Studienplatz: Wichtig von zuhause weg zu sein?

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Benutzer

Gast
Ich glaube, es hängt viel davon ab, in welchem Elternhaus man wohnt, welche Erwartungen man an das Studentenleben hat.

Für meine Entwicklung war es damals wichtig, von zuhause auszuziehen und ich glaube auch, dass man damit wesentlich selbstständiger wird. Allerdings denke ich, dass es auch darauf ankommt, wo genau man direkt hinzieht.

Zieht man in ein Studentenwohnheim? Das ist meiner Meinung nach ein guter "Zwischenschritt" zur ersten richtigen eigenen Wohnung.

Zieht man in eine WG? Auch eine Möglichkeit unter vielen, ist sicher auch eine preiswerte Alternative, aber zwischenmenschlich kann das durchaus eine Herausforderung sein.

Unweigerlich entwickelt man sich weiter im Studium, es sind einfach sehr prägende Jahre, man hat viele neue Eindrücke zu verarbeiten usw. Das kann auch am Heimatort vonstatten gehen, wenn man das Glück hat, direkt neben einer Uni mit zusagendem Studienangebot zu wohnen. Damit kann man echt viel Geld sparen und der Übergang bzw. die Weiterentwicklung ist "sanfter" meiner Meinung nach.
 

Benutzer6874  (35)

Benutzer gesperrt
Ich war so was von froh dass ich mein Studium iam Wohnort beginnen konnte! Das war nämlich alles andere als selbsrtverständlich!
Ich war vor allem aus finanziellen Gründen froh. Ich habe vier Geschwister, und es ist schon ein Vorteil wenn man dann zur alles andere als kostendeckenden aber trotzdem nicht grad billigen Ausbildung hinzu keine zusätzlichen Kosten hat.

Dass es meine Entwicklung zur Selbstständigkeit behindert hat glaub ich nicht. Wir waren zu Hause immer selhr frei gehalten, hintendrein kommt mir unsere Familie ein wenig wie eine WG vor :grin:

Off-Topic:
Jetzt wohne ich nicht mehr in der selben Stadt, und habe eine Familie. Aber das war für mich kein grosser Schritt. Nur dass ich die Eltern und Geschwister micht mehr so oft sehe, das tut mir schon ein bisschen weh. Aber hoffentlich wird mir das immer ein bisschen weh tun :herz:
 

Benutzer54399 

Planet-Liebe Berühmtheit
Es kommt natürlich auf das Elternhaus an, mit meinen Eltern hab ich mich immer sehr gut verstanden und sie haben mich auch immer unterstützt. Bei meinem Studium hatte ich auch die Wahl zwischen ausziehen und dort wohnen bleiben, bei mir war das dann aber eine recht einfache Entscheidung: Ich bleib zu Hause wohnen.

Meine Freunde waren noch in der Nähe, ich konnte mich aufs Studium konzentrieren und musste nicht noch gleichzeitig zig andere neue Dinge tun und lernen. Selbständigkeit konnte ich dann später noch lernen.
 

Benutzer160853  (34)

Meistens hier zu finden
Ich stelle meine Frage mal in diesem Forum, weil ich finde, dass auch die Beziehung zu meinen Eltern und meiner Familie wichtig ist.

Ich wollt eigentlich Fremdsprachen an der Würzburger Dolmetscherschule studieren. Aber seit einiger Zeit überlege ich mir, ob nicht besser wäre, hier in Berlin zu studieren.
(Die FU ist praktisch "ummi Ecke".)
Meine Noten sind recht gut, und ich kann auswählen.

Aber wichtiger ist, ob ich was versäume, wenn ich nicht ausserhalb studiere, und somit eigenständiger werde.
Allerdings müsste mein Freund länger reisen, um zu mir zu kommen. Er ist auch jetzt nur meist am WE da, aber dann haben wir noch weniger Zeit für uns.

Wie sind/waren Eure Erfahrungen?
Bin fuer alle Ratschlaege dankbar.


Das ist vermutlich sehr individuell. Ich würde zunächst die Studiengänge und ihren Ruf miteinander vergleichen. Ein Umzug kann dir natürlich sehr viele neue Erfahrungen machen, die du in Berlin nie gemacht hättest. Allerdings schafft die gewohnte Umgebung im Umbruch einige Sicherheit. Eigenständigkeit kann man je nach Wohnverhältnissen auch im eigenen Haus schaffen. Zur Abnabelung braucht es keinen Auszug.
Für mich ist der Umzug zum Studium erstmal kein Selbstzweck, sondern eine Notwendigkeit, um den besten Studiengang zu finden. In der gegenwärtigen Lage am Wohnungsmarkt wäre ich übrigens ganz froh, wenn ich nicht im Kampf um jeden Quadratmeter teilnehmen muss, sondern bereits versorgt bin.

Kurz um: Das ist einer dieser Entscheidungen, die nicht richtig oder falsch entschieden werden können. Am Ende würde ich an deiner Stelle die Studiengänge vergleichen und mit meinem Freund reden und sonst einfach auf die Intuition verlassen.

Grüße in den Berliner Südwesten
 

Benutzer44981 

Planet-Liebe Berühmtheit
Das Thema Selbstständigkeit halte ich für eher überbewertet. Ich habe selbst das ganze Studium über bei meinen Eltenr gewohnt (vor allem aus finanziellen Gründen) und hatte nach dem Studium überhaupt kein Problem damit, in einer eigenen Wohnung zu wohnen und für mich selbst zu sorgen. Das ist doch alles kein großes Hexenwerk.

Viel wichtiger finde ich den sozialen Aspekt:
Wenn dein Elternhaus nahe an der Uni ist und du somit auch spontan etwas mit deinen Kommilitonen unternehmen kannst, ist das super.
Wenn das Elternhaus - wie in meinem Fall - ein Stück von der Uni entfernt ist und du pendeln musst, könnte es durchaus sein, dass es für dich deutlich schwieriger wird, Kontakt mit deinen Kommilitonen aufzubauen. Ein Großteil dieser Kontakte entsteht ganz am Anfang des Studiums (gerne auch schon in irgendwelchen Einführungsveranstaltungen) und da ist man einfach oft außenvor, wenn man für irgendwelche Treffen eine gewisse Vorlaufzeit braucht, während deine Kommilitonen einfach an der Nachbartür im Studentenwohnheim anklopfen können, um anschließend spontan ein Bierchen zu trinken, o.Ä.
 

Benutzer122533  (32)

Sehr bekannt hier
Geh dort studieren, wo du studieren möchtest. Du musst nichts machen, nur weil man das halt so machen sollte... Die Welt ist voller "sollte man" - wer ist schon "man"? Wenn du Berlin toll findest, kannst du auch ein ganzes Leben dort bleiben und es fehlt nichts. Wenn du lieber mal was Neues sehen willst, dann ab raus.

Nur einen Auszug würde ich auf jeden Fall empfehlen. Nicht, um selbstständig zu werden, das wird man ohnehin irgendwann. Sondern, weil es einfach eine geniale Zeit ist, die im Elternhaus einen Teil ihres Zaubers verliert.
Diese (für mich) perfekte Freiheit aus kompletter Selbstbestimmung und trotzdem jeder Menge Zeit gibt es so einfach nicht, wenn man noch zu Hause wohnt.
Mein Freund hat das ganze Studium über bei seinen Eltern gelebt und bereut das mittlerweile sehr. Das geniale Unileben, wie ich es erlebt habe und ihm auch viele andere erzählt haben, hat er einfach nie richtig mitbekommen. Dafür hat man eben eine gewisse Sicherheit, was für einige sicher auch viel wert ist.

Ich selbst habe in der Stadt studiert, in der ich zur Schule gegangen bin, aber nicht bei meinen Eltern gewohnt. Sie hätten genauso gut 500km weit weg wohnen können. Da gab es kein "dann ist schnell jemand da", da das weder die Art meiner Eltern war, noch meine, sowas zu wollen.
 

Benutzer163482  (21)

Öfters im Forum
Erstmal vielen lieben Dank fuer Eure Kommentare.

Ich bin fast von den vielen Zuschriften überwältigt.
Finde ich Klasse, wie viele mir geschrieben haben.

Offensichtlich gehen Eure Meinungen auseinander.
Wie viele schreiben, ist wohl die Situation bei jedem anders.

Ich werde mir etwas Zeit nehmen, um es genau zu lesen, und Euch dann meine Meinung dazu äußern.

Wie immer ich mich entscheide:
Eure lieb gemeinten Ratschläge helfen mir sicherlich weiter.
Nochmals vielen Dank dafür.

Patty:thumbsup:
 
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