauf hinzuarbeiten. Zu viel Neues wird Euch in den nächsten Wochen, Monaten und Jahren "passieren", das Ihr jetzt noch gar nicht überblicken könnt. Daher: "Was dann passiert sieht man ja dann irgendwann"

Vielleicht hat ja jemand etwas ähnliches erlebt.
Ob es ähnlich ist, weiß ich nicht so genau, aber klingt ein bisschen danach. Nach 19 Jahren haben meine Exfrau und ich uns getrennt. Auch eher von ihr ausgehend, aber viel länger hätte ich es so auch nicht mehr mitgemacht. Es war ebenfalls weitestgehend friedlich, die Scheidung war auch einvernehmlich mit gemeinsamer Anwältin und wir haben heute, 4 Jahre nach der Trennung, weiterhin guten Kontakt. Manchmal ein, zwei Monate gar nicht, dann auf einmal 2 Mal in 4 Tagen. Wie es gerade kommt. Wir helfen uns noch gegenseitig, erzählen uns Neuigkeiten aus unseren Leben, aber es ist auch klar, dass es niemals mehr mit uns Beiden etwas wird. Aber dennoch sind sowohl sie als auch ich hin und wieder schonmal traurig, dass es so gekommen ist u/o denken mit ein bisschen Wehmut an schöne Dinge zurück, die wir gemeinsam (erlebt) hatten. Was aber eben nicht heißt, dass wir Beide nicht v.A. nach vorne blicken und unsere eigenen Wege gehen.
Es muss nicht ein schwarz-weiß, ein entweder-oder geben. Dass es bei uns so gekommen ist, ist schön, das haben wir aber nie geplant.
 

Benutzer181422 

Sorgt für Gesprächsstoff
Ich weiß auch nicht, ob das der richtige Weg ist, aber mir war eben einfach danach und mal sehen was ihr dazu so sagt. Es tut mir auch leid, dass ich sehr wahrscheinlich alles komplett durcheinander erzähle, aber ist alles noch sehr frisch. Fragt einfach, wenn ihr was nicht versteht...
Es aufzuschreiben und zu Fragen ist immer ein Weg. Ob wir (ich) dir helfen kann, ist etwas anderes. Aber Versuch macht Kluch. :zwinker:

Tatsächlich finde ich deinen Beitrag sehr übersichtlich und auch sehr ehrlich und selbstkritisch. Natürlich fehlt vieles, aber du wäscht keine schmutzige Wäsche und erkennst, das es nie immer nur an einer Person hängt.
Auch diesen Punkt finde ich sehr beeindruckend von dir:
Ich habe mich beruflich und auch privat nicht mehr wirklich weiterentwickelt, habe mich gehen lassen. Ich bin selbstständig und früher einfach sehr ehrgeizig, warum sie sich auch verliebt hat. Das hat sie mir zumindest immer auch so gesagt. Ich habe immer wieder gesagt "Mache ich gleich" und und und.
Das wird einer der klaren Punkte sein, warum sie dich nicht mehr so attraktiv findet, aller Wahrscheinlichkeit nach.

Meine 15jährige Partnerschaft hat sich durch einen sehr ähnlich gelagerten Fall aufgelöst. Sie (also meine Ex) hat sich weiterentwickelt, während ich stehengeblieben bin. Sozusagen. Ist, wie gesagt noch ein wenig anders gelagert.

Weil wir hatten wirklich keine Hobbies oder Sachen, die wir beide gerne machen. Selbst bei Filmen und Serien hatten wir sehr unterschiedliche Geschmäcke.
Ja, das war bei mir sehr ähnlich. Freizeittechnisch hatten wir zwei kaum Übereinstimmungen.

Und dann denke ich daran, wie es vielleicht sein könnte, wenn wir in unterschiedlichen Wohnungen wohnen und uns dann näherkommen? Vielleicht hat ja jemand etwas ähnliches erlebt.
Das war bei uns eigentlich geplant. (Wobei wir keine Kinder haben.)
Die Wohnungssituation hier ließ einen Wegzug (zu dem sie mich gebeten hatte) nicht zu. Darauf trennten wir (in einer Zwei-Zimmerwohnung) unsere Wohnbereiche.

Nach rund einem halben Jahr war dann absolut klar, das wir keine Partner mehr sein könnten. Zumindest nicht in der klassischen Vorstellung.

Tatsächlich ist es inzwischen jedoch so, das ich seit rund sieben Jahren mit meiner allerbesten Freundin eine Wohnung teile. Insgesamt wohnen wir jetzt seit etwas über 22 Jahren zusammen. Jeder mit seinem Leben.
Die Auflösung von irgendwelchen eingebildeten Pflichten ("weil Partnerschaften dies gefälligst zu sein haben") hat uns beiden sehr gut getan.

Wir unterstützen uns in der gemeinsamen Wohnung (und mit den Tieren) und auch bei etwaigen neuen Partnern. Hin und wieder kommt es vor, das der oder die mal für ein paar Tage das Feld verlassen muss oder die/der zu seinem Date gefahren (und auch abgeholt wird).

Also ja, wir haben uns vor ein paar Jahren mal darüber unterhalten und gemeinsam erkannt, das wir beide große Verlustangst haben, das sie oder ich irgendwann einmal den oder die Richtige finden und es dann eine sehr viel größere räumliche Trennung gibt. Nach den letzten drei Begebenheiten hat sich diese Angst jedoch insgesamt eher gelegt. Ganz verschwinden wird sie nie, aber wir werden uns nicht verlieren. Da sind wir zwei uns ganz sicher inzwischen.

Tatsächlich ist inzwischen auch von ihrer Seite ein Kerl und von meiner Seite eine Frau irgendwie dazu gekommen. Beide können mit unserer besonderen Situation wohl umgehen. Ich schätze sie sehr, meine Kleine schätzt meine beste Freundin sehr. Gefühlstechnische Irritationen gibt es, ja. Aber das ließ sich bisher alles klären.

In Anbetracht dessen, wer und was ich bin, empfinde ich diese irgendwie seltsame Konstellation als ein echtes Wunder.
 

Benutzer184385  (32)

Ist noch neu hier
Danke euch beiden für eure Antworten. Auch eure Geschichten sind ja doch recht ähnlich, was die Länge der Beziehungen angeht zumindest.
Auch was ich über mich sagte, dass ich da stehen geblieben bin, halte ich für den Hauptgrund. Ich weiß nicht, ob wir nochmal die Chance bekommen mit dem nötigen Abstand irgendwann, aber da setze ich auch keine Hoffnungen. Ich will das auch nicht, wenn es passiert, passiert es, wer weiß das schon... Also Hoffnungen machen, dass es passiert. Und wenn es passiert muss es auch für mich passen.
Es spielen immer zwei Personen eine Rolle, der Meinung bin ich einfach. Wobei ich einfach für mich erkenne, dass ich einfach vieles hätte besser machen müssen.
Aber ich bin ihr im Grund auch dankbar, da ich mich jetzt einfach auch weiterentwickeln möchte. Ich treibe Sport, beruflich solls auch weitergehen. Ich möchte da einfach alles was ich habe reinstecken, auch wenn es aktuell einfach noch sehr weh tut.
Ich dachte auch am Ende, dass ein anderer eine Rolle spielt und das merkte sie auch. Auch das bestärkte sie darin, das zu beenden und doch nicht zu kämpfen. Auch das will ich einfach hinter mir lassen und diesen "Rücksack" nicht mit in die Zukunft nehmen. Misstrauen hat eben nichts zu suichen in einer Beziehung.
Und das tut jetzt auch echt weh, dass ich hier vielleicht so meine letzte Chance "verspielt" habe auch wenn ich ebenfalls nicht mehr so glücklich war.
Aber es ist schön, dass wir immer noch miteinander ganz normal reden können. Wir essen auch alle zusammen und schauen die tagesschau jeden Abend (und hiermit habe ich eine richtige Gemeinsamkeit, die wir haben. Das haben wir immer zusammen gesehen:smile: juhu!)
Das gibt mir einfach den Mut jetzt einfach weiterzumachen und an mich zu denken. Zum einen lenke ich mich mit dem Sport und mit der Arbeit ab und für die Zukunft ist es auch nicht schlecht.
Ich lasse dann einfach alles auf mich zukommen.
 
Zuletzt bearbeitet:

Benutzer184385  (32)

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Wir haben nochmal geredet und auch wieder über die mögliche Zukunft. Sie meinte auch wieder, dass natürlich noch Gefühle da sind und sie sich eine Zukunft irgendwann vorstellen kann wenn wir eben bei 0 starten.
Sie will aber einfach sehen, dass ich mich einfach weiterentwickeln kann.

Das sagte ich ja auch bereits, dass ich das will. Nicht für sie oder für uns, sondern für mich. Was dann passiert, weiß ja niemand.
Ich danke euch. Mal sehen, was passiert. Ich melde mich irgendwnan mal wieder:smile:

Danke euch!
 
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