(Teil 2) - Trennung?

Benutzer81102 

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Hallo liebe Fories...

ich habe meinen Thread deshalb Teil 2 genannt, weil ihr meine Vorgeschichte unter "Fremdgegangen" nachlesen könnt.
Ich wollte der Übersichtlichkeit halber ein neues Thema eröffnen.

Und zwar brauch ich nochmal eure Hilfe...

Ich habe das Gefühl, dass es mit meinem Freund und mir keinen Sinn mehr macht aufgrund dessen, was alles vorgefallen ist
(kurz und knapp: er ist mir im ersten Jahr unserer Beziehung fremdgegangen - öfter - und hat es mir vor kurzem so nach und nach alles gestanden, weil er sich verändert hat und nicht mehr mit solchen Lügen leben konnte). :frown:

Ich hab so ewig mit mir gehadert und bin ja dennoch, wie ihr wisst, mit ihm zusammen geblieben, weil er es so bereut und sich so reinhängt.
Daran hat sich auch nichts geändert...er hat sogar einen Termin am 10. Januar bei einem Psychologen. Er macht also wirklich Nägel mit Köpfen.
Ich weiß wie sehr er es bereut und wie hart er seit Wochen an sich arbeitet. Er selber leidet auch tierisch unter allem und kommt nicht mit sich selber zurecht (deswegen auch die baldige Therapie).

Doch trotz dem habe ich das Gefühl, dass ich mich immer weiter distanziere...die ganze Unruhe ist vorbei, so langsam legt sich der Schock und ich bekomme immer stärker pessimistische Gedanken und das Empfinden, dass es keinen Sinn macht.

Kurz gesagt hat sich in der letzten Zeit einfach herauskristallisiert, dass wirklich ALLES kaputt ist zwischen uns. Das kam vorher noch nicht so durch, aber seit ein, zwei Wochen wird es immer deutlicher.
Die Vertrauensbasis ist komplett hinüber, ich habe wirklich 0,0 Vertrauen mehr in ihn, OBWOHL ich eigentlich rational seine Bemühungen sehe und auch rein sachlich sagen würde, er wird niemals wieder fremdgehen. Aber auf emotionaler Basis sieht mein Herz das natürlich anders und ich bestehe quasi nur aus purem Misstrauen und damit fühle ich mich sehr unwohl.
Es ist sehr anstrengend, sich immer Gedanken machen zu müssen.
Auch da kommt er mir entgegen...er ist dazu übergegangen, Videos zu drehen und Fotos zu machen während der Uni und geht nur noch mit mir zusammen ins Internet. Das kam alles von ihm aus und am Anfang dachte ich, dass das vielleicht anfangs ein guter Weg wäre, aber mittlerweile merke ich, dass mich das nur noch anwiedert.
So hat das doch keinen Sinn :frown:
Das ist Punkt 1.

Punkt 2 ist, dass meine Gefühle sehr sehr gelitten haben. Ich kann derzeit nicht mehr von Liebe sprechen. Es ist einfach zuviel passiert und ich bin denke ich zu erschüttert über alles, als dass ich in ihm noch den Mann sehen könnte, in den ich mich verliebt habe.
Im Moment ist mein dominierendes positives Gefühl ihm gegenüber eher Mitleid und eher eine freundschaftliche Verbundenheit.
Das wechselt sich dann ab mit negativen Gefühlen von Wut und Enttäuschung. Aber Liebe? Keine Ahnung...:frown:

Punkt 3 - ich kenne jetzt wirklich seine tiefsten Schwächen und in den letzten Wochen ist einfach sehr klar geworden, dass er ein ernstes Problem mit sich selber hat. Er hat einfach kein Selbstwertgefühl ums grob und knapp zu sagen. Bei ihm liegt einiges im Argen (das Fremdgehen war quasi ein Symptom davon), weswegen er auch die Therapie angehen will.
Er ist durch das alles einfach kein gleichwertiger Partner mehr für mich. Er ist schwach, voller Selbsthass und Selbstzweifel und ich empfinde es mittlerweile als total "ungleich", weil ich immer nur für ihn da bin und wir zur Zeit immer nur mit seinen Problemen und Schwächen beschäftigt sind.
Wenn ich weine, weil die Dinge, die er getan hat, hochkommen, gehe ich schon meistens in einen anderen Raum, weil er mir da einfach nicht helfen kann, sehr verunsichert ist und dann wieder mit sich selber kämpft, dass er das getan hat.
Und das Problem ist, dass sich seine ganzen Defizite, die er sein ganzes Leben ja schon mit sich rumschleppt, ja nicht von heute auf morgen lösen werden. Das wird lange lange dauern. Wir wissen auch noch nicht, ob der Psychotherapeut ihm wirklich schon einen Therapieplan aufstellen kann oder ob er auf eine Warteliste rückt.

Zusammengefasst stelle ich also immer stärker fest, dass eine Beziehung als solches nicht mehr existiert.
Ab und zu kommen wir uns auch noch nahe (körperlich), aber es ist einfach nicht mehr das Gleiche.
Ab und zu verstehen wir uns auch wieder richtig gut, aber es ist auch hier nicht mehr das Gleiche.

Es ist einfach so viel passiert und alles ist nur noch problembehaftet...ich habe so langsam den Eindruck, dass ich eine Trennung nur noch unnötig herauszögere.

Ich merke einfach, wie ich immer mehr unter allem leide, ich war seit WOCHEN nicht mehr ansatzweise glücklich.
Es ist so verdammt hart, anstrengend und runterziehend...

und immer öfter frage ich mich, ob ich das alles überhaupt noch will :frown:

Die Zweifel, die Enttäuschung, der Schmerz, das MIsstrauen, seine Probleme...die ganze Beziehungsbasis ist quasi weg.

Und durch seine ganzen Lügen kann ich mir auch mittlerweile nicht mehr vorstellen, dass ich ihm jemals wieder richtig vertrauen kann...dafür hat er einfach schon zu krasse Dinge abgezogen.

Ich weiß garnicht wirklich, was ich von euch hören will...vielleicht einfach eure Meinungen dazu.

Ich distanziere mich innerlich immer mehr, aber dennoch fällt es mir so schwer, wirklich zu sagen : "Ich trenne mich"...
Ich glaube, ich bewege mich darauf zu, habe aber gleichzeitig Angst davor.
Ich meine, er strengt sich so sehr an und irgendwie...respektiere und bewundere ich ihn auch dafür und auf eine gewisse Art liebe ich das an ihm, dass er so absoluten Änderungswillen zeigt...aber gleichzeitig ist einfach so sauviel passiert :frown:

Und manchmal frage ich mich auch, obs abgesehen von mir nicht auch für ihn besser wäre, wenn wir getrennte Wege gehen...weil ich kann ihn zur Zeit einfach nicht unterstützen, ich kann ihn selten bestärken oder ihm Mut machen (und wenn doch dann nur bei größter Überwindung weil ich doch eigentlich selber so leide und keine Hoffnung sehe) und manchmal bin ich auch gemein zu ihm, weil dann die Wut hochkommt...und er ist zur Zeit einfach sowas von am Boden...er schluckt das dann alles nur und bekommt dann quasi schon Selbstmordgedanken :frown:
Ich tue ihm auch nicht gut...er muss eigentlich so langsam mal zu sich selber finden, an sich glauben, einen Wert an sich finden, sich schätzen lernen...

Oh Mann..:geknickt:
Ich hoffe, ihr habt einen groben Überblick bekommen :cry:
Das alles macht mich so fertig...und eigentlich bin ich selber noch so verletzt und wütend, eigentlich habe ich selber noch soviel aufzuarbeiten...ich meine, er hat so krasse Sachen mit mir abgezogen.
 
R

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Hm, also für mich ist das, was ihr im Moment habt, keine Beziehung. Eine Beziehung sollte das Leben bereichern, einem Freude und schöne Gefühle bereiten.

Daher würde ich persönlich hier (vorerst) einen Schlussstrich ziehen. Du sagst ja selbst, es macht so keinen Sinn. Es bringt nichts, wenn er nur noch mit dir ins Internet geht und dir Fotos macht -das ist nicht die Basis einer intakten Beziehung und das weißt du ja auch.

Wie gesagt, ich würde einen Schlussstrich ziehen. Allerdings muss der ja nicht endgültig sein, wenn ihr das beide nicht möchtet. Aber meiner Ansicht nach müsst ihr beide zur Zeit einige Probleme mit euch selbst lösen und da kann es sein, dass ihr euch gegenseitig im Weg steht, obwohl ihr euch ja eigentlich helfen wollt. Ich würde mich zurückziehen und versuchen, mich mit der Sache auseinanderzusetzen und sie dann auch zu verarbeiten. Währenddessen sollte dein Freund natürlich auch an sich arbeiten (an sich, nicht an der Beziehung!), am besten eben auch in Therapie gehen, wenn er so viele Probleme habt.

Wenn ihr danach beide einigermaßen gefestigt seid, spricht ja nichts dagegen, es nochmal zu probieren.
 

Benutzer81102 

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Ich stecke einfach in so einem Zwiespalt...

Auf der einen Seite hat er mich so oft betrogen und das vollkommen skrupellos, hinzu kommen die tausend Lügen, die tausend Versprechungen...
Auf der anderen Seite ist das Fremdgehen ein Jahr her und seit seinen Geständnissen vor etwa 2 Monaten tut er ALLES, um anders zu sein und mir das zu zeigen. Er ist komplett demütig, komplett "klein", weint soviel, hasst sich selber...tut alles für mich, bemüht sich o h n e Ende.

Und ein weiteres Problem ist einfach: obwohl ich mir rational so sicher bin, dass er nie wieder fremdgehen wird...weil wir auch einfach sehr viel drüber geredet haben, ich ja auch weiß, woher es kommt (Motive dafür sozusagen), er sich in so vielen Dingen schon geändert hat, sein ganzes Leben umgekrempelt hat (Freunde, Studium, Freizeitgestaltung ...), habe ich kein Vertrauen :frown:
Und damit meine ich wirklich: absolut garkeins. Ich traue ihm einfach alles zu.
Und obwohl ich eigentlich auch "weiß", dass er mir im letzten Jahr unserer Beziehung nicht mehr fremdgegangen ist, nagt natürlich auch diese Frage an mir.

Kann es sein, dass wir keine Chance mehr haben TROTZ seiner ganzen Bemühungen? :frown:
 

Benutzer35148 

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Hättest Du denn den Mut, ihn komplett zu verlassen, und Dich nicht von ihm erpressen zu lassen?
Einerseits mag es feige und egosistisch erscheinen, ihn gerade jetzt aufzugeben.
Aber was erwartet er denn schon? Daß er nach der Therapie wirklich ein ganz anderer Mensch ist?
Daß Du ihm uneingeschränkt beistehst?

Was erwartest Du? Daß Du wieder mehr Gefühle für ihn hast? Daß Du ihn doch liebst trotz der vielen Dinge?

Im Moment bist Du vermutlich ziemlich alleine mit Deinen Gedanken und Gefühlen.
Distanz ist da vielleicht gar nicht einmal so schlecht.

Aber wenn Du Dich von ihm trennen willst, solltest Du das vielleicht auch mit seinen Ärzten bequasseln,
damit die ggf. gegensteuern können.

Steht Dein Entschluß schon fest, oder haderst Du eher nur?
 

Benutzer81102 

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Sry, hatte meinen Beitrag zu früh abgeschickt.

Ja, du hast schon im Prinzip Recht damit...aber die Sache ist ja auch, dass wir zusammen wohnen, die beiden Katzen haben und es schon ein großer Schritt wäre, das alles aufzugeben.

Und naja...ich persönlich habe ja nicht an mir etwas aufzuarbeiten, sondern meine "Probleme" liegen ja alle in der Beziehung und bei ihm quasi selber.
D.h. wenn ich mich trenne, dann wäre das schon endgültig und ich denke, wenn ich das erstmal dann verarbeitet hätte, dann würde ich auch nicht mehr zurück zu ihm gehen...ist so ein Gefühl :/
 
R

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Gast
Er ist komplett demütig, komplett "klein", weint soviel, hasst sich selber...tut alles für mich, bemüht sich o h n e Ende.
Mal ehrlich...lies dir das mal durch und dann frag dich, ob du das willst und ob du findest, dass das die Basis einer Beziehung sein kann?

Kann es sein, dass wir keine Chance mehr haben TROTZ seiner ganzen Bemühungen? :frown:

Natürlich kann das sein. Im Moment glaube ich, wie gesagt, auch nicht, dass ihr eine Chance habt. Es liegt zu viel im Argen und es gibt zu viele Baustellen, es gibt ja quasi kaum Momente, in denen ihr neutral oder gar glücklich seid. Die negativen Seiten überwiegen ja immens.

Und ich denke auch nicht, dass es euch beiden (!) gut tut, im Moment zusammenzusein, da ihr euch gegenseitig runterzieht.

---------- Beitrag hinzugefügt um 22:27 -----------

D.h. wenn ich mich trenne, dann wäre das schon endgültig und ich denke, wenn ich das erstmal dann verarbeitet hätte, dann würde ich auch nicht mehr zurück zu ihm gehen...ist so ein Gefühl :/
Und wie kann es dann deiner Meinung nach weitergehen? Willst du es nie verarbeiten?

Wenn du so sehr an der Beziehung festhalten willst (wobei ich Katzen und Wohnung nicht grad gute Argumente finde :zwinker:), wie wäre es vielleicht mit einer Paartherapie? Ich habe den Eindruck, dass ihr da alleine nicht wieder rausfindet.
 

Benutzer81102 

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Oh Mist, schon wieder zu früh abgeschickt :smile:

Mh, ich bin noch nicht entschlossen, ich hadere sehr.
Und was ich erwarte, weiß ich einfach selber nicht mehr so richtig :frown:

Er hingegen erwartet GARNICHTS von mir und er erpresst mich auch nicht.
Wiegesagt, er hasst sich selber und nimmt sich so sehr zurück, dass es schon fast ungesund ist.

Ich habe mit ihm über eine mögliche Trennung geredet und er hat sich komplett zusammen gerissen und mich darin unterstützt, dass wenn ich das möchte, das voll in Ordnung wäre, er würde das schon hinbekommen, es wäre für mich vermutlich ja auch besser und ich solle mir keine Sorgen machen, wir würden das schon alles regeln mit der Wohnung und den Katzen...
also das ist nicht das, was mich von einer Trennung abhält..

er bot mir sogar an, dass wir eine offene Beziehung führen könnten, bzw. dass er niemals mehr was mit jemand anderem haben will, aber dass wenn ich das Gefühl hätte, ich würde das wollen, dann würde er das verstehen (weil ich mich mit ihm mal gestritten hatte, dass ich das unfair finde, dass ich IMMER treu war obwohl ich natürlich auch ab und an mal gerne "gewollt" hätte und er sich einfach skrupellos ausgetobt hat),...

---------- Beitrag hinzugefügt um 22:32 -----------

Mal ehrlich...lies dir das mal durch und dann frag dich, ob du das willst und ob du findest, dass das die Basis einer Beziehung sein kann?

Ich bin ja ehrlich. Und ich wende mich ja gerade an euch, weil es einfach überhaupt keine Beziehungsbasis mehr gibt. Das sehe ich, merke es und leide jeden Tag mehr darunter.
Ich spiele immer öfter mit dem Gedanken der Trennung und freunde mich regelrecht damit an.

Aber irgendwie fehlt mir der letzte Ruck, um es wirklich zu tun :frown:

Und was das verarbeiten angeht...also, das was ich verarbeiten muss, muss ich nur verarbeiten, wenn ich mit ihm zusammen bleibe. Ansonsten hat sich das ja erledigt. Denn es geht ja hier um fehlendes Vertrauen, was ich IHM gegenüber habe und um die Enttäuschung und Verletzung durch IHN.
Das heißt halt, dass ich mit der Zeit wieder lernen würde, ihm zu vertrauen, mit ihm reden und auch von ihm Kraft vermittelt bekommen. Im Prinzip gibt es da konkret nichts zu "verarbeiten" in diesem Sinne...
verstehst du was ich meine?

Aber da frage ich mich halt, ob das jemals wieder klappen kann...

---------- Beitrag hinzugefügt um 22:34 -----------

Wenn du so sehr an der Beziehung festhalten willst (wobei ich Katzen und Wohnung nicht grad gute Argumente finde ), wie wäre es vielleicht mit einer Paartherapie? Ich habe den Eindruck, dass ihr da alleine nicht wieder rausfindet.

Ich weiß ja garnicht, ob ich an der Beziehung festhalten will...eigentlich will ich sie los werden, will ich wieder glücklich sein...ich sehne mich EXTREM nach "Freiheit".
Habe sogar schon das Angebot, mit zwei guten Freunden eine WG zu gründen und so weiter...

Ich frage mich aber, ob ich wirklich diesen Schritt gehen soll.
Ich merke in mir eine immer stärkere Distanzierung, aber irgendwie fehlt da noch was, dass ich es endgültig machen kann.

Wobei ich mir da auch nich sicher bin - wird das Gefühl denn jemals "eindeutig", dass man sich jetzt trennt? Oder ist da immer ein gewisser Zweifel noch dabei?

---------- Beitrag hinzugefügt um 22:35 -----------

Mist...ich muss mich mal wieder etwas sammeln und nich gleich immer sofort abschicken ^^

Also erstmal geht er ja jetzt zum Psychologen und es ist schon so gedacht, dass ich dann auch ab und an mal mitgehen kann und wir auch als Paar Hilfestellung bekommen.

Aber ich weiß ja nichtmal, ob ich das überhaupt noch ausprobieren will :frown:
 
R

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Ja, ich verstehe was du meinst. Aus persönlicher Erfahrung kann ich dir nur sagen, dass ich persönlich (!) kein Vertrauen mehr "lernen" kann. Wenn es bei mir einmal missbraucht wurde (und dann auch noch so extrem wie bei dir), dann wäre das irreparabel. Ich war mit meinem 1. Freund insgesamt 3x zusammen, es wurde einfach nie wieder wie am Anfang, und es war jedes Mal schmerzhafter, sich die Trennung eingestehen zu müssen.

Ich will dir nicht einreden, dich zu trennen, wirklich nicht. Nur kenne ich leider sehr, sehr wenige Fälle, in denen eine Beziehung selbst einen einmaligen Ausrutscher (den im Übrigen selbst ich eventuell verzeihen würde) überlebt hat. Und bei dir ist es ja noch einiges mehr (ich kenne deinen andern Thread ja).

Wenn du es WIRKLICH willst, dann musst du dich aber auch voll drauf einlassen und darfst nicht mehr zweifeln, sondern solltest eigentlich eine "Ja, es ist scheiße, aber wir schaffen das!"-Einstellung entwickeln. Dennoch denke ich, dass euch Hilfe von Außen gut täte, denn Selbstgeißelung wird deinem Freund auch nicht dein Vertrauen zurückbringen.
 

Benutzer35148 

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Er hingegen erwartet GARNICHTS von mir und er erpresst mich auch nicht.
Und was war das mit den Selbstmordgedanken!? :confused:

Lügt euch da mal nicht selber was vor.

Ach wie fein, eine "offene Beziehung"!? Damit er erst Recht ungeniert "fremdf*n" kann? Ach ne, ist ja nicht mehr "fremdgehen", da ihr ja dann nicht mehr zusammen seid... Ach wie uneigennützig :zwinker:

Wie stehen denn die Chancen daß die Therapie so erfolgreich ist daß er "geheilt" ist?
Wie war das noch mit den Männern, sie schauen doch den Frauen immer hinterher.
Könntest Du das ertragen, oder würdest Du gleich wieder Vertrauensbruch fürchten?

Es geht hier vor allem um Dich, wie Deine Gefühle zu ihm sind, wie Dein Vertrauen aussieht.
Doch das ist sogut wie verschwunden.
Es gibt vielleicht noch einen Rest, ein Echo, aufgrund der jahrelangen Beziehung.

Du hast vielleicht viel mehr Angst davor, was er sich antun könnte, oder Angst davor, allein zu sein, niemanden außer den Katzen zum Schmusen und Kuscheln zu haben usw. (nicht böse gemeint).

Kein Vertrauen ist keine gute Grundlage für eine Beziehung.
Er müsste es sich wieder erkämpfen, und so lange kannst Du ausziehen, Dein eigenes Leben leben, und sehen wie er sich entwickelt.

Eigentlich ist es schade daß Du das so lange hast mit Dir machen lassen.
Vielleicht hast Du Dich von seinen Versprechen blenden lassen.
 
R

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Achso, wie du herausfinden kannst, ob du wirklich noch willst? Ich würde mir ein Paar Tage Abstand gönnen und räumlich getrennt von ihm versuchen herauszufinden, was genau dich noch bei ihm hält.

Ich lebe ja selbst mit meinem Freund zusammen und ich denke, dass diese Nähe nicht gerade hilft, eine Entscheidung treffen zu können.
 

Benutzer81102 

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@Einsamer Engel:

Und was war das mit den Selbstmordgedanken!?

Lügt euch da mal nicht selber was vor.

Ach wie fein, eine "offene Beziehung"!? Damit er erst Recht ungeniert "fremdf*n" kann? Ach ne, ist ja nicht mehr "fremdgehen", da ihr ja dann nicht mehr zusammen seid... wie uneigensinnig

Moment, Moment. Ich glaube, du hast es ein kleines bisschen falsch aufgefasst, vermutlich habe ich es unglücklich formuliert :zwinker:

Diese "Selbstmordgedanken" waren NIEMALS Zweck, um mich unter Druck zu setzen oder mir ein schlechtes Gewissen zu machen, dass ich da bleibe. Niemals.
Diese Worte kamen dann von ihm, wenn er mal wieder irgendwas falsch gemacht hat und daraufhin in ein komplettes Loch gefallen ist. Unter Tränen und Selbsthass kamen die dann durch.

Und die offene Beziehung war NICHT auf ihn bezogen!
Hatte ich auch versucht zu erklären.
Dieser Vorschlag kam nach einem Streit darüber, dass er sich so ungeniert ausgetobt hat und ich mich immer fein zurückgehalten habe. Da war ich wütend darüber und habe es als "unfair" bezeichnet.
Er meinte dann niedergeschlagen, er würde es verstehen, wenn ich mich noch ausprobieren wollen würde und er fände es zwar nicht gut, aber könnte ja wohl auch nix dagegen sagen, weil er selber ja auch den ganzen Scheiß gemacht hat. So war das eher gemeint...

Und die Therapie ist nicht dazu da, dass er nicht mehr fremdgeht!
Die Therapie ist dazu da, dass er vieles aus seiner Vergangenheit aufarbeitet, irgendwann mal Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl entwickelt und und und (hier echt schwer zu erklären).
Denn er ist nicht fremdgegangen aus Interesse an anderen Frauen, sondern weil er Bestätigung nötig hatte, weil er in einer Scheinwelt gelebt hat usw.
Ist zu umfangreich, ums hier angemessen darzustellen.

Er wird auch so nicht mehr fremdgehen. Die Therapie würde ihn dahingehend "heilen", dass er wieder an sich glaubt und auch Hilfestellung dabei bekommt, seinen Selbsthass zu bewältigen.
Er braucht Hilfe dabei, sich in seiner neuen "art" zurecht zu finden. Im Moment weiß er garnicht wirklich, wer er ist, wie er sich zu verhalten hat ...

@RiotGirl: Danke für deine ANtwort..ich merke selber ja auch immer mehr, wie verdammt hart es ist und kann mir nicht mehr so recht vorstellen, dass das wirklich wieder werden kann..

Die Sache ist dass ich garnicht weiß ob ich es noch "wirklich" will, aber so ganz bereit mich zu trennen bin ich irgendwie auch nicht :frown:
Es ist so schwer und eine große Entscheidung :frown:
 
R

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Du musst dich ja nicht sofort trennen. Wir wäre es, wenn du dir einen Zeitpunkt setzt, an dem du nochmal ganz genau über die Beziehung und den Fortbestand dieser nachdenken wirst? Bis dahin kannst du ja dem "Alltag" nachgehen und musst dir nicht mehr jeden Tag den Kopf zerbrechen, sondern kannst quasi einfach mal eine Zeit lang schauen, wie es so läuft und nur in den Tag hinein leben, ohne große Gedanken an die Zukunft zu verschwenden. Und an dem Zeitpunkt, den du gewählt hast, setzt du dich dann mal hin und ziehst ganz bewusst ein Résumé?
 

Benutzer81102 

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@Riot Girl:
Das ist eine gute Idee und so ähnlich sieht auch mein "Plan" aus.
Ich habe mir vorgenommen, bis ins neue Jahr zu "warten", bzw. so bis Februar (schreibe da noch jede Menge Klausuren und durch Weihnachten und Silvester ist das ja eh alles irgendwie ungünstig)
und da nochmal konkret über alles nachzudenken und eine Entscheidung zu treffen.

Doch mittlerweile habe ich das Gefühl, dass ich es garnicht mehr bis dahin schaffen werde.
Wobei ich auch froh wäre, wenn ich eindeutig ein Gefühl für das eine oder andere hätte.

Ich glaube, das ist auch so der Hauptgrund für diesen Thread...eigentlich fühle ich mich schon lange nicht mehr wohl und merke durch die ganzen Wochen, die wir es jetzt schon seit dem versuchen, wieviel kaputt ist und das ich eigentlich garnicht mehr will!!!
Gleichzeitig merke ich aber auch, dass ich mich -verdammt- schwer damit tue, mich tatsächlich zu trennen :frown:
Warum weiß ich nicht so genau...vermutlich einfach, weil es an sich ja ein großer Schritt ist und auch, weil es irgendwie so schade ist, weil ich ja sehe, wie sehr er sich reinhängt...ich bin ja auch noch so ein gutmütiger Mensch, der niemandem weh tun will :frown:
Ich muss mich manchmal schon fast daran erinnern, dass ich hier nicht soviel Mitleid haben sollte, da er mich ja immerhin auch ziemlich heftig hintergangen hat...

Aber ich fühle schon seit einiger Zeit eine Tendenz in diese Richtung (Trennung), freunde mich wirklich konkret immer mehr damit an.
Bloß warte ich irgendwie immer noch auf den Moment, wo ich mir GANZ sicher bin...oder NOCH sicherer. Ich weiß aber nicht, ob das kommen wird?!

Was denkt ihr darüber? Zöger ich es nur hinaus und wird das Gefühl, was ich habe nicht mehr eindeutiger, oder WILL man irgendwann wirklich die Trennung und hat dann auch den nötigen Mumm, um diese durchzuführen?

Warte ich hier vergeblich?

Und eigentlich ist es ja auch quatsch, darauf zu warten, dass ich mich bald trennen *kann*, denn wenn ich es ja eh nich mehr will, kann ich es auch gleich machen.
Aber irgendwie ist da noch was in mir, was es NICHT will, glaube ich :frown:

Ich bin einfach so durcheinander.

Und so so so so unglücklich. Ich HASSE solche Entscheidungen. Ich will die nicht treffen müssen :frown:

Ich glaube, ich bin ein Mensch, der sich extremst schwer tut, sich zu trennen...wobei es wahrscheinlich allen so geht, ist ja auch nicht einfach...

---------- Beitrag hinzugefügt um 23:03 -----------

Mensch...wenn ich ihn so ansehe, empfinde ich schon sowas wie Liebe für ihn...
oder ist das nur ein Echo?

Wenn ich wenigstens das wissen würde :frown:

---------- Beitrag hinzugefügt um 23:06 -----------

Also rein sachlich, möglichst objektiv (soweit das eben geht) betrachtet, möchte ich diese Beziehung nicht mehr.
Es ist einfach zuviel kaputt und zerstört zwischen uns und er hat einfach so krasse Dinge getan...
Da bin ich schon ehrlich zu mir.
*Eigentlich* möchte ich das nicht mehr. Ganz sicher. Ich fühle es ja auch jeden Tag. Wahrscheinlich distanziere ich mich auch deswegen, was meine Gefühle für ihn angeht.

Aber warum kann ich es dann nicht durchziehen? :frown: Was genau hält mich denn noch?
 
R

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Gewohnheit, wahrscheinlich auch noch Liebe. Aber das reicht halt meist leider nicht für eine Beziehung. :frown:

Aber mach dir keinen Druck, du musst dich jetzt nicht sofort entscheiden!

---------- Beitrag hinzugefügt um 23:08 -----------

Wahrscheinlich hält dich auch das Gefühl "Er bemüht sich doch so sehr, da KANN ich doch gar nicht Schluss machen, schließlich gibt er sich unendlich viel Mühe" bei ihm. Aber auch das ist kein Grund, eine Beziehung fortzuführen.
 

Benutzer81102 

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Gewohnheit, Liebe (wobei die ja schon ziemlich..."überdeckt" ist)..da könntest du Recht haben.
Und nein, ich merke auch, es reicht nicht :frown:
Wobei er ja wirklich alles tut und ich mir ja eigentlich so sicher bin, dass er wirklich anders ist.

Ich glaube, das macht es nochmal schwerer...ihr könnt euch garnicht vorstellen, wie SEHR er sich reinhängt :frown:

Aber es kann wirklich einfach sein, dass zu viel passiert ist und der Schaden nicht mehr zu reparieren ist, egal wie sehr man das möchte. Den Eindruck habe ich zumindest :frown:

Aber du hast schon Recht, eigentlich brauche ich mir keinen Druck machen, aber es belastet mich halt schon seit geraumer Zeit und ich merke, dass ich einfach mal wieder ATMEN will..eine Entscheidung (oder Besserung) muss einfach her, ewig geht das so nicht weiter.

Ich warte wohl wirklich noch bis ins neue Jahr..
aber was ist, wenn ich dann an der gleichen Stelle stehe wie jetzt? Wird mich das wirklich weiterbringen?
Werde ich mir "sicherer" sein?
Oder vielleicht sogar wieder "unsicherer", weil wir dadurch ja auch wieder etwas länger zusammen sind?

---------- Beitrag hinzugefügt um 23:13 -----------

Ja, dieses Gefühl vermute ich auch bei mir...das lässt mich einfach nicht kalt, wie er weint und wie er sich abmüht :frown:

Mensch ich bin so unendlich traurig über alles :frown:
 
R

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Wenn du nach einiger Zeit immernoch nicht weiter bist als jetzt, würde ich Schluss machen - denn es wird dann wohl nicht plötzlich ein Wunder geschehen, das alles so macht wie früher. Irgendeine Änderung an deinem Empfinden müsste es schon geben, damit es weitergehen kann, denn SO ist es ja defintitiv keine Beziehung, die man aufrechterhalten will (und auch deinem Freund würde das nicht gut tun, er kann ja nicht ewig den reuigen Sünder spielen).
 

Benutzer81102 

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Ich glaube ich habe Angst, mir selber in die Tasche zu lügen.
Ich habe Angst, zu schwach zu sein für eine Trennung.

Ich habe Angst, dass ich weitermache und es dann irgendwann schrecklich bereue, dass ich den Zeitpunkt, wo meine Gefühle am niedrigsten waren und ich am distanziertesten, nicht genutzt habe....
versteht ihr was ich meine?
Es fällt mir ja so schon extrem schwer...wenn ich mich wieder auf ihn einlasse, dann wäre es noch schwerer...
und selbst jetzt hoffe ich ja noch, dass es klarer für mich wird, dass es mir leichter fallen wird, dass ich irgendwann aufwache und mir sicher bin :frown:

---------- Beitrag hinzugefügt um 23:18 -----------

Okay, das ist natürlich ein Weg, Riot...
Und du hast schon Recht...

also gut, ich werde im neuen Jahr weitersehen. Wenn ich dann immer noch auf der gleichen Stelle trete, macht es wohl keinen Sinn mehr und ich weiß dann dadurch auch, dass es keinen Zeitpunkt geben wird, wo ich mir noch sicherer bin...das muss ich dann wohl so hinnehmen.
Wenn es eine Veränderung ins Negative gibt, dann wäre das gut, weil dann könnte ich mich vllt etwas "überzeugter" trennen.
Wenn es positiver wird..tja dann weiß ich auch nicht.

Einer meiner besten Freunde hat mich gefragt, ob ich denn wollen würde, dass es mit mir und meinem Freund wieder so richtig gut wird.
Da hab ich gestutzt und konnte erschreckenderweise nicht sagen, ob ich überhaupt DAS wollen würde :frown: Weil eigentlich will ich ja keine Beziehung, wo ich schon mal so krass betrogen und belogen wurde und das lässt sich ja nicht mehr rückgängig machen :frown:

Vielleicht könnten mir ja mal diejenigen schreiben, die sich schonmal getrennt haben...wart ihr euch da wirklich sicher? Habt ihr auch gewartet und gewartet und es "hinausgezögert"?
 

Benutzer35148 

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Weißt Du, das verstehe ich eben nicht. Du sagst er hat so gut wie kein Selbstvertrauen, kein Selbstbewußtstein.
Aber wie um alles in der Welt war er dann überhaupt fähig, zig Male fremd zu gehen? Oder waren das alles nur Märchen?

Was denkst Du denn was passieren wird, wenn sein Selbstvertrauen wieder hergestellt ist, und er genau weiß was er will, und Du "immer noch" so "herumzickst"?

Schwer zu glauben daß er Dich dann immer noch "so sehr" lieben wird.
Andere "leicht" zu erreichende Mädls werden da erst Recht eine günstige "Beute" für ihn sein, oder nicht?

Bitte versteh das nicht falsch, ich kann Dir nicht sagen was Du tun "sollst".
Das mußt Du schon selber für Dich alleine entscheiden.

Es sind nur Denkanstöße, andere Sichtweisen.

Wenn Deine Gefühle für ihn nur negativ sind, wenn Du ihm nicht mehr vertrauen kannst, egal was er tut,
dann ist auch keine "gesunde" Beziehung mehr möglich, denke ich mal.
 

Benutzer81102 

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Vielen Dank für deine Antwort, und keine Angst, ich verstehe schon nichts falsch :zwinker:
Ich habe mich ja gerade an dieses Forum gewandt, um mal außenstehende Sichtweisen zu hören.

Es ist schwer zu verstehen, warum er das getan hat.
Ich versuchs mal grob zu erklären:
er hat kein SelbstWERTgefühl, allerdings aber Selbstbewusstsein (wenn man das so sagen kann)...also er hat kein Problem damit, auf andere Leute zuzugehen, im Mittelpunkt zu stehen, sieht gut aus und weiß das auch...

Das Problem ist, dass er nicht an sich selber glaubt, auf nichts an sich besonders stolz ist und es "nötig" hatte, sich Bestätigung von außen zu holen.
Es war so eine Art Maske, sich cool zu geben, der "Weiberheld" zu sein, um irgendetwas zu kompensieren.

Auffällig ist, dass er immer nur sehr oberflächliche Freunde hatte und sich auch immer sehr extrem angepasst hat. Er war in bestimmten "coolen" Party-Freundeskreisen immer komplett anders als in anderen, bei seiner Familie oder bei mir z.B.

Auffällig ist auch, dass er nie was mit Frauen hatte, die IHM gefielen, sondern lediglich mit denen, die Interesse an ihm signalisierten. Dadurch hat er sich toll gefühlt und was mit denen gehabt.
Nicht, weil er das wollte, weil er es sexuell nötig hatte oder diese Frauen anziehend fand, sondern schlicht und einfach aus dem Grund, dass jemand ihn gut fand und ihn das bestätigt hat.
Es waren teilweise sehr "hässliche" Frauen und bei ihm ist auch körperlich nichts passiert (einmal ging es halt sehr weit, aber er hat keinen Ständer bekommen ums direkt zu sagen).
Es war also nicht das "typische" Fremdgehen, sondern eher Fremdgehen aus einer psychologischen Sichtweise heraus.

Ach, das ist alles so schwer zu erklären...also eigentlich würde man von ihm nie denken, dass er es nötig hatte, mit SOLCHEN Frauen was zu haben...

und u.A. gerade das macht ihm schwer zu schaffen, weil er so langsam nach und nach erkennt, auf was er sich da eingelassen hat.

Er hat Selbstwertprobleme und das war so seine Art, sein "Versteckspiel" vor sich selber, seine "Maske".
Er gab sich als coolen, flirtenden partymachenden Weiberheld, ist aber im Grunde sehr komplexbeladen, glaubt nicht an sich, ist auf nichts stolz...
Ich habe das schon von Anfang an unserer Beziehung gemerkt, dass da irgendwas nicht stimmt...weil er sich gerade immer an diejenigen gehalten hat, die extrem oberflächlich sind.
Wenn ihn mal jemand "abgelehnt" hat, war er gleich total niedergeschlagen.

Er hat sich also bewusst ans Einfache gehalten, um sein Ego etwas zu pushen, weil er sich nicht mit sich selber und seinen Fehlern konfrontieren wollte.
Das tut er erst seit dem letzten Jahr, bzw. seit den letzten Wochen.

Wahrscheinlich versteht das hier keiner, diesen Unterschied...

ich habe aber auch mit der Schwester drüber geredet und es ist auch schon einigen mehreren aufgefallen, dass mein Freund sich oft ganz anders gegeben hat, als er wirklich ist und das ab und zu ein geradezu bemerkenswertes schwaches Selbstwertgefühl durchblitzte, was dann keiner verstanden hat, weil er ja gerade immer wie der mega selbstbewusste rüberkam...
In entscheidenden Momenten hat man das dann aber allerdings gemerkt, dass er nicht so ist, wie er sich gibt...

---------- Beitrag hinzugefügt um 00:01 -----------

Zum Fremdgehen war er vor allem in der Lage, weil das Einzige, auf das er "stolz" ist, sein gutes Aussehen ist (wobei er selbst da einige KOmplexe hat).
Und er hat sich ja auch nich selber an irgendeine rangetraut, die ER gut fand, sondern schlicht und einfach es bei den Frauen ausgenutzt, die INteresse hatten. Da hat er sich dann mutig und bestägit gefühlt.

Im Übrigen ist es imeistens ein Zeichen von irgendwelchen Problemen meiner Meinung nach, wenn gerade gutaussehende, selbstbewusst wirkende (!!) Menschen es so nötig haben, Bestätigung von außen zu bekommen.

---------- Beitrag hinzugefügt um 00:07 -----------

In sich drin ist er total schwach und unsicher. Früher wurde er im Übrigen auch extrem gemobbt.
Wenn dann nun "coole", offene oberflächlcihe Leute daherkommen, hat er sich toll, zugehörig und bestätigt gefühlt. Er hat dann überall mitgemacht, war der totale Mitläufer auch bei Dingen, die er selber eigentlich aber nicht gut findet. Richtige Freunde hatte er keine.
Er ist fremdgegangen, weil er sich dadurch toll und cool gefühlt hat.

Wenn es Probleme gab, ist er weggelaufen.
Er wollte NIE einsehen, dass seine Freunde vllt nicht die Wahren sind, dass er Dinge tut, die eigentlich nicht zu ihm passten, dass er sich manchmal komplett verstellte, nur um gut "anzukommen".
Das waren früher immer unsere Streitpunkte.

So nach und nach hat er saber dann doch elber die Augen aufgemacht. Und das alles nun zu erkennen - das alles, was er hatte, ein Versteckspiel vor sich selber war - ist extrem hart für ihn und DAFÜR braucht er vor allem die Therapie :zwinker:

Er muss schlicht und einfach lernen, zu sich SELBER zu stehen und sich nicht für alles und jeden zu verbiegen, nur um Bestätigung zu bekommen.

---------- Beitrag hinzugefügt um 00:14 -----------

Hätte es im Übrigen einen anderen Bereich gegeben, indem er so leicht hätte Bestätigung bekommen können, wie in der Frauenwelt, hätte er diesen anderen Bereich sicher genutzt.
Denn es ging nicht um die Frauen oder ums Fremdgehen an sich, sondern es war einfach SEIN Weg, um sich gut zu fühlen. Weil er nunmal wirklich eine Wirkung auf Frauen hat. Das war quasi das einfachste, offensichtlichste, durch das er sich seine Bestätigung abholen konnte.
Genau wie diese Partyfreunde. Da hat er einfach mitgemacht und war dadurch auch "cool".

Er hat wirklich nie gelernt, so zu sein, wie er IST, seine meinung zu vertreten, sich zu trauen zu sich zu stehen...wenn ihm mal jemand wichtig war und er von diesem jenigen auch nur eine einzige Absage erhalten hat (weil derjenige zB an dem Abend einfach nicht konnte), war er gleich völlig fertig und dachte, derjenige will nicht mit ihm befreundet sein.

Doch irgendwann merkt wohl jeder im Leben, wo er wirklich hingehört, und er hat wohl auch mit der Zeit gemerkt, dass alles eigentlich garnicht so recht zu ihm passt, vor allem weil ich es nicht lassen konnte, ihn immer und immer wieder darauf hinzuweisen, weil mich das extrem irritiert hat, wie er sich manchmal verstellte.

Ihr merkt...ich könnte ewig drüber reden.
Ich würde gerne in einem kkurzen Absatz erklären können, was mit ihm los ist, doch das geht halt iwie nicht ^^

---------- Beitrag hinzugefügt um 00:15 -----------

Übrigens auch vllt ein guter WEg, ums deutlicher zu machen:

Da er in sich selber keinen Wert gesehen hat, hat er auch seinen Körper an jede gegeben, die ihn wollte.
Normalerweise sucht man sich ja die Menschen aus, auf die man sich einlässt...das hat er nie getan.

---------- Beitrag hinzugefügt um 00:18 -----------

Oh mann, sorry, aber noch ein Aspekt:

es hat sich im Fremdgehen geäußert, aber noch heftiger im Lügen:

er hat schon wegen den kleinsten Kleinigkeiten gelogen! Er hat immer gelogen! Er konnte nie ehrlich sein, war feige, hatte kein "Rückrat".

Er hatte zB auch Angst, seinem Vater von seiner schlechten Mathenote zu erzählen, weil er dachte, dass dieser ihn dann fallen lässt und er in seinen Augen dann nichts mehr wert ist :what:

Und ja...sehr viel von diesen Problemen kommt ausm Elternhaus, auch wenn sich das immer so ausgelutscht anhört.
 

Benutzer26627 

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Hmm. Es ist schade, zu lesen, dass es nicht mehr geht. :frown: Und du weißt das ja auch. Ich glaube, deine Trauer darüber, dass ihr all das verloren habt, was hätte SEIN KÖNNEN, ist der Grund, warum du noch nicht loslassen kannst.
Er gibt sich solche Mühe, also MUSST du ihn doch lieben. Aber es geht nicht, wie du merkst. Und nun kannst du die Beziehung noch nicht aufgeben, weil du ihn einfach gern lieben KÖNNEN würdest, aber dazu ist hier viel zu viel zerstört...

Nur so meine Gedankengänge dazu.

Ich wünsche euch beiden (auch unabhängig voneinander) viel, viel Kraft!
 
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