Träumen - oder auch nicht?

Benutzer157470 

Öfters im Forum
Hallo zusammen

Mich würde mal interessieren, ob sonst noch jemand dieses Phänomen kennt. Das passiert mir seit meiner Kindheit, damals bin ich auch noch oft im Schlaf gewandelt.

Wenn ich träume, kommt es häufig vor dass ich aufwache und das Gefühl habe, mich immer noch in dieser Situation zu befinden.

Häufiges Beispiel:
Ich träume, dass ich bei jemandem zu Besuch bin und da schlafe. Irgendwann wache ich auf, schaue mich um und denke "Mist, ich sollte doch zuhause bei meinen Tieren sein". Ich "sehe" in dem Moment tatsächlich noch einen fremden Raum oder meine, dass diese Person noch neben mir im Bett liegt. Es ist schon oft vorgekommen, dass ich aufgestanden bin (ganz leise natürlich, sonst wecke ich die Person ja), meine Kleidung genommen und aus dem Zimmer bin. Und es plötzlich "Klick" gemacht hat, dass ich ja Zuhause bin und niemand da ist.

Oder die abgeschwächte Variante:
Ich wache auf und denke mir "Oh, XY ist ja zu Besuch. Aber wo schläft er denn? Habe ihm doch nirgends Platz gemacht und nach Hause ist er sicher nicht. Und ich habe ja gar nicht aufgeräumt, was wird er nur von mir denken?" Bis ich dann nach einigen Sekunden realisiere, dass da gar nichts war.

Kennt das jemand? Habe vorhin Google etwas bemüht, finde dort aber nur die umgekehrte Variante des Klartraums, also dem Traum, der sich steuern lässt. Auch unter Schlafwandeln lässt es sich nicht einordnen, da ich ja in dem Moment wach bin und mich auch daran erinnern kann.
 

Benutzer136760 

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Du träumst das nicht, sondern läufst dann wirklich umher, merkst in diesem Zustand aber nicht gleich, dass du bei dir zu Hause bist?
 

Benutzer157470 

Öfters im Forum
Genau. Ich "träume" weiter, bin aber längst wach. Schaue mich im Dunkeln umher und meine, eine fremde Wohnung um mich zu haben (ist ja eigentlich dunkel). Ich habe mich früher auch schonmal aufs Sofa gelegt, weil ich dachte es liegt meine Kollegin in meinem Bett, und ich will die nicht stören.
 

Benutzer136760 

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Dazu fällt mir leider nichts ein, meine nur mal eine ähnliche Frage irgendwo gelesen zu haben.

Übernachtest du denn oft woanders oder hast du oft Übernachtungsgäste?
Als ich früher alle paar Wochen bei meinen Eltern war, habe ich mich auch kurz vor dem Aufwachen gefragt, wo ich gerade bin...wobei das bei dir ja extremer ist.
 

Benutzer157470 

Öfters im Forum
Nein, im Gegenteil. Ausser wenn ich bei meinem Freund bin, übernachte ich nie woanders. Und Übernachtungsgäste hatte ich seit Jahren nicht mehr.
Ich habe dieses Phänomen aber seit meiner Teenagerzeit, da kann ich mich daran erinnen, wie ich aufstand, zum Schreibtisch lief und mich dort hingesetzt habe um zu schlafen, weil ja mein Bett besetzt war. Und noch früher bin ich eben richtig geschlafwandelt, das hat mir jeweils meine Mutter erzählt. Bin deswegen auch schon im Urlaub mit dem Wohnmobil von der Kajüte gestürzt, weil ich aufstehen wollte.
 

Benutzer140332  (33)

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Ich kenne das auch. Leider auch bei Alpträumen, dann sehe ich entsprechende Personen noch in meinem Zimmer (oder in einem anderen Zimmer, obwohl es meins ist).

Bei mir tritt dann manchmal zusätzlich noch eine Paralyse ein - ich will mich bewegen, sprechen, schreien und kann nichts von alledem. Ich kann nur starren und Angst haben.

Ich glaube aber, was du beschreibst hat doch was mit Schlafwandeln zu tun. Du musst beim Schlafwandeln nicht komplett schlafen, um zu wandeln. Ich z.B. bin halb wach, merke meistens nach kurzer Zeit, was ich da treibe, während ich es treibe. (Decke und Kissen schnappen, um Niemanden aufzuwecken etc.)
 

Benutzer157470 

Öfters im Forum
Ah, doch nicht alleine :smile: Das mit der Paralyse habe ich in Albträumen immer, aber nicht mehr wenn ich wach bin. Genau so ähnlich ist es eben auch. Ich habe dann das Gefühl, dass diese Person noch da ist, sehe aber höchstens Schatten, keine "reale" Person. Aber nur ganz selten im Zusammenhang mit Albträumen, es sind eher relativ neutrale Träume.

Schlafwandeln kann es deshalb nicht sein, weil ich mir von der ersten Sekunde an bewusst bin, was ich tue. Also ich kann mich noch genau erinnern wie ich aufwache und dann alles mache wie oben beschrieben. Ich kann mich auch an alles erinnern, was beim Schlafwandeln selten der Fall ist, da ein Teil des Gehirns noch schläft.
Man träumt ja im REM-Schlaf, in diesem kommt aber kein Schlafwandeln vor. Ich muss also wach sein, wenn ich vom Traum heraus auswache.
[doublepost=1480617611,1480616937][/doublepost]Habe das hier gerade gefunden, als Sympton der Narkolepsie:

Hypnagoge Halluzination
Im Gegensatz zu normalen Schläfern beginnen die Schlafepisoden von Narkoleptikern öfters mit dem REM-Schlaf. Beim Einschlafen können sich Inhalte des REM-Schlafs (Verlust der Muskelspannung, Traumwahrnehmungen) mit dem Wachbewusstsein vermischen und überlappen. in diesem Zustand kann der Betroffene nicht klar erkennen, ob er wach ist oder schläft. Am häufigsten ist das "Anwesenheitsgefühl", in dem der Betroffene eine fremde Person im Zimmer wähnt.
Link wurde entfernt

Da ist auch die Schlaflähmung aufgeführt
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:

Benutzer140332  (33)

Planet-Liebe ist Startseite
Ich habe dann das Gefühl, dass diese Person noch da ist, sehe aber höchstens Schatten, keine "reale" Person.
Ich sehe eine reale Person, die zum Schatten wird. Gefühlt sind es die ersten 30 Sekunden, bei denen ich klar etwas sehe, was nicht da ist.
Wie lange das wirklich ist, kann ich aber nicht genau sagen. Aber deutlich mehr als 10 Sekunden.
Da ist auch die Schlaflähmung aufgeführt
Sehr interessant. Vielleicht sollte ich doch mal in ein Schlaflabor.
 

Benutzer115625 

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Edit: reed reed hat mir die Antwirt geklaut

Ich hatte schon vereinzelt recht beängstgende Halluzinationen in der Aufwachphase.
 

Benutzer157470 

Öfters im Forum
Okay, das ist gruselig mit der realen Person ^^

Genau, bin jetzt definitiv bei den Hypnagogen/Hypnopomen Halluzinationen gelandet. Spannend, was man da liest.
Ich habe gerade die Daten nachgeschaut von meinem Activity Tracker, den ich mal hatte. Die Dinger sind wahrscheinlich nicht besonders genau, aber gemäss dem habe ich beim Schlafen kaum Tiefschlafphasen, also jedenfalls deutlich weniger, als normal wären.
 

Benutzer140332  (33)

Planet-Liebe ist Startseite
Okay, das ist gruselig mit der realen Person ^^
Vor allem wenn du drauf starrst, weg willst, aber wie paralysiert bist.
Ich hatte mal die Grudge-Tante neben mir im Türrahmen stehen. C-r-e-e-p-y.
3.jpg

Und ich rede vom jap. Original. Fucking creepy. :hilfe:
aber gemäss dem habe ich beim Schlafen kaum Tiefschlafphasen, also jedenfalls deutlich weniger, als normal wären.
Bei mir siehts anders herum aus. meine Schlaf-Effizienz lag häufig bei über 90%. Hatte ausgezeichnete Tiefschlafphasen.
 

Benutzer157470 

Öfters im Forum
Bäh, das möchte ich auch nicht haben... früher hatte ich das oft. Irgendwo stand dann da wirklich jemand, aber irgendwann hat sich das wohl verwachsen.

Bin gerade ganz fasziniert über die Narkolepsie am lesen, wobei diese Halluzinationen offenbar auch bei "gesunden" Menschen vorkommen.
Symptome und Ursachen im Detail

Bei mir würde zur Narkolepsie die Tagesschläfrigkeit fehlen, was ja eigentlich Hauptsymptom ist. Also ich bin schon eher mal müde, aber nicht dass ich jetzt einschlafen würde oder so. Aber:
- oberflächlicher Nachtschlaf
- lange Wachphasen (wenn ich mal ganz aufwache, bin ich meist wieder 1-2 Stunden hellwach)
- automatisches Handeln, also ausführen von mehr oder weniger logischen Tätigkeiten (habe auch schonmal mein Bett aufgeräumt, auf dessen leeren Seite oft Bücher, Handy etc. liegen. Das habe ich alles gestapelt, bis ich es realisiert habe).
- gemäss meinem Freund rede ich im Schlaf, setze mich einfach kurz auf oder nestel irgendwas, bis ich wieder einschlafe

So ganz sauber bin ich jedenfalls nicht :zwinker:
 

Benutzer140332  (33)

Planet-Liebe ist Startseite
Ich habe auch ein paar Symptome davon, aber eben nicht alle. Ich hab das immer unter Schlafwandeln abgetan. Finde das Thema sehr interessant, danke dafür. :thumbsup:
 

Benutzer157470 

Öfters im Forum
Finde es auch gerade sehr spannend :smile:
Schlaflabor würde mir nichts bringen, da ich sowieso nie schlafe, wenn ich sollte. Zudem beeinträchtigt es mich bisher nicht, es ist einfach "seltsam".
 

Benutzer157470 

Öfters im Forum
Ausser dem nesteln oder kurz aufsitzen, habe ich mich bei meinem Freund zum Glück bisher benommen. Und bin froh dass man das nicht versteht, was ich im Schlaf rede :zwinker:
 

Benutzer89539 

Planet-Liebe-Team
Moderator
Zum Teil klingt das, was ihr schreibt, für mich ganz normal. Beispielsweise hänge ich gedanklich oder emotional nach dem Aufwachen noch den Ereignissen des Traumes nach, und realisiere erst nach und nach, dass das was ich grad für tatsächlich passiert halte gar nicht sein kann. Manchmal bin ich auch eine Zeit lang verwirrt, was nun real ist und was nicht. Oder ich übe eine bestimmte Tätigkeit aus, und frage mich erst während dessen, was ich da grad tue. Oder erkläre jemandem anders etwas, das um so weniger Sinn ergibt, je mehr ich es zu erklären versuche.

All das habe ich aber noch nie ungewöhnlich gefunden, das ist halt die Verwirrung nach dem Schlaf.

Jedoch noch Personen zu sehen oder zu "spüren", daran kann ich mich nicht erinnern, und in der von Mrs. Brightside Mrs. Brightside geschilderten Intensität klingt das echt gruselig.
 

Benutzer140332  (33)

Planet-Liebe ist Startseite
Jedoch noch Personen zu sehen oder zu "spüren", daran kann ich mich nicht erinnern, und in der von Mrs. Brightside Mrs. Brightside geschilderten Intensität klingt das echt gruselig.
Das ist es auch. Aber viel schlimmer ist diese Paralyse. Du kannst nichts tun, außer dieses schlimme Gefühl zu ertragen. Für mich doppelt hart, weil ich mich ungern in einer Opferrolle sehe - nichts tun zu können ist der wahre Alptraum. Du willst, aber es regt sich nichts. Du kannst nicht mal um Hilfe bitten - gar nichts. Horror, echt.

Passiert zum Glück verhältnismäßig selten.
 
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